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Ausschreibungen

Promotionsstipendium in den Niederlanden

PhDArts ist ein internationales Promotionsprogramm in den Fächern Bildende Kunst und Design der Universitäten Leuden University of Creative and Performing Arts und Royal Academy of Art (KabK) in Den Haag. Die Bewerber müssen „vor allem demonstrieren, dass sie in einer Design- oder Kunstdisziplin herausragende Werke schaffen. Auf der theoretischen Ebene müssen die Bewerber demonstrieren, dass sie neben ihrem künstlerischen Schaffen auch bereits ihren eigenen Ansatzpunkt in der bestehenden Forschung oder im innovativen Schaffen gefunden haben und bereits erste Ideen ausgearbeitet haben.“ Bewerber müssen über einen Master of Arts in den Fächern Design oder Bildende Kunst oder einen vergleichbaren Abschluss verfügen. Die Bewerbung muss auf Englisch verfasst werden. Bewerbungsschluss ist der 1. April 2017. Kontakt: PhDArts c/o Judith Westerveld, P.O. Box 11670, 2502 AR Den Haag, Nederland, Tel.: +31 (0)70 315 47 55, info@phdarts.eu

Messen & Märkte

Art Dubai

Besucher der Art Dubai Contemporary 2016, Courtesy: The Studio Dubai

Unter der Regie der neuen künstlerischen Direktorin Myrna Ayad wird die Art Dubai vom 15. bis zum 18. März 2017 in Madinat Jumeirah, Dubai, ausgerichtet. Zugelassen sind ca. 90 Galerien aus 44 Ländern. 25 von ihnen nehmen zum ersten Mal an dieser Messe teil. Eingeteilt ist der Parcours in einen zeitgenössischen und einen modernen Bereich. Dabei umfasst der Sektor „Art Dubai Contemporary“ ein Teilnehmerfeld von 77 Galerien. Dazu gehören u.a. die Marianne Boesky Gallery (New York), Carlier | Gebauer (Berlin), die Galleria Franco Noero (Torino) und die Marlborough Gallery (New York, London, Barcelona, Madrid). 14 Galeristen bespielen mit ihrem Angebot die Sektion „Moderne”; sie kommen aus dem Mittleren Osten, Afrika und Asien. www.artdubai.ae

Biennalen

Manifesta 12-Wochenende

OMA ist eine Initiative von Architekten und Urbanologen mit Büros in Rotterdam, New York, Hongkong, Peking, Dubai, Brisbane und Doha (Katar). Für die Manifesta 12 in Palermo ist OMA als „Creative Mediator“ eingeladen.Zu führte OMA soeben eine „Kick-off Woche“ mit einer ersten Forschungssitzung in Palermo durch, um die verschiedenen Aspekte „von Palermos verschiedensten Vierteln zu erkunden und einen genaueren Blick auf den sozialen, historischen und wirtschaftlichen Kontext dieser Stadt zu werfen. Die Forschung wurde von lokalen Spezialisten wie Sozialarbeiter,, Studenten, Architekten und Einwanderern durchgeführt, die... eine genaue Vorstellung vermittelten, wie man die Komplexität von Palermo in all seinen Aspekten verstehen kann...“ Die nächste Manifesta findet 2018 in Palermo statt. www.oma.eu/

Ausschreibungen

Bildungspreis der DGPh

Am 15. März 2017 endet die Bewerbungsfrist für den  Bildungspreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh). Zur Auszeichnung kommen "innovative Projekte im Bereich der Photographie-Vermittlung und entsprechende wissenschaftliche Arbeite. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert. Gefragt sind Bildungsangebote zur Photographie, schulische und außerschulische Aktivitäten oder auch museumspädagogische Angebote. Vorhaben zu photohistorischen Grundlagen sind dabei ebenso willkommen wie der Einsatz aktueller Medientechnologien.... Einzureichen sind PDF-Dokumente oder Ausdrucke (keine Originale), die das Projekt beschreiben. Eventuelle Pressespiegel können ebenfalls beigefügt werden." Die Einreichungen sollen vorzugsweis online erfolgen unter www.dgph.de/preise/bildungspreis,

Museen & Institutionen

Meisterwerke der Minimal Art

Peter Roehr: O.T. (FO-40), 1965, Courtesy VG Bild-Kunst, Bonn 2016; Foto: Axel Schneider

Die Ausstellung „Primary Structures“ im Frankfurter MMK 2 zeigt erstmals in einer umfassenden Schau die Meisterwerke des Sammlungsschwerpunktes „Minimal Art“. Durch den Ankauf der Sammlung von Karl Ströher durch im Jahr 1981 besitzt das MMK ein einzigartiges Konvolut von Werken US-amerikanischer Minimal Künstler der 1960er-Jahre, darunter umfangreiche Werkgruppen von Carl Andre, Walter De Maria, Dan Flavin, Donald Judd und Fred Sandback. Zudem gehören mit der 2006 von dem ehemaligen Galeristen und Sammler Rolf Ricke erworbenen Sammlung auch herausragende Werke des Postminimalismus zu den Beständen des MMK. Die Vertreter der neuen Kunstströmung Minimal Art strebten seit den 1960er Jahren „nach Objektivität, Logik und industrieller Fertigung ohne künstlerische Handschrift. Sie reduzierten ihre Arbeiten auf einfache übersichtliche und meist geometrische Grundstrukturen, sogenannte 'Primary Structures'“. Zu diesem Projekt gehören auch die Rekonstruktion zweier historischer Ausstellungssituationen in der ehemaligen Galerie von Heiner Friedrich in München 1968 mit Carl Andres Bodenskulptur „22 Steel Row“ und Dan Flavins Licht-Raum-Installation „Two primary series and one secondary“. Künstlerliste: Carl Andre, Richard Artschwager, Jo Baer, Robert Barry, Bernd und Hilla Becher, Michael Beutler, Benedikte Bjerre, Alighiero Boetti, Bill Bollinger, George Brecht, Marcel Broodthaers, Vija Celmins, Hanne Darboven, Walter De Maria, Dan Flavin, Ceal Floyer, William Forsythe, Günther Förg, Isa Genzken, Hermann Goepfert, Jeppe Hein, Bethan Huws, Donald Judd, On Kawara, Ellsworth Kelly, Joseph Kosuth, Gary Kuehn, Barry La Va, Robert Mangold, Anthony McCall, Teresa Margolles, Sarah Morris, Bruce Nauman, Kenneth C. Noland, Blinky Palermo, Steven Parrino, Angelika Platen, Charlotte Posenenske, Timm Rautert, Gerhard Richter, Peter Roehr, Ulrich Rückriem, Robert Ryman, Fred Sandback, Richard Serra, Paul Sharits, Santiago Sierra, Andreas Slominski, Lewis Stein, Heide Stolz, Günter Umberg, Franz-Erhardt Walther, Jonas Weichsel und Lawrence Weiner. www.mmk-frankfurt.de

