Ölmalerei
Wortwörtlich zu nehmen ist der Begriff „Ölmalerei“ bei einer Serie von Zeichnungen, die Wolf Kahlen vor 25 Jahren in China anfertigte. Er benutzte dabei nämlich altes, versctmutztes Motorenöl nicht nur als Malmittel wie in der klassischen Ölmalerei, sondern die durch Verrußung und Verschmutzung entstandene dunkle Verfärbung des Öls funktioniert bei diesen Zeichnungen gleichzeitig als Farbe. Kahlen, der damals an der Zheijiang University in Hangzhou lehrte, stellt erst jetzt diese Zeichnungen erstmals in Europa aus. Sie sind bis zum 12. April 2015 in Berlin unter dem Titel „NAGA“ zu sehen. Naga sind in der chinesischem Mythologie Erdgötter, Drachen und Schlangen, die die Bodenschätze bewachen, zu denen ja auch Erdöl gehört. Im Buddhismus sind Naga Schatzhüter der Erde als auch Wächter über die Religion. Wolf Kahlen nutzt die kriegsbeschädigte Villa „Ruine der Künste“ in Berlion-Dahlem seit 1985 als „erweitertes Atelier“ und als Galerie. Die Einbauten, die er vornahm, um die Räume nutzen zu können, sollen„das eigentliche Geschehen des Ortes, den Verfall, nicht beeinträchtigen soll. Im Garten zeigt sich ein ähnliches Bild. Die Installationen aus Glas und Stein können kaum von dem bestimmenden Ereignis ablenken, dem Niedergang des stattlichen alten Hauses. Die Koexistenz von Verfall und Schöpfung ist das packende Erlebnis in dieser Galerie…“ www.home.snafu.de/ruine-kuenste.berlin