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Biennalen

Triennale der Photographie

KRZYSTOF CANDROWICZ, Kurator der 6. Triennale der Photographie Hamburg. Copyright:Krzysztof Candrowicz

Der Sammler und Fotograf F.C. Gundlach initiierte 1999 die erste Hamburger Foto-Triennale. Sie fand damals an vierzig Orten in der Hansestadt statt. 2011 waren es dann schon doppelt so viele Veranstaltungsorte, zu denen 200.000 Besucher strömten. Die jetzige Triennale (18. bisa 28. Juni 2015 )steht unter der künstlerischen Leitung von Krzysztof Candrowicz, Gründer des Internationalen Fotofestivals in Lodz. Vor den Deichtorhallen wird ein Containerdorf eingerichtet, das zehn europäischen Fotofestivals und zehn europäischen Fotoschulen eine Plattform bietet. Zum Festival-Motto „The Day will come“ präsentieren außerdem die Kunsthalle Hamburg, das Haus der Photographie/Deichtorhallen, das Museum für Kunst und Gewerbe, die Stiftung Historische Museen, das Bucerius Kunstforum und der Hamburger Kunstverein Ausstellungen. Das Motto ist ein Bibelzitat und soll „dazu anregen“, über „die Zukunft der Fotografie in technischer und vor allem ästhetischer Hinsicht nachzudenken“. www.phototriennale.de

Ausschreibungen

Kölner Kulturpreis

Bis zum 3. April 2015 kann jeder kulturinteressierte Bürger Kandidaten für den Kölner Kulturpreis vorschlagen. Die Preisverleihung findet am 17. Juni 2015 statt. Der Kölner Kulturpreis ist eine Auszeichnung des Kölner Kulturrats. Er würdigt seit 2010 herausragende Leistungen und wegweisende Entwicklungen der Kultur in Köln ".Kriterien für den 'Kulturmanager des Jahres' sind die erfolgreiche Führung einer Einrichtung oder eines Projekts, die von der Konzeption, über programmatisch-künstlerische Leistungen und Kommunikation, bis Personal und Finanzen alle Segmente betrifft, sowie die Bedeutung in der Kölner Kulturszene. Eine Jury, der namhafte Persönlichkeiten aus der Kultur sowie der Vorsitzende des Kölner Kulturrats Dr. Hermann Hollmann angehören, wählt den Preisträger aus.Das 'Kulturereignis des Jahres' wird im Rahmen der Bevölkerungsumfrage zum „Kölner Kulturindex“ ermittelt. Die Befragten können aus einer Liste von zehn Ereignissen das beste des Jahres 2014 bestimmen.Das Preisgeld von 5.000 Euro für das Kulturereignis stiftet die Generali Deutschland Holding AG." Die Jury des Kölner Kulturpreises kann zudem einen "Ehrenpreis" für Personen oder Einrichtungen vergeben, die sich im besonderen Maße um die Kölner Kultur verdient gemacht haben und die nicht von den anderen beiden Kategorien erfasst werden. www.koelnerkulturrat.de

Hochschulen

Grundschule und Bilderbuchwerkstatt

GRUNDSCHULE DER KÜNSTE, UdK Berlin , Foto: Nick Ash

Olafur Eliassson gestaltete die Bilderbuchwerkstatt in der UdK-Universität der Künste Berlin. Sie wird am 23. April 2015 zusammen mit den Räumlichkeiten einer „Grundschule der Künste“ in Betrieb genommen (Eigenschreibweise: „grundschule_der_künste“). Deren Räume wurden in Kooperation mit der Nachwuchsdesignerin Judith Seng realisiert. Prof. Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, hat die Schirmherrschaft über diese Grundschule übernommen. Als „besonderer Bildungsort“ dient sie von nun an als „Baustein“ für das Berliner Grundschullehramt. Gleichzeitig ermöglicht sie „Kindern, unabhängig von sozialer und kultureller Herkunft, an der Welt der Künste teilzuhaben.“ www.udk-berlin.de

Hochschulen

Kunststudentinnen und Kunststudenten stellen aus

VERA DREBUSCH, „Route“, 2014, Leuchtkasten (70 x 150 x 4,5 cm), Courtesy: KHM Köln

24 Kunsthochschulen in Deutschland entsenden je zwei ihrer besten Studenten oder Teams in den Förderwettbewerb „Kunststudentinnen und Kunststudenten stellen aus“. Für die meisten ist es das erste Mal, dass ihre Arbeiten in musealen Räumen ausgestellt zu werden. So wird z.B. die KHM-Kunsthochschule für Medien Köln in diesem Jahr durch Vera Drebusch und Johannes Bendzulla repräsentiert. Die Wettbewerbsbeiträge aller Nominierten sind vom 16. April bis zum 17. Mai 2015 in der Bonner Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland zu sehen. Der Wettbewerb ist mit 30.000 Euro dotiert und wird vom Deutschen Studentenwerk alle zwei Jahre veranstaltet. www.studentenwerke.de

Hochschulen

Are you series?

JOSCHA STEFFENS, Playground of the Undead, Fotoserie, 2014

28 Studierende der KHM – Kunsthochschule für Medien Köln stellen unter dem Titel „Are you series?“ gemeinsam mit Prof. Johannes Wohnseifer in der Düsseldorfer Sammlung Philara aus. „Die ausgestellten Arbeiten umkreisen das Serielle. Reihen, Wiederholungen und Variationen zeigen sich in verschieden künstlerischen Medien, Formen oder Genres.“ Künstlerliste: Rozbeh Asmani, Julius Brauckmann, Alexander Pascal Forré, Stephanie Glauber, Tim Gorinski, Miriam Gossing, Roman Hahlbrock, Lukas Johannes Heerich, Bastian Hoffmann, Sara Hoffmann, Severin Humboldt, Christoph Kilian, David Lichter, Elisabeth Lolff, Julius Metzger, Kiril Nikolov, Stefanie Pluta, Johannes Post, Rahel Pötsch, Viktor Rosengrün, Daniel Michael Shaw, Şirin Şimşek, Joscha Steffens, Sebastian Thewes, Hermes Villena, Finn Wagner, Anne Weyler, Johannes Wohnseifer, Milosz Zmiejewski. www.khm.de

Hochschulen

Köln: Glasmoog-Ausstellung

ANDREAS HENRICH, „The Limits“, 2014, Laserschnitt, Hochdruck auf Papier

Im „Glasmoog“-Raum der KHM-Kunsthochschule für Medien Köln zeigt Andreas Henrich bis zum 30. Mai 2015 unter dem Titel „Review“ Entwürfe und grafische Arbeiten aus dem Zeitraum 1998 bis 2015. Henrich war bis 2015 an der KHM Professor für mediale Gestaltung. „Zum Abschluss seiner Tätigkeit widmet ihm die KHM eine Ausstellung in Glasmoog, die einen Ausschnitt aus seinem künstlerischen Schaffen dieser Jahre zeigt. Im Dialog dazu steht eine Auswahl künstlerischer und gestalterischer Beiträge von ehemaligen Studierenden, die ihre eigene künstlerische Sprache in Zusammenarbeit mit Andreas Henrich an der KHM weiterentwickelt haben.“ www.khm.de

