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Band 252

Moderne, reloaded

BEFRAGUNG EINER EPOCHE

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts schien eine zur Epoche gewordenen „Moderne“ beendet. Um die Jahrtausendwende begann international eine Neubefragung dieser Epoche, welche gegenwärtig besonders in der Bildenden Kunst eine enorme Intensität erfährt. Weltweit nutzen Künstler die Moderne als „DNA des Zeitgenössischen“, wird sie in Ausstellungen und Forschungen einer kritischen Revision unterzogen und ihre Grenzen neu abgesteckt. Der vorliegende Band führt mit einleitenden Essays und zahlreichen Interviews mit Künstlern, Kuratoren, Kunsthistorikern/ -kritikern und Museumsdirektoren unterschiedlichste Stimmen zusammen, die diesen akuten „Reload“ der Moderne beleuchten und hinterfragen, warum eine bereits als abgeschlossen gegoltene Epoche wieder so aktuell ist.


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Aus diesem Band

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Kulturpolitik

Documenta-Obelisk: Streit geht weiter

Eine Spendenaktion soll den Ankauf des Documenta-Obelisken von Olu Oguibe durch die Stadt Kassel ermöglichen: Bis Ende April 2018 sollen 600.000 Euro zusammen gekommen sein – das ist der Preis, den der Künstler fordert. Doch das Sponsoring lief schleppend an: denn drei Wochen nach Beginn der Aktion waren erst 50.000 Euro durch eine Stiftung und weitere 35.000 Euro von verschiedenen Einzelspendern zusammen gekommen. Kulturdezernentin Susanne Völker vertraute der HNA-Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen an, sie wolle „selbst eine geringe Spendenbereitschaft nicht als ein Votum der Bevölkerung gegen den Obelisken verstanden wissen – selbst wenn die Summe am Ende erheblich von Oguibes Forderung abweichen sollte.“ Auf der Kommentarseite der Zeitung zum Interview mit der Politikerin überwiegen derzeit allerdings die kritischen Stimmen: da rechnet ein Leser vor: „Wieviel sinnvolle Dinge können mit 500.000 Euro zur Wohltat der Menschen beitragen ! Es können Alte und Hilfsbedürftigte unterstützt werden. Kindergärten und Schulen!“ Ins gleiche Horn stößt ein anderer Kommentar mit der Forderung, der Künstler solle doch lieber „die über eine halbe Million der geforderten Gelder für Flüchtlingshilfen“ spenden. Ein weiterer Leser beteiligt sich an der Diskussion mit einem im Falle des Künstlers Oguibe reichlich abwegigen Argument: „Obelisken neu zu bauen bestätigt die räuberische Praxis der Kolonialmächte. Schon aus diesem Grund ist der Obelisk als Form ein künstlerischer Fehlgriff. Das hätte auch dem Künstler bewusst sein können. Kassel braucht kein Symbol für die Ausraubung Ägyptens. Der Obelisk als Form gehört zu Ägypten nicht zu Kassel...“ www.hna.de

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Messen & Märkte

Art Karlsruhe eröffnet

Gestern startete die 15. Ausgabe der Art Karlsruhe mit einer Vernissage für geladene Gäste, von heute bis einschließlich Sonntag ist sie nun für alle Besucher geöffnet. Unter dem Slogan "Kunst.Raum.Emotion." werden Werke von der klassischen Moderne bis zur Gegenwartskunst gezeigt, im Mittelpunkt steht dabei dieses Jahr nach Aussage des Kurators Ewald Karl Schrade die Skulptur. Rund 50 000 Besucher werden dieses Jahr erwartet, um die in den 4 Hallen verteilte Kunst von 215 Galerien aus 15 Ländern zu entdecken. 

Auch KUNSTFORUM ist auf der Art Karlsruhe vertreten: Wir freuen uns über alle Besucher an der Standnummer W07 und haben natürlich auch ein besonderes Angebot für Sie vorbereitet. 

