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Kulturpolitik

Rechtststreit um Künstler-Aktion in Kirche

Der Künstler Alexander Karle machte 30 Liegestütze auf dem Altar der katholischen Kirche St. Johann in Saarbrücken und zeigte ein Video davon unter dem Titel „Leistungsdruck“ anschließend in einem Schaufenster. Deswegen musste er sich nun vor dem Amtsgericht Saarbrücken wegen Störung der Religionsausübung und Hausfriedensbruch verantworten. Die Staatsanwaltschaft beantragte einen Strafbefehl in Höhe von 1.500 Euro, da nach ihrer Auffassung die Aktion nicht unter die Kunst- und Meinunungsfreiheit fiele. Pfarrer Eugen Vogt hatte die Polizei eingeschaltet und einen „respektvollen Umgang“ mit dem christlichen Glauben angemahnt; in seiner Gemeinde habe diese Aktion „viel Unverständnis und Empörung ausgelöst“, sie werde als „Provokation und Verunglimpfung“ angesehen. Das Gericht verhandelte über den Einspruch des Künstlers und verurteilte ihn zu 700 Euro Geldstrafe. Dagegen kündigte der Künstler Berufung an.

Hochschulen

Kunstakademie Stuttgart gegen Studiengebühren

Stuttgart: Studentische Protestwoche gegen Studiengebühren, Foto: Julia Nguyen

Wer in Baden-Württemberg ein Zweitstudium absolvieren will und nicht aus einem EU-Land stammt, soll demnächst Studiengebühren bezahlen. Dem Stuttgarter Landtag liegt ein entsprechender Gesetzentwurf vor. Die Kunstakademie Stuttgart verweist auf Dänemark und Schweden, wo „vergleichbare bildungsökonomische Maßnahmen“ eingeführt wurden und befürchtet deswegen auch in Baden-Württemberg „einen Schwund der zahlungspflichtigen internationalen Studierenden auf ein Drittel des aktuellen Bestands...Sollte Baden-Württemberg als einziges Bundesland eine Gebühr für Studierende aus Nicht-EU-Ländern einführen, wird sich diese Rückgangsprognose aufgrund des zusätzlichen Konkurrenznachteils für die Akademie vermutlich weiter zuspitzen.“ Eine solche Bildungsökonomie konterkariert das akademische Selbstverständnis der Akademie und auch die politischen Zielvorstellungen des Landeshochschulgesetzes: „Der interkulturelle Austausch, das Anwerben und Auswählen qualifizierter, ausländischer Studierender, und die Bindung dieser als wertvolle Botschafterinnen und Botschafter an die Akademie, die Stadt und das Land, stellen kunstakademische Qualitätsmerkmale dar, von denen ausnahmslos alle profitieren. ...Eine weitere Verengung der Anzahl an Bewerbungen für ein Studium an der ABK Stuttgart auf finanziell besser aufgestellte Bewerberinnen und Bewerber liefe den Bedürfnissen und Aufgaben der Akademie zuwider...“ www.abk-stuttgart.de

Hochschulen

Burg Giechbichenstein: Aufnahmeprüfungen

An der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle finden die Eignungsprüfungen für die Diplom- und Bachelorstudiengänge Ende März/April statt. Anmeldeschluss ist der 13. März 2017. Die Anmeldung erfolgt online. Für die Aufnahmeprüfung zu den Masterstudiengängen ist am 15. Mai 2017 Bewerbungsschluss bzw. am 15. November 2017 ausschließlich für Photography und Multimedia Design. Das zehnsemestrige Studium im Fachbereich Kunst schließt mit einem Diplom ab, das Lehramtsstudium mit einem Staatsexamen. Ein Bachelorstudium im Fachbereich Design dauert acht Semester. Masterstudiengänge sind für Absolventen von Bachelor- oder Diplomstudien reserviert. Infos: www.burg-halle.de/hochschule/studium/studienbewerber/

Museen & Institutionen

Düsseldorf: „In Orbit“-Installation wird erneuert

Tomás Saraceno, In Orbit, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, K21 Ständehaus, Düsseldorf 2013, Foto: © Studio Tomás Saraceno 2013, © Kunstsammlung NRW

Für seine bislang größte Arbeit „In orbit“ hatte der Künstler Tomás Saraceno unter der Museumskuppel des Düsseldorfer K 21 in 25 Metern Höhe 2.500 Quadratmeter Sicherheitsnetze ausgespannt. Dieses Netz und die schimmernden PVC-Kugeln von mehreren Metern Durchmesser zwischen den drei Netzlagen stießen auf großes Publikumsinteresse: wer mutig genug war, konnte die Installation betreten und aus luftiger Höhe auf die anderen Besucher herunter schauen – immerhin 150.000 Besucher taten dies auch. Nach drei Jahren war das Material allerdings erneuerungsbedürftig. Voraussichtlich Ende Februar 2017 ist die Installation wieder zugänglich.

Aktionen & Projekte

Kai Richter und Tommy Støckel im HOCHHAUS

"Construction Tme Again" lautet der Titel der Ausstellung von Kai Richter und Tommy Støckel im Studio im HOCHAUS, das sich im Berliner Bezriksmat Lichtenberg befindet (31. Jan. bis 5. April 2017). "Kai Richter gestaltet wie ein Architekt oder besser, wie ein Bauingenieur". Der Kunsthistoriker Gerhard Kolberg vergleicht Richters Arbeiten mit dem gigantischen Baugerüst, dass man im 19. Jh. zur Vollendung des Kölner Domes aufstellte: "Richter greift dieses konstruktive Bauen auf, gestalterisch aber viel zweckfreier und ironischer, reich an diagonalen, wenngleich auch statisch bedingten Verstrebungen und stützenden Auslegern, darin in kompositorischer Hinsicht beinahe der impulsiven Malerei des Abstrakten Expressionismus und partiell sogar der des rayonnistischen Kubofuturismus nahe..." - "Durch Anwendung von Systemen entwickelt Tommy Støckel Möglichkeiten der Skulptur in gegebenen Ausstellungsräumen und -situationen. Seine künstlerischen Strategien manifestieren sich dabei nicht nur als Skulptur, sondern sogar als Modell, als Fotografie und in digitaler Form. Diese Übersetzungen sind manchmal Spekulationen mit der Fiktion oder Experimente mit klassischen Medien, modernem Werkzeug und neuen Technologien..."

Preise

Karl Ernst Osthaus-Preis

Heike Kati Barath wird mit dem Karl Ernst Osthaus-Preis der Stadt Hagen ausgezeichnet. Ihre Werke präsentiert das Osthaus Museum Hagen in einer Ausstellung vom 29. September bis 19. November 2017. Der Preis würdigt Leistungen auf dem Gebiet der figurativen Kunst. Die aktuelle Preisträgerin hat an der Koninklijke Academie voor Schoone Kunsten in Gent und an der Kunstakademie Münster studiert. Seit 2013 hat sie eine Professur für Figurative Malerei an der Hochschule für Künste Bremen inne.

Preise

Züricher Kadist-Preis

Shirin Yousefi, Foto: Courtesy Kunsthalle Zürich

Shirin Yousefi empfängt den „Kadist – Kunsthalle Zürich Production Award“ (10.000 Euro). Mit dem Preisgeld realisiert sie ihr Projekt „The tales of the cortex“, das vom 4. März bis zum 7. Mai 2017 in der Gruppenausstellung „Speak, Lokal“ zu sehen ist. Es beschäftigt sich mit den unsichtbaren Geschehnissen der In- und Exklusion entlang von Grenzen, die in der Installation mit Klängen und Gerüchen gezogen werden. Dazu setzt nutzt die Künstlerin Tonaufnahmen von Ululationen ein, einer Art schrillen langgezogenen Gesangs. Sowohl die Töne wie auch die Düfte durchwabern den Raum und bleiben flüchtig.

Hochschulen

Leipzig: Kinobuch

Kathrin Erthel und Tabea Nixdorff: Kino Buch (© Institut für Buchkunst), Pressefoto, Courtesy: HGB Leipzig

Das Institut für Buchkunst der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) meldet eine Neuerscheinung: Die Verwaktungsangestellte Charlotte Gerth, Jahrgang 1931, hat ihre Kinoesuche in einem Notizbuch protokolliert. Katrin Erthel und Tabea Nixdorff, Studentinnen an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB) und beide in der Fachklasse für Typografie und Buchkunst, haben aus dem Material ein Buch zusammengestellt. Ihr "Kinobuch""erscheint als Nummer 7 der Reihe ›orange files‹, die von Günter Karl Bose und Julia Blume herausgegeben wird. Die Reihe umfasst Studien zur Grammatologie und Mediengeschichte, die alle an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig entstanden sind". www.hgb-leipzig.de

Preise

Justus Bier Preis

Inge Herold und Karoline Hille Foto: Kunsthalle Mannheim / Dietrich Bechtel

Inge Herold und Karoline Hille empfingen den Justus Bier Preis für Kuratoren (5.000 Euro). Die Auszeichnung gilt ihrem Projekt „Hannah Höch – Revolutionärin der Kunst. Das Werk nach 1945“ in der Kunsthalle Mannheim. Hannah Höch ist unter Kuratorin vor allem als Dadaistin mit ihren Fotomontagen aus den 1920er Jahren bekannt. Die beiden Kuratorinnen erforschten nun erstmals das Werk der Künstlerin nach 1945.

Ausschreibungen

Druckgrafikstipendium in Paris

Die Kulturabteilung des Landes Salzburg vergibt ein Stipendium von € 4.000 Euro und die Möglichkeit, 2 Monate (voraussichtlich im September und Oktober 2017) in der Cite des Arts in Paris zu wohnen und in der dortigen Siebdruckwerkstatt zu arbeiten. Voraussetzung für dieses Slavi Soucek-Stipendium Paris 2017 ist die Beherrschung druckgrafischer Techniken. Einzureichen sind 10-20 druckgrafische Arbeitsproben. Deadline: 31. März 2017. Künstler, die seit mindestens 5 Jahren in Salzburg wohnen, können sich bewerben bei: Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 2, Referat Kunstförderung und Kulturbetriebe Postfach 527, 5010 Salzburg.

