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Ausschreibungen

Stipendium für Kunstvermittlung

Die Berliner nGbK vergibt ab dem 1. Januar Jahr 2017 wieder ein 12monatiges Stipendium für künstlerische Kunstvermittlung. Die Ausschreibung richtet sich anInteressierte... die bereits im Feld der künstlerischen Kunstvermittlung tätig sind und ihre Arbeit als kritische und eigenständige Praxis begreifen, die zu kultur- und bildungspolitischen Instrumentalisierungen auf Distanz geht.  Die institutionelle Anbindung an die nGbK sollte als Möglichkeit betrachtet werden, die eigene vermittelnde Praxis weiter zu erproben...“ Das Stipendium beträgt 1.000 Euro/mtl. brutto zuzüglich 3.000 Euro Veranstaltungsbudget. Deadline ist der 9. Juni 2016. Infos und Kontakt: www.ngbk.de/development/images/stories/PDF/ngbk_kunstvermittlung_ausschreibung_2017.pdf

Museen & Institutionen

Klagenfurt: Landesmuseum wird saniert

Als 1884 in Klagenfurt das Landesmuseum für Kärnten eröffnet wurde, fügte Kronprinz Rudolf den Schlussstein ein, weshalb das Gebäude „Rudolfinum“ genannt wird. Wegen eines Wasserschadens und anderer Misshelligkeiten musste es 2014 geschlossen werden. Nun wurde das örtliche Architekturbüro Winkler und Ruck mit einer umfassenden Sanierung beauftragt. Zudem soll das Gebäude mit moderner Museumstechnik ausgestattet werden. Der Beginn der Maßnahmen ist für Ende 2017 angekündigt, und die Wiedereröffnung für 2020. Der Kostenplan sieht Investitionen von 9 Mill. Euro vor.

Aktionen & Projekte

Pflanzaktion

Nach den Bestimmungen des Versailler Vertrages sollte das Rheinland nach dem Ersten Weltkrieg eine entmilitarisierte Zone sein; alle Festungsbauten mussten deswegen geschliffen werden, auch die beiden Festungsringe mit preußischen Forts rund um Köln. An ihrer Stelle ließ der damalige OB Konrad Adenauer den Inneren und Äusseren Grüngürtel als Naherholungsgebiet anlegen. Bis heute gilt in der Kölner Kommunalpolitik das Tabu, diese Grünflächen zu bebauen. Einzige Ausnahme: Anfang der 1960er Jahre durfte der 1. FC Köln sein Vereinsheim im Äusseren Grüngürtel errichten. Jetzt will der Fußballclub sein Areal dort erweitern und zusätzliche Trainingsplätze in dem Parkgelände anlegen. Das wird in der Kölner Bürgerschaft kontrovers diskutiert, und der Künstler Achim Mohne wollte dazu ein optisches Zeichen setzen: er griff die Tradition des Maibaum-Aufstellens auf und pflanzte in der Aue am Decksteiner Weiher und auf der Wiese, auf der künftig nach dem Willen des Fußballclubs ein neues Sportstadion sein soll, in zwei nächtlichen Kunstaktionen einen Kirschbaum und drei kleine Birken.

Preise

Medienkunst-Stipendien

Doireann O’Malley, Amir Yatziv und Zorka Wollny dürfen die Stipendien für Medienkunst am Oldenburger Edith Russ-Haus antreten. O’Malley hatte sich mit ihrem Film Realisierung „Prototypes“ beworben, Yatziv mit „Cold Fronts or Winter Wonderlands?“, eier Drei-D-Simulatio des KZ Auschwitz, und Zorka Wollny mit der intertdisziplinären Performance „Impossible Opera“. In den kommenden Monaten finden nun Gespräche darüber statt, wann die Stipendiaten ihre Werke im Edith-Russ-Haus realisieren und zeigen werden. www.edith-russ-haus.de

Hochschulen

Düsseldorfer Fotostudentin ist Best-Stipendiatin

An der Kunstakademie Düsseldorf darf Lucia Sotnikova, Studentin in der Klasse von Prof. Andreas Gursky, das Stipendium des Best-Kunstförderpreises antreten (ein Jahr lang monatlich 1.000 Euro). Jacqueline Hess aus der Klasse Prof. Eberhatrd Havekost und Alicia Viebrock aus der Klasser Herbert Brandl erhalten einen Projektpreis (je 500 Euro).

Hochschulen

Köln: Runder Tisch

9.000 Besucher zählte man im Kölnischen Stadtmuseum in den ersten drei Monaten der Ausstellung „Endstation Ubierring“ über die Auflösung des Fachbereichs Freie Kunst an den Kölner Werkschulen 1993. Die damalige NRW-Landesregierung -strikt auf regionalen Proporz bedacht – wollte keine zweite Kunstakademie im Rheinland, erhob stattdessen die Außenstelle der Düsseldorfer Akademie im westfälischen Münster zur eigenständigen Kunsthochschule. Anstelle des Fachbereichs Freie Kunst bekam Köln eine Kunsthochschule für Medien. Michael Euler-Schmidt, Vize-Direktor des Kölnischen Stadtmuseums, lud im April 2016 Historiker und Ehemalige zu einem Runden Tisch ein, um die Geschichte der künstlerischen Ausbildung in der Domstadt aufzuarbeiten. Angedacht ist z.B. die Möglichkeit der Unterstützung einer Dissertation.

