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Preise

Förderpreis der Europäischen Kulturstiftung

IVA KOVIC, „Bullets Revisited“, Video (2013), Foto: Sven Höhr

Iva Kovic gewann mit ihrer Videoinstallation „Bullets Revisited“ (2013) auf der diesjährigen Dresdner Ostrale-Ausstellung den Förderpreis für Bildende Kunst 2015 der Europäischen Kulturstiftung Pro Europa. An Nguyễn Thế Dung sprach die Jury eine Anerkennung aus. An dem Wettbewerb nahmen alle Ostrale-Künstler unter 35 Jahren teil. www.europaeische-kulturstiftung.com

Biennalen

Florence Biennale

ROLANDO BELLINI, Foto: Courtesy Florence Biennale

La Biennale di Firenze (Florence Biennale) findet vom 17. bis zum 25. Oktober 2015 statt, mithin nur eine Woche lang als selbstfinanziertes Projekt. „Arte e polis“ (Kunst und Stadt) lautet das Thema. Veranstaltungsort ist die alte Militäranlage des Fortezza da Basso. Künstlerischer Direktor ist Rolando Bellini. Für die Auswahl der Künstler steht ihm eine vierköpfige Jury zur Seite. www.florencebiennaleorg.

Messen & Märkte

Internationale Messetermine

1.-4.10. 2015       SWAB Barcelona 1.-4.10. 2015       Texas Contemporary Houston 4.-7.10. 2015       Fine Art Asia Hongkong 7.-11.10. 2015     KIAF Seoul 8.-11.10. 2015      Art Market Budapest 14.-17.10. 2017    Frieze Art Fair London 14.-18.10. 2015    Frieze Masters London 16.-18.10. 2015    Art International Zürich 16. -19.10. 2015   Art Verona 18.-22.10. 2015    Asia Now- Paris Asian Art Fair 21.-25.10. 2015    Slick Art Fair Paris 21.-25.10. 2015    Yia art fair Paris 22.-24.10. 2015    cutlog Paris 23.-27. 10. 2015   Art Elysées Paris 22.-25.10. 2015    FIAC Paris 23.-26.10. 2015    Art Toronto 23.-29.10. 2015    The International Fine Art & Antiques Show New York

Aktionen & Projekte

Radiobrücke

Radioeins vom Rundfunk Berlin-Brandenburg verwandelt sich an vier Tagen in „Radio Ena“ und sendet nicht aus Potsdam, sondern aus Athen. Vom 14. bis zum 17. September 2015 (jeweils von 16 bis 19 Uhr) kommt Radio Ena live aus dem Innenhof des Goethe-Instituts Athen. "Krise, Hilfspaket, Neuwahl und Flüchtlinge – mit diesen Themen ist Griechenland Dauergast in den Medien. Doch was steckt dahinter? Was bewegt die Menschen? Wie verändert sich eine Gesellschaft in einem europäischen Land, in dem der Gang zur Bank keine Selbstverständlichkeit mehr ist? Wie wirkt sich die Krise auf den griechischen Alltag und die Kulturszene aus?.... Radioeins-Reporter geben Einblicke in die Lebenswirklichkeit der Griechen und deren vielfältige Verbindungen zu Deutschland. Sie berichten über das nächtliche Clubleben und darüber, wie sich – allen Wechselfällen zum Trotz – eine neue, junge Kulturszene etabliert, die sich in Performances, Aktionen, Rembetiko-Musik oder Graffitikunst äußert." www.goethe.de

Preise

Preis der Balzan-Stiftung

HANS BELTING, Foto: Internationale Stiftung Preis Balzan

Hans Belting, Kunstwissenschaftler, erhält den Preis der Internationalen Balzan-Stiftung (750.000 Schweizer Franken). Die Auszeichnung wird seit 1961 an Wissenschaftler verliehen; außer Belting gibt es noch drei weitere Preisträger, nämlich den Wirtschaftsgeschichtler Joel Mokyr, den Ozeanografen David Karl und den Astroteilchenphysiker Francis Halzen. Hans Belting ist Emeritus für Kunstwissenschaft und Medientheorie der Staatl. Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. Die Auszeichnung erhält er „für seinen außerordentlichen Beitrag zum Studium des Sichtbaren und der Funktion von Bildern in der westlichen Welt. Für die Originalität seiner interpretatorischen Annäherung an Kunstwerke im Schnittpunkt von Kulturen und Epochen. Für seine engagierte Erforschung der Sprachen der Kunst und deren Bedeutung für das moderne Kunstschaffen...“ www.balzan.org

Preise

Kulturgroschen

WOLFGANG THIERSE, Pressebild von der offiziellen Website www.thierse.de

Wolfgang Thierse (SPD), früherer Bundestagspräsident, wird für sein langjähriges kulturpolitisches Engagenent mit dem Kulturgroschen 2016 gewürdigt. Die Auszeichnung ist undotiert und wird vom Deutschen Kulturrat vergeben. www.kulturrat.de.

Personalien

Museumsdirektor räumt Sessel

Peter Fischer gibt Ende Februar 2016 den Direktorenposten am Berner Zentrum Paul Klee auf. Als Grund nennt er die operative Umsetzung einer neuen Strategie, wie sie die „Dachstiftung Kunstmuseum – Zentrum Paul Klee“ verfolge. Das Zusammenführen beider Museen in einer gemeinsamen Holding-Stzruktur gestaltet sich offensichtlich schwieriger als es vorauszusehen war. www.zpk.org

Preise

Salomon-Preis

JOSEF KOUDELKA, Paris, France, 2015, Copyright: Antoine D'Agata / Magnum Photos (Ausschnitt)

Josef Koudelka nimmt am 7. November 2015 im Essener Folkwang Museum den Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) entgegen. Parallel zu seiner Ausbildung als Luftfahrtingenieur an der Universität Prag arbeitete er in den 1960er Jahren als Fotoreporter und später als Theaterfotograf. Er dokumentierte mit der Kamera den „Prager Frühling“ 1968 (ein Liberalisierungsversuch der tschechoslowakischen Kommunisten, der von den anderen Staaten des Warschauer Paktes militärisch niedergeschlagen wurde) und das Leben der Roma in Tschechien. www.dgph.de

Galerien & Auktionshäuser

Galerien-Umzug

1978 gründete Rita von Braunbehrens ihre Galerie in München. Nach meher als 150 Ausstellungen in 37 Jahren gibt die Galerie nun diesen Standort auf. Frank Molliné hat die Galerie von Braunbehrens übernommen und führt sie unter diesem Namen nun in Stuttgart in der Rotebühlstr. 87 weiter. Zum Auftakt arrangiert er dort eine Gruppenausstellung. www.galerie-braunbehrens.de

Preise

New York-Stipendium

BERENICE GÜTTLER

Berenice Güttler erhält das New York-Stipendium 2016. Die  gemeinsam vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung vergebene Auszeichnung ermöglicht ihr einen zwölfmonatigen USA-Aufenthalt.

Galerien & Auktionshäuser

Neuer kuratorischer Direktor

BERND REISS, Foto: Torsten Tiedge

Bernd Reiß ist neuer kuratorischer Direktor der Konrad Fischer Galerie (Düsseldorf/Berlin). Er war zuvor als Kurator am MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main tätig und dort seit 2008 hauptsächlich für das Programm im MMK Zollamt verantwortlich. www.konradfischergalerie.de

Preise

Karin Hollweg-Preis

TOBIAS HEINE

Tobias Heine, Meisterschüler der Hochschule für Künste Bremen in der Klasse Stephan Baumkötter, wurde als Träger des Karin Hollweg Preises ausgewählt. Der Preis der Karin und Uwe Hollweg Stiftung ist der höchstdotierte Kunstförderpreis aller Kunsthochschulen in Deutschland. Er ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert, wobei eine Hälfte als Preisgeld direkt an die Preisträgerin geht, die zweite Hälfte von der Preisträgerin als Projektmittel für die Realisierung eines Ausstellungsprojektes genutzt werden soll. Der Preisträger nimmt an der Meisterschüler-Ausstellung der HfK Bremen („Aus anderen Gründen“) im Museum Weserburg teil (bis 25. 10. 2015). www.weserburg.de

Ausschreibungen

Dr. Dormagen-Guffanti-Stipendium

Bewerbungsschluss für das Dr. Dormagen-Guffanti-Stipendium ist der 31. Oktober 2015. Teilnehmen könne alle Künstler aus Deutschland aus dem Bereich „Video/Videoinstallation“, die auf dem Gelände der gleichnamigen Stiftung in Köln-Weidenpesch „etwas mit oder für Behinderte“ gestalten wollen. Während der sechsmonatigen Stipendiendauer gilt Anwesenheitspflicht. Leistungen des Auslobers: 770 Euro/mtl. zuzügl. Materialkostenzuschuss von 1.000 Euro und kostenloser Atelierraum. Bewerbungen an: Stadt Köln, Kulturamt, Stichwort Dr. Dormagen-Guffanti-Stipendium 2016, Richartzstr. 2-4, 50667 Köln, Internet: www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/kultur/kulturfoerderung/

Ausschreibungen

Kunststiftung NRW

Die Kunststiftung NRW fördert herausragende Projekte, programmatische Besonderheiten und innovative Konzepte aus den Bereichen Musik, Theater, Tanz, Literatur und visuelle Kunst in Nordrhein-Westfalen sowie spartenübergreifende Projekte von hoher künstlerischer Qualität. Deadline für Projekte im Jahr 2016 ist der 30. November 2015. Altersgrenze in der Rubrik „Förderung/Personen“: 40 Jahre. Einzureichen ist neben der Projektbeschreibung auch ein Kosten- und Finanzierungsplan. Bewerbungen ausschließlich per Post an: Kunststiftung NRW, Roßstraße 133,40476 Düsseldorf. Per E-Mail eingehende Anträge können nicht berücksichtigt werden. www.kunststiftung-nrw.de

Preise

Recycling-Designpreis

PLAKAT ZUM WETTBEWERB (Ausschnitt)

Das Münchner Designer-Team Emmy Galle und Bruno Winter (tubadsign) gewann mit dem Projekt „Den Löffel abgeben – Alltagsbesteck“ den 7. Deutschen RecyclingDesignpreis (2.500 Euro). Ihre Idee ermöglicht ausgedientes Essbesteck wieder gebrauchsfähig zu machen. Der zweite Preis ging an Césare Peeren (Superuse Studios, Rotterdam) für seine Umfunktionierung alter Rotorblätter aus Windkraftanlagen zu skulpturalen Objekten (1.000 Euro). Camilla Carrara belegte den dritten Platz (500 Euro). Das Museum Marta Herford führt zum Wettbewerb bis zum 1. November 2015 eine Ausstellung mit den besten Entwürfen durch. www.marta-herford.de.

