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Band 251

Museumsboom

WANDEL EINER INSTITUTION

Mit dem Boom an Museumsneugründungen weltweit hat sich auch die Bedeutung und Funktion des Museums selbst verändert. In welche Richtungen wandelt sich die Institution Museum und wie beeinflusst der Museumsboom die Gegenwartskunst selbst? In diesem Themenband wird in den Beiträgen der Autoren und in Gesprächen mit Architekten, Museumsleitern und den eigentlichen Hauptakteuren des Museums- den Künstlern- der fortschreitende Museumsboom vor dem Hintergrund von Globalisierung, Digitalisierung und Ökonomisierung kritisch diskutiert.


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Preise

Lubaina Himid gewinnt Turner Preis

Der renommierte Turner-Preis für moderne Kunst geht in diesem Jahr an Lubaina Himid. Die aus Sansibar stammende Künstlerin und Professorin für zeitgenössiche Kunst widmet sich in Gemälden, Grafiken und Installationen dem Einfluss schwarzer Einwanderer auf die westliche Kultur.
Mit 63 jahren ist Himid die älteste Gewinnerin des Turner-Preises, was dank einer Aufhebung der bisherigen Altersgrenze in diesem Jahr möglich war: In den vorhergegangenen Jahren lag diese immer bei 50 Jahren. Die Jury lobte ihre "kompromisslose Herangehensweise" an Themen zu Kolonialgeschichte und Rassismus.
Der mit umgerechnet 28.000 Euro dotierte Turner-Preis ist die wichtigste britische Auszeichnung für moderne Kunst und wird nur an Künstler verliehen, die aus Großbrtannien stammen oder dort leben und arbeiten.

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Kulturpolitik

Debatte um Zukunft der Documenta

Das Defizit in Höhe von 5,4 Mill. Euro löste eine Diskussion über die Zukunft der Kasseler Documenta aus. In einem Offenen Brief wehren sich 73 Documenta-Künstler gegen Überlegungen der Politiker, die Documenta in Zukunft womöglich nur noch in Kassel stattfinden zu lassen – denn das Defizit ist nach aktuellem Kenntnisstand wesentlich durch den zweiten Standort Athen entstanden. Die Künstler verweisen darauf, dass eine solchermaßen „dezentralisierte Documenta 14, die für ein Ende des Eurozentrismus eintrat“, nun möglicherweise durch eine „Politik des 'Deutschland zuerst'... gekontert“ werden könnte. Die Unterzeichner verweisen auf den „großen Gewinn“ für die Stadt Kassel durch die ökonomischen Sekundäreffekte: Laut einer Untersuchung der Kasseler Universität hätten „die Besucher während der Laufzeit der Documenta um die 130 Millionen Euro in Kassel ausgegeben“. Der offene Brief wird von den Initiatoren als ein Plädoyer für die künstlerische Freiheit verstanden. Nun bedeutet die grundgesetzlich garantierte Freiheit der Kunst lediglich die Abwesenheit von staatlicher Zensur. Wenn Museumsdirektoren oder Kuratoren dazu verpflichtet werden, ihr Budget einzuhalten, führt dies sicherlich nicht zur Beschädigung der besagten künstlerischen Freiheit. Somit tangiert die Debatte eigentlich drei völlig verschiedene Ebenen, nämlich einmal jene der künstlerisch-kuratorischen Konzeption, jene der kulturpolitischen Bedeutung der Documenta (bzw. als Beitrag zu einer Außenkulturpolitik) und jene der politisch gewünschten buchhalterischen Deckungsgleichheit von Kostenplan und Finanzierungsplan.

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Aktionen & Projekte

Bornhagen-Mahnmal: Streit geht weiter

Das Zentrum für politische Schönheit hat in Bornhagen/Thüringen in Sichtweite des Wohnsitzes des AfD-Politikers Björn Höcke eine Nachbildung des Berliner Holocaust-Mahnmals auf dem Nachbargrundstück errichtet. Da die Kunstaktivisten den Politiker zu einem Kniefall à la Willy Brandt aufforderten, bevor sie die Stelen wieder abräumen würden, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Mühlhausen wegen des "Anfangsverdachts der Nötigung" gegen die Künstler. Das Medienmaguin „Thüringen 24“ berichtete unter Berufung auf die Thüringische Landeszeitung, Höcke habe inzwischen eine Einstweilige Verfügung gegen die Kunstaktivisten erwirkt: bei Verbreitung von Bildern, die Björn Höcke in seinem Haus in Bornhagen zeigen, müssen sie mit einer Strafe bis zu 250.000 Euro rechnen. Daraufhin sei das Zentrum für politische Schönheit zurück gerudert: „Die Observation sei nur ein Fake gewesen, um die vermeintliche Opfer-Mentalität der AfD zu entlarven... Was tatsächlich stimmt, müssen nun wohl die Gerichte herausfinden. Die Anwälte von Björn Höcke bestätigten, dass sie wegen sieben verschiedener Vergehen Anzeige gegen das Kollektiv erstattet haben, so die TLZ. Die Mitwirkenden des ZPS werden der Nötigung von Höcke selber, der Nötigung der Familie (Frau und Kinder), des Hausfriedensbruchs, der Bildung einer kriminellen Vereinigung, der Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches wie auch des Briefgeheimnisses und der Nachstellung bezichtigt." Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) zeigte sich über die Aktion verärgert: „Auf diese Weise zerstören die Aktivisten selbst ihre stille Kunstform. Reinhard Schramm, der Vorsitzende der jüdischen Landesgemeinde Thüringen, hat gesagt, die Aktion sei vielleicht gut gemeint, aber schlecht gemacht.“ “ www.politicalbeauty.de