Aktionen & Projekte

„Was Ihr wollt?“ -Symposium in Weikendorf

Mehr als 600 künstlerische Arbeiten wurden seit den 1980er Jahren im öffentlichen Raum in Niederösterreich positioniert. Darüber und vor allem über die Vermittlung dieser Kunst im öffentlichen Raum ist im Kunstraum Weikendorf am 21. Mai 2016 ein Dialog mit Experten „und Verantwortlichen, die an der Realisierung von Kunstprojekten in Gemeinden beteiligt sind“, geplant. Das Symposion „gibt Einblick in bisherige Verfahrensweisen und daraus resultierende Erfahrungen.“ Die Teilnehmer diskutieren „Formen von Kommunikation..., die auf eine intensive Auseinandersetzung mit Kunst im öffentlichen Raum in ländlichen Gemeinden abzielen.“

Aktionen & Projekte

Trümmerbahnen-Minigolf

Wer will, der kann von Anfang Juni bis September 2016 im Gräflichen Park von Bad Driburg zum Golfschläger greifen und sich auf einer neuen Minigolf-Anlage im Einlochen üben. Das Besondere daran: die Anlage ist ein Kunstwerk, gestaltet von der Künstlerin Ina Weber. Ihre Installation besteht aus 12 Bahnen mit Trümmerhäusern aus Ruinen, geformt aus Beton, Keramik und Glasmosaiken. Es gilt, den Golfball durch kleine Architekturen wie einen Plattenbau, einen Bunker oder eine Strandbar zu schlagen, bis er am Ziel ins übliche Loch rollt. Die Skulpturen sind keine Modelle von echten Häusern, sondern phantasievolle „urbane Versatzstücke, irgendwo in der Stadt gefunden, als 'Trümmerbahnen-Minigolf' inszeniert.“

Aktionen & Projekte

Zürich meets London

Vom 17. bis zum 21. Mai 2016 findet in London das Festival «Zürich meets London» statt. Vertreter aus Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft der beiden Städte „tauschen sich in ihrem jeweiligen Tätigkeitsbereich aus – unter anderem im Zeichen von Dada. Das Programm umfasst einen kulinarischen Marktplatz, Kunst-Interventionen im Boxring, Jazz-Konzerte, Tanz-Performances, Filmvorführungen sowie wissenschaftliche Workshops und Vorträge.“ So findet im Central Saint Mar-tins College of Art and Design am 21. Mai 2016 zum Abschluss des ZHdK Kunstprojekts In-stant City Reloaded ein zwölfstündiger Dada-Marathon in einem Boxring statt. „In verschiedenen Musikclubs treten Nik Bärtsch & Sha, OY, Ingrid Lukas und Fai Baba auf. Im The Place Theatre kommt eine Tanz-Produk-tion der ZHdK und der London Contemporary Dance School zur Aufführung. Im Institute of Contemporary Arts laufen neben klassischen Dada-Filmen Kurzprojektionen, die Dada aus heutiger Perspektive beleuchten.“ www.stadt-zuerich.de.

Museen & Institutionen

Bernd Ribbeck in Ludwigshafen

Bis zum 26. Juni 2016 ist im Wilhelm Hack-Museum Ludwigshafen eine umfassende Ausstellung mit abstrakten Bildern des Berliner Malers Bernd Ribbeck zu sehen. Mit Abreibungen von Farbschichten und Überlagerungen erreicht Ribbeck den Eindruck vin Vielschichtigkeit; die Ablage von Linien verstärken bisweilen eine räumlich-plastische Wirkung wie z.B. bei jenem Bild, bei dem man eine Seitenansicht von Treppenstufen zu sehen meint, ohne dass dies jedoch eine mathematische Perspektiv-Konstruktion ist. Da das Museum als Grundstock seinerr Sammlung vor allem über abstrakte bzw.geometrisch- konstruktive Kunst verfügt, fügt sich diese Wechselaustellung stimmig in das Programmkonzeot ein.

Personalien

Direktorenwechsel am Museum Malmö

Iris Müller-Westermann übernimmt am 1. Januar 2017 die Direktion des Moderna Museet in Malmö. Derzeit ist sie Senior Kurator am Moderna Museet Stockholm. Sie hat dort seit 1997 Ausstellungen u.a. über Rosemarie Trockel, Louise Bourgeois, Jutta Koether und Max Ernst kuratiert.

Museen & Institutionen

München: Projekt Föhrenwald

Michaela Melián spricht am 10. Mai 2016 im Kunstbau des Münchener Lenbachhauses über Entstehung und Hintergründe ihrer Arbeit »Föhrenwald« (2005). Der Name bezeichnet eine nationalsozialistische Mustersiedlung im Süden Münchens aus den späten 1930er Jahren. Ab 1940 wurde die Siedlung als Lager für Zwangsarbeiter in den benachbarten Munitiosfabriken benutzt. In der Nachkriegszeit brachte man dort jüdische Überlebende unter, die nicht in ihre Heimatländer zurück kehren konnten, und schließlich auch deutsche Heimatvertriebene. "Meliáns Diaprojektion imaginiert einen Spaziergang durch die heutige Siedlung. Die Bilderschleife wird überlagert von einem Soundloop aus Sprache und Musik. Die Basis liefern Texte aus der Entstehungszeit der Bauten, Berichte von Arbeiterinnen der Munitionsfabriken, Interviews mit jüdischen Bewohnern sowie mit den seit 1956 dort angesiedelten Heimatvertriebenen. Für den Soundtrack verwendete Melián Fragmente von Schellackplatten mit klassischen Werken, die von jüdischen Plattenfirmen in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Kulturbund in den Jahren 1931–38 in Deutschland veröffentlicht wurden." Bis zum 12. Juni 2016 ist im Kunstbau des Lenbachhauses Michaela Meliáns Aussellung "Electric Ladyland" zu sehen.

Ausschreibungen

Uckermarker Kunstpreis

Der Uckermarker Kunstpreis ist mit 2.500 Euro dotiert und wird für Malerei, Plastik und Grafik ausgelobt. Die Sparkasse Uckermark will mit der Ausschreibung die regionale Kunstszene fördern. Bedingungen: die Einreichungen dürfen nur aus den vergangenen beiden Jahren stammen; Skulpturen dürfen nur so schwer sein, dass sie von einer Person bewegt werden können. Deadline: 24. Juni 2016. Kontakt: Dominikanerkloster Prenzlau, Uckerwiek 813, 17291 Prenzlau, leiter@dominikanerkloster-prenzlau.de.

