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Wackerbarth in Düsseldorf

Horst Wackerbarth, Jacques Tilly auf dem roten Sofa, Copyright: H. Wackerbarth, Düsseldorf 2016

Das Düssedorfer NRW-Forum widmet dem Fotokünstler Horst Wackerbarth vom 17. September bis 30. Oktober 2016 eine umfangreiche Retrospektive mit über 200 Bild- und Videoarbeiten. Neben Wackerbarths neuem Projekt „heimat.nrw“ - aktuell zum 70. Jahrestag der Gründung des Bundeslands NRW - und den spektakulärsten Arbeiten seines Lebenswerks „The Red Couch – A Gallery of Mankind“ präsentiert die Ausstellung des weiteren "eine sehr persönliche Heimkehr zu seinen künstlerischen Anfängen mit bisher noch nie gezeigten frühen Arbeiten". Auf der berühmten roten Couch posiert z.B. Jacques Tilly, künstlerischer Leiter des Düsseldorfer Rosenmontagszugs, im Hintergrund markante Denkmäler in NRW wie der Kölner Dom oder das Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald. www.nrw-forum.de

Preise

Schweizer Performancepreis

Dorothea Rust, Foto: Copyright Lee Li Photography/Performancepreis Schweiz 2016

Dorothea Rust wurde der Performancepreis Schweiz zugesprochen (30.000 Franken). Damit würdigte die Jury die „ambivalente Exzentrik und zeitgleiche Flüssigkeit und Widerständigkeit ihrer Arbeit“ in Rusts Performance „Ritual für (den) einen Mittelpunkt“. Der Publikumspreis (6.500 Franken ging an Garret Nelson. Die Auszeichnung wird von den Kantonen Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau, Luzern und Zürich sowie der Stadt Genf seit sechs Jahren gemeinsam vergeben. Erstmals fand in diesem Jahr der Wettbewerb in Form von Open Air-Performances statt, für die die Jury aus 55 Einreichungen sieben Auftritte ausgewählt hatte. Neben Rust und Nelson kamen noch Melissa Tun Tun, Nina Langensand, San Keller, Martin Chramosta, die Gruppe „ultra“ und das Duo „Urnamo“ mit Ali Al-Fatlawi und Wathiq Al-Ameri am Performancepreis teil.

Aktionen & Projekte

project claus

Bilder von Claus van Gils (links, Mitte) und Markus Lüpertz (rechts), Foto: project claus

Im Rahmen der „Kunstroute Aachen“ (24./25. Sept. 2015) zeigen Nora und Jürgen Claus in ihrem Ausstellungsraum „project claus“ (Kuckhoffstraße 39) die Ausstellung „Mit den Augenhören – Markus Lüpertz und Claus van Gils“. Beide Künstler thematisieren hier ihre Bezüge zur Musik: Lüpertz spielt Kalvier und improvisiert auch mit anderen Instrumenten, van Gils erstellt fiktive Notationen zu den Vogelstimmenkonzerten von Olivier Messiaen. www.projectclaus.com

Aktionen & Projekte

Münster: Raum der Trauer

Stephan US, Leere Flagge mit Trauerflor, Fotomontage, Copyright: Stephan US und VG Bild-Kunst 2016

Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 führte zu fürchterlichen Verwüstungen in Europa, bis er durch den Westfälischen Frieden von Münster beendet wurde. Auf die allabendlichen Fernsehbilder in den Nachrichtensendungen über die Schlacht um Aleppo und von anderen Schauplätzen des Kriegs in Syrien und auf die Geschehnisse in Afghanistan reagieren wir mittlerweile in „kühler Distanz“, findet Stephan US. Er hat ein Konzept für einen „Raum der Trauer“ im Rathaus/Haus des Westfälischen Friedens in Münster entwickelt und einen entsprechenden Antrag auf Realisierung an die Stadtoberen. Stephan US: „Nach dem Anschlag in Nizza am 14. Juli wurde die französische Nationalflagge mit Trauerflor am Prinzipalmarkt in Münster gehisst. Unsere Nachbarn, Verbündeten und vielleicht auch Freunde - das französische Volk war in Trauer über die vielen gestorbenen Menschen und wir standen ihnen durch diese Bekundung bei. Eine Bekundung wie sie nicht nur in Münster stattfand. Doch gleichzeitig war im afghanischen Kabul ebenfalls ein Anschlag, der ebenso zahlreichen Menschen das Leben kostete. Es wurde keine afghanische Flagge gehisst und nicht öffentlich getrauert, obwohl auch in dieser Stadt Menschen aus Afghanistan leben und die Stadt gestalten... Und es ist auch nicht verwerflich, dass das Fremde befremdet, dass das Mitgefühl nicht die gleiche Intensität hat. Emotionen sind keiner Moral, keiner Logik, keinen Verträgen und Konzepten unterworfen. Und genau deshalb sollten wir uns für das Leid und die Trauer in allen Teilen dieser Welt öffnen, einen Raum eröffnen, in dem alle Menschen einer Stadt und deren Gäste ihre Trauer bekunden, dort kondolieren können. Es geht darum, der menschlichen Trauer, damit auch unserer Vergänglichkeit, wieder einen zentralen Platz in der Stadt zu geben...“ www.archiv-des-nichts.de

Aktionen & Projekte

Skulpturenpark Westautobahn im Niemandsland

Skulpturenpark Westautobahn, „Insel Syndrom“, Fotocredit: Skulpturenpark Westautobahn

Wo im österreichischen Autobahnnetz die A1 und die A 7 aufeinandertreffen, haben auf dem Areal der Verbindungsstelle anonyme Künstler einen Skulpturenpark mit Installationen, Objekte und Skulpturen eingerichtet. Der französische Ethnologe Marc Augé hatte solche Brachstellen als „Nicht-Orte“ beschrieben: darunter versteht er mono-funktional genutzte Flächen wie das Gelände von Einkaufszentren, Möbelmärkten auf der grünen Wiese, Autobahnen, Bahnhöfe und Flughäfen – sie sind wenig heimelig, und man hält sich als Kunde oder Fahrgast dort normalerweise nur so lange auf wie unbedingt nötig. In solch einem Niemandsland an der Autobahn haben nun auf dem inselartigen Areal die Künstler zehn Werke quasi „ausgesetzt“ und sich selbst überlassen. Die Arbeiten nehmen Bezug auf die konkrete Situation und deuten den Ort zu einem Skulpturenpark um.