Museen & Institutionen

STADT/BILD in Berlin

BRANDLHUBER+ HERTWECK, Mayfried, Dialogic City 2, 2014, in der Berlinischen Galerie, Copyright: Dialogic City

Die Berlinische Galerie, die Deutsche Bank KunstHalle, das KW Institute for Contemporary Art und die Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin eröffnen als Auftakt der Berlin Art Week gemeinsam und unter einem thematischen Dach ihre Ausstellungen. „STADT/BILD“ nähert sich dem Themenkomplex „Stadt“ aus verschiedenen Blickwinkeln. „Es werden Strukturen und Prozesse der Institution Museum, bauliche Entwicklungen sowie soziale, ästhetische und kulturelle Aspekte untersucht. Die Grenzen zwischen Öffentlichem und Privatem sowie der Stadtraum werden ausgelotet, Fragen der Partizipation und Gemeinschaft thematisiert.“ (bis 8. Nov. 2015) www.stadt-bild.berlin

Preise

Folkwang-Preis

HANS-ULRICH OBRIST, Foto: Heinz-Norbert Jocks

Hans-Ulrich Obrist empfängt am 2. November 2015 den Internationalen Folkwang-Preis (25.000 Euro). Die Auszeichnung wird ihm für sein Wirken als Kunstvermittler im Sinne des Museumsgründers Karl-Ernst Osthaus verliehen. Obrist ist seit 2006 Co-Direktor der Londoner Serpentine Gallery und zählt zu den einflussreichsten Kuratoren im Kunstbetrieb.vwww.museum-folkwang.de

Messen & Märkte

ART.FAIR Köln

ART.FAIR Köln, Foto: Copyright Achim Hehn

Einen Monat früher alsd sonst beginnen diesmal in Köln die ART.FAIR und ihre Parallelmesse Blooom. MIt 104 Galerien bespielt die Veranstaltung die Hallen 1 & 2 der koelnmesse vom 24. bis zum 27. September 2015. (Vernissage am 23. September).  Am 24. September (Donnerstag) sind die Messen erstmals im Rahmen der "Late View" von 14 bis 22 Uhr für Besucher geöffnet. In einer Sonderschau wird auf 240 qm ein Einblick in die taiwanesische Kunstszene geboten. Manray HSU kuratiert eine Präsentation mit neun Galerien und ihren Künstlern. Tagestickets kosten 16 Euro, ermäßigt 10 Euro. www.art-fair.de/artfair

Messen & Märkte

abc - art berlin contemporary

GALERIE NEUGERIEMSCHNEIDER, Rirkrit Tiravanija, ohne Titel (Morgen ist die Frage), 2012, Detail, Copyright: R. Tiravanija, Courtesy: der Künstler und Galerie Neugeriemschneider, Berlin

Vom 17. bis zum 20. September 2015 präsentiert sich die abc art berlin contemporary mit 100 Teilnehmern in der Station Berlin am Gleisdreieck. Die Galerien zeigen Einzelpositionen zeitgenössischer Kunst - von etablierten Namen bis aufstrebenden Newcomern. U.a. sind Beiträge von Ai Weiwei, Florian Auer, Katinka Bock, Kate Cooper, Alice Creischer, Björn Dahlem, Karl Holmqvist, Alicja Kwade, Annika Larsson, Michaela Melian, Matt Mullican, Rirkrit Tiravanija und Jorinde Voigt zu sehen. Zum Auftakt wird am 16. September 2015 eine "abc gallery night" geboten: alle teilhenmenden Berliner Galerien öffnen an diesem Mittwochabend zeitgleich ihre Pforten. Außerdem zeigt ihm Rahmen der abc die Ausstellung "Proximities and Desires" eine Auswahl aus Privatsammlungen in der Berliner Kunstlandschaft. Zum ersten Mal haben sich in diesem Herbst Talking Galleries und die Berlin Art Week als Partner zusammen getan und veranstalten am 18. und 19. Sept. zwei Podiumsdiskussionen. www.artberlincontemporary.com/program

Messen & Märkte

Berlin Art Week

BERLIN ART WEEK 2014, Foto: Camilo Brau, Copyright: Kulturprojekte Berlin

Die Berlin Art Week (15. Bis 20. Sept. 2015) umfasst die Ausrichtung der Messe abc – art berlin contemporary, die Positions Berlin – Art Fair, weiterhin das Kooperationsprojekt „Stadt/Bild“ sowie mehr als 20 institutionelle Ausstellungen, Projekträume mit ihren Programmen und Zugang zu  privaten Sammlungen. Ergänzend dazu wird ein Rahmenprogramm mit Preisverleihungen, Gallery Nights, Performances, Filmen und Künstlergesprächen geboten. So wird z.B. in der Berlinischen Galerie ein Einblick in das Archiv des Galeristen René Block geboten, der in seinem Berufsleben auch Leiter des DAAD, des ifa-Instituts und des Kasseler Museums Fridericianum war (bis 16. 2. 2016).

