Sotheby's schließt Wiener Filiale
Ende Januar 2025 gehen in den Wiener Filialräumen des Auktionshauses Sotheby’s nach 43 Jahren die Lichter aus. Die Schließung ist Teil zahlreicher Sparmaßnahmen, die das Unternehmen durchführt.
Ab Februrar stehe man, so berichtet der Standard, nur noch mit Termin zur Verfügung. Außerdem heißt es dort, Sotheby’s wolle Österreicht geschäftstechnisch weiter im Fokus behalten aber künftig von München aus betreuen, ebenso Ungarn und Polen. Ob alle anderen Standorte des Auktionshauses in Europa erhalten bleiben, ist aktuell fraglich. Außerdem wurden in London und New York zahlreiche Kündigungen ausgesprochen. „Der Standard”-Autorin Olga Kronsteiger analysierte die Situation: „Ein geschwächter Kunstmarkt ist das eine, umstrittene Geschäftsentscheidungen etwas völlig anderes. Die Kombination aus beidem birgt Tücken […] Angekündigt hatte sich die Misere schon länger. Denn der Schuldenstand des Unternehmens beläuft sich auf 1,8 Milliarden Dollar und habe sich damit seit dem Kauf durch den französisch-israelischen Milliardär Patrick Drahi 2019 verdoppelt.Im gleichen Zeitraum seien 1,2 Milliarden Dollar an Dividenden an eine von Drahi kontrollierte Muttergesellschaft ausgeschüttet worden. Auch 2023 noch, als die Verschlechterung der operativen Leistung im schwierigen Marktumfeld bereits amtlich war.”
Dazu in Band 274 erschienen: