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Band 253

Vom Sinn der Kunst

WOZU KUNST? WAS KANN KUNST? WIE DENKT KUNST?

Wenn die Frage nach dem Sinn der Kunst gestellt wird, so ist das entweder ein Zeichen für ein gestörtes Verhältnis zu ihr oder es geht, im Gegensatz dazu, um ein hoffnungsreiches Momentum, das die lebendige Sinnlichkeit und zeitgemäße Sinnperspektive von Kunst erforschen will. Zweites trifft genau Absicht und Zweck der in diesem Themenband versammelten Essays, Gespräche und Statements. Prominente Autoren, Philosophen, Künstler und Kunstvermittler widmen sich multiperspektivisch den folgenden Schlüsselfragen: Wozu dient Kunst? Was kann Kunst bewirken? Und wie denkt die Kunst? Die daraus resultierende Vielfalt und Vielzahl an inspirierenden Thesen, Strategien und Antworten folgt einer gemeinsamen Erkenntnis: Kunst regt nicht nur zu einer tieferen Befragung des eigenen Ich an. Sie in unseren Sinneskosmos einfließen zu lassen, führt zu einer offeneren Weltsicht, die eines ermöglicht: Mehrdeutigkeit statt Eindeutigkeit, Dissens statt Konsens, Visionen von Wahrheit statt einer einzigen Wahrheit.


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Galerien & Auktionshäuser

Rekorderlös bei Rockefeller-Versteigerung

Das Auktionshaus Christie's in New York versteigerte die Sammlung von Peggy und David Rockefeller für 830 Mill. Dollar (697 Mill. Euro). Der Erlös bedeutet einen Rekord – noch nie wurde eine Privatsammlung für eine solch hohe Summe versteigert. Das Konvolut umfasste 1.500 Gemälde, Skulpturen, Möbel und Dekor des 19. und 20. Jh., darunter ein Seerosen-Motiv von Claude Monet, Picassos Porträt einer Pariser Blumenverkäuferin (1905), das seinerzeit die Schriftstellerin Gertrude Stein direkt aus Picassos Atelier gekauft hatte, oder auch ein Halbakt von Henri Matisse, dessen Wert allein schon auf 70 Mill. Dollar taxiert wurde. Der Erlös soll laut testamentarischer Verfügung an die Harvard Universität und an das MoMa Museum gehen. Peggy Rockefeller war 1996 gestorben, David Rockefeller 2017 im Alter von 101 Jahren. www.christies.com

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Personalien

Georg Kargl gestorben

Georg Kargl, Wiener Galerist, starb im Alter von 62 Jahren. Er war Gründer von Georg Kargl Fine Arts und der Gesellschaft für projektive Ästhetik. Über dieses jüngste seiner Projekte schrieb „Der Standard”, der Galerist habe es als „Abwendung vom kommerziellen Galeriemodell“ „in einem schwarzen Notizheft” vorgestellt: „Eine Kladde mit leeren Seiten, mit Raum für Gedanken, schien ihm das passende Medium zu sein für nun zentrale Begriffe: Entschleunigung, Reduzierung, Konzentration, Dialog“. Über das Auftreten des „Antreibers der Wiener Szene“ heißt es im Nachruf des „Standard“: „Brummig war er oft, ein echter Wiener Grantler könnte man sagen. Man könnte es auch einfach engagiert nennen. In seiner ruppigen, direkten Art – er selbst nannte es 'reduziert' statt 'schwelgerisch' – nahm er sein Gegenüber in die Pflicht, forderte es...“

