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Biennalen

MHK-Biennale Halberstadt

Herrenhaus des Buchardiklosters Halberstadt, Sitz der John Cage-Orgelstiftung

Dr. Peter Funken kuratiert die MHK-Biennale Halberstadt, die dort vom 26. August bis zum 30. September 2016 ausgerichtet wird. Unter dem Motto „Was wird sein?“ findet sie dort während des Monats der Kunst mit 12 eingeladenen Künstlern statt. „John Cage steht mit auf der Liste, denn seine Orgelmusik 'Organ2/ASLSP' (zu spielen für 639 Jahre!) in der St. Burchardi Kirche Halberstadt gab Anstoß für Idee und Titel der II. Biennale. Es geht um Zukünfte, die stets im heute beginnen.“ Künstlerliste: Alexander Kluge, Juliane Duda, Erich Reusch Gerd Rohling, Lisa Tiemann, Peter Pilz (zeigt Silvia Lorenz), Peter Puype, Mariana Vassileva, Georg Zey, Roland Eckelt und Tobias Hauser. Sie zeigen ihre Arbeiten im Herrenhaus bei St. Burchardi, in der Mendelssohn Akademie, im Wasserturm und in der Halberstädter Innenstadt sowie in der Feininger Galerie Quedlinburg. www.mkh-biennale.de

Kulturpolitik

Jahrestagung über Medien in der Bildung

Die Jahrestagung der Gesellschaft für Medien in der Wissenschaft ist für den 29. August bis 1. September 2016 in Innsbruck angekündigt. Thema: „Digitale Medien – Zusammenarbeit in der Bildung“. Die Zusammenarbeit beim Lehren und Lernen findet mit digitalen Medien auf verschiedenen Ebenen statt, sowohl unter den Studenten als auch in der Kommunikation von Dozenten mit Bildungseinrichtungen, oder auch zwischen den Hochschulen. Diese und andere Formen der Kolloboration stehen im Mittelpunkt der Tagung. www.gmw2016.at/

Hochschulen

Kunsthochschule Kassel: Erweiterungsbau

Kunsthochschule Kassel, Nordbau von Paul Friedrich Posenenske, Fotoquelle: Wikipedia/

Die Gebäudesubstanz der Kunsthochschule Kassel am Rande der Fulda-Aue stammt aus den 1960er Jahren. Der Hochschulbetrieb galt schon 30 Jahre später als erweiterungssbedürftig, und der Architekt Paul Friedrich Posenenske (1919-2004) entwarf bereits in den 1990er Jahren einen Anbau, der aber aus Kostengründen nicht realisiert wurde (von ihm stammt der 1969 eingeweihte Nordflügel des Hochschultrakts). Erst jetzt können Posenenskes Pläne im Rahmen eines umfangreichen Sanierungsprogramms angegangen werden: neben der energetischen und bautechnischen Sanierung sieht das Programm auch die Erweiterung der Ausstellungsfläche auf der Grundlage von Plänen Posenenskes vor. Der Anbau kostet 4,6 Mill. Euro. Die Sanierung und Erweiterung der Hochschule soll bis 2018 abgeschlossen sein.

Museen & Institutionen

Museen Heerse: Erweiterungsbau

Museen Heerse – St. Hubertus Helga-Hallen

Die Vereinigten Museen im Wasserschloss Heerse in Bad Driburg-Neuenheerse haben einen Erweiterungsbau in Betrieb genommen. Das neue Gebäude liegt im Schlosspark und heißt „St. Hubertus Helga-Hallen“; Namenspatronin ist die Stifterin Helga Schröder, die zusammen mit ihrem Gatten Manfred O. Schröder ausschließlich aus privaten Mitteln das Projekt ermöglicht hat. Im Obergeschoss ist nun die Asien-Abteilung des Museums untergebracht; das Erdgeschoss dient für Wechselausstellungen. Die Eröffnungsausstellung „Fleisch – Jäger, Fischer und Fallensteller in der Steinzeit“ ist bis zum 4. September 2016 zugänglich. Das Wasserschloss beherbergt fünf Museen mit einem Sammlungsbestand von insgesamt 20.000 Exponaten. www.wasserschloss-neuenheerse.com

