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Band 247

57. Biennale Venedig 2017

VIVA ARTE VIVA

Auch wenn immer wieder die Rede ist vom „überholten Modell“ – die Biennale Venedig ist und bleibt die wichtigste internationale Ausstellung zur zeitgenössischen Kunst. Die Kombination aus kuratierter Mega-Ausstellung und zig nationalen Präsentationen ist einmalig. In diesem Jahr präsentiert die Französin Christine Macel unter dem Motto „Viva Arte Viva“ Werke von 120 Künstlern. Daneben gibt es 85 nationale Pavillons sowie viele „Eventi Collaterali“.


Wie zuvor widmet KUNSTFORUM der internationalen Großausstellung einen kompletten Band, in dem sie so umfassend wie in keinem anderen Medium komplett dokumentiert und aus verschiedenen Perspektiven kontrovers diskutiert wird. In kommentierten Fotorundgängen, begleitenden Essays und Analysen werden die Ausstellung und Nationenpavillons begleitet und diskutiert. Interviews mit Künstlern und Kuratoren liefern dazu Hintergründe und tieferes Verständnis. Welche Gedankengänge und Vorstellungen liegen der 57. Biennale di Venezia zu Grunde, wie hat es sich auf die Ausstellung übertragen und wie ist „Viva Arte Viva“ schließlich bei den Kritikern angekommen?


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Aus diesem Band

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„KUNSTFORUM ist ein rauschendes Kompendium der Zeitgenossenschaft“
(Gregor Jansen, 2012)

„KUNSTFORUM ist nicht nur am Puls der Zeit, sondern ist ihm nicht selten eine Nasenlänge voraus. Auch Jahre später kann man sich noch ein Themenband erneut vorknöpfen und sich bereichern lassen, einfach unglaublich."
(Jürgen Klauke, 2014)

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57. BIENNALE VENEDIG: LÄNDERBEITRÄGE GIARDINI

Großbritannien

Phyllida Barlow

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57. BIENNALE VENEDIG: LÄNDERBEITRÄGE GIARDINI

Deutschland

Anne Imhof

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57. BIENNALE VENEDIG: LÄNDERBEITRÄGE STADTGEBIET

Hongkong

Samson Young

Samson Young im Gespräch

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57. BIENNALE VENEDIG: LÄNDERBEITRÄGE ARSENALE

Argentinien

Claudia Fontes

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Personalien

Dirk Schwarze gestorben

Dirk Schwarze, früherer Kulturchef der HNA-Hessisch-Niedersächsisch Allgemeinen und langjähriger KUNSTFORUM-Autor, starb im Alter von 75 Jahren an einer Krebserkrankung. Schwarze galt als einer der intimsten Kenner und Begleiter der Kasseler Documenta: „Kein Journalist hat die documenta-Ausstellungen in den vergangenen Jahrzehnten intensiver und kenntnisreicher begleitet als er. Mit stets neuer Begeisterung verfolgte er, wie die Ausstellung sich unter den jeweiligen künstlerischen Leitern fortentwickelte, sich alle fünf Jahre ein neues Profil gab und die jeweils aktuellen künstlerischen und gesellschaftlichen Fragestellungen etablierte“, heißt es in einem Nachruf der HNA. Auch an der Vorbereitung der d 14 nahm er regen Anteil, konnte krankheitsbedingt aber nicht mehr nach Athen reisen. Fast zehn Jahre lang prägte er als Vorsitzender auch das Gesicht des documenta-forums. Seit den 1980er Jahren verfasste er auch in „Kunstforum international“ Berichte und Interviews zu documenta-Künstlern und zum Kasseler Kunstbetrieb. Zuletzt veröffentlichte er 2017 in Bd. 244 den Report „Die Documenta lüftet den Vorhang“. Für den aktuellen Documentaband hatte er noch einen Essay in Vorbereitung, er konnte ihn nicht mehr realisieren. Wir trauern um einen langjährigen, wichtigen Mitarbeiter.

