Lichtkunst am Hellweg
Der Hellweg war ein mittelalterlicher Handelsweg, der sich vom Rhein bis an die Elbe erstreckte und quer durchs heutige Ruhrgebiet von Duisburg über Paderborn bis nach Corvey verlief. Das Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna ist eines der maßgeblichen Ausgangspunkte eines Projekts, in dessen Rahmen inzwischen etwa 40 Lichtkunstprojekte entlang des Hellwegs realisiert wurden. Für den 26.11.2016 ist in der Region Hellweg (Ahlen, Bergkamen, Bönen, Hamm, Lippstadt, Lünen, Schwerte, Soest und Unna) die „Große Nacht der Lichtkunst“ angekündigt. Nach Einbruch der Dunkelheit ( in diesen Breitengraden im November gegen gegen 17 Uhr) sind Werke folgender Künstler zu sehen: Kazuo Katase, Mischa Kuball, Vollrad Kutscher, Maik und Dirk Löbbert, François Morellet, Jürgen Stollhans, Rosemarie Trockel, James Turell u.a.m. Der „Lichtweg“ entlang des Hellwegs „ist kein herkömmlicher Skulpturengarten, in dem man von Kunstwerk zu Kunstwerk wandelt. Seine Werke sind nicht austauschbar. Es sind Kunstwerke von Künstlerinnen und Künstlern, die sich auf den jeweiligen Ort eingelassen haben – auf die vorgefundene Architektur und Landschaftsstruktur, das soziale Umfeld, die historischen und gegenwärtigen Sinnzusammenhänge, auf das, was diese Orte geprägt hat, unverwechselbar macht. Es sind Kunstwerke, die nur über ihre Umgebung erfahrbar sind, weil sie eine Koexistenz mit ihr bilden – mit einer Umgebung, die nicht zuletzt von den Menschen gebildet wird, die hier leben. Die entstandenen Arbeiten geben der nächtlichen Region ein neues Aussehen und offenbaren überraschende Momente.“