Ausschreibungen

Kunstpreis Alzey-Worms

Bis zum 1. August 2016 läuft die Bewerbungsfrist um den Kunstpreis Alzey-Worms (4.000 Euro). Das Thema lautet in diesem Jahr: „Rom, Wein und Worte – alles so nah wie Hiwwel und Terroir“. „Hiwwel“ nennt man in Rheinhessen die dortige Hügellandschaft. Einzureichen sind Fotos und die üblichen Infos auf CD. Weitere Infos und Kontaktdaten: www.kreis-alzey-worms.eu/verwaltung/kunstpreis/ausschreibung.php

Ausschreibungen

Ausstellungen im Ausland

Das ifa-Institut für Auslandsbeziehungen fördert Ausstellungen zeitgenössischer deutscher Künstler in öffentlichen Museen und nicht-kommerziellen Galerien im Ausland. Die Förderung kann in den Bereichen Transport-, Reise- und Mietkosten für technisches Equipment beantragt werden. Dies gilt für Einzel- uns Gruppenausstellungen, Biennalen und Beteiligungen an internationalen Ausstellungsprojekten. Deadline für Projekte im Jahr 2017 ist der 15. August 2016. Infos und Kontakt: www.ifa.de

Preview

"DDR expressiv" in Zielona Gora

Als Erich Honecker 1971 Walter Ulbricht als Staatsratsvorsitzenden der DDR ablöste und 1973 zu den Weltjugendfestspielen den Arbeiter- und Bauernstaat als fortschrittlich peäsentiweren wollte, kündigte er in der Kulturpolitik eine Liberalisierung an. Auf einem der SED-Parteitage gab Honecker die Parole aus, „kulturelle Weite und Vielfalt“ seien nun garantiert, und es gäbe auch „keine stilistischen Tabus“, sofern eine „gefestigte sozialistische Grundhaltung“ gewahrt bliebe. Die hehren Worte lösten ab 1973 nicht nur einen Boom an privaten Galeriegründungen in der DDR aus, sondern bei vielen Künstlen auch eine Abkehr von der Doktrin des Sozialistischen Realismus. Dass es parallel zu den "Jungen Wilden" im Westen auch in der DDR eine neo-expressionistische Strömung gab, dokumentiert die Ausstellung "DDR expressiv", die das Museum für Junge Kunst in Frankfurt/Oder im polnischen Zielona Gora in der dortigen BWA Galeria ausrichtet. Laufzeit: 6. bis 29. Mai 2016. Künstlerliste: Solveig Karen Bolduan / Hartwig Ebersbach / Lutz Fleischer / Hubertus Giebe / Hans-Hendrik Grimmling / Klaus Hähner-Springmühl / Angela Hampel / Johannes Heisig / Michael Hengst / Klaus Killisch / Walter Libuda / Holger Lippmann / Frank Maasdorf / Michael Morgner / Hans Scheib / Hans Scheuerecker / Wolfgang Smy / Gerd Sonntag / Ulla Walter / Karla Woisnitza. www.bwazg.pl

Aktionen & Projekte

Berlin: "Erdbeben" in der Galerie im Körnerpark

"Constructing the earthquake" nennt sich eine Installation von Folke Köbberling und Sharon Paz in der Berliner Galereie im Körnerpark (ab 28. April 2017). Sie "benutzt das Erdbeben als Metapher für unterschiedliche Formen gesellschaftlicher und emotionaler Erschütterungen. Angesichts der zunehmenden Globalisierung und den diffusen Gefühlen von Kontrollverlust und Unsicherheit fragen die Künstler*innen nach der Eigenverantwortung des Menschen für seinen Lebensraum und suchen nach Wegen, um mit den neuen Realitäten flexibler umzugehen. In ihrem Video-Installationen thematisiert Sharon Paz alltägliche Momente der Verunsicherung, wie sie Menschen erfahren, die von Flucht, Migration und globaler Mobilität betroffen sind: Die Künstlerin untersucht reale und virtuelle Grenzen und findet Bilder für Situationen zwischen Innen und Außen, Zugehörigkeit und Ausgeschlossen-Sein. Paz zeigt Projektionen, in denen sich verschiedene Wirklichkeitsebenen durchdringen und fordert die Besuchenden auf, mit dem eigenen Schatten Teil der Bildwelt zu werden. Folke Köbberling rüttelt mit ihren künstlerischen Aktionen an eingefahrenen Denkmustern über so alltägliche Dinge wie den Automobilverkehr. Wieso gelten Autos als Notwendigkeit, obwohl sie Luft und Lungen verschmutzen und große Teile des öffentlichen Raumes verschandeln? Würden Bürgerunruhen ausbrechen, wenn man den Individualverkehr verböte, weil er Todesfälle und Verstümmelungen verursacht? Köbberlings Arbeiten unternehmen absurde Modellversuche für einen autofreien Stadtraum, die zur Stellungnahme herausfordern". Parallel dazu wurde am Eröffnungsabend  eine Performance von Chryssa Tsampazi mit einer Vokalkomposition zu Frank Kafka geboten. www.kultur-neukoelln.de

Aktionen & Projekte

KunstFestSpiele Herrnhausen

Der Dirigent Ingo Metzmacher ist neuer Intendant der KunstFestSpiele Herrnhausen in Hannover. Die Veranstaltungsreihe bietet eine enge „Verbindung von Musik, Theater, Film, Performance, Ausstellung und Installation“ und geht in den barocken Herrnhauser Gärten mit Orangerie und Galerie vom 13. bis 26. Mai 2016 über die Bühne. Zugleich werden aber auch neue Spielorte erschlossen: für Arnold Schönbergs „Gurre-Lieder“ ist der Kuppelsaal des HCC reserviert, wo zehn Chöre aus Hannover den Abend bestreiten. Das Hagen Quartett gastiert in der Christuskirche, und das Ensemble Modern führt seine Video-Oper „Three Tales“ von Steve Reich und Beryl Korot in der Musikhochschule von Hannover auf. Genaues Programm siehe unter www.kunstfestspiele.hannover.de

Personalien

Florian Steininger neuer Direktor in Krems

Florian Steininger übernimmt im Juli 2016 die künstlerische Leitung der Kunsthalle Krems. Im Mai stellt der neue Direktor seine Programmstrategie und erste Ausstellungsprojekte öffentlich vor. Bereits jetzt weiß man, dass er verstärkt auf die Gegenwartskunst setzen wird.