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In eigener Sache

Der neue Band ist da! Die Komplettdokumentation der 57. Venedig Biennale

Auch wenn immer wieder die Rede ist vom „überholten Modell“ – die Biennale Venedig ist und bleibt die wichtigste internationale Ausstellung zur zeitgenössischen Kunst.

In kommentierten Fotorundgängen, begleitenden Essays und Analysen werden die Hauptausstellung und Nationenpavillons begleitet und diskutiert. Interviews mit Künstlern und Kuratoren liefern dazu Hintergründe und schaffen tieferes Verständnis. Welche Gedankengänge und Vorstellungen liegen der 57. Biennale di Venezia zu Grunde, wie hat es sich auf die Ausstellung übertragen und wie ist „Viva Arte Viva“ schließlich bei den Kritikern angekommen? 

 

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Aktionen & Projekte

Documenta 14: Aufruf des Rose Valland Instituts

Das Rose Valland Institut ist ein künstlerisches Projekt von Maria Eichhorn im Rahmen der documenta 14. Es widmet sich „dem Themenbereich ungeklärter Eigentums- und Besitzverhältnisse von 1933 bis heute...“ Dabei wird die Öffentlichkeit „aufgerufen, NS-Raubgut im ererbten Besitz zu recherchieren und Informationen dem Rose Valland Institut zu übermitteln.“ Seinen Sitz hat das Institut während der documenta bis zum 17. September in der Neuen Galerie in Kassel. Die Aktivitäten konzentrieren sich im wesentlichen auf Kunstwerke und andere Objekte in Privatbesitz: „Beschlagnahmtes und geraubtes Gut aus jüdischem Eigentum wurde von den deutschen Finanzbehörden des NS-Staates öffentlich versteigert und so in die gesamte deutsche Bevölkerung verbreitet. Versteigert wurde Umzugsgut jüdischer Emigrant_innen aus ganz Deutschland, die über den Auswandererhafen Hamburg ausgereist waren; jüdisches Eigentum aus der 'M-Aktion' (Möbelaktion) aus Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Luxemburg; et cetera. In den Jahren 1942 und 1943 trafen allein in Hamburg 45 Schiffsladungen mit Gütern ein, die man niederländischen Juden geraubt hatte; sie hatten ein Nettogewicht von 27 227 Tonnen. Etwa 100 000 Einwohner erwarben auf Hafenauktionen etwas von den gestohlenen Habseligkeiten...“ Das Rose Valland Institut fragt nun: „Weshalb müssen sich die Beraubten um die Rückgabe ihres Eigentums bemühen und nicht die Räuber, die Beraubten ausfindig zu machen und das Geraubte zurückzugeben? Das Rose Valland Institut will Bewusstsein und Öffentlichkeit für ungeklärte Eigentums- und Besitzverhältnisse seit der NS-Zeit bis heute schaffen. Es ruft dazu auf, aktiv an der Aufklärung andauernden Unrechts und am Auffinden und Aufdecken der unrechtlichen Besitzverhältnisse mitzuwirken...“ Wer nach Gegenständen sucht, von denen angenommen werden kann oder erwiesen ist, dass sie aus jüdischem Eigentum entwendet wurden, kann sich an das Rose Valland Institut wenden. Auch wer Gegenstände in seinem oder in Familienbesitz hat, „von denen angenommen werden kann oder erwiesen ist, dass sie unrechtlich aus jüdischem Eigentum stammen“, ist aufgerufen, dies zu tun. Kontaktmöglichkeit: kontakt@rosevallandinstitut.org.

