Philipp Kaiser kuratiert Schweizer Pavillon
Philipp Kaiser kuratiert den Schweizer Pavillon auf der Biennale von Venedig 2017. Für diese Aufgabe wurde er von der Biennale-Jury der Stiftung Pro Helvetia berufen. Die Hauptausstellung kuratiert Christine Macel. Für die Länderpavillons berufen deren Träger jeweils einen eigenen Kurator. In den letzten Jahren hatte Pro Helvetia immer jeweils einen Künstler oder eine Künstlerin berücksichtigt, die anschließend selber ihren Kurator auswählten. Jetzt legt die Stiftung das Programm direkt in die Hände eines Kurators. Philipp Kaiser war von 2012 bis 2014 Direktor des Museum Ludwig Köln und kehrte dann nach Los Angeles zurück. Dort bereitet er derzeit für das Getty Research Institute eine Ausstellung über den 2005 verstorbenen Ausstellungsmacher Harald Szeeman vor. Kaiser machte sich vor allem als Spezialist für Land Art einen Namen und erweiterte den kunstwissenschaftlichen Blick auf dieses Metier durch die Einbeziehung von Film und Fotografie, so in seiner Münchener Ausstellung „End of Earth“ 2013. In einem Interview mit „Kunstforum international“ beschrieb Kaiser seinen theoretischen Ansatz einer kunsthistorischen Rückschau als „Anwendung postmoderner Theorien auf das Museum, z.B. von Michel Foucaults Beschreibung der Historizität einer jeglichen Situation, welchen Bedingungen wir unterworfen sind und wie diese unser Leben determinieren…“ (Bd. 219, S. 350 ff.).- Die Biennale von Venedig findet vom 13. Mai bis 27. Nov. 2017 statt. www.prohelvetia.ch