Galerien & Auktionshäuser

Gerhard Mantz: Computersimulationen

Gerhard Mantz interpretierrt die emotionalen Kategorien der Landschaftsbetrachtung am Computer. Was wir bei einem kitschig anmutenden "Postkarten"-Sonnenuntergang empfinden oder die Maler der Romantik im 19. Jh. an Stille aus Ausdruck der Erhabenheit von Natur festhalten wollen, lotet Mantz mit einer digitalen Bildsprache aus. Die Galerie A®tlantis Stuttgart stellt von 12. Mai – 17. September 2016 in einer Einzelausstellung in ihrer Stadt-Galerie Arbeiten aus verschiedenen Themenfeldern des in Berlin lebenden Künstlers aus: Von kleinformatigen Pflanzenstudien über abstrakte Arbeiten, die durch ihr ausgeklügeltes Spiel von Farbe und Form bestechen, bis hin zu Großformaten von Wolkenformationen und Seestücken. www.galerie-artlantis.eu/

Aktionen & Projekte

Radevormwald: Künstlerfahnen

Rita Rohlfing, Acht Fahnen, Installation im öffentlichen Raum von Radevormwald, 2017, Foto: Courtesy Kunst-Initiative Radevormwald.

Die Kölner Künstlerin Rita Rohlfing bekam den Auftrag, in Radevormwald acht Fahnen im Format von jeweils 400 x 120 cm „ortsbezogen zu gestalten. Die Motive zeigen Ausschnitte aus einer Rauminstallation im Clemens Sels Museum, Neuss“ und wurden auf einer Verkehrsinsel in einem Kreisverkehr installiert. Die private Kunst-Initiative Radevormwald bemüht sich, „aktuelle Kunst nicht nur temporär, sondern auch dauerhaft außerhalb der großen kulturellen Zentren zu etablieren“. Mit dem Auftrag an Rohlfing verbucht die Initiative einen Sieg gegen den eher konservativen Kunstgeschmack der Stadtoberen, die die neue Verkehrskreisel ursprünglich lieber mit einer „spießigen 'rostigen Familie'“ (O-Ton Kunst-Initiative) dekorieren wollte, nach „beharrlichem Intervenieren“ jedoch zugunsten des Fahnenprojekts nachgab. An der Stelle des heutigen Kreisels befand sich früher ein Stadttor, und Rohlfings Installation spielt darauf an, dass Stadttore früher häufig mit Fahnen und Bannern geschmückt wurden. „Allen acht Fahnen ist gemeinsam, dass sie unterschiedliche Rottöne zeigen. Das Rot der Fahnen, das sich ebenfalls in den Stadtfarben wiederfindet, dringt in den Raum, die Umgebung ist diffus zu erahnen...“

Aktionen & Projekte

Bieler Fototage

Die Bieler Fototage sind für den 5. bis 28. Mai 2017 angekündigt. Die Themenausstellungen widmen sich u.a. „Crowd workers im Dienste der künstlichen Intelligenz“ (Sebastian Schmieg), „Gegenständen unter Belastung“ (Ismaïl Bahri, Annegien Van Doorn, Simon Rimaz), einem „legendärer Forscher“ (David Fathi), der „verräumlichten Zeit“ (Ola Lanko) sowie „einer Stadt, die alle Rekorde schlägt“ (Steeve Iuncker) und „einem Fotograf, der sich in Pose wirft. (Trmasan Bruialesi/Rudolf Steiner). Weitere Themen sind „Radioaktivität in Aktion“ (Julian Charrière), „adipöse Tiere“ (Melanie Bonajo), und „eine Wette auf die Unsterblichkeit“ (Dominique Koch, Daan Paans). Die Fachtage des Festivals widmen sich dem Projekt „Image +“: „Fotografie kann heutzutage auf einer Vielfalt von Materialien dargestellt werden: von Druck zu Pixeln, von Seiten zu Bildschirmen, von statisch zu bewegt. Welche Chancen und Gefahren bieten sich Bild-Machern und Herausgebern, welche die hybride Natur der Fotografie ergründen möchten? Welche zeitgenössischen Praktiken kommen zum Einsatz bei der Arbeit und Verbreitung von fotografischen Inhalten? Was heisst «herausgeben» konkret im Zeitalter der Informationsüberflutung, und welche alternativen Publikationsstrategien gibt es für das neue Bild? Auf welche neuen Plattformen kann der «Post-Fotograf» zurückgreifen? Im Rahmen einer Serie von Ateliers, die auf eine kleine Gruppe von Profis (Fotografen, Verleger, Kuratoren…) zugeschnitten sind, wurden vier Künstler eingeladen, diese Themen zu diskutieren und mit den Teilnehmenden Werke zu kreieren: Sebastian Schmieg, Kamilia Kard, Ola Lanko, Emmanuel Crivelli.“ www.bielerfototage.ch

Ausschreibungen

Ankäufe durch das Land Salzburg

Das Land Salzburg kauft Werke zeitgenössischer Kunst in den Disziplinen Zeichnung, Malerei, Fotografie, Skulpturen, Objekte und Keramik. Da diese in halböffentlichen Räumen (Büros, Sitzungszimmern etc. gehängt und gestellt werden, „kommen große Rauminstallationen und technisch aufwendig zu betreuende Objekte derzeit nicht in Betracht. Videoarbeiten werden nur in Kombination mit Stills angekauft; dafür sind DVDs und Ausdrucke des Films einzureichen... Es können sich Künstlerinnen und Künstler bewerben, die in Salzburg geboren wurden oder die seit mindestens fünf Jahren in Salzburg leben und arbeiten...“ Deadline: 2. Juni 2017. Einzureichen sind Fotos, Papierausdrucke und Kataloge, keine CDS und keine DVDs. Postadresse: Land Salzburg, „Kunstankäufe des Landes”, Abteilung 2, Referat Kunstförderung und Kulturbetriebe der Salzburger Landesregierung, Franziskanergasse 5a, 2. Stock, 5010 Salzburg.