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Personalien

Sloterdijk: Runder Geburtstag

Peter Sloterdijk, Karlsruher Philosoph, feiert am 26. Juni 2017 seinen 70. Geburtstag. Aus diesem Anlass organisiert das ZKM Karlsruhe zusammen mit dem örtlichen Kulturamt, der HfG - Staatl. Hochschule für Gestaltung Karlsruhe sowie dem Berggruen Institute und der Quarton International AG ein Symposion „Von Morgenröten, die noch nicht geleuchtet haben“. Das Symposion widmet „sich – im Sinne einer »2. Aufklärung« – sowohl den philosophischen wie auch literarischen, musikologischen, kunsttheoretischen und raumphilosophischen (von Architektur bis Design)  Aspekten des außerordentlich umfangreichen Werks von Peter Sloterdijk.“ Das Symposion findet vom 23. bis zum 25. Juni 207 im ZKM-Medientheater statt.

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Personalien

Julian Schnabel: van Gogh-Film

Julian Schnabel, Maler und Filmregisseur, dreht derzeit in Frankreich den Film mit dem Titel „At Eternity's Gate“ (An der Schwelle der Ewigkeit) über das Leben von Vincent van Gogh. Der Filmtitel ist einem Bild van Gogs entlehnt, das einen alten Mann zeigt, auf einem Stuhl sitzt und sein Gesicht in die Hände stützt. Die Hauptrolle spielt William Dafoe. Das Drehbuch hat Schnabel zusammen mit Jean-Claude Carrière geschrieben. Die Handlung konzentriert sich auf die Zeit van Goghs in der südfranzösischen Stadt Arles und im Dorf Auvers-sur-Oise nahe Paris. Nach Arles war van Gogh 1888 gereist und schuf dort in nur sechs Monaten 187 Bilder. In Arles fand man ihn im Januar 1889 bewusstlos auf, mit einem abgetrennten Ohr. Nach einem Aufenhalt im Krankenhaus und in einer Nervenheilanstalt kam van Gogh 1890 nach Auvers, wo er von Dr. Paul Gachet medizinisch betreut wurde und in 70 Tagen 60 Bilder malte. Dort schoss sich van Gogh eine Kugel in die Brust und starb zwei Tage später am 29. Juli 1890 an den Verletzungen. Julian Schnabel beschreibt die Aufnahmen über diese Zeitspanne als einen Film über „Malerei und einen Maler und ihre Beziehung zur Unendlichkeit“.

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Messen & Märkte

Art Basel

„Milliardenwerte auf engsten Raum” konstatierte die „Stuttgarter Zeitung” bei der diesjährigen Art Basel, denn die Preise hätten sich „auf einem unverschämt hohen Niveau stabilisiert”. In Presseberichten heißt es, schon am ersten Tag wurden Umsätze in zweistelliger Millionenhöhe gemacht. 291 Galerien waren zugelassen, unter ihnen allerdings nur 17 neue – die Global Player des internationalen Kunsthandels bleiben gerne unter sich. Denn die Art Basel gilt nach wie vor als Tabellenführer in der Champions League der Kunstmessen. Denn einen „Überblick von dem, was auf dem Markt als Exklusivstes und Bestes in der Kunst passiert - den kann man sich nur auf dieser Messe holen”, erläuterte der Leipziger Galerist Gerd Harry Lybke gegenüber dem NDR. Dass die Art Basel demnächst an einer neuen Kunstmesse in Düsseldorf beteiligt ist und man in Köln darüber vergrätzt ist, versteht Lybke nicht: „Ich glaube, die Kölner Messe muss sich wirklich keine Sorgen machen, weil das nun mal die Messe in Deutschland ist, wo es losgegangen ist. Es gibt genügend Sammler um Köln und um Düsseldorf herum. Wenn Basel jetzt weitere Schritte macht, wie sie es schon mit Basel-Miami und Basel-Hongkong begonnen haben, dann ist das eine normale Entwicklung.”