Ausschreibungen

Ruhrtriennale: Theater-Masterclass

Die Ruhrtriennale und der Ringlokschuppen Ruhr laden für den Projektzeitraum: 1. bis 25. Sept. 2017 drei junge Theaterkollektive ein, im Rahmen einer Masterclass 2017 eigene Projekte weiterzuentwickeln und zu präsentieren. Die Auslobung richtet sich an Gruppen am Anfang ihres Berufslebens. Ziel ist eine Aufführung (max. 60 Minuten) zum Themenkreis „Neue Welten“. Die eingereichten Projekte dürfen in der geplanten Form nicht bereits aufgeführt worden sein. Einsendeschluss ist der 26. März 2017. Weitere Infos: http://bit.ly/2jnbzAs Bewerbungen ausschließlich digital als PDF-Dartei per E-Mail an: campustriennale-masterclass@ruhrtriennale.de.

 

Aktionen & Projekte

Sculpture Network: Aktionstag

Teilnehmer des IX. Internationalen Forum von sculpture network im Castello di Racconigi, Turin, Italien, Fotograf: Oskar Henn, Bildrechte: sculpture network

sculpture network ist als Non-Profit-Organisation eine europaweite Plattform für dreidimensionale Kunst. Die Initiatoren organisieren regelmäßig lokale und internationale Veranstaltungen zum Austausch von Bildhauern. Eines dieser Projekte ist „start'17“ als ein europaweit stattfindendes Fest der Skulptur. Das diesjährige Motto lautet "Kunst im öffentlichen Raum", Aktionstag ist der 29. Januar 2017. Alle 70 Veranstaltungen finden am selben Tag ab 11 Uhr an verschiedenen Orten statt und sind virtuell untereinander vernetzt. "Die 70 Gastgeber zeigen, wie zeitgenössische Skulptur entsteht und geben Gelegenheit, die Protagonisten rund um diese faszinierende Kunstform persönlich kennenzulernen". Kurator der Reihe ist Florian Matzner, Professor an der Münchener Kunstakademie. Die Veranstaltungen finden in 21 Ländern statt. Aus Deutschland nehmen u.a. die Alanus Hochschule in Alfter bei Bonn teil, das Kunstlabor Bamberg oder das KulturGut Poggenhagen e.V. Im Sommer 2017 bietet sculpture network auch Kunstreisen zur Kasseler documenta und zu den Skulptur Projekten in Münster an. www.sculpture-network.org

Preview

Performing Machines

Stephen Cripps auf Garden Swing, Artists for Democracy, Fitzrovia Cultural Centre, London, 1976 S/W-Fotografie © Foto: Jane England

Das Museum Tinguely in Basel präsentiert vom 27. Januar bis zum 1. Mai 2017 die "Performing Machines" von Stephen Cripps. "Das künstlerische Schaffen des Briten Stephen Cripps (1952-1982) war äusserst innovativ und experimentell. Seine Werke entstanden aus einem Interesse für kinetische Skulpturen und Maschinen sowie aus einer Faszination für das poetische Potential von Explosion und Zerstörung. Bis zu seinem frühen Tod baute Cripps Maschinen, interaktive Installationen und realisierte pyrotechnische Performances. Im Fokus seiner performativen und multisensoriellen Praxis standen insbesondere Experimente mit Klang. Cripps᾿ Performances waren radikale Grenzgänge, die heute aufgrund ihres Gefährdungspotentials für Publikum und Umgebung schlicht undenkbar wären. Viele seiner Projekte entwickelte er in Form von Zeichnungen und Collagen, welche einen Einblick in die reiche und unkonventionelle Ideenwelt des Künstlers geben...." www.tinguely.ch

Museen & Institutionen

Sammlung MAP geht nach Krems

Kunstdepot Museum der Moderne Salzburg, Copyright: IPC Architektur ZT GmbH

Eine knappe halbe Stunde Fahrtzeit von Salzburg entfernt entsteht derzeit in Guggenthal-Koppl ein neues Kunstdepot für das Museum der Moderne Salzburg. Mit einer Nutzfläche von 4.600 qm soll es Ende 2017 fertig sein und ermöglicht dann den Umzug der Sammlung der Generali Foundation von Wien nach Salzburg. Bislang konnte die 2.500 Objekte umfassende Sammlung nur in rotierender Form „im Dialog mit den anderen Sammlungen“ gezeigt werden. Im Zuge einer „Neuprofilierung“ des Museums trennt man sich im Januar 2017 von der Sammlung MAP aus deutschem Privatbesitz. Die 350 Werke umfassende Sammlung kam 2010 als Leihgabe ans Salzburger Museum und wird nun an die Kunsthalle Krems weitergereicht. Ihr Schwerpunkt liegt vor allem auf deutschen Künstlern. www.museumdermoderne.at

