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Museen & Institutionen

Centre Pompidou: Filiale in Bruxelles

Citroën-Geschäftsstelle in Bruxelles-Yser, künftig Außenstelle des Centre Pompidou Paris, Foto: Courtesy Centre Pompidou Paris

Das Centre Pompidou Paris plant nach der Eröffnung seiner Dependancen in Metz (seit 2010) und in Malaga (seit 2015) nun die Einrichtung einer weiteren Außenstelle in Bruxelles, und zwar im Stadtteil Yser. Das Gebäude dort wird derzeit noch von einem französischen Autohersteller genutzt. Dessen Geschäftsräume umfassen 30.000 qm. Die Eröffnung der Museumsfiliale ist für „2020 oder später“ geplant.

Hochschulen

München: Hybride Ökologien

„Der Begriff der Ökologie hat Konjunktur: Er ist nicht nur angesichts des Klimawandels in politischen und Umweltdebatten zentral, sondern zieht sich quer durch aktuelle künstlerische, geistes-, sozial- und technikwissenschaftliche Diskurse, wo er sich mit Schlagworten wie Neuer Materialismus, das Post-Humane und Anthropozän kreuzt. Ökologie meint dabei vielschichtige, mehrdimensionale und multidirektionale Verbindungen und Wechselwirkungen von lebendigen Vollzügen, technischen und medialen Praktiken, natürlichen und künstlichen Prozessen, Informationen, Dingen und Aktanten.“ Dazu findet im laufenden Wintersemeste eine Vortragsreihe „Hybride Ökologien“statt, die das cx centrum für interdisziplinäre studien gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Philosophie und Ästhetische Theorie an der Akademie der Bildenden Künste München konzipiert hat. „Angesichts der derzeitigen Virulenz der Ökologiediskussion lenkt sie den Blick nicht nur auf deren wissenschaftshistorische Allianzen im Begriff des 'Milieus', das die Verschränkungen von natürlichen und künstlichen Prozessen genealogisch vorbereitet, sondern untersucht auch die biopolitische Reformatierung von Ökologie, die eben jene Verschränkungen machtpolitisch wendet...“ Am 16. November 2017 beschäftigen sich Astrid Deuber-Mankowsky und Elly Clarke #Sergina mit „Queeren Ökologien“. Im Dezember stehen zwei Termine über „Medien-Ökologien“ und „(Bio)politischen Ökologien“ auf dem Programm. Um das Thema „Ökologien gestalten“, mithin Ökologie-Design geht es in den Referaten von Betti Marenko und Martin Avila am 12. Januar 2017. Zum Abschluss der Vortragsreihe am 26. Januar 2017 stellen Maria Kaika und Godofredo Pereira „Urbane Ökologien“ vor. www.adbk.de/Studium/lehrangebot/cx/cx.php

Preise

Manor Kunstpreis

Esther Vonplon

Esther Vonplon wird mit dem Manor Kunstpreis Graubünden 2017 (15.000 Franken) geehrt. Der Manor Kunstpreis ist einer der wichtigsten Förderpreise zeitgenössischen Kunstschaffens in der Schweiz. Vom 2.9.2017 bis zum 17.12.2017 sind Ester Vonplons Arbeiten in einer Einzelausstellung im Bündner Kunstmuseum Chur zu sehen. „Die Arbeiten von Ester Vonplon zeichnen sich durch eine radikale Reduktion und eine Isolierung der Motive auf nichts als sich selbst aus. Das Motiv ist die Natur. Oft wählt die Künstlerin Bildausschnitte ohne Horizonte, löst die Perspektiven und Grössenverhältnisse auf und konzentriert sich vollkommen auf die Materialität ihrer Motive.“

Museen & Institutionen

Omer Fast im Martin Gropius-Bau

Omer Fast, August, 2016 Courtesy Galerie Arratia Beer / gb agency / Dvir Gallery / James Cohan Gallery / Filmgalerie 451 © Omer Fast (Ausschnitt)

Vom 18. November 2016 bis zum 12. März 2017 ist im Berliner Martin Gropius-Bau die Ausstellung von Omer Fast „Reden ist nicht immer die Lösung“ zu sehen. Der Videokünstler „kreiert in seinen Filmen eine Narration, die die Grenzen zwischen eigener und medialer Erzählung sowie aktueller und historischer Ereignisse in Frage stellt. Sein Werk verweist auf das Spannungsverhältnis zwischen Dokumentation und Fiktion. Der Martin-Gropius-Bau zeigt sieben seiner Projekte in einer ersten großen Soloausstellung in Berlin. Zu sehen sind: CNN Concatenated von 2002, Looking Pretty for God (nach G.W.) von 2008, 5000 Feet is the Best von 2011, Continuity von 2012, Everything That Rises Must Converge von 2013, und Spring von 2016 sowie eine neue Arbeit mit dem Titel August von 2016. Dieses filmische Werk stellt den bekannten Kölner Fotografen August Sander (1876-1964) ins Zentrum. Ausgangspunkt der in 3D aufgenommenen neuen Arbeit sind Sanders Leben und Werk. In surrealen Traumsequenzen wird der Künstler am Ende seines Lebens vom Tod seines Sohnes und seiner fotografierten Figuren heimgesucht. Verbunden wurden die sieben Videowerke durch drei inszenierte Warteräume, ähnlich derer beim Arzt, am Flughafen oder beim Amt.“ www.gropiusbau.de