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Hochschulen

Leipzig: „Operation Grenze“

Wer in den 1980er Jahren die Transitstrecke von Hannover nach West-Berlin nutzte, musste am DDR-Grenzübergang Marienborn stundenlange und oft schikanöse Kontrollen über sich ergehen lassen: im Auftrag der Stasi wurde jeder westdeutsche Pass fotografiert, Grenzpolizisten suchten sogar im Hohlraum für den Ersatzreifen nach verbotenen Verstecken und hielten Spiegel an den Unterboden. Marienborn war die größte DDR-Zollstation; die meisten Gebäude sind erhalten und dienen heute als Gedenkstätte. Eine Gruppe von 21 Studenten an der HGB-Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig führt dort bis zum 30. Juni 2017 eine Ausstellung „Operation Grenze“ mit Skulptur, Performance, Fotografie, Video, Installationen, Interventionen, Malerei und Zeichnung durch. „Angesichts der gegenwärtigen Migrations- und Fluchtbewegungen“ findet die Ausstellung bewusst an diesem historischen Ort statt, „um diese zeitgenössischen öffentlichen Diskurse über Grenzen mitzudenken. Die Relikte der Machtausübung und Kontrolle aus DDR-Zeiten lassen sich im Spiegel der aktuellen Debatten über Grenzkontrollen und Grenzbefestigungen als eine Warnung verstehen. Diese Verknüpfung bedeutet für die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn eine Aktualisierung und Erweiterung der Perspektive auf das Thema Grenze in der öffentlichen Aufmerksamkeit...“ www.hgb-leipzig.de

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Museen & Institutionen

Wim Delvoye im Museum Tinguely

Das Museum Tinguely Basel widmet dem belgischen Künstler Wim Delvoye die erste Retrospektive in der Schweiz. Delvoye ist seit dem Ende der 1980er Jahre mit Werken bekannt, „die mit viel hintergründigem Witz Profanes und Sublimes vermengen. Die Ausstellung in Basel... zeigt“ vom 14. Juni 2017 bis zum 1. Januar 2018 „das Werk von Wim Delvoye von den Anfängen bis zu seinen neuesten Werken... Seine wohl bekanntesten Werke sind die Cloacas, Verdauungsmaschinen, die den Prozess des menschlichen Körpers von Nahrungsaufnahme bis Ausscheidung maschinell nachbilden und so eine unserer Existenz sicht- und empfindbar machen. Die in neuerer Zeit entstandenen Nachbildungen von Baumaschinen und Lastwagen unter Verwendung gotischer Ornamentik zeigen die Lust des Künstlers am ästhetischen Experiment und an der monumentalen Gestaltung, für die er lasergeschnittenen Stahl und professionelle Konstruktionen einsetzt...“ www.tinguely.ch

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Museen & Institutionen

Frankfurt: Ausstellung zur Provenienzgeschichte

Die Ausstellung „Eindeutig bis zweifelhaft. Skulpturen und ihre Geschichten (Erworben 1933-1945)“ der Frankfurter Liebieghaus Skulpturensammlung beschäftigt sich bis zum 27. August 2017 mit der Geschichte des Hauses und seiner Ankaufspolitik in der Nazizeit. Zwischen 1933 und 1945 erwarb das Liebighaus 471 Objekte, von denen bereits in der Nachkriegszeit ein großer Teil restituiert wurde. Heute sind nur noch 152 der damaligen Ankäufe in der Sammlung präsent. Die Ausstellung dokumentiert, wie zweifelhaft der damalige Musuemsdirektor Alfred Wolters agierte, und sie erinnert zugleich an Sammler, die dem Haus eng verbunden waren wie Oswald und Alice Feis,Harry Fuld, Maximilian von Goldschmidt-Rothschild oder Carl von Weinberg.

