Band 254

Politik, Ethik, Kunst

Kultureller Klimawandel – Strategien und Werkzeuge

Sei politisch! Setze ein Zeichen! Dieses Credo scheint ein treibender Motor der gegenwärtigen Kunstproduktion zu sein. Ob auf Messen, Biennalen oder in Museen: Kunst mit politischen und ethischen Botschaften ...

Sei politisch! Setze ein Zeichen! Dieses Credo scheint ein treibender Motor der gegenwärtigen Kunstproduktion zu sein. Ob auf Messen, Biennalen oder in Museen: Kunst mit politischen und ethischen Botschaften erzielt eine maximale Aufmerksamkeit, sublimiert die Kunstwelt und lässt Künstlerkarrieren befeuern. Hoch im Kurs sind Themen wie Rechtspopulismus, Donald Trump, Demokratie und die Flüchtlingskrise. Gleichzeitig scheint die künstlerische Freiheit durch Shitstorms und eine neue „Political Correctness“ zu schwinden. Welche Folgen und Gefahren entstehen hierdurch? Wie stellt man Qualitätsmerkmale in Bezug auf politische Kunst auf? Gibt es „linke“ Kunstwerke, die sich auch für rechtspopulistische Weltbilder auslegen lassen? In diesem Themenband wird in Essays diesen Fragen nachgegangen, Gespräche mit Aktivisten, einem Regisseur, sowie Künstlern diskutieren die Rolle der Kunst zwischen Aktivismus, Aufklärung und Engagement. Vor der Omnipräsenz der politischen Kunst stellt sich schließlich die Frage: Kann politische Kunst überhaupt (noch) Menschen beeinflussen? Denn: Nicht jedes politische Zeichen ist auch gleich ein gutes Kunstwerk.


Alle Beiträge aus dieser Ausgabe

Titelbeiträge

Jonathan Meese, DR. PLANET K.U.N.S.T. II (KAULQUAPPI), 2016, Acryl und Mixed Media auf Leinwand, 210,5 × 140,3 × 3,3 cm, 2016 © Foto: Jan Bauer, Courtesy: Jonathanmeese.com

Politik, Ethik, Kunst

Kultureller Klimawandel – Strategien und Werkzeuge

Santiago Sierra, 250 cm lange Linie, tätowiert auf 6 bezahlte Personen, Kuba, 1999, Courtesy: Studio Santiago Sierra, © Santiago Sierra

Nett geknebelt

Zur Schalldichte der „L’art politique pour l’art politique“

Christian Schnurer platziert innerhalb seines Projekts SALVA VIDA im September 2016 Rettungswesten im Wolfgangsee in Österreich, © Foto: Tassilo Letzel

Nachkunst

Metamorphosen des Werkbegriffs in kuratierter und politischer Kunst der Gegenwart

Martina Weinhart, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2015, Foto: Gaby Gerster

Der Siegeszug des politischen Bastelns

Über „Power to the people – Politische Kunst Jetzt“ ein Interview mit der Kuratorin der Ausstellung Martina Weinhart

Jonathan Meese zelebriert den Meesegruß als er unmittelbar nach seiner Rheinüberquerung während der Performance zur Eröffnung seiner Einzelausstellung „ERZSTAAT ATLANTISIS – (Der Saeugling „Meesi“ juckt,) die Nabelschnur zuckt, bis zum Sankt Nimmerleinstag, mampf, mampf, mampf ..... mmmm ..... [Achtung]“ vor dem Arp Museum Bahnhof Rolandseck

Kultureller Klimawandel

Wie Populisten in die Rolle der Avantgarde schlüpfen und die Künstler zu Beschützern des Status Quo werden

Adam Curtis, HyperNormalisation, 2016, Screenshots www.youtube.com

Von Beruf unschuldig.

Politik der Kunst und die Sündenbock-Funktion

Andres Veiel © zeroonefilm / Arno Declair

Andres Veiel

Aufklärung ohne Widersprüche ist Illustration.