Museen & Institutionen

Rudolf Knubel-Retrospektive

Pressefoto zur Rudolf Knubel-Retrospektive

Arbeiten von 1962 bis 2012 umfasst die Rudolf Knubel-Retrospektive, die vom 19. November 2016 bis zum 22. Januar 2017 gleichzeitig im Kunstmuseum Ahlen und in den Flottmannhallen Herne ausgerichtet wird. Titel: „Mit den Augen denken“. Während im Kunstmuseum Ahlen Malerei und Arbeiten auf Papier im Mittelpunkt stehen, präsentieren die Flottmann-Hallen in Herne parallel dazu hauptsächlich skulpturale Werke. Das LVR-LandesMuseum Bonn schließlich widmet sich in einem dritten Teil vor allem den fotografischen Reihen Knubels, die auf Reisen entstanden sind. „Zwischen einem expressiv-informellen Bildvokabular und einer minimalistisch-konkreten Formensprache bewegen sich die Gemälde, Skulpturen und Arbeiten auf Papier Rudolf Knubels. Seine Schwarz-Weiß-Fotografien sind der visuellen Perzeption von Architektur und Natur in verschiedenen Kulturräumen auf der Spur. Maß, Variation und Relation sind dabei wesentliche Prinzipien einer ästhetischen Grundlagenforschung, die nie losgelöst von ihrem historischen, kulturellen oder politischen Kontext betrachtet werden. Die enge Verwandtschaft von Sehen und Erkenntnis wird in jedem Fall offenbar.“

Museen & Institutionen

Musée d'Orsay: Stiftung

Das amerikanische Sammlerehepaar Marlene und Spencer Hays verfügte, dass ihre Kunstsammlung nach ihrem Tod Musée d’Orsay in Paris gehen soll. Beide sind 80 Jahre alt. Die mehr als 600 Kunstwerke umfassende Sammlung hat einen Wert von 350 Mill. Euro; dazu gehören Bilder u.a. von Amedeo Modigliani, Henri Matisse, Henri de Toulouse-Lautrec und Edgar Degas. Ein erstes Konvolut wurde jetzt schon dem Museum übergeben. Staatspräsident François Hollande zeichnete die Stifter das Ehepaar mit dem höchsten französischen Verdienstorden, dem Légion d’honneur, aus. www.musee-orsay.fr

Museen & Institutionen

Berlin: Futurium

Grundsteinlegung zum „Futurium“ mit Bundesbildungsministerin Johanna Wanka 2015, Courtesy: Haus der Zukunft/Futurium gGmbH

Die Berliner Architekten Richter und Musikowski gewannen den Planungswettbewerb für ein „Haus der Zukunft“ in Berlin, das den Namen „Futurium“ trägt. Es widmet sich den Fragen: „Wie wollen und werden wir künftig leben? Welche Herausforderungen und Chancen sind mit künftigen Entwicklungen verbunden? Wie können Wissenschaft und Forschung dazu beitragen, Mega-Trends zu verstehen und zu gestalten?“ Zum Raumkonzept heißt es: „Für die Ausstellungen stehen rund 3.200 qm zur Verfügung. Im Obergeschoss bieten rund 2.600 qm Fläche Raum für Dauerausstellungen zu wechselnden Themen. Hier sollen thematisch gefasste Szenarien Zukunft erlebbar machen. In jedem Themenfeld gibt es Raum für aktuelle Projekte aus Forschung und Entwicklung und ausstellungsreife innovative Technologien aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen. Auch Ideen und Forschungsprojekte der Bürger (citizen science) werden hier zur Diskussion gestellt. Im Untergeschoss können auf weiteren rund 600 qm Sonderausstellungen stattfinden.“ Im Herbst 2016 war Richtfest; 2017 soll das Gebäude seinen Betrieb aufnehmen. www.hausderzukunft-deutschland.de

Personalien

Direktorenwechsel bei Burda

Henning Schaper, Foto: Marek Kruszewski

Henning Schaper tritt am 1. Mai 20917 den Direktorenposten am Museum Frieder Burda in Baden-Baden an. Schaper war zuvor mehr 20 Jahre als Geschäftsführer am Kunstmuseum Wolfsburg. Sein Vorgänger in Baden-Baden mit dem Titel eines Intendanten, Helmut Friedel, steht dem Museum weiterhin als Berater zur Verfügung stehen. Patricia Kamp aus der Familie Frieder Burda, Gründerin und künstlerische Leiterin des „Salon Berlin“, wird Vorsitzende des Kunstbeirates des Stiftungskuratoriums. Der „Salon Berlin“ ist ein Schaufenster für das Burda-Museum in der Hauptstadt. In Baden-Baden ist Kamp für die umfassende Rodney Graham Show zuständig, die ab Juni 2017 im Museum gezeigt wird. Vom 11. Februar bis zum 21. Mai 2016 ist dort die Ausstellung „Sigmar Polke – Alchemie und Arabeske“ zu sehen.