Aktionen & Projekte

Pataphysische Raumfahrt

Boris Nieslony, Prof. Cappy vom Institut für Pataphysische Raumfahrt und Normative Äquivalenztheorie

Der Maler Max Ernst, ebenso der Künstler Marcel Duchamp und der surrealistische Schriftsteller Raymond Quenau (1903-1976) tauchen auf der Mitgliederliste des „Collège de Pataphysique“ auf, das 1948 in Paris in der „Librairie des Amis des Livres“ gegründet wurde. Obwohl der Schriftsteller Alfred Jarry (1873-1907) den Begriff „Pataphysik“ bereits 1893 in einem Beitrag für eine Literaturzeitschrift erstmals verwendete und dann 1903 in seinem Roman „Taten und Meinungen des Pataphysikers Doktor Faustroll“ als „Wissenschaft des Einzelfalls“ definierte, kam es erst 1948 zur Gründung eines solchen Kollegiums, das sich mit absurden Forschungsvorhaben bzw. mit einer Wissenschaft der imaginären Lösungen beschäftigte. Es heißt bei Alfred Jarry, die Pataphysik stünde zur Metaphysik wie die Metaphysik zur Physik. Sie wolle das zu dem existierenden noch zusätzlich vorhandene Universum deuten, und damit erlaubt sie philosophische oder künstlerische Konstruktionen eines Paralleluniversums. In der Pataphysik sind die Ausnahmen die Regel. Anders als in den akademischen Naturwissenschaften, wo es gilt, deduktiv Gesetzmäßigkeiten zu erkennen, die z.B. dann erfüllt sind, wenn die Wiederholung eines Laborversuchs unter denselben Bedingungen zum selben Ergebnis führt, sind in der Pataphysik die Dinge vom Zufall bestimmt. In dieser Traditionslinie ist das Institut für Pataphysische Raumfahrt und Normative Äquivalenztheorie einzuordnen, das Boris Nieslony bereits um 1980 gründete und dessen Leiter Prof. Cappy in Form eines Stofffrosches in Erscheinung tritt. Nieslony selbst begnügt sich mit der Rolle des Instituts-Sekretärs. Während des Künstlertreffens „Das Konzil“ 1981 im Stuttgarter Künstlerhaus unternahm Prof. Cappy einen Flugversuch: sein Sekretär ließ ihn mit einem Fallschirm vom Stuttgarter Fernsehturm herunter segeln. „Prof. Dr. B. Cappy hat sich die sinnvollste und vornehmste Aufgabe gestellt: den ARCHIMEDISCHEN PUNKT gültig und endgültig zu setzen“, heißt es zu den Forschungsvorhaben des Instituts. Am 17. September 2016 ist das Institut für Pataphysische Raumfahrt anlässlich der Reihe „Absurde Phänomene des Realen“ im Kunstpavillon von Burgbrohl/Rheinland präsent: in seinem Vortrag stellt Boris Nieslony „die dreifache und mehrschichtige Art und Weise der Instituts“ heraus, nämlich „die Arbeitsweise, den allgegenwärtigen Verlauf und die Anbindung geeigneter Mitarbeiter“. www.asa.de

Ausschreibungen

Stiftung Kunstfonds

Die Stiftung Kunstfonds schreibt verschiedene Förderprogramme bundesweit aus. Im Künstlerprogramm können sich einzelne bildenden Künstlerinnen und Künstler, die dauerhaft in Deutschland leben, um ein Stipendium oder Zuschüsse für künstlerische Projekte bewerben. Nächster Bewerbungsschluss: 31. Oktober 2016. Hierfür sind Antragsformulare ab Juli 2016 zum Download verfügbar. www.kunstfonds.de

Ausschreibungen

Katalogförderung

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung fördert Kataloge für junge Künstler und unterstützt auch die damit verbundene Ausstellung. Antragsteller kann jeder öffentliche oder kommunale Ausstellungsträger in Deutschland sein. Eigenbewerbungen von Künstlern sind nicht möglich. Die Förderung kommerzieller Einrichtungen ist ausgeschlossen. Der Antrag muss mit einem geplanten Ausstellungsvorhaben in Deutschland verbunden sein. Bei der Ausstellung sollte es sich um das erste größere Vorhaben eines jungen Künstlers handeln. Altersgrenze: 35 Jahre. Die Stiftung fördert Katalog und Ausstellung mit insgesamt bis zu 25.000 Euro. Sie erwartet eine Mitfinanzierung sowohl der Ausstellung als auch des Katalogs durch den Antragsteller in Höhe von mindestens einem Viertel der Gesamtkosten. Deadline: 15. September 2016. Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Hügel 15, 45133 Essen oder Postfach 23 02 45, 45070 Essen, Tel.: 0201 1 88-48 05, E-Mail: kjk@krupp-stiftung.de, www.krupp-stiftung.de

Ausschreibungen

Künstler des Jahres

Die airleben-Gruppe sucht den Künstler des Jahres. Medien: Malerei, Grafik, Zeichnung, Foto und Plastik. Das Thema lautet „Lüftung bewegt“. 1.Preis: 1.000 Euro, 2. Preis: 500 Euro, 3. Preis: 150 Euro plus Warengutschein für Künstlerbedarf im Wert von 50 Euro. Deadline: 15. Oktober 2016. Infos und Kontakt: www.airleben.de.