Museen & Institutionen

Selfie-Sticks verboten

Manche Zeitgenossen neigen dazu, via Twitter, Facebook oder anderweitig alle paar Minuten der Welt mitzuteilen, wo sie sich gerade befinden und was sie gerade machen. Im Zeitalter der sozialen Medien wird auch die banalste Mitteilung in den Orkus hinaus posaunt , und neuerdings garniert man derlei Lebenszeichen gerne mit einem fotografischen Selbstporträt, auf neudeutsch „Selfie“ genannt. Dafür gibt es mittlerweile sogar Stöcke, „Selfie Sticks“ genannt, mit denen man der Handykamera den nötigen Abstand zum eigenen Gesicht verschafft. Da das Hantieren mit diesen Armverlängerungen in gut besuchten Museumssälen für die anderen jedoch oft lästig ist und man zudem fürchten muss, dass mit solch einem „Selfie Stick“ unbedachterweise eine Leinwand aufgerissen oder eine fragile Skulptur umgestoßen werden könnte, gehen in den USA inzwischen nach und nach alle großen Museen dazu über, solche Kamerastöcke zu verbieten. Auch in Frankreich verbannt man mittlerweile diese Handystöcke aus den Museen, so im Louvre und im Pariser Centre Pompidou.

Hochschulen

München: AkademieGalerie

KUNSTAKADEMIE MÜNCHEN, Fotoquelle: Wikipedia/David Kostner

Patrik Thomas bespielt vom 8. bis zum 19. April 2015 mit seiner Ausstellung „Push! Munich“ die AkademieGalerie der Kunstakademie München. Anschließend stellt unter dem Titel „The other end“ Judith Grassl dort unter dem Titel „The other end“ aus (29. April bis 10. Mai 2015). www.adbk.de

Hochschulen

Kronkorken, Sprotten, Aspirin

CORNELIUS VÖLKER, Sprotten, 2013, Aquarell und Bleistift auf Papier, 37,5 x 52 cm, Copyright VG Bild-Kunst Bonn, 2014

Cornelius Völker, Professor an der Kunstakademie Münster, stellt bis zum 19. April 2015 unter dem Titel „Kronkorken, Sprotten und eine Schachtel Aspirin“ in der Kunsthalle Emden aus. „Die etwa 180 Arbeiten spiegeln das breite Spektrum von Völkers Motivwelt unter Berücksichtigung seiner stilistischen Entwicklung anschaulich wider. In den Fokus seiner Werke rückt der Künstler alltägliche Gegenstände oder er malt Menschen bei verschiedenen Tätigkeiten. Dem Betrachter begegnen Werke die farbgewaltig, aber auch fein und zart, irritierend banal und visuell höchst anziehend sind – und teils von subtilem Witz zeugen. Die Papierarbeiten dienen dazu, ein Motiv im kleineren und einfacher zu handhabendem Format und Material künstlerisch zu umkreisen, um seine Bildwürdigkeit zu erproben...“ www.kunstakademie-muenster.de

Biennalen

Thessaloniki Biennale

Die Thessaloniki Biennale of Contemporary Art ist für den Zeitraum 28. Mai bis 30. September 2015 angekündigt. Schauplatz ist dort das staatliche Museum für Gegenwartskunst. Es wurde erst 1997 eröffnet und verfügt über eine der größten Sammlungen russischer Avantgardekunst außerhalb Russlands. Die jetzige Biennale ist Teil eines Programms, das seit 2011 in drei Abschnitten realisiert wird. Künstlerische Leiterin ist Katerina Koskina, für die zentrale Ausstellung ist als Kuratorin Kateriana Gregos verantwortlich. Ihr Projekt trägt den Titel „Zwischen dem Pessimismus des Intellekts und dem Optimismus des Willens“.Neben dieser Hauptausstellung sind noch weitere Ausstellungen, Events, Festivals, Workshops und Symposien im Biennale-Kalender aufgelistet. thessalonikbiennale.gr

Ausschreibungen

Preis der Darmstäder Sezession

Die Darmstädter Sezession schreibt den Preis für junge Künstler/innen bis 40 Jahre aus. Hauptpreis Preis ist mit 5.000,- Euro dotiert und „mit einer Sonderausstellung sowie mit einer Mitgliedschaftin der Darmstädter Sezession verbunden.“ Zudem wird ein Förderpreis in Höhe von 2.500,- Euro vergeben. Das Thema der Ausschreibung lautet „AUFBRUCH / ästhetische Reflexionen“. Zugelassen sind alle Medien. Der Preisträger wird aus der Auswahl von 10-12 Künstlern ermittelt, die zu einer Ausstellung vom 17. 10. – 14.11. 2015 im Medien- und Hörsaalzentrum der Technischen Universität Darmstadt eingeladen werden. Anmeldeschluss ist der 17. Mai 2015. Bewerbung nur online (!) und Infos unter: www.darmstaedtersezession.de

Kulturpolitik

Olaf Scholz neuer Kulturbevollmächtigter

OLAF SCHOLZ, Pressebild der SPD Hamburg

Die Bundesregierung hat Hamburgs Ersten Bürgermeister Olaf Scholz zum Bevollmächtigten der Bundesrepublik Deutschland für kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des „Elysée-Vertrags“ bestellt. Der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle schlossen diesen historischen Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit im Jahr 1963. Scholz vertritt nun im Rahmen des Elysée-Vertrages die Bundesrepublik im kulturellen Bereich, der innerstaatlich in Deutschland allerdings ausschließlich der Hoheit der Länder unterliegt. Deswegen schlagen die Länder immer einen Ministerpräsidenten oder Regierenden Bürgermeister aus ihren Reihen für diesen Posten vor. Der Kulturbevollmächtigte trifft sich regelmäßig mit seinen französischen Partnern, der Erziehungsministerin und der Kulturministerin. Er nimmt auch an den deutsch-französischen Ministerratssitzungen teil und ist protokollarisch einem Bundesminister gleichgestellt. In einer seiner ersten Stellungnahmen sprach sich Scholz für eine europaweit einheitliche Regelung des Urheberrechts aus.