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Dazu in Band 232 erschienen:

Philipp Ruch. Zentrum für Politische Schönheit

"Die Hoffnung auf den moralischen Fortschritt der Menschheit liegt in der Kunst" - Philipp Ruch im Gespräch mit Kirsten Claudia Vogt. Ruch diagnostiziert in unserer Gesellschaft die Aristotelische „mikropsychia“, eine fatal-ignorante Selbstbezogenheit, spricht von „aggressivem Humanismus“, wenn er die Position des ZPS beschreibt und plädiert für eine Kunst, die schmerzt, provoziert und Widerstand leistet...

Kirsten Claudia Voigt

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Galerien & Auktionshäuser

Kunst Kompass: Gerhard Richter bleibt Nr. 1

1970 gründete der Wirtschaftsjournalist Willi Rohr-Bongard (1931-1985) den „Kunst Kompass“; er wird heute von seiner Witwe Linde Rohr-Bongard weiter geführt. Es ist die erste und älteste Rankingliste im Betrieb der zeitgenössischen Kunst, die mit der Vergabe von Ruhmespunkten den Bekanntheitsgrad und die Bedeutung eines Künstlers ermittelt. Kriterien sind Ausstellungen in den weltweit wichtigsten Museen, Teilnahmen an Großausstellungen wie der „documenta“ oder an Biennalen oder auch Monografien in der Fachpresse. Nachdem der Kompass seit 2008 bei verschiedenen Verlagen beheimatet war, gibt Linde Rohr-Bongard ihn jetzt wieder mit der Zeitschrift „Capital“ heraus. Die Tabelle der „Top 100“ unter den Gegenwartskünstlern führen in der jüngsten Ausgabe des „Capital Kunstkompass“ wie im Vorjahr Gerhard Richter, Bruce Nauman, Rosemarie Trockel, Georg Baselitz, Cindy Shermann, Anselm Kiefer, Olafur Eliasson und William Kentridge in genau dieser Reihenfolge an. Deutschland mit 28 Künstlern und die USA mit 25 sind dabei die führenden Kunstnationen. Neu in der Liste tauchen Philippe Parreno, Sarah Morris, Tino Sehgal, Hans Haacke und Jimmi Durham auf. „Grundsätzlich zeigte sich, dass die Performance- und Partizipationskunst ein Revival erlebt, Soundart an Bedeutung gewinnt und jüngere Künstler vermehrt auf Crossover-Effekte zwischen Mode, Design, Musik, Tanz, Literatur und Wissenschaft setzen.“ www.capital.de/tag/kunstkompass

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Aktionen & Projekte

„Rheingold“ als Sittenspiel

Ein „zeitgenössisches Sittenspiel“ der Berliner Volksbühne ist ab Februar 2018 auf der neuen Internet-Plattform „Volksbühne Fullscreen“ zu sehen. Die „Gesellschaftssatire“ heißt „Rheingold“ und hat den „Aufstieg und Fall eines Düsseldorfer Kunstberaters“ zum Thema – die Parallelen zu Helge Achenbach sind allzu offensichtlich. Die mehrteilige Serie über „die Sehnsüchte eines Hochstaplers“ wurde in der Volksbühne gedreht, die Mitwirkenden sind zum Teil namhafte Schauspieler wie Matthias Brandt und Joachim Król; Regie führt Jan Bonny. „Mit leichtem Ton entspinnt sich ein zeitgenössisches Sittenspiel über die Rolle der Kunst im neoliberalen Wandel und den Verlust der politischen Werte einer ganzen Generation“, heißt es in der Ankündigung, und dieser Werteverlust umtreibt auch die Kunstszene. Insofern ist das Web-Theaterstück der Volksbühne mehr als nur ein Schelmenstück über einen Kunstberater, der seine Kunden über den Tisch zog und dafür juristisch verurteilt wurde: es ist eine Analyse über die Zustände einer Zeit, in der Politik nur noch als unternehmerische Kosten-Nutzen-Rechnung gehandhabt wird wie in den USA in der Ära Trump, und in der kunstwissenschaftliche Kategorien wie „Neue Leipziger Schule“ oder „Urban Art“ nur noch als Marketinginstrument oder Label betracht werden; Kunst für viele dieser Marktteilnehmer nicht mehr Kulturgut, sondern nur noch Spekulationsobjekt ist. www.volksbuehne.berlin/de/programm/fullscreen/869/rheingold