Museen & Institutionen

Schwerin: Erweiterungsbau eingeweiht

Staatl. Museum Schwerin

Aus Platzgründen verblieb die Sammlung der Moderne zumeist im Depot, jetzt aber hat das Staatl. Museum Schwerin einen Erweiterungsbau bekommen: Museumsdirektor Dirk Blübaum freut sich, im Neubau eine Galerie der Alten und Neuen Meister mit 800 qm in Betrieb nehmen zu können. Insgesamt stehen nun 1.500 qm zur Verfügung, um die Sammlung mit Kunst vom 17. bis zum 21. Jh. angemessen zu präsentieren. In der Politik wurde 20 Jahre lang über das Bauprojekt gestritten – immer wieder gab es Probleme mit dem Denkmalschutz. In einem Interview mit dem NDR erläuterte Blübaum den Sammlungsschwerpunkt: „Wir haben mit Duchamp und den Konzeptkünstlern nicht gerade das, was in vielen anderen Häusern zu sehen ist. Wir haben eine große Sammlung zur Kunst aus der DDR. Das sind wichtige Sammlungsbestandteile, die uns etwa von Hamburg und Berlin unterscheiden....“ www.museum-schwerin.de

Museen & Institutionen

Köln: Pannenmuseum

Rautenstrauch-Joest-Museum Köln, Foto: Raap

„Der Kulturkomplex am Neumarkt gilt wahlweise als Pannenmuseum oder als Technikruine“ hämte die „Kölnische Rundschau“ über die teils eklatanten Baumängel am 2010 eröffneten Rautenstrauch-Joest-Museum. Jetzt musste das Museum sogar für mindestens einen Monat geschlossen werden, auf jeden Fall schon mal bis zum 31. Juli 2016. Ein Gutachter stellte nämlich gravierende Mängel an der Entrauchungsanlage fest; mehrere Module seien fehlerhaft und müssen ausgetauscht werden. Die beteiligten Baufirmen, die sich zu einer Arbeitsgemeinschaft („Arge“) zusammen geschlossen haben, schieben der Stadt Köln den „Schwarzen Peter“ zu – sie habe eine vernünftige Wartung der Anlage vernachlässigt. Man laste diesen Mangel doch gar nicht der „Arge“ an, erwiderte man im Kulturdezernat daraufhin eher kleinlaut. Wegen anderer Mängelrügen prozessiert die Stadt Köln allerdings gegen die „Arge“ in zehn Klagen und 27 Beweisverfahren; es geht um einen Streitwert von insgesamt 22 Mill. Euro. Denn von Anfang an gab es beim Museumskomplex Baupannen: mal wurden Fenster falsch eingebaut, mal Klinker falsch verfugt. Die Brandmeldeanlage fiel 2013 schon einmal aus, und auch damals wurde das Museum für zehn Tage geschlossen. Dann leckte die Sprinkleranlage. Deswegen ist die Abteilung „Rituale“ in dritten Stock bis heute geschlossen. Die Mängelliste ist aber laut „Kölnische Rundschau“ noch viel länger: „Für den Glasübergang zwischen den Museen fehlte auch drei Jahre nach Eröffnung der Nachweis der Standfestigkeit. Im Foto-Archiv hatte zudem ein Wasserschaden für Schimmelbildung gesorgt. Die Beseitigung läuft immer noch“. Die Einwohner der Domstadt nehmen indes die Häufung solcher Baupannen mit Gelassenheit hin, wie die „ZEIT“ zu berichten weiß, denn wo der Berliner sich über Schlamperei aufrege, vermute der Kölner eher Metaphysisches: „Der Kölner nimmt die Dinge halt, wie sie sind, nicht, wie sein sollen. Dabei lässt er ausreichend Raum für das Unerklärliche.“

Ausschreibungen

Taipeh-Stipendium

Das Kulturreferat der Landeshauptstadt München, das Apartment der Kunst (München), das Goethe Institut Taipei und die Taipei Culture Foundation (Taipei Artist Village) bieten für einen Künstler aus München oder eine Münchner Künstlerin eine zweimonatige Residenz in Taipei (Taipei Artist Village und Taipei Treasure Hill) an. Bewerben können sich professionelle bildende Künstler/innen aus München und dem Münchner S-Bahnbereich bis zum 30. Sept. 2016. Infos und Kontakt: www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Kulturreferat/Internationales/Ausschreibung.html

