Landschaft – Alibi, Mimikry oder Schöpfung der Malerei
Frank Auerbach
geb. 1931 (Berlin)
lebt in London
Herbert Bardenheuer
geb. 1949
lebt bei Aachen
Hans Brosch
geb. 1943
lebt in Berlin
Damnitz
geb. 1934
lebt in München
Per Kirkeby
geb. 1938
lebt in Kopenhagen
Norbert Tadeusz
geb. 1940
lebt in Düsseldorf
Meine Landschaften sind immer vorgestellte innere und keine tatsächlichen. In dem Augenblick der Vorstellung einer Landschaft entwickle ich eine malerische Idee zur Herstellung ihrer malerischen Existenz. Die vorgestellte Landschaft ist nicht zu trennen von den malerischen Ideen ihrer Umsetzung. Beide Teile sind klar sichtbar. (Jeder Pinselstrich, der Fels wird, ist als Pinselstrich erkennbar und nicht als Illusion Fels. Die Illusion findet demnach im Kopf des Betrachters statt. Im Gegensatz dazu die Malerei des 19. Jhd.). Die malerische Machart (konzentrierter Strich, Gestik, Kalkül, Zufall, Spontaneität etc. addieren sich zu Vorstellung Landschaft) und die Idee der Landschaft. Anders: Die Kopfarbeit auf der einen Seite und ihre emotionale Umsetzung auf der anderen. Die Trennung von Kopf und Bauch findet in einer mittlerweile ,,kopffeindlichen” Welt nicht statt. In diesem dialektischen Prozeß seh ich meine Möglichkeit zur Aneignung von Welt. Soweit ein Aspekt zu meiner Malerei, vielleicht kann man sich irgendwann einmal länger über dieses Thema unterhalten, mit freundlichen Grüßen
Herbert Bardenheuer
Das Thema der Arbeiten ist Mimikri (in der) Landschaft.
Hans Brosch
In meinen Landschaftsbildern soll sich das ereignen, was mich vor der realen Landschaft berührte oder rief. Und das soll die Organisation der Farbe leiten:
Atem, Leuchten, Wässrigkeit, Rauheit, Schwere, Rhythmus, hohe Feier, Endlosigkeit: Angst um die Welt, die einst Heimat war.
Gleichzeitig – ohne…