Ausschreibungen

Stiftung Kunstfonds

Die Stiftung Kunstfonds fördert Ausstellungen zur zeitgenössischen bildenden Kunst mit nationalem Schwerpunkt sowie Publikationen und Dokumentationen zur zeitgenössischen bildenden Kunst mit nationalem Schwerpunkt. „Künstlergruppen (auch projektbezogene freie Gruppen) können neben Kunstvereinen, Artotheken, Galerien, Museen und Organisatoren künstlerischer Projekte Zuschüsse für modellhafte und überregional bedeutsame Ausstellungen vorwiegend deutscher bzw. dauerhaft in Deutschland lebender bildender Künstler/ innen beantragen.“ Finanziert werden bis zu 50 bzw. 75 % der Projektkosten, jedoch höchstens 25.000 bzw. 35.000,- Euro. Der Bewerbungsschluss für alle Förderprogramme ist der 30. Juni 2017. Kontakt:, Stiftung Kunstfonds , zur Förderung der zeitgenössischen bildenden Kunst
, Weberstraße 61, 53113 Bonn, Tel.: 0228-915341, info@kunstfonds.de, Infos und Antragsformulare: www.kunstfonds.de

Ausschreibungen

Kinderbuchillustration

designaustria schreibt in Zusammenarbeit mit dem Luftschacht Verlag, dem Institut für Jugendliteratur sowie der Kunstsektion des Bundeskanzleramts Österreich, einen Illustrationspreis für ein vollständig illustriertes, jedoch unveröffentlichtes Kinderbuchprojekt, aus. Einzureichen ist von Illustratoren aus Österreich das fertige Projekt „in einer Form, aus der das künftige Buch ersichtlich ist“. Eswird eine Teilnahmegebühr von 25 Euro (designaustria-Mitglieder 15 Euro) erhoben. Preisgeld: 2.500 Euro. Deadline: 30. Juni 2017. Infos und Kontakt: designaustria im designforum Wien, MQ, Museumsplatz 1, 1070 Wien, Kennwort: »Romulus-Candea-Preis«, www.designaustria.at

Aktionen & Projekte

Ai WeiWei gestaltete Tageszeitungen

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hatte den Künstler AiWeiWei eingeladen, zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai 2016 die Titelseite für deutsche Tageszeitungen zu gestalten. Am 3. Mai 2016 hatten afrikanische Journalisten in Windhoek (Namibia) eine Grundsatzerklärung veröffentlicht, in der freie, unabhängige Medien auf dem afrikanischen Kontinent und in aller Welt eingefordert werden. Die Botschaft dieses Jahrestages lautete, "dass jeder Journalist überall auf der Welt das Recht haben muss, frei und ohne Angst berichten zu können." Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" vergleicht in ihren Jahresberichten die Situation der Pressefreihit in 180 Länsdern. Deutschland liegt 2015 in der Liste auf Platz 12. Im jüngsten Bericht beklagen "Reporter ohne Grenzen" vor allem "gezielte Unterdrückung oder Manipulation der Medien in Konfliktregionen wie der Ukraine, Syrien, dem Irak und den Palästinensergebieten". Ai WeiWei nimmt derzeit eine Gastprofessur in Berlin wahr.

Museen & Institutionen

Bonn: Dialogführung mit Kasper König

Für Mittwoch, den 11. Mai 2016, um 19 Uhr lädt das Kunstmuseum Bonn zu einer Dialogführung ein: Der Ausstellungsmacher und ehemalige Direktor des Museum Ludwig in Köln, Kasper König, begibt sich mit Kurator Dr. Christoph Schreier in einen Diskurs über die aktuelle Ausstellung „Susanne Paesler“. Die Berliner Künstlerin Susanne Paesler "ist zu früh verstorben, um sich in der Kunstwelt einen großen Namen machen zu können." Die jetzige Überblicksausstellung im Kunstmuseum Bonn ist die erste ihrer Art im Rheinland. Zu sehen sind 40 ihrer Werke aus den Jahren 1991 bis 2006. "Auf den ersten Blick ähneln Paeslers Bilder den sich in der Sammlung des Kunstmuseums befindenden Stoffbilder von Blinky Palermo, den stofflichen Malgründen Sigmar Polkes oder Rosemarie Trockels Stick- und Strickbildern. Man kann in ihren Werken auch Zitate von Jackson Pollock und Lucio Fontana erkennen. Woher diese Referenzen rühren und was Susanne Paesler zu einem Kind der postmodernen Zeit macht – auch diesen Fragen soll im Rahmen der Veranstaltung... nachgegangen werden." www.kunstmuseum-bonn.de

Galerien & Auktionshäuser

Berliner Gallery Weekend: gut besucht

Zufrieden können die Organisatoren des Berliner Gallery Weekends sein - man zählte ca. 25.000 Besucher. Neben den 54 offiziellen Teilnehmern hatten auch zahlreiche andere Galerien und Kunsträume ihre Pforten geöffnet. Ein Bericht im "Tagesspiegel" räumt allerdings ein, dass der Besucherstrom zwar viel über das Interesse an zeitgenössischer Kunst, aber wenig über die Kaufbereitschaft der Besucher aussagt. Seitdem die Artforum-Messe eingestellt wurde, begreifen die Veranstalter das letzte Aprilwochenende mit den zahlreichen Vernissagen als Alternative zur Ausrichtung einer Kunstmesse: statt teurer Messekojen bespielt man lieber die eigenen Räume. Und oinnerhalb eines Stadtteils wie Berlin-Mitte können auch alle Adressen bequem fußläufig abgeganhgen werden. Allerdings machen auch Galerien in Friedrichshain-Kreuzberg, Charlottenburg-Wilmersdorf und Tempelhof-Kreuzberg mit. "Hot Spots sind die Potsdamer Straße, Lindenstraße 34/35, Rudi-Dutschke-Straße, Markgrafenstraße", weiß der "Tagesspiegel".

Hochschulen

Gregor Schneider: "Wen juckt Zensur heute noch?"

Als der Bildhauer Gregor Schneider zur Ruhrtriennale in Duisburg unter dem Titel "Totlast" eine Tunnelröhre inszenieren wollte, sagte der OB Sören Link das Projekt kurzerhand ab - die Idee erinnere zur sehr an das Unglück der Love Parade; die Stadt sei noch nicht reif für solch ein Kunstwerk. Realisiert wurde das Projekt schließlich 2014 in Bochum, doch Gregor Schneider hatte allen Grund, dem Duisburger Politiker Zensur vorzuwerfen. Duisburger Bürger protestierten damals gegen die Bevormundung durch ihren OB, und der Sammler Horst Spankus zog aus Solidarität mit Gregor Schneider seine Leihgaben aus dem örtlichen Lehmbruck-Museum ab. Als Schneider zur Biennale von Venedig 2003 seine Installation "Cube" realisieren wollte, als schwarzen Würfel, der die Kaaba in Mekka und das "Schwarze Quadrat" von Kasimir Malewitsch reflektiert, schritt die Regierung in Rom ein und verbot die Aufstellung. Biennale-Präsident Davide Croff teilte dem Bildhauer per E-Mail mit, in Rom habe man sich dazu entschieden, "aufgrund seiner politischen Natur" auf das Werk zu verzichten. Auch in Berlin empfand man eine Aufstellung vor dem Hamburger Bahnhof als zu heikel - Peter Klaus Schuster, Generaldirektor der Staatlichen Museen, legte sein Veto ein. 2007 zeigte der Künstler dann dieses Werk schließlich auf dem Gelände der Hamburger Kunsthalle, und dies mit ausdrücklicher Billigung des Vorsitzenden der norddeutschen Muslim-Gemeinden: der Islam verbiete nicht die Nachbildung der Kaaba. Im Rahmen der "Münster Lectures" an der Kunstakademie Münster spricht Gregor Schneider am 10. Mai 2016 um 18 Uhr im Hörsaal der Akademie über seine persönlichen Erfahrungen mit Kunstzensur. Provokanter Titel: "Wen juckt Zensur heute noch?"

