Klimt-Versteigerung
1902 porträtierte Gustav Klimt Gertrud Felsöványi, geborene Loew. Bis zu ihrer Flucht vor den Nazis befand es sich in ihrem Besitz, kam dann 1941 in die Sammlung des Klimt-Sohnes Gustav Usicky, der als Filmregisseur Propagandsstreifen für das NS-Regime drehte. Seine Witwe gründete 2013 die Klimt Foundation und brachte das Bildnis in diese ein. Weil in Österreich das Kunstrückgabegesetz nur für Werke aus dem Bestand des Bundes, nicht jedoch für solche aus Privatbesitz gilt, dauerte es zwei Jahre lang, bis sich die Klimt-Stiftung mit den Erben von Gertrud Felsöványi einigte: das Porträt wird nun am 24. Juni 2015 bei Sotheby’s versteigert und der Erlös zwischen den beiden Streitparteien gütlich geteilt. www.sothebys.com.