Kulturpolitik

Berlin: Ungewissheit über Termin für Iran-Ausstellung

Große Spannung herrscht derzeit bei der Berliner Stiftung Preußischer Kulturbesitz, ob die Ausstellung mit Werken aus der Sammlung des früheren Schahs von Persien wie geplant im Dezember 2016 in der Berliner Gemäldegalerie stattfinden kann. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hatte diese Werkschau bei seinem Teheranbesuch vereinbart, doch kürzlich hatte der iranische Präsident Hasan Rohani sein Kabinett umgebildet: Ali Jannati, iranischer Kulturminister, trat im Oktober 2016 von seinem Amt zurück. Der Kulturminister muss allerdings die Ausfuhr der Leihgaben nach Berlin bewilligen, und angesichts der „Veränderungen im Ministerium“ berichtete Rbb-Kulturradio, der ursprünglich für den 4. Dezember 2016 avisierte Eröffnungstermin sei nun wohl „nicht mehr gesichert“. Als Kulturminister hatte sich Jannati zwischen alle Stühle gesetzt, denn er wurde sowohl von den Reformern als auch von den Konservativen angegriffen. Die einen nahmen ihm übel, dass er dem Imam Ahmad Alamalhoda nachgab, der durch einen Staatsanwalt ein Konzert in einer Pilgerstadt verbieten ließ, was der Minister mit den Worten kommentierte, er wolle dies akzeptieren. Die anderen attackierten ihn hingegen, weil er die Übersetzung des Comics „Blau ist eine warme Farbe“ der französischen Autorin Julie Maroh erlaubt hatte, bei dem es um zwei lesbische Mädchen geht. Auch bei der Filmzensur eierte der Minister zwischen Konservativen und Liberalen herum. Konservative Abgeordnete forderten 2014 ein Aufführungsverbot für den Film „Ghessesah“ von Rakhshan Bani-E’temad, den auch Jannati zunächst kritisierte, um seinen Inhalt später als „unproblematisch“ zu bewerten. Im März 2017 stehen im Iran Präsidentschaftswahlen an. Der Kulturkonflikt zwischen den konservativ-religiösen Hardlinern und den Reformern wird den Wahlkampf auch personell prägen: gegen Rohani, der bei der letzten Wahl 2013 sowohl von Reformern als auch von gemäßigten Konservativen unterstützt wurde, bringt sich für den kommenden Wahlgang ausgerechnet sein Vorgänger Mahmud Ahmadinedschad in Stellung, der in seine Amtsführung mit einer aggressiven Atompolitik gestaltete.

Preise

Paula Modersohn-Becker Kunstpreis

Virgile Novarina, Foto: Copyright Worpsweder Museumsverbund

Virgile Novarina empfing den Paula Modersohn-Becker Kunstpreis des Landkreises Osterholz (7.500 Euro). Der Preisträger setzt sich seit 20 Jahren mit dem „Schlaf als unbekannte Lebenszeit“ auseinander und führt z.B. Performances auf, bei denen er sich nach zweitägigem Schlafentzug anschließend in der Öffentlichkeit ausschläft. Der Nachwuchspreis (1.000 Euro) ging an Karl-Heinz Marg und ein Sonderpreis an Waldemar Grazewicz.

Kulturpolitik

Initiative für kulturelle Integration

Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Foto: Christof Rieken

Kulturstaatsministerin Monika Grütters, Bundesinnenminister Thomas de Maizière, Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles und Staatsministerin Aydan Özoğuz riefen gemeinsam mit dem Deutschen Kulturrat die „Initiative kulturelle Integration“ ins Leben. Mit Vertretern aus Staat, Kultur und Zivilgesellschaft will die Initiative „aktuelle Herausforderungen für kulturelle Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt erörtern und angehen. Dabei sollen sich die vielfältigen Kulturen unserer Gesellschaft und die Kulturen der Menschen, die zu uns kommen, auf Augenhöhe begegnen. Es ist geplant, die Ergebnisse zum UNESCO-Welttag der kulturellen Vielfalt im Mai 2017 öffentlich vorzustellen“. www.kulturrat.de

Biennalen

SITE Santa Fé International Biennal

„SITE“ ist eine Non-Profit-Organisation in Santa Fé, die seit 1995 eine Kunstbiennale durchführt – damals die einzige internationale Biennale in den USA. Zur SITE Santa Fe Biennial werden jeweils Gastkuratoren eingeladen. Die jetzige Biennale, die noch bis zum 8. Januar 2017 läuft, wird von Rocío Aranda-Alvarado, Kathleen Ash-Milby, Pip Day, Pablo León de la Barra und Kiki Mazzucchelli kuratiert. Das Biennale-Thema lautet: „New Perspectives on Art of the Americas“. www.sitesantafe.org

Preise

Fred Thieler-Preis

Christine Streuli, Foto: Benjamin Zibner, Berlin

Christine Streuli nimmt am 17. März 2017 in Berlin den Fred Thieler-Preis entgegen (10.000 Euro). Auf diesen Tag fällt der Geburtstag des Namenspatrons Fred Thieler (1966-1999). Die Jury lobte Streulis „überbordende Bildwelten“ und die „Strahlkraft von Farben, Mustern und Zeichen“. Die Preisträgerinstudierte an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich und an der Universität der Künste Berlin. 2007 bespielte sie den Schweizer Pavillon auf der Biennale in Venedig. „Mit ihren wandfüllenden, farbgesättigten und zumeist abstrakt-ornamentalen Bildern war sie in der Schweiz unter anderem im Aargauer Kunsthaus, im Kunsthaus Langenthal oder im Kunstmuseum Luzern und in Deutschland im Kunstmuseum Bonn, im Kunstverein Oldenburg oder im Berliner Haus am Waldsee zugegen. Seit 2015 lehrt Streuli als Gastprofessorin an der Universität der Künste Berlin“.