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Galerien & Auktionshäuser

Delmes u. Zander schließen Berliner Filiale

Nicole Delmes und Susanne Zander haben die Berliner Dependance ihrer Kölner Galerie Delmes und Zander geschlossen. Sie wollen stattdessen Künstlernachlässe „adäquat betreuen“ können; die Organisation zweier Ausstellungsräume ließe „zu wenig Raum“ für die inhaltliche Vermittlung der vertretenen Künstler und die Weiterentwicklung des Programms. Die 1988 gegründete Galerie profilierte sich durch Ausstellungen mit Art brut und Outsiderkunst und beschreibt ihr heutiges Programm als „Entdeckung und Förderung eigenständiger künstlerischer Positionen jenseits von Trends.“

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Galerien & Auktionshäuser

Neuer Kunstort in Wien

(037) Im Oktober 2017 bekommt Wien einen neuen Kunstort: im ehemaligen Wiener Etablissement Gschwandner nimmt der transdisziplinäre Kunstort REAKTOR seinen Betrieb auf. „Auf 1.200m² Ausstellungs- und Veranstaltungsfläche werden Themen am Ereignishorizont der Gesellschaft mit den Mitteln der Kunst behandelt. Genres und Veranstaltungsformate werden dabei immer wieder in neue Konstellationen gebracht. Der formale Fokus des REAKTOR liegt auf Musik, bildender Kunst, Tanz, Literatur sowie Film.“

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Galerien & Auktionshäuser

Stuttgart: Galerien Haus Open

Fotografie und Digital Composing stehen in diesem Jahr im Mittelpunkt der Stuttgarter Gruppenschau "Galerien Haus Open" vom 15.7. bis zum 12.8.2017 (Di-Fr 14-19, Sa 11-16 Uhr) im  Galerienhaus Stuttgart, Breitscheidstr. 48 (Hinterhof), Stuttgart-West. "Dahinter verbirgt sich ein offenes, gemeinsam von den Galeristen Andreas Kerstan, Horst Merkle und Marko Schacher entwickeltes Format, das Künstlerinnen und Künstler berücksichtigt, die (noch) nicht im festen Programm der im Galerienhaus Stuttgart ansässigen Galerien sind und teils noch von gar keinem Galeristen regelmäßig repräsentiert werden... Aus den fast 50 eingegangen Bewerbungen haben die Galeristen 27 Positionen von insgesamt 29 Künstlerinnen und Künstlern ausgesucht." www.galerienhaus-stuttgart.de

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Museen & Institutionen

Lawrence Weiner in Salzburg

Nach vielen Jahren präsentiert das Museum der Moderne Salzburg wieder die 2005 eigens für die Museumsfassade geschaffene Arbeit "inside of & outside of itself" von Lawrence Weiner wieder auf dem Mönchsberg über Salzburg. "Die monumentale, sich mit einer Länge von 25 Metern über fast die gesamte Gebäudefront erstreckende Installation besteht – in der für den Künstler typischen Form – aus Buchstaben, Symbolen und grafischen Elementen, die als Relief aus lackiertem Aluminium ausgeführt wurde..." In einer "Auseinandersetzung mit dem Werk von Wolfgang Amadeus Mozart entwickelte Weiner für das Museum der Moderne Salzburg auf dem Mönchsberg seine Arbeit inside of & outside of itself. Während die Architekten Friedrich Hoff Zwink mit rhythmisch angeordneten Steinplatten an der Fassade des Museumsgebäudes auf die Struktur der Arien in Mozarts Oper Don Giovanni Bezug nehmen, überträgt Weiner mit seinem Werk die Verbindung von Musik und Architektur in Sprache."