Ausschreibungen

Kunstgeflecht-Preis

Der Kunstgeflecht-Preis des gleichnamigen Kunstvereins in Neukirchen-Seelscheid ist zum Thema „Brücke(n)“ ausgeschrieben. Der 1. Preis ist mit 500 Euro dotiert, außerdem gibt es zwei Ehrenpreise in Form eines Kunstwerks. Teilnehmerbeitrag: 12 Euro (dafür gibt es eine Gratis-Eintrittskarte zum Kölner Fest „Kunst als Brücke“ am 25.11. 2016). Deadline: 23. Oktober 2016. Infos und Kontakt: www.kunstgeflecht.de

Kulturpolitik

Berlin: Masterplan gegen Ateliernotstand

In Berlin vertritt das Netzwerk AbBA - Allianz bedrohter Berliner Atelierhäuser mehr als 15 Atelierhäuser mit über 500 Künstlern. Zusammen mit dem Atelierbeauftragten im Kulturwerk des BBK, Florian Schmidt, formulierte die Initiative soeben einen „Masterplan Art Studios 2020“. „Ziel des Masterplans ist die Schaffung von 2000 neuen bezahlbaren Ateliers bis 2020. Hierzu wird eine Reihe von Strategien und Instrumenten definiert.“ Zwar wird die neue Arbeitsraumförderung des Senats für Künstler ausdrücklich begrüßt, doch ausreichend sei dies nicht: es bedürfe weiterer „Mittelaufstockungen“.

Museen & Institutionen

Neuß: Drei Kapellen

Drei Kapellen, Kirkeby-Feld,  Entwurf: Per Kirkeby, 2002, Foto: Copyright Tomas Riehle/Arturimages

In Neuß liegt zwischen dem Museum Insel Hombroich und Raketenstation Hombroich dasa Kirkeky-Feld. Die Drei Kapellen, ein 2002 nach Plänen des dänischen Künstlers Per Kirkeby erbautes Ensemble begehbarer Backstein-Skulpturen, wurden dort jetzt neu eingerichtet. Eine der Kapellen ist dem Maler und Bildhauer Per Kirkeby gewidmet, eine weitere zeigt die Fotoinstallation Sonnenstand (1991) von Ursula Schulz-Dornburg und in der dritten werden mit der Ausstellung Bruno Goller und Positionen zeitgenössischer Künstler neue Einblicke in die Sammlung Kahmen möglich. Die Drei Kapellen sind ab dem 4. September 2016 jeweils am 1. Sonntag im Monat (außer Januar) von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Aktionen & Projekte

In den Klang hineingehen

Simon Rummel, Lautsprecher-Installation

Vom 2. bis zum 10. September 2016 präsentiert die Tiefgarage Ebertplatz Köln (in der unterirdishen Ebertplatzpassage zwischen Eigelstein und Neußer Str.) eine Installation des Komponisten und Klangkünstlers Simon Rummel. „In den Klang hineingehen“ besteht aus 15 Lautsprechern an Schnüren, "deren Tonhöhe durch eingebaute Klanggeneratoren individuell verstellt werden kann. Der Künstler lädt die Besucher ein, selbst auf den Raumklang einzugreifen, indem man an Potentiometern sowohl die Lautstärke als auch die Tonhöhe individuell verstellen kann." Anschließend bespielt vom 17. - 25. September 2016 Nils Petter Löfstedt  die Tiefgarare mit eibem Beitrag zur Internationalen Photoszene Köln. www.tiefgarage.org

Museen & Institutionen

Grasskamp und Haacke im MMK Frankfurt

Anlässlich der Ausstellung „Das imaginäre Museum. Werke aus dem Centre Pompidou, der Tate und dem MMK“, die am 10. und 11. September 2016 noch einmal zu einem „Großen Finale“ ins MMK Frankfurt einlädt, spricht der Kunsthistoriker mit Spezialgebiet Museumsgeschichte und Kulturpolitik, Walter Grasskamp mit dem Künstler Hans Haacke. "Wie kaum ein anderer stößt Hans Haacke seit mehr als fünf Dekaden immer wieder den öffentlichen Diskurs über die politische Dimension von Kunst an. Der in New York lebende, international renommierte Konzeptkünstler zeigt die Verquickung ökonomischer, politischer, sozialer sowie ökologischer Systeme auf und macht deren weitreichende gesellschaftspolitischen Auswirkungen sichtbar." Ort und Termin: Dienstag, 6. September 2016, 19 Uhr im MMK 1. Grasskamp und Haacke führten bereits 1881 in "Kunstforum international" Band 44 / 45 ein Gespräch miteinander. http://mmk-frankfurt.de

