Mary Bauermeister gestorben
Mary Bauermeister starb im Alter von 88 Jahren. Die 1934 in Frankfurt am Main geborene Künstlerin ließ sich 1956 in Köln nieder, wo sie in ihrer Atelierwohnung in der Altstadt Anfang der 1960er Jahre einen Treffpunkt der Avantgarde mit Neuer Musik und Fluxus-Aktionen etablierte. Benjamin Patterson, Hans G Helms, David Tudor, John Cage, Christo, Heinz Mack, George Brecht und Nam June Paik veranstalteten dort Konzerte, auch Karlheinz Stockhausen, den sie später heiratete, war hier Gast. Das “Atelier Bauermeister” gehörte damit zu den frühen Veranstaltungsorten der Fluxus-Bewegung. 1962 hatte sie ihre erste erfolgreiche Einzelausstellung im Stedelijk Museum von Amsterdam, stellte dann auch mit Erfolg regelmäßig in der New Yorker Galeria Bonino aus. In den 1970er Jahren beschäftigte sich Bauermeister mit Grenzwissenschaften und Geomantie. Ihre “Linsenkästen” wurden von mehreren Museen angekauft und galten als eines ihrer künstlerischen “Markenzeichen”. Zuletzt lebte sie in Rösrath bei Köln, wo sie ihr Haus weiterhin regelmäßig für Besucher*innen öffnete, Künstler*innen zu Aktionen einlud und ihre Kunst zeigte. Ihre jüngste Einzelausstellung 1+1=3 fand in der Kieler Kunsthalle statt.