Galerien & Auktionshäuser

Dittrich und Schlechtriem: Umzug

Die Berliner Galerie Dittrich & Schlechtriem übernahm zum Jahreswechsel die Räumlichkeiten der Galerie Zink in der Linienstraße 23. Die Galerie Zink verlegte aus privaten Gründen ihren Sitz nach Waldkirch. Die erste Ausstellung an der neuen Adresse bestritten die Künstler Julian Charrière, Andreas Greiner, Markus Hoffmann und Felix Kiessling, die sich zum Kollektiv „Das Numen“ zusammen geschlossen haben.

Galerien & Auktionshäuser

Auctionata: Vorläufige Insolvenz

Erst im Mai 2016 hatte sich das Start Up-Unternehmen Auctionata mit Paddle 8 zusammen geschlossen. Im September 2016 gab einer der Unternehmensgründer, Alexander Zacke, die Führung an den früheren Bertelsmannvorstand Thomas Hesse ab. Der musste jetzt die Reißleine ziehen und vorläufige Insolvenz anmelden. „Dies war notwendig, weil eine nötige Finanzierung nicht ausreichend schnell sichergestellt werden konnte“, erklärte Hesse gegenüber der "Wirtschaftswoche" und kündigte an, eine Sanierung des Unternehmens durch Rekapitalisierung anzustreben. Von Paddle 8 will Auctionata sich wieder trennen und auch seine Tochtergesellschaft Auctionata Inc. in den USA aufgeben, um sich künftig nur noch auf den Standort Berlin zu konzentrieren. www.auctionata.com/de

Aktionen & Projekte

Künstlerhaus Stuttgart: Umbau-Raum

Der Umbau Raum, Künstlerhaus Stuttgart, 1996. Photo: Sandra Schuck.

Nicolaus Schafhausen ist heute Kurator, Autor und Direktor der Kunsthalle Wie Er kuratierte den Deutschen Pavillon der 52. und 53. Venedig Biennale und 2015 den Kosovo Pavillon. In den Jahren 1996-98 führte er im Künstlerhaus Stuttgart das Projekt "Umbau Raum" durch. "Ohne festgelegten Zeitplan und nur teilweise in seiner Nutzung definiert, war der Umbau Raum ein von Künstlern gestalteter Ort mit Einrichtungsgegenständen und Objekten, der als Bibliothek, Arbeitsplatz, Wohnzimmer und Treffpunkt genutzt wurde." Darüber spricht Schafhausen nun am 7. Februar 2017 um 19 Uhr mit Fatima Hellberg. "Der Abend ist der erste in einer Reihe an Betrachtungen und Gesprächen im Hinblick auf das Jubiläum 2018 und hat seinen Ausgangspunkt sowohl in einem avantgardistischen Gründungsethos des Künstlerhauses als auch den Arten und Weisen, in denen dieser erweitert und kritisch reflektiert wurde." www.kuenstlerhaus.de

Aktionen & Projekte

Protest gegen Trump: Christo gibt Projekt auf

Christo und Jeanne-Claude am Ufer des Arkansas Flusses, Colorado, 2012, Foto: Wolfgang Volz, © 2009 Christo

Bei ihren Verhüllungsprojekten hatten Christo und Jeanne-Claude immer wieder jahrelange Kämpfe mit der Bürokratie auszutragen: drei Jahre lang dauerten z.B. die Vorbereitungen für das Projekt „Running Fence“ 1976 mit einem Zaun aus Stoffbahnen quer durch die kalifornische Landschaft. Trotz der Hilfe von neun Anwälten endete die Realisierung für das Künstlerpaar in einem finanziellen Desaster, denn wegen einer einzigen noch fehlenden Genehmigung waren schließlich 60.000 Dollar Geldstrafe fällig. Bis Christo und Jeanne Claude 1995 den Berliner Reichstag verhüllen durften, hatte es auch jahrelanger Überzeugungsarbeit bedurft, ehe das Bundestagspräsidium endlich grünes Licht gab. Eine Überspannung des Arkansas River im Bundesstaat Colorado („Over the River“) mit frei schwebenden Stoffbahnen auf einer Länge von etwa 10 km nahmen sich Christo und Jeanne Claude bereits 1992 vor. In diesem Jahr entstanden dazu auch erste Skizzen. Zwanzig Jahre lang arbeitete Christo schließlich an den Plänen für dieses temporäre Projekt, gegen das Umweltschützer opponierten. Christo nahm ihre Einwände ernst, versuchte ihnen entgegen zu kommen, führte Materialtests durch, und fünf Jahre lang tauschten seine Anwälte Schriftsätze mit den Behörden aus, beantragten Bewilligungen. All das verschlang im Laufe der Jahre rund 15 Mill. Dollar an Kosten. Nun hat Christo dieses Projekt endgültig abgesagt. Er wolle nicht länger abwarten und stattdessen nun lieber seine Zeit, Energie und Geld in das Projekt „The Mastaba“ stecken, das er seit 1977 verfolgt – eine 150 m hohe Skulptur aus Ölfässern in der arabischen Wüste. Doch nicht nur von der US-Bürokratie ist Christo enttäuscht – explizit nannte er nämlich die Wahl Donald Trumps zum neuen US-Präsidenten als Hauptgrund für die Absage von „Over the River“: das Gelände am und mit dem Fluss ist Bundeseigentum, und damit wäre die Regierung in Washington sein Projektpartner bzw. "Vermieter", doch Christo „did not want it to benefit its new 'landlord' President Donald Trump“, wie ihn die „New York Times“ zitiert.