Aktionen & Projekte

Alexander Rodtschenko in Bochum

Alexander Rodtschenko, Porträt der Mutter, 1924

Alexander Michailowitsch Rodtschenko (1891-1956) zählt als Maler, Grafiker, Fotograf und Architekt zu den wichtigsten russischen Avantgarde-Künstlern in der Revolutionsepoche um 1917. Seine erste größere Arbeit war in jenem Revolutionsjahr 1917 die Mitwirkung an der Gestaltung des "Café Pittoresque" durch Tatlin und andere Künstler. In den folgenden Jahren beschäftigt er sich vor allem mit "linearen Kompositionen", gleichzeitig auch mit Typografie und Film sowie mit Projekten für das Theater. Unter dem Einfluss des Dadaismus wandte er sich 1924 verstärkt der Fotografie zu - von abstrakten Collagen gelangte er zu Fotomontagen und zu Fotografien, bei denen ungewöhnliche Perspektiven und extreme Auf- und Untersichten, aber auch abstrakt-grafische Monente sein Markenzeichen sind. Als Grafiker und Fotograf wird er in diesen beiden Metiers zu einem der wichtigsten Vertreter des russischen Konstruktivismus. Als sich in der Zeit des Stalinismus das kulturpolitische Klima ändert und die abstrakte Kunst in der Sowjetunion nun offiziell verpönt ist, wandte sich Rodtschenko der Reportagefotografie zu. Motive aus Sport, Zirkus und der Arbeitswelt bilden die inhaltlichen Schwerpunkte, bis Rodtschenko 1942 die Fotografie wieder aufgibt und sich fortan nur noch der Malerei widmet. In der Maschinenhalle Friedlicher Nachbar in Bochum ist nun ab dem 3. September 2016 eine Austellung mit 62 Fotoarbeiten zu sehen. Die Schwarz-weiß-Abzüge mit Motiven aus vielen gesellschaftlichen Bereichen, aus Sport, Zirkus und Arbeitswelt, Porträts von Künstlern, Architekturaufnahmen und Sachfotografien, aber auch berühmten Aufnahmen wie „Porträt der Mutter“ oder „Treppe“ stammen aus der Sammlung von Chup Friemert und werden zusammen mit dem bochum design e.V. präsentiert. Chup Friemert hält auch die Eröffnungsrede, zu hören ist eine neue Sequenza für Harfe solo von Xenia Narati. www.friedlicher-nachbar.de

Aktionen & Projekte

Goethe-Institut Damaskus | Im Exil

2012 musste das Goethe-Institut Damaskus aufgrund der Sicherheitslage geschlossen werden. Das 1955 gegründete Institut war über viele Jahre ein Ort des Zusammentreffens für Kulturschaffende, Studierende und Partner zwischen Deutschland und Syrien. Viele Menschen, die dem Goethe-Institut Damaskus verbunden waren, mussten das Land verlassen und leben nun im europäischen Exil. Aus diesem Anlass entsteht nun ein symbolischer Ort in Berlin als temporärer Raum für Kunst und Kultur, für Kooperation und Austausch syrischer Künstler in Berlin. Das „Goethe-Institut Damaskus | Im Exil“ widmet sich vom 20. Oktober bis zum 5. November 2016 mit einem vielseitigen Programm den „Themen Heimat, Flucht und Vertreibung und zeigt Möglichkeiten künstlerischen Schaffens im Berliner Exil auf.“ www.goethe.de

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Rudolf Goessl: das Frühwerk

Rudolf Goessl, 2016 Foto: Roland Unger, © Belvedere, Wien

Die kommende Ausstellung im Untergeschoss des Wiener 21er Hauses zeigt vom 7. September bis zum 30. Oktober 2016 das Frühwerk des österreichischen Malers Rudolf Goessl. Mitte der 1960er-Jahre inspirierte ihn eine Nordamerikareise zur Auseinandersetzung mit der amerikanischen Pop Art und der Farbfeldmalerei. 1969 schloss Goessl diese Phase ab und begann damit, eine eigene Formensprache zu entwickeln, die sich einer Art Trompe l’oeil- Effekts bedient."Zarte Rahmungen der Farbflächen erzeugen einen bühnenhaften Raum innerhalb des sonst gegenstandslosen Bildes. Die Bühnenhaftigkeit und Raumtiefe wich mit der Zeit einer flächigeren Malweise, die an die zarte Faltung seidener Tücher erinnert. Diese Reduktion führte er so lange weiter, bis jeder räumliche Anhaltspunkt in seinen Bildern verschwindet... Diese Ausstellung bietet einen Schnitt durch die Entwicklung Goessls in seinen bewegtesten Phasen, die die Wandelbarkeit und die Empfindsamkeit eines künstlerischen Einzelgängers festhält. Die Ausstellung ist vom 7. September bis 30. Oktober 2016 zu sehen." 21erhaus.at

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Jan Tichy: Installation in Osnabrück

Jan Tichy: 1391 (2007) Installationsansicht Digital Videoprojektion von der Decke (9 Minuten) mit den Maßen 220x180 cm 250 Gramm Papierobjekt, Klebeband, Tintenstahldruck 320x40 cm

Zum Lichtkonzept der Kunsthalle Osnabrück gehört seit dem Rückbau von 2014 der Verzicht auf künstliches Licht. Der Hauptausstellungsraum wird nur durch Tageslicht, das durch 15 Meter hohe Bleiglasfenster fällt, beleuchtet. "Wohlwissend, dass damit ein Eingriff in dieses Konzept geschieht, das den natürlichen Rhythmus von Leben und Gesellschaft unterstreicht, will Jan Tichy vom 18. November 2016 bis zum 8. Januar 2017 das ehemalige Kirchenschiff der Kunsthalle verdunkeln. Mittels einer vierfachen synchronisierten Projektion von weißem Licht entsteht eine neue Lichtraumerfahrung, die sich in ihrer Fülle und Multiperspektivität nur beim Durchschreiten des Kirchenschiffs in alle Richtungen erschließt. Mit einer Projektionslänge von bis zu 50 Metern entsteht hier eine der wohl größten Innenraum-Projektionen überhaupt.... Im Kreuzgang des ehemaligen Dominikanerklosters wird Tichy zudem eine Serie von Drucken in Kombination mit Videoarbeiten zeigen, im Innenhof darüber hinaus eine Neon-Installation , die die Fragen nach gesellschaftlichen Strukturen und Systemen, dem Verhältnis zwischen Individuum und Gruppe sowohl in einer strengen geometrischen Formensprache wie auch in sehr figürlichen Filmsequenzen reflektieren." www.kunsthalle.osnabrueck.de