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Personalien

Essen: Direktorenwechsel

Peter Gorschlüter wird am 1. Juli 2918 neuer Direktor des Museum Folkwang in Essen. Er war seit 2010 stellvertretender Direktor des MMK Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main. Gorschlüter erhält in Essen einen Achtjahresvertrag als Nachfolger von Dr. Tobia Bezzola an, der Anfang 2018 als Direktor des Museo d’arte della Svizzera italiana nach Lugano wechselte. Der neue Essener Direktor ist assoziiertes Mitglied des Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften und lehrt an der Goethe- Universität Frankfurt am Main im Studienfach Curatorial Studies Theorie – Geschichte – Kritik; und er ist außerdem Kuratoriumsvorsitzender der Deutsche Börse Photography Foundation. www.museum-folkwang.de

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Preise

Adrian Piper erhält Käthe Kollwitz-Preis

Adrian Piper wurde der diesjährige Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste Berlin zuerkannt. Das Frühwwerk aus ihrer Gymnasialzeit in den 1960er Jahren wird der psychedelischen Kunst zugerechnet; später erweiterte sie die Strategien der Concept Art und der Minimal Art um politische Fragestellungen zu Geschlechterthematik und Rasse. Als Philosophin beschäftigte sie sich intensiv mit Immanuel Kant; als ihr philosophisches Hauptwerk gilt eine zweibändige Abhandlung zur Metaethik bei David Hume und Immanuel Kant. Seit 2005 lebt sie in Berlin und leitet dort das Adrian Piper Research Archive (APRA). 2015 erhielt sie einen Goldenen Löwen der Biennale von Venedig. Die mit 12.000 Euro dotierte Auszeichnung wird im Herbst 2018 in Berlin verliehen. Anlässlich der Preisvergabe zeigt die Akademie der Künste auch eine Ausstellung am Pariser Platz. Der Käthe-Kollwitz-Preis wird jährlich an eine bildende Künstlerin, einen bildenden Künstler vergeben. Preisträger waren u.a. Katharina Sieverding (2017), Edmund Kuppel (2016), Bernard Frize (2015), Corinne Wasmuht (2014), Eran Schaerf (2013), Douglas Gordon (2012), Janet Cardiff & George Bures Miller (2011), Mona Hatoum (2010) und Ulrike Grossarth (2009). www.adk.de

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Dazu in Band 121 erschienen:

Adrian Piper - Retrospektive im Kunstverein München, 1992

Arbeiten, die ich im Garten Eden machte, bevor ich herausfand, daß ich schwarz und eine Frau bin." Im Paradies entstand das Frühwerk der Adrian Piper, da schlug sie feinste konzeptuelle Kapriolen nach Art der Klassiker Lawrence Weiner oder Douglas Huebler. 1970 ungefähr erkannte sie dann, daß sie von den Herrschaften zunächst das Geschlecht und dann auch die Hautfarbe trennt. Seither darf sie die Urahnin für all jene ästhetischen Tendenzen abgeben, die von Amerika her wieder politisch-soziales Engagement zelebrieren.  

von Rainer Metzger

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Museen & Institutionen

Jean-Michel Basquiat in der Schirn Kunsthalle

Eine Ausstellung in der Schirn Kunsthalle Frankfurt zeichnet bis zum 27. Mai 2018 Jean-Michel Basquiats künstlerischen Weg von den Anfängen bis zu seinem frühen Tod im Alter von 27 Jahren im Jahr 1988 nach. „Sie beleuchtet in verschiedenen Themenbereichen sowohl die kunsthistorische Einordnung seines Œuvres als auch dessen Rezeptionsgeschichte. Unterschiedliche Aspekte wie die Rolle von SAMO© und der Einfluss der New Yorker Downtown-Szene auf Basquiats künstlerische Entwicklung oder die Bedeutung seiner bisher selten erwähnten interdisziplinären Kunstproduktion werden diskutiert.“ Jean-Michel Basquiat (1960–1988) wird nun erstmals seit 30 Jahrn wieder in einem öffentlichen Museum in Deutschland vorgestellt. Neben Gemälden, Zeichnungen, Notizbüchern und Objekten von Basquiat aus öffentlichen wie privaten Sammlungen hat das Schirn-Team auch seltene Filme, Fotografien, Musik und Archivmaterial zusammengetragen. Kuratoren der Ausstellung sind Dr. Dieter Buch­hart mit Elea­nor Nairne, Barbi­can Art Gallery, London. www.schirn.de