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Aktionen & Projekte

Heimat

Ab dem 15. Juni 2017 zeigt der Deutsche Künstlerbund in den Schaufenstern seines Berliner Projektraums die Ausstellung „Heimat“. Zwischen rückwärtsverwandter Heimattümelei, folkloristischer Sinnentleerung und mentaler Entwurzelung deckt dieser Begriff heute semantisch ein weites Feld ab. „Wie verändert sich die Welt in einer Zeit großer Flüchtlingsströme und existenzieller Entwurzelung? Wie wichtig ist die kulturelle Verortung für das Wahrnehmen und Formulieren ästhetischer, sozialer und politischer Aussagen? Der Begriff »Heimat« hat für jeden einzelnen eine eigene, besondere Bedeutung und ist meistens mit einem sehr persönlichen Raum verknüpft, ob dieser nun physisch ist oder ob es sich um einen intellektuellen, künstlerischen Ort handelt.“ Die einzelnen Beiträge können durch QR-Codes an den Scheiben per Smartphone abgerufen werden. Die Beiträge bestehen aus Fotografien, Filme, Klangcollagen und (virtuellen) Zeichnungen. Künstlerliste: Jochem Ahmann, Anna Anders | Matthias Beckmann, Dörte Behn, Hella Berent, Christine Biehler, Pedro Boese, Martin Brand, Ulrike Brand, Sabine Brand Scheffel, Silvia Klara Breitwieser, Costantino Ciervo, Madeleine Dietz, Nezaket Ekici, Susanne Fasbender, Ulrike Flaig, Helga Franz, Elfi E. Fröhlich, Harald Gnade, Bernd Goering, Rainer Görß + Ania Rudolph, Wolf Nkole Helzle, Mario Hergueta, Jürgen Hille, Karin Hochstatter, Beate Höing, Ralf Homann, Gabriele Horndasch, Nikola Irmer, Constantin Jaxy, Susanne Jung, Timo Kahlen, Katharina Karrenberg, Ulrike Kessl, Susanne Kessler, Peter Klemke, Doris von Klopotek, Ursula Kreutz, Stefan Krüskemper + María Linares + Kerstin Polzin, Ute Langanky, Ulrich Langenbach, Gregor Leschig, Jürgen Liefmann, Gerhard Mantz, Reiner Nachtwey, Klaus Noculak, Christina Paetsch, Katja Pudor, Kathrin Rabenort, Rona Rangsch, Bettina Rave, Anna Recker, REINIGUNGSGESELLSCHAFT, Corinna Rosteck, Gerda Schlembach, Inge Schmidt, Nicola Schrudde, Christine Schulz, Michael Seeling, Kerstin Seltmann, Zuzanna Skiba, Peter Stauder, Dietlinde Stengelin, Thomas Sterna, Roland Stratmann, Markus Strieder, Anja Teske, Myriam Thyes, Maria Vedder, Bernd Völkle, Voré, Gudrun Wassermann, Herbert Wentscher, Julia Wenz, Carola Willbrand, Jost Wischnewski, beate maria wörz und Isabel Zuber (bis 25. August 2017).

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Museen & Institutionen

Frank Bowling: Mappa Mundi

Vom 23. Juni 2017 bis zum 7. Januar 2018 widmet das Münchener Haus der Kunst mit der Ausstellung „Frank Bowling: Mappa Mundi" dem 1934 in Bartica in Britisch-Guayana geborenen Künstler eine Werkschau mit teils monumentalen Gemälden aus fünfzig Jahren künstlerischen Schaffens. Bowling zog 1953 nach London und wurde zum Ende seines Kunststudiums in seiner Abschlussklasse neben David Hockney mit der Silbermedaille für Malerei ausgezeichnet. 1966 zog er nach New York um. In seinen Bildern begann Bowling die strikten Geometrien des Bildfeldes zu überschreiten und experimentierte über die Frage,  "wie abstrakte Kunst mit gesellschaftlicher, kultureller und persönlicher Bedeutung aufgeladen werden könnte, ohne die formalen Prinzipien dieses Mediums einzubüßen. Bahnbrechend hierbei war seine Serie von Landkartengemälden, die ihn von 1967 bis 1971 beschäftigte" ("Map Paintings"). "Als Humanist, Internationalist und gleichzeitig afrikanischstämmiger Künstler, der unter kolonialen Bedingungen in Südamerika geboren war und in New York lebte, war dieses Thema bei Bowling entsprechend komplex - zumal die späten 1960er-Jahre auch die Blütezeit der schwarzen Bürgerrechtsbewegung waren. Die Darstellung der Landkarte... wurde zu einer Metapher für Heimat und Exil." Außer den „Map Paintings" präsentiert die Ausstellung die Serien „Great Thames" sowie „Bartica Flats" und „Wintergreens".

