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Band 253

Vom Sinn der Kunst

WOZU KUNST? WAS KANN KUNST? WIE DENKT KUNST?

Wenn die Frage nach dem Sinn der Kunst gestellt wird, so ist das entweder ein Zeichen für ein gestörtes Verhältnis zu ihr oder es geht, im Gegensatz dazu, um ein hoffnungsreiches Momentum, das die lebendige Sinnlichkeit und zeitgemäße Sinnperspektive von Kunst erforschen will. Zweites trifft genau Absicht und Zweck der in diesem Themenband versammelten Essays, Gespräche und Statements. Prominente Autoren, Philosophen, Künstler und Kunstvermittler widmen sich multiperspektivisch den folgenden Schlüsselfragen: Wozu dient Kunst? Was kann Kunst bewirken? Und wie denkt die Kunst? Die daraus resultierende Vielfalt und Vielzahl an inspirierenden Thesen, Strategien und Antworten folgt einer gemeinsamen Erkenntnis: Kunst regt nicht nur zu einer tieferen Befragung des eigenen Ich an. Sie in unseren Sinneskosmos einfließen zu lassen, führt zu einer offeneren Weltsicht, die eines ermöglicht: Mehrdeutigkeit statt Eindeutigkeit, Dissens statt Konsens, Visionen von Wahrheit statt einer einzigen Wahrheit.


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Aus diesem Band

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Messen & Märkte

Art Cologne: KUNSTFORUM Talk zur Digitalisierung

In der Talk Area der Art Cologne moderiert "Kunstforum"-Autorin Uta M. Reindl am Samstag, 21. April 2018 um 17 Uhr (Halle 11.3. Stand B 56) eine Diskussion zum Thema "Wohin geht die Reise im Netz?" – Zur Lage der Kunstkritik im Zeitalter der Digitalisierung.

Talk-Gäste sind: Heinz-Norbert Jocks - KUNSTFORUM International, Johanna Reich - Künstlerin, Kolja Reichert - FAZ, Barbara Hess -  Texte zur Kunst, Initiative „Kritisches Rheinland. Diskutiert wird über die "Demokratisierung durch digitale Produktions-und Vermittlungstechnologien versus Abhängigkeiten von ihnen. Das Überangebot an Kunstbeurteilung und PR-Kommerz schreit nach der Kunst des feinen Urteils. Digitale Darstellungsformen von Kunst und deren Vermittlung fordern eine neue Kunstkritik – aber auch eine neue Öffentlichkeit."

Wir laden Sie herzlich zu diesem Gespräch ein.

Kommen Sie uns außerdem gerne an unserem eigenen Stand besuchen, wir freuen uns auf Ihr Vorbeikommen! Sie finden uns in Halle 11.3, Stand B-49.