Ausschreibungen

Dresdner Sommerakademie

Dresdner Sommerakademie, Kurs Malerei, Foto: Courtesy Dresdner Sommerakademie

Die Dresdner Sommerakademie feiert in diesem Jahr ihr zwanzigjähriges Bestehen. Mit 18 klassischen und experimentellen Angeboten wird das Programm in diesem Jahr vom 23. Juli bis zum 5. August 2017 abgehalten. Dazu haben die Organisatoren Dozenten eingeladen, die von Anfang an dieses Projekt begleitet haben, „so Belle Shafir aus Tel Aviv (Plastik/Installation), Martin Puppe aus Chile (Skulptur Holz), Maria Rucker aus München (Skulptur Stein), die Leipziger Steffen Junghans (Fotografie) und Jochen Plogsties (Malerei), Gundula Schulze Eldowy aus Peru (Fotografie), Kerstin Schaefer aus Stuttgart (Malerei), Jan Brokof (Holzschnitt) und Henrik Schrat (Zeichnung) aus Berlin, Sándor Dóró (Zeichnung) und David Buob (Video) aus Dresden“. Anmeldungen sind ab soofrt möglich unter www.sommerakademie-dresden.de

Ausschreibungen

Curatorial Intensive in Accra

Teilnehmer des Curatorial Seminar in San Juan, Oktober 2016. Courtesy Independent Curators International (ICI).

Bis zum 24. Februar 2017 sind Anmeldungen für ein "Curatorial Intensicve" in Accra (Ghana) möglich. Termin: 19. bis 25. April 2017. Organisator ist Independent Curators International (ICI) zusammen mit der Foundation for Contemporary Art–Ghana (FCA). Kuratoren sind eingeladen, eine Woche lang im Kollegenkreis konzeptuelle Aspekte, logistische Probleme bei der Ausstellungsorganisation, Vermittlungsstrategien und neuartige kuratorische Modelle zu diskutieren. Bewerber sollten schon mindestens drei Jahre lang als Kurator tätig sein und reichen mit den Unterlagen ein 500 Wörter langes Statement zu einer Ausstellungsidee ein. Die Programmgebühr beträgt 1.900 US-Dollar,für Anreise und Unterkunft sind die Teilnehmer selbst verantwortlich. Es besteht allerdings die Möglichkeit, für die Gebühren, Reise- und Unterbringungskosten Stipendien zu beanspruchen. Infos: kimberly@curatorsintl.org.

Messen & Märkte

Parallel Vienna

PARALLEL VIENNA ist eine Satellitenmesse und kuratierte Gesamtschau. Dafür wurden bisher leerstehende Immobilien in der Innenstadt als Präsentationsplattform für junge wie auch etablierte Kunst genutzt. Zum ersten Mal nimmt PARALLEL VIENNA jetzt bei der ART VIENNA im Leopold Museum teil. Die neue Kunstmesse findet vom 23.-26. Februar 2017 statt. In der Pop-up Ausstellung „PARALLEL-Empfehlung“ werden Arbeiten von Sophie Gogl, Martin Grandits, Begi Guggenheim, Katherina Olschbaur, Rade Petrašević, Christian Rosa, Alexander Ruthner und Nino Sakandelidze wichtige jüngere Vertreter der zeitgenössischen Wiener Kunstszene gezeigt. www.artvienna.org

 

Preise

Ritterschlag für Douglas Gordon

Douglas Gordon darf jetzt den Titel Commandeur des Arts et des Lettres tragen. Die Auszeichnung wurde 1957 vom französischen Kulturminister ins Leben gerufen und ist die höchste der drei Ehrungen, die der französische Staat an Kulturschaffende und Intellektuelle vergibt. Der aus Glasgow gebürtige Künstler arbeitet im Medienbereich; sein jüngster Film aus dem Jahr 2016 beschäftigt sich mit Jonas Mekas, einem der wichtigsten Protagonisten des Avantgardefilms.

Messen & Märkte

art up! Lille

Die art up! Lille (2.-5. März 2017) führt in diesem Jahr ihre zehnte Veranstaltung im Rand Palais durch. Eine Filialveranstaltung ist für den 6. bis 8. Oktober 2017 im Parc Expo von Rouen angekündigt. in Lille besuchten im vergangenen Jahr 31.000 Kunstfreunde die Messe mit einem Teilnehmerfeld von 100 Galerien. www. lille.art-up.com

Ausschreibungen

Sommerakademie Salzburg

„Warum Kunst produzieren?“ hewißt das diesjährige Motto der Sommerakademie Salzburg. Die 18 Kurse finden zwischen dem 17. Juli und dem 26. August 2017 statt zu Kursgebühren zwischen zwischen 370 und 1.200 Euro. Dazu werden 80 Stipendien ausgelobt, für die man sich bis zum 3. April 2017 bewerben kann (s. hierzu auch die Meldung in der 5. Kalenderwoche). Anmeldungen für die Kurse sind bis zum 2. Mai 2017 möglich. Neu ist in diesem Jahr ein Blogging Kurs mit der "Kunstforum"-Autorin Sabine B. Vogel und mit Sabrina Möller. Weitere Dozenten sind Michael Beutler, Kimberly Bradley, Diana Campbell Betancourt, Tony Chakar, Distruktur (Melissa Dullius/Gustavo Jahn), Melissa Gordon, Valérie Jouve, Aisha Khalid, Andreas Lolis, Bernhard Martin, Till Megerle, Marc Monzó, Ruth Noack, Paulina Olowska, Lukas Pusch, Tex Rubinowitz, Mark Van Yetter. Infos: www.summeracademy.at/KURSE-2017_194.html

Museen & Institutionen

Solingen: Mary Bauermeister und Christian Jendreiko

Mary Bauermeister vor Wabenbild, 1969, Foto: Peter Fürst

Das Kunstmuseum Solingen zeigt vom 12. Februar bis zum 26. März 2017 eine Ausstellung mit Arbeiten von Mary Bauermeister im Dialog mit Werken von Christian Jendreiko. „In Deutschland wird Mary Bauermeister immer noch mit ihren intermedialen Atelier-Veranstaltungen in der Kölner Lintgasse in den Jahren 1960 und 1961 identifiziert und von Kunsthistorikern der Fluxus-Bewegung zugeordnet. „Die lokale bisherige Rezeption und Vermittlung ihres Werks seiner internationalen Bedeutung wird dem nicht gerecht. Dies hat die im letzten Jahr 2015 in den USA veranstaltete Retrospektive ihrer amerikanischen Arbeiten zwischen 1963 und 1973 sehr anschaulich gemacht... Bezüglich ihrer Arbeiten zwischen etwa 1957 und 1964, die sich etwa im Umkreis der damaligen neuen Musikströmungen und besonders in enger Zusammenarbeit mit Karlheinz Stockhausen entwickelt haben, steht nunmehr eine Ausstellung an, die ihre Leistung und ihr singulärer Angang sowohl kunsthistorisch würdigen wie auch kunstwissenschaftlich präzise bestimmen und werten... Die... Ausstellung in Solingen, die mit ihrem zeitlichen Rahmen auch die amerikanischen Arbeiten der ersten Jahre zum ersten Mal in Deutschland vorstellen will, wird die zentralen Werkgruppen ihrer seriellen und konstruktiv-tachistischen und quasi-partizipativen Kunst, die wie Scores oder musikalische Notationen erscheinen bzw. in die Parameter zeitgenössischer Musik und konkreter Literatur integriert sind, konfrontieren mit zeitgleichen Werken anderer Künstler.... In diesen Dialog, den Bauermeisters Werke mit Arbeiten anderer Künstler der Zeit, mit denen sie bekannt war oder mit denen sie sich auseinandersetzte, einging, wird der in Düsseldorf lebende und arbeitende Künstler Christian Jendreiko (geb. 1969) gestellt.... Einsatzpunkte für Jendreiko sind sprachlich abgefasste Partituren, Aktionstexte genannt, die das Spiel der an Musikinstrumenten agierenden Akteure hinsichtlich Bewegung, Stimmung und Selbstreflektion bestimmen....“ (Winfried Dörstel). www.kunstmuseum-solingen.de