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Galerien & Auktionshäuser

Rekordsumme für Uecker-Werk aus Achenbach-Bestand

Das monumentale Nagelrelief „Both“ von Günther Uecker wurde auf 600.000 bis 800.000 Euro taxiert, brachte bei einer Versteigerung im Kölner Auktionshaus van Ham unlängst jedoch die Rekordsumme von 2,2 Mill. Euro ein. Das Werk hatte die Familie Albrecht („ALDI“) zur Auktion eingeliefert. Sie hatte es vorher zur Absicherung ihrer Schadensersatzansprüche in Höhe von 18-19 Mill. Euro gegen den Kunstberater Helge Achenbach aus dem Hause der Achenbachs in Düsseldorf-Oberkassel pfänden lassen. Helge Achenbach hatte es 2011 in der Galerie Hans Mayer gekauft. Dorothee Achenbach, mittlerweile Ex-Gattin des Kunsthändlers, hatte mit dem Argument, das Werk gehöre ihr, auf Herausgabe aus der Pfändung geklagt – vergeblich: das Gericht entschied, die Pfändung sei rechtens. Lediglich Terrakottaobjekte im Wert von 2.500 Euro, die ihr schon zu Studentenzeiten gehörten, bekam sie aus der Pfändung zurück. Wegen seines sozialen Engagements für Flüchtlinge während des offenen Vollzugs gewährte das Landgericht Kleve Helge Achenbach ab Dezember 2017 Haftverschonung auf Bewährung für die restliche Haftzeit.

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Dazu in Band 209 erschienen:

Eine Sammlergesellschaft namens Rheingold und ihre Vorstellung von Objektivität

Heinz-Norbert Jocks wollte im KUNSTFORUM Band 209 in Erfahrung bringen, was sich hinter der Sammlung Rheingold verbirgt, und am liebsten mit allen sechs Gesellschaftern an einem Tisch sitzen. Doch diese Bitte wurde ihm abgeschlagen. So blieb das Gespräch mit dem Initiator, Helge Achenbach.

2011 sprach Heinz-Norbert Jocks mit Helge Achenbach über die Sammlung Rheingold

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Museen & Institutionen

Schenkung für mumok

Die philantropische Organisation „Phileas” in Wien schenkte dem mumok-museum moderner kunst stiftung ludwig wien 17 Werke österreichischer Künstler, die 2017 auf wichtigen Biennalen zu sehen waren. Phileas geht seit 2016 alljährlich Kooperationen mit Biennalen oder Großausstellungen wie der Kasseler documenta ein, um die Internationalität von Kunst aus Österreich zu stärken. Zur jüngsten Schenkung gehören Arbeiten von Susanna Fritscher, Ulrike Müller, Oliver Laric, Lois Weinberger, Søren Engsted und Leander Schönweger. www.mumok.at

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Museen & Institutionen

Baden-Baden: „AMERICA! AMERICA! HOW REAL IS REAL?”

Der amerikanische Traum: jeder ist seines Glückes Schmied und kann es vom Tellerwäscher zum Millionär bringen, und in der Pionierzeit musste sich in den Weiten des Wilden Westens jeder mit der Waffe in der Hand auf sich selbst verlassen, war doch die Nachbar-Ranch mindestens einen Tagesritt weit entfernt. Solche Mythen werden in den USA bis heute fortgeschrieben, bei den arbeitslosen Stahlarbeitern des Mittelwestens ebenso wie bei texanischen Waffennarren. „Wohl kaum eine andere Nation ist sich der Wirkungskraft von Bildern so bewusst und setzt sie so gezielt ein. Die Images des 'American Way of Life', die in den Medien und der Unterhaltungsindustrie produziert werden, können bestehende Machtverhältnisse und Vorstellungen von Wirklichkeit zementieren, aber auch radikal in Frage stellen...“ Damit beschäftigt sich die Ausstellung "AMERICA! AMERICA! HOW REAL IS REAL?“ im Museum Frieder Burda in Baden-Baden. Bis zum 21. Mai 2018 sind dort 70 Arbeiten von Alex Katz, Jeff Koons, Jenny Holzer, Roy Lichtenstein, Robert Longo, Cindy Sherman, Jeff Wall, Andy Warhol und anderen US-Künstlern zu sehen, aus denen ersichtlich ist, „wie Künstler den Wandel der Gesellschaft, ihren Umgang mit Bild und Abbild, Realität und Täuschung mit immer wieder neuen Mitteln, Techniken und Strategien kommentieren“. www.museum-frieder-burda.de