Personalien

Bregenz: Amtsantritt

THOMAS D. TRUMMER, Foto: Courtesy Siemens Stiftung

Thomas D. Trummer wechselt im Mai 2015 von der Kunsthalle Mainz ans Kunsthaus Bregenz. Seine bisherigen beruflichen Stationen waren München, Köln, Wien und die USA. Am Belvedere in Wien baute er die Abteilung Augarten Contemporary auf. www.kunsthaus-bregenz.at

 

Ausschreibungen

Recycling-Wettbewerb

Der RecyclingDesignpreis ist ein  „offener“ Wettbewerb ohne Altersbeschränkung für alle Kreativen, Designer und Gestalter mit professioneller oder semiprofessioneller Ausbildung. DieArbeiten und Entwürfe sollen mit dem Recycling von Abfällen oder Produktionsrückständen zu tun haben. Die Ausstellung findet vom 6. September bis zum 1. November 2015 im  Museum MARTa Herford statt. Anschließend folgen Präsentationen unter anderem in stilwerk Designcentern und im Museum der Dinge. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2015. Online-Anmeldung unter www.recyclingdesignpreis.de

Ausschreibungen

Kunstfonds Konzil

Von 1414 bis 1418 tagten die Kirchenführer auf ihrem Konzil in Konstanz. Es sollte das „Abendländische Schisma“ beenden, denn neben dem Papst erhoben gleich zwei Gegenpäpste ihren Machtanspruch über die römisch-katholische Kirche. Bis zum 30. Mai 2015 können sich Künstlerinnen und Künstler für das Jahr 2016 für den Kunstfonds Konzil bewerben. Themenschwerpunkt im Jahr 2016 ist „Lebendiges Mittelalter“, symbolisiert durch die Figur der Imperia: sie wird durch eine Statue im Konstanzer Hafen dargestellt. Für Projekte zu einer künstlerischen Auseinandersetzung mit den Themen jenes Konzils stehen bis zu 50.000 Euro zur Verfügung. Weitere Infos und Anträge unter www.konstanzer-konzil.de/kunstfonds oder www.konstanz.de.

Preview

Kuratieren als Sympotom

Manche Begriffe ufern semantisch in die Beliebigkeit aus: jeder Autoverkäufer bilanziert heut zu Tage seine Umsätze mit den Worten, er habe "eine gute Performance" gemacht. Und manchmal hält sich jeder, der ein Bild an der Wand aufhängt, für einen Kurator." Curating Everything" ist als Titel eines Symposions natürlich ironisch gemeint: Kuratieren wird hier "als gesellschaftliches Symptom untersucht". Denn "der heutige Drang nach einer kuratorischen Position, so die These, hat eine imaginäre Seite – nämlich den Wunsch, durch Autorschaft und Handlungsmacht einen illusorischen Abschluss zu erreichen in einer Situation, in der die Arbeitsverhältnisse von Kulturschaffenden prekär geworden sind. Das Symposium will die multimediale Seite des Kuratierens und seinen eigenen Metadiskurs der Produktion betonen sowie seine besondere Beziehung zu den postfordistischen Gesellschaften untersuchen." Referenten sind Inke Arns, Ursula Biemann, Elke Krasny, Marsha Meskimmon, Ellen Blumenstein, Frederikke Hansen, Katharina Morawek, Dorothee Richter, Axel Wieder, Felix Ensslin, Sebastian Baden, Sergio Edelsztein. Twermin : 20. und 21. März 2015, Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich. www.curating,org

Hochschulen

Sinnliche Wahrnehmung

Was ist sinnliche Wahrnehmung und was macht das Besondere der künstlerischen Wahrnehmung aus? Um diese Frage geht es bei einem Symposium an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn. Die Veranstaltung findet am 24. und 25. April 2015 statt. Anmeldungen werden noch bis zum 23. März 2015 entgegen genommen. Referenten sind: Mary Bauermeister, Prof. Jochen Breme, Prof. Dr. Nicole Berner, Prof. Frency Fernández, Marlies Rainer, Prof. Dr. G. E. Schäfer, Prof. Dr. Thomas Schmaus, Prof. Andrea Sunder-Plassmann, Elisabeth Quack, Prof. Dr. Marcelo da Veiga, Prof. Dr. Barbara Wichelhaus, Prof. Dr. Dagmar Wohler und weitere. Die Teilnahmegebühr beträgt 70,- Euro, für externe Studierende 60,- Euro. www.alanus.edu

Preise

DGPh-Kulturpreis

TREVOR PAGLEN, Copyright: Trevor Pageln, courtesy Galerie Thomas Zander, Köln / Altman Siegel Gallery, San Francisco / Metro Pictures, New York

Trevor Paglen erhält den DGPh Kulturpreis 2015 der Deutschen Gesellschaft für Photographie. Der Preisträger gilt als investigativ arbeitender zeitgenoessischer Fotokünstler. „Als Grenzgänger zwischen Kunst und Politik zeigt er Strukturen und Systeme der Überwachung, politischen Einflussnahme und Gewaltausübung von Grossmächten auf.“ www.paglen.com

Messen & Märkte

Art Austria

ART AUSTRIA

Die Art Austria breitet sich vom 19 bis zum 22. März 2015 auf drei Ebenen des Leopold Museums im Wiener Museumsquartier aus. Den 50 Teilnehmern stehen dort rund 2.600 qm zur Verfügung. Angeboten wird ausschließlich Kunst aus Österreich. Logischerweise kommen dann auch nahezu alle Aussteller nur aus dem Inland. Es finden sich auf der Ausstellerliste aber auch prominente Namen wie Ursula Krinzinger und Ernst Hilger, die im internationalen Messegeschäft etabliert sind. www.art-austria.info

Kulturpolitik

Ateliernotstand in Berlin

Wo einst in einem Neubaukomplex an der Prenzlauer Promenade die Akademie der Wissenschaften der DDR untergebracht war, nutzen seit den 1990er Jahren Berliner Künstler die Räume als Ateliers. Die Zukunft dieses Hauses ist jedoch höchst ungewiss: „Am Ende entscheidet die Wirtschaftlichkeit“, titelte das Berliner Abendblatt über Pläne des Berliner Liegenschaftsfonds, anstatt der Ateliers dort für die Zukunft lieber Wohnraum zu schaffen. Die betroffenen Künstler riefen zu einer Benefiz-Auktion auf, um mit dem Erlös einen „Fonds für die visionäre Projektentwicklung“ zu gründen. Mit dem Geld wollen sie eine eigene Expertise bezahlen, die „Vorschläge“ skizzieren soll, „wie im Rahmen eines sozialen und künstlerischen Mischnutzungskonzepts die Bedürfnisse von Studenten, Kindern, Eltern und Künstlern miteinander in Einklang gebracht werden können.“ Gefährdet ist nicht nur der Fortbestand dieses Atelierhauses, denn auch in anderen Bezirken müssen die Künstler womöglich ihre Staffeleien einpacken: insgesamt sind acht Berliner Atelierhäuser bedroht. Betroffen sind rund 500 Künstler. Ersatzräume „zu bezahlbaren Preisen“ sind schwierig zu finden, denn in Berlin steigen die Ateliermieten derzeit rasant an. Das Atelierbüro im Kulturwerk des BBK kann nicht mehr als 830 geförderte Ateliers mit Mietpreisbindung anbieten – das ist zu wenig für eine Stadt, in der bei der Künstlersozialkasse 9.400 bildende und angewandte Künstler einschließlich Designer gemeldet sind. Beim Berufsverband BBK geht man davon aus, dass von ihnen 5.000 „freie Kunst“ im engeren Sinne betreiben. Zudem leben in Berlin so viele Kunststudenten wie in keiner anderen deutschen Stadt; viele von ihnen werden nach dem Examen in Berlin bleiben wollen und demnächst ebenfalls auf den lokalen Immobilienmarkt drängen. Der Künstlerverband BBK hat eine „AbBA - die Allianz bedrohter Berliner Atelierhäuser“ gegründet und rief zu einer „Aktion gegen das Ateliersterben“ auf: die Künstler fordern, künftig vermehrt landeseigene Flächen für die künstlerische Produtkion zu reservieren. www.bbk-berlin.de