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Kulturpolitik

Bundeshaushalt: mehr Geld für Kultur

Im Bundeshaushalt ist mehr Geld für die Kultur und Kulturpolitik vorgesehen: „Der Gesamtetat für Kultur und Medien zum Beispiel von Kulturstaatsministerin Monika Grütters steigt 2018 auf rund 1,67 Milliarden Euro. Das sind rund 23 Prozent mehr als im Regierungsentwurf 2017“, rechnet der Deutsche Kulturrat vor. „Im Bereich der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik unter Kulturstaatsministerin Michelle Müntefering steigt der Etat auf 906 Millionen Euro, dass ist eine Steigerung zum Regierungsentwurf 2017 um knapp 32 Millionen Euro.“ Der Deutsche Kulturrat befragte ausgewählte Regierungsvertreter nach ihren kulturpolitischen Präferenzen. Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung im Bundeskanzleramt, erklärte dazu, die Digitalisierung schaffe „neuen Zugang zu und... neue Formen von Kultur.“ Kulturstaatsministerin Monika Grütters will sich dafür einsetzen, dass Künstler „auch künftig von ihrer Arbeit leben können“ und verweist in diesem Zusammenhang auf die besondere Schutzwürdigkeit des „geistigen Eigentums“. www.kulturrat.de

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Personalien

Bielefeld: Debatte um Direktorenposten

Friedrich Meschede, Direktor der Kunsthalle Bielefeld, weiß derzeit nicht, ob sein am 31. Dezember 2019 auslaufender Vertrag verlängert wird. Die Kunsthalle will dazu keine offizielle Stellungnahme abgeben. Es heißt, die politischen Fraktionen in Bielefeld berieten gerade über die Verlängerung seines Vertrages, doch die Lokalpresse glaubt anscheinend, das Ergebnis dieser Beratungen schon zu kennen: „Bielefelder Kunsthallen-Chef Meschede muss gehen“, titelte jedenfalls die „Neue Westfälische“ am 10. Mai 2018 und beruft sich dabei auf den SPD-Fraktionsgeschäftsführer Björn Klaus. Die Entscheidung fällt im Juni 2018 bei der Betriebsgesellschaft der Kunsthalle. Hier sind die Stadt, die Kulturstiftung pro Bielefeld und die Sparkasse zu je einem Drittel vertreten. Eine andere Sicht der Dinge kommunizierte das „Westfalen-Blatt“ am 12. Mai 2018: „Kulturszene stellt sich hinter Friedrich Meschede“. Der Kunsthallenchef war zwar wegen sinkender Besucherzahlen und wegen eines höheren Defizits als erwartet in die Kritik geraten, und manche werfen ihm auch „persönliche Sperrigkeit“ vor, doch er bekommt Rückendeckung von Günter Küppers, dem Vorsitzenden des Förderkreises Kunsthalle: Meschede sei ein „ausgezeichneter Direktor“, die Qualität seiner Arbeit sei „hoch einzuschätzen“. Küppers moniert, dass „Laien“ die Entscheidung über die Besetzung des Direktorenpostens treffen.

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Dazu in Band 121 erschienen:

Kunst steht auf verlorenem Posten

Er promovierte mit einer Arbeit über Ulrich Rückriem, arbeitete an der Ausstellung "Skulptur Projekte Münster" mit und leitete zuletzt den Westfälischen Kunstverein in Münster. Am 1. Oktober trat Friedrich Meschede (37) die Nachfolge von René Block im Berliner Künstlerprogramm des DAAD an.  

Marius Babias sprach mit Friedrich Meschede, neuer Projektleiter Bildende Kunst beim Daad.

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Museen & Institutionen

Essen: "Cabinet of Happiness"

Das Museum Folkwang Essen setzt derzeit das Ausstellungsformat „6 ½ Wochen“ mit „Dragana Bulut. Cabinet of Happiness“ fort. Die Choreografin und Tänzerin Bulut bietet bis zum 1. Juli 2018 jeweils Donnerstag bis Sonntag verschiedene Einzel- und Gruppencoachings an. "In ihrer Performance widmet sich Dragana Bulut den Methoden der positiven Psychologie und den Versprechen von Life Coaches." Dragana Bulut hält ihre Coaching-Sitzungen in Englisch und wechselt sich mit der deutschsprachigen Performerin Helen Schröder ab. Eine Anmeldung ist direkt im Foyer des Museum Folkwang möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei. www.museum-folkwang.de