Messen & Märkte

Kunsthalle Wien: Spendenaktion auf der viennacontemporary

KUNSTHALLE WIEN AM KARLSPLATZ, Fotoquelle: Wikipiedia/Gryffindor

Die Kunsthalle Wien bespielt zwei Häuser am Karlsplatz und im Museumsquartier. Als Ausstellungshaus der Stadt Wien präsentiert die Kunsthalle zeitgenössische internationale Kunst. Ihren aktuellen Auftritt auf der Kunstmesse viennacontemporary (24. – 27. September 2015) verbindet sie mit einer Spendenaktion zugunsten des Vereins „Fluchtweg“. Der Verein betreut unbegleitete jugendliche Flüchtlinge. Geplant ist auch eine längerfristig angelegte Kooperation der Kunsthalle mit dem Verein, in deren Zentrum eine enge Zusammenarbeit mit den betreuten Jugendlichen steht. Das diesjährige Talk-Programm der viennacontemporary unter dem Titel „Keys to Contemporary Art” wird von der Kunsthalle Wien (Vanessa Joan Müller und Nicolaus Schafhausen) co-kuratiert. Diskutiert werden aktuelle Themen der Kunstwelt zwischen sozialer und politischer Relevanz, Unterhaltungs- und Eventkultur sowie kommerzieller Spekulation. www.kunsthallewien.at

Messen & Märkte

Berliner Kunstmessen

BERLINER LISTE

Station Berlin in der Luckenwalder Str. 5 ist Veranstaltungsort der abc –art berlin contemporary (17. bis 20. Sept. 2015), dem Gelände des früheren Bahnhofs an der Strecke Berlin-Dresden. Ausrichter ist die abc GWB Veranstaltungs UG, ein Zusammenschluss von Berliner Galeristen. 110-120 Galerien präsentieren künstlerische Einzelpositionen, ergänzt um Performances, Talks und Musikbeiträge. Seit die artforum-Messe 2011 eingestellt wurde, hat sich die abc zum Flaggschiff der Berliner Kunstwoche im September entwickelt, setzt sich mit der Betonung eines experimentellen Charakters nach wie vor vom Profil der klassisch-etablierten Kunstmessen ab. – Ähnlich groß ist die Berliner Liste (17. bis 20. Sept. 2015) mit etwa 112 Teilnehmern, unter denen nicht nur Galerien, sondern auch Projekträume und Künstler zu finden sind. Kurator ist der Kunstkritiker Dr. Peter Funken, der das Programm für das Kraftwerk in Berlin-Mitte zusammen stellt (Ufer Str.8.-11). Im vergangenen Jahr kamen 11.000 Besucher zu der Veranstaltung, die sich als „Entdeckermesse“ versteht. Die dritte Messe Positions Berlin (17. bis 20. Sept. 2015) hat für ihre zweite Ausgabe die Arena Berlin als Veranstaltungsort gewählt, eine Halle mit Tageslichteinfall in Kreuzberg. Hier erlaubt die Fläche von 6.500 qm den Teilnehmern Auftritte in einem „erweiterten Messeformat“. Gründer ist der Galerist Kristian Jarmuschek, der ein Team mit langjähriger Messeerfahrung zusammen gestellt hat (Jarmuschek selbst war früher Co-Direktor der Preview Art Fair). Programmpolitisch setzen Jarmuschek und seine Mitstreiter auf  „ein breites Spektrtum künstlerischer Positionen“, das (auch) die Vielfalt der Berliner Kunstszene widerspiegeln soll. www.positions.de, www.berliner-liste.org. www.artberlincontemporary.com

Personalien

Ammann gestorben

JEAN-CHRISTOPHE AMMANN im Frankfurter Museum für Moderne Kunst, Foto: Wolfgang Träger

Jean-Christophe Ammann, Gründungsdirektor des Frankfurter Museums für Moderne Kunst, starb nach langer Krankheit im Alter von 76 Jahren. Er wirkte bei der Konzeption der Kasseler documenta 1972 mit und betreute 1995 den deutschen Pavillon auf der Biennale von Venedig. Bevor er nach Frankfurt kam, war er Museumsdirektor in Luzern und Basel.

Preise

Goldene Nikas - Prix Ars Electronica

ALEX VERHAEST, „Temps Mort / Idle Times“, Siegerbeitrag zum Ars Electronica-Wettbewerb

Jeffrey Shaw wurde für seine Video-Installation auf dem Linzer Festival Ars Electronica mit einer Mit der Goldenen Nica in der Kategorie „Visionary Pioneers of Media Art“ ausgezeichnet. In dieser Installatiom fasst er 130 Arbeiten aus dem Zeitraum zwischen 1966 und 2015 zusammen. Alex Verhaest ist Preisträger in der Kategorie „Temps Mort / Idle Times“ im Bereich „Computer Animation |Film |VFX“. In seinem Beitrag geht es um ein Familiendrama. Nelo Akamatsu empfing eine Goldene Nica in der Gattung „Digital Musics & Sound Art“. Er bezieht sich dabei auf „Suikinkutsu“, einem Topf mit einem Loch in den japanischen Gärten aus der Edo-Zeit: durch das Loch tropft Wasser und erzeugt dabei Klänge. Gilberto Esparza entwarf „Plantas Autofotosintéticas“ als ein selbstregulierendes System zur Reinigung von Abwässern, was die Jury mit einer Goldenen Nica in der Kategorie „Hybrid Art“ würdigte. Den [the next idea] voestalpine Art & Technology Grant darf das indonesische Frauenkollektiv XXLab (Irene Agrivina Widyaningrum, Asa Rahmana, Ratna Djuwita, Eka Jayani Ayuningtias und Atinna Rizqiana) mit nach Hause nehmen. Sie thematisieren in ihrem Projekt „Soya C(o)u(l)ture“ die Weiterverwertung von Abfällen aus der Sojaproduktion. Gabriel Radwan gewann den Prix Ars Electronica in der Klasse „u19 – Create Your World“ für sein Video „Inside & Between“. Die „Prix Ars Electronica Exhibition“ läuft noch bis zum 13. September 2015. Das Festival Ars Electronica ist am 7. September 2015 zu Ende. www.aec.at