Messen & Märkte

viennacontemporary

Abaseh Mirvali, Foto: Copyright und Courtesy Michael Donath

Vom 22. bis 25. September 2016 steht Wien im Zeichen der Kunstmesse viennacontemporary. Die Veranstaltung ist Österreichs größte internationale Kunstmesse mit 112 Galerien aus 28 Ländern. Ergänzt wird der Auftritt der Galerien durch Sonderpräsentationen: In der „ZONE 1“ sind junge Künstler aus Österreich zu finden. Eine neue Sektion „Solo Expanded“ stellt „Sonderpositionen“ internationaler Künstler vor, kuratiert von Abaseh Mirvali, die in Berlin und Mexiko Ciry arbeitet. Unter dem Label „Nordic Highlight“ sind diesmal ausgewählte Galerien aus Finnland, Dänemark und Schweden zu Gast. Außerdem gibt es noch eine Sonderausstellung „Focus: Ex-Jugoslawien und Albanien“ zu sehen. Ansonsten teilt sich der Hallenplan auf die Bereiche „Established“, „Young“ und „Reflections“ auf. Außerdem sind Begleitveranstaltungen wie Film- und Videokunst im Rahmen von Cinema sowie Gespräche und Diskussionen im Rahmen von Keys to Contemporary Art und dem Collectors Forum angekündigt. Die Wirtschaftskammer Wien setzt auch in diesem Jahr ihre Unterstützung der Kunst- und Galerienszene im Rahmen der viennacontemporary fort. Der „Galerienpreis der Wirtschaftskammer Wien 2016“ wird auf zwei Kategorien aufgeteilt, die jeweils mit 5.000 Euro dotiert sind: Der „Austrian Gallery Prize der Wirtschaftskammer Wien" ist für Aussteller aus Östereich rweserviert, ein zweiter Preis wird international vergeben. Veranstaltungsort ist die Marx Halle in der Karl-Farkas-Gasse 19. www.viennacontemporary.at

Preise

Goethe-Medaille

Akinbode Akinbiyi, Foto: Maik Schuck

Der nigerianische Fotograf Akinbode Akinbiyi, der Schriftsteller Juri Andruchowytsch aus der Ukraine und der georgische Museumsdirektor David Lordkipanidze wurden vom Präsident des Goethe-Instituts Klaus-Dieter Lehmann mit der Goethe-Medaille ausgezeichnet. Mit dem offiziellen Ehrenzeichen der Bundesrepublik ehrt das Goethe-Institut Personen, die sich mit besonderem Engagement um die Vermittlung der deutschen Sprache und den internationalen Kulturaustausch verdient gemacht haben. www.goethe.de

Biennalen

Lofoten-Festival

Lofoten Islands, Fotoquelle: Wikipedia/Jörg Hempel

Für das LIAF-Lofoten International Art Festival (1. Sept. bis 1. Okt. 2017) in Vågan auf den Lofoten-Inseln (Norwegen) wurden Heidi Ballet und Milena Hoegsberg als Kuratorinnen berufen. Seit 1999 fand die Biennale bislang achtmal statt, und an diesen früheren Festivals nahmen u.a. Lawrence Weiner, AK Dolven, Ken Lum, Olafur Eliasson, Mari Slaattelid, Elmgren & Drageseth, Pipilotti Rist und Elizabeth Price teil. Heidi Ballet arbeitet als freie Kuratorin in Berlin und Brüssel. Milena Hoegsberg ist Senior Curator am Henie Onstad Kunstsenter (HOK) in Oslo. Das Lofoten-Archipel im Nordatlantik umfasst etwa 80 Inseln nördlich des Polarkreises, denen der Golfstrom relativ mildes Klima beschert – im Sommer können die Temperaturen durchaus schon mal die 30 Gradmarke erreichen – doch der Klimawandel ist jetzt schon im Norden Norwegens deutlich spürbar: an manchen Orten werden z.B. für Touristen keine Gletscherwanderungen mehr angeboten. http://liaf.no

Ausschreibungen

Biennale-Pavillon: Kuratoren-Wettbewerb

Polen unterhält auf dem Biennale-Gelände von Venedig einen eigenen Pavillon. Für die 57. Biennale von Venedig (13. Mai bis 26. Nov. 2017) lobt das polnische Kulturministerium einen Kuratoren-Wettbewerb aus. Die Organisation er Austellungn dort obliegt der Zachęta – National Gallery of Art mit der Biennale-Kommissarin Hanna Wróblewska. Die Auswahl aus den Pojektvorschlägen des Kuratoren-Wettbewerbs trifft eine unabhängge Jury. Voraussetztungen sind ein Hochschulabschluss, gute Englischkenntnisse und Kenntnisse in Gegenwartskunst sowie kuratorische Erfahrung. Deadline für Einreichungen ist der 20. Sept. 2016. Kontakt: Zachęta – National Gallery of Art plac Małachowskiego 3 00-916 Warsaw, Polska/Poland, Stichwort “Biennale Sztuki 2017”. Nachfragen bei: Joanna Waśko, j.wasko@zacheta.art.pl