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Dazu in Band 251 erschienen:

Basquiat: Boom for Real, Barbican Art Gallery, London 21.09.2017 – 28.01.2018

Unter der spektakulär vermarkteten Oberfläche der immer wieder ausverkauften Ausstellung in der Barbican Art Gallery , London, ist erstmal wichtig festzuhalten, wie differenziert und gerade nicht formelhaft die Arbeiten dieser ikonischen Kunstwelt-Figur sind. Was hier aus Basquiats Werkzusammenhang zusammengetragen ist, ist zum größten Teil ernsthaft, intensiv und vielfältig.

von Edgar Schmitz

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Preise

Wilhelm-Loth-Preis an Olaf Nicolai

Olaf Nicolai nimmt am 26. Mai 2018 den Wilhelm-Loth-Preis der Stadt Darmstadt entgegen. Über seine künstlerische Arbeit heißt es: „Mit seinen Ansätzen stellt er die gewohnten Betrachtungsweisen unserer Alltagswelt immer wieder infrage und hebt damit bewusst die Grenze zwischen Kunst und Leben auf“. Der aus Halle/Saale gebürtige Künstler lebt und arbeitet heute in Berlin. www.darmstadt.de

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Kulturpolitik

Documenta-Defizit: Staatsanwalt ermittelt

Der Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers über den Umgang mit den Finanzen bei der Ausrichtung der documenta 2017 ist Anlass für Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen Untreue. Gegen wen sich die Ermittlungen richten, wurde derzeit noch nicht öffentlich bekannt gegeben. Als es im vergangenen Sommer hieß, die d 14 werde mit einem Millionen-Defizit abschließen, hatte die documenta-Geschäftsführerin Annette Kulenkampff den Vorwurf strafbaren Verhaltens zurück gewiesen, und das wiederholte sie auch jetzt erneut über ihre Anwälte. Gegenüber der „Rheinischen Post“ erklärte ein Sprecher der Kasseler Staatsanwaltschaft: „Nach der Prüfung beigezogener Berichte einer externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden nunmehr weitere Ermittlungen aufgenommen, das heißt, ein so genannter Anfangsverdacht bejaht“. Allerdings sei mit diesen Ermittlungen „noch kein Schuldvorwurf verbunden.“ Die „Rheinische Post“ zitiert aus dem Bericht der Wirtschaftsprüfer, von dem nur vier Exemplare existieren sollen, „unzureichende Controlling-Maßnahmen und -Systeme“ hätten zu einer „zu späten Feststellung der Höhe der defizitären Entwicklung geführt. Bedeutsame Gegenmaßnahmen konnten ab Mai/Juni 2017 dann nicht mehr eingeleitet werden“. Es ist von „fehlender Liquiditätsplanung“ die Rede; viele Entscheidungen habe die Geschäftsführung „am Aufsichtsrat vorbei getroffen“. Dass die „Liquiditätslücke viel zu spät“ erkannt wurde, habe die Geschäftsführung „zu vertreten“, so das Fazit der Wirtschaftsprüfer. Kulenkampffs Anwälte weisen dies entschieden zurück: „Sobald wirtschaftliche Defizite absehbar waren, wurde der Aufsichtsrat informiert“. Obwohl die d14 in Kassel ein Plus von 2,1 Mill. Euro erwirtschaftete, musste für den Athener Teil der Veranstaltung schließlich eine „Ausgleichsfinanzierung“ in Höhe von 7,5 Mill. Euro gestemmt werden. „Insgesamt ist die Zahl der im Bericht aufgelisteten Fehler beträchtlich“, bilanziert der Autor Lothar Schröder in seinem Artikel. www.documenta.de