Personalien

Paul Spies: zwei neue Leitungsposten in Berlin

PAUL SPIES, Foto: Sandra Weller, Copyright: Stadtmuseum Berlin

Paul Spies ist ab dem 1. Februar 2016 neuer Direktor der Stiftung des Berliner Stadtmuseums. Bis dahin ist er noch Chef des Amsterdam Museums. Spies soll nach seinem Amtsantritt auch noch das Berater- und Kuratorenteam des Humboldtforums leiten, das ab 2019 an den Start gehen soll. Das Berliner Stadtmuseum ist ein Landesmuseum für die Kultur und Geschichte Berlins. Das Humboldtforum ist im ehemaligen Stadtschloss angesiedelt, von dem drei Seiten originalgetreu wiederaufgebaut werden. Es soll als Kulturforum ein Ausstellungsprogramm über außereuropäische Kulturen und über eine Verzahnung von Natur- und Kulturwissenschaften umsetzen, gemäß dem Wirken der Gebrüder Humboldt, von denen vor allem Alexander Humboldt als Weltbürger und Forscher außereuropäische Kulturen in Feldstudien vor Ort erforschte und dazu Südamerika, die USA und Zentralasien bereiste. Er gilt als Mitbegründer der Geografie als Wissenschaft. Sein Bruder Wilhelm von Humboldt setzte sich für eine humanistische Bildungspolitik ein – ihm haben wir das noch heute weitgehend gültige Ausbildungssystem mit Elementarschule-Gymnasium-Universitätsstudium ohne ständische soziale Schranken zu verdanken. Paul Spies nimmt als Leiter des Beraterkuratoriums eine wichtige Position ein, ebenso wie der Leiter der Gründungsintendanz Neil MacGregor. Er erarbeitet das Konzept für das Humboldtforum zusammen mit dem Leiter der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Helmut Parzinger, und mit Horst Bredekamp von der Humboldt-Universität. Abgesegnet wird es vom Berliner Senat, und der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte im Abgeordnetenhaus erklärt, dass die endgültige Nutzung des Humboldtforums jetzt noch nicht endgültig festgeschrieben sei. In Hinblick auf die Debatte über den künftigen Standort einer Landesbibliothek hatte Müller nämlich erklärt: „Es muss erlaubt sein - bei einem Bau, der 2019 fertig sein soll – zu überlegen, ob wir uns mit dem Konzept bestmöglich aufstellen.“ Man kann also davon ausgehen, dass Paul Spies seine Aktivitäten hauptsächlich wohl auf die Neuausrichtung der Stadtmuseum-Stiftung konzentrieren wird. www.stadtmuseum.de

Preview

Gregor Schneider in Darmstadt

INSTITUT MATHILDENHÖHE DARMSTADT, Einladungsgrafik

2014 wurde Gregor Schneider der Darmstädter Wilhelm-Loth-Preis zuerkannt. Jetzt präsentiert das Institut Mathildenhöhe Darmstadt im Museum Künstlerkolonie vom 27. September 2015 bis zum 31. Januar 2016 eine Ausstellung des Künstlers. „In den historischen Bildhauerateliers des Museums werden neben Skulpturen, Fotografien und Filmen auch drei komplett eingerichtete Räume des Künstlers zu sehen sein. Diese Gesamtkunstwerke werden im Museum Künstlerkolonie in Dialog treten mit der Ständigen Sammlung des Museums, in der Raumkunst von Peter Behrens (1902) und Emanuel Josef Margold (1914) als Raum-in-Raum-Inszenierungen zu sehen sind. Somit ermöglicht die Ausstellung auf der Mathildenhöhe Darmstadt eine neue Sicht auf die zeitgenössische Raumkunst von Gregor Schneider.“ www.mathildenhoehe.eu/ausstellungen/gregor-schneider/

Preview

Redemption Jokes

OREET ASHERY, Bad Company, in The Bureau for Paradoxical Relations, Installation von Sol Calero, nGbK, 2015

Der Kabarettist Jürgen Becker heimste Lacher mit der Pointe ein, wenn es auf der Einladung zu einer Vernissage hieße, der Künstler sei anwesend, dann müsse man dies als Drohung verstehen. Um Humor und Kritik geht es in der aktuellen Ausstellung der Berliner ngbk- Neue gesellschaft der Künste vom 6. September – 15. November 2015. "Mit Blick auf ihre ästhetischen Grammatiken und gesellschaftlichen Kontexte präsentiert das Projekt künstlerische Formen des subversiven Witzes. Wider den patriarchalen Ernst geht es hier um den Einsatz von Humor - auch um kulturellen Phobien die Stirn zu bieten. Inspiriert von queerfeministischen und antikolonialen Praktiken, stellt das Projekt künstlerische Ansätze vor, die das zwiespältige Lachen über soziale und politische Verhältnisse erproben und Stotterzustände in Deutungs- und Macht-verhältnissen erzeugen." Künstlerliste: Oreet Ashery, Young-Hae Chang Heavy Industries, Dolanbay, Amit Epstein, Grit Hachmeister & Claudia Gülzow, Wilhelm Klotzek, Donna Kukama, Bjørn Melhus, Falke Pisano, Studio Spektral und Liam O’Callaghan. www.ngbk.de