Preview

Alicia Frankovich im Düsseldorfer Kunstverein

Alicia Frankovich, It's a Starburst Effect , Videostill Animation , Farbe , 2017

Vom 18. Februar bis zum 26. März 2017 bespielt Alicia Frankovich den Düsseldorfer Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen. "Vor dem Hintergrund neuer Technologien, der Kritik am menschlichen Handeln im Zeitalter des Anthropozäns und der Vorstellung einer Gegenwart, die zunehmend von Vergangenheit und Zukunft her bestimmt wird, untersucht die in Neuseeland geborene Alicia Frankovich (*1980) die Wechselwirkungen menschlicher Organismen zu anderen lebenden und nichtlebenden Elementen. Die Wahrnehmung dessen, was menschlich ist, hat unter dem Druck politischer, ökologischer und sozialer Realitäten drastische Veränderungen erfahren: der humanistische Mensch – männlich, weiß, rational, selbstbewusst, eurozentrisch –, ist einem Hybridsubjekt mit multiplen Identitäten gewichen. Analog zu diesen Entwicklungen bildet die Verhandlung des Verhältnisses von Mensch und Technologie, von Mensch und Natur, von Objekten zu Subjekten den zentralen Bezugspunkt in Frankovichs’ Oeuvre. In dem Ineinandergreifen von Skulpturen, Videos und Performances entwirft sie Ausstellungsparcours, die sich im ständigen Wandel befinden... Bei OUTSIDE BEFORE BEYOND handelt es sich um eine eigens für die Räumlichkeiten des Kunstvereins entwickelte Choreographie, in der neue Skulpturen, ein Video, Animationen, Sound und Inszenierungsinstrumente (wie Scheinwerferlicht oder Vorhänge aus dem Theaterbereich) als sich gegenseitig überlagernde Zeitfolgen und Erzähltechniken gleichwertig in Erscheinung treten. Bezugnehmend auf den Titel, in Deutsch in etwa zu übersetzen mit Außen Vorher Darüberhinaus, erprobt Frankovich die Möglichkeit, Fixpunkte von Raum und Zeit aufzuheben, so dass sich die präsentierten Arbeiten innerhalb ihres Parcours immer wieder neu konfigurieren..." www.kunstverein-duesseldorf.de

Museen & Institutionen

Oldenburg: Sound goes Image

Horst-Janssen-Museum, Außenansicht. Foto: Horst-Janssen-Museum

Sound goes Image: Partituren zwischen Musik und Bildender Kunst heißt die aktuelle Ausstellung vom 4. Februar bis zum 30. April 2017 im Horst-Janssen-Museum Oldenburg. "Zum ersten Mal" wird man "!Zeichnungen und Grafiken sehen und hören können. Gemeinsam mit der Kölner Musikwissenschaftlerin Dr. Gesa Finke hat die Museumsleiterin Dr. Jutta Moster-Hoos nach Notenschriften gesucht, die einerseits Kompositionen darstellen, andererseits wie autonome Kunstwerke betrachtet werden können... Es geht um Partituren, die zunächst in den Bereich der Musik gehören, aber spätestens seit Mitte des 20. Jahrhunderts nicht mehr nur klassische Notenschriften sind. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe: 'Die musikalische Schrift öffnet sich in Richtung Bild. Komponisten experimentieren mit Notationen, weil ihnen der Rahmen der konventionellen Notenschrift zu eng erscheint', so Gesa Finke. Die Komposition soll Interpreten und Hörern damit mehr Handlungsspielraum eröffnen. Und die Erzeugung von Klängen wird nicht länger klassischen Musikinstrumenten oder Singstimmen überlassen. Zudem entstehen Grafiken, deren musikalische Umsetzung nur eine von vielen Interpretationsmöglichkeiten ist..." Zu den Exponaten gehören Beiträge von Cathy Berberian, Hanne Darboven, Mary Bauermeister, Karlheinz Stockhausden und John Cage, aber auch "Werke von sehr experimentellen und eher unbekannten Größen der Musikgeschichte, aber auch zeitgenössische Zeichnungen und Kompositionen von der in Berlin lebenden Jorinde Voigt und dem Niederländer William Engelen". Weitere Beteiligte sind Roman Haubenstock-Ramati, Anestis Logothetis, Grzegorz G. Zgraja, Robert Moran, Tona Scherchen-Hsiao, Raymond Murray Schafer, Sylvano Bussotti, Ulrich Eller und Birgit Rüberg.

Museen & Institutionen

Icaro Zorbar in der Kunsthalle Dominikanerkirche Osnabrück

Icaro Zorbar, 2017, Kunsthalle Osnabrück, Foto: Angela von Brill

„Verweile doch (ein Abgesang)“ lautet der Titel der ersten institutionelle Einzelausstellung von Icaro Zorbar in Europa. Die Ausstellung in der Kunsthalle Dominikanerkirche Osnabrück läuft bis zum 2. April 2017 und ist der Auftakt des Kooperationsprojekts „Danse Macabre“, zu dem sich das Theater Osnabrück, das Felix-Nussbaum-Haus, das Diözesanmuseum und die Kunsthalle Osnabrück zusammengeschlossen haben. Der kolumbianische Künstler Icaro Zorbar verwandelt "alte Plattenspieler, Tageslichtprojektoren, Spieluhren, Ventilatoren und andere Technikrelikte in minimalistische Kosmologien und transformative Dekonstruktionen. Vier Neu-Produktionen und drei in Osnabrück weiterentwickelte, seriell-inszenierte ortsbezogene Klang-Installationen erlauben eine intensive Auseinandersetzung mit dem Werk des in Deutschland weitgehend unbekannten Künstlers. Die Faustische Anspielung des 'Verweile doch! Du bist so schön!'deutet Zorbar in ein künstlerisches Bekenntnis zur Entschleunigung um. Die ortsbezogenen Installationen im ehemaligen Kirchenraum sind ein Versuch, sich den offenkundigen Krisenphänomenen des 21. Jahrhunderts durch Transparenz, Analyse und Offenlegungen zu nähern. Die z.T. aus internationalen Sammlungen und Museen entliehenen Kunstobjekte des 39-jährigen Künstlers geben dem Publikum die Gelegenheit, sich mit den Konstruktionsplänen des analogen Zeitalters zu beschäftigen, sie machen Beteiligung und Partizipation möglich. Die Ausstellung... will Reflexionen über Alterungsprozesse von Technologien, Gesellschaften und Epochen anregen. Icaro Zorbar legt dafür die Schaltpläne der Zeit und des Vergänglichen offen, auch um mit dem Publikum sein Wissen um die Verlangsamung von zeitlichen Prozessen zu teilen. Motivisch werden dafür planetarische Konstellationen, tragische Liebesbeziehungen und Weltzeituhr-Maschinen akribisch inszeniert, auch um zu zeigen, wie Zeit vergeht..." www.dansemacabre-osnabrueck.de