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Messen & Märkte

Art Cologne: Behutsames Relaunch

Seit zehn Jahren ist Daniel Hug nun künstlerischer Direktor der Art Cologne (19.-22. April 2018), und in dieser Dekade hat er Jahr für Jahr das Erscheinungsbild der weltweit ältesten Messe behutsam erneuert. Jetzt schaffte er den schwergewichtigen Katalog ab und ersetzte ihn durch ein luftigeres Print-Magazin. Am augenfälligsten, aber optisch nicht unbedingt geglückt, macht sich in diesem Jahr Hugs Relaunch des Hallenplans mit einer hundert Meter langen plaza auf der mittleren Hallenebene (Halle 11.2.) mit der zeitgenössischen Kunst bemerkbar: Die Premium-Plätze an deren Eckpunkten bespielen zwar Blockbuster-Galerien wie Gagosian, Hauser und Wirth, David Zwirner, Thaddaeus Ropac, Michael Werner und Eigen + Art. Aber als gleichzeitige Ruhezone gemahnt diese in tristem Schwarz eingefärbte plaza freilich doch eher an den Wartebereich einer Trauerhalle auf dem Friedhof. Ins Auge fiel in dieser Halle 11.2. vor allem am Stand der Londoner Galerie von Paul Stolper, der zum ersten Mal an der Messe teilnahm, die Präsentation von Damien Hirst mit vergrößerten skulpturalen Nachbildungen von Medikamentenpackungen (je. 16.500 Euro) und einer Grafik-Edition (je 5.300 Euro). Die untere Halle 11.1. bespielen in bewährter Manier die Klassiker mit einer kleinen Ölarbeit von Gerhard Richter (1983) bei der Züricher Galerie von Vertes für 1,6 Mill. Euro oder auch die Galerie Thomas mit Hohlspiegelobjekten von Adolf Luther (1979/83) zu 22.500 Euro. Samuelis Baumgarte (Bielefeld) hat als Bickfang ein Ölbild von Otto Piene für 350.000 Euro platziert. In der Halle 11.3. hat Messeleiter Daniel Hug die jüngeren Kunsthändler und Newcomer-Galerien unter dem Label „Neumarkt“ zusammen gefasst. Originell wirkt hier u.a. die Plüschaffen-Installation von Philip Emde bei Ruttkowski;68 (Köln) für 18.000 Euro. In dieser Halle trifft man auch diesmal wieder auf den Sektor „Collaborations“ mit Kooperationen zweier Galerien: Max Mayer (Düsseldorf) und Project Native Informant (London) präsentieren zusammen einen Videowürfel von Melanie Gilligam. Recht brav kommen indessen die rund zwei Dutzend Förderkojen („New Talents“) daher, z.B. mit recht biederen Metall-Silhouetten von Litou Kattou bei Eleni Koreonou (Athen). Wenn man der These folgt, der Kunstbetrieb spiegele die aktuelle Zeitstimmung wieder, dann dokumentiert dies die jetzige Art Cologne mit einem arg bedächtigen Ausstellerprogramm, das im Vergleich zu den aufrührerischen 1970er, 1980er und auch noch 1990er Jahren recht wenig an künstlerischer Risikobereitschaft erkennen lässt. (JR) www.artcologne.de

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Preise

Kritikerpreis für Radek Krolczyk

Radek Krolczyk, Bremer Kunstkritiker, wird mit dem Preis für Kunstkritik 2018 ausgezeichnet (3.000 Euro). Den Preis verleiht die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV) in Kooperation mit der ART COLOGNE an freiberufliche Journalisten. Über Krolczyk heißt es, er habe §stets seine Distanz zu den Zentren des Kunstbetriebs bewahrt hat und die Binnenperspektive des Kunstbetriebs immer wieder durchbricht. Dabei greift er häufig politische Themen auf, ohne sie gegen die Kunst auszuspielen. So entsteht eine präzise, unaufgeregte Kritik, die große Gesten zugunsten einer beharrlichen Auseinandersetzung vermeidet. Vor die schnelle Meinung stellt Krolczyk die konkrete Beobachtung und weicht dabei auch unbequemen Fragen nicht aus...“ Der Preis wird zusammen mit dem ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstvereine am Samstag, 21. April 2018 um 15 Uhr in der TALK LOUNGE in Halle 11.3 der ART COLOGNE (Messe Köln) verliehen. www.kunstvereine.de

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Personalien

Rücktritt: Chris Dercon verlässt Berliner Volksbühne

Chris Dercon ist als Intendant der Berliner Volksbühne zurück getreten. Der belgische Kurator und Theaterwissenschaftler war von 2002 bis 2011 Direktor des Haus der Kunst in München und von 2011 bis 2016 Leiter der Tate Gallery Modern Art in London, bevor er 2017 in Berlin als Nachfolger von Frank Castorf die Itendanz der Volksbühne übernahm. Von Anfang feindeten viele Protagonisten im Berliner Kulturbetrieb Dercon an und verdächtigten ihn, einen Systemwechsel vollziehen zu wollen, zu Lasten des tradierten Sprechttheaters und zu Lasten des Repertoire- und Ensembletheaters. Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) betonte in einer offiziellen Erklärung, die persönlichen Schmähungen gegen Chris Dercon „aus Teilen der Stadt“ seien „inakzeptabel“ gewesen; solche Formen der Auseinandersetzung seien „unwürdig und entbehren jeder Kultur“. Allerdings werfen Kritiker auch Lederer vor, bei seinem Amtsantritt als Kultursenator nicht unbedingt ein Dercon-Fan gewesen zu seien. Der designierte Volksbühnen-Geschäftsführer Klaus Dörr betreut „bis auf weiteres“ kommissarisch den Aufgabenbereich des Intendanten. www.volksbuehne.berlin