Indecline, Videostill aus: Legalize Crime Vol 2: Mexico City, © INDECLINE

Indecline

Gerade die Arbeiterklasse braucht eine provokante Kunst

Roland Schappert, IN FREIHEIT DENKT MAN FREIHEIT ANDERS, Projekt eines Betonreliefs 2017-2019, Bildmontage: Sebastian Krauss, Nuromedia GmbH, © R. Schappert und VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Kunst in der Informationsblase

Ein Gespräch mit Roland Schappert

Portrait Eliasson, © Tomas Gislason

Ólafur Elíasson

Mein Glaube ist enorm

Zentrum für politische Schönheit, Der Marsch der Entschlossenen, 2015, © Nick Jaussi

Loslassen

„Kulturwerkzeuge“ statt Kunstwerke

Dissonante Perspektiven

Yank, 98. Aus der Serie Shooter von Beate Geissler und Oliver Sann, 2000/2001. Festgehalten wird der Augenblick, in dem die abgebildete Person im Spiel einen ihrer Kontrahenten tötet. Die Titel der Bilder setzen sich zusammen aus den Namen, die sich die S

Erfolg, wider Erfolg

Gespräche mit Künstlern

Anish Kapoor, Leviathan, 2011, PVC, 33,6 × 99,89 × 72,23 m, Monumenta 2011, Grand Palais, Paris, Foto: Dave Morgan, © Anish Kapoor, 2018

Anish Kapoor

Scheitere oft, aber schnell
Christian Falsnaes, 2016, Fotografie, Courtesy: der Künstler und psm Galerie, Berlin, © Christian Falsnaes, Foto: Jonas Lindstroem, Assistant: Kyra Wilhelmseder

Christian Falsnaes

Performance im Zeitalter ihrer ritualisierten Medialisierung

Barbara Kasten im Studio in Chicago, 2018, Foto: Scott Dietrich

Barbara Kasten

Ich folge den Assoziationen, die vom Material selbst ausgelöst werden

Serie

Claudia Comte in ihrem Atelier, Fotos: Diana Pfammatter, Courtesy: die Künstlerin und KÖNIG Galerie, Berlin

Soziale Plastik in abstrakter Form

Im Atelier von Claudia Comte
Andro Wekua in seinem Atelier, Fotos: Anneli Botz

Fertig ist es, wenn es nicht weiter geht

Im Atelier von Andro Wekua

Künstlerprojekte

Isaac Chong Wai (l.), Liu Xiaodong (m.) und Sascha Maria Von Halbach, im Studio in Berlin vor den fertigen Porträts stehend: Sascha in skin coloured tights, 2018, Öl auf Leinwand, 170 × 150 cm, Isaac with his walking stick in the shape of ?, 2018, Öl auf

Let’s take Berlin

Über Liu Xiadong's Projekt „Gay/Transgender“

Ausstellungen

Ana Mendieta, Blood Writing, 1974, Super 8 Film, Farbe, ohne Ton, © The Estate of Ana Mendieta Collection, LLC, Courtesy: Galerie Lelong & Co.

Covered in Time And History

The Films of Ana Mendieta

Martin-Gropius-Bau 20.04. – 22.07.2018

Installationsansicht „Neolithische Kindheit, Kunst in einer falschen Gegenwart, ca. 1930“, Haus der Kulturen der Welt, Berlin, Ausstellungshalle 1, © Laura Fiorio, HKW

Neolithische Kindheit.

Kunst in einer falschen Gegenwart, ca. 1930

Haus der Kulturen der Welt 13.04. – 09.07.2018

Edin Bajric, Spiegel und Licht, 2009, Alu-Dibond, 50 × 75 cm

Schein und Spiegelung

Ein Relationspositionsprojekt

G.A.S.-station Sept. 2017 – Okt. 2018

Dirk Braeckman, M.T.–T.P.–12, 2012, Ultrachrome Inkjet Print auf japanischem Seidenpapier, 33 × 50 cm. Courtesy: Dirk Braeckman und Galerie Thomas Fischer, Berlin

Dirk Braeckman

Galerie Thomas Fischer 07.04. – 09.06.2018

Astrid Klein, Fly catcher III, 1987 – 91, Neonröhren, elektrische Insektenfänger, Stahlrohr, Sound, 400 × 100 cm, Courtesy: Sprüth Magers © Astrid Klein

Astrid Klein

Transcendental Homeless Centralnervous

Deichtorhallen Hamburg – Sammlung Falckenberg 24.03. – 02.09.2018

Jeremy Shaw, Liminals, 2017, HD Video-Installation, variabel, Courtesy: der Künstler und KÖNIG GALERIE, Berlin

Jeremy Shaw

Quantification Trilogy

Kunstverein in Hamburg 26.05. – 22.07. 2018

Andrzej Karmasz, Self-Portrait as Nigerian Woman from Fulani Tribe, 2007, Signum Foundation

Where Does Your Heart Belong?