Biennalen

Biennale Venedig: Konzept und Künstler bekanntgegeben

Paolo Baratta, Präsident und Christine Macel, künstlerische Leiterin der diesjährigen Biennale Venedig, Foto: Jacopo Salvi, Courtesy La Biennale di Venezia

Christine Macel, künstlerische Leiterin und Biennale-Präsident Paolo Baratta präsentierten auf einer Pressekonferenz Programm und Künstlerliste. Das diesjährige Motto lautet „Viva Arte Viva“ (Es lebe die Kunst, sie lebe), wobei Barrata mit deutlichen Worten auf die aktuelle weltpolitische Situation einging: die Ausstellung ließe sich von einem Humanismus inspirieren, und dieser sei „ein Humanismus, in dem das künstlerische Handeln gleichzeitig ein Akt des Widerstands, der Befreiung und der Freigebigkeit wird“.

Das Leitmotiv ist als „Ausdruck der Leidenschaft für die Kunst“ und als Bekenntnis zum Status des Künstlers gemeint. Die kommende Biennale sei eine solche, die „mit den Künstlern durch die Künstler und für die Künstler entworfen“ sein wird.

Die Hauptausstellung wird in 9 Transpavillons aufgeteilt sein. Der Parcours beginnt mit dem "Pavillon der Künstler und der Bücher", geht über in den "Pavillon der Freuden und der Ängste". Weitere Pavillons widmen sich der Erde, den Traditionen, den Schamanen, dem Dionysischen, den Farben, der Zeit und der Unendlichkeit. Parallel zur Ausstellung werden diverse Ereignisse und Performances stattfinden. 

120 Künstler bestreiten die diesjährige Biennale und von ihnen sind 103 das erste Mal in der Hauptausstellung vertreten.

Aus Deutschland sind Michael Beutler, Andy Hope, Fiete Stolte und Franz Erhard Walther eingeladen, ebenso die in Mailand lebende Irma Blank und die deutsch-amerikanische Künstklerin Kiki Smith (New York). Auch etliche andere Künstler leben und arbeiten in Deutschland, so z.B. Kader Attia, Olafur Eliasson oder Agnieszka Polska. www.labiennale.org.

Hochschulen

Selbstoptimierung

Mit einer Performance eröffnet die Rostoker Künstlergruppe SCHAUM am 17. Februar 29017 ihre Ausstellung "Selbstoptimirung" in der Berliner Akademie der Künste.  Bis zum 2. April 2017 sind in der Passage der Akademie am Pariser Platz Werke zu sehen, die als Ergebnisse einer Recherche "mit bildästhetischen Mitteln" über die "Mechanismen übertriebenen Individualismusstrebens in der heutigen Zeit" zu begreifen sind. Dazu heißt es: „Die Selbstoptimierung als Folge der Entpolitisierung spiegelt das Unwohlsein gegenüber einer persönlichen Meinung genauso wider wie die aussichtslose Suche nach individueller Glückseligkeit. Im Gegenzug dazu hat das wirtschaftliche Denken Einzug ins Private gehalten und lässt uns unseren Wert und unsere Einzigartigkeit nur mehr spüren, wenn wir unsere mentalen und physischen Möglichkeiten messbar und für jeden sichtbar optimieren. Der Prozess der Selbstoptimierung schließt nahezu alle Bereiche unseres Lebens ein und wird dadurch letztlich politisch.“ www.adk.de

Aktionen & Projekte

Pommesgabel-Sortieraktion

Matthias Schamp, Pommesgabel-Apoll

Das Ruhrgebiet gilt als eine Wiege der deutschen Imbisskultur – Wurststände und Schaschlikbuden boten den Arbeitern, denen keine Betriebskantine zur Verfügung stand, einst eine preiswerte Pausenverpflegung. In den 1950er Jahren hielt auch die frittierte Kartoffel Einzug in die Schnellrestaurants, und mit den „Gastarbeitern“, wie man die Arbeitsmigranten damals nannte, kamen seit den 1960er Jahren Pizza, Gyros und Döner hinzu. Dass heute bei uns viele griechische Lokale „Taverne Zeus“ oder „Diogenes-Grill“ heißen, inspirierte den Bochumer Künstler Matthias Schamp dazu, den kulturhistorischen Querverbindungen zwischen der Antike und der heutigen Frittenbudengastronomie nachzuspüren. „Mythos Grill“ nennt sich das Projekt, das der Künstler als „Pommesbude und alltagsarchäologische Spielstätte zugleich“ definiert. Zur Wiedereröffnung des Antikensaals im Ostflügel der Mannheimer Universität führt Matthias Schamp dort am Mittwoch, 15. Februar 2017 „in Zusammenarbeit mit dem Historischen Institut der Universität Mannheim eine Pommesgabel-Sortieraktion durch. In angemessen kontemplativer Weise“ untersuchen die Sortierer „damit das Verhältnis von vereinzelten Teilen zu einem imaginären Ganzen“. Nun gilt Mannheim mit seiner gesichtslosen Nachkriegsarchitektur für viele als das „Bielefeld des deutschen Südwestens“, doch dieses Bild bedarf einer Korrektur, und so begreift Schamp seine Aktion ausdrücklich als eine „Huldigung“ an die Stadt: „Mannheim als Ort der Antikenrezeption wird dadurch gestärkt und sein klassisches Erbe ingeniös bereichert.“ Als „bester Grieche“ Mannheims wird in einem Internet-Portal das „Restaurant Akropolis“ bewertet; einen „Apollon Grill“ gibt es dort natürlich auch, und dabei erweist sich Mannheim als eine Stadt, in der die Souvlaki-Spieße als kulinarisches Erbe der Antike mit einer regionalen Spezialität konkurrieren, nämlich der „Mettwurst zum Rohessen“, die in Mannheims Metzgereien aber als „Bratwürstle“ angeboten wird. Wer sich erkundigt, warum die so heißt, bekommt als Antwort: „Die kann man auch braten“.