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Museen & Institutionen

Köln: Junger Ankauf

In diesem Jahr erwirbt die Initiative Junger Ankauf der Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig Köln die 6-Kanal-Audio-Arbeit Oshodi Stock Exchange (2014/2016) von Emeka Ogboh. "Die Multimedia Installation wird vom 18.-22. April 2018 auf der Art Cologne am Stand B-002 in der Halle 11.3 der Gesellschaft für Moderne Kunst und parallel ab dem 18. April 2018 für einen längeren Zeitraum im 2. Obergeschoss des Museum Ludwig oberhalb des DC-Saals präsentiert. Die Sound-Arbeit Oshodi Stock Exchange ist Teil einer jeweils ortspezifisch realisierten Serie und versetzt den oder die Besucher*in akustisch in die ökonomischen Realitäten von Lagos, Nigeria. Der Künstler hat hierzu einen Soundtrack entwickelt, der Aufnahmen von Stimmen werbender Straßenhändler und Soundscapes aus Lagos mit Klavierpartituren des Berliner Komponisten Kristian Kowatsch kombiniert..." www.gesellschaft-museum-ludwig.de/initiativen-und-preise/junger-ankauf/

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Personalien

Musikmanager übernimmt documenta-Geschäftsführung

Wolfgang Orthmayr, bislang Manager in der Musikindustrie, hat vorübergehend die Geschäftsführung der gemeinnützigen documenta und Museum Fridericianum gGmbH in Kassel übernommen. Orthmayr hat in den vergangenen Jahren bei einer Firma für Musicals, für Sony Music und für die Musikhandelskette World of Music gearbeitet. Seine Vorgängerin Annette Kulenkampff hatte den Geschäftsführerposten im Herbst vergangenen Jahres aufgegeben. Mit Orthmayrs Berufung sollte eine längere Vakanz in der Geschäftsführung der documenta abgewendet werden. In einer Mitteilung der Stadt Kassel wird ausdrücklich betont, dass dies nur eine Interimslösung sei. Langfristig wolle man die Geschäftsführung mit einer Person besetzen, die „einschlägige Erfahrungen“ im Kulturmanagement habe. Die nächste Documenta findet 2022 statt, und es ist damit zu rechnen, dass die Berufung eines künstlerischen Leiters wohl noch in diesem Jahr erfolgt, denn dieser braucht nach allen Erfahrungen schon mindestens dreieinhalb Jahre Vorbereitungszeit und muss dann eben auch von Anfang an mit einer funktionierenden Geschäftsführung zusammen arbeiten können. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ kommentierte Orthmayrs Anstellung etwas hämisch, er sei ein „Manager aus der dritten Reihe“, und er „soll bei seiner Vorstellung vor Politikern in Kassel erklärt haben, er sei 'gut darin, Dinge zu verkaufen, die eigentlich keiner braucht'“. www.documenta.de

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Preise

Wolfgang Hahn-Preis

Haegue Yang wird in diesem Jahr während der Art Cologne mit dem Wolfgang Hahn-Preis ausgezeichnet und hat vom 18. April bis zum 12. August 2018 eine Einzelausstellung im Museum Ludwig Köln. Sie trägt den Titel „ETA 1994–2018“. ETA ist eine Abkürzung für „Estimated Time of Arival“. „So verweist der Ausstellungstitel bereits auf eine künstlerische Laufbahn im Transit und die permanenten Ortswechsel einer Künstlerin, die parallel Ateliers in Seoul und Berlin betreibt...“ Das Preisgeld in Höhe von maximal 100.000 Euro fließt in den Erwerb eines Werks oder einer Werkgruppe des Künstlers oder der Künstlerin zugunsten der Sammlung des Museum Ludwig. www.museum-ludwig.de

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Museen & Institutionen

Liu Xiaodong: „Langsame Heimkehr“

„Kunstforum“-Autor Heinz-Norbert Jocks kuratiert die Ausstellung „Langsame Heimkehr“; es ist die weltweit erste umfassende Retrospektive des chinesischen Künstlers Liu Xiaodong. Vom 9. Juni bis zum 19. August 2018 zeigt die Kunsthalle Düsseldorf einen Überblick über Xiaodongs Malerei und das Düsseldorfer NRW-Forum über die fotografischen Werke. Liu Xiaodong gehört zu jener Künstlergeneration, die friedlich auf dem Platz des Himmlischen Friedens demonstrierte, sich mit dem System anlegte und später im Kunstbetrieb Furore machte. Gezeigt werden Arbeiten aus den Jahren 1983 bis 2018,n rund 60 Gemälde, Bildskizzen, Fotografien, übermalte Fotografien, eine digitale Malmaschine, Tagebuchnotizen und der im Ausland gefeierte schwarz-weiße Avantgardefilm „The Days“ (1993) des Regisseurs Wang Xiaoshuai. nrw-forum.de