Hochschulen

Münster: Rundgang und Abschlussausstellung

Vom 1. bis zum 5.Feb. 2017 öffnet die Kunstakademie Münster ihre Türen zum jährlichen Rundgang, bei dem die Studenten einen umfassenden Einblick in ihre Arbeit geben. Längst hat sich die Veranstaltung zu einem regionalen kulturellen Höhepunkt etabliert – 2016 kamen rund 12.000 Besucher auf den Leonardo-Campus. Organisiert wird der Rundgang in diesem Jahr erneut von den Professoren Dirk Löbbert und Klaus Merkel sowie von den Studierenden Fridolin Mestwerdt und Fabian Nehm. Das Team ist vor allem für die Kuratierung der Ausstellungsflächen außerhalb der Klassen zuständig. Ebenfalls auf dem Leonardo-Campus zeigen Designstudenten der FH Münster am 4. und 5. Feb. 2017 ihre Abschlussarbeiten. www.kunstakademie-muenster.de/akademie/rundgang/

Aktionen & Projekte

Frankfurter Positionen

Mit drei Uraufführungen beginnen jetzt die Frankfurter Positionen 2017. Das Festival für neue Werke findet vom vom 27. Jan. bis zum 12. Feb. 2017 statt und startet sein Programm mit der Multimedia-Performance YOU ARE OUT THERE im Künstlerhaus Mousonturm, (27.1.-29.1. 2017, 20 Uhr). Bis zum Abschluss sind neun hochkarätige Uraufführungen und Erstpräsentationen in mehreren zeitgenössischen Kunstsparten zu sehen. Das Festival findet im Künstlerhaus Mousonturm, im Schauspiel Frankfurt, im Frankfurt LAB und im MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main statt und ist eine Kooperation von insgesamt 17 bedeutenden Institutionen. www.frankfurterpositionen.de

Museen & Institutionen

Otto Freundlich-Mosaik zieht um

Otto Freundlich, Die Geburt des Menschen, 1919, 215 x 305 cm, Mosaik, Bühnen der Stadt Köln, Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln

Ursprünglich wollte der Tabakhändler Josef Feinhals das 800 kg schwere Mosaik „Die Geburt des Menschen“ von Otto Freundlich für seine Villa in Köln-Marienburg haben. Doch dort wurde die Arbeit des expressionistischen Künstlers aus dem Jahre 1919 nie installiert. Die Witwe von Feinhals schenkte es 1954 der Stadt Köln, die es im neu errichteten Opernhaus anbringen ließ. Dieses wird zur Zeit saniert. Für die aktuelle Otto-Freundlich-Ausstellung im Kölner Museum Ludwig wurde es ausgebaut und ist nun ein zentrales Exponat in dieser Werkschau. www.museum-ludwig.de

Personalien

Gerhard Richter: Ausstellungen zum Geburtstag

Gerhard Richter, Foto: S. Kallnbach

Gerhard Richter feiert am 9. Februar 2017 seinen 85. Geburtstag. An diesem Tag wird auch seine Ausstellung im Kölner Museum Ludwig eröffnet, in der seine neuesten Bilder aus dem Jahr 2016 zu sehen sind (Laufzeit bis 1. Mai 2017). Anschließend zeigt das Dresdner Gerhard Richter Archiv diese Arbeiten vom 20. Mai bis zum 27. August 2017 im dortigen Albertinum. „Sie unterscheiden sich von allen anderen, seit 1976 gemalten abstrakten Bildern, und stehen für einen dynamischen malerischen Neuanfang. Die insgesamt 26 Arbeiten knüpfen an die Werke der späten 1980er Jahre an und beeindrucken durch ihre leuchtende und kleinteilige Vielfarbigkeit.“Aus Anlass seines Geburtstages präsentieren außerdem die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden die Kabinettausstellung „Benjamin Katz fotografiert Gerhard Richter“ mit einer Auswahl an Arbeiten des Fotografen Benjamin Katz aus den Jahren 1964 bis 2016 (Laufzeit bis 21. Mai 2017). Gerhard Richter wurde 1932 in Dresden geboren und studierte von 1951 bis 1956 dort an der Hochschule für Bildende Künste. 1961 ging er nach Düsseldorf, wo er an der dortigen Kunstakademie von 1971 bis 1993 Professor für Malerei war. Wichtige Retrospektiven seines Werkes hatte er in Venedig (1972), Düsseldorf (1986), Paris (1993), New York (2002) und London (2012). Im kommenden Band 245 wird KUNSTFORUM die Ausstellung im Museum Ludwig Köln ausführlich besprechen. www.museum-ludwig.dewww.skd.museum