Museen & Institutionen

Neubau für Sauerlandmuseum

Neubau Sauerland-Museum Arnsberg, Blick von der Ruhrstraße aus, Planungsunterlagen Hochsauerlandkreis

Aus dem Ruder zu laufen drohten die Kosten auch beim geplanten neuen Sauerlandmuseum in Arnsberg. Der Kreis stoppte vorübergehend den Bau für das Regionale-Projekt. Jetzt werden die Baukosten mit 13 Mill. Euro beziffert, und nach „vielen Verzögerungen“ (WDR) erfolgte kürzlich der erste Spatenstich. Im Sommer 2019 soll der Neubau bezugsfertig sein und im Herbst 2019 dann mit einer August-Macke-Ausstellung eröffnet werden. www.sauerland-museum.de

Preise

Balmoral-Stipendien

Emily Hunt, »Doctrine of Eternal Recurrence«, 2015, Installationsansicht The Commercial Gallery, Sydney

In Rheinland-Pfalz werden 13 internationale und regionale Künstler und eine Kuratorin werden ab Juni 2017 mit einem Balmoral- oder Landesstipendium gefördert. Die dreimonatigen Aufenthaltsstipendien erhalten die Bildhauer Yvonne Roeb und Daniel Wetzelberger. Neunmonatige Anwesenheitsstipendien im Schloss Balmoral werden an Antje Guenther, Alfons Knogl, Emily Hunt und Lambert Mousseka vergeben. Emma Adler erhält ein sechsmonatiges Stipendium für New York. Berit Jäger und Maria Kropfitsch gehen für ein halbes Jahr nach Paris. Claudia Schmitz darf drei Monate in Südkorea verbringen, Fabian Knöbl fährt zum Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf. Die beiden sechsmonatigen Projektstipendien gehen an den Installationskünstler und Bühnenbildner Ingo Bracke sowie an Elmar Hermann, der eine klangräumliche Untersuchung der Topografie des Rheintales im Bereich der Loreley plant. Olga Vostretsova tritt das neunmonatige Kuratorenstipendium im Künstlerhaus Schloss Balmoral an. Die Kulturwissenschaftlerin und Kuratorin gründete den Verein Bükü – Büro für kulturelle Übersetzungen und unterrichtet am Institut für Kunstgeschichte an der Universität in Leipzig. Die Ausschreibung der Balmoral- und Landesstipendien für 2018 erfolgt Anfang Mai 2017. www.balmoral.de

Preise

Manor Kunstpreis Aarau

Cédric Eisenring ist Träger des Manor Kunstpreises Aarau, der alle zwei Jahre zur Förderung junger Schweizer Kunst vergeben wird.Im Zentrum seiner Arbeit „steht die Frage nach dem Erzählerischen. Er untersucht das narrative Potential von bildnerischen Medien wie Druckgrafik, Zeichnung, Skulptur oder Installation. Häufig greift er dabei auf bestehende Erzählstränge aus Film, Literatur, Comic oder Kinderbüchern zurück und verwebt diese zu neuen fiktionalen und visuellen Erzählungen.“

Personalien

Neue Architekturprofessorin in Braunschweig

Folke Köbberling, Foto: Werner Nasahl

Folke Köberling ist neue Professorin am Institut für Architekturbezogene Kunst im Department Architektur an der Technischen Universität Braunschweig. Sie trat damit die Nachfolge von Prof. Azade Köker an. Köbberling arbeitet künstlerisch mit subtilen Umnutzungen vorhandener Strukturen im urbanen Raum. Lehraufträge nahm sie bereits u.a. am Art Center College of Design Pasadena, der Metropolitan University in London, der UDK Berlin, der Universität für angewandte Kunst Wien und der Wayne State University, Michigan wahr. Matthias Reichelt veröffentlichte über Folke Köbberling und ihre Projekte zusammen mit Martin Kaltwasser eine Monografie in „Kunstforum“ Bd. 220 (213).

Personalien

Kulturstiftung Dessau-Wörlitz: neue Direktorin

Brigitte Mang, Foto: Kulturstiftung Dessau-Wörlitz

Brigitte Mang ist neue Direktorin der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz n Sachsen-Anhalt. Ihr Vorgänger Thomas Weiß ging in den Ruhestand. Die Gartendirektorin und Landschaftsarchitektin ist nun Chefin von 104 Mitarbeitern in der Verwaltung von 140 historischen Baudenkmälern in den Parkanlagen und Schlössern in Dessau, Wörlitz, Oranienbaum und Mosigkau, das seit dem Jahr 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört.

Preise

Peter und Luise Hager-Preis

Miriam Dockendorf, Richard Engel, Eva Fischer, Ida Kammerloch, Marion Kentischer, Anna Marakova, Esther Momper, Valerian Polienko, Christine Reisen, Michael Voigt sind an der Ausstellung zum Wettbewerb um den Peter und Luise Hager-Preis beteiligrt. Der Wettbewerb wurde zum Thema "Kreis" ausgelobt. Die von der Peter und Luise Hager-Stiftung gemeinsam mit der Hochschule der Bildenden Künste Saar ausgelobten Preise zeichnen herausragende Studierende der HBKsaar in Saarbrücken für ihre künstlerischen und gestalterischen Projekte und Entwicklungen aus. Vergeben werden ein 1. Preis zu 5.000 Euro, ein 2. Preis in Höhe von  3.000 Euro und ein 3. Preis mit 2.000 Euro. Alle anderen an der Ausstellung Beteiligten erhalten 500 Euro. Nach der Jahresausstellung an der HBK Saar wandern die Exponate nach Berlin und werden dann dort vom 19. März bis 15. April 2017 in der Saarländischen Galerie-Europäisches Kunstforum zu sehen sein.

Biennalen

Venedig: Österreichischer Pavillon

Brigitte Kowanz, Foto: Alfred Weidinger, Copyright: Bildrecht, Vienna 2017

Christa Steinle, Kommissärin des Österreich-Pavillons auf der Biennale von Venedig 2017, hat sich für zwei Kunstpositionen entschieden, bei denen es um „die Auseinandersetzung und Weiterentwicklung des Skulpturenbegriffs im internationalen Kunstdiskurs“ geht. Die von ihr eingeladenen Künstler Brigitte Kowanz und Erwin Wurm sind beide bereits Träger des Großen Österreichischen Staatspreises. Beide arbeiten „an der Schnittstelle von Skulptur und Architektur, Wurm auf materielle Weise, Kowanz auf immaterielle Weise. Beide reagieren auf die Veränderungen unserer Raumwahrnehmung und Raumerfahrung in den letzten 200 Jahren durch Maschinen, Medien und neue Materialien...“ Kowanz konzentriert sich dabei vor allem auch auf das Licht als künstlerischem Medium mit einem großen Interesse an der „wechselseitigen Bespiegelung von Licht und Sprache“. Bei Erwin Wurm geht es um „Skulptur als Handlungsform“. Anstelle des dreidimensionalen Objekts auf einem Sockel, rückt Erwin Wurm den Menschen selbst und seine Handlungen mit alltäglichen Gegenständen in ungewöhnlichen Positionen ins Blickfeld und fixiert diesen minimalen Zeitraum fotografisch. Fotografie und Video werden dabei zum Medium der Skulptur.