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Aktionen & Projekte

Endmoräne

Seit 25 Jahren findet alljährlich im brandenburgischen Speckgürtel rund um Berlin jeweils im Sommer das Projekt „Endmoräne“ statt. Künstlerinnen aus Berlin und Brandenburg erkunden vergessene Bauwerke, verlassene Fabrikhallen und Militärflughäfen: wo einst volkseigene Betriebe im sozialistischen Wettbewerb standen, findet man heute nur noch Brachflächen vor. Hier setzt das Kollektiv von rund zwei Dutzend Künstlerinnen aus der Region an: „Der künstlerische Zugriff des Projekts ist prozessual und situationsbezogen: Kaum etwas entsteht vorab im Atelier. Mittels ästhetischer Methoden wie Partizipation, Recherche, Analyse werden sämtliche Arbeiten erst nach und nach vor Ort entwickelt, konkretisiert und umgesetzt“. Schauplatz des diesjährigen Spektakels ist vom 1. bis zum 16. Juli 2017 unter dem Stichwort „Weiße Schatten“ die ehemalige Papierfabrik Wolfswinkel. 22 Künstlerinnen arbeiten dort vor Ort; die fertigen Objekte sind anschließend Besuchern zugänglich. Es gilt, „jene faszinierenden Kontraste, welche die verfallende Fabrik räumlich und geschichtlich bietet, bildnerisch partizipatorisch zu erschließen. Das hier einstmals produzierte reinweiße Papier im aktuellen Kontext zwischen Schutt und Schatten zu rekapitulieren. Und die Widersprüchlichkeit kaputter Schönheit und anziehender Verödung installatorisch umzusetzen...“ Nächste Projektstation der „Endmoräne“ wird der Landkreis Barnim sein.

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Museen & Institutionen

Siegen: Francis Bacon und Niele Toroni

Die Sammlung Lambrecht-Schadeberg erwarb kürzlich für das Museum für Gegenwartskunst Siegen Francis Bacons großformatiges Gemälde „Portrait“ (1962). In Siegen sind nun sechs Bacon-Werke in der Sammlung vertreten. Die Ausstellung „6 x Francis Bacon ... und andere Höhepunkte der Sammlung Lambrecht-Schadeberg“ läuft noch bis zum 31. Dezember 2017. Anlass der Ausstellung ist der 50. Jahrestag der Verleihung des Siegener Rubens-Preises an Francis Bacon. In diesem Jahr erhält Niele Toroni den Preis. Er zeigt seine Arbeiten im Siegener Museum bis zum 15. Oktober 2017. Die Preeisvewrleihung ist am 2. Juli 2017 zur Vernissage. Zu der Werkschau bietet das Museum eine Vortragsreihe an. Prof. Erich Franz (Münster) spricht am 20. Juni 2017 über „Wiederholung und Differenz – Repetitive Kunst der 1960er Jahre in Europa und Amerika“ und Prof. Christian Spies (Köln) am 4. Juli 2017 über „Abstrakt, Figurativ, Konzeptuell – Der Rubenspreis und die Malereigeschichte seit 1945“. Es folgt am 11. Juli 2017 Dr. Roman Kurzmeyer (Basel) mit dem Vortrag „Niele Toroni – Malerei und Arbeit“. Am 25. Juli 2017 referiert Prof. Joseph Imorde (Universität Siegen) über „Das Authentische der Wiederholung – Zu einem Problem moderner Malerei“. www.mgk-siegen.de

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Aus dem Archiv

„KUNSTFORUM ist ein Magazin, das so gut wie jedes Thema, das wichtig ist, beackert hat, und es ist so umfangreich, dass ich manchmal noch einmal in Heften von vor zehn Jahren schaue, und nicht selten erweist sich KUNSTFORUM als eine Fundgrube…“ (Kaspar König)

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