Preview

Marina Abramovic in Stockholm

Marina Abramović, The Artist is Present, Performance, 3 månader, The Museum of Modern Art, New York, NY, 2010 © Marina Abramović/Bildupphovsrätt 2016 Photo: © Marco Anelli Courtesy of the Marina Abramović Archives

Mit der Ausstellung "The Cleaner" hat Marina Abramovic ihre erste größere Retrospektive in Europa. Das Moderna Museet Stockholm hat in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin rund 120 Exponate zusammen getragen. Damit werden ihre bekanntesten Performances dokumentiert, auch jene mit ihrem damaloigen Partner Ulay im zeitraum 1987 bis 1988. Das Ausstellungsmaterial umfasst Filme, Fotos und Installationen seit den 1970er Jahren,m aber auch frühe Arbeiten auf Papier und Gemälde aus den künstlerischen Anfängen in den 1960er Jahren. Sie wuchs in Jugoslawien in der Tito-Ära auf; ihre Eltern waren verdiente Weltkriegspartisanen, die Großmutter indessen orthodox-religiös, und so bestimmte eine Atmosphäre aus "Religion und Revolution" die Jahre ihrer Kindheit und später bisweilen auch den Charakter ihrer Kunst. Laufzeit: 18. Feb. bis 21. Mai 2017. www.modernamuseet.se

Museen & Institutionen

Museum Barberini eröffnet

Prof. Hasso Plattner mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, Foto: Courtesy Museum Barberini

Zum 73. Geburtstag des Sammlers und Mäzens Prof. Hasso Plattner wurde in Potsdam das Museum Barberini eröffnet. Grundstock des Ausstellungsprogramms mit Präsentationen von den Alten Meistern bis ins 21. Jh. ist Plattners Sammlung. Unter der Direktion von Dr. Ortrud Westheider stellt das Museum „einzelne Themen, Künstler oder Epochen“ vor. Einer der Sammlungsschwerpunkte liegt auf Kunst aus der DDR-Zeit und Werken aus der Zeit nach 1989. Die Eröffnungsausstellung "Impressionismus. Die Kunst der Landschaft sowie Klassiker der Moderne. Liebermann, Munch, Nolde, Kandinsky" läuft bis zum 28. Mai 2017 und gibt mit 170 Exponaten einen Einblick in die Sammlung. Geplant sind künftig drei Ausstellung pro Jahr mit Werken aus der Sammlung, ergänzt um Leihgaben. www.museum-barberini.com

Museen & Institutionen

Wolfsburg: Holocaust-Gedenktag mit Flatz-Werk

Direktor Dr. Ralf Beil und das Kunstwerk von Wolfgang Flatz „Der Adolf war's”, 2015, Foto: Marek Kruszewski.

Zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar 2017 präsentiert das Kunstmuseum Wolfsburg die von Wolfgang Flatz bearbeitete Motorhaube eines VW-Käfers mit Hakenkreuz und Deutschlandfarben. Das Werk hatte unlängst für Schlagzeilen gesorgt, als der Erste Bevollmächtigte der Wolfsburger IG Metall die Arbeit aus einer Ausstellung im örtlichen Gewerkschaftshaus entfernen ließ, weil die Arbeit mit dem Hakenkreuz "nicht von allein erklärbar" sei. Flatz empörte sich: "Das war ganz klar Zensur", zitiert ihn das Magazin "news38.de". Jetzt also ist die Arbeit bis zum 7. März 2017 im Kunstmuseum Wolfsburg zu sehen, und der Direktor Dr. Ralf Beil sagt dazu: "Wir können und wollen nicht demonstrieren, aber wir können Kunst ausstellen … Es geht um eine einfache, aber wichtige Geste: um die Ermöglichung von Öffentlichkeit und einen offenen Umgang mit historischer Wahrheit..."  Künstler Wolfgang Flatz kommentiert sein Werk mit den Worten: „Der historische Bezug, dass Adolf Hitler Ferdinand Porsche beauftragte, den Volkswagen zu entwickeln, war für mich Inspiration, das Werk 'Der Adolf war’s' zu schaffen.“ www.kunstmuseum-wolfsburg.de

 

Personalien

Paris: „La Maison rouge“ schließt 2018

Antoine de Galbert, Foto: Heinz-Norbert Jocks

Antoine de Galbert, Sammler, schließt seinen Pariser Ausstellungsraum „La maison Rouge“ Ende 2018. Das Kunstzentrum mit 2.000 qm Fläche existierte auf dem Boulevard de la Bastille seit 2004. Ihm sei schon bei der Eröffnung klar gewesen, dass dies ein zeitlich begrenztes Projekt sei, das man irgendwann aus freiem Entschluss auch wieder beenden müsse. Ab 2019 will de Galbert dann neue Formen der Schirmherrschaft entwickeln. Mit Antoine de Galbert hatte Heinz-Norbert Jocks für „Kunstforum“ Bd. 211 (2011) ein ausführliches Interview geführt.