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Museen & Institutionen

Robert Lebeck: „1968“

„Das Jahr der Studentenunruhen fand ohne mich statt“, resümmierte der Fotograf Robert Lebeck (1929-2014) einmal über seine Zeitzeugenschaft im Jahr 1968: als in Paris die Studenten auf die Barrikaden gingen, in Berlin der Sozialistische Studentenbund SDS zu Demonstrationen gegen den Axel Springer-Verlag aufrief und sowjetische Panzer den „Prager Frühling“ als Versuch eines liberaleren Kommunismus beendeten, war Lebeck beruflich in Florida und Kolumbien unterwegs. Dennoch – seine Fotoreportagen fingen die gesellschaftliche Aufbruchstimmung jener Jahre ein, und sein Nachlass enthält auch eine Aufnahme von Rudi Dutschke bei einem Vortrag in der Prager Universität. Das Kunstmuseum Wolfsburg stellt zum Stichwort „1968“ Robert Lebecks Aufnahmen aus jenem Jahr in den Mittelpunkt einer Ausstellung, die vom 4. März bis zum 22. Juli 2018 läuft. www.kunstmuseum-wolfsburg.de

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Dazu in Band 171 erschienen:

Robert Lebeck: Der Sammler, dessen Augen sich erinnern

Robert Lebeck, der große Reportragefotograf, ist selbst auch Sammler aus Passion, einer, der anhand von Fotografien den Spuren der Geschichte nachgeht. "Kiosk", bei Steidl erschienen, heißt seine einzigartige Kollektion, die 130 Jahre Fotoreportage umfasst. Neben alten Meistern wie Henri-Cartier Bresson, Margaret Bourke-White oder W. Eugene Smith findet man rare Fundstücke wie frühe Arbeiten des Pioniers Ottomar Anschütz sowie Bilder des Dreißigerjahre-Sensationsreporters Willi Ruge, der sich mit seiner Kamera in alles hockte, was irgendwie am Himmel schwebte oder abstürzte. Fotoreprotagen sind für Lebeck Erzählungen in Bildern, und alle zusammen ergeben eine Chronik der allgemeinen Geschichte. Darüber, was Fotoreportagen vermitteln, sowie über die Gründe seines Sammeln sprach Heinz-Norbert Jocks 2004, anläßlich Lebecks 75. Geburtstages in dessen Sommerresidenz in der französischen Medoc.  

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Museen & Institutionen

Eugen Gomringer in Soest

Eugen Gomringer (Jahrgang 1925) gilt als Begründer der Konkreten Poesie. In den 1950er Jahren war er Sekretär von Max Bill an der Kunsthochschule Ulm und gründete zusammen mit Dieter Roth und Marcel Wyss die Zeitschrift "Spirale". Den Begriff "Konkrete Poesie" prägte er 1953 als literarisches Pendant zur Konkreten Kunst. Aus dieser Zeit, d.h. aus dem Jahr 1951 stammt auch sein Gedicht "Ciudad (Avenidas)", dessen Text kürzlich von der Fassade der Berliner Alice Salomon-Hochschule entfernt wurde, weil deren AStA darin eine "Herabwürdigung der Frauen" zu erblicken glaubte und mit der Forderung nach Entfernung eine Zensurdiskussion befeuerte. Eugen Gomringer hält am 24. Februar um 15:00 Uhr einen Vortrag zur konkreten Poesie in Bezug auf die Ausstellung painting black im Museum Wilhelm Morgner, Soest. www.skk-soest.de

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Dazu in Band 107 erschienen:

Eugen Gomringer im Gespräch mit Florian Rötzer

Eugen Gomringer ist einer der entscheidenden Begründer der konkreten Poesie gewesen, die in den fünfziger Jahren sich durchsetzte und die gestalterischen Prinzipien der konkreten und/oder konstruktiven Kunst auf die visualisierte Dichtung übertrug, die er ganz allgemein als "bewußte beobachtung des materials - die summe aller zeichen - und seiner struktur" beschrieb. Nicht über etwas sollte ein Gedicht handeln, sondern es sollte selbst eine Realität an sich sein, die sich der basalen Elemente der Sprache, dem Wort, dem Buchstaben, dem Laut, dem Zeichen und ihren Anordnungen bediente. 

