Stiftung Nantesbuch
Die Unternehmerin Susanne Klatten gründete vor fünf Jahren die Stiftung Nantesbuch für Kunst und Natur und erwarb ein 320 ha großes Areal im Bayerischen Voralpenland mit Wäldern, Wiesen und Moor. Namenspatron ist das Gut Nantesbusch bei Bad Heilbrunn (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen). Hier entsteht nun ein Ort „der Begegnung mit Kunst und Natur“; die ersten Gebäude hierfür werden im Juni 2017 nach zweijähriger Bauzeit in Betrieb genommen. „Die Natur ist in dieser traumhaften Lage allgegenwärtig. Die Kunst aber auch“, schwärmt die Süddeutsche Zeitung. Am Parkplatz empfängt eine Bronzeskulptur von Markus Lüpertz die Besucher; unter dem Dachstuhl des „Langen Hauses“ ist ein Mobile von Kaarina Kaikkonen angebracht, bestehend aus 30 bunten Hemden. Demnächst soll hier auch eine komplette Sammlung mit Kunstwerken zum Thema „Natur“ untergebracht werden. Das „Lange Haus“ besteht aus einem Umbau von zwei Stallgebäuden. Seminarbetrieb und landwirtschaftliche Nutzung werden hier in unmittelbarer räumlicher Nähe miteinander kombiniert. Das Programmangebot besteht u.a. aus „Erkundungen“, d.h. aus Wanderungen durch die Landschaft, begleitet von Künstlern, denn diese haben ja oft einen ganz anderen sensiblen Blick auf Landschaft und Natur als beispielsweise ein Botaniker oder ein Raum- und Regionalplaner in einer Behörde. In den jetzigen Sommerwochen der Heuernte widmen sich z.B. zwei Termine mit solchen Erkundungen schwerpunktmäßig dem bäuerlichen Arbeitsgerät der Sense. Ein anderes Format bieten die Kindersamstage. Einbezogen werden zu den Veranstaltungen alle Formen der künstlerischen Äusserung, auch Musik, Literatur und ebenso die Philosophie. Für den 22. bis 24. September 2017 ist ein Literatur- und Musikfest angekündigt.