Arabisch-persische Künstlerinnen im Marta Herford
Neun Künstlerinnen aus dem arabisch-persischen Raum sind im Marta Herford in der Ausstellung “Zwischen Zonen…” vertreten. “Ihre Herkunftsländer, die von extremen Widersprüchen geprägt sind, inspirieren sie zu eigensinnigen, kompromisslosen und vielschichtigen Werken. Sie thematisieren hierbei nicht nur die aktuellen politischen und religiösen Auseinandersetzungen, sondern appellieren gleichzeitig an die Potenziale und Widerstandsformen von Kunst. Die eigene Familiengeschichte liegt im Fokus der Arbeiten von Multimedia-Künstlerin Arwa Abouon. §Poetische und bildmächtige Ansichten von Wüstenregionen sind die Schlüsselmotive der Palästinenser-Irakerin Sama Alshaibi“. Ein „kritischer Umgang mit avancierten digitalen Praktiken treibt die aus dem Iran stammende Moreshin Allahyari vorrangig zu ihren Kunstwerken an.“ Moufida Fedhila machte mit Performances auf die Missstände in ihrer Heimat Tunesien aufmerksam. Die Jordanierin Saba Innab reflektiert die komplexe, politische Situation von Palästina und seinen Grenzen zu den Nachbarländern. Während u.a. die Fragen nach der Instrumentalisierung von einzelnen arabischen Begriffen eine Rolle bei Mounira Al Solh spielen, sind die Werke von Lamia Joreige, Amina Menia und Ala Younis „Ergebnisse aufwendiger und mehrjähriger Recherchen. Hierbei werden historische Dokumente und offene ästhetische Kontexte subtil miteinander verknüpft und unbekannte Erfahrungsräume eröffnet.“