Preview

Inhuman

INHUMAN, Abb./Einladung zur Ausstellung

Susanne Pfeffer kuratiert die Ausstellung „Inhuman“ im Kasseler Museum Fridericianum (29. März bis 14. Juni 2015). Die eingeladenen Künstler „reflektieren den Menschen als ökonomisch und sozial dressierten wie widerständigen Körper, jenseits biologisch oder gesellschaftlich bestimmter Geschlechtlichkeit, als digital unsterblich oder als stetig im Werden begriffenes Selbst. Sie machen die Konstruktionen des Humanen sichtbar und verrücken bestehende Perspektiven auf die menschliche Subjektivität wie auf den Körper. Das Primat des Menschen wird dabei grundsätzlich in Frage gestellt.“ Denn aus der heutigen Perspektive erscheint uns vieles monströs, was schon in wenigen Jahrzehnten den Alltag des Menschen ausmachen könnte: Wir fürchten uns vor Gen-Manipulationen und implantierten Computerchips, vor faschistoider Total-Kontrolle und unwürdigen Lebensbedingungen in übervölkerten Städten. Ein humanistisches Menschenbild, wie es vor 200 Jahren den Gebrüdern Humboldt vorschwebte, ist immer schwieriger durchsetzbar: „Technologische Neuerungen, sozioökonomische Veränderungen und neurowissenschaftliche Erkenntnisse zwingen uns, die Konstruktion des Humanen zu überdenken und ermöglichen es, sie in Form des Inhumanen neu zu denken.“ Künstlerliste: Julieta Aranda, Dora Budor, Andrea Crespo, Nicolas Deshayes, Aleksandra Domanović, David Douard, Jana Euler, Cécile B. Evans, Melanie Gilligan, Oliver Laric, Johannes Paul Raether, Pamela Rosenkranz, Stewart Uoo, Lu Yang, Anicka Yi. www.fridericianum.org

Biennalen

Biennal Association

Die IBA-International Biennal Association hielt ihre zweite Generalversammlung im März 2015 in Sharjah ab. Hier kamen Künstler, Kritiker, Schirmherrn, Direktoren, Historiker zum Informationsaustausch zusammen. Das Konzept der Tagung konzentrierte sich auf die „kreative Struktur“ solch periodischer Veranstaltungen und ihrer sozialen Praxis beim Umgang mit zeitgenössischer Kunst, die Raum und Zeit neu befragt. www.biennalfoundation.org

Galerien & Auktionshäuser

Galerie Fath: Neue Räume

SEBASTIAN FATH, Foto: Christian Dammert

Die Mannheimer Galerie Sebastian Fath Contemporary residiert jetzt in neuen Räumen in der Werderstraße 38. Die erste Ausstellung dort ist eine Accrochage mit Arbeiten von Hermann Abrell, Joachim Bandau, Nan Hoover u.a. (23. April bis 23. Mai 2015). Es folgt ab dem 11. Juni eine Ausstellung „Bandau. Serra. Trimpin“. http://sebastian-fath-contemporary-galerie-fuer-zeitgenoessische-kunst.dehttp://sebastian-fath-contemporary-galerie-fuer-zeitgenoessische-kunst.de

Hochschulen

Halle: Jubiläum

2015 feiert die Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle/Saale ihr 100jähriges Bestehen. Das Jubiläumsprogramm findet seine Fortsetzung mit der Ausstellung „Assoziationsraum Wunderkammer“, die vom 24. April bis 16. August 2015 in Kooperation mit den Franckeschen Stiftungen stattfindet. Sie zeigt künstlerische und gestalterische Arbeiten von Alumnis der Kunsthochschule und anderen Künstlern, die die Prinzipien der Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen reflektieren. In diesem Rahmen finden auch zwei Symposien Mit einem offiziellen Festakt im Volkspark Halle beging die Kunsthochschule Burg Giebichenstein ihr 100jähriges Jubiläum. Ab 1915 baute der damalige Direktor Paul Thiersch die Burg zu einer Kunstgewerbeschule aus, wobei er sich an den Leitbildern des Deutschen Werkbundes orientierte. In den 1920er Jahren stand die Schule im Wettbewerb mit dem Bauhaus an seinen geografisch relativ nahen Standorten in Weimar und Dessau. Die Festrede zum 100jährigen Bestehen hielt der Philosoph Prof. Hans-Ulrich Reck, Rektor der Kunsthochschule für Medien in Köln. Das musikalische Programm gestaltete der Jazz-Schlagzeuger Jojo Mayer. Die Modeklasse beteiligte sich u.a. mit einer Werkschau „Kitsch as Kitsch can“: „Der Kunst-Kitsch bzw. die Kitsch-Kunst von Jeff Koons in Verbindung mit der barocken Architektur von Versailles waren Ausgangspunkt für die Modekollektionen der Studierenden des 3. und 4. Studienjahres, die mit dieser Kombination und diesem sich ergänzenden Kontrast spielten – das Thema: 'Jeff Koons und Versailles'“. Das Jubiläumsprogramm findet seine Fortsetzung mit der Ausstellung „Assoziationsraum Wunderkammer“, die vom 24. April bis 16. August 2015 in Kooperation mit den Franckeschen Stiftungen stattfindet. Sie zeigt künstlerische und gestalterische Arbeiten von Alumnis der Kunsthochschule und anderen Künstlern, die die Prinzipien der Kunst- und Naturalienkammer der Franckeschen Stiftungen reflektieren. In diesem Rahmen finden auch zwei Symposien zu den Themen „Vernetzungen“ und „Wundersame Erkenntnismodelle“ statt. wwww.burg-halle.de