Museen & Institutionen

Museum Ludwig Köln: Jubiläumsvernissage

Vernissagenabend im Museum Ludwig Köln, v.l.n.r.: Siglinde Kallnbach (Künstlerin), Guerilla Girl, Linde Rohr-Bongard (Kunstjournalistin, „Kunst Kompass“), Foto: Raap

1968 kam die Sammlung Ludwig von Aachen nach Köln, wurde zunächst als zeitgenössische Abteilung ans Wallraf-Richartz-Museum angegliedert und 1976 als eigenständiges Museum Ludwig Köln etabliert. In diesen Wochen feiert das Museum sein 40jähriges Bestehen (davon 30 Jahre in einem eigenen Gebäude am Dom). Zur Jubiläumsausstellung „Wir nennen es Ludwig“ (bis 8. Januar 2016) reisten u.a. die Guerilla Girls aus New York an – sie waren zusammen mit 25 anderen Künstlern eingeladen, neue Arbeiten für die Ausstellung zu entwickeln. Am Vernissagenabend führten die rumänischen Künstler Alexandra Pirici & Manuel Pelmuş eine Performance inmitten des Publikums auf. www.museum-ludwig.de

Preise

Lovis Corinth-Preis

Daniel Spoerri mit Fallenbild

Daniel Spoerri ist diesjähriger Träger des Lovis Corinth-Preises, der von der KünstlerGilde e.V. und dem Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg vergeben wird (10.000 Euro). Er erhält die Auszeichnung für sein künstlerisches Lebenswerk. Aus diesem Anlass zeigt das Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg eine Überblickausstellung vom 23. Oktober 2016 bis zum 26. Februar 2017. Daniel Spoerri entwickelte um 1961 das Prinzip des „Fallenbildes“. Indem er dem „Zufall eine Falle stellt“ und Gegenstände, wie sie in diesem Moment z.B. zufällig so auf einer Tischplatte nebeneinander stehen oder liegen, mit Klebstoff fixiert und die Tafel dann als Wandobjekt um 90 Grad kippt. Spoerri begründete in den 1960er Jahren auch die Eat Art mit Banketten, Ess-Aktionen und Objekten mit Lebensmitteln. In den 1970er Jahren entwickelte er das Prinzip des Musée sentimentale mit einer Gegenüberstellung von Exponaten der Hochkultur und banalen Alltagsobjekten, das heute in vielen Museen Teil der Ausstellungsdramaturgie ist. Mit Studenten der Kölner Werkschulen stellte er z.B. 1978 im Kölnischen Kunstverein die Bleistifte von Heinrich Böll und den Kardinalshut des Erzbischofs Josef Frings aus, im Rautenstrauch-Joest-Museum inszenierte sein Team für die Ausstellung „Rausch und Realität – die Drogen der Welt“ 1982 Alltagsräume des Konsums von Rauschmitteln wie die bürgerliche Kneipe zum Alkoholgenuss oder das Fixerklo, die Asservatenkammer des polizeilichen Rauschgiftdezernats und das Schaufenster eines Sex-Shops mit Aphrodisiaka. www.kunstforum.net

Aktionen & Projekte

Köln: Offene Ateliers

Alwin Lay, frisch ausgepackt (45 Blatt Fuji Crystal Archive Type DP II 9x13cm), 2016 (Ausschnitt)

Seit Jahren führen die Stadt Köln und der örtliche BBK-Verband "Offene Ateliers" durch. An drei Wochenenden können interessierte Besucher jeweils von Freitag bis Sonntag die Studios und Werkstätten von Malern, Bildhauern und Fotografen besuchen und hautnah erleben, wo und wie Künstler arbeiten. Den Auftakt machen am 2. Sept. 2016 die Ateliers in der Kölner Innenstadt, gefolgt an den beiden nächsten Wochenenden von den linksrheinischen und rechtsrheinischen Vororten. Mit von der Partie ist auch der Kölnische Kunstverein mit seinem Atelierprogramm. Es beteiligen sich vom 2. bis 4. Sept. 2016 die Künstler Albrecht Fuchs, Henning Fehr & Philipp Rühr, Selma Gültoprak, Erika Hock, Jan Hoeft, Stefanie Klingemann, Alwin Lay, Peter Miller, Ralph Schuster. Infos: www.offene-ateliers-koeln.de

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München: Drei Farben Schwarz

Édouard Manet, Le Déjeuner (Frühstück im Atelier), 1868. Leinwand, 118,3 x 154,0 cm © Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Neue Pinakothek, München (Ausschnitt)

"Schwarz, die unbunte Farbe, spielt in der Geschichte der Malerei eine überraschend wichtige Rolle. Schwarz ist Metapher, Kompositionsmittel und nicht zuletzt eine maltechnische Herausforderung. Schon früh dient das Schwarz in Gemälden zur Vertiefung dunkler Zonen; es führt zu den Schattenseiten des Lebens wie zu den Abgründen der Seele. In Bildnissen spiegelt schwarze Kleidung Moden und sozialen Status; so wird edles Schwarz ein Merkmal der spanischen Hoftracht. Mit der Emanzipation der Farbe im 19. Jahrhundert gewinnt dann auch Schwarz eine neue Bedeutung, erhält, pastos aufgetragen, einen materiellen Eigenwert - bis Max Beckmann oder Kazimir Malevich schließlich ganz davon absehen, die Farbe in den Dienst einer naturalistischen Darstellung zu stellen." Mit dem Schwerpunkt der Malerei im 19. Jh. widmet die Neue Pinakothek München vom 5. Oktober 2016 bis zum 9. Januar 2017 eine Ausstellung der Farbe "Schwarz". www.pinakothek.de

Kulturpolitik

Zoff in Berlin: Kunst oder Werbung?