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Galerien & Auktionshäuser

Heiner Friedrich: Runder Geburtstag

Heiner Friedrich, Galerist und Museumsgründer, feiert am 14. April 2018 seinen 80. Geburtstag. Zusammen mit seiner ersten Frau, der Galeristin Six Friedrich, und Franz Dahlem eröffnete er 1963 in München eine Galerie. Sie vertrat vor allem Verter der Concept Art und der Minimal Art, die damals in Deutschland noch wenig Beachtung fand. Dahlem schied zwar 1966 aus der gemeinsamen Galerie aus, aber Heiner Friedrich und er arbeiteten weiterhin zusammen und vermittelten dem Sammler Karl Ströher den Ankauf der US-Sammlung Kraushaar mit 160 Werken der Pop Art. Friedrich ging Anfang der 1970er Jahre nach New York, wo er zusammen mit der Kunsthistorikerin Helen Winkler und seiner späteren Frau Philippa de Menil die Dia Art Foundation, die eine Sammlung aufbaute und große Land Art-Projekte z.B. von Walter de Maria förderte, die wegen ihrer Dimension im Kunsthandel nicht zu vermarkten waren. Aus Anlass des 80. Geburtstags veröffentlichte der Schirmer Mosel Verlag die Publikation Ich will nichts über mich sagen. Es geht um die Kunst - Heiner Friedrich im Gespräch mit Corinna Thierolf.

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Galerien & Auktionshäuser

Mike Meiré und von Bartha: The Imaginary Collection

Die Basler Galerie von Bartha sucht nach neuen Galeriemodellen außerhalb des klassischen ‚weißen Kubus’, vor allem auch, um Material aus dem Archiv öffentlich zugänglich zu machen. Daher organisiert die Galerie während der Art Cologne 2018 ‚The Imaginary Collection’ als eine Reihe von temporären Ausstellungen mit Werken aus dem Archiv der Galerie in den Eigenheimen von Sammlern. Eine Zusammenarbeit mit dem künstlerischen Leiter, Künstler und Sammler Mike Meiré bildet den Auftakt der Ausstellungsreihe. Am 19. und 20. April 2018 kann man das umfangreiche Archiv der Galerie von Bartha in einer exklusiven, von Meiré in dessen Zuhause kuratierten Präsentation besichtigen. Die Präsentation umfasst Werke von SUPERFLEX, Imi Knoebel, Konrad Klapheck, Marianne Eigenheer, Ricardo Alcaide und Florian Slotawa. Nachdem er das Archiv besichtigt und nach eigenem Gutdünken Werke für die Ausstellung ausgewählt hat, wird Meiré entscheiden, welche Dialoge er zwischen den verschiedenen Kunstwerken und der Architektur seines Appartements herstellen möchte. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit ist Mike Meiré Designer sowie Brand- und Art Director. So war er z.B. an der Neugestaltung des Layouts der „Neuen Zürcher Zeitung“ beteiligt. Mit seiner Kölner Agentur „Meiré und Meiré“ steht er auch der Zeitschrift „Kunstforum international“ seit 2016 als Art Director zur Verfügung. 2010 erschien der erste Katalog „DAY IN/ DAY OUT“ über seine freien künstlerischen Arbeiten für die Bartha Contemporary Ltd., London. The Imaginary Collection, Adresse: Antwerpener Str. 34, Köln, jeweils 14 bis 19 Uhr. www.vonbartha.com

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Messen & Märkte

Paper Positions Berlin

Während des Berliner Galerienwochenendes präsentieren auch in diesem Jahr wieder vom 26. bis 29. April 2018 etwa 46 Galerien auf der Paper Positions Berlin künstlerische Positionen aus zeitgenössischer und moderner Kunst mit Fokus auf dem Material Papier. Angeboten werden Zeichnungen, Collagen, Scherenschnitte, Texte, Fotografien, Künstlerbücher und Objekte. Veranstaltungsort das ehemalige Telegrafenamt in der Jägerstraße 42-44. www.paperpositions.com