Preise

Villa Romana Preis

Farkhondeh Shahroudi, Courier, 2016, bestickte Stoffe, 125 x 110 x 42 cm

Andrea Bellu/Matei Bellu, Carina Brandes, Kasia Fudakowski sowie Farkhondeh Shahroudi sind aktuelle Stipendiaten in der Villa Romana in Florenz und verbringen dort einen zehnmonatigen Aufenthalt. Bis zum 30. März 2017 stellen sie sich dort in einer gemeinsamen Ausstellung mit ihren Arbeiten vor. www.villaromana.org

Aktionen & Projekte

Oldenburg: Past is not Post

Benjamin Tiven, A Third Version of Imaginary

Benj Gerdes und Lasse Lau kuratieren die Ausstellung „Past is Not Post“ vom 2. Februar bis zum 19. März 2017 im Oldenburger Edith-Russ-Haus für Medienkunst die. Zwanzig Künstler „arbeiten auf sehr unterschiedliche Weise zu den Themen Geschichte und Gedächtnis, oft auf der Basis von Archivrecherchen“. Die Ausstellung ist Teil einer langfristig angelegten Untersuchung des Edith-Russ-Hauses „zu künstlerischen Bezugnahmen auf Geschichte und zum Gebrauch von Archivmaterialien zur Befragung der Gegenwart“. „In einer Gegenwart, in der andere Wege verstellt erscheinen, nutzen“ die Künstler“ sie die Aufarbeitung von Geschichte als eine Art Hintertür. Angesichts der zwiespältigen Rolle, die Künstlerinnen und Künstler in heutigen Gesellschaften innehaben, können sich überschneidende und unabgeschlossene Erzählungen der Vergangenheit alternative Ansätze bieten. Es können Räume geschaffen werden für die Neuformulierung unserer kollektiven Möglichkeiten und Bedürfnisse – Räume, die gleichermaßen für Widerstand wie auch für Rückzug stehen...“ Künstlerliste: Pia Arke und Anders Jørgensen, Petra Bauer, Matthew Buckingham, Kajsa Dahlberg, Michelle Dizon, Benj Gerdes, Andrea Geyer, Regina José Galindo, Jan Peter Hammer, Sven Johne, William E. Jones, Lasse Lau, Maha Maamoun, Robert Ochshorn, Rania Rafei und Raed Rafei, Benjamin Tiven, Sarah Vanagt und Katrien Vermeire, Raed Yassin sowie Akram Zaatari.

Aktionen & Projekte

Gabriele Rothemann im Wiener MUSA

Gabriele Rothemann, Vierundzwanzig Vogelkäfige, Rauminstallation, 2009, (Ausschnitt), Copyright: G. Rothemann

Das Wiener MUSA Museum Startgalerie Artothek zeigt vom 28. Februar bis zum 22. April 2017 die Ausstellung „Vierundzwanzig Vogelkäfige“ von Gabriele Rothemann. „Unterschiedliche Sinnbilder wie Tierfatschen, Röntgen- oder Archivaufnahmen helfen der in Wien lebenden Künstlerin und Fotografin, sich ihr wichtigen Fragestellungen anzunähern und dabei kollektive Erinnerungen zu verdichten...“ Mit Arbeit „Vierundzwanzig Vogelkäfige“ (2009) realisiert die Künstlerin eine das gesamte MUSA füllende Rauminstallation. www.musa.at

Aktionen & Projekte

Dresden: Monument

Motiv aus den Recherchebildern zum Monument von Manaf Halbouni, Fotograf: Nizam Najar, alle entstanden 2016, Courtesy: Kunsthaus Dresden – Städtische Galerie für Gegenwartskunst

Die Dresdner Frauenkirche und ihr Wiederaufbau gelten als Symbol für die verheerenden Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg, als Aufruf zur Versöhnung und als Mahnung, die Welt künftig friedlicher zu gestalten. Die Aufnahmen, die wir jeden Abend in den TV-Nachrichten von der hart umkämpften syrischen Stadt Aleppo zu sehen bekommen, vom verheerenden Ausmaß der Bombardements und von den Bewohnern, die dort unter Lebensgefahr durch die die Trümmerwüste hasten, um irgendwo einen Kanister Trinkwasser abzuholen, erinnern an das fürchterliche Chaos in den letzten Kriegstagen 1945 in unseren Städten. So ist der Platz an der Dresdner Frauenkirche ein angemessener Ort, um dort eine Skulptur als temporäres Mahnmal zu errichten, auch als eine Erinnerung an den 13. Februar 1945, als in Dresden bis zu 25.000 Menschen bei einem Bombenangriff getötet wurden, vor allem aber als eine Beklagung des Leids, das aktuell die Zivilbevölkerung im syrischen Bürgerkrieg seit Jahren ertragen muss. „Monument“ nennt der Künstler Manaf Halbouni die drei hochkant aufgestellten Busse vor der Kathedrale. Inspiriert hat ihn dazu eine Barrikade, die vor zwei Jahren während der Angriffe auf Aleppo solchermaßen mit Bussen errichtet wurde. Vorgeschlagen hatten dieses Projekt diverse Dresdner Kunstinitiativen; der Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) segnete es ab, weil er darin „ein Zeichen der Hoffnung“ sieht, doch als Hilbert in seiner Ansprache verkündete, Dresden sei „keine unschuldige Stadt“ gewesen, wurde er dafür aus rechten Kreisen massiv angegriffen: „Vor dem Haus, in dem Hilbert mit Frau und kleinem Sohn lebt, patrouillieren gerade rund um die Uhr Polizisten. Eine Vorsichtsmaßnahme, denn der Politiker wurde Zielscheibe von Hetze und Morddrohungen“, berichtete „Die ZEIT“. Als in den sozialen Medien „Mutmaßungen“ kursierten, „die Barrikade aus Bussen in Aleppo sei von einer Rebellenorganisation errichtet worden“, sah sich das Kunsthaus Dresden zu einer Stellungnahme veranlasst: „Manaf Halbounis Collage zum Monument von 2015 basiert auf einem im gleichen Jahr in der englischen Zeitung The Guardian erschienenen Bild der amerikanischen Nachrichtenagentur AFP... Weitere Vorarbeiten von Manaf Halbouni zum temporären Mahnmal basieren auf Bildern und Kontakten mit dem syrischen Fotografen Nizam Najar. Dieser arbeitete 2016 in Aleppo und stellte verschiedene Aufnahmen von dieser Barrikade sowie weiteren Schutzmaßnahmen für die Zivilbevölkerung zur Verfügung... Verschiedene Quellen bestätigen, dass die Barrikade zum Schutz der Zivilbevölkerung errichtet wurde.“ Dass auf einem Foto in den sozialen Medien indessen eine Fahne der Organisation Ahrar-al-Scham zu sehen ist, hält der Künstler Halbouni nicht für ungewöhnlich: „Es ist nicht auszuschließen, dass die Barrikade im Kriegsverlauf von verschiedenen Parteien in Anspruch genommen wurde. In der Situation dieses Krieges, unter der die Zivilbevölkerung leidet, gibt es viele Seiten. Mir geht es nicht um die Akteure, von denen die brutale Gewalt dieses Krieges ausgeht, sondern um das Leiden der Menschen in dieser Situation.“ Auch Christiane Mennicke-Schwarz vom Kunsthaus Dresden betont, das Kunstwerk bedeute keine Parteinahme: „Es ist nicht die Intention des Kunstwerkes auf die komplexe Situation der unterschiedlichen Parteien dieses Krieges Bezug zu nehmen. Das Monument zeigt einen Ausschnitt aus dieser menschenunwürdigen Situation und ist ein Mahnmal gegen Krieg und Gewalt in jeglicher Form – auch gegen die Gewalt von Terroristen.“ Die Installation soll bis zum 3. April 2017 dort an der Frauenkirche stehen bleiben.  