Preise

The Sobey Award

Jeremy Shaw, Foto: Jenifer Osborne

Jeremy Shaw gewann den The Sobey Award der National Gallery of Canada (50.000 kan. Dollar = ca. 34.000 Euro). Die Auszeichnung geht an Künstler unter 40 Jahren. Der Foto- und Videokünstler Shaw lebt in Berlin und zeigt mit vier anderen Finalisten seine Arbeiten bis Februar 2017 in der National Gallery in Ottawa. Die Finalisten Brenda Draney, Charles Stankievech, Hajra Waheed und William Robinson wurden mit jeweils 10.000 Dollar (= ca. 6.700 Euro) bedacht. Shaw hatte bereits Einzelausstellungen u.a. im MoMa PS1 New York, Schinkel Pavillon Berlin, Stedelijk Museum Amsterdam und im Palais Tokyo Paris. www.gallery.ca

Personalien

Kunsthalle for music

Ari Benjamin Meyers ist Gründungsdirektor und künstlerischer Direktor des Projekts „Kunsthalle for music“, das bis März 2018 terminiert ist. Weitere Gründungsdirektoren sind Defne Ayas und Mimi Brown. Sie begreifen Musik, musikalische Kompositionen und Musikperformances als Teil der zeitgenössischen Kunst, und eben nicht nur als Teil eines separaten Musikbetriebs, wie wir ihn von den Programmen der Konzertagenturen und der Schallplatten-/CD-Industrie her kennen. „Music is John Baldessari sings Sol LeWitt“ lautet stattdessen die Formel. Verbindungen zwischen bildender Kunst und avantgardistischer Musik lassen sich seit 100 Jahren verfolgen: 1916 veröffentlichte Wassilij Kandinsky sein Traktat „Farbenklänge“, in welchem er poetische Qualitäten von Farbtönen mit akustischen Klangqualitäten in der Musik assoziierte. In der Neuen Musik und speziell in der Fluxus-Kunst experimentierten Künstler mit der aktionistischen und visuellen Umsetzung von Musik und von Geräuschen. Das „Kunsthallen“-Projekt ist an das Rotterdamer Witte de With Center angebunden und beginnt mit einem „Spring Workshop“ in Hongkong. In dessen Rahmen organisiert Meyers für März 2017 „An exhibition, not an exhibition“. Im Mai 2017 findet ein Kongress am Witte de With Center statt. Ari Benjamin Meyers lebt in Berlin, wo er Anfang 2016 am Projekt "Krieg singen" am "Haus der Kulturen der Welt" beteiligt war. Mit Performances, Workshops, Konzerten und Installationen thematisierten die Teilnehmer "die emotionale Besetzung der Themen Krieg und Frieden mit Mitteln der Musik". Für dieses Projkt hatte Meyers zusammen mit Barbara Morgenstern und den experimentellen Musikern Hauschka für den "Chor der Kulturen der Welt" Stimmen von Weltkriegsgefangenen" aus ganz Europa, dem Kongo, Nordafrika und Asien aufgenommen, um die Stimmen der Völker vollständig zu sammeln."

Preise

Peter C. Ruppert Preis

Hans Jörg Glattfelder wurde der Peter C. Ruppert Preis für Konkrete Kunst in Europa (15.000 Euro) zuerkannt. Der Preisträger zählt zu den wichtigen Vertretern der Konkreten Kunst aus der Schweiz. Glattfelder lebt seit 1998 in Paris. Im Würzburger Kulturspeicher wird die Sammlung vn Peter C. Ruppert gepflegt; die Preisvergabe dient auch dazu, den Bekanntheitsgrad der Sammlung zu steigern. www.kulturspeicher.de

Hochschulen

Köln: Infotage

Elisa Balmaceda: Invisible Architctures, Foto S. Rupieper

Potentielle Bewerber für das Wintersemester 2017/18 an der KHM-Kunsthochschule für Medien Köln können die Infotage zum Diplomstudium „Mediale Künste“ mit Studienberatung, Führung, Gesprächen mit Lehrenden besuchen. Allgemeine Infos werden am 7. Dezember 2016 geboten. Am 8. Dezember 2016 wird ganztägig ein Symposium „Short of What?“ mit kurzen Filmen ausgerichtet. „In der künstlerischen Lehre und studentischen Produktion der KHM hat der Kurzfilm einen festen Platz, was sich in einer Vielzahl nationaler wie internationaler Vorführungen und Auszeichnungen ausdrückt. Neben historischen, ästhetischen und politischen Aspekten des Kurzfilms wird es um Fragen von Produktion, Veröffentlichung und Vertrieb gehen. Da der Kurzfilm das Kino verlassen hat, ist von der wachsenden Bedeutung von Festivals, dem Internet, dem Fernsehen und den Räumen der Kunst für kurze Filmformen zu sprechen...“ www.khm.de

In eigener Sache

Unvermutet aktuell: Das neue Cover

Auf dem Cover des neuen Bandes "Postdigital 2": Die New York Times Special Edition von The Yes Men

Die Künstler- und Internetaktivistengruppe erstellte am 12. November 2008 anlässlich der Wahl von Barack Obama zum neuen US-Präsidenten eine Parodie der The New York Times mit dem Motto „All the news we hope to print“. Sie wurde datiert auf den Nationalfeiertag 4. Juli 2009 in Umlauf gebracht und enthielt nur gute Nachrichten, wie sie so kurz nach der Wahl von Obama fast glaubhaft erscheinen konnten. Anlässlich der diesjährigen US-Wahlen, bei denen Donald Trump wider Erwarten zum 45. US-Präsidenten gewählt wurde, erhält dieses Werk eine ganz neue Aktualität:

Wie würde diese Arbeit wohl heute aussehen?