Biennalen

Berlin Biennale

Klaus Biesenbach rief die Berlin Biennale 1998 ins Leben; Vorbild war der „Aperto“-Bereich auf der Biennale von Venedig als Forum für jüngere zeitgenössische Kunst, zu dessen geistigen Paten wiederum 1980 Harald Szeemann gehörte. Die Organisation der diesjährigen Berlin Biennale (4. Juni bis 19. Sept. 2016) liegt wieder in Händen des KW-Institute for Contempoary Art. Veranstaltungsorte sind verschiedene Adressen in Berlin, als Kuratoren wurde das New Yorker Kollektiv DIS mit den Mitgliedern Lauren Boyle, Solomon Chase, Marco Roso und David Toro berufen. Generell sind die Kuratoren dieser Biennale „aufgefordert sind, in einen Dialog mit der Stadt Berlin, ihrer Öffentlichkeit, den Kunstinteressierten sowie auch mit den Künstlerinnen und Künstlern zu treten.“ DIS hat sich auf kulturelle Interventionen in einer recht großen Spannweite spezialisiert, die von ortsspezifischen Galerie- und Museumsausstellungen bis zu Online-Projekten reicht. Seit 2013 betreibt DIS auch eine Bildagentur, der Künstler Material für den privaten wie kommerziellen Gebrauch zur Verfügung stellen.

Aktionen & Projekte

Guy Ben-Ary im Art Laboratory Berlin

Guy Ben-Ary, im Labor arbeitend 

Das Art Laboratory Berlin besteht seit 2006 als Initiative vonTeam von Kunsthistorikern und Künstlern. Der Kunstverein bietet eine „Plattform für interdisziplinäre Ausstellungsprojekte im internationalen Kontext. Das Hauptinteresse gilt dabei der Präsentation und Vermittlung zeitgenössischer Kunst an der Schnittstelle von Kunst, Wissenschaft und Technologie“. Am 5. Mai 2017 lädt das Team zu einem Künstlergespräch mit Guy Ben-Ary ein. Er „ist Künstler und Forscher bei Symbiotica, dem künstlerischen Labor an der University of Western Australia, das sich der Forschung, dem Lernen und der praktischen Auseinandersetzung mit den Lebenswissenschaften widmet. Ben-Ary, als Künstler und Innovator in Wissenschaft und Neuen Medien international anerkannt, spezialisiert sich auf biotechnologische Kunstwerke, mit denen er unser Verständnis darüber, was lebendig ist, bereichern will... In seinem Gespräch wird Guy Ben-Ary einige der Methoden und Theorien vorstellen, die für seine künstlerische Praxis grundlegend sind, und beispielhaft vier seiner großen Projekte der letzten zehn Jahre erläutern“ (5. Mai 2017, 20 Uhr, Prinzenallee 34). Außerdem ist das Art Laboratory Berlin an der Ausrichtung der Vorträge und Gespräche beteiligt, die am 12./13. Mai 2017 im Haus der Kulturen der Welt zu den Technosphärenklängen stattfinden. In dieser Veranstaltungsreihe werden „musikalische Projekte an der Grenze zu Kunst und Wissenschaft“ vorgestellt.

Personalien

Frieder Burda 80 Jahre

Frieder Burda, Kunstsammler, feierte seinen 80. Geburtstag. 2004 eröffnete er in seiner Heimatstadt Baden-Baden ein Museum. Seine Sammlung umfasst mehr als 1.000 Werke vom deutschen Expressionismus und dem abstrakten Expressionismus bis zur Kunst nach 1990. Zu den wichtigen Ankäufen aus jüngerer Zeit zählt das „Kanzler-Bild“ von Andreas Gursky.

Museen & Institutionen

Swiss Pop Art

Barbara Davatz, Souvenirs aus Appenzell, 1968, Silbergelatineabzug auf Barytpapier, handkoloriert, 38.2 x 28.4 cm, Leihgabe der Künstlerin

Mit Swiss Pop Art präsentiert das Aargauer Kunsthaus vom 2. Mai bis 1. Oktober 2017 eine umfassende Schau über die Pop Art in der Schweiz von 1962 bis 1972. Die Sonderausstellung umfasst rund 270 Werke von 51 Künstlern. Swiss Pop Art vereint "Gemälde, Papierarbeiten, Skulpturen, Filme und Objekte von Kunstschaffenden wie Fernando Bordoni, Samuel Buri, Niki de Saint Phalle, Emilienne Farny, Franz Gertsch, Rosina Kuhn, Urs Lüthi, Markus Raetz oder Peter Stämpfli. Die Werke stammen aus dem Besitz der Kunstschaffenden, aus diversen Museums- und Privatsammlungen und aus der Sammlung des Aargauer Kunsthauses. Viele der Arbeiten wurden kaum je in Ausstellungen gezeigt und erlauben es dem Publikum, zahlreiche Neuentdeckungen zu machen". Parallel dazu zeigt in der zweiten CARAVAN-Ausstellung in diesem Jahr zeigt der Zürcher Kevin Aeschbacher Malerei," in der sich digitale Ästhetik mit analoger Bildproduktion verbindet". www.aargauerkunsthaus.ch

Biennalen

Dak'Art Biennale

Seit 1992 bzw. 1996 wird eine Biennale für zeitgenössische afrikanische Kunst in Dakar (Senegal) als Dak'Art Biennale ausgerichtet; die historischen Wurzeln reichen bis in die 1970er Jahre zurück, als lokale Künstler begannen, jährliche Ausstellungen zu organisieren. Bei den ersten Biennalen in Dakar war auch Textilkunst noch sehr stark vertreten; darauf verzichten die Ausrichter nun, ebenso auf Häkelobjekte – stattdessen nehmen jetzt die digitalen Künste mehr Raum ein. In diesem Jahr (3. Mai - 2. Juni 2016) nehmen Künstler u.a.aus Südafrika, der Demokratischen Republik Kongo, Burkina Faso, Nigeria, Äthiopien, Malawi und dem Sudan teil, außerdem afrikanische Künstler, die in Europa in der Diaspora leben. Insgesamt sind es 65 Künstler; Kurator ist Simon Njami.

