München: Symposion über Kunst und Reisen
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Mobilität und Naturerfahrung sind zwei wesentliche Angelpunkte der Landschaftskunst im 19. Jahrhundert. Reisen in nah und fern führten nicht nur zu einer neuen künstlerischen Arbeitspraxis, sondern mit der Ölstudie auch zur Erfindung einer neuen Gattung. Mehr noch wurde die aufkommende Reiselust, wie sie etwa in dem berühmten Handbuch von Pierre Henri de Valenciennes bereits 1800 propagiert wurde, zum Ideal der Aus- und Identitätsbildung des Landschaftsmalers. Der Wunsch nach Naturnähe, die Suche nach Neuem und das Bedürfnis nach künstlerischem Austausch machte die Landschaftsmalerei zu einer europäischen Kunstform par excellence. Das internationale Symposium der Christoph Heilmann-Stiftung zur Reisekunst nimmt seinen Ausgangspunkt von der Sammlung intimer europäischer Landschaften und Ölstudien im Münchener Lenbachhaus. Termin: 3. bis 5. Juli 2015, Eintritt frei.