Achenbach-Versteigerung: 6,5 Mill. Euro Erlös
Kaum eine Zeitung verkniff sich den kalauerhaften Teppichhändler-Slogan „Alles muss raus“, als es galt, über die Versteigerung der Achenbach-Sammlung in Düsseldorf und Köln zu berichten. Der Kunstberater Helge Achenbach sitzt seit einem Jahr in Haft, seine Firma ist insolvent, und alle 2.000 Werke aus dem Firmenvermögen kamen für eine Gesamtzuschlagssumme (ohne Aufgelder) von 6,5 Mill. Euro unter den Hammer. Für das Kölner Auktionshaus van Ham war es die bislang umfangreichste Versteigerung in der Geschichte des Hauses. Teuerstes Bild war eine Arbeit von Gerhard Richter mit einem Zuschlag bei 230.000 Euro. Die Beuys-Brinze von Jörg Immendorff wechselte mit einem Hammerschlag bei 210.000 Euro den Besitzer. Billigstes Werk war eine Papiercollage für nur zehn Euro. Für den Insolvenzverwalter Marc d’Avoine und die Gläubiger ist der Erlös indessen bei allem Erfolg der Auktion nur ein Trostpflaster: Achenbach steht laut Presseberichten bei 100 Gläubigern mit insgesamt 50 Mill. Euro in der Kreide.www.van-ham.com