Preise

Hannah Höch-Preis für Cornelia Schleime

Cornelia Schleime erhält den Hannah-Höch-Preis 2016. Der Förderpreis geht an Tatjana Doll. Die beiden Preisträgerinnen stellen vom 25. November 2016 bis zum 24. April 2017 in der Berlinischen Galerei aus. Schleime gehörte seinerzeit zur Gegenbewegung gegen die offizielle Kunstpolitik in der DDR und siedelte 1984 von Ostberlin in den Westteil der Stadt über. Dort vollzog sie zunächst ihre in der DDR zurück gelassenen Werke nach, bevor sie sich in den 1990er Jahren auf großformatige Porträts und Figurenbilder konzentrierte. Tatjana Doll setzt sich in ihren großformatigen Bildern mit der Massenkultur auseinander.

Galerien & Auktionshäuser

Atelier-Genossenschaft und Berliner Immobilienmarkt

Bis zum Herbst 2017 ziehen 30 Künstler in ein neues Atelierhaus in Berlin-Charlottenburg ein. Da durch die Gentrifizierung mit steigenden Mieten immer mehr Künstler aus den zentralen Bezirken der Hauptstadt verdrängt werden, haben sie die AHGB-Atelierhaus-Genossenschaft-Berlin eG gegründet. Diese erwarb als „Gegenmodell“ zu der Entwicklung auf Berlins Immobilienmarkt ein Haus an der Adresse Stiefring 7. Hier können sie nun ohne Existenzsorgen arbeiten: es gibt keinen Investor, der das Gebäude teuer vermarkten will, und niemand muss um seine Bleibe zittern, weil er eine Kündigung fürchtet, etwa durch zukünftigen Wegfall der kommunalen Atelierförderung für ihn. Für die kleinste Raumeinheit von 20 qm Atelierfläche konnte man sich bereits mit einem Anteil von 8.000 Euro Einlage in das Projekt einkaufen; die Miete soll alsdann „langfristig“ bei 8 Euro/Monat bleiben. Knapp zwei Drittel der Erwerbskosten finanzieren die Initiatoren über eine Berliner Bank, den Rest mit Eigenmitteln. Öffentliche Fördermittel oder politische Unterstützung gab es nicht; an das Land Berlin mussten die Künstler 80.000 Euro an Grunderwerbssteuern überweisen. Auch kommerzielle Galerien und selbstorganisierte Kunsträume stehen in Berlin mitunter vor Raumproblemen – 27 Jahre nach dem Mauerfall sind die meisten zentral gelegenen Stadtviertel durchsaniert: wo die Immobilienwirtschaft potenzielle Anleger mit „guten Renditeprognosen“ umgarnt, dürfte man in „1 A -Lagen“ für Ladenlokale und Einzelhandelsimmobilien wie Kurfürstendamm/Tauentzienstraße, Wilmersdorfer Straße, Alexanderplatz, Friedrichstraße, Hackescher Markt als Galerist nur etablierte hochpreisige Künstler im Programm haben, um sich an solch einem Standort behaupten zu können. Nur in Randlagen wie Rudow oder Lichtenrade sind die Gewerbemieten für Läden und Werkstätten noch halbwegs erschwinglich. Der Kunsthandel im Internet kann zwar auf repräsentative Räume in teuren Lagen für Vernissagenempfänge etc. verzichten, braucht für seine Ware dennoch Lagerräume in Real-Immobilien. www.ahgb.info

Biennalen

Berlin Berlinale gibt Künstlerliste bekannt

Am 3. Juni 2916 beginnt die aktuelle Berlin Biennale. Die Veranstaltung wird zum neunten Mal ausgerichtet. Sie „will die Paradoxien greifbar machen, die die Welt im Jahr 2016 zunehmend prägen: das Virtuelle als das Wirkliche, Nationen als Marken, Menschen als Daten, Kultur als Kapital, Wellness als Politik, Glück als Bruttoinlandsprodukt und so weiter. Sie wird dafür an verschiedenen Orten, die immer auch einen Hauch von der „Paradessenz“ (Paradox + Essenz) unserer Zeit verströmen, Gestalt annehmen: In der Akademie der Künste, der ESMT European School of Management and Technology, der Feuerle Collection, auf dem Fahrgastschiff Blue-Star der Reederei Riedel und in den KW Institute for Contemporary Art.“ Eingeladen sind 120 Künstler: # 69, Antoni Abad Halil,  Altindere Ei Arakawa in collaboration with Dan Poston, Stefan Tcherepnin, Korakrit Arunanondchai/Alex Gvojic, atelier le balto, Armen Avanessian/Alexander Martos in collaboration with Christopher Roth åyr, Will Benedict, Julien Ceccaldi Centre for Style in collaboration with Anna-Sophie Berger, Burkhard Beschow & Anne Fellner, Max Brand, Rare Candy, Susan Cianciolo, Marlie Mul, Liam Osborne, H.B. Peace & Kate Meakin, Joshua Petherick, Lin May Saeed, Eirik Sæther Brody Condon CUSS Group in collaboration with ANGEL-HO, FAKA, Megan Mace NTU, sowie Kathleen Daniel Debora Delmar Corp., Simon Denny, Cécile B. Evans,Nicolás Fernández, Lizzie Fitch/Ryan Trecartin, Simon Fujiwara, GCC, GUAN Xiao, Calla Henkel/Max Pitegoff, Camille Henrot, Yngve Holen, Calla Henkel/Max Pitegoff, Camille Henrot, Yngve Holen, Alexa Karolinski/Ingo Niermann, Josh Kline, Korpys/Löffler, Nik Kosmas, Christopher Kulendran Thomas, M/L Artspace, Shawn Maximo, Ashland Mines, New Scenario Katja Novitskova, Trevor Paglen/Jacob Appelbaum, Juan Sebastián Peláez, Adrian Piper, Alexandra Pirici, Josephine Pryde, Puppies Puppies, Babak Radboy, Jon Rafman, Timur Si-Qin Lucie Stahl, Hito Steyerl, TELFAR, Wu Tsang, Anna Uddenberg, Amalia Ulman, Anne de Vries. Außerdem stehen auf der Liste: Anthem: Abu Hajar, Halil Altindere, Math Bass, Lizzi Bougatsos & Brian Degraw, Elysia Crampton, Lizzie Fitch/Ryan Trecartin, Isa Genzken, Juliana Huxtable, Kelela, Nguzunguzu, Adrian Piper, Fatima Al Qadiri, Carles Santos, Jacolby Satterwhite, Hito Steyerl, Total Freedom, Amalia Ulman, Nick Weiss und andere LIT: Will Benedict, Dora Budor, Cao Fei, Simon Dybbroe Møller, Roe Ethridge, Hood by Air, Bjarne Melgaard, Zanele Muholi, Johannes Paul Raether, Torbjørn Rødland, Akeem Smith, Martine Syms, Stewart Uoo Open Workout: Nina Cristante, Sabine Gottfried, Nik Kosmas, Lesley Moon, Helga Wretman Not in the Berlin Biennale: Frank Benson, Asger Carlsen, Casey Jane Ellison, Roe Ethridge, Avena Gallagher, Tilman Hornig, Chris Kraus, Bjarne Melgaard, Jason Nocito, Sean Raspet, Andrew Norman Wilson, Anonymous, Anonymous, Anonymous. bb9.berlinbiennale.de