Werke aus der Signum Foundation

Weserburg Museum für moderne Kunst 16.03. – 02.09.2018

Raqs Media Collective, v.l.n.r.: Jeebesh Bagchi, Monica Narula und Shuddhabrata Sengupta, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, K21 Ständehaus, Foto: Wilfried Meyer

Raqs Media Collective

Kunstsammlung NRW K21 Ständehaus 21.04. – 12.08.2018

Nevin Aladağ vor Social Fabric, pink bow / Social Fabric, pink arrow, 2018, Foto: Sabine Maria Schmidt

Nevin Aladag

Social Fabric

Sammlung Philara 14.04. – 01.07.2018

Nasan Tur, The remaining life of Nasan Tur, 2013, elektronisches Display, 24k-vergoldetes Metall, Kabel, Museum Goch, Foto: Nasan Tur.

The Long Now

Reflexionen von Zeit und Vergänglichkeit

Museum Goch 18.03. – 10.06.2018 Kunstverein Bochum 25.03. – 17.06.2018 me Collectors Room Berlin Stiftung Olbricht 08.07. – 27.08.2018

Henrike Naumann, Traueraltar Deutsche Einheit, 2018, Foto: Achim Kukulies

Henrike Naumann 2000… und der ganze Rest

Museum Abteiberg 11.03. – 10.06.2018

Haegue Yang, Foto: Anneli Botz

Haegue Yang ETA 1994 – 2018

Wolfgang Hahn Preis 2018

Museum Ludwig 18.04. – 12.08.2018

Installationsansicht Ana Jotta: DAS – IST – DAS ?, Temporary Gallery, 2018, Cadavre Exquis, Filmprogramm, Kurzeinführungen von Ana Jotta in ihre Ausstellungen der Jahre 2008 – 2017, Laufzeit: 42:50 min, Foto: Simon Vogel, Köln, Galeria Miguel Nabinho, Barcelona

Ana Jotta DAS – IST – DAS ?

Temporary Gallery, Zentrum für zeitgenössische Kunst e.V. 22.04. – 29.07.2018

Im Foyer der Bundeskunsthalle überlebensgroß: Marina Abramović, Artist Portrait with a Candle, aus der Serie Places of Power, Brasilien 2013, Foto: Reinhard Ermen

Marina Abramović. The Cleaner.

Bundeskunsthalle Bonn 20.04. – 12.08.2018

Martha Rosler, Cleaning the Drapes aus der Serie „House Beautiful: Bringing the war home“, 1967 – 1972, Fotomontage, Deichtorhallen Hamburg/Sammlung Falckenberg, © Martha Rosler, Foto: Egbert Haneke

Flashes of the Future

Die Kunst der 68er oder die Macht der Ohnmächtigen

Ludwig Forum 20.04. – 19.08.2018

William Kentridge, Foto: Liebieghaus Skulpturensammlung / Norbert Miguletz

William Kentridge

O Sentimental Machine

Liebighaus Skulpturensammlung 22.03. – 26.08.2018

Ausstellungsansicht in der Kunsthalle Tübingen „Sexy and Cool. Minimal goes Emotional“ mit Arbeiten von Mariella Mosler, Mäander (Tübingen), 2018, Ruth Root, Untitled-Arbeiten, 2014 – 2015, Beate Terfloth, Neonkreis I, 2015

Sexy and cool – Minimal goes emotional

Materialität und Idealität des Orthogonalen

Kunsthalle Tübingen 24.03. – 01.07.2018

Sean Scully, © Liliane Tomasko

SEAN SCULLY – VITA DUPLEX

Staatliche Kunsthalle 24.03. – 05.08.2018

Installationsansicht „Blind Faith: Zeitgenössische Kunst zwischen Intuition und Reflexion“, Haus der Kunst, 2018: Cécile B. Evans, Sprung a Leak, 2016, Foto: Maximilian Geuter

Blind Faith

Zeitgenössische Kunst zwischen Intuition und Reflexion

Haus der Kunst 02.03. – 19.08.2018

Keith Haring, Ohne Titel, 1982, Vinylfarbe auf Vinylplane, 182,8 × 182,8 cm. Privatsammlung, Foto: © The Keith Haring Foundation

KEITH HARING.