Preise

Kunstpreis Berlin

Am Mittwoch, 18. Juni 2015, wird in der Akademie der Künste der „Kunstpreis Berlin 2015 – Jubiläumsstiftung 1848/1948“ verliehen. Die sechs Kunstpreise in Höhe von jeweils 5.000 Euro gehen an Marta Popivoda (Bildende Kunst), Achim Menges (Baukunst), Rafael Nassif und Marena Whitcher (Musik), Thomas Melle (Literatur), das Kollektiv laborgras (Darstellende Kunst) und Andrey Zvyagintsev (Film- und Medienkunst). Als weiterer Preis wird der Will-Grohmann-Preis 2014 an Nadine Fecht überreicht. www.adk.de

Ausschreibungen

Berlin Art Prize

Der Berlin Art Prize würdigt zeitgenössische Kunst aus Berlin und stellt sie einer breiten Öffentlichkeit vor. Dreißig Arbeiten werden von einer Jury ausgewählt, die vom 13. Juni bis zum 4. Juli 2015 in einer Gruppenausstellung zu sehen sein werden – zu Gast ist der Berlin Art Prize in diesem Jahr bei DISTRICT-Berlin in Tempelhof-Schöneberg. Die Gewinner erhalten ein Preisgeld, einen einmonatige Residenz-Aufenthalt in Griechenland sowie eine Trophäe, gestaltet von der Künstlerin Yael Bartana. Bis zum 1. April 2015 sind alle Künstler und Künstlerinnen, die seit mindestens sechs Monaten in der Stadt leben, eingeladen, sich für den Berlin Art Prize 2015 unter http://berlinartprize.com/berlin-art-prize/berlin-art-prize-2015/#2015-bewerbung zu bewerben. www.berlinartprize.com

Hochschulen

Karlsruher Medienprofessor in Venedig

ISAAC JULIEN

Isaac Julien, Professor für Medienkunst an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, ist zur 56. Ausgabe der Biennale di Venezia eingeladen, dort seine neueste Arbeit vorzustellen. Für Peter Weibel vom benachbarten ZKM Karlsruhe ist Julien „einer der ersten, der Videokunst und narrativen Film zu einer neuen fruchtbaren Synthese zusammenführte.“ www.hfg-karlsruhe.de

Hochschulen

Symposion zure Kunsterziehung

Wie definieren wir Kunsterziehung und übertragen dies in kulturelle Kontexte? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Symposion "Perspectives on Art Education" an der Universität der Künste Wien. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Teachers Collegue an der Columbia University von New York statt. Termin: 28. bis 30. Mai 2015. Nähere Infos: www.dieangewandte.at

Preview

Bonn: Lagerfeld-Ausstellung

KARL LAGERFELD, Selbstporträt 2013, Copyright: Karl Lagerfeld

Vom 28. März – 13. September 2015 bietet die Bonner Bundeskunsthalle einen umfassenden Überblick über das Schaffen des in Paris lebenden Modedesigners Karl Lagerfeld. Sein Prinzip: er erneuert klassische Formen und gibt so der Textilmode neue Impulse. „Von den ersten Entwurfsskizzen bis zum fertigen Kleidungsstück, von den Accessoires über die Architekturkulisse und Musik der Modenschau bis zu den Fotos und dem Grafik-Design für Presse, Katalog, Werbung und Schaufensterdekoration entstammt jedes Detail dem Kopf und der Hand des Designers selbst... Über eine Zeitspanne von nunmehr 60 Jahren zeugen seine Kreationen für Modehäuser wie Chloé, Fendi, Karl Lagerfeld oder Chanel von einem Gespür für das Lebensgefühl und die Strömungen der jeweiligen Zeit, sowohl in der Haute Couture als auch beim Prêt-à-porter...“ www.bundeskunsthalle.de

Galerien & Auktionshäuser

Leipzig: Frühjahrsrundgang

BAUMWOLLSPINNEREI LEIPZIG, 1909, historische Darstellung, Fotoquelle: Wikipedia

In Leipig-Lindenau bot einst eine 10 ha große Baumwollspinnerei den Arbeitern Lohn und Brot. Nach der Wende in der DDR zogen die ersten Künstler dort ein, nutzen die Fabrikhallen für Ateliers, Konzerte und Performances. Inzwischen wurde das Areal zu einem Kulturzentrum ausgebaut. Motto: "From Cotton to Culture". 14 Galerien, diverse Projekträume und Künstlerateliers feiern nun das zehnjährige Bestehen der "SpinnwereiGalerien Leipzig" und laden für den 1. und 2. Mai 2015 zu einem Frühjahrsrundgang ein. Alle beteiligten Galerien zeigen dazu neue Ausstellungen: daneben gibt es außerdem auch eine Sonderschau zu sehen und ein vielfältiges Begleitprogramm. www.spinnerei.de

Preise

Klangkunst-Preis

HELENE FØRDE, Copyright: H. Førde

Helene Førde aus Norwegen ist erste Preisträgerin des neuen bonn hoeren sonotopia – Preises für installative Klangkunst (10.000 Euro). Mit dem Preisgeld wird sie im September 2015 im Rahmen des Bonner Beethovenfestes eine Klanginstallation realisieren. Der Wettbewerb wird für Studierende europaweit ausgelobt. www.bonnhoeren.de

Museen & Institutionen

Städel Museum Frankfurt: Jubiläum

STÄDEL MUSEUM, Außenansicht, Foto: Courtesy Städel Museum

Mit einem Bürgerfest beging soeben am 15. März 2015 das Städel-Museum Frankfurt sein 200jähriges Jubiläum. Der Bankier und Gewürzhändler Johann Friedrich Städel hatte 1815 der Stadt Frankfurt seine Kunstsammlung und sein Privatvermögen vermacht. Damit begründete er eines der ersten Museen in Deutschland, die nicht von Adligen eingerichtet wurden, sondern auf bürgerschaftlichem Engagement beruhen. Zur „Veranschaulichung der Gründungsvision“ hat das Museum im Treppenhaus eine „Jubiläumswand“ eingerichtet. Im Jubiläumsjahr bietet das Museum Ausstellungen „Monet und die Geburt des Impressionismus“ (bis 21. Juni 2015) und über „Die 80er – Figurative Malerei in der BRD“ (ab 22. Juli 2015). www.staedelmuseum.de

Ausschreibungen

DEW21 Kunstpreis

Bis zum 15. Juni 2015 läuft die Bewerbungsfrist für den DEW21 Kunstpreis der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (Hauptpreis: 10.000 Euro, Förderpreis: 2.500 Euro). Wer sich bewirbt, muss im Ruhrgebiet geboren sein oder dort leben. Es gibt keine Altersbeschränkung, doch Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Studium. Einzureichen sind fünf Fotos von Arbeiten jüngeren Datums. Bewerbungsunterlagen unter: www.dew21.de/kunstpreis