Preview

Thun: Spiegelbilder

William Anastasi, Maintenance III (Selbstporträt), 1968/1997, Schwarz-Weiß-Fotografie, Platindruck, Foto: François Doury, Courtesy Galerie Jocelyn Wolff

Um „Spiegelbilder in Kunst und Medien“ geht es bei der Ausstellung „Mirror Images“ vom 11. Februar bis zum 30. April 2017 im Kunstmuseum Thun. „Spiegel erweitern unseren Sinn für Realität und erlauben uns die Beobachtung des eigenen Körpers. Während wir von allen Menschen unvermittelt gesehen werden können, ist der einzig mögliche Blick auf uns selbst gespiegelt, fotografiert, gefilmt oder porträtiert. Die Ausstellung zeigt künstlerische Arbeiten sowie wissenschaftliche Experimente und kuriose Objekte, die sich mit der Art und Weise auseinandersetzen, wie wir unseren eigenen Körper im Raum wahrnehmen...“ Künstlerliste: Vito Acconci, William Anastasi, Christian Andersson, John Baldessari, Attila Csörgő, Marta Dell’Angelo, Livia Di Giovanna, Annika Eriksson, Thomas Florschuetz, Adib Fricke, Hreinn Friðfinnsson, Dan Graham, DER Sabina, Carla Guagliardi, Paul Le Grand, Dalibor Martinis, Bjørn Melhus, Michelangelo Pistoletto, Richard Rigg, Otavio Schipper / Sergio Krakowski, Charlie Todd, William Utermohlen sowie medizinhistorische Leihgaben. www.kunstmuseumthun.ch

Aktionen & Projekte

Menschen auf der Flucht

Christoph Püschner/Max Schultze, Bildmotiv aus der Pressemappe, Copyright: Chr. Püschner/M.Schultze, Courtesy Michael Horbach Stiftung

Die beiden Ausstellungen, die in der Kölner Stiftung Michael Horbach unter dem Titel „Menschen auf der Flucht“ zusammengefasst werden (bis 19. März 2017), „dokumentieren die Situationen der in Not Geratenen aus unterschiedlichen Perspektiven. Christoph Püschners und Max Schultzes Fotografien sind stumme Zeugnisse des täglichen Leids in den Krisenherden. Sie dokumentieren den Weg der Geflüchteten in ihren Zwischenlagern mit der Hoffnung auf ein Bleiberecht. Sinawi Medine, der in Eritrea geboren wurde, flüchtete selbst über den Sudan und Libyen, bis er 2009 nach Frankreich kam. Seine Bilder zeigen Rettungsaktionen: Einzelschicksale und das qualvolle Leid vieler – in kleinen Flüchtlingsbooten und größeren Rettungsbooten auf dem offenen Meer. Manchen Bildern kann der Blick kaum standhalten. In beiden Ausstellungen sind die Menschen in Bewegung – unterwegs in der Hoffnung auf eine neue Heimat – von anderen getrieben oder gestoppt, fremdbestimmt und ohne Rechte.“ www.michael-horbach-stiftung.de

Ausschreibungen

Web Residencies 2017

Zur Förderung von jungen Talenten der digitalen Szene schreiben die Akademie Schloss Solitude, Stuttgart und das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe gemeinsam drei »Web Residencies« zu unterschiedlichen Themen aus. Für die Bewerber gibt es keine Altersbeschränkung. Die Web-Residencies finden ausschließlich online statt; die Ergebnisse werden im Internet veröffentlicht. Die Kuratoren wählen für jedes Residenz-Projekt drei bis vier Personen oder Teams aus, deren vierwöchige Residency mit 500 US-Sollar prämiert wird. Das erste Projekt wird von Tatiana Bazzichelli, künstlerische Direktorin des Disruption Network Lab Berlin, kuratiert und am 13. Februar 2017 veröffentlicht; es thematisiert "aktuelle politische und technologische Aspekte geopolitischer Überwachung". Insgesamt ist für das Residenz-Projekt eine Laufzeit vom 23. Januar bis zum 31. Dezebe r 2017 angegeben. http://zkm.de/pressemappe/2017/web-residencies-2017-eine-kooperation-von-akademie-schloss-solitude-und-zkm

Kulturpolitik

Twitter zensiert Trump-Karikatur

Thomas Baumgärtel „Trump“, 2016, Spraylack auf Metall, 50 x 100 cm, Werksverzeichnis-Nr. 1973, in Privatsammlung, Foto: Courtesy Thomas Baumgärtel