The alphabet Der Ausnahmekünstler und seine Semiotik

Albertina Wien 16.03. – 24.06.2018

Rachel Whiteread, Line Up, 2007/08, Gips, Pigment, Gießharz, Holz und Metall (18 Elemente, ein Wandbord), 17 × 90 × 25 cm, Privatsammlung, New York, USA, Foto: Courtesy: die Künstlerin und Mike Bruce

Rachel Whiteread

Belvedere 21 07.03. – 29.07.2018

Ausstellungsansicht „Bruce Nauman: Disappearing Acts“, Schaulager® Münchenstein/Basel: Bruce Nauman, Green Horses, 1988, 2-Kanal-Videoinstallation (Farbe, Ton), 1 Projektion, 2 Monitore und Stuhl, 59:40 Min., kontinuierliche Wiedergabe, gemeinsam erworben von der Albright-Knox Art Gallery, Buffalo, New York, mit Mitteln aus dem Nachlass von Arthur B. Michael,

Bruce Nauman

Disappearing Acts

Schaulager Basel 17.03. – 26.08.2018

Uriel Orlow, Imbizo Ka Mafavuke, 2017, Videostill, © der Künstler, La Veronica, Modica, und Mor Charpentier, Paris

Uriel Orlow

„Theatrum Botanicum“ als Spiegel der Kolonialisierung Südafrikas

Kunst Halle St. Gallen 14.04. – 17.06.2018

Flow, Future Ladies of Wrestling “Match of The Multiverse”, Human Resources, Los Angeles, 2018, © Katie Stenberg, Ayka Lux

Störung beseitigt?

Das Performance-Festival „Do Disturb“

Palais de Tokyo 06.04. – 08.04.2018

Installationsansicht Zoe Leonard, Survey, v.l.n.r: How to Take Good Pictures, 2018, New York Harbor I, 2016, © Zoe Leonard, Foto: Ron Amstutz

Zoe Leonard: survey

Das Private ist politisch

Whitney Museum 02.03. – 10.06.2018

2018 Triennial: „Songs for Sabotage“, 2018, Installationsansicht New Museum, New York: im Hintergrund Malereien von Dalton Paula, im Zentrum Keramik-Denkmäler von Daniela Ortiz

2018 Triennal: Songs for sabotage

Neue Figurationen des Politischen

New Museum 17.03. – 26.08.2018

Report

Eröffnungszeremonie der Lahore Biennale 01 im Lahore Fort, Foto: Atif Saeed

Zwischen Miniaturmalerei und Terrorattacken

Zeitgenössiche Kunst in Pakistan

Astha Butail in Süd-Indien, am Palar Fluss, Chengelpet, bei der Arbeit mit vier Ghanapatis (Erinnerungsexperten, welche die gesamten Lobeslieder in acht verschiedenen Überlieferungsmustern gelernt haben), 2018. Foto: Astha Butail, © Astha Butail

Spirituelle Abenteuer

BMW Art Journey

Kunstforum-Gespräche

Stephanie Rosenthal, Direktorin des Gropius Baus, Foto: Mathias Völzke

Bodenständig im globalem Rahmen

Stephanie Rosenthal, neue Direktorin des Gropius Baus

Direktor Dr. Ralf Beil, © Kunstmuseum Wolfsburg, Foto: Marek Kruszewski

PICABIA BEHERZIGEN

Ralf Beil, Direktor des Kunstmuseums Wolfsburg

Julia Stoschek, Foto: Şirin Şimşek

Eine Sammlung als Zeitkapsel

Julia Stoschek, Art Cologne Preisträgerin 2018

Nachrichtenforum

Nachrichten

Aktionen und Projekte

In diesem Band

VENEDIG
BIENNALE