Hochschulen

Symposion: KAPITAL MACHT GESCHLECHT

ELFRIEDE JELINEK, Fotoquelle: Wikipedia/Ghuensberg

In der Aula am Campus der Universität Wien und im Atelierhaus der Akademie der bildenden Künste (ehem. Semperdepot) findet vom 23. bis 26. April 2015 ein Symposion statt: das Elfriede-Jelinek-Forschungszentrum lädt zur Veranstaltung „KAPITAL MACHT GESCHLECHT. Künstlerische Auseinandersetzungen mit Ökonomie & Gender“ ein. Eingeladen sind Xenia Hausner, Ulrich Seidl, Anna Viebrock, Nicolas Stemann und Johanna Doderer sowie WissenschaftlerInnen und Kulturschaffende wie Christina von Braun, Inge Stephan, Konstanze Fliedl, Monika Meister, Eva Blimlinger, Barbara Pichler und Robert Misik. Sie diskutieren darüber, wie „ökonomische Prozesse und genderspezifische Aspekte miteinander“ verschränkt sind und welche „Auswirkungen von neoliberalen Entwicklungen auf das Geschlechterverhältnis“ sichtbar werden. Programm: : www.fpjelinek.univie.ac.at/veranstaltungen/symposium-kapital-macht-geschlecht-2015/ : www.fpjelinek.univie.ac.at/veranstaltungen/symposium-kapital-macht-geschlecht-2015/

Ausschreibungen

Playable City Award

Künstler, Designer, Architekten, Urbanisten etc. können sich bis zum 7. April 2015 um den Playable City Award 2015 bewerben. Preissumme: 30.000 brit. Pfund und eine Tokyoreise. Thema: Überall auf der Welt investieren Regierungen und Medienkonzerne in neue Informationssysteme und Kommunikationsnetzwerke in den Städten: sie verbreiten Informationen, sammeln Daten und optimieren Dienstleistungen. Die Wettbewerbsteilnehmer sind aufgeforert, in diesem Kontext Vorschläge für die Stadt der Zukunft zu machen. Infos: www.watershed.co.uk/playablecity/apply/2015. wwwwatershed.co.uk

Biennalen

Vienna Biennale

CHRISTOPH THUN-HOHENSTEIN, Fotoquelle: Wikipedia/MariaAnnaWien

Christoph Thun-Hohenstein, Direktor des Wiener MAK_Museum für Angewandte Kunst, ist Initiator und Leiter der Vienna Biennale 2015 (11. Juni bis 4. Okt. 2015). Partner sind die Universität für angewandte Kunst Wien, die dortige Kunsthalle und das Architekturzentrum sowie departure, das Kreativzentrum der Wirtschaftsagentur Wien. Die Biennale verbindet bildende Kunst, Design und Architektur mit Medienkunst und verwandten Disziplinen. Motto: „Ideas of Change“. Kuratoren sind Pedro Gadanho, Harald Gründl, Maria Lind und Peter Weibel. Maria Lind kuratiert eine Gruppenausstellung im MAK und in der Kunsthalle Wien. Pedro Gadanho beschäftigt sich mit Problemen der Stadtentwicklung bis 2030, wenn acht Milliarden Menschen auf der Erde leben (Projekt „Tactical Urbanisms for Expanding Megacities“). Um „Performing Public Art“ mit „neuen Formen der performativen Skulptur“ kümmern sich als Kuratoren Peter Weibel und Gerald Bast. Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt beleuchtet die Szene in Bucharest vom Auftreten der Dadaisten 1916 bis heute. Die Vienna Biennale folgt der Erkenntnis, „dass wir in einer neuen Moderne leben, in der die Digitalisierung alle Lebensbereiche durchdringt und damit unsere Zivilisation in grundlegender Weise verändert – darin der Industrialisierung vergleichbar, mit deren Folgen die letzte westliche Moderne befasst war. Die heutige sogenannte Digitale Moderne schafft erhebliche Potenziale für nachhaltige Verbesserungen der Lebensqualität und innovative Lebensentwürfe sowie Geschäftsmodelle in allen Sektoren.“ www.viennabiennale.org

Aktionen & Projekte

Hans Haacke: Gift Horse

HANS HAACKE, „Gift Horse“, Fourth Plinth, Trafalgar Square, London 2015, Foto: Copyright: Ron Ellis / Shutterstock.com

Auf dem Londoner Trafalgar Square erinnert die Siegessäule mit einem Bildnis des Admirals Nelson an eine entscheidende Seeschlacht gegen die französische Marine im Jahre 1805. Standbilder rahmen die vier Ecken des Platzes ein, doch die vierte Plinthe blieb leer. Denn erst fehlten die Geldmittel für ein viertes Reiterstandbild, und später konnte man sich nicht entscheiden, welcher Monarch hier noch verewigt werden sollte. Daher dürfen seit 1999 zeitgenössische Künstler mit temporären Skulpturen den leeren Sockel bespielen. Als derzeitigen Beitrag bestückt der deutsche Künstler Hans Haake die Plinthe mit einem vier Meter hohen reiterlosen Pferdeskelett. Am Vorderbein dieses „Gift Horse“ zeigt ein elektronisches Band live der Stand der Londoner Börse an: die „Londoner City“, d.h. das Viertel der Banken und der Finanzdienstleister, sei sicherlich „die dominante Industrie am Ort“, erklärte der Künstler dazu. Als Inspirationsquelle diente Haake eine Radierung des englischen Tiermalers George Stubbs. Hans Haake kommentiert mit seiner Installation die Verknüpfung von Macht, Geld und Geschichte. Um diese Themen kreisen fast alle seine Installationen und Projekte. Warum aber ein Skelett? Stubbs war der Sohn eines Pferdepflegers, und bei seinen Recherchen habe ihn fasziniert, dass Stubbs bei seinen künstlerischen Tierstudien die Pferde auch anatomisch seziert habe, sagt Haacke.

