Armenien
Jean Boghossian, Rafael Megall, Miro Persolja
Fiamma inextinguible, The panters in my blossom garden, Border no Border
Komissarin: Svetlana Sahakyan
Kuratoren: Bruno Corà, Demetrio Paparoni, Giorgio Grasso Ort: Collegio Armeno Moorat-Raphael (Palazzo Zenobio, Dorsoduro 2596), Chiesa di Santa Croce degli Armeni (Calle dei Armeni, San Marco 965/A)
Vor zwei Jahren zeigte Adelina von Fürstenberg eine große Gruppenausstellung armenischer Kunst im Kloster auf der Insel San Lazzaro degli Armeni. Die außergewöhnliche Präsentation war dem Gedenken an den Völkermord an den Armeniern vor 100 Jahren gewidmet und wurde von der Biennale-Jury mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. In diesem Jahr ist der armenische Pavillon ins venezianische Stadtgebiet zurückgekehrt. Im herrschaftlichen Obergeschoss des Palazzo Zenobio hat Kurator Bruno Corrà eine großangelegte Einzelausstellung von Jean Boghossian eingerichtet.
Es ist wohl kein Zufall dass der Präsident der Fondazione Burri einen Künstler ausgewählt hat, der in der Nachfolge von Arte Povera und Zero mit Feuer arbeitet. Für Jean Boghossian (geb. 1949) ist Feuer das Medium seiner Wahl. Der in Brüssel lebende Libanese mit armenischen Wurzeln wird nicht müde, die gestalterischen Möglichkeiten von Fackeln und Flammenwerfern, Ruß und Rauch zu erkunden. In jedem der 14 Räume des Palazzos zeigt er eine thematisch geschlossene Werkgruppe.
Den Auftakt macht eine Installation im prunkvollen Spiegelsaal. Hier reihen sich hohe, bis zur Decke reichende Paneele aneinander, in die plastische Formen eingebrannt sind. Darunter liegen auf einem langen Bord verkohlte, aufgeschlagene Bücher. Aus der Entfernung betrachtet hat die Installation die Anmutung eines chinesischen Altars. In den folgenden Räumen gibt es Bilder…