Aktionen & Projekte

Women at Work

Vom 13. Mai bis zum 14. Juli 2916 ist im Oldenburger Edith-Russ-Haus für Medienkunst eine Gruppenausstellung mit Werken von Olga Chernysheva, Im Heung-soon, Wendelien van Oldenborgh und Anette Rose zu sehen. „Die Ausstellung soll zu den Diskussionen über das Verhältnis zwischen feministischen Ideen und der gegenwärtigen Situation erwerbstätiger Frauen vor dem Hintergrund globaler Ökonomien und sich schnell verändernder Gesellschaften beitragen.“ Ein Symposium „Burnout Feminism?“ begleitet das Projekt. Noch immer arbeiten auch in den Industrieländern vor allem Frauen in sogenannten „Leichtlohngruppen“ - im schlecht bezahlten Reinigungsgewerbe oder an der Supermarktkasse sind fast nur Frauen beschäftigt. Außerhalb Europas ist die Ausbeutung von Frauen als billiger Arbeitskraft noch prekärer – wie es z.B. in vielen asiatischen Textilfabriken zugeht, wird immer wieder in den Medien dargestellt. Die Ausstellung „strebt eine zeitgemäße Reflexion über zentrale Fragen der Frauenemanzipation an und kombiniert unterschiedliche künstlerische Praktiken und Herangehensweisen. Dabei setzt sich die Ausstellung mit den klassischen feministischen Idealen von Gemeinschaftlichkeit, Solidarität und Gleichheit in Zeiten von 'verführten' und kommerzialisierten Feminismen auseinander.“ www.edith-russ-haus.de

Aktionen & Projekte

Interval °8 - Performance-Festival in Essen

In Essen kann man am 10. Juni 2016 im Rahmen des Kulturpfadfestes im Glückaufhauspark und am 11. Juni im Kunstraum ERDgesachoss (Essen - Rüttenscheid, Emmastr. 1a) dem Interval-Festival beiwohnen und Performances von Vivian Chinasa Ezugha Bartolomé Ferrando Esther Ferrer, Markus Goessi (CH) Eunhye Hwang sowie Nicolas Puyjalon sehen. Die sechs Künstler „spannen hier den Bogen zwischen Performance Kunst als Prozess und körperlicher Präsenz im Hier und Jetzt“. Die Initiatorin Marita Bullmann „sieht die Organisation von Performancefestivals und -projekten als Teil ihrer künstlerischen Arbeit, daher ist Interval nicht nur ein Performance-Kunst Plattform sondern auch die Erweiterung der eigenen künstlerischen Handlungsstrategie. Für sie stellt die Performance-Kunst erneut mit ihrer Virulenz eine wichtige Position in der zeitgenössischen Kunst dar. Immer dort wo Kunst und Leben radikal interagieren...“ www.paersche.org

Museen & Institutionen

Raketenstation Hombroich Neuss

Yuri Ancarani, Still aus Da Vinci, 2012 © Yuri Ancarani Courtesy der Künstler, Galleria Zero, Mailand und Galerie Isabella Bortolozzi, Berlin

Die Stiftung Insel Hombroich zeigt vom 23. April bis zum 5. Juni 2017 die Trilogie La Malattia del Ferro des italienischen Künstlers Yuri Ancarani. „Kunst und Dokumentation zugleich, widmen sich die drei Filme Il Capo, Piattaforma Luna und Da Vinci mittels einer Ästhetik der Reduktion und Fokussierung dem Verhältnis von Mensch und Maschine in drei hochspezialisierten Arbeitswelten. Die Filme werden im Haus für Musiker des Architekten Raimund Abraham auf der Raketenstation Hombroich präsentiert, das wie ein bauliches Pendant zu den gezeigten Welten wirkt und erstmalig nach seinem Ausbau öffentlich zugänglich sein wird“. In einer neuen Ausstellungsreihe zu klassischen wie neuen Positionen der Fotografie bildet die zweiteilige Ausstellung Fotografische Inkunabeln aus der Sammlung Kahmen I+II den Auftakt (23. April bis 20. August 2017). Die Sammlung umfasst „Höhepunkte der Fotografiegeschichte von der historischen Fotografie bis heute..., darunter auch fotografische Arbeiten bildender Künstler, die dieses Medium gelegentlich genutzt haben. Fotografische Inkunabeln aus der Sammlung Kahmen II wird ab dem 9. September 2017 gezeigt.“ www.inselhombroich.de

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