Aktionen & Projekte

Cabaret Voltaire

INVENT THE FUTURE..., Lesezirkel zur Burckhardt

Ein Nachbar in der Züricher Spiegelgasse ärgerte sich immer überr den Lärm, der an manchen Abenden aus dem Haus Nr. 1 dröhnte: jener Nachbar war Wladimir Iljitsch Lenin, der dort 1916 im Exil lebte. Wenn der Dichter Hugo Ball mit seinen Künstlerfreunden ein paar Häuser neben Lenins Domizil im "Cabaret Voltaire" eine Dada-Soirée abhielt, ging es dort oft hoch her. Lautgedichte und Manifeste wurden inbrünstig proklamiert; die Darbietung dramatischer Szenen war von Paukenschlägen begleitet. Die Dada-Künstler proklamierten ein Gefühl von Freiheit, Unabhängigkeit und Anti-Militarismus, und zu ihrem anti-bürgerlichen Habitus gehörte das Spiel mit poetischen Sprachzertrümmerungen, kaberettistischen Simultangedichten, radikalen Wortcollagen und absurden Assoziationen. Das Cabaret Voltaire gibt es an der gleichen Adresse heute immer noch - als ein Café, das mit seinem Kulturprogramm an den Dada-Geist vor 100 Jahren anknüpfen will. Derzeit bestreiten der Cabaret Voltaire-Direktor Adrian Notz und der Ausstellungsmacher Hans-Ulrich Obrist zusammen mit 12 Künstlern dort das Programm (ab 19. März 2015). Ihr "Invent the Future with Elements of the Past"-Projekt besteht aus Ausstellungsbeiträgen, Aktionen und Veranstaltungen. Es knüpft an die letztjährige Ausstellung im Schweizer Pavillon in Venedig an und bezieht sich auf den Soziologen Lucius Burckhardt, der die "Spaziergangswissenschaft" entwickelte. Konzeptuell beschränkt sich das Projekt daher nicht nur auf das Café; und seine Räume, sondern es bezieht den Stadtraum von Zürich mit ein, außererdem Venedig, "das Internet und den Himmel", und damit auch Plätze, "die geografisch nicht zu verorten sind". Für die Spaziergänge vom 20. bis 29. Mai 2015 sucht San Keller noch Teilnehmerinnen, die als "Annes" und "Maries" mitmachen wollen (Anmeldung unter www.cabaretvoltaire.ch/san-keller.html.) Künstlerliste: Judith Albert, Muriel Baumgartner mit Tom Stäubli, Stefan Burger, Christina Hemauer und Roman Keller, San Keller, Paul Polaris, Christian Ratti, Roland Roos, Navid Tschopp, !Mediengruppe Bitnik. www.cabaretvoltaire.ch

Aktionen & Projekte

Dresden-Panorama

YADEGAR ASISI, Panoramabild „Dresden 1945 – Tragik und Hoffnung einer europäischen Stadt“, 2015, Foto: Courtesy Karsten Grebe/asisi GmbH

Am 8. Mai 2015 jährt sich zum 70. Mal das Ende des Zweiten Weltkriegs und damit auch der Zusammenbruch der Nazi-Diktatur: für die überlebenden Deutschen war es eine „Stunde Null“. Flüchtlingstrecks verstopften die Landstraßen, in den ausgebombten Städten hausten die Menschen in Trümmerlöchern; ohne Wasser und ohne Strom. Die wenigen Lebensmittel, die es noch gab, musste man sich heimlich auf dem Schwarzmarkt besorgen. Besonders hart betroffen von den verheerenden Kriegszerstörungen war Dresden – die einstmals blühende Kulturmetropole versank nach den Fliegerangriffen völlig in Schutt und Asche. Bis zum 31. Mai 2015 zeigt Yadegar Asisi im Panometer Dresden das Panoramabild „Dresden 1945 – Tragik und Hoffnung einer europäischen Stadt“. In 15 m Höhe hat der Betrachter einen Blick auf die Ruinen der ausgebombten Stadt wie damals vom Rathausturm aus. www.asisi.de

Aktionen & Projekte

Was ist draußen?

STATION URBANER KULTUREN am Cecilienplatz, Berlin

Das Berliner Kunstprojekt „Was ist draußen?“ beschäftigt sich mit sozialer Stadtentwicklung, und dies speziell zum Thema des „Draußen“. Zehn künstlerische Arbeiten sollen im Bereich der U-Bahnhöfe der Linie U5 zwischen Tierpark und Hönow realisiert werden. Zentraler Treffpunkt und Produktionsort ist die station urbaner kulturen am Cecilienplatz (U-Bhf. Kaulsdorf-Nord). Derzeit inszeniert dort bis zum 21. März 2015 die „AG Hellerdorfer Illustrierte“ ihre „Hellersdorer Tapete“. Die Initiative lädt für den 11. März 2015 in die station urbaner kulturen zum Workshop „doppelt draußen“ ein. Dabei geht es um die zahlreichen Grünflächen im Bezirk und um die frühmoderne Idee der „Gartenstadt“. Für den 21. März 2015 ist außerdem ein Gesprächsabend „Grün ist die Hoffnung“ angekündigt. Teilnehmer: Allmende-Kontor (Tempelhofer Feld), Bürgergarten Helle Oase (Hellersdorf), Dr. Heinrich Niemann (Bezirksstadtrat i.R.) und Katja Aßmann (freie Kuratorin, u.a. IGA Berlin und IBA Emscher Park). www.kunst-im-untergrund.de

Personalien

Hannover: Leitungswechsel

CHRISTINA VÉGH, Foto: Courtesy Kestnergesellschaft Hannover

Christina Végh übernimmt ab dem 1. Mai 2015 die Leitung des Kunstvereins Kestnergesellschaft in Hannover. Die aus Zürich gebürtige Kuratorin ist die erste Frau, die das 1916 gegründete Ausstellungshaus für internationale zeitgenössische Kunst in Hannover als Direktorin leitet. Sie ist Nachfolgerin von Veit Görner. Zuletzt war Végh bis Ende 2014 Direktorin des Bonner Kunstvereins und zugleich im Vorstand der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kunstvereine (AdKV) kulturpolitisch tätig. kestnergesellschaft.de

Personalien

München: Neues Programm

CHRIS FITZPATRICK, Foto: Kunstverein München

Chris Fitzpatrick startet im April 2015 mit dem neuen Programm des Kunstvereins München unter seiner Leitung. Den Direktorenposten hatte er bereits zum Jahresbeginn übernommen. Der Kurator wurde 1978 in New York geboren und war seit 2012 Direktor von Objektif Exhibitions, einer gemeinnützigen Institution für zeitgenössische Kunst in Antwerpen. www.kunstverein-muenchen.de

Personalien

RuhrKunstMuseen: Neue Sprecher

FERDINAND ULLRICH und BEATE REESE

Prof. Ferdinand Ullrich, Direktor der Kunsthalle Recklinghausen, und Dr. Beate Reese, Direktorin des Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, sind neue Sprecher der RuhrKunstMuseen. Dieses Netzwerk besteht aus 20 regionalen Museen und wurde anlässlich des Kulturhauptstadtjahres 2010 gegründet. Im Ruhrgebiet und dem angrenzenden nördlichen Rheinland leben rund ein Fünftel der deutschen Bevölkerung. Keine andere Region in Europa weist im Umkreis von 100 km solch eine Museumsdichte auf wie dieser Teil von Nordrhein-Westfalen. www.ruhrkunstmuseen.com