In eigener Sache

Unvermutet aktuell: Das neue Cover

Auf dem Cover des neuen Bandes "Postdigital 2": Die New York Times Special Edition von The Yes Men

Die Künstler- und Internetaktivistengruppe erstellte am 12. November 2008 anlässlich der Wahl von Barack Obama zum neuen US-Präsidenten eine Parodie der The New York Times mit dem Motto „All the news we hope to print“. Sie wurde datiert auf den Nationalfeiertag 4. Juli 2009 in Umlauf gebracht und enthielt nur gute Nachrichten, wie sie so kurz nach der Wahl von Obama fast glaubhaft erscheinen konnten. Anlässlich der diesjährigen US-Wahlen, bei denen Donald Trump wider Erwarten zum 45. US-Präsidenten gewählt wurde, erhält dieses Werk eine ganz neue Aktualität:

Wie würde diese Arbeit wohl heute aussehen?

In eigener Sache

Preise

CYNETART-Wettbewerb

Auf der CYNETART 2016 – Internationales Festival für computerbasierte Kunst und transdisziplinäre Projekte in Dresden-Hellerau wurden folgende Preise vergeben: Carla Chan gewann den Förderpreis der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst (10.000 Euro). Julius Stahl darf ein Artist-in-Residence-Stipendium (Wert: bis zu 10.200 Euro). Es wird zusammen mit dem Amt für Kultur und Denkmalschutz Dresden für eine Projektrealisierung im Jahr 2017 vergeben. Kasper Lecnim wurde mit dem CYNETART-Preis der Ostsächsischen Sparkasse Dresden bedacht. www.cynetart.de

Aktionen & Projekte

Ludwigsburg: Raumwelten-Kongress

Raumwelten Pavillon, Foto: Reiner Pfisterer / Film und Medienfestival gGmbH

Die Film & Medien Festival GmbH veranstaltet den Raumwelten-Kongress in Ludwigsburg zum fünften Mal. Vom 17. bis zum 19. November 2016 ist auf dem örtlichen Akademiehof ein temporärer Pavillon „Lichtwolke“ für die Öffentlichkeit zugänglich. „Das Programm bietet eine breite Palette an kulturellen Angeboten, die von Konzerten über Architektur-Workshops für Kinder bis hin zu Vorträgen zur Zukunft des Wohnens reichen“. Im Workshopraum der Filmakademie werden in „45-minütigen Kurzpräsentationen Grundlagen und Aufgaben, Problemlösungen und Neuerungen im Bereich von Szenografie und Kommunikation im Raum vorgestellt.“ Die Stuttgarter Architekten Mahmoud Bodo Rasch und Achmed Rasch referieren über den Mecca Royal Clock Tower mit der größten Uhr der Welt und das darin befindliche, derzeit noch nicht öffentlich zugängliche Astronomiemuseum. Fünf Experten kuratieren Paneels über „Kommunikation und Szenografie im physischen wie auch digitalen Raum“. So betreut Veit Haug kuratorisch das Thema „Neue Arbeitswelten“, und unter der Leitung des Kurators Jean-Louis Vidière äussern sich diverse Referenten über das „Spielfeld Bürgersteig - Szenografie im öffentlichen Raum“. www.raum-welten.com

Ausschreibungen

Regionalschau Pinneberg

Die Landdrostei Pinneberg und die Künstlergilde schreiben für Künstler aus Hamburg und Schleswig-Holstein die Regionalschau aus. Bewerbungsschluss ist der 31. Januar 2017. Infos: www.kuenstlergilde-pinneberg.de.

In eigener Sache

Unvermutet aktuell: Das neue Cover

Auf dem Cover des neuen Bandes "Postdigital 2": Die New York Times Special Edition von The Yes Men

Die Künstler- und Internetaktivistengruppe erstellte am 12. November 2008 anlässlich der Wahl von Barack Obama zum neuen US-Präsidenten eine Parodie der The New York Times mit dem Motto „All the news we hope to print“. Sie wurde datiert auf den Nationalfeiertag 4. Juli 2009 in Umlauf gebracht und enthielt nur gute Nachrichten, wie sie so kurz nach der Wahl von Obama fast glaubhaft erscheinen konnten. Anlässlich der diesjährigen US-Wahlen, bei denen Donald Trump wider Erwarten zum 45. US-Präsidenten gewählt wurde, erhält dieses Werk eine ganz neue Aktualität:

Wie würde diese Arbeit wohl heute aussehen?

