Nahost-Konflikt: Rabbya Naseer sagt Ausstellung im Belvedere 21 ab
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Rabbya Naseer, eine aus Pakistan stammende Künstlerin, wurde im vergangenen Jahr mit dem Wiener Belvedere Art Award ausgezeichnet (20.000 Euro). Die damit verbundene Ausstellung im Belvedere 21 sagte sie jetzt ab.
„Die geplante Soloausstellung… scheitert an inhaltlichen Differenzen. Das Museum will keine einseitige Darstellung des Nahostkonflikts”, heißt es laut „Der Standard”. Für die Ausstellung, die im Frühjahr 2025 stattfinden sollte, hatte die Künstlerin vier Konzepte vorgeschlagen, die „vom Belvedere als zu aufwendig in der Produktion oder zu propalästinensisch erachtet wurden”, so dass es schließlich zu der Absage kam. „Die Presse” hatte zuerst über die Angelegenheit berichtet. Die Künstlerin beklagte sich, nach den Differenzen über die abgelehnten Konzepte sei „die Ausstellung wortlos von den Ankündigungen des Museums verschwunden, die Künstlerin habe nach eigenen Angaben nichts mehr vom Belvedere gehört.” Das Museum habe letztlich nur noch eine kleine Retrospektive gewünscht. In einem Video begründete Rabbya Naseer die Absage: „Ich lehne es ab, mich im Austausch für eine Einzelausstellung in einen sogenannten prestigeträchtigen Museum selbst zu zensieren.” Die Belvedere-Direktorin Stella Rollig zeigte sich überrascht über die Absage. Die Vorbereitungen seien bereits weit vorangeschritten gewesen.