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Personalien

Schloss Solitude: neue Leiterin

Elke aus dem Moore ist neue Leiterin der Stuttgarter Künstlerresidenz Schloss Solitude. Sie hat angekündigt, „den Schwerpunkt auf Öffnung, stärkere thematische Ausrichtung und die Erweiterung des digitalen Bereichs des Residenz-Programms“ zu legen: „In der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen künstlerischen Praktiken werden neue Ansätze und Formate entwickelt, die in gesellschaftliche Veränderungsprozesse fließen können.“ In Stuttgart war sie bereits von 2003 bis 2006 Leiterin des Künstlerhauses gewesen und zuletzt bis April 2018 Leiterin der Abteilung Kunst beim ifa-Institut für Auslandsbeziehungen. www.schloss-solitude.de

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Dazu in Band 220 erschienen:

Eine kuratorische Praxis des Nicht-Wissens

Elke aus dem Moore ist seit 2008 Leiterin der Abteilung Kunst des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa). Sie ist verantwortlich für die inhaltliche Ausrichtung des internationalen Ausstellungsprogramms des ifa, der ifa-Galerien in Stuttgart und Berlin und der Förderprogramme im Bereich der Bildenden Kunst. Ihr kuratorischer und programmatischer Ansatz folgt dem Prinzip der Begegnung, des Austauschs und des Dialogs. Die Verschränkung von globalen Fragestellungen mit lokalen Erfahrungen und Praktiken bestimmen die programmatische Ausrichtung der Arbeit im Bereich Kunst des ifa.  

Elke aus dem Moore im Gespräch mit Susanne Boecker

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Biennalen

RIBOCA Riga

RieDie erste RIBOCA-Riga Biennal of Contemporary Art wird vom 2. Juni bis zum 28. Oktober 2018 ausgerichtet. Initiator ist die Riga Biennal Foundation; sie hat als Chefkuratorin Katerina Gregos berufen und als Assistenzkuratorinnen Solvej Helweg Ovesen und Ioli Tzanetaki. Geschäftsführerin ist Anastasia Blokhina. Der Fokus liegt auf Kunst aus Europa mit besonderem regionalem Schwerpunkt der baltischen Staaten. Die eingeladenen Künstler treten mit ihren Projekten in einen Dialog mit dem historischen sowie sozio-politischen Kontext der Stadt und ihrer Umgebung ein. Lettland setzte in einem Krieg mit dem nachrevolutionären Russland 1918-1020 seine Unabhängigkeit durch, und im Zuge dessen gründete man 1919 in Riga auch eine eigene Kunstakademie, deren Lehrprogramm seit den 1990 einen Mittelweg zwischen einer traditionellen handwerklichen Ausrichtung und einer Auseinandersetzung mit Einflüssen westlicher Kunst aufweist. Wiewohl der Begründer der Fluxus-Bewegung George Macunias im benachbarten Litauen seine Wurzeln hatte, blieben viele baltische Künstler im internationalen Kunstbetrieb unentdeckt, so dass die RIBOCA auch und vor allem die Aufgabe hat, der zeitgenössischen Kunst in der Region mehr Aufmerkssamkeit zu verschaffen. www.rigabiennial.com

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Dazu in Band 210 erschienen:

Katarina Gregos - Die Erkundigung der Redefreiheit

Katerina Gregos, geboren in Athen, ist sowohl Ausstellungsmacherin als auch Autorin in Brüssel. Sie kuratierte den Dänischen Pavillon. Heinz-Norbert Jocks sprach mit ihr über Redefreiheit, Kunst und Politik