Ausschreibungen

Wettbewerb AIDS-Stiftung

Am 31. Januar 2017 endet die Bewerbungsfrist für den Medienpreis der Deutschen AIDS-Stiftung. Die Beiträge zum Thema HIV und AIDS müssen 2015 oder 2016 in deutscher Sprache in TV, Hörfunk, Printmedien, Internet oder als künstlerische Beiträge veröffentlicht worden sein. Preisgelder. Insgesamt 15.000 Euro. Nähere Infos und Kontaktdaten unter www.aids-stiftung.de

Hochschulen

Braunschweig: Ringvorlesung

Das Institut für Kunstwissenschaft (IKW) der HBK Braunschweig stellt sich im Format einer Ringvorlesung vor. Die Lehrenden des IKW geben „Einblicke in ihre Forschungen, Erzählmuster und wissenschaftlichen Biografien. In der Pluralität der Herangehensweisen zeigt sich, dass an der HBK eine Kunstwissenschaft praktiziert wird, die Ein- und Ausschlussprinzipien, Zugangsweisen, Brüche und Leerstellen reflektiert und benennt“. So hält am 6. Dezember 2016 der Honorarprofessor Dr. Hans-Joachim Neyer eine Vorlesung über „Deutsche Kultur und französische Zivilisation. Zur Rezeption des Impressionismus in Berlin“. Am 13. Dezember 2016 endet die Vorlesungsreihe mit einem Vortrag des Honorarprofessors Dr. Ulrich Krempel über „Niki de Saint Phalle: ›Ich bin eine Kämpferin‹ – Die Kunst einer Feministin avant la lettre“. www.hbk-bs.de

Messen & Märkte

Feriarte Madrid

Feriarte Madrid, Foto: Courtesy Ifema Madrid

Die Feriarte Madrid (19. bis 27. Nov. 2016) steht mit ihrem Namen für „Feria de Arte y Antigüedades“, sie ist mithin eine Messe für „Kunst und Antiquitäten“, und dies seit immerhin 42 Jahren. Das Programm umfasst altmeisterliche Gemälde und Skulpturen, des weiteren Möbel, Kunstwerke, Sammlerstücke und Schmuck vornehmlich aus den vergangenen 100 Jahren, d.h. aus den Epochen Alphonsine (d.h. aus der Zeit der spanischen Könige Alfons XII und Alfons XIII zwischen 1874 und 1931), Art Nouveau/Jugendstil und Art déco. www.ifema.es/feriarte_01/

Personalien

Anton Gugg gestorben

Anton Gugg, Foto: Copyright  Stadt Salzburg / Johannes Killer

Anton Gugg, Salzburger Kunsthistoriker und Kurator, starb im Alter von 63 Jahren. Als fester Angetellter in der Kulturabteilung der Stadt betreute er das kommunale Ausstellungswesen und den Förderbereich Bildende Kunst. Gugg starb überraschend unmittelbar vor der Vernissage einer von ihm kuratierten Ausstellung.

Museen & Institutionen

Mies van der Rohe Kolloquium

Ludwig Mies van der Rohe, einer der bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts, schuf zwischen 1910 und 1965 eine Vielzahl von Collagen und Fotomontagen, die auf faszinierende Weise die Gestaltungsprinzipien seiner Architektur verdeutlichen. Die meist großformatigen Arbeiten sind weltweit erstmals in diesem Umfang zu sehen: in der Ausstellung „Mies van der Rohe – Die Collagen aus dem MoMA“ im Ludwig Forum Aachen (bis 12. Februar 2017). Anlässlich der Ausstellung finden zwei wissenschaftliche Symposien statt. Zum Thema "Collage / Montage Ludwig Mies van der Rohe und die Bildlichkeit der Architektur " ist ein erstes Symposion für Fr 02.12.2016 – Sa 03.12.2016 im Ludwig Forum Aachen angekündigt. "Working with Mies Aktuelle Fragestellungen zu Ludwig Mies van der Rohe in Architektur und Kunst" ist Titel der zweiten Veransdtaltung am Fr 20.01.2017. www.ludwigforum.de

Preise

Hans Platschek-Preis

Jonathan Meese, Foto: JanBauer.net / Courtesy: JonathanMeese.com

Jonathan Meese ist aktueller Träger des Hans Platschek-Preises (5.000 Euro). Die Hans Platschek-Stiftung verleiht den Preis alljährlich auf der Art Karlsruhe. Jonathan Meese darf dort eine Einzelausstellung bespielen, in Gegenüberstellung zu den Werken von Hans Platschek (1923-2000). Den Preisträger wählt ein Einzeljuror aus; diesmal ist es Florian Illies vom Berliner Kunsthaus Grisebach.

Galerien & Auktionshäuser

Vienna Art Week

ORLAN, Pekin Opera Facial Design n°1, 2014

Für die Woche vom 14. bis 20. November 2016 haben sich wie jedes Jahr in Wien wieder die wichtigsten Museen und Galerien sowie unabhängige Ausstellungsräume und Alternative Orte zum Kunstfestival Vienna Art Week zusammen geschlossen. Unter dem diesjährigen Motto „Seeking Beauty“ begibt sich die Veranstaltungsreihe „auf die Suche nach Begriffen und Konzepten von Schönheit“. Dazu gehört u.a. „der mehrstündige, performative Interviewmarathon mit Gesprächen und Live-Performances“, bei denen der „Schönheitsbegriff aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet“ wird. Auch die Body-Art- und Performance-Künstlerin Orlan ist in dem Programm vertreten, ebeso der „!Open Studio Day,“ an dem rund 70 Künstlerinnen und Künstler ihre Ateliers öffnen, und der „Family Art Day“ mit Veranstaltungen für die ganze Familie. Unter dem Titel „Curators’ Picks“ sind fünf internationale Kuratorinnen nach Wien eingeladen, „um den Austausch und die Vernetzung der nationalen und der internationalen Kunstwelt zu fördern. Die großen Museen und Ausstellungshäuser bieten zahlreiche Ausstellungseröffnungen, Diskussionsveranstaltungen und Spezialprogramme an, ausgewählte Galerien laden am 16. November zur Open Gallery Night“. www.viennaartweek.at

