"They're going to kill me" - Protestaktion und Petition
“Please, I can’t breathe.” “My stomach hurts.” “My neck hurts.” “Everything hurts.” “They’re going to kill me.” Das waren die letzten Worte von George Floyd, als er durch Polizeigewalt starb. Weltweit rief dieser Polizeieinsatz in Minneapolis Entsetzen, Wut und Trauer hervor: deutsche Bundesligafußballer bekundeten auf dem Spielfeld ihre Solidarität mit den Opfern solcher Polizeiwillkür, und der in Dallas lebende Künstler Jammie Holmes führte als Protestaktion mit gemieteten Flugzeugen eine Protestaktion durch: über dem Himmel der fünf Städte Detroit, New York City, Dallas, Los Angeles und Miami ließ er mit Bannern, die sonst Werbebotschaften verkünden, Floyds letzte Worte sichtbar werden. Unterstützt wurde Holmes bei dieser Aktion durch das Library Street Collective in Detroit. Was Floyd widerfahren sei, das passiert überall in Amerika, heißt es zu der Aktion – Jammie Holmes will mit seiner Aktion ein landesweites Zeichen setzen gegen die Diskriminierung und gegen die Brutalität, die sich gegen die “African American Citizens” richtet, gegen die Angst, die dies bei ihnen auslöst, und gegen den Hass, den törichterweise Präsident Donald Trump jetzt noch schürt, mit seinen Twitter-Tiraden und mit seinen Drohungen, die Nationalgarde einzusetzen: seit der Ermordung Martin Luther Kings 1968 in Memphis hatten die USA bis heute nicht mehr so schwere Unruhen erlebt wie in den vergangenen Tagen. Jammie Holmes konstatiert, dass seit 2018 die Hassbotschaften und Diskriminierungen im Netz und im Alltag zugenommen hätten, und mit seiner Aktion verbindet er die Hoffnung, wenige Monate vor den Präsidentschaftswahlen, dass nun vielleicht doch eine “kritische Masse” der US-Bürger sich das alles nicht länger gefallen lässt (“will no longer allow it to be ignored”). Seine Website hat Holmes mit der Kampagne Change.org. und deren Aufruf zu einer Petition verlinkt, die für eine Unterstützung der Opfer von Gewaltverbrechen eintritt.
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