Aktionen & Projekte

Die Kunst der Türken

BERTOLD REISS bei dem Workshop Üçüncü auf der Biennale von Sinop im August 2014

Der Düsseldorfer Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen hat im Herbst 2015 eine neue Vortragsreihe begonnen. Thema: „Die Kunst der Türken. Modernisierung als Fiktion“. Den Anfang machen amm 22. Sept. 2015 die Kunsthistorikerin Wendy M Shaw mit einem Vortrag „Making Cubism Turkish...“ und am 23. Sept. 2015 der Künstler Bernhard Reiß mit einer Mischung aus Vortrag und Performance unter dem Titel „Die Auguren“. Die Ausstellung „Die Kunst der Türken“ läuft noch bis zum 8. Nov. 2015. Dabei geht es eben nicht um eine national ein grenzbare Kunst oder um einen Nationalstil, so wie man in früheren Epochen der Kunstgeschichte den deutschen vom französischen Impressionismus zu unterscheiden vermochte oder formalstilistische Nuancierungen zwischen dem italienischen und dem spanischen Barock zu entdecken glaubte. Stattdessen proklamiert der Kunstverein: „Eine Kunst der Türken kann es ebenso wenig geben, wie die Kunst der Deutschen, des Vatikan, der Sheikha Hoor Al-Qasimi oder eine Kunst der kritischen Praxis. Die Kunst der Türken kann somit nur – aber eben immerhin – eine Fiktion sein. Die von Manuel Graf und Hans-Jürgen Hafner kuratierte Ausstellung Die Kunst der Türken stellt eine Fiktion her. Die Ausstellung imaginiert anhand von eigens dafür konzipierten künstlerischen Beiträgen, historischen und aktuellen Kunstwerken, Publikationen und Dokumenten, Vorträgen und Talks aus der Perspektive von heute eine moderne Kunst der Türken. Die Kunst der Türken ist der Entwurf einer hypothetischen Staatskunst...“ www.kunstverein-duesseldorf.de

Aktionen & Projekte

Tüftler und Erfinder

ALF, Steuerbarer Gleitschirm für Krisengebiete, TAO Group, Stuttgart

„Dem Ingenieur ist nichts zu schwör“, heißt es in den Walt Disney-Comics über die Figur des rastlosen und stets einfallsreichen Erfinders Daniel Düsentrieb. Manche Laien sind als Tüftler im Alltag eher schrullige Naturen, manche haben aber auch Bahnbrechendes hervor gebracht, vieles ist technisch sinnvoll, erwis sich jedoch kaufmännische als Flop: Der spätere Bundeskanzler Konrad Adenauer z.B. erfand ein von innen beleuchtetes Stopfei, das man beim Stopfen von Löchern in Textilien unter den Stoff schiebt. Etwa zur gleichen Zeit meldete auch die Firma AEG um 1940 ein Patent für solch ein Stopfei mit Licht an, das sich aber in den Kriegsjahren nicht weiter vermarkten ließ. Viele andere verborgene Erfinder waren weniger prominent, und sie sind auch „nicht mit sensationellen Novitäten in die Geschichte eingegangen“. Ihnen – und ihrem kreativen Potential – spürt der Kunstverein Neuhausen vom 18. Oktober bis zum 29. November 2015 in der Ausstellung „Innovationen“ nach. Es sind Entwürfe zu „technischen Eigenkreationen, kleinen Erfindungen, die die Arbeit erleichtern, Verfremdungen und Hinzufügungen an schon bestehenden Werkzeugen, die deren Anwendung optimieren, eigentümlichen Fundstücken, intelligenten Kreationen und Konstruktionen“. Dazu heißt es: „Die Transformation von Alltagsobjekten und Prozessen aus pragmatischen Erwägungen, aus einem speziellen Bedarf oder Mangel, besitzt Qualitäten, die auch in künstlerischen Prozessen auffindbar sind.“ Parallel zur Ausstellung im Projektraum des Kunstverein Neuhausen (Rupert-Mayer-Kapelle ) sind vom 17. Oktober bis zum 29. November 2015 Künstlerplakate „zur Verbesserung des Alltags“ für den öffentlichen Raum der Kommune Neuhausen zu sehen: Infos hierzu: www. kvnneuhausen.wordpress.com/plakataktion

Aktionen & Projekte

City-Visionen Jena

CITY VISIONS JENA, Ankündigungsgrafik (Ausschnitt)

Ein Licht- und Wissenschafts-Festival namens „City Visions Jena“ sorgt dort vom 8. Bis 11. Oktober 2015 für Erhellung. „Un/Sichtbare Städte lautet das Motto“. Der Lichtparcours umfasst Beiträge von elf Künstlern, darunter Robert Seidel, der bereits 2008 am Lichtfest „Jena leuchtet“ beteiligt war und nun in Wasser- und Gaswerken den „Ursprüngen des Energieflusses“ nachspürt und dabei auf die „Quellen unseres urbalen Lebens“ stoßen will. Alexander Voigt und Jana Voigtmann bieten angesichts der vielfachen Überwachungsmöglichkeiten im Internet den Besuchern die Möglichkeit, mittels „Suchscheinwerfen“ das Prinzip der digitalen Tracking-Technologien zu verstehen. Das Künstlerduo „Sweetshoppe“ inszeniert derweil einen chinesischen Nachtmarkt und Michael Ang bietet den Besuchern den Umgang mit einem „Lichtfänger“ an. Johannes Marschall, Till Fastnacht und Abraham Ornelas Aispuro legen einen Sonnengarten an, während man sich auf dem „Light Walk“ von Sandra Huezo und David Heaton als schattenhafter „Datenkörper“ erleben kann.  Einen Leuchtturm gibt es nicht nur am Meer, sondern während des Festivals nun auch in Jena, dank einer „minimalistischen Lichtinstallation“ von Florian Licht am Hochhausturm JenTower. Mit „Videopainting“ sind Blake Shaw und Sweetshoppe beteiligt, und Ricardo O’Nascimento ist mit einer mobilen Performance im urbanen Raum mit von der Partie. www.city-visions.net