Preview

Gregor Schneider in der Bundeskunsthalle

Gregor Schneider Treppenhaus Totes Haus u r Rheydt 1985 – Venedig 2001 © Gregor Schneider / VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Vom 2. Dezember 2016 bis zum 19. Februar 2017 zeigt die Bonner Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland die Ausstellung "Wand vor Wand" von Gregor Schneider. " "Gregor Schneiders Arbeiten führen regelmäßig zu intensiven und auch kontroversen Auseinandersetzungen. Seine Werke in unterschiedlichen Medien bilden einen großen Zusammenhang, der die neuere Geschichte Deutschlands mit den Un-Orten der persönlichen Existenz überkreuzt. Mitte der 1980er-Jahre begann er in vorhandene Räume die gleichen Räume noch einmal einzubauen. Inzwischen hat er ein umfangreiches Werk räumlicher Konstruktionen geschaffen, mit denen er alltäglichen Orten ihre Vertrautheit entzieht. Für die Ausstellung in der Bundeskunsthalle entwirft Schneider einen Ausstellungsparcours seiner wichtigsten Werke: Einzelnen Malereien (1982–1985) und der Dokumentation von frühen Aktionen (1984–1985) schließen sich vollständige, aus Haus u r ausgebaute Räume und neuere Arbeiten mit kulturell und geschichtlich bedeutsamen Gebäuden an. sowie Filme, verdoppelte Skulpturen und mit Personen inszenierte Situationen ergänzen die Präsentation." www.bundeskunsthalle.de

Biennalen

São Paulo Biennale

Jochen Volz, Courtesy São Paulo Biennial

Der Industrielle Ciccillo Matarazzo (1898-1977) rief die São Paulo-Biennale 1951 ins Leben; sie ist damit nach der Biennale von Venedig die zweitälteste Biennale der Welt (10. Sept. bis 12. Dez. 2016). Das kuratorische Konzept stet unter dem Leitmotiv „Incerteza viva“ (Unsicheres Leben) – organisatorisch folgt es dem gleichen Konzept, wie es in Venedig praktiziert wird, wo neben einer zentralen Ausstellung Länderkuratoren das Programm gestalten. Hauptkurator ist Jochen Volz. Unsicherheit herrscht derzeit in Brasilien allenthalben, denn mit ihrer Verwicklung in Korruptionsvorwürfe und in ein Amtsenthebungsverfahren sorgte die Präsidentin Dilma Rousseff für eine Regierungskrise, und die Infrastrukturmaßnahmen zur Fußballweltmeisterschaft 2014 und zu den Olympischen Spielen 1016 in Rio de Janeiro konnten die schwerwiegenden wirtschaftlichen und sozialen Probleme des Landes nicht abmildern – vom Bau neuer Sportstadien hatten und haben die Bewohner der Favelas nichts. Ähnliches ließe sich wohl ebenso über die aktuelle Kunstbiennale sagen, denn bereits der vorherigen São Paulo-Biennale 2914 hatte die deutschen Wochenzeitschrift „Der Freitag“ bescheinigt, eine „elitäre Veranstaltung“ zu sein. Wenn die von Jochen Volz eingeladenen Künstler mithin zum Motto „Incerteza viva“ Ordnungssysteme erforschen und den Auswirkungen von Chaos und Unsicherheit nachgehen, bietet dazu nicht nur die Situation im Land, sondern ebenso die gesamte derzeitige weltpolitische Lage reichliche Möglichkeiten der Anschauung. www.bienal.org.

Personalien

Künstlerhaus Stuttgart: neue Geschäftsführerin

Romy Range, Foto: Frank Kleinbach

Romy Range hat zum 1. Dezember 2016 die Geschäftsführung am Künstlerhaus Stuttgart übernommen. Sie hat Kulturmanagement in Ludwigsburg, und zuvor Kunstgeschichte und Germanistik an der Universität in Greifswald studiert. Sie war von 2011 bis 2014 als Projektkoordinatorin im Brandenburgischen Kunstverein Potsdam tätig und im gleichen Zeitraum auch für die Buchhaltung und Pressearbeit beim Berliner Verein „Neue Auftraggeber e.V.“ zuständig. www.kuenstlerhaus.de

Preview

Sarah Morris in Wien

Porträt Sarah Morris, Foto: Wendy Bowman

"Fals Never Breaks" heißt die Ausstellung mit Sarah Morris, die vom 8. Dezember 2016 bis zum 8. Januar 2017 in der Kunsthalle Wien läuft. Sie arbeitet mit Malerei und Film, wobei letzterer den Schwerpunkt der Ausstellung bildet. Sie "zeigt zehn Stadtporträts im weitesten Sinne: Strange Magic, ein Film über Paris als Zentrum der Luxusindustrie, wird während der gesamten Dauer der Ausstellung gezeigt und an fünf Abenden um weitere Werke ergänzt. Mit der Kamera fängt Sarah Morris Psychologie, Architektur und Ästhetik des urbanen Raums ein, um den Charakter einer Metropole zu beschreiben. Häufig ist es die Faszination an der Macht und deren Repräsentation, denen sie in ihren Filmen nachspürt. Sie folgt keiner klaren Narration, sondern montiert kurze Szenen zu rhythmisch strukturierten Sequenzen. Für ihre Stadtporträts filmt sie Architektur und Landschaft, folgt Menschen eine Zeit lang bei ihren Tätigkeiten, filmt im Innen- und Außenraum, hinter den Kulissen der Oscar-Verleihung und auf der Straße, im Weißen Haus und am Straßenstrich. Sie erzeugt ästhetische Bilder, unterlegt von prägnanten Soundcollagen, die den Charakter der jeweiligen Metropole modulieren." www.kunsthallewien.at