Preise

Eliguis-Schmuck-Preis

Lena Grabher und Landesrat Dr. Heinrich Schellhorn, Foto: Copyright LMZ/Franz Neumayr

Lena Grabher bekam den Eligius-Schmuck-Preis für Körperschmuck und Schmuckobjekte des Landes Salzburg überreicht (7.000 Euro). Sie studierte in Wien, Florenz und New York, wo sie ihre Ausbildung 2915 abschloss. Eine Auswahl aus den Wettbewerbsteilnehmern stellt derzeit bis zum 23. Juli 2016 in der Salzburger Galerie im Traklhaus und vom 7. bis zum 25. September im Museum für Angewandte Kunst in Wien aus.

Preise

Dorothea von Stetten-Preis

Taocheng Wang, Foto: privat

Taocheng Wang wurde mit den Bonner Dorothea von Stetten-Kunstpreis ausgezeichnet (10.000 Euro). Der Wettbewerb richtet sich an europäische Nachwuchskünstler, die jünger als 36 Jahre sind. Alle zwei Jahre liegt der Schwerpunkt auf einem europäischen Land, diesmal sind es die Niederlande. Die Ausstellung „Dorothea von Stetten-Kunstpreis 2016 – Junge Kunst aus den Niederlanden“ läuft bis zum 25. September 2016 im Kunstmuseum Bonn. Taocheng Wang studierte in Frankfurt und in Amsterdam; sie lebt heute in Amsterdam und eröffnete im Bonner Kunstmuseum als Installation einen Massage-Salon.

Preise

Peter C. Ruppert-Preis

Hans Jörg Glattfelder, Der Grenzgänger, 1986/87 (Ausschnitt)

Hans Jörg Glattfelder ist aktueller Träger des Peter C. Ruppert für Konkrete Kunst in Europa-Preises (15.000 Euro). In der Begründung heißt es, er „betone die Bedeutung des wissenschaftlichen Denkens und greife für seine Malerei auf Theorien der Mathematik zurück.“

Ausschreibungen

Franz Hecker-Stipendium

Um das Franz Hecker-Stipendium kann man sich bis zum 30. September 2016 bewerben. Auslober ist die Kreissparkasse Bersenbrück. Techniken: Malerei, Grafik, Fotografie, Bildhauerei. Altersgrenze: 35 Jahre, Wohnsitz in Deutschland. Für das dreimonatige Stipendium im Stift Börstel werden insgesamt 7.500 Euro zur Verfügung gestellt. Infos und Kontakt unter info@ksk-bersenbrueck.de

Ausschreibungen

Dresdner Künstlermesse

Künstler mit Dresden-Bezug können sich bis zum 16. August 2016 zur Dresdner Künstlermesse anmelden. Sie findet vom 6.-8. Januar 2017 parallel zur Design- und Lebensartmesse „room + style“ statt. BBK-Mitglieder zahlen 130 Euro, Gäste 235 Euro für einen Stand mit 8 qm Hängefläche. Infos und Kontakt unter www.kuenstlermesse-dresden.de.

Aktionen & Projekte

Schubberstücke

Matthias Schamp, Schubberstück

Das Berühren von Exponaten in Museen ist gemeinhin streng verboten; nur in Ausnahmefällen dürfen Blinde Skulpturen ertasten. Bilder bloß anzuschauen findet der Bochumer Künstler Matthias Schamp allerdings „manchmal öde“, und so plädiert er dafür, sich mit einer Art Bürstenmassage durch die Ausstellung bewegen zu dürfen: „Eine viel innigere Beziehung geht man doch ein, wenn man sich mit dem Rücken kräftig daran scheuert“. Für diesen Zweck hat er „Schubberstücke“ aus Bürsten, Besen, Bast und anderen Materialien entworfen, deren weiche Borsten oder Noppen „ein möglichst angenehmes und vielseitiges Schubbern ermöglichen.“ Bis zum 13. August stellt Matthias Schamp seine Kreationen im Rahmen der Ausstellung „Erschöpfung, Einsamkeit, Sinnfrage“ vor, die Necmi Sönmez für den Düsseldorfer Kunstraum „SPAM Contemporary“ kuratiert. www.der-schamp.de