Aktionen & Projekte

Move On

HERBERT MARSHALL MCLUHAN, ca. 1936, historische Aufnahme, Fotograf unbekannt

1964 konstatierte der kanadische Medientheoretiker Herbert Marshall McLuhan (1911-1980) in seinem Standardwerk „Understanding Media“ den ständigen Wandel der Medien. Seiner Theorie nach lösen sogenannte heiße und kalte Medien einander ab: McLuhan prophezeite eine Ablösung der Schriftkultur durch die elektronischen Medien – für McLuhan eine Vertreibung des „integralen und taktilen Stammesmenschen“ mit seinem Weltbild, das auf einer „mythischen Ganzheit“ fußt. Heiße Medien wie die Fotografie, den Kinofilm und den Hörfunk definiert er als detailreich: sie liefern zwar viele unterschiedliche Daten, sprechen jedoch hauptsächlich einen Sinn an und haben deswegen eine geringe Aufmerksamkeitsspanne: das Radio dudelt oft beim Essen oder im Büro im Hintergrund. Kalte Medien wie die Karikatur oder das Fernsehen hingegen verknappen die Information, weswegen die Rezipienten dazu angeregt werden, in multisensorischer Weise die Botschaften zu ergänzen, um einen Witz zu verstehen oder um mit einem speziellen Hintergrundwissen Nachrichtensendungen im TV analytisch beurteilen zu können. Die Anwendung dieser Theorie auf das Internet halten heutige Medientheoretiker für problematisch, obwohl McLuhan Informationsträger wie die DVD oder das Kommunikationsverhalten heutiger Smartphone-Besitzer vorausgesehen hat. Das Werkleitz-Festival „move ON“ beschäftigt sich vom 9. bis zum 25. Oktober 2015 in Halle/Saale in einer Ausstellung und in einer Konferenz mit den Fragen: „Welche Strategien der Gegenöffentlichkeit entstehen im Web 3.0? Wie nutzen Künstler die neuen Technologien? Was sind die Antworten der Fernsehanstalten auf YouTube & Co?“ Zum Auftakt versucht der amerikansaiche Medienexperte Baruch Giottlieb, in einer spiritistischen Séance mit McLuhan in Kontakt zu treten. Anschließend referiert Derrick de Kerckhove, der alsMcLuhan-Nachfolger gilt, über die Medienevolution. „Transformationsprozesse des Bewegtbildes durch das Internet“ und vor allem das Videoportal „Youtube“ stehen während des Festivals im Mittelpunkt der Auseinandersetzungen. Mit von der Partie sind auch konventionelle staatlich geförderte Sender wie der MDR-Mitteldeutsche Rundfunk und ARTE, die bei „move ON“ ihre „Antworten auf die Herausforderungen des digitalen Zeitalters“ präsentieren, und die Künstlerinitiative EMARE mit diversen Beiträgen. www.werkleitz.de

Kulturpolitik

Hamburg: Museumsführungen für Flüchtlinge

SYMBOLISCHE WELCOME-TICKETS der Hamburger Kunsthalle.

Die überwiegende Anzahl der Flüchtlinge, die in diesen Monaten zu uns kommen, wird dauerhaft hier bleiben. Ihnen daher die Integration in den hiesigen gesellschaftlichen Alltag zu ermöglichen, ist auch eine äusserst wichtige Aufgabe für die Kultur- und Bildungspolitik. So bietet die Hamburger Kunsthalle „bis auf weiteres“ zweimal wöchentlich Gratis-Führungen auf Englisch für Flüchtlinge jeden Alters an. Der freie Eintritt gilt auch für die Begleitpersonen. Anmeldungen nimmt das Besucherbüro entgegen unter: besucherbuero@hamburger-kunsthalle.de

Aktionen & Projekte

AA Bronson: Doppelausstellung

AA BRONSON und RYAN BREWER, „Blue“ (detail), 2011 Duratrans-Folie in Leuchtbox, 180 x 240 cm Courtesy: Esther Schipper, Berlin

Der Salzburger Kunstverein und der Grazer Kunstverein führen zwei zeitgleiche Ausstellungen mit AA Bronson durch. AA Bronson ist in diesem Projekt Künstler und Kurator zugleich. Beide Ausstellungen zeigen seine eigenen Werke, gemeinsame Arbeiten mit anderen Künstlern, Performances und Kunstwerke seiner Freunde. Er ist Pionier einer kollaborativen Kunstpraxis und das letzte noch lebende Gründungsmitglied des Kollektivs General Idea (1967-1994). Seine Ausstellung „Garden of Delights“ läuft im Salzburger Kunstverein bis zum 22. November 2015. Die Grazer Ausstellung heißt „Sacre du Printemps“ (bis 29. November 2015). Ein Interview mit AA Bronson ist in "Kunstforum" Bd. 232 nachzulesen. www.salzburger-kunstverein.at., www.grazerkunstverein.org.