Preise

Anish Kapoor spendet Preisgeld

Anish Kapoor spendet sein Preisgeld in Höhe von einer Million US-Dollar für die Flüchtlingshilfe. Mit dem Preis zeichnet ihn die The Genesis Foundation für sein soziales Engagement aus. Die Ehrung gilt in der Fachwelt als „Jewish Nobel Prize“. Kapoor ist Träger des renommierten Turner-Preises und wurde von der Queen zum Ritter geschlagen. Mit einem Privatvermögen von etwa 152 Mill. Euro gilt er als einer der reichsten Künstler Großbritanniens.

Biennalen

Sharjah Biennale

Christine Thomé, Kuratorin der Sharjah Biennale 2017

Ausrichter der Sharjah Biennale (12.3.-12.6. 2017) ist die Sharjah Arts Foundation, die sich auch um die Rekonstruktion der Altstadt von Sharjah kümmert. Präsidentin der Stiftung und Leiterin der Biennale ist seit 2003 die Tochter des Herrschers, Sheikha Hoor Al-Qasimi. Kuratorin der aktuellen Ausgabe ist Christine Thomé. Die Künstlerliste umfasst diesmal mehr als 60 Teilnehmer: Noor Abuarafeh, Lawrence Abu Hamdan, Abbas Akhavan, Tamara Al Samerraei, Allora & Calzadilla, Maria Thereza Alves, Kader Attia, Tonico Lemos Auad, Ismail Bahri, Sarnath Banerjee, Yto Barrada, Abdelkader Benchamma, Ursula Biemann and Paulo Tavares, Dineo Sheeba Bopape, Jonathas de Andrade, Mariana Castillo Deball, Roy Dib, Vikram Divecha, Barış Doğrusöz, Koo Donghee, Inci Eviner, Em'kal Eyongakpa, Harun Farocki, Fehras Publishing Practices, Future Farmers, Daniele Genadry, Deniz Gul, Shadi Habib Allah, Taloi Havini, Takashi Ishida, Iz Öztat and Fatma Belkıs Işık, Lamia Joreige, Christoph Keller, Samir Khaddaj, Mahmoud Khaled, Nesrine Khodr, Basim Magdy, Metahaven, Hind Mezaina, Mochu, Oscar Murillo, Joe Namy, Uriel Orlow, The Otolith Group, Christodoulos Panayiotou, Khalil Rabah, Raqs Media Collective, Stéphanie Saadé, Abdullah Al Saadi, Natascha Sadr Haghighian, Ghassan Salhab, Roy Samaha, Massinissa Selmani, Setareh Shahbazi, Nida Sinnokrot, Walid Siti, Monika Sosnowska, Zhou Tao, Mario Garcia Torres, Jorinde Voigt, James Webb, Rain Wu and Eric Chen, Paola Yacoub und Fathi Zamroud. www.sharjahart.org

Preise

Roswitha Haftmann-Preis an Hans Haacke

Hans Haacke

Hans Haacke nimmt am 31. März 2017 im Kunsthaus Zürich den Roswitha Haftmann-Preis entgegen (150.000 Franken). Der Preis geht auf die 1998 verstorbene Zürcher Galeristin Roswitha Haftmann zurück und wird seit 2011 an „namhafte Künstler“ vergeben. Haacke wird für „sein jahrzehntelanges mutiges und unangepasstes Engagement, seine Fähigkeit, durch künstlerische Provokation gesellschaftliche Debatten auszulösen, aber auch seine intellektuelle Brillanz und die formale Qualität seiner Arbeiten“ geehrt. Er lebt seit 1965 in New York und profilierte sich als politischer Künstler. Für Aufregung sorgte 1971 die Absage seiner Ausstellung im New Yorker Guggenheim Museum im Jahr 1971, bei er eine Arbeit über Immobilienbesitz und -spekulation zeigen wollte. 1993 wurde er zusammen mit Name June Paik mit dem Goldenen Löwen für den Deutschen Pavillon auf der Biennale von Venedig ausgezeichnet. Für seine Installation „Germania“ zerstörte er im Pavillon den Bodenbelag aus der Nazizeit. 2015/2015 durfte er den vierten leeren Denkmalsockel am Londoner Trafalgar Square bespielen. Haackes Beitrag „Gift Horse“ bestand aus einem schwarzen Pferdeskelett mit einem „Geschenkband“, das aus einem Liveticker mit den Börsenkursen bestand.

Hochschulen

Kunstakademie Karlsruhe: Riemschneider lectures mit Jean-Luc Nancy

Jean-Luc Nancy, Januar 2016, Foto: Pietro Pellini

Der Kunstakademie Karlsruhe ist es geglückt, Jean-Luc Nancy für die Auftaktveranstaltung der RIEMSCHNEIDER LECTURES zu gewinnen. Nancy (*1940) "zählt zu den bedeutendsten und einflussreichsten Philosophen der Gegenwart. Kaum ein anderer Philosoph hat in den vergangenen Jahren eine derartige Resonanz in den aktuellen ästhetischen Debatten und künstlerischen Praktiken gefunden wie er. Bis zu seiner Emeritierung lehrte er Philosophie an der Université Marc Bloch in Straßburg und hatte Gastprofessuren in Berkeley, Irvine, San Diego und Berlin. Außerdem bekleidete er 2006 die Albertus Magnus Professur an der Universität zu Köln. Sein vielfältiges Werk umfasst Arbeiten zur Ontologie der Gemeinschaft, Studien zur Metamorphose des Sinns und zu den Künsten, Abhandlungen zur Bildtheorie, aber auch zu politischen und religiösen Aspekten im Kontext aktueller Entwicklungen. Trefflicherweise am Vorabend der Eröffnung der Kunstmesse art KARLSRUHR 2017, am 14. Februar, 19 Uhr stellt Jean-Luc Nancy im Vortragssaal der Akademie eine somit aktuelle wie spannende Frage: „Wozu braucht man Kunst? Die Riemschneider-Stiftung, die von Ingrid Riemschneider, der 2010 verstorbenen Witwe des kunstinteressierten Karlsruher Radiologen Harm-Helmut Riemschneider, 2006 eingerichtet wurde, lässt ihre Erträge u.a. der Kunst und der Förderung Kunstschaffender auch im Bereich Bildender Kunst zukommen...." www.kunstakademie-karlsruhe.de

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Pieter Hugo im Kunstmuseum Wolfsburg

Pieter Hugo, Thoba Calvin and Tshepo Cameron Sithole-Modisane, Pretoria, aus der Serie „Kin”, 2006-2013 2013 c-print © Pieter Hugo, | Priska Pasquer, Köln

