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Band 251

Museumsboom

WANDEL EINER INSTITUTION

Mit dem Boom an Museumsneugründungen weltweit hat sich auch die Bedeutung und Funktion des Museums selbst verändert. Während am historischen Anfang des Museums die Sammlung stand, ist heute zunehmend das Ausstellen in den Vordergrund gerückt. Das Museum dient heute als Werbeplattform von Marken, betreibt selbst Branding und Franchising, ist Freizeitmaschine, Zwischenlager für Sammler, Zeichen für Wohlstand und den Anschluss an die Weltökonomie. Dabei entstehen nun auch Kunstmuseen in Regionen wie Afrika und China, wo moderne und insbesondere zeitgenössische Kunst über lange Zeit kaum in entsprechenden Institutionen öffentlich zuganglich war.

Im postkolonialistischen Spannungsfeld von globaler Vereinheitlichung und kultureller Differenzierung, der digitalen Ausdehnung des Museums ins Internet und dem ökonomischen Wechselspiel zwischen Markt und Museum stellt sich in diesem Themenband die Frage nach dem Zu stand der Museumskultur und nach ihrem Verhältnis zur Gegenwartskunst. In den Beiträgen der Autoren und in Gesprächen mit Architekten, Museumsleitern und den eigentlichen Hauptakteuren des Museums – den Künstlern – wird der fortschreitende Museumsboom vor dem Hintergrund von Globalisierung, Digitalisierung und Ökonomisierung kritisch diskutiert.


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