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Museen & Institutionen

Baden-Baden:Gespräch mit Kasper König

Am 14. März 2018 führt die Kunsthalle Baden-Baden in Kooperation mit SWR 2 ein Gespräch von Dietrich Brants mit Kasper König durch. König ist seit 1977 Mitbegründer und Leiter der Skulptur Projekte Münster, zuletzt 2017; er war Rektor der Frankfurter Städelschule und Direktor des Kölner Museum Ludwig und leitete die Manifesta 2014. In dem Gespräch erzählt er, wie er mit Künstlern zusammen arbeitet, nach welchen Kriterien er seine Ausstellungen konzipiert und wie sich der Kunstbetrieb seit den 1960er Jahren bis heute gewandelt hat. www.kunsthalle-baden-baden.de

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Galerien & Auktionshäuser

Galerie Kulli: Publikation zum Jubiläum

Zum 33jährigen Bestehen der Züricher Galerie Susanne Kulli haben Max Wechsler und Peter Zimmermann alsa Herausgeber eine Publikation veröffentlicht: 33 Jahre Galerie Susanna Kulli - Ein Materialbuch. Den Umschlag dazu entwarf Thomas Hirschhorn. Ein eigenes Kapitel ist auch dem „Hirschhorn-Skandal“ von 2004 gewidmet, als Hirschhorns Installation „Swiss-Swiss Democracy“ für Empörung unter den konservativen politischen Kräften im Land sorgte und zu einer drastischen Budgetkürzung für die Stiftung „Pro Helvetia“ führte. Die Galerie wurde in den 1980er Jahren in St. Gallen gegründet, als auch dort eine kulturelle Aufbruchstimmung herrschte; 2004 zog die Susanne Kulli nach Zürich um. Das Programm verbindet etablierte Namen John Armleder, Olivier Mosset, Gerhard Merz oder Gerwald Rockenschaub mit jüngeren künstlerischen Positionen, etwa von Kerim Seiler, Bertold Stallmach, Stéphane Kropf, Vanessa van Obberghen, Michael Noser und Shila Khatami. www.susannakulli.ch

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Museen & Institutionen

Hannover: Festakt des AICA-Verbandes

Der Kritikerverband AICA hat das Sprengel Museum Hannover zum Museum des Jahres 2017 gekürt. Der Festakt mit der Vergabe der aktuellen Auszeichnungen findet am 25. Februar 2018 im Sprengel-Museum statt (ab 11.15 Uhr). Ausstellung des Jahres ist die Werkschau "SURREALE SACHLICHKEIT. Werke der 1920er- und 1930er-Jahre aus der Nationalgalerie Berlin, Sammlung Scharf-Gerstenberg", und als besondere Ausstellung wird die Otto-Freundlich-Ausstellung "Kosmischer Kommunismus" im Kölner Museum Ludwig gewürdigt. Außerdem präsentiert der Sender 3Sat eine Folge aus seiner Serie "Museumscheck", die in Hannover entstand. www.sprengel-museum.de

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Aktionen & Projekte

INNOVATION in Culture im ZKM Karlsruhe

INNOVATION in Culture lautet das Thema der Konferenz im Rahmen des EU-Projektes smARTplaces am 1. und 2. März 2018 im ZKM Karlsruhe. Die Konferenz untersucht Möglichkeiten aber auch Notwendigkeiten digitaler Erneuerung innerhalb der Kultur und stellt das Audience Development in den Fokus. Über die Dauer der Konferenz wird innerhalb eines Barcamps die Erarbeitung eines Manifest für »smart places« in der Kultur begonnen, das die Bedürfnisse der Kulturinstitutionen formuliert und innerhalb der kommenden zwei Jahre verabschiedet werden soll. Innovation Talks, Experience-Flights, Fishbowls sowie verschiedene Workshop-Formate greifen über zwei Tage Themen der Kulturarbeit im 21. Jahrhundert auf: Wer sind unsere BesucherInnen, wie erfahren wir mehr über sie und was dürfen wir überhaupt über sie wissen, um als Kulturinstitutionen die Korrektiv-Funktion gegenüber der gesellschaftlichen Entwicklung nicht zu verlieren?...“ www.zkm.de