"Between the devil and the deep blue sea" lautet der Titel der Ausstellung von Pieter Hugo im Kunstmuseum Wolfsburg (19. Feb. bis 23. Juli 2017). "Nach Einzelausstellungen im Fotomuseum Den Haag, dem Musée de l’Elysée Lausanne, dem Müpa Budapest und der Fondation Henri Cartier - Bresson Paris zeigt das Kunstmuseum Wolfsburg als erstes Museum in Deutschland einen umfassenden Überblick über Serien wie „ Looking A side “ , „ Kin “ , „ The Hyena & Other Men “ , „ Permanent Error “ , „ There’s a Place in Hell f or Me and My Friends “ oder „ Nollywood “ , durch die Pieter Hugo bekannt geworden ist... Aufgewachsen im postkolonialen Südafrika, wo er 1994 d as offizielle Ende der Apartheid erlebte, hat Hugo ein feines Gespür für soziale Dissonanzen. Sensibel bewegt er sich mit seiner Kamera durch alle sozialen Schichten, nicht nur in seiner Heimat , sondern auch in Ländern wie Ru anda, Nigeria, Ghana , China oder den USA . Wie gehen Menschen jeden Alters und verschiedenster Herkunft mit ihrem historischen Gepäck und ihren Lebensum ständen um? In seinen Fotografien erfasst Pieter Hugo die sichtbaren Spuren und Narben gelebter B iografien sowie erlebter Landesgeschichte. Sein besonderes Interesse gilt dabei den Subkulturen einer Gesellschaft, der Kluft zwischen Ideal und Realität. Obdachlose, Albinos, Aidskranke, Män ner, die Hyänen, Schlangen und Affen zähmen, Menschen, die in en dzeitlichen Szenarien Elektroschrott sam meln, oder Nollywood - Schauspieler in Kostüm und Pose finden sich in seinen Bildern genauso wie Familie und Freunde...." www.kunstmuseum-wolfsburg.de

Biennalen

Contour Mechelen

Susanne M. Winterling, Werkbeispiel, Courtesy: Susanne M. Winterling und Contour Biennale 8

Die 80.000-Einwohner Stadt Mechelen in der belgischen Provinz Antwerpen ist Schauplatz eines Videofestivals „Contour Mechelen“ (11. März bis 21. Mai 2017). An ausgewählten Orten werden Film- und Videovorführungen, Installationen und Performances geboten. Kuratorin ist Natasha Giwala. Sie betreut ein Programm, zu dem ca. 20 Künstler eingeladen werden. Die Stadt mit ihrer historischen Kulisse verweist einerseits auf die wechselvolle Geschichte Flanderns und der Niederlande im Laufe der Jahrhunderte, zum anderen auch auf den Aufbruch in die industrielle Moderne: die Eisenbahnstrecke Mechelen-Brüssel wurde bereits 1835 eingeweiht und war eine der ersten in Europa. Mit seiner Lage im Herzen Europas bietet der Festivalort somit Gelegenheit, die aktuellen politischen Probleme mit Staatlichkeit und staatlichem Zerfall zu reflektieren, die Definitionen von Legalität und Illegalität mit ihren gesellschaftlichen Auswirkungen und die Auswüchse des globalisierten Neo-Kapitalismus. www.contourmechelen.be

Aktionen & Projekte

The Swan Song

The Swan Song, Illustration zur Presseankündigung (Ausschnitt)

„The Swan Song“ ist eine Operette in vier Akten. Sie wird seit acht Jahren aufgeführt und weiterentwickelt. Das Ungewöhnliche daran: Die Texte und Lieder werden öffentlich geprobt, zur Uraufführung gebracht, ausgestellt und diskutiert. „Es geht darum, Koloraturen gegen Ungerechtigkeiten und Partituren für Solidarität zu üben. Das Publikum ist eingeladen, während der Öffnungszeiten an Chor, Orchester, Bühnenbild und Libretto-Proben teilzunehmen oder zuzuhören“. Im Sommer 2017 mündet das Projekt in einer Gesamturaufführung in der Berliner nGbK. Die erste öffentliche Chorprobe ist am 9. Feb. 2017. www.ngbk.de

Aktionen & Projekte

Berlin: Mitte der Pampa

Namibia Today, 2017 (Detail). Laura Horelli, Courtesy Galerie Barbara Weiss, Berlin

„Mitte in der Pampa“ nennt sich in Berlin eine Projektreihe mit „Kunst um Untergrund“. Der Künstlerwettbewerb „stellt zwischen Hauptbahnhof und Hellersdorf räumlich, sozial und politisch die Frage, wie in der ›Mitte‹ Entscheidungen gefällt werden, die sich in der ›Pampa‹ auswirken. Acht künstlerische Arbeiten werden entlang der U5 und U55 realisiert“. Bis zum 31. Oktober 2017 sind im U-Bahnhof Schillingstraße (Linie U 5) 18 Großplakate von Laura Horelli zu sehen. Der Titel „Namibia today“ bezieht sich auf eine gleichnamige englischsprachige Zeitschrift, die zwischen 1980 uns 1985 in der DDR gedruckt wurde: die Exil-Redaktion saß damals in Luanda (Angola). Die Plakate für ihre jetzige Aktion ließ die Künstlerin im heutigen Nachfolgebetrieb jener Druckerei herstellen. „Die Plakate kombinieren jeweils eine Titelseite der Zeitschrift Namibia Today mit Collagen zur Geschichte des Heftes in der DDR. Da die Zeitschrift noch weitgehend unerforscht ist, entwickeln sich einige der Motive assoziativ.“ Zwischen 1960 und 1990 kämpfte die Befreiungsbewegung SWAPO (South West Africa People’s Organisation) für die Unabhängigkeit Namibias von Südafrika. Seit 1990 bildet sie im nunmehr souveränen Namibia die Regierung; lediglich die Walvis Bay und die Penguin Islands standen noch bis 1994 unter südafrikanischer Kontrolle. Die U-Bahnlinie 5 „liegt im ehemaligen Gebiet Ost-Berlins und wird derzeit Richtung ‚Westen’ verlängert. Die Künstlerin erinnert hier an die komplexe und wenig bekannte Solidaritätsgeschichte der DDR. Doch weckt der Titel Namibia Today auch weitere Assoziationen: Er erinnert an die Kolonialgeschichte von Deutsch-Südwestafrika (1884–1915) sowie die weiterhin offen stehenden Verhandlungen zur Anerkennung des deutschen Völkermords an den Herero und den Nama (1904–08). Was ist Namibia heute - betrachtet aus derzeitigen Perspektiven- mit Blick auf die Vergangenheit?“

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Glaser/Kunz im Kunstmuseum Thurgau

Glaser/Kunz: Ich ist ein anderer, 2014, Kinematografische Skulptur, Video und fünf Figuren, 25 Min Loop, Installationsansicht Kunstmuseum Thurgau

Das Kunstmuseum Thurgau residiert in der Kartause Ittingen. Dort zeigt das Züricher Künstlerduo Magdalena Kunz und Daniel Glaser vom 19. Februar bis zum 6. August 2017 seine "kinemotografischen Skulpturen" unter dem Titel "Ich ist ein anderer". Die Videoinstallationen widmen "sich sehr zeitgenössischen Themen wie Täuschung, Virtualität und Identität. Zugleich verwandeln sie das ehemaligen Kloster in einen Ort der Wahrnehmungsrätsel". Damit haben die beiden Künstler §ein Genre entwickelt, das sich auf gewitzte wie tiefsinnige Weise zwischen Lichtprojektion, Performance und Skulptur bewegt. Die durch Projektionen scheinbar zum Leben animierten menschlichen Figuren führen Dialoge über Identität, virtuelle Realitäten, Wahrnehmung und den Sinn des Lebens. In den Arbeiten verbinden sich gesellschaftspolitische und philosophische Grundfragen zu surrealen Plattformen der Befragung menschlicher Existenz..." www.kunstmuseum.ch

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