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Aktionen & Projekte

Ceremony Space

In Kooperation mit tanzhaus nrw eröffnet die Düsseldorfer Gruppe Denken3000 am Freitag, dem 13. April, die temporäre Installation Ceremony Space. Der Container vor dem tanzhaus nrw setzt sich performativ mit der persönlichen und kollektiven Bedeutung von gegenwärtigen Ritualen, Zeremonien und Gemeinschaften auseinander. Als Installation mit Bar-Abenden, als Ort der Gespräche und des Diskurses, als Performance- und Interventionsraum für bildende Künstler, oder als Tempel der Meditation und Gedankenlehre wird der Container zum Ort kollektiver Zusammenschlüsse. Das Programm wird eröffnet mit einer Performance von Lea Torcelli (Klasse Prof. Johannes Paul Raether), darin reflektiert Sie Themen der Identitätsbildung, Wirkungsräumen und Berührungsmöglichkeiten innerhalb einer Kultur des Digitalen. In den folgenden Tagen gibt die Londoner Künstlerin und Musikerin Sian Sullivan eine Lecture über den Mond und seine Beziehung zwischen Mensch und Natur. Das niederländische Künstlerduo Bik Van der Pol gibt einen Workshop, in dem Merkmale des gegenwärtigen Publizierens verhandelt werden: Wie schaffen wir Öffentlichkeit heute und wie nutzen wir diese? Mira Mann (Klasse Dominique Gonzalez-Foerster, Kunstakademie) entwirft in Ihrer Arbeit rituelle Handlungen einer futuristischen Pflege- und Servicekultur, während sich Elisabeth Heil mit Machtstrukturen und deren bedeutungsstiftenden Ordnungen innerhalb von Gemeinschaften beschäftigt. Welche kollektiven Rituale und Zeremonien sind für uns heute wichtig? Welcher Glaube steht hinter unseren gegenwärtigen Ritualen und welche Inszenierungsmechanismen sind es, die wir wollen oder brauchen? Wie formen sich neue Gemeinschaften? Der Container wird diese und andere Fragen bündeln, beantworten und stehen lassen, vor allem aber lädt er zu gemeinsamen Situationen ein, die neue und alte Formen gemeinschaftlicher Praktiken zusammenführen und neu bewerten möchten. www.ceremonynow.de

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Messen & Märkte

Brüsseler Kunstmessen

„Ist Brüssel das neue Berlin?” lautet in einem Pressebulletin die Frage ebenso selbstbewusst wie provokant. Jedenfalls wird die Art Brussels (19.-22.4. 2018) mittlerweile auch von zahlreichen Nebenmessen begleitet: an der letztjährigen Indepenedent Brussels nahmen im vergangenen Jahr Galerien-Schwergewichte wie David Zwirner und Sprüth Magers teil, und mit etwa 35 Teilnehmern hatte 2017 auch die Yia Art Fair (Young International Artists) mittlerweile einen Ableger in der EU-Kapitale etabliert. Nur die Affordable Art Fair (15.-18.3. 2018) schert aus dem Terminkalender aus – sie findet nämlich bereits einen Monat vorher statt. Mit Poppositions (18.-22. April 2018) als Messe für Künstlerinitiativen und OFF Course Young Contemporary Art für Künstler unter 40 Jahren haben im zeitlichen Umfeld der Art Brussels weitere Alternativmessen zur Stärkung des Messestandorts beigetragen – ob und wie lange diese Nebenmessen alle durchhalten, muss man freilich abwarten. Jedenfalls haben Galerien, die nicht zur Art Cologne wollen oder dort nicht zugelassen werden, mit den zeitgleich stattfindenden Brüsseler Messen eine Alternative. Sogar der Berliner „Tagesspiegel” bescheinigt der brabantischen Metropole, ein „europäisches Zentrum für Gegenwartskunst” zu sein und zitiert einen Galeristen, Belgien sei das Land „mit der größten Sammlerdichte seit Generationen”, und auch für Künstler seien die Ateliermieten in Brüssel „günstiger als in Berlin”. www.artbrussels.com

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Aus dem Archiv

„KUNSTFORUM ist ein Magazin, das so gut wie jedes Thema, das wichtig ist, beackert hat, und es ist so umfangreich, dass ich manchmal noch einmal in Heften von vor zehn Jahren schaue, und nicht selten erweist sich KUNSTFORUM als eine Fundgrube…“ (Kaspar König)

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