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Dazu in Band 112 erschienen:

Das Amerikanische Bilderalphabet

Über das Zeichenhafte der visuellen Kultur Amerikas.
Amerika - das sind Bilder, Zeichen, Signale, Symbole; visuelle Eindrücke von unerhörter Prägnanz; eine Kultur, deren hervorragendes Merkmal die Bildstärke ist. "Amerikas Zivilisation ist hieroglyphisch." Diesen Satz hat der amerikanische Dichter Vachel Lindsay 1915 geschrieben - er gilt noch heute...

Marie-Louise Lienhard

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Kulturpolitik

EU-Kommission stärkt geistiges Eigentum

Im Internet wird munter gestreamt, heruntergeladen, geteilt, kopiert: Verstöße gegen das Urheberrecht durch eine unbefugte Werknutzung sind für Filmemacher, Fotografen oder Musiker ein Ärgernis. Andere wiederum nehmen es mit Patentrechten und Lizenzen nicht so genau: Wirtschaftsspionage, die von anderen Staaten oder deren Nachrichtendiensten gelenkt werden, oder privatwirtschaftliche Aktivitäten in Sachen Industriespionage führen z.B. allein in Deutschland laut „FAZ“ zu einem Schaden von 50 Milliarden Euro. Die EU-Kommission entwickelte daher eine Reihe von Initiativen, mit denen die Rechte des geistigen Eigentums besser geschützt werden sollen. „Ab heute sind wir alle besser in der Lage, die 'großen Fische' hinter den gefälschten Waren und raubkopierten Inhalten zu fangen, die unseren Unternehmen schaden und unsere Arbeitsplätze, aber auch unsere Gesundheit und Sicherheit in Bereichen wie Medikamente und Spielzeug gefährden“, erklärte EU-Industriekommissarin Elżbieta Bieńkowska. „Mit einem Patentvergabesystem, das die Einführung des Internets der Dinge – vom Smartphone bis zum vernetzten Auto – begünstigt, positionieren wir außerdem Europa an weltweit führender Stelle.“ www.ec.europa.eu/germany/news_de

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Museen & Institutionen

Museum Salzburg: Neues Depot

Das Museum der Moderne Salzburg hat sein neues Kunstdepot in Betrieb genommen. Der Neubau ermöglicht erstmals eine zentrale und technisch zeitgemäße Lagerung aller Kunstbestände des Museums sowie der dem Haus anvertrauten Sammlungen. Die rund 4.600 qm große Nutzfläche ist in knapp 3.400 qm Depotfläche und 1.300 qm für Serviceräume aufgeteilt. Die Sammlung der Generali Foundation siedelt im Februar 2018 von Wien in dieses Depot über. Damit diese Sammlung dem Salzburger Museum als Dauerleihgabe anvertraut werden kann, war der Bau des Depots eine notwendige Voraussetzung.

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Museen & Institutionen

Hannover: Hundert Hoffnungen

Das Sprengel Museum Hannover beschäftigt sich in seiner Ausstellung Hundert Hoffnungen. Protest und Vorstadtidyll mit der "heterogenen und von gesellschaftlichen Spannungen durchzogene Situation im Nachkriegsdeutschland auf. Die Sammlungspräsentation fokussiert dabei figurative Arbeiten der 1960er- und 1970er-Jahre: Vorstadtidylle, Rückzug ins Eigenheim, Babyboom, Konsum und Verdrängung treffen auf Protestbewegung, Abwendung von der Generation der Eltern, Wiedergutmachung und Anti-Militarismus. Ausgangspunkt der Präsentation ist die von René Block 1968 herausgegebene Mappe Grafik des kapitalistischen Realismus mit sechs Arbeiten von KP Brehmer, K. H. Hödicke, Konrad Lueg, Sigmar Polke, Gerhard Richter und Wolf Vostell, die in diesem Zusammenhang erstmalig vollständig im Sprengel Museum Hannover gezeigt wird." Außerdem sind Werke von Joseph Beuys, Konrad Klapheck, Siegfried Neuenhausen, Heinrich Riebesehl und Timm Ulrichs zu sehen. www.sprengel-museum.de

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Aus dem Archiv

„KUNSTFORUM ist ein Magazin, das so gut wie jedes Thema, das wichtig ist, beackert hat, und es ist so umfangreich, dass ich manchmal noch einmal in Heften von vor zehn Jahren schaue, und nicht selten erweist sich KUNSTFORUM als eine Fundgrube…“ (Kaspar König)

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