Brüsseler Kunstmessen
„Ist Brüssel das neue Berlin?” lautet in einem Pressebulletin die Frage ebenso selbstbewusst wie provokant. Jedenfalls wird die Art Brussels (19.-22.4. 2018) mittlerweile auch von zahlreichen Nebenmessen begleitet: an der letztjährigen Indepenedent Brussels nahmen im vergangenen Jahr Galerien-Schwergewichte wie David Zwirner und Sprüth Magers teil, und mit etwa 35 Teilnehmern hatte 2017 auch die Yia Art Fair (Young International Artists) mittlerweile einen Ableger in der EU-Kapitale etabliert. Nur die Affordable Art Fair (15.-18.3. 2018) schert aus dem Terminkalender aus – sie findet nämlich bereits einen Monat vorher statt. Mit Poppositions (18.-22. April 2018) als Messe für Künstlerinitiativen und OFF Course Young Contemporary Art für Künstler unter 40 Jahren haben im zeitlichen Umfeld der Art Brussels weitere Alternativmessen zur Stärkung des Messestandorts beigetragen – ob und wie lange diese Nebenmessen alle durchhalten, muss man freilich abwarten. Jedenfalls haben Galerien, die nicht zur Art Cologne wollen oder dort nicht zugelassen werden, mit den zeitgleich stattfindenden Brüsseler Messen eine Alternative. Sogar der Berliner „Tagesspiegel” bescheinigt der brabantischen Metropole, ein „europäisches Zentrum für Gegenwartskunst” zu sein und zitiert einen Galeristen, Belgien sei das Land „mit der größten Sammlerdichte seit Generationen”, und auch für Künstler seien die Ateliermieten in Brüssel „günstiger als in Berlin”. www.artbrussels.com