Wenn in den sozialen Medien verbal geholzt und auf manchmal übelste Weise gehetzt und gepöbelt wird, reagieren die Betreiber solcher Plattformen oft ziemlich dickfellig, Hasspropaganda und dergleichen zu löschen. Im Falle einer Karikatur des als „Bananensprayer“ bekannten Künstlers Thomas Baumgärtel über den US-Präsidenten Donald Trump als Banane verzehrenden Affen reagierten die Twitter-Verantwortlichen jedoch prompt und versagten dem Tweed die Genehmigung zur Veröffentlichung. Das Originalbild hatte Baumgärtel ausgerechnet am Tag von Trumps Amtseinführung an einen Sammler aus dem Ruhrgebiet verkauft. Der Künstler fühlte sich von Twitter zensiert, was in diesem Falle schon erstaunlich ist, da ja Donald Trump selbst bei seinen eigenen Twitter-Kommentaren ein Freund von bisweilen äusserst drastischen Formulierungen ist. Aber wie es in den Wald hinein schallt, so darf es aber offensichtlich nicht immer auch hinaus schallen.

Preise

B.Z.-Kulturpreise

Die Gewinner und Laudatoren des B.Z.-Kulturpreises 2017 © B.Z. / Davids

Wolfgang Tillmans, Fotograf, Jürgen Flimm, Intendant der Staatsoper, sowie Cornelia Froboess, Schauspielerin, wurden mit dem diesjährigen Kulturpreis der Berliner Zeitung „B.Z.“ ausgezeichnet. Weitere Preisträger sind Ulrich Matthes, Ensemblemitglied im Deutschen Theater Berlin, und Rolando Villazón, Opernsänger. Sie bekamen einen Bronze-Bären überreicht als Würdigung ihrer Beiträge für die „kulturelle und künstlerische“ Vielfalt in der Hauptstadt. In der Vergangenheit kamen u.a. auch Anselm Kiefer, Georg Baselitz sowie Christo und Jeanne-Claude in den genuss dieser Ehrung.

Messen & Märkte

Art Rotterdam

Art Rotterdam, Foto: Geert Broertjes

Zur Art Rotterdam (9. bis 12. Feb. 2017) werden auch in diesem Jahr wieder 26.000 bis 27.000 Besucher erwartet. Neben dem Hauptsektor gibt es eine Abteilung „New Art” mit etwa zwei Dutzend jungen Galerien, einen „Projektions”- Bereich für Videokunst und eine „Intersection” als „Podium für junge Talente”. Unter den Ausstellern überwiegen niederländische Galerien, doch das Teilnehmerfeld umfasst ebenso Kunsthändler aus Deutschland, England, Frankreich, Italien, den USA und Slowenien. Veranstaltungsort ist die Van Nellefabriek. Unter dem Label „Art Rotterdam Week” begleiten diverse Events in der Stadt die Messe. www.artrotterdam.com

Messen & Märkte

Art Karlsruhe

Art Karlsruhe, Foto: Jürgen Rösner/KMK

Mit 200 Ausstellern und 50.000 Besuchern hat sich die Art Karlsruhe (16.-19.2. 2017) als Schwergewicht unter den Kunstmessen im deutschsprachigen Raum und den angrenzenden Regionen etabliert. Rund ein Viertel der Teilnehmer kommt aus dem Ausland – der Beirat der Messe will das Image einer Regionalveranstaltung zurück drängen, das der Art Karlsruhe in ihren Anfangsjahren anhaftete, und setzt daher in den letzten Jahren bewusst auf mehr Internationalität. Fotografie und Editionen findet man in der Halle 1, während die Hallen 2 und 3 für Werke der Klassischen Moderne und der Gegenwartskunst reserviert sind. Auch finanziell bewegt sich die Art Karlsruhe in solidem Fahrwasser. Im vergangenen Jahr konnte Messechefin Britta Wirt jedenfalls eine Verdoppelung der Ausgaben für Ankäufe melden im Vergleich zu 2015. Die „FAZ” bemäkelte freilich, dass Skulpturenagebot sei letztes Jahr „eher schwach” gewesen, und bei den Zeitgenossen in der Halle 4 nahm der Rezensent sogar „mehr Kitsch als Kunst” wahr, während die Badische Zeitung der Messe attestiert, bei allem Trend zur Internationalität habe sie dennoch ihre Bodenständigkeit bewahrt. www.art-karlsruhe.de

Personalien

Britische Presse meldet neue Tate-Direktorin

Maria Balshaw, derzeit Direktorin des Kunstmuseums Manchester Art Gallery, soll Nachfolgerin von Sir Nicholas Serota werden und künftig die britischen Tate-Museen leiten. Dies meldete die britische Zeitung „The Guardian“. In Manchester arbeitet sie seit 2006 und gewann in der Fachwelt höchste Anerkennung durch ihre Ausstellungen u.a. mit Lynn Hersham Leeson (2007), Marina Abramović (2009), Nancy Holt (2013) oder Cornelia Parker (2015).

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