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Personalien

Sepulkralmuseum Kassel: neuer Leiter

Dr. Dirk Pörschmann wurde während der Vernissage zur Sonderausstellung „Alles klar? Glas und Tod: Von transparenten Dingen und transzendenten Vorstellungen“ (noch bis 13. Mai 2018) in das Amt des Geschäftsführers der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. sowie die Leitung des Zentralinstituts und Museums für Sepulkralkultur in Kassel eingeführt. Das Museum wurde 1992 gegründet und zeigt in seiner Dauerausstellung auf 1.400 qm Exponate zu Bestattungsriten vom Mittelalter bis zur Gegenwart. www.sepulkralmuseum.de

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Aktionen & Projekte

Dresden: "Immer Ärger mit den Großeltern"

Je weiter ein historisches Ereignis zeitlich zurück liegt, desto abstrakter erscheint es uns. Konkreter wird die Zeitgeschichte ins Familienalbum, wenn dort der Großvater in Nazi-Uniform oder im Ernst Thälmann-Look abgebildet ist. Welches kulturelle Umfeld hinterlassen und die Altvorderen, welche Lebenslügen wirken nach, welche Traumata bewirken, dass wir heute unbedingt anders sein wollen als die Generationen vor uns? Damit beschäftigt sich die Ausstellung „Immer Ärger mit den Großeltern“ im Kunsthaus Dresden (bis 21. Mai 2018). „Der geweitete Traditionsraum und die globale Perspektive einer jungen Generation von Künstlerinnen und Künstlern mit Lebensschwerpunkt in Deutschland umfasst unter anderem die Zeit der japanischen Kolonialherrschaft in Korea, das Erbe kolonialer rassistischer Ideologien, brachliegende Grundstücke in Bosnien-Herzegowina, die paradoxe Geschichte der Donauschwaben, die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit sowie den architektonischen, kulturellen und politischen Nachlass der DDR und der Transformationszeit nach 1989...“ Künstlerliste: Lisa Maria Baier, Kyung-hwa Choi-ahoi, Antje Engelmann, Amit Epstein, Deborah Jeromin, Sven Johne, Margret Hoppe, Rajkamal Kahlon, Ahmet Kavas, Wilhelm Klotzek, Kateřina Šedá, Mila Panić, Ute Richter, Johanna Rüggen, Saša Tatić, Nikos Valsamakis, Ingo Vetter. www.kunsthausdresden.de

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Museen & Institutionen

Neo Rauch in Zwolle

Neo Rauch hat bis zum 3. Juni 2018 eine große Überblicksausstellung im Museum de Fundatie von Zwolle (Niederlande). Die Werkschau umfasst Arbeiten aus der Zeit, als der Maler seine erste Ausstellung 1993 in der Leipziger Galerie Eigen + Art hatte bis 2017. „Neo Rauch füllt seine Gemälde mit seinen eigenen Traumbildern, Visionen, Begleitern und Weggefährten. Seine Gemälde verknüpfen ihre Dynamik mit unserem Lebensgefühl. Sie werden Teil unseres Lebens, als wären sie Hausgenossen... Die Werke Neo Rauchs feiern die Kraft der Kunst und proklamieren die Tätigkeit des Malens wie auch die Betrachtung von Gemälden als Lebensnotwendigkeit.“ www.museumdefundatie.nl

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Aus dem Archiv

„KUNSTFORUM ist ein Magazin, das so gut wie jedes Thema, das wichtig ist, beackert hat, und es ist so umfangreich, dass ich manchmal noch einmal in Heften von vor zehn Jahren schaue, und nicht selten erweist sich KUNSTFORUM als eine Fundgrube…“ (Kaspar König)

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