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Feministische Avantgarde

CINDY SHERMAN, Untitled (Bus Riders II), 1976/2005, Copyright: Cindy Sherman, New York. Courtesy: Metro Pictures, New York / SAMMLUNG VERBUND, Wien

Frauen kamen in der Kunst jahrhundertelang fast nur als Modell und Muse vor; zum Studium an Kunstakademien wurden sie erst im 20. Jh. zu gelassen, und noch in der Generation der Expressionisten waren Künstlerinnen wie Paula Modersohn-Becker oder Gabriele Münter im Museumsbetrieb selten vertreten. Eine „weibliche Ästhetik“, die eigene Kunstnormen entwickelte und sich von jenen Schönheitsidealen abgrenzte, wie sie männliche Maler oder Bildhauer propagierten, entwickelte sich erst durch die feministische Avantgarde der 1970er Jahre „ Erstmals in der Geschichte der Kunst haben Künstlerinnen in kollektivem Bewusstsein die 'Repräsentation der Frau' in der bildenden Kunst gemeinsam in die Hand genommen, indem sie selbstbestimmt eine Vielzahl von weiblichen Identitäten entfalteten: provokativ und radikal, poetisch und ironisch. Der von Gabriele Schor geprägte Begriff 'Feministische Avantgarde' hat die Absicht den Kanon der Avantgarden zu erweitern.“ Die Ausstellung Feministische Avantgarde der 1970er-Jahre vereint bis zum 31. Mai 2015 in der Hamburger Kunsthalle über 200 Werke von 32 Künstlerinnen aus der Wiener SAMMLUNG VERBUND. „ Die Ausrichtung der Sammlung fokussiert zwei Schwerpunkte: 'Wahrnehmung von Räumen und Orten' sowie 'Feministische Avantgarde der 1970er-Jahre'.Teilnehmende Künstlerinnen: Helena Almeida, Eleanor Antin, Lynda Benglis, Renate Bertlmann, Teresa Burga, Lili Dujourie, Mary Beth Edelson, Renate Eisenegger, VALIE EXPORT, Esther Ferrer, Lynn Hershman Leeson, Alexis Hunter, Sanja Ivekovic´, Birgit Jürgenssen, Ketty La Rocca, Leslie Labowitz, Suzanne Lacy, Suzy Lake, Karin Mack, Ana Mendieta, Rita Myers, ORLAN, Gina Pane, Ewa Partum, Ulrike Rosenbach, Martha Rosler, Carolee Schneemann, Cindy Sherman, Penny Slinger, Annegret Soltau, Hannah Wilke, Martha Wilson, Francesca Woodman, Nil Yalter. www.hamburger-kunsthalle.de

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Nach dem frühen Tod

VINCENT VAN GOGH, Selbstbildnis, 1887, (Ausschnitt), Metropolitain Museum New York, Fotoquelle: Wikipedia/Wikicommons

Vincent van Gogh wurde nur 47 Jahre alt, hinterließ aber ein Werk von etwa 860 Gemälden und 1.000 Zeichnungen. Kurz vor seinem Tod verfiel er in einen wahren Schaffensrausch; in 70 Tagen malte er 80 Bilder, außerdem schuf er in dieser Zeit 60 Zeichnungen. Bis heute gilt er für viele als Inbegriff des manisch schaffenden Genies, und auch andere Künstler, die vor ihrem 50. Geburtstag das Zeitliche segneten, avancierten posthum zu mythisch verklärten Kult-Stars, so Jackson Pollock oder Jean- Michel Basquiat. Hendrik Bündge und Johan Holten kuratierten für die Kunsthalle Baden-Baden eine Ausstellung „Nach dem frühen Tod“. Sie untersuchen, „welche Strategien und Zufälligkeiten das Nachleben eines Werks bestimmen“. Bis 21. Juni 2015. www.kunsthalle-baden-baden.de

Messen & Märkte

Art Karlsruhe

GEWINNER DES ART KARLSRUHE-PREISES: Alfonso Hüppi und Galerist Reinhold Maas, Foto: KMK

Mit 50.000 Besuchern konnten die Ausrichter der diesjährigen Art Karlsruhe sehr zufrieden sein. Zudem hat sich die Veranstaltung vom Image einer Regionalmesse emanzipiert, denn immerhin rund 40 Prozent der Erstbesucher reisten aus mehr als 100 km Entfernung an, und 15 Prozent nahmen gar 300 km und mehr für die Anreise auf sich. Die Umsätze sind freilich immer noch eher solide, denn das Gros der Verkäufe liegt im fünfstelligen Bereich. Rekorderlöse, wie sie z.B. aus Basel gemeldet werden, sind in Karlsruhe eher selten. 130.000 Euro für ein fünfteiliges Gemälde von Volker Stelzmann und 135.000 bis 150.000 Euro für Bilder von Fritz Winter markierten auch in diesem Jahr auf der Art Karlsruhe schon das obere Preissegment. Aber eine Edel-Messe wollte die Art Karlsruhe ja auch nie sein. Die durchaus angenehme Atmosphäre prägten neben den vertrauten Gesichtern wie Michael Schultz (Berlin) u.a. auch die 32 Neuaussteller, die jetzt erstmals in die Messehallen einzogen. Von ihnen waren rund ein Dutzend in der Abteilung "Contemporary Art" zu finden. - 157 One-Artist-Shows konkurrierten um den Art Karlsruhe-Preis (15.000 Euro): das Rennen machten schließlich der Künstler Alfonso Hüppi, der kürzlich seinen 80. Geburtstag feierte, und sein Reutliner Galerist Reinhold Maas. www.art-karlsruhe.de

Museen & Institutionen

Sprengel-Museum: Erweiterungsbau

SPRENGEL MUSEUM HANNOVER, Erweiterungsbau, Baustellensituation 2014, Fotoquelle: Wikipedia/ChristianSchd

Knapp 36 Mill. Euro hat der Neubau des Sprengel Museums Hannover gekostet. Die Eröffnung ist für den 27. Juni 2015 angekündigt. Wegen der klimatischen Bedingungen können die empfindlichen Werke der Moderne in einer Neuhängung der Sammlung allerdings erst ab Anfang 2016 im Anbau präsentiert werden. So rückt denn die erste Ausstellung dort unter dem Titel „Zehn Räume, drei Loggien, ein Saal“ die Architektur in den Mittelpunkt. Um den Bau hatte es in der Lokalpresse eine Kontroverse gegeben – die Teilnehmer einer Onlineumfrage lehnten die Architektur mehrheitlich ab. Aus Kostengründen musste der Entwurf deds Architekturbüros Meili+Peter abgeändert werden: anstatt der ursprünglich vorgesehenen Spiegelglasfassade treffen die Passanten nun auf schlichten anthrazitfarbenen Sichtbeton. www.sprengel-museum.de

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