Museen & Institutionen

Düsseldorf: Gute Aussichten

 Foto Miia Autio, Variation of White, www.guteaussichten.org

Bis zum 15. Januar 2017 zeigt das NRW-Forum Düsseldorf die Ausstellung "gute aussichten - junge deutsche fotografie 2016/2017". Die Auftaktausstellung zu diesdem Fotografie-Nachwuchspreis ist jetzt erstmals in Düsseldord zu sehen. "Seit September stehen die neuen Preisträger fest; Miia Autio (Fachhochschule Bielefeld), Chris Becher (Kunsthochschule für Medien Köln), Carmen Catuti (Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig), Andreas Hopfgarten (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg), Holger Jenss (Kunsthochschule Kassel), Quoc-Van Ninh (Hochschule für Künste Bremen) und Julia Steinigeweg (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg) sind die Preisträger von gute aussichten 2016/2017... Gemeinsam ist den Arbeiten eine Auseinandersetzung mit dem Eigenen, dem Fremden und dem Fremden als Teil von sich selbst..." Zeitgleich laufen dort ebenfalls bis zum 15. 1. 2017 ebenfalls die Ausstellungen „Bling Bling Baby!“  und „Terror Komplex“. www.nrw-forum.de

Kulturpolitik

Türkei steigt aus EU-Kulturprogramm aus

Die Türkei stieg aus dem EU-Kulturprogramm „Kreatives Europa“ aus. Damit erhält die türkische Kunstszene ab 2017 keine Fördergelder der EU mehr. Betroffen sind Künstlerprojekte und Galerien in Istanbul, die bis vor kurzem über dieses Kulturprogramm von Kulturfonds und Stiftungen unterstützt wurden – einige musste bereits ihre Arbeit einstellen. Der regierungsnahen türkischen Presse ist als Begründung zu entnehmen, das ebenfalls von der EU geförderte Musikprojekt „Aghet“ habe die Massaker an den Armeniern 1915/16 im Osmanischen Reich thematisiert. Die türkische Regierung hatte in den vergangenen Monaten wegen einer entsprechenden Resolution des Deutschen Bundestages, in der von „Völkermord“ an den Armeniern die Rede ist, auch deutsche Politiker wie Cem Özdemir massiv angegriffen. Eine Sprecherin der EU-Kommission erklärte: „Wir bedauern die Entscheidung der Türkei und die Tatsache, dass türkischen Künstlern in Zukunft Chancen entgehen, mit Projekten in der EU zu kooperieren“.

Museen & Institutionen

Wien: Europäischer Monat der Fotografie

Tanja Boukal, Ode an die Freude, 2014, 40 Schwarzweißfotos, je 59,4 x 42 cm, Kaschmirdecke, 150 x 190 cm, Copyright: Tanja Boukal

Der Europäische Monat der Fotografie (EMoP) ist ein Netzwerk von Fotofestivals, an dem derzeit Athen, Berlin, Bratislava, Budapest, Ljubljana, Luxemburg, Paris und Wien beteiligt sind. Die Eröffnung der Gemeinschaftsausstellung des EMoP im MUSA- Museum Startgalerie Artothek Wien-  ist zugleich auch die Eröffnung von Eyes On – Monat der Fotografie Wien, der bis zum 30. November 2016 ein umfangreiches Programm rund um die Fotografie bietet. Die Ausstellung "Looking for the clouds" spannt "zeitlich und thematisch einen Bogen vom 11. September 2001 mit seinen tragischen Ereignissen in New York bis herauf in das Jahr 2015, das sich uns allen als Höhepunkt einer beispielslosen, erzwungenen, enormen Migration eingeprägt hat. Die Ausstellung stellt Foto- und Videoarbeiten internationaler KünstlerInnen und FotojournalistInnen vor, um die Geschichte der letzten 15 Jahre unter diesem Aspekt zu beleuchten. Dabei war 9/11 nur der Ausgangspunkt für einen tiefgreifenden strukturellen Wandel, den unsere Gesellschaft seither erlebt und uns extremen Situationen, die einander bedingen, aussetzt: Eine nahezu komplette Überwachung des öffentlichen und privaten Raumes, kriegsbedingte Flucht nach und innerhalb Europas sowie eine nachhaltige Definitionsverschiebung des Begriffs "Identität" stellen althergebrachte Lebensmuster langfristig in Frage". Künstlerliste: Tanja Boukal, Raphaël Dallaporta, Balázs Deim, Hans-Peter Feldmann, Rainer Ganahl, Gelitin, Aldo Giannotti, Samuel Gratacap, Ibro Hasanović, Anna Jermolaewa, Carine & Elisabeth Krecké, Daniel Mayrit, Dimitris Michalakis, Florian Rainer, Wolfgang Reichmann, Julian Röder, Panos Tsagaris. www.musa.at

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