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Aktionen & Projekte

Bonn: 0,0064 Megapixel

Achim Mohné, 0.0064 Megapixel, Bonn 2017, Fotocredit: koper-bonn.de

Bis zum 4. März 2018 zeigt der Künstler Achim Mohné auf dem Vorplatz zur Bonner Bundeskunsthalle eine Bodenarbeit 0,0064 Megapixel. Sie formt ein Bild aus 64.000 quadratischen Einzelplatten, mit denen er „aus dem digitalen Bildraum die weltweit bekannte Aufnahme der Erde, Earthrise, in den physischen (Bild-)Raum vor der Bundeskunsthalle“ transformiert, „indem er die digitalen Bildpunkte, aus denen die Vorlage besteht, mit einer entsprechenden Anzahl an Betonplatten zur Deckung bringt.“ Die Bildelemente entsprechen somit „einer digitalen fotografischen Auflösung von nicht mehr als 0,0064 Megapixeln. Das Bodenstück, das keine geometrische Orientierung an seiner Umgebung zu haben scheint, liegt tatsächlich entlang einer Nord-Süd-Achse, so dass es im rechten Winkel mit dem Gitter der virtuellen Karten erscheinen wird und bei Betrachtung in den Virtuellen Globen 'gerade' steht.“ Zum politischen Anspruch seiner Arbeit erklärt Achim Mohné: „Die Vereinigten Staaten haben dieses Bild möglich gemacht und haben damit die Umweltbewegung begründet und gerechtfertigt, aber heute ist die USA als der größte Boykotteur gegen das ernsthafteste aller Umweltproblem: die Klimakatastrophe.“ www.achimmohne.de

Kulturpolitik

Documenta-Obelisk: Streit geht weiter

Eine Spendenaktion soll den Ankauf des Documenta-Obelisken von Olu Oguibe durch die Stadt Kassel ermöglichen: Bis Ende April 2018 sollen 600.000 Euro zusammen gekommen sein – das ist der Preis, den der Künstler fordert. Doch das Sponsoring lief schleppend an: denn drei Wochen nach Beginn der Aktion waren erst 50.000 Euro durch eine Stiftung und weitere 35.000 Euro von verschiedenen Einzelspendern zusammen gekommen. Kulturdezernentin Susanne Völker vertraute der HNA-Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen an, sie wolle „selbst eine geringe Spendenbereitschaft nicht als ein Votum der Bevölkerung gegen den Obelisken verstanden wissen – selbst wenn die Summe am Ende erheblich von Oguibes Forderung abweichen sollte.“ Auf der Kommentarseite der Zeitung zum Interview mit der Politikerin überwiegen derzeit allerdings die kritischen Stimmen: da rechnet ein Leser vor: „Wieviel sinnvolle Dinge können mit 500.000 Euro zur Wohltat der Menschen beitragen ! Es können Alte und Hilfsbedürftigte unterstützt werden. Kindergärten und Schulen!“ Ins gleiche Horn stößt ein anderer Kommentar mit der Forderung, der Künstler solle doch lieber „die über eine halbe Million der geforderten Gelder für Flüchtlingshilfen“ spenden. Ein weiterer Leser beteiligt sich an der Diskussion mit einem im Falle des Künstlers Oguibe reichlich abwegigen Argument: „Obelisken neu zu bauen bestätigt die räuberische Praxis der Kolonialmächte. Schon aus diesem Grund ist der Obelisk als Form ein künstlerischer Fehlgriff. Das hätte auch dem Künstler bewusst sein können. Kassel braucht kein Symbol für die Ausraubung Ägyptens. Der Obelisk als Form gehört zu Ägypten nicht zu Kassel...“ www.hna.de

Messen & Märkte

Art Karlsruhe eröffnet

Gestern startete die 15. Ausgabe der Art Karlsruhe mit einer Vernissage für geladene Gäste, von heute bis einschließlich Sonntag ist sie nun für alle Besucher geöffnet. Unter dem Slogan "Kunst.Raum.Emotion." werden Werke von der klassischen Moderne bis zur Gegenwartskunst gezeigt, im Mittelpunkt steht dabei dieses Jahr nach Aussage des Kurators Ewald Karl Schrade die Skulptur. Rund 50 000 Besucher werden dieses Jahr erwartet, um die in den 4 Hallen verteilte Kunst von 215 Galerien aus 15 Ländern zu entdecken. 

Auch KUNSTFORUM ist auf der Art Karlsruhe vertreten: Wir freuen uns über alle Besucher an der Standnummer W07 und haben natürlich auch ein besonderes Angebot für Sie vorbereitet. 

Personalien

Essen: Direktorenwechsel

Peter Gorschlüter, Foto: Axel Schneider

Peter Gorschlüter wird am 1. Juli 2918 neuer Direktor des Museum Folkwang in Essen. Er war seit 2010 stellvertretender Direktor des MMK Museum für Moderne Kunst in Frankfurt am Main. Gorschlüter erhält in Essen einen Achtjahresvertrag als Nachfolger von Dr. Tobia Bezzola an, der Anfang 2018 als Direktor des Museo d’arte della Svizzera italiana nach Lugano wechselte. Der neue Essener Direktor ist assoziiertes Mitglied des Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften und lehrt an der Goethe- Universität Frankfurt am Main im Studienfach Curatorial Studies Theorie – Geschichte – Kritik; und er ist außerdem Kuratoriumsvorsitzender der Deutsche Börse Photography Foundation. www.museum-folkwang.de

Preise

Adrian Piper erhält Käthe Kollwitz-Preis

Adrian Piper, Foto: Wolfgang Träger

Adrian Piper wurde der diesjährige Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste Berlin zuerkannt. Das Frühwwerk aus ihrer Gymnasialzeit in den 1960er Jahren wird der psychedelischen Kunst zugerechnet; später erweiterte sie die Strategien der Concept Art und der Minimal Art um politische Fragestellungen zu Geschlechterthematik und Rasse. Als Philosophin beschäftigte sie sich intensiv mit Immanuel Kant; als ihr philosophisches Hauptwerk gilt eine zweibändige Abhandlung zur Metaethik bei David Hume und Immanuel Kant. Seit 2005 lebt sie in Berlin und leitet dort das Adrian Piper Research Archive (APRA). 2015 erhielt sie einen Goldenen Löwen der Biennale von Venedig. Die mit 12.000 Euro dotierte Auszeichnung wird im Herbst 2018 in Berlin verliehen. Anlässlich der Preisvergabe zeigt die Akademie der Künste auch eine Ausstellung am Pariser Platz. Der Käthe-Kollwitz-Preis wird jährlich an eine bildende Künstlerin, einen bildenden Künstler vergeben. Preisträger waren u.a. Katharina Sieverding (2017), Edmund Kuppel (2016), Bernard Frize (2015), Corinne Wasmuht (2014), Eran Schaerf (2013), Douglas Gordon (2012), Janet Cardiff & George Bures Miller (2011), Mona Hatoum (2010) und Ulrike Grossarth (2009). www.adk.de

Museen & Institutionen

Jean-Michel Basquiat in der Schirn Kunsthalle

Jean-Michel Basquiat, Untitled, 1982, Akryl und Öl auf Lwd., Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam, © VG Bild-Kunst Bonn, 2018 & The Estate of Jean-Michel Basquiat, Licensed by Artestar, New York, Courtesy: Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam, Foto: Studio Tromp, Rotterdam

Eine Ausstellung in der Schirn Kunsthalle Frankfurt zeichnet bis zum 27. Mai 2018 Jean-Michel Basquiats künstlerischen Weg von den Anfängen bis zu seinem frühen Tod im Alter von 27 Jahren im Jahr 1988 nach. „Sie beleuchtet in verschiedenen Themenbereichen sowohl die kunsthistorische Einordnung seines Œuvres als auch dessen Rezeptionsgeschichte. Unterschiedliche Aspekte wie die Rolle von SAMO© und der Einfluss der New Yorker Downtown-Szene auf Basquiats künstlerische Entwicklung oder die Bedeutung seiner bisher selten erwähnten interdisziplinären Kunstproduktion werden diskutiert.“ Jean-Michel Basquiat (1960–1988) wird nun erstmals seit 30 Jahrn wieder in einem öffentlichen Museum in Deutschland vorgestellt. Neben Gemälden, Zeichnungen, Notizbüchern und Objekten von Basquiat aus öffentlichen wie privaten Sammlungen hat das Schirn-Team auch seltene Filme, Fotografien, Musik und Archivmaterial zusammengetragen. Kuratoren der Ausstellung sind Dr. Dieter Buch­hart mit Elea­nor Nairne, Barbi­can Art Gallery, London. www.schirn.de

Preise

Wilhelm-Loth-Preis an Olaf Nicolai

Olaf Nicolai, Foto: Hans-Günther Kaufmann, München, Courtesy: Galerie Eigen + Art, Berlin/Leipzig

Olaf Nicolai nimmt am 26. Mai 2018 den Wilhelm-Loth-Preis der Stadt Darmstadt entgegen. Über seine künstlerische Arbeit heißt es: „Mit seinen Ansätzen stellt er die gewohnten Betrachtungsweisen unserer Alltagswelt immer wieder infrage und hebt damit bewusst die Grenze zwischen Kunst und Leben auf“. Der aus Halle/Saale gebürtige Künstler lebt und arbeitet heute in Berlin. www.darmstadt.de

Kulturpolitik

Documenta-Defizit: Staatsanwalt ermittelt

Ticketverkauf zur Documenta 2017, Foto: S. Kallnbach

Der Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse Coopers über den Umgang mit den Finanzen bei der Ausrichtung der documenta 2017 ist Anlass für Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen Untreue. Gegen wen sich die Ermittlungen richten, wurde derzeit noch nicht öffentlich bekannt gegeben. Als es im vergangenen Sommer hieß, die d 14 werde mit einem Millionen-Defizit abschließen, hatte die documenta-Geschäftsführerin Annette Kulenkampff den Vorwurf strafbaren Verhaltens zurück gewiesen, und das wiederholte sie auch jetzt erneut über ihre Anwälte. Gegenüber der „Rheinischen Post“ erklärte ein Sprecher der Kasseler Staatsanwaltschaft: „Nach der Prüfung beigezogener Berichte einer externen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden nunmehr weitere Ermittlungen aufgenommen, das heißt, ein so genannter Anfangsverdacht bejaht“. Allerdings sei mit diesen Ermittlungen „noch kein Schuldvorwurf verbunden.“ Die „Rheinische Post“ zitiert aus dem Bericht der Wirtschaftsprüfer, von dem nur vier Exemplare existieren sollen, „unzureichende Controlling-Maßnahmen und -Systeme“ hätten zu einer „zu späten Feststellung der Höhe der defizitären Entwicklung geführt. Bedeutsame Gegenmaßnahmen konnten ab Mai/Juni 2017 dann nicht mehr eingeleitet werden“. Es ist von „fehlender Liquiditätsplanung“ die Rede; viele Entscheidungen habe die Geschäftsführung „am Aufsichtsrat vorbei getroffen“. Dass die „Liquiditätslücke viel zu spät“ erkannt wurde, habe die Geschäftsführung „zu vertreten“, so das Fazit der Wirtschaftsprüfer. Kulenkampffs Anwälte weisen dies entschieden zurück: „Sobald wirtschaftliche Defizite absehbar waren, wurde der Aufsichtsrat informiert“. Obwohl die d14 in Kassel ein Plus von 2,1 Mill. Euro erwirtschaftete, musste für den Athener Teil der Veranstaltung schließlich eine „Ausgleichsfinanzierung“ in Höhe von 7,5 Mill. Euro gestemmt werden. „Insgesamt ist die Zahl der im Bericht aufgelisteten Fehler beträchtlich“, bilanziert der Autor Lothar Schröder in seinem Artikel. www.documenta.de

Museen & Institutionen

Robert Lebeck: „1968“

Robert Lebeck, Rudi Dutschke, Wortführer der deutschen Studentenbewegung, bei einer Rede in der Prager Karls-Universität, 3. April 1968

„Das Jahr der Studentenunruhen fand ohne mich statt“, resümmierte der Fotograf Robert Lebeck (1929-2014) einmal über seine Zeitzeugenschaft im Jahr 1968: als in Paris die Studenten auf die Barrikaden gingen, in Berlin der Sozialistische Studentenbund SDS zu Demonstrationen gegen den Axel Springer-Verlag aufrief und sowjetische Panzer den „Prager Frühling“ als Versuch eines liberaleren Kommunismus beendeten, war Lebeck beruflich in Florida und Kolumbien unterwegs. Dennoch – seine Fotoreportagen fingen die gesellschaftliche Aufbruchstimmung jener Jahre ein, und sein Nachlass enthält auch eine Aufnahme von Rudi Dutschke bei einem Vortrag in der Prager Universität. Das Kunstmuseum Wolfsburg stellt zum Stichwort „1968“ Robert Lebecks Aufnahmen aus jenem Jahr in den Mittelpunkt einer Ausstellung, die vom 4. März bis zum 22. Juli 2018 läuft. www.kunstmuseum-wolfsburg.de

Museen & Institutionen

Eugen Gomringer in Soest

Eugen Gomringer, Foto: privat, Courtesy: Stiftung Konzeptuelle Kunst Soest

Eugen Gomringer (Jahrgang 1925) gilt als Begründer der Konkreten Poesie. In den 1950er Jahren war er Sekretär von Max Bill an der Kunsthochschule Ulm und gründete zusammen mit Dieter Roth und Marcel Wyss die Zeitschrift "Spirale". Den Begriff "Konkrete Poesie" prägte er 1953 als literarisches Pendant zur Konkreten Kunst. Aus dieser Zeit, d.h. aus dem Jahr 1951 stammt auch sein Gedicht "Ciudad (Avenidas)", dessen Text kürzlich von der Fassade der Berliner Alice Salomon-Hochschule entfernt wurde, weil deren AStA darin eine "Herabwürdigung der Frauen" zu erblicken glaubte und mit der Forderung nach Entfernung eine Zensurdiskussion befeuerte. Eugen Gomringer hält am 24. Februar um 15:00 Uhr einen Vortrag zur konkreten Poesie in Bezug auf die Ausstellung painting black im Museum Wilhelm Morgner, Soest. www.skk-soest.de

Museen & Institutionen

Baden-Baden:Gespräch mit Kasper König

Kasper König, Berlin 2017, Foto: Heinz-Norbert Jocks

Am 14. März 2018 führt die Kunsthalle Baden-Baden in Kooperation mit SWR 2 ein Gespräch von Dietrich Brants mit Kasper König durch. König ist seit 1977 Mitbegründer und Leiter der Skulptur Projekte Münster, zuletzt 2017; er war Rektor der Frankfurter Städelschule und Direktor des Kölner Museum Ludwig und leitete die Manifesta 2014. In dem Gespräch erzählt er, wie er mit Künstlern zusammen arbeitet, nach welchen Kriterien er seine Ausstellungen konzipiert und wie sich der Kunstbetrieb seit den 1960er Jahren bis heute gewandelt hat. www.kunsthalle-baden-baden.de

Galerien & Auktionshäuser

Galerie Kulli: Publikation zum Jubiläum

Galeristin Susanne Kulli, Foto: Katalin Deér, St. Gallen

Zum 33jährigen Bestehen der Züricher Galerie Susanne Kulli haben Max Wechsler und Peter Zimmermann alsa Herausgeber eine Publikation veröffentlicht: 33 Jahre Galerie Susanna Kulli - Ein Materialbuch. Den Umschlag dazu entwarf Thomas Hirschhorn. Ein eigenes Kapitel ist auch dem „Hirschhorn-Skandal“ von 2004 gewidmet, als Hirschhorns Installation „Swiss-Swiss Democracy“ für Empörung unter den konservativen politischen Kräften im Land sorgte und zu einer drastischen Budgetkürzung für die Stiftung „Pro Helvetia“ führte. Die Galerie wurde in den 1980er Jahren in St. Gallen gegründet, als auch dort eine kulturelle Aufbruchstimmung herrschte; 2004 zog die Susanne Kulli nach Zürich um. Das Programm verbindet etablierte Namen John Armleder, Olivier Mosset, Gerhard Merz oder Gerwald Rockenschaub mit jüngeren künstlerischen Positionen, etwa von Kerim Seiler, Bertold Stallmach, Stéphane Kropf, Vanessa van Obberghen, Michael Noser und Shila Khatami. www.susannakulli.ch

Museen & Institutionen

Hannover: Festakt des AICA-Verbandes

Pressefoto: Architekturfoto vom Erweiterungsbau Sprengel Museum Hannover, Außenansicht, Foto: Herling / Gwose / Werner, Sprengel Museum Hannover

Der Kritikerverband AICA hat das Sprengel Museum Hannover zum Museum des Jahres 2017 gekürt. Der Festakt mit der Vergabe der aktuellen Auszeichnungen findet am 25. Februar 2018 im Sprengel-Museum statt (ab 11.15 Uhr). Ausstellung des Jahres ist die Werkschau "SURREALE SACHLICHKEIT. Werke der 1920er- und 1930er-Jahre aus der Nationalgalerie Berlin, Sammlung Scharf-Gerstenberg", und als besondere Ausstellung wird die Otto-Freundlich-Ausstellung "Kosmischer Kommunismus" im Kölner Museum Ludwig gewürdigt. Außerdem präsentiert der Sender 3Sat eine Folge aus seiner Serie "Museumscheck", die in Hannover entstand. www.sprengel-museum.de

Aktionen & Projekte

INNOVATION in Culture im ZKM Karlsruhe

INNOVATION in Culture - Konferenz im Rahmen des EU-Projektes smARTplaces, © ZKM | Zentrum für Kunst und Medien

INNOVATION in Culture lautet das Thema der Konferenz im Rahmen des EU-Projektes smARTplaces am 1. und 2. März 2018 im ZKM Karlsruhe. Die Konferenz untersucht Möglichkeiten aber auch Notwendigkeiten digitaler Erneuerung innerhalb der Kultur und stellt das Audience Development in den Fokus. Über die Dauer der Konferenz wird innerhalb eines Barcamps die Erarbeitung eines Manifest für »smart places« in der Kultur begonnen, das die Bedürfnisse der Kulturinstitutionen formuliert und innerhalb der kommenden zwei Jahre verabschiedet werden soll. Innovation Talks, Experience-Flights, Fishbowls sowie verschiedene Workshop-Formate greifen über zwei Tage Themen der Kulturarbeit im 21. Jahrhundert auf: Wer sind unsere BesucherInnen, wie erfahren wir mehr über sie und was dürfen wir überhaupt über sie wissen, um als Kulturinstitutionen die Korrektiv-Funktion gegenüber der gesellschaftlichen Entwicklung nicht zu verlieren?...“ www.zkm.de

Personalien

Sepulkralmuseum Kassel: neuer Leiter

Dirk Pörschmann, Foto: Copyright Museum für Sepulkralkultur Kassel

Dr. Dirk Pörschmann wurde während der Vernissage zur Sonderausstellung „Alles klar? Glas und Tod: Von transparenten Dingen und transzendenten Vorstellungen“ (noch bis 13. Mai 2018) in das Amt des Geschäftsführers der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. sowie die Leitung des Zentralinstituts und Museums für Sepulkralkultur in Kassel eingeführt. Das Museum wurde 1992 gegründet und zeigt in seiner Dauerausstellung auf 1.400 qm Exponate zu Bestattungsriten vom Mittelalter bis zur Gegenwart. www.sepulkralmuseum.de

Aktionen & Projekte

Dresden: "Immer Ärger mit den Großeltern"

Antje Engelmann, Erzählstock, 2017, © Antje Engelmann

Je weiter ein historisches Ereignis zeitlich zurück liegt, desto abstrakter erscheint es uns. Konkreter wird die Zeitgeschichte ins Familienalbum, wenn dort der Großvater in Nazi-Uniform oder im Ernst Thälmann-Look abgebildet ist. Welches kulturelle Umfeld hinterlassen und die Altvorderen, welche Lebenslügen wirken nach, welche Traumata bewirken, dass wir heute unbedingt anders sein wollen als die Generationen vor uns? Damit beschäftigt sich die Ausstellung „Immer Ärger mit den Großeltern“ im Kunsthaus Dresden (bis 21. Mai 2018). „Der geweitete Traditionsraum und die globale Perspektive einer jungen Generation von Künstlerinnen und Künstlern mit Lebensschwerpunkt in Deutschland umfasst unter anderem die Zeit der japanischen Kolonialherrschaft in Korea, das Erbe kolonialer rassistischer Ideologien, brachliegende Grundstücke in Bosnien-Herzegowina, die paradoxe Geschichte der Donauschwaben, die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit sowie den architektonischen, kulturellen und politischen Nachlass der DDR und der Transformationszeit nach 1989...“ Künstlerliste: Lisa Maria Baier, Kyung-hwa Choi-ahoi, Antje Engelmann, Amit Epstein, Deborah Jeromin, Sven Johne, Margret Hoppe, Rajkamal Kahlon, Ahmet Kavas, Wilhelm Klotzek, Kateřina Šedá, Mila Panić, Ute Richter, Johanna Rüggen, Saša Tatić, Nikos Valsamakis, Ingo Vetter. www.kunsthausdresden.de

Museen & Institutionen

Neo Rauch in Zwolle

Neo Rauch, Gewitterfront, 2016, Öl auf Leinwand, 150 x 100 cm, Foto: Uwe Walter, Berlin

Neo Rauch hat bis zum 3. Juni 2018 eine große Überblicksausstellung im Museum de Fundatie von Zwolle (Niederlande). Die Werkschau umfasst Arbeiten aus der Zeit, als der Maler seine erste Ausstellung 1993 in der Leipziger Galerie Eigen + Art hatte bis 2017. „Neo Rauch füllt seine Gemälde mit seinen eigenen Traumbildern, Visionen, Begleitern und Weggefährten. Seine Gemälde verknüpfen ihre Dynamik mit unserem Lebensgefühl. Sie werden Teil unseres Lebens, als wären sie Hausgenossen... Die Werke Neo Rauchs feiern die Kraft der Kunst und proklamieren die Tätigkeit des Malens wie auch die Betrachtung von Gemälden als Lebensnotwendigkeit.“ www.museumdefundatie.nl

Preise

Follow Fluxus-Stipendium

Assaf Gruber, Follow Fluxus 2018, Courtesy Nassauischer Kunstverein Wiedbaden

Assaf Gruber darf das Stipendium Follow Fluxus und die Folgen antreten, das von der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden und vom Nassauischen Kunstverein Wiesbaden vergeben wird. Damit werden junge Künstler geefördert, die die Ideen der Fluxusbewegung aufgreifen und lebendig halten. Wiesbaden gilt als einer der Gründungsorte dieser Kunstrichtung, als dort 1962 die „Fluxus Festspiele Neuester Musik“ stattfanden. Assaf Gruber lebt und arbeitet in Berlin; er beschäftigt sich künstlerisch mit „individuellen Ideologien“. www.kunstverein-wiesbaden.de

In eigener Sache

Der neue Band ist erschienen! Moderne, reloaded - Befragung einer Epoche

Weltweit nutzen Künstler die Moderne als „DNA des Zeitgenössischen“, auch in Ausstellungen und Forschungen wird diese Epoche einer kritischen Revision unterzogen und ihre Grenzen werden neu abgesteckt. Was steckt hinter diesem akuten „Reload“ der bereits als abgeschlossen gegoltenen Epoche Moderne?

Hochschulen

Münster: Rechtsberatung für Kunstakademiker

Der Initiator der Art Law Clinic, Prof. Dr. Thomas Hoeren, Copyright: WWU - Peter Grewer

Das Institut für Medienrecht an der WWU-Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und die Kunstakademie Münster kooperieren bei einer Rechtsberatung für Studenten, genannt „Law Clinic“. Für die Kunststudenten wurde das Beratungsprogramm um Kunstrecht erweitert. Jurastudenten in höheren Semestern beraten ihre Kommilitonen aus dem Kunstbereich über Rechtsfragen bei Bildverkäufen, Wunsch nach Werbung für eine Ausstellung mit Motiven des Künstlers auf T-Shirts oder ähnlichen Fragen zu Markenrechten. Auf der einen Seite wird im Internet hemmungslos kopiert, hoch- und herunter geladen, geteilt und gepostet, auf der anderen Seite sind die Urheber gegenüber einer unerlaubten Werknutzung stärker sensibilisiert als früher: „Das kann schnell extrem hohe Schadensersatzforderungen mit sich bringen“, erklärt dazu Thomas Hoeren, der auch als Dozent an der Kunstakademie Münster tätig ist. Die Initiatoren erhoffen sich durch die Kooperation auch, dass nicht nur die Künstler berufskundlich notwendige Kenntnisse in Rechtsfragen erlangen, sondern dass gleichzeitig die angehenden Juristen auch mehr Interesse und Verständnis für die Kunst entwickeln. www.uni-muenster.de

Kulturpolitik

Preußen-Stiftung erhält Riefenstahl-Nachlass

© bpk / Erika Groth-Schmachtenberger, Regie und Hauptrolle: Leni Riefenstahl (Uraufführung 1954). Die Dreharbeiten fanden von September bis November 1940 im Alpendorf Krün bei Mittenwald statt. Als Komparsen wurden Sinti und Roma aus den Zwangslagern Maxglan bei Salzburg sowie Berlin-Marzahn eingesetzt. Aufnahmedatum: September 1940

Der Nachlass der Filmemacherin Leni Riefenstahl (1902-2003) geht an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Dies entschied Gisela Jahn, ehemalige Sekretärin und jetzige Alleinerbin Riefenstahls. Obwohl sie es schaffte, in der Nachkriegszeit lediglich als „Mitläuferin“ des NS-Regimes eingestuft zu werden, blieb Riefenstahl nach 1945 höchst umstritten wegen ihrer Einbindung in die NS-Filmpolitik und deren Propagandastrategien. Zu einem ihrer frühen Hauptwerke zählt der Film „Triumph des Willens“ über den Reichsparteitag der NSDAP 1934, der im Abspann Adolf Hitler als leitenden Produzenten erwähnt. Während ihre Fans sie später als „innovative Filmemacherin“ feierten, sahen ihre Kritiker jedoch auch noch in den Fotoreportagen der 1960er Jahre über das Volk der Nuba im Sudan Parellelen zur NS-Ästhetik der 1930er Jahre. Stiftungspräsident Hermann Parzinger ist sich der besonderen Verantwortung bewusst, das Erbe anzutreten, und damit eine „kritische Auseinandersetzung mit dieser streitbaren Person der Zeitgeschichte“ zu leisten: „Gerade auch die Rolle von Leni Riefenstahl im Nationalsozialismus wird bei der Aufarbeitung des Nachlasses von zentraler Bedeutung sein.“

Galerien & Auktionshäuser

Galerist Nordenhake: Schenkung

Robert Ryman, Untitled, 1969 © Robert Ryman, Foto: Prallan Allsten/Moderna Museet, Pressefoto

Claes Nordenhake, Galerist und Sammler in Malmö, Stockholm und Berlin, hat dem Moderna Museet (Stockholm/Malmö) zwölf abstrakte monochrome Arbeiten geschenkt. Dabei handelt es sich um Bilder von Olle Bærtling, Marcia Hafif, Stefan Baumkötter, Phil Sims, Günter Umberg, Alan Carlton, Joseph Marioni, Ingo Meller, Alan Uglow, Frederic Matys Thursz, Robert Ryman und Magnus Wallin. www.modernamuseet.se

Museen & Institutionen

Ahlen: Stühle im Dialog

Jean-Joseph Chapuis, um 1805, Courtesy: Kunstmuseum Ahlen

Bis zum 1. Mai 2018 zeigt das Kunstmuseum Ahlen die Ausstellung „ I am a chair - Stühle im Dialog“ mit Objekten aus der Sammlung Werner Löffler. Präsentiert werden 80 Design-Beispiele für Stühle, darunter ein historisches Exemplar von Jean-Joseph Chapuis aus der Epoche des Empire im frühen 19. Jh., vor allem aber wegweisende Beispiele für das Design der Moderne von Alvar Aalto, Mar­cel Breuer, Richard Riemerschmid, Mies van der Rohe Frank Lloyd Wright und markante Beispiele für die kulturellen Unterschiede im Sitzen in unterschiedlichen Epochen und Räumen und über die damit verbundenen Rituale: in manchen Kulturräumen sitzt man im Schneidersitz auf Sitzkissen, hochgestellte Persönlichkeiten nehmen auf einem Thron Platz, im antiken Rom speiste man im Liegen, in Werkstätten findet man eher einfache Hocker, in in der Kirche war den Zerknirschten früher die harte Arme Sünderbank vorbehalten. www.kunstmuseum-ahlen.de

Museen & Institutionen

Haegue Yang im Grazer Joanneum

Künstlerin Haegue Yang, Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner

Bis zum 2. April 2018 zeigt das Universalmuseum Joanneum Graz im Space02 seines Grazer Kunsthauses  die Ausstellung VIP’s Union – Phase II, Surrender. Im Sommer 2017 hatte die Künstlern Haegue Yang "Very Important Persons" aus der Region um Möbel-Leihgaben gebeten: "100 Personen sagten schließlich zu, darunter Künstler Erwin Wurm, Diözesanbischof Hermann Glettler oder Opern-Intendantin Nora Schmid. Während sich die Möbel der steirischen VIPs in der ersten Phase von VIP’s Union in eigenwilligen Sitz-Ensembles über das gesamte Kunsthaus verteilten und damit eine temporäre Gemeinschaft im Kontrast zum standardisierten Kunsthaus-Mobiliar bildeten, verlieren diese in Phase II nun augenscheinlich ihren funktionalen Status. Das Mobiliar ist in den Ausstellungsraum gewandert, wurde gekippt, gedreht, auf den Kopf gestellt und vereinzelt..." www.kunsthausgraz.at

Museen & Institutionen

Pergamonmuseum: Panorama-Raum

Pergamonmuseum. Museumsinsel Berlin. Eingang über Bodestraße. © Staatliche Museen zu Berlin / Maximilian Meisse

Das 1930 vollendete Berliner Pergamonmuseum erfährt seit 2013 eine Grundsanierung „und wird in einen funktionalen Museumsbau nach modernen Standards verwandelt.“ Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung, sagt dazu: „Wir wissen, dass wir den Besuchern der Museumsinsel während der Sanierung des Pergamonmuseums vieles zumuten müssen. Es ist mir ein großes Anliegen, dass wir dennoch die zentralen Themen des Weltkulturerbes weiter präsent halten.“ Deswegen errichtet die Stiftung Preußischer Kulturbesitz errichtet derzeit einen temporären Ausstellungsbau. «Pergamonmuseum. Das Panorama» entsteht gegenüber der Berliner Museumsinsel zwischen Kupfergraben und der S-Bahntrasse. Das Projekt soll „kurz vor Ostern 2018“ eröffnet werden. Mit der Gestaltung wurde der Künstler Yadegar Asisi beauftragt. Zu besichtigen sind Originalteile des Pergamonaltars sowie eine Videoinstallation zum Pergamonaltar. www.smb.museum/home.html

Aktionen & Projekte

München: Du bist Faust

Philipp Fürhofer, „Mirror in the wall“ Installationsskizze, Foto: Goldmann PR

Im Rahmen des Münchener „Faust“-Festivals zeigt der Augsburger Künstler Philipp Fürhofer eine Spiegelinstallation im 11m langen Schaufenster des „Kaufhaus Beck“ am Marienplatz „Durch den gezielten Einsatz von Spiegeln entstehen unendlich viele Reflektionen der Schaufensterfiguren. Betrachter, Passanten und das Umfeld des Marienplatzes integrieren sich so in das Gesamtbild – der Betrachter wird selbst zum Teil des Kunstwerks. Es entsteht eine ironische Verkehrung des Betrachterblicks, welche die Frage aufwirft: 'Wer betrachtet eigentlich wen?' Entstanden ist diese einzigartige Installation in Zusammenarbeit...“ mit Werner Murrer, Spezialist für moderne und historische Rahmen, der Leihgaben aus verschiedenen Jahrhunderten seiner umfangreichen Sammlung zur Verfügung stellt...“ www.faust.muenchen.de

Kulturpolitik

Bonner Gespräche über Big Data

Im Rahmen ihrer Bonner Gespräche führt die bpp-Bundeszentrale für politische Bildung eine Tagung zum Thema „Künstliche Intelligenz, Big Data und digitale Gesellschaft – Herausforderungen für die politische Bildung“ durch. Veranstaltungsort ist das Gustav-Stresemann-Institut e.V. Europäische Tagungs- und Bildungsstätte Bonn (Langer Grabenweg 68). „Die Entwicklung zur digitalen Gesellschaft ist damit auch eine der größten Herausforderungen für die politische Bildung.“ Für den Freitag, 2. März 2018, sind Diskussionen mit Wissenschaftlern, Pädagogen, Studenten, Verwaltungsfachleuten und Politikern angekündigt. Am „Bürgersamstag“, 3. März 2018, „sind zugleich alle Menschen im Köln-Bonner Raum eingeladen, einzelne Veranstaltungen ohne Anmeldung zu besuchen. Eltern und Kinder erwartet ein neu entwickelter spannender Erlebnis- und Lernparcours 'Digitale Welt', der Big Data für Kinder erklärt.“ www.bpb.de/veranstaltungen/format/kongress-tagung/242756/kuenstliche-intelligenz-big-data-und-digitale-gesellschaft-herausforderungen-fuer-die-politische-bildung

Museen & Institutionen

Baden-Baden: Ausstellen des Ausstellens

John Bock, Abay hoch Bock hoch zwei ist gleich Wurzel aus Eierschale tangiert Kaugummikurve, Konzert im Kölnischen Kunstverein © Martin Sommer 2015

Die aktuelle Ausstellung in der Kunsthalle Baden-Baden (3. März – 17. Juni 2018) heißt Ausstellen des Ausstellens Von der Wunderkammer zur kuratorischen Situation. Sie "blickt in die Vergangenheit, auf das Heute und vermittelt damit auch einen Ausblick in die Zukunft des Ausstellens. Die Schau nimmt ihren Ausgangspunkt bei den Vorläufern der modernen Museen und endet bei aktuell zu erlebenden kuratorischen Situationen. Sie versammelt mehrere hundert Werke und zeigt beispielsweise, wie Objekte in frühen Kunstkammern präsentiert wurden, welche Formen des Zeigens im 20. Jahrhundert aufkamen, und wie Kunst heute präsentiert wird." Der Bogen reicht von frühen Sammlungskabinetten des 17./18. Jh. bis zu den Konzepten, mit denen heutige Künstler ihr "Nachdenken über die Infrastruktur des Ausstellens" thematisieren. www.kunsthalle-baden-baden.de

Museen & Institutionen

30 Jahre Generali Foundation

Als Förderer zeitgenössischer Kunst feiert die österreichische Generali Foundation in diesem Jahr ihr 30jähriges Jubiläum. Die Stiftung wurde 1988 als gemeinnütziger Kunstverein gegründet; ihre Sammlung umfasst heute 2.100 Werke von 250 Künstlern. Aus Anlass des Gründungsjubiläums präsentiert das Museum der Moderne Salzburg im Jahr 2018 eine Reihe von Ausstellungen. In deren Zentrum steht diese Sammlung, die 2014 als Dauerleihgabe an das Museum der Moderne Salzburg verlagert wurde. www.museumdermoderne.at

Ausschreibungen

Stipendium für Fotostudium

Szenen aus der Akademie, Fotoillustration zur Ausschreibung, Copyright: Fotoakademie-Koeln

Die Internationale Photoszene Köln und die Fotoakademie-Koeln vergeben ein Stipendium für ein zweieinhalbjähriges Studium im Gesamtwert von rund 7.000 Euro. Das Studium beinhaltet unter anderem Materialkunde, Bildgestaltung, Lichtsetzung, Studiotechnik, digitale Bildbearbeitung, Geschichte und Semantik der Fotografie, Kreativitätstechniken, Fotorecht... Es dauert insgesamt fünf Semester (vier reguläre und ein Diplom-Semester) und findet einmal wöchentlich mittwochs oder sonntags statt. Bewerbungen bis zum 4. Mai 2018 an: Fotoakademie-Koeln, Im Mediapark 8a, 50670 Köln, www.fotoakademie-koeln.de

Ausschreibungen

artist-run Projekt in Mecklenburg

NOVOPO ist ein „nichtkommerzielles, artist-run Projekt, das sich mit Natur als Ausgangspunkt der künstlerischen Arbeit auseinandersetzt. Schwerpunkt der Projektarbeit ist die künstlerische / kunsttheoretische Untersuchung unseres gegenwärtigen Naturverständnisses in modernen urbanen Lebenssituationen, im Spannungsfeld zu (vermeintlich) ländlicher Idylle.“ Künstlern werden für die Sommermonate Juni bis September 2017 kostenfreie Aufenthalte in Weitenhagen (Mecklenburg) geboten; alle anderen Kosten müssen die Bewerber selber tragen. Es gibt keine Deadline, Bewerbungen sind immer möglich. Download Bewerbungsformular unter www.novopo.de

Galerien & Auktionshäuser

Sotheby's stiftet Ausstellungspreis

Das Auktionshaus Sotheby’s stiftet einen neuen Kunstpreis für ungewöhnliche Ausstellungsthemen und schüttet dafür insgesamt 250.000 US-Dollar aus. Die erste Auszeichnung gilt zwei Ausstellungen, die erst 2019 stattfinden: das Museum of Contemporary Art Chicago (MCA) zeigt ab Oktober 2019 die Ausstellung „Many Tongues: Art, Language, and Revolution in the Middle East and South Asia“. Der andere Preisträger ist das Nasher Museum of Art at Duke University (NMA) in North Carolina mit seiner Werkschau „Pop América, 1965-1975“ ab September 2019. www.sothebys.com

Museen & Institutionen

Haus der Kunst: "Blind Faith"

Mary Reid Kelley mit Patrick Kelley, This is Offal, 2016, 1-Kanal-Video, HD, Ton (film still), 12:30 Min, Courtesy: die Künstler und Arratia Beer

Blind Faith: Zeitgenössische Kunst zwischen Intuition und Reflexion heißt eine Ausstellung, die im Haus der Kunst München vom 2. März bis zum 19. August 2018 zu sehen ist. "Durch die sozialen Medien und das Internet haben Printmedien, Radio und Fernsehen in Bezug auf Nachrichten, Fakten und Hintergrundinformationen ihre ehemalige Monopolstellung teilweise eingebüßt... Im Zuge dieser Entwicklung haben harte Tatsachen an Gewicht verloren; zudem ist die Tendenz entstanden, Nachrichten und Informationen mit emotionalen Anteilen zu mischen. In extremer Ausprägung kann an die Stelle von solider Information 'blindes Vertrauen' treten..." Okwui Enwezor, Direktor im Haus der Kunst, lud drei Mitglieder seines Kuratorenteams "zu einer umfassenden Recherche ein, welche ästhetischen Überlegungen zu dieser gesellschaftlichen Entwicklung" gerade die jüngere Kunst aus den letzten fünf Jahren aufweist. In diesem Kontext der Ausstellung mit 28 Künstlerbeiträgen ist das blinde Vertrauen "ein Amalgam aus Körperlichem (Blindheit) und Immateriellem (Glauben). Den ausgewählten Werken ist gemeinsam, dass sie den menschlichen Körper als Instrument einsetzen, und den Geist eher als Raum für tief reichende Experimente ansehen, mit dessen Hilfe eine neue Form von Wissen entstehen kann..." www.hausderkunst.de

Ausschreibungen

Artlake Festival

Das Artlake Festival findet vom 16. bis zum 19. August 2018 als „interdisziplinäres und formatoffenes Festival“ anderthalb Stunden entfernt von Berlin, am Bergheider See in Lichterfeld-Schacksdorf in der Niederlausitzer Heidelandschaft statt. Eine Bewerbung zur Teilnahme ist mit Projekten aus den Bereichen, Bildende Kunst, Performance, Theater, Literatur, Diskurs und Film“ möglich. Alle Beiträge werden „fair vergütet“, wobei bei solch einer selbstorganisierten Veranstaltung der finanzielle Rahmen limitiert ist. Die Bewerbungsfrist endet am 30. April 2018. Kontakt: kultur@artlake-festival.de

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