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Aktionen & Projekte

Manifesta 12: Vorprogramm im Teatro Garibaldi

Aspendo Manifesta 12 Opening, Foto: Copyright CAVE Studio

Rund ein Jahr vor ihrer offiziellen Eröffnung im Frühsommer 2018 bietet die Manifesta 12 in Palermo jetzt bereits ein Vorprogramm an: Anlaufstelle ist das historische Teatro Garibaldi, das „schon jetzt ein spezielles Programm für die Bewohner Palermos“ anbietet und „die lokalen Communities“ dazu einlädt, hier ihre Ideen und Vorstellungen von der Manifesta 12 zu teilen“. „Aspettando Manifesta 12” („Warten auf Manifesta 12“) nennt sich dieses Veranstaltungsprogramm mit der Ausstellung „Manifesta Cultural Histories“, die „auf der Basis von vorhandenem Archivmaterial die Geschichte(n) und die Ideen rundum die vorherigen Manifesta-Ausgaben aufspürt“. Außerdem wurde eine Manifesta Pop Up-Bibliothek aus dem Bestand der Manifesta sowie verschiedener Stiftungen eingerichtet: Sie ist Forum für  „Fatimide’s Tales”, einem Projekt, „das das Manifesta 12 Vermittlungsteam mit dem in Palermo geborenen Künstler Gabriella Ciancimino, Studenten der Amari Roncalli Ferrara School sowie Kindern der Piazza Magione, in direkter Nähe zum Teatro Garibaldi gelegen“, konzipiert hat. Für den Herbst 2017 ist zudem eine Serie von Lesungen, Workshops und Diskussionen über die Geschichte und Entwicklung früherer Manifesta-Ausgaben als Teil des „Aspettando Manifesta 12” angekündigt. www.manifesta.org

Biennalen

Manifesta Eröffnung

Hedwig Fijen und Leoluca Orlando bei der Eröffnungsfeier der Manifesta 12, Foto: Wolfgang Träger

Am Wochenende fand die große Eröffnung der diesjährigen Manifesta in Palermo statt. Die Wanderbiennale findet zum 12. Mal statt und läuft nun bis zum 4. November in der sizilianischen Hauptstadt. Mit dem Titel "The Planetary Garden - Cultivating Coexistence" bezieht man sich auf ein Konzept von Landschaftsarchitekt Gilles Clément: In der Vorstellung, die Welt sei ein Garten liefert dieser das Modell für das Aufeinandertreffen und die Koexistenz verschiedener Kulturen und Lebensformen. Palermo bietet sich als Austragungsort einer solchen Manifesta an, mit seiner Lage an der Küste Siziliens und damit auf Migrationsrouten von drei Kontinenten. Zur Eröffnungsfeier standen Manifesta - Leiterin und - Initiatorin Hedwig Fijen zusammen mit dem Bürgermeister Palermos, Leoluca Orlando, dem kuratorischen Mediatorenteam und sizilianischen Kulturverantwortlichen gemeinsam auf der Bühne, um den Startschuss für die Großausstellung zu geben. www.m12.manifesta.org/

Kulturpolitik

Kasseler Obelisk: Politiker stellen Ultimatum

Olu Oguibe, Das Fremdlinge und Flüchtlinge Monument, 2017, Beton, 3 × 3 × 16,3 m, Königsplatz in Kassel

Statt 600.000 Euro wie vom Künstler Olu Oguibe ursprünglich erhofft, kamen bei einer Spendenaktion für den Ankauf seines Documenta-Oblelisken auf dem Kasseler Königsplatz nur 126.000 Euro zusammen. Oguibe war bereit, diese Summe zu akzeptieren, unter der Bedingung, dass die Skulptur auf dem Königsplatz verbleibt. Doch darauf wollten sich die Lokalpolitiker nicht einlassen, sie favorisierten stattdessen im Falle eines Ankaufs den Holländischen Platz als Standort. Nachdem die Kasseler CDU und schließlich auch die SPD sich für einen Abbruch der Verhandlungen mit dem Bildhauer entschieden, lenkte Oguibe ein und schlug einen Kompromiss vor: der Obelisk könne vor dem geplanten Documenta-Institut in der Nähe der Universität aufgestellt werden. Bis zur Einweihung des neuen Gebäudes solle er aber auf dem Königsplatz verbleiben. Im Kasseler Stadtparlament gab es dafür jedoch jetzt keine Mehrheit. Die Lokalpolitiker votierten stattdessen dafür, einem Ankauf für 126.000 Euro nur dann zuzustimmen, falls bis zum 30. Juni 2018 mit dem Künstler eine Einigung über die künftige Aufstellung erzielt würde; andernfalls soll die Skulptur ab Juli 2018 abgebrochen werden.

Preise

Bâloise-Kunstpreis

Porträt Lawrence Abu Hamdan, Contra Diction: Speech Against Itself (gekürzte Version), Brighton Dome 2014. Courtesy der Künstler

Suki Seokyeong Kang und Lawrence Abu Hamdan wurde für ihre Arbeiten im Sektor „Art Statements“ der diesjährigen Art Basel der Bâloise-Kunstpreis zuerkannt (je 30.000 Schweizer Franken). Außerdem erwirbt die Versicherungsgruppe Bâloise ihre Beiträge und schenkt sie der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin und dem MUDAM in Luxemburg. Suki Seokyeong Kang kombiniert abstrakte filigrane Skulpturen zu einer Installation, die mit Materialien wie Metall und Wolle bestückt sind. Lawrence Abu Hamdan wurde für seine Video- und Soundinstallation „The Shouting Valley“ ausgezeichnet, die eine Überschreitung der Grenze zwischen Syrien und Israel auf den Golan-Höhen durch Palästinenser im Jahr 2011 zum Thema hat. www.baloiseartprize.com

Personalien

Kuratorenteam am Folkwangmuseum komplett

Nadine Engel, Foto: Copyright Christoph Vohler

Nadine Engel als Kuratorin und Sammlungsleiterin 19./20. Jahrhundert und Thomas Seelig als Leiter der fotografischen Sammlung vervollständigen am Essener Folkwangmuseum das Team um den neuen Direktor Peter Gorschlüter. Seelig kommt vom Fotomuseum Winterthur nach Essen; Engel war von 2017 bis 2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Sammlung Moderne Kunst und Co-Kuratorin einer Paul Klee-Ausstellung der Münchener Pinakothek der Moderne. www.museum-folkwang.de

Hochschulen

Ausstellung über HfG Ulm

Mai 1968: Studenten und Dozenten der HfG demonstrieren vor dem Stuttgarter Landtag für den Erhalt der HfG. Foto: Herbert Kapitzki / HfG-Archiv Ulm 

In den 1950er und 1960er Jahren war Ulm wegen seiner 1953 gegründeten Hochschule für Gestaltung (HfG) ein „Brennpunkt des politisch-kulturellen Lebens in der jungen Bundesrepublik“. Immerhin galt die HfG als bedeutendste Design-Hochschule in der Nachfolge des Bauhaus. Erster Rektor bis 1957 war Max Bill. Doch im Jahr der Studentenrevolte 1968 wurde die HfG geschlossen - „ein ehrgeiziges Bildungsprojekt“ der Nachkriegszeit fand damit sein Ende. Mit den ideologischen Auseinandersetzungen jener Jahre begann auch „eine Diskussion über die Rolle des Industrie-Design in der modernen Überflussgesellschaft.“ Die HfG-Mitglieder hatten versucht, das Design der Moderne „in eine feste – eine gut gestaltete – Form zu gießen. Sie wollten eine neue Welt schaffen, mit sozialer Gerechtigkeit und guten Lebensbedingungen in einer gut gestalteten Umwelt für alle“. Was in dieser Hinsicht vor 50 Jahren postuliert wurde, ist heute immer noch zeitgemäß; „Nachhaltigkeit“ auch von Design lautet z.B. eines der Stichworte. Die Auflösung der Hochschule hatte banale Gründe, nämlich finanzielle Schwierigkeiten und interne Zerwürfnisse. Der baden-württembergische Landtag hatte noch Zuschüsse für 1969 unter Auflagen bewilligt; widerrief aber seine Zusage, als diese Auflagen nicht erfüllt wurden. Das Museum Ulm zeigt vom 14. Juli bis zum 4. November 2018 die Ausstellung WIR DEMONSTRIEREN! [linksbündig bis zum schluss] Hochschule für Gestaltung Ulm 1968, in der die damaligen Ereignisse dokumentiert und reflektiert werden. www.museumulm.de

Aktionen & Projekte

Martin Roth-Symposion

Martin Roth

Mit dem zweitägigen Martin Roth Symposium am 22./23. Juni 2018 in Berlin lädt das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt Freunde, Weggefährten und internationale Experten dazu ein, Impulse für eine Neuausrichtung der auswärtigen Kulturpolitik zu setzen. Deren Ideal und Ziel ist für alle Zugang zu Bildung und Kultur zu schaffen. Martin Roth, der vor einem Jahr starb,“ verkörperte diesen kulturpolitischen Ansatz wie nur wenige. Er war einer der innovativsten und einflussreichsten Museumsleiter der Welt, ein streitbarer Intellektueller, ideenreicher Kulturpolitiker und engagierter Bürger...Im Mittelpunkt des Symposiums stehen neue Herausforderungen wie trans- und internationale Kulturarbeit, Kooperation auch in schwierigen Zeiten und in anstrengenden Partnerschaften, die Frage nach dem „Nationalen“ im kulturellen Erbe, die Rolle von „disobedient objects“, von Design im gesellschaftlichen Kontext und nicht zuletzt die Herausforderungen der Digitalisierung für die Kulturarbeit. Mit dabei sind u.a. Giorgia Abeltino (Google Cultural Institute), Suay Aksoy (ICOM), Paolo Barratta (Biennale Venedig), Nico Daswani (World Economic Forum), Mateo Kries (Vitra Design Museum), Christoph Thun-Hohenstein (MAK Wien), Johannes Vogel (Naturkundemuseum Berlin), Benita von Maltzahn (Volkswagen Group), Mariet Westermann (The Andrew W. Mellow Foundation).“ www.ifa.de

Hochschulen

Großbrand zerstört Glasgow School of Art

Charles Rennie Mackintosh, um 1900, Foto: James Craig Annan, historische Aufnahme

Das Gebäude der Glasgow School of Art nach Plänen des schottischen Architekten Charles Rennie Mackintosh (1868-1928) gilt als signifikantes Beispiel für den Jugendstil in Großbritannien. Die Kunsthochschule wurde 1845 als Glasgow Government School of Design gegründet, und sie bekam 1896 ein neues Gebäude. Den Architekturwettbewerb gewann das Büro Honeyman und Keppie, für das Mackintosh damals arbeitete – von ihm stammt der Entwurf. Das Architekturbüro bzw. dessen Mitarbeiter Mackintosh bekamen auch den Auftrag für den Anbau einer Bibliothek 1907-1909 und für dessen Möblierung. Zu seinem 150. Geburtstag 2018 feiert die Stadt Glasgow den Architekten und Designer Mackintosh, doch zu Lebzeiten machte der Mitbegründer des geometrischen „Glasgow Styles“ Höhen und Tiefen durch: in den 1920er Jahren blieben die beruflichen Erfolge aus; keiner seiner Entwürfe wurde mehr verwirklicht. Als er an Zungenkrebs erkrankte, konnte er die Arztrechnungen nicht mehr bezahlen und starb völlig verarmt mit 60 Jahren. Als vier Jahre später auch seine Frau verstarb, wurde der Nachlass als wertlos verramscht. Unglück suchte auch sein wichtigstes Werk, nämlich das Hochschulgebäude, heim: 2014 wurde die Bibliothek durch einen Brand zerstört, als ein Fotokopiergerät im Keller explodiert sein soll; in anderen Berichten ist davon die Rede, ein defekter Projektor habe eine Kunstinstallation in Brand gesetzt. Die Wiederherstellung des Anbaus war noch nicht abgeschlossen, als im Juni 2018 erneut Feuer ausbrach, und dabei in der Bibliothek und sowie im Hauptgebäude die Innenräume ausbrannten. Ob das Gebäude restauriert oder wenigstens die Fassade erhalten werden kann, ist derzeit noch ungewiss. www.gsa.ac.uk

Preise

STRABAG Artaward International

Verena Dengler, Foto: Hanna Putz

Verena Dengler wurde der STRABAG Artaward International zugesprochen. Das Preisgeld beträgt insgesamt 35.000 Euro. Anerkennungen erhielten Alfredo Barsuglia, Larissa Leverenz, Erik Sturm sowie Alexander Wagner. Die fünf ausgewählten Künstler stellen bis zum 17. August 2018 im Wiener STRABAG Kunstforum aus. Die Jury bescheinigte Verena Dengler einen „unkonventioenellen Einsatz von Malerei und Zeichnung“. www.strabag-kunstforum.at

Museen & Institutionen

Tino Sehgal im Kunstmuseum Stuttgart

Tino Sehgal, Foto und Copyright: Wolfgang Tillmans

Als Hans Molfenter-Preisträger 2016 hat der Künstler Tino Sehgal jetzt bis zum 29. Juli 2018 eine Einzelpräsentation im Kunstmuseum Stuttgart. „Mit seinen Arbeiten, die er »konstruierte Situationen« nennt, erprobt Tino Sehgal einen neuartigen Ansatz live aufgeführter Kunst... Soziale Interaktion, Tanz und Gesang sind die wesentlichen Elemente von Sehgals Werk. Die Arbeiten werden zwar vom Künstler präzise konzipiert und die Akteure akribisch eingewiesen, doch die Situationen entwickeln zumeist eine Eigendynamik, reagieren auf den Ort und die Besucher...“ Sehgal nahm an der Documenta 2012 teil und wurde 2013 mit dem Goldenen Löwen der Biennale von Venedig ausgezeichnet“. www.kunstmuseum-stuttgart.de

Ausschreibungen

Vonovia Award für Fotografie

Auszug Serie Blickwechsel, Gewinnerserie Vonovia Award für Fotografie 2017 © Ina Schoenenburg

Der Vonovia Award für Fotografie ist zum Thema "Zuhause" ausgelobt. Die Ausschreibung richtet sich an "Berufsfotografen und in dem Medium Fotografie arbeitende Künstler sowie Studierende und Auszubildende aus dem Bereich Fotografie". Das Preisgeld beträgt insgesamt 42.000 Euro. Einreichungen sind bis zum 31. August 2018 möglich. Digitales Hochladen der Bewerrbungen unter: www.award.vonovia.de

Museen & Institutionen

Museum Ludwig Köln: Neupräsentation der Sammlung

Museum Ludwig Köln, Foto: A.R.

Das Kölner Museum Ludwig hat seine Sammlung neu geordnet. „Die Werke der Klassischen Moderne und der Kunst nach 1945 bis 1970 sind chronologisch vom oberen zum mittleren Stockwerk geordnet. Aus der Perspektive der Institution bildet die Gegenwartskunst im Treppenhausbereich und im Untergeschoss das Rückgrat und Fundament des Hauses, von der in die Vergangenheit und in die Zukunft geblickt wird... Diese Schlüsselrolle wird Building a Nation (2006/2011) von Jimmie Durham einnehmen. Ausgehend von der Arbeit wird die Sammlungspräsentation behandeln, inwiefern sozialer Status, Geschlecht und kulturelle Übereinkünfte die visuelle Wahrnehmung unserer Gegenwart mitbestimmen...“ www.museum-ludwig.de

Museen & Institutionen

Lübeck: Sanierungsbedarf bei Museen

Lübecker Budenbrookhaus um 1870, historische Aufnahme, Fotograf unbekannt

Sanierungsstau meldet die Stadt Lübeck: das Buddenbrookhaus wird für 18 Mill. Euro umgebaut. Hier lebten bis 1890 die Großeltern der Schriftsteller Thomas und Heinrich Mann. Um zeitgemäßen Brandschutz und Klimatechnik muss auch das Behnhaus gründlich überholt werden. Das Museum präsentiert Kunst der Romantik und der klassischen Moderne von Caspar David Friedrich bis Edvard Munch. Der Investitionsbedarf liegt bei 6 Mill. Euro. Eine Erneuerung der Ausstellung ist auch im Holstentor erforderlich. Unter Lübecks Museen ist es mit 50.000 Besuchern pro Jahr der Publikumsmagnet. Die dortige Ausstellung „Das Tor, die Stadt, die Welt“ erzählt die Geschichte des Gebäudes erzählt und seine Bedeutung für die Stadt. Ergänzend dazu sind Exponate der Völkerkundesammlung gezeigt, die Lübecker Kaufleute zusammen trugen.

Preise

Stipendium Fürstenberg Zeitgenössisch

Juan Antonio Olivares, Pressebild

Juan Antonio Olivares, Vanessa Safavi und Zin Taylor sind Stipendiaten von Fürstenberg Zeitgenössisch.Die drei Künstler erhalten während der Sommermonate eine finanzielle Förderung sowie Wohn- und Arbeitsräume auf Schloss Heiligenberg am Bodensee. Olivares ist Videokünstler. Im Mittelpunkt seines tragikomischen Films steht ein „Teddybär. Er erzählt von seiner ersten Erinnerung, dem Verhältnis zu seiner Mutter, ihrem Verlust und den großen Zyklus von Leben und Tod, bevor er sich in der letzten Einstellung explosionsartig in seine fluffigen Einzelteile auflöst...“ Safavi konzipiert „Skulpturen und Installationen, die sich mit der Beziehung von Körper und Geist beschäftigen... Wie ein Textil oder eine Haut schmiegt sich Silikon beispielsweise an exotische Muscheln an oder ragt aus diesen in Faltungen heraus.“ Taylor arbeitet mit Wandzeichnungen, Mobiles, Sprache, Ton und mit Duft. Damit formuliert er „Gedanken im Raum“, und dies vorwiegend mit „Punkten und Linien in Schwarz-Weiß“. www.fuerstenberg-zeitgenoessisch.com

Galerien & Auktionshäuser

Preisrekorde bei Foto-Auktionen

Hochpreisiges lässt sich im Kunsthandel nur bei etablierten Namen vermarkten; diese Binsenweisheit gilt nicht nur für die Malerei oder Grafik, sondern auch für den Handel mit Fotografie. So erzielte jüngst beim Berliner Auktionshaus Grisebach ein Fotogramm von László Moholy-Nagy 490.000 Euro – dieses Unikat aus der Weimarer Bauhaus-Zeit des Künstlers markiert den höchsten Preis, der bislang in Deutschland für ein Einzelfoto bezahlt wurde. Vintages von Albert Renger-Patzsch mit einem Schätzpreis von nur 5.000 – 7.000 Euro erreichten den Hammerschlag erst bei 42.500 Euro, auch die Einlieferung einer Arbeit von Bernd und Hilla Becher, die auf 4.000 – 6.000 Euro taxiert war, wechselte für 12.500 Euro den Besitzer. www.grisebach.com

Aktionen & Projekte

Parksommer Chemnitz

Parksommer nennt sich das Kunst- und Kulturfestival im Stadthallenpark von Chemnitz. Es findet in diesem Jahr vom 28. Juni bis zum 29. Juli 2018 mit einem Programm von etwa 30 Veranstaltungen. Es umfasst Konzerte, Poetry Slams, Hörspiele, Lesungen und andere Darbietungen. www.parksommer.de

Hochschulen

Performance an der Kunsthochschule Mainz

Illustration zur Ankündigung der Veranstaltung, Kunsthochschule Mainz

Eunhyung M. Lee / Naehoon Huh von der Kunsthochschule Mainz führen am 20. Juni 2018 um 19 Uhr in der "apotheke" (Umbach 8, Ecke Große Bleiche) die Performance HIKIKOMORI auf. Im Japanischen bezeichnet diese Vokabel "Hikkomori" den Rückzug in ein freiwilliges Eremitendasein - man verlässt kaum noch die eigene Wohnung oder das eigene Zimmer und reduziert alle Sozialkontakte auf ein Minimum. Soziologischen Ergebungen zufolge soll es unter den 127 Mill. Einwohnern Japnans etwa 1-1,6 Mill. Menschen geben, die in solch einer selbst gewählten Isolation leben. Weitere Performances an der Kunsthochschule Mainz sind für den 27. Juni, den 3. und den 11. Juli 2918 jeweils 19 Uhr angekündigt. www.kunsthochschule-mainz.de

Museen & Institutionen

Aenne Biermann im Kölner Museum Ludwig

Aenne Biermann, Selbstporträt, um 1931, Museum Ludwig, Köln, Repro: Rheinisches Bildarchiv Köln

Die Ausstellung Name der Fotografin: Aenne Biermann ist die vierte Präsentation im Fotoraum des Kölner Museum Ludwig, in dem seit 2017 wechselnde Ausschnitte der etwa 70.000 Werke umfassenden Sammlung Fotografie des Museum Ludwig gezeigt werden. Vom 16. Juni bis zum 30. September 2018 ist der gesamte Bestand der Fotografin Aenne Biermann mit 24 Arbeiten sowie weiteren kleinformatigen Archivabzügen und Negativen zu sehen. "Biermann, 1933 früh verstorben, war zu Lebzeiten in wegweisenden Ausstellungen wie der internationalen Werkbund-Ausstellung „Film und Foto“ vertreten und galt mit ihren sachlichen Aufnahmen als Avantgardefotografin ersten Ranges. Bis zu ihrem frühen Tod 1933 schuf sie Bilder ihrer nächsten Umgebung und prägte mit ihnen die fotografische Moderne mit..." www.museum-ludwig.de

Ausschreibungen

Werkleitz-Stipendium

Anträge zur Förderung von Film- und Medienprojekten können bei der Werkleitz-Gesellschaft laufend gestellt werden. Unterstützt werden jährlich „bis zu vier Film- und Medienprojekte durch eine kostenfreie Bereitstellung ihres Technikequipments sowie ihrer Schnittplätze für die Dauer von maximal 30 Tagen. Für die Beantragung einer Projektförderung ist es von Vorteil, das Projekt so umfangreich wie möglich darzustellen. Ein Drehbuch/ eine Beschreibung des Projektes, Curriculum Vitae, eine Stab- und Besetzungsliste, Visualisierungshilfen sowie ein Referenzprojekt in Form einer DVD bzw. URL sind dabei hilfreich.“ Kontakt: Werkleitz Gesellschaft e.V., Schleifweg 6, 06114 Halle (Saale), Tel.: +49 345 / 682460, info@werkleitz.de, Infos: www.werkleitz.de/stipendien/projektforderung

Ausschreibungen

Hannover Shots

Das Stipendium „Hannover Shots“ wird für künstlerisch-dokumentarische Fotografie vergeben, und zwar an Stipendiaten, die „der Landeshauptstadt Hannover mit einem interessierten und offenen Blick begegnen und hier ein zielgerichtetes fotografisches Projekt erarbeiten wollen“. Das Stipendium ist mit 10.000 € dotiert. Um einen mehrwöchigen Hannover-Aufenthalt können sich professionelle Fotografen und Absolventen von Kunst- und Fachhochschulen, Universitäten und Akademien einer fotografischen Sparte in Deutschland bewerben. Auslober ist die HannoverStiftung. Bewerbungen sind vom 1. Juli bis zum 20. August 2018 ausschließlich online möglich unter: www.hannover-shots.de

Galerien & Auktionshäuser

Auktion mit etablierte Avantgarde: starke Nachfrage

Starke Nachfrage nach Kunst nach 1945 registrierte das Münchener Kunsthaus Ketterer zum Sommerauftakt bei den sieben Auktionen mit Kunst des 20./21. Jh. Günter Ueckers Nagelbild „Woge, Japan“ ging für 825.000 Euro an einen Sammler aus Bayern, und für Tony Craggs Skulptur „Point of View“ erfolgte der Zuschlag bei 662.500 Euro. Gut im Geschäft sind auch imer noch die Werke der Pop Art-Klassiker, so lag z.B. für Robert Rauschenbergs großformatige Arbeit „County Sweep (Galvanic Suite)” das Höchstgebot eines amerikanischen Sammlers bei 537.000 Euro. Bilder von Gerhard Richter wurden auf diesen Auktionen zu Geboten zwischen 256.250 und 300.000 Euro abgegeben. In ähnlicher Preislage liegen Bilder von Katharina Grosse mit Erlösen zwischen 212.500 und 275.000 Euro. www.kettererkunst.de

Ausschreibungen

Drei Wettbewerbe des Münzenberg Forums

Das Internationale Willi Münzenberg Forum Berlin schreibt drei Wettbewerbe für Fotografie, Film und Collage zum Leitmotiv „Doch die Verhältnisse, sie sind nicht so!“ aus. Das Zitat bezieht sich auf die Dreigroschenoper von Brecht/Weil, die vor genau 90 Jahren, nämlich am 31. August 1928, uraufgeführt wurde. Dies ist Anlass, sich mit den heutigen gesellschaftlichen Verhältnissen auseinander zu setzen. Die drei Wettbewerbe haben jeweils eigene Unter-Themen, nämlich „Benütze Foto als Waffe“, „Erobert den Film“ und „Nehmt Zeitungen, nehmt Scheren“. Ausgelobt ist ein Preisgeld von 5.000 Euro; die Gewinner-Beiträge werden zum Europäischen Monat der Fotografie im Herbst im Foyer des Münzenberg Forums ausgestellt. Einsendungen sind bis zum 10. August 2018 möglich. Infos zu Details der drei Wettbewerbe und Kontakt: www.muenzenbergforum.de/kunstwettbewerb

Hochschulen

Symposium „Rethink Painting“ an der HBK Essen

Am Mittwoch, den 27. Juni 2018 (10 bis 16 Uhr) veranstaltet die HBK Essen ein Symposium unter dem Titel Rethink Painting – Diskurse zur Malerei am Beginn des 21. Jahrhunderts. "Das Symposium führt unterschiedliche wissenschaftliche Positionen und künstlerische Haltungen zusammen und geht ihren zentralen Fragestellungen nach: Lässt sich tatsächlich eine Spezifik von Malerei definieren, die der erweiterten Praxis in all ihren Facetten gerecht wird? Welche Bedeutung hat Malerei heute im Verhältnis zu anderen Kunstformen und Bildmedien? Und lassen sich Veränderungen in der Auffassung von Malerei als Folge jüngerer Entwicklungen wie der Digitalisierung und Globalisierung identifizieren?" Vorträge dazu halten Prof. Dr. Erich Franz und Prof. Dr. Nina Gerlach von der Kunstakademie Münster sowie Dr. Ulrich Loock von der Hochschule der Künste Bern. An der anschließenden Podiumsdiskussion nehmen Prof. Dr. Stephan Berg (Intendant Kunstmuseum Bonn), Martin Dammann (Künstler, Berlin), Prof. Stephan P. Schneider (HBK Essen), Ludwig Seyfarth (Kurator und Kunstkritiker, Berlin) und Prof. Nicola Stäglich (HBK Essen) teil.Der Eintritt ist frei. Um vorherige Anmeldung per E-Mail an: mail@hbk-essen.de wird gebeten. Ausführliche Informationen zu dem Programm unter: www.hbk-essen.de

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