Aktionen & Projekte

Berlin: Architektonisches Malbuch

FUNDAMENTAL.BERLIN, „Blank State“, Illustration zur Ankündigung (Ausschnitt)

Der BDA-Bund Deutscher Architekten-Landesverband Berlin unterhält einen Galerieraum in der Berliner Mommsenstraße 64. Zusammen mit „FUNDAMENTAL.BERLIN“ (Gunnar Rönsch und Stephen K Molloy) lädt die BDA-Galerie in diesen Wochen die Besucher ein, das „erste archietktonische Malbuch“ auszufüllen und dabei „eine unfertige Stadt an den Wänden mit Farbe zu versehen. Finissage: 8. September 2016, 18-20 Uhr. www.blog.bda-berlin.de/2016/06/28/2d3d-3-die-bda-galerie-zeigt-fundamental-berlin/#respond

Museen & Institutionen

Wiener Farbholzschnitte

Ludwig Heinrich Jungnickel, Drei blaue Ara, 1909, Farbholzschnitt auf Japanpapier, Copyright: Albertimna Wien.

Die Ausstellung „Kunst für alle. Der Farbholzschnitt in Wien um 1900“ läuft bis zum 3. Oktober. 2016 in der Frankfurter Schirn Kunsthalle. Diese Technik hatte vor allem in Japan am Ende des 19. Jh. eine erneute Zeithlhe erreicht; japansiche Farbholzschnitte beeinflussten die Stilistik bei Vincent van Gogh und um 1900 dann auch bei den Künstlern der Wiener Secession. Die deutliche Betonung der Konturen, die flächig-grafische Darstellung und die Farbgebung in diesem Japonismus findet im Zeitraum 1900 bis 1914 einen formalstilistischen Widerhall in der Grafik von Jugendstil/Art Nouveau, aber auch bei manchen Expressionisten. Die Ausstellung mit rund 240 Arbeiten trägt den Titel "Kunst für alle", denn der Farbholzschnitt öffnete "mit erschwinglichen Preisen auch für Origi­nal­dru­cke den vormals elitä­ren Kunst­han­del einem brei­ten Publi­kum und entfachte inner­halb der gesell­schafts­re­for­me­ri­schen „Kunst-für-Alle“-Bewe­gung eine lebhafte Diskus­sion über Authen­ti­zi­tät und Origi­na­li­tät einer­seits sowie über ein Kunst­schaf­fen jenseits des soge­nann­ten „Elfen­bein­turms“ ande­rer­seits..." www.schirn.de

Ausschreibungen

Bauhaus-Residenz

Bauhaus-Meisterhäuser in Dessau

Eine Bauhaus Residenz im Jahr 2017 lobt die Stiftung Bauhaus Dessau für die Meisterhäuser (Doppelhaus Muche/Schlemmer) aus. Angesprochen sind junge Künstler mit übergreifenden Bezügen zu allen Bauhaus-Disziplinen und heute wichtigen künstlerische Bereichen Malerei, Produktdesign, Textilgestaltung, Musik, Performance, Architektur, Bühne, Fotografie. Die innerhalb der Residenzen entstehenden Arbeiten werden im Haus Gropius bis zum Bauhausjubiläum 2019 ausgestellt. Die Bewerbungsfrist endet am 5. September 2016. Infos: www.bauhaus-dessau.de/bewerbungsmodalitaeten.html