Dom Browne, Fassadenmalerei, Copyright: Happy Go Lucky Hotel & Hostel

„Liebe und positive Energie“ soll das Kunstwerk vermitteln, das der Maler Dom Browne samt Schriftzug an der Fassade des Berliner Hotels und Hostels „Happy Go Lucky“ schuf. Die Hotelbetreiber wollen damit die „Unbeschwertheit und Sorglosigkeit“ visualisieren, die der Name ihres Hauses ausdrückt. Doch beim Bezirksamt Berin-Charlottenburg sieht man das anders und forderte die Hotelbetreiber zur Entfernung der Inschrift „Happy Go;Lucky Hearts“ auf – es handele sich dabei um einen „nicht genehmigten Werbeschriftzug“. Die Hoteliers fühlen sich „zensiert“ und ließen ihren Anwalt Einspruch gegen de Bescheid einlegen.

Museen & Institutionen

Multaka: Treffpunkt Museum

Die Führer des Projekts „Multaka: Treffpunkt Museum“ vor der Mschatta-Fassade im Museum für Islamische Kunst. © Staatliche Museen Berlin, Museum für Islamische Kunst

Das Projekt „Multaka: Treffpunkt Museum“ bildet syrische und irakische Geflüchtete zu Museumsführern fort, "damit diese Führungen in Arabisch für Geflüchtete anbieten können. Es stößt bei allen Beteiligten auf begeisterte Resonanz und die Anzahl der Führungen musste wegen der sehr hohen Nachfrage bereits verdoppelt werden. Denn anstatt der anvisierten 20 Geflüchteten kommen zwischen 70 bis 90 Personen pro Führung. In diesem Jahr haben die Guides bereits über 3.500 Geflüchtete durch vier Berliner Museen geführt." Die Initiative "Betterpace" führt zur Fortsetzung des Projekts derzeit eine Spendenaktion durch. www.zusammen-fuer-fluechtlinge.de/projects/39889

Aktionen & Projekte

Symposion und Ausstellung über Humanität

Ursula Mayer, Atom Spirit, 2016 (In production, sketch material) © The Artist

Das „THE NEW HUMAN“-Symposion am 30. August 2016 des Moderna Museet Stockholm und der Universität Malmö geht der Frage nach, „was es wirklich heißt, human zu sein“. Referenten sind Patricia MacCormack, Sverre Raffnsøe und Susan Kozel. Zu diesem Symposion hat im Modernat Museet auch Usula Mayers neuer Film „Atom Spirit“ Premiere. Die gleichnamige Film- und Videoaustellung "The New Human" im Moderna Museet dauert noch bis zum 5. März 2017. www.modernamuseet.se

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Köln: Mondäne Bildwelten

Karl Schenker, Damenbildnis, um 1920, Museum Ludwig. Foto: Rheinisches Bildarchiv (Ausschnitt)

Der Fotograf Karl Schenker (1886–1954) hatte zu Lebzeiten den Ruf eines „geborenen Bildners eleganter Gestalten“; spezialisiert war er auf Frauenporträts. Vom 10. September bis zum 30. Dezember 2016 bietet das Kölner Museum Ludwig einen Überblick über den Society-Fotografen der 1920er Jahre: „Wer Rang und Namen hatte, ließ sich von ihm in seinem Berliner Atelier am Kurfürstendamm porträtieren, denn bei keinem war man so schön, keiner konnte so meisterhaft retuschieren wie er. Schauspielerinnen, Tänzerinnen und Damen der Gesellschaft umhüllte er mit Tüll und Pelzen bevor er sie ablichtete – oder malte den Pelz erst hinterher ins Bild... Schenkers Bilder halten uns die Anfänge einer Lust am Image, an der bildnerischen Verschönerung vor Augen. Auf die Spitze treibt er dies in einer Fotoserie von selbstentworfenen und bekleideten Schaufensterpuppen....“ www.museum-ludwig.de

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Sven Drühl: Simulationen

Sven Drühl, Werkbeispiel (Ausschnitt)

Am 9. September 2016 eröffnet das Berliner Haus am Waldsee die Ausstellung SVEN DRÜHL - SIMULATIONEN. LANDSCHAFT JENSEITS DER WIRKLICHKEIT und nimmt damit an der diesjährigen Berlin Art Week teil. "Seit gut fünfzehn Jahren setzt Sven Drühl (*1968) in seiner Malerei gezielt Strategien des Samplings, Mixens und Neuverwertens ein. Mit seiner flächig-abstrahierten Maltechnik übersetzt er Zitate von Caspar David Friedrich, André Derain, Edward Theodore Compton, aus japanischen Holzschnitten der 1920er Jahre, Fotografien von Alfred Renger Patsch, Sebastiano Salgado und Wolfgang Tillmans sowie aus digitaler Computergraphik in Bilder über Bilder. Er schafft damit eine komplett durchkonstruierte Welt der Künstlichkeit, die das virale, simultane und simulierte Potenzial unserer digitalisierten Gegenwart nutzt und sie ohne falsche Romantik spiegelt. Es entsteht ein eigener Realismus, der das tausendfach vervielfältigte Vorbild interpretiert und in ein einzigartiges Gemälde voller handwerklicher Raffinesse herunterbricht." Laufzeit: bis 6. November 2016. www.hausamwaldsee.de

Aktionen & Projekte

Oberhausen: ACTOPOLIS

(vorne, v.l.n.r.): Peter Carp (Intendant Theater Oberhausen), Katja Aßmann (Künstlerische Leitung, Urbane Künste Ruhr) und Lukas Crepaz (Geschäftsführer Kultur Ruhr GmbH). Im Hintergrund: Mitglieder des Künstlerkollektivs geheimagentur, KuratorInnen des zehntägigen Stadtfestivals in Oberhausen und Gründer der neuen Stadt. Foto: © Edi Szekely/Urbane Künste Ruhr 2016