Ein Gespräch von Heinz-Norbert Jocks

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Personalien

Dieter Ruckhaberle gestorben

Dieter Ruckhaberle starb nach längerer Krankheit im Alter von knapp 80 Jahren. Als Gründungsdirektor der Staatlichen Kunsthalle Berlin hatte er auf einer Satzung bestanden, die einen Beirat etablierte, in dem die beiden Berliner Kunstvereine vertreten waren. Diese Satzung räumte ihnen auch jeweils das Recht ein, einmal im Jahr dort eine Ausstellung zu zeigen. Auch sonst hat der Berliner Kunstbetrieb ihm viel zu verdanken; etwa seinem Engagement bei der Rettung des Gropiusbaus und der Einrichtung einer Druckwerkstatt im Künstlerhaus Bethanien. In Kassel organisierte er 1968 eine Anti-Documenta, indem er dort die Stadthalle von Kassel anmietete. Die „ZEIT“ reportierte damals: „Die Ausstellung, in der auch Nicht-Berliner präsentiert werden sollen, wird von mindestens sieben, höchstens zehn Künstlern bestritten werden, jeder kann bis zu fünfzehn Arbeiten zeigen. Außer Ruckhaberle dürften Künstler wie Schmittau und Baselitz zur Wahl stehen. Sie haben sich, sagt Ruckhaberle, nicht aus Ressentiment zusammengefunden, aus Ärger, weil der documenta-Rat sie übersehen hat...“ In Berlin war Ruckhaberle auch Mutbegründer des Künstlerhofs Frohnau.

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Biennalen

Venedig: Renate Bertlmann im österreichischen Pavillon

Felicitas Thun-Hohenstein kuratiert den Österreichischen Pavillon auf der Biennale von Venedig (ab 11. Mai 2019) und hat für die Veranstaltung im kommenden Jahr die Künstlerin Renate Bertlmann ausgewählt. Zu dieser Nominierung heißt es, Bertlmann werde eine „inhaltlich wie ästhetisch kompromisslose Verfahrensweise im besten Sinne des Wortes eine venezianische Kunstgeschichte der Provokation fortführen... Renate Bertlmann wird in Österreich seit Langem als herausragende feministische Künstlerin und Pionierin der Performancekunst geschätzt“.Auch bei anderen Länderpavillons steht schon fest, wer 2019 dort als Kurator verantwortlich ist und welche Künstler dort auftreten: Charlotte Laubardan kuratiert von kuratiert den Pavillon der Schweiz und Franciska Zólyom den deutschen Pavillon. Zeynep Öz als Kurator des türkischen Pavillons hat sich bereits für den Künstler İnci Eviner entschieden. Für den australischen Pavillon hat die Kuratorin Juliana Engberg die Künstlerin Angelica Mesiti eingeladen. Irland wird auf der kommenden Biennale von der Künstlerin Eva Rothschild repräsentiert und Kanada vom Künstlerkollektiv Isuma. Dane Mitchell bespielt den Pavillon Neuseelands. Für den Pavillon Großbritanniens hat die Kuratorin Zoé Whitle die Künstlerin Cathy Wilkes eingeladen. www.biennalearte.at.

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Dazu in Band 247 erschienen:

Biennale Venedig 2017 - Österreichischer Pavillon: Brigitte Kowanz, Erwin Wurm

So unterschiedlich die Werke von Brigitte Kowanz und Erwin Wurm zunächst erscheinen, so überzeugend ist doch der Berühungspunkt, der Kuratorin Christa Steinle zu dieser Doppelausstellung im österreichischen Pavillon motivierte: die Erweiterung der Skulpturbegriffs. Während Kowanz mit Licht als Material arbeitet und die Skulptur in den immateriellen Raum erweitert, entwickelt Wurm One-Minute-Skulpturen. Jedes Werk bringt eigene Ausstellungsbedingungen mit sich und so entschied sich Kowanz, den Pavillon mit einem neuen, in den Innenhof gebauten Raum zu verlängern (Architekt Hermann Eisenköck).

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Aus dem Archiv

„KUNSTFORUM ist ein Magazin, das so gut wie jedes Thema, das wichtig ist, beackert hat, und es ist so umfangreich, dass ich manchmal noch einmal in Heften von vor zehn Jahren schaue, und nicht selten erweist sich KUNSTFORUM als eine Fundgrube…“ (Kaspar König)

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