Aktionen & Projekte

Steirischer Herbst

STEIRISCHER HERBST, Eröffnung 2014, Foto: thomasraggam.com

Seit mehr als vierzig Jahren ist der „steirische herbst“ in Graz eines der wenigen multi-disziplinär ausgerichteten Festivals für zeitgenössische Künste. Lange bevor die Vernetzung der Künste ihre Zeithöhe gewann, integrierte der „steirische herbst“ Kunst, Musik, Performance, Tanz, Theater, Literatur, Architektur, Neue Medien und Theorie. Das Festival findet in diesem Jahr vom 25. September bis zum 18. Oktober statt und zeigt „aktuelle künstlerische Arbeitsweisen, Handschriften, Diskurse. Die Präsentation von Produktionen ist dabei aber nur der sichtbarste Teil des Programms. Recherchen, Prozesse, Entwicklungen gehören ebenso zu diesem Festival wie spektakuläre Aufführungen, groß angelegte Ausstellungen, raumgreifende Konzerte neuer Musik, architektonische Forschungen, öffentliche Debatten und nächtelanges Feiern.“ Die historischen Wurzeln liegen in der Gründung des Forums Stadtpark 1960 als „Plattform für Kunst, Architektur, Film, Fotografie und Musik.“ Daraus entwickelte sich ab 1968 dann das Avantgardefestival „steirischer herbst“. „So grenzen- und genreübergreifend wie das Festival, so nomadisch ist auch sein Zentrum, das jedes Jahr an einem anderen Ort aufgeschlagen wird. Kaffeehaus, Club, Lounge, Informationsstelle, Akademie, Casino und Konzertraum sind Hauptbühnen“ des Festivals. Gastkuratorin ist Tessa Giblin aus Dublin, die die Hauptausstellung  und mehrere Einzelevents verantwortet. www.steirischerherbst.at

Aktionen & Projekte

Bonn: Sonotopia

HELENE FØRDE

Die Norwegerin Helene Førde ist Preisträgerin des neugeschaffenen Studentenwettbewerbs für installative Klangkunst „sonotopia 2015“. Derzeit realisiert sie eine Klang-Licht-Installation an zwei sich gegenüberliegenden Orten im Zentrum Bonns."Der Glaspavillon über dem Treppenhaus zur U-Bahn-Haltestelle Universität und der Vorplatz der Kreuzkirche und werden mit Klängen aus der Natur, aufgenommen in Bonn, atmosphärisch aufgeladen und vermischen sich mit den städtischen Klängen vor Ort. Zudem leuchtet der Glaspavillon in der Nacht wie ein pulsierender Energiepunkt am Rande des Hofgartens." Laufzeit des Projekts: 17. Sept. bis 18. Okt. 2015. Helene Førde lebt und arbeitet in Bergen (Norwegen). 2014 erhielt sie ihren Master of fine Arts an der Kunst- und Designhochschule Bergen. Die Installation ist Teil des Projekts sonotopia - bonn hoeren 2015 der Beethovenstiftung für Kunst und Kultur der Bundesstadt Bonn. www.bonn-.hoeren.de

Kulturpolitik

„Entartete“ Kunst als Kulturerbe

GEDENKTAFEL an einem ehemaligen Depot für „Entartete Kunst“ in Berlin, Fotoquelle: Wikipedia/Georg Slickers

1930 veröffentlichte der NSDAP-Politiker Wilhelm Frick als Minister für Inneres und Volksbildung in Thüringen den Erlass „Wider die Negerkultur für deutsches Volkstum“. Den Einfluss afrikanischer Plastik auf die Kunst der Kubisten und Expressionisten empfand er als „undeutsch“, und mit diesem Erlass diffamierte Frick die gesamte moderne Kunst als „entartet“. Diesen Begriff übernahmen die Nazis dann ab 1933 reichsweit als Richtschnur ihrer Kulturpolitik: die Museen durften fortan nur noch „deutsche Kunst“ ankaufen, und nach den Olympischen Spielen 1936 verstärkten die NS-Bonzen ihre Bemühungen um eine Entfernung dieser als „entartet“ und Ausdruck von „Kulturverfall“ verhöhnten Kunst aus den Museen und aus Galerieausstellungen, beschlagnahmten fortan auch Kunst aus jüdischem Privatbesitz. Ab Sommer 1937 wurden etwa 21.000 Kunstwerke konfisziert und in Depots verbracht. Etwa 5.000 wurden vernichtet und etwa 8.700 devisenbringend ins Ausland verkauft, von eigens dazu privilegierten Galeristen. In die zwielichtigen Kunstgeschäfte der Nazis war nicht nur der Kunsthändler Hildebrand Gurlitt verwickelt, wie man inzwischen weiß, sondern auch der Galerist Bernhard A. Böhmer. Er galt ebenso wie Gurlitt als eine höchst ambivalente Figur: mit seinen exzellenten Beziehungen zu den NS-Oberen konnte er es als Profiteur an der Raubkunst zum Millionär bringen, sich gleichzeitig aber auch erfolgreich für den Erhalt beschlagnahmter Arbeiten von Ernst Barlach einsetzen. Böhmer wählte 1945 den Freitod. Von seinem privaten Nachlass an Kunstwerken werden 613 Objekte im Kulturhistorischen Museum Rostock aufbewahrt. Sie bilden das bislang bekannte umfangreichste und geschlossene Konvolut an „entarteter“ Kunst in öffentlichem Kulturbesitz und daher wurden nun zehn Objekte aus der Sammlung in das nationale Kulturerbe aufgenommen.

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