Statement documenta forum zur künstlerischen Freiheit
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„Das documenta forum appelliert an die Gesellschafter und Trägerinstitutionen der documenta, an den Prinzipien der weltweit einzigartigen Ausstellung zeitgenössischer Kunst festzuhalten: der Zusammenstellung einer international hochrangigen Findungskommission sowie der alleinigen Verantwortlichkeit der ausgewählten Künstlerischen Leitungen für die Ausstellung“, heißt es in einem Statement des documenta forums. In diesem Plädoyer für den Erhalt der künstlerischen Freiheit wird ausdrücklich davor gewarnt, möglicherweise in Kassel einen Präzedenzfall zu schaffen: „Eingriffe in die Struktur der documenta könnten zudem durch ihre exemplarische Wirkung zu einem tiefen Einschnitt für die Freiheit der Kunst in Deutschland führen.“ Allerdings sei es schon erforderlich, künftig „deutlich mehr Gewicht auf eine transparente, professionelle innere und äußere Kommunikation zu legen, um vermeidbare Missverständnisse und Fehlinterpretationen auszuschließen.“ Das documenta forum will u,a, zur „Sicherung der Rahmenbedingungen der documenta als der internationalen und unabhängigen Ausstellung zeitgenössischer Kunst“ beitragen. „Dazu gehören kulturpolitische Stellungnahmen, Diskussionen, Gespräche und Veranstaltungen. Zur Sicherung und Stärkung der documenta gehört der weitere Ausbau des documenta Archivs und die Einrichtung des documenta Instituts.“ Die nächste documenta findet vom 12. Juni bis 19. September 2027 in Kassel statt. https://documentaforum.de/
Dazu in Band 284 erschienen: