Band 254
Politik, Ethik, Kunst
Kultureller Klimawandel – Strategien und Werkzeuge
Sei politisch! Setze ein Zeichen! Dieses Credo scheint ein treibender Motor der gegenwärtigen Kunstproduktion zu sein. Ob auf Messen, Biennalen oder in Museen: Kunst mit politischen und ethischen Botschaften ...
Sei politisch! Setze ein Zeichen! Dieses Credo scheint ein treibender Motor der gegenwärtigen Kunstproduktion zu sein. Ob auf Messen, Biennalen oder in Museen: Kunst mit politischen und ethischen Botschaften erzielt eine maximale Aufmerksamkeit, sublimiert die Kunstwelt und lässt Künstlerkarrieren befeuern. Hoch im Kurs sind Themen wie Rechtspopulismus, Donald Trump, Demokratie und die Flüchtlingskrise. Gleichzeitig scheint die künstlerische Freiheit durch Shitstorms und eine neue „Political Correctness“ zu schwinden. Welche Folgen und Gefahren entstehen hierdurch? Wie stellt man Qualitätsmerkmale in Bezug auf politische Kunst auf? Gibt es „linke“ Kunstwerke, die sich auch für rechtspopulistische Weltbilder auslegen lassen? In diesem Themenband wird in Essays diesen Fragen nachgegangen, Gespräche mit Aktivisten, einem Regisseur, sowie Künstlern diskutieren die Rolle der Kunst zwischen Aktivismus, Aufklärung und Engagement. Vor der Omnipräsenz der politischen Kunst stellt sich schließlich die Frage: Kann politische Kunst überhaupt (noch) Menschen beeinflussen? Denn: Nicht jedes politische Zeichen ist auch gleich ein gutes Kunstwerk.

Alle Beiträge aus dieser Ausgabe
Titelbeiträge

Politik, Ethik, Kunst
Kultureller Klimawandel – Strategien und Werkzeuge

Nett geknebelt
Zur Schalldichte der „L’art politique pour l’art politique“

Nachkunst
Metamorphosen des Werkbegriffs in kuratierter und politischer Kunst der Gegenwart

Der Siegeszug des politischen Bastelns
Über „Power to the people – Politische Kunst Jetzt“ ein Interview mit der Kuratorin der Ausstellung Martina Weinhart
![Jonathan Meese zelebriert den Meesegruß als er unmittelbar nach seiner Rheinüberquerung während der Performance zur Eröffnung seiner Einzelausstellung „ERZSTAAT ATLANTISIS – (Der Saeugling „Meesi“ juckt,) die Nabelschnur zuckt, bis zum Sankt Nimmerleinstag, mampf, mampf, mampf ..... mmmm ..... [Achtung]“ vor dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck](https://d3speutakpkuqn.cloudfront.net/app/uploads/2018/05/24153022/254007_1.jpg)
Kultureller Klimawandel
Wie Populisten in die Rolle der Avantgarde schlüpfen und die Künstler zu Beschützern des Status Quo werden

Von Beruf unschuldig.
Politik der Kunst und die Sündenbock-Funktion

Andres Veiel
Aufklärung ohne Widersprüche ist Illustration.

Indecline
Gerade die Arbeiterklasse braucht eine provokante Kunst

Kunst in der Informationsblase
Ein Gespräch mit Roland Schappert

Ólafur Elíasson
Mein Glaube ist enorm

Loslassen
„Kulturwerkzeuge“ statt Kunstwerke







