Urbane Künste Ruhr und das Goethe-Institut gastieren vom 1. bis 11. September 2016 in Oberhausen mit dem Projekt "ACTOPOLIS - wir bauen eine neue Stadt". Mit dem Theater Oberhausen als Kooperationspartner vor Ort realisiert das Künstlerkollektiv geheimagentur als "Bauherr" eine "Reihe von künstlerischen Interventionen". Die Künstler begreifen ihr Projekt als ein "internationales Testfeld für Fragen nach der Zukunft des städtischen Lebens". "Wo einst eingekauft wurde, sollen in einem Schrebergarten gemeinsam gegrillt, Werkzeuge für zukünftige Probleme ersonnen, Monstersafaris gestartet und auf einem stillgelegten Bahngleis den „Gutehoffnungsgeistern“ gelauscht werden. Außerdem stellt ein Kaugummimuseum archäologische Fundstücke aus der Jetztzeit aus." Im Oberhausener Bahnhof richtet die geheimagentur dafür ein eigenes "Stadtzentrum" ein, als "Anlaufstelle und Ort des Austausches" für die Oberhausener: "Hier gibt es alle relevanten Informationen zur neuen Stadt. Hier findet ein Programm aus Workshops, Partys, Performances und Präsentationen statt. Zudem kann man hier Tischtennis spielen und den Drink des Tages verkosten." www.actopolis.net

Aktionen & Projekte

Berlin: Radical Peace

Mathilde ter Heijne: Blood, Sweat and Tears, 2016, Videostill. (c) Mathilde ter Heijne

Eine" situierte Versammlung in der Berliner Galerie im Körnerpark" ist für den 1. und 4. Sept. 2016 unter dem Titel "Radical Peace Bridging the Empathy Gap" angekündigt. Anlässlich der Finissage zur Ausstellung von Mathilde ter Heijne, Blood Sweat and Tears in der Galerie im Körnerpark finden an diesen beiden Tagen  Diskussionsveranstaltungen und Performances zum Thema Konfliktlösung statt. Am 1. Sept. 2916 gibt es Keynote-Vorträge von Ewa Majewska, Olga Lewicka, und Katia Krupennikova Gefolgt von einer Diskussion zwischen den Sprecherinnen und Mathilde ter Heijne. Am 4. Sept. 20916 steht eine Performance-Reige auf dem Programm. www.kultur-neukoelln.de

Hochschulen

Leipzig: Borders of the gesture

Christina Werner, „Unsere Freiheit / Our Freedom“, Videostill,16:9, 1min 15 sek, Loop, 2015/2016

Die HGB Leipzig zeigt vom 10. bis zjm 20. Sept. 2016 die Ausstellung „Borders of the gesture“. Dabei geht es um „gesellschaftliche, politische und künstlerische Gesten vor dem Hintergrund der auf allen Ebenen – von Brüssel bis zu privaten Haushalten oder sozialen Netzwerken – diskutierten Realität, die mit Flucht, Migration, einem sich verändernden Gesellschaftsbild verbunden ist, und thematisiert polarisierte Haltungen dieser gegenüber. Kritische Umbruchsmomente zwischen dem geschützten und gefährlichen Raum werden im Rahmen der Ausstellung aus der künstlerischen Perspektive behandelt, sowohl in Bezug auf das zeitgenössische Geschehen, auf Populismen und Symbolpolitiken der Gegenwart als auch im universellen, kulturellen Sinn. Indessen stellt auch der ästhetische, künstlerische Ausdruck des Willkommens oder des Protests kein ungebrochenes Ideal dar: Wenn Handlung auf die bloße Geste verschoben wird, wird sie zum politischen Kompensat.“ Künstlerliste: Lőrinc Borsos, Karolina Breguła, Yvon Chabrowski, Andreas Fogarasi, Armine Hovhannisyan, Hovnan Kartashyan, Susanne Keichel, Dan Perjovschi, Fides Schopp sowie Christina Werner. www.hgb-leipzig.de

Preview

Wiesbaden: Follow Fluxus-Austellung

Adriana Lara in ihrem Atelier in Wiesbaden, Foto: Copyright Nassauishcer Kunstverein Wiesbaden

Adriana Lara ist derzeitige Stipendiatin "Follow Fluxus -Fluxus und die Folgen". Das Stipendium wird von der Landeshauptstadt Wiesbaden und dem Nassauischen Kunstverein Wiesbaden vergeben. Dort im Kunstverein zeigt sie ihre Ausstellung "The product and The Post-product" in zwei Teilen, und zwar vom 3. September bis zum 9. Oktober 2016 und dann vom 5. November 2016 bis zum 8. Mai 2017. "Sie zeigt zunächst eine Neufassung der von ihr 2015 kuratierten Kopenhagener Gruppenausstellung The Product. Dabei vereint sie unter dem Gesichtspunkt des Produktes internationale zeitgenössische Positionen. In einem zweiten Teil werden...  unter gleichem Titel ausschließlich eigene, in Wiesbaden entstandene Arbeiten zu sehen sein. Spielerisch-konzeptionell untersucht die documenta13-Teilnehmerin die Instabilität von Bedeutung und analysiert, wie Strukturen, Stile, Inhalte und Formen sich gegenseitig durchmischen, spiegeln und auflösen. Sie reflektiert mit Humor und Präzision Ordnungssysteme und Machtstrukturen, die sie in formalästhetische, abstrakte Zeichensysteme übersetzt." www.kunstverein-wiesbaden.de

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