Preise

Kieler Kulturpreis 2016 für Ulrich Behl

Der in Kiel lebend Objektkünstler und Zeichner Ulrich Behl (76) hat den mit 10.000 Euro dotierten Kulturpreis 2016 der Landeshauptstadt Kiel erhalten. Behl, 1939 im pommerschen Arnswalde geboren, studierte 1961-1964 bei Kurt Schwerdtfeger in Alfed, 1967-1968 an der Werkkunstschule in Hannover bei Raimund Gierke und Rolf Hartung. Als ein Vertreter der Konkreten Kunst widmet er sich den Erscheinungen von Licht und Raum. 1995 war er der einzige deutsche Teilnehmer an der ARTELAGUNA während der Venedig-Biennale mit einer Installation schwimmender Edelstahlstelen. In Kiel bewegt sich seit 1990 sein "Schwimmobjekt" aus 27 Aluminium-Tetraedern auf dem "Kleinen Kiel", nachdem es der damalige Architekt und Kulturpreisträger Diethelm Hoffmann aus seinem Preisgeld finanziert hatte. Er wollte damit auch einen Bezug zu der kinetischen Edelstahl-Installation "Wind-Licht-Objekt" von Hermann Göpfert und Johannes Peter Hölzinger herstellen, die dort seit 1972 am Ufer vor der Kieler Fördesparkasse steht. 

Museen & Institutionen

Arthur Köpke-Werk: Eingriff von Besucherin

Neues Museum Nürnberg, Fotoquelle: Wikipedia/Hacklberry

Der Fluxus-Künstler Arthur Köpcke schuf ein Gesamtwerk als mixed-mediale Collage aus Literatur, Malerei, Objekt-, Konzept- und Aktionskunst. Einen besonderen Stellenwert nehmen dabei in den 1960er Jahren seine Rebus- und Rätselbilder ein. Ein solches Exponat mit dem Motiv einer Kreuzworträtselseite hängt auch im Neuen Museum Nürnberg. Es heißt „Insert words!“, und zum Ausfüllen der Kästchen mittels Einfügens von Wörtern (wie der Titel imperativ besagt) fühlte sich die 91jährige Besucherin Hannelore K. berufen, die kürzlich mit Kugelschreiber das Kreuzworträtsel komplettierte und sich anschließend völlig überrascht zeigte, dass dies dem Aufsichtspersonal missfiel und sogar die Polizei herbei gerufen wurde. Eine Restauratorin versuchte sofort, die noch frische Kugelschreibertinte von dem Werk mit einem Marktwert von 80.000 Euro zu entfernen. Der Leihgeber René Block sieht den Vorfall indes gelassen: der 74jährge Galerist und Ausstellungsmacher wünscht sich, „auch noch mit 91 Jahren ins Museum gehen zu können“. Zudem habe der Fall „etwas Gutes: Noch nie wurde so viel über Arthur Köpcke geschrieben.“ Allerdings stellte René Block auch klar: „Man ist dadurch kein Künstler, wenn man das Kreuzworträtsel ausfüllt, da man nichts weiterentwickelt. Die Besucherin hat Fluxus missverstanden.“

Ausschreibungen

Rheinischer Kunstpreis

Der Rheinische Kunstpreis ist mit 20.000 Euro dotiert. Bewerben können sich Künstler aus dem Gebiet des Landschaftsverbandes Rheinland und aus den Gebieten Kreis Ahrweiler, Landkreis Neuwied,  Kreis Altenkirchen (Westerwald), Landkreis Mayen-Koblenz, Stadt Koblenz, Westerwaldkreis, Rhein-Lahn-Kreis, Rhein-Hunsrück-Kreis oder  in der europäischen Partnerregion Kreis Boleslawiec (Polen) bewerben. Deadline: 30. September 2016. Rücksendung der Bewerbungsunterlagen erfolgt nur gegen Gebühr von 5 Euro. Bewerbungen per Post an: Rhein-Sieg-Kreis, Der Landrat, Kultur- und Sportamt, Kaiser-Wilhelm-Platz 1, 53721 Siegburg.

Ausschreibungen

Msgr. Otto Mauer-Preis

Zwischen dem 12. und 15. Oktober 2016 ist Abgabetermin für den Msgr. Otto Mauer-Preis. Preisgeld: 11.000 Euro. Bewerben können sich österreichische Künstler und italienische Künstler deutscher Sprache (aus Südtirol), die noch keine 40 Jahre alt sind. Die Arbeitsdokumentationen sind einzureichen bei: Otto Mauer Fonds, p. A. Otto Mauer Zentrum, Währinger Straße 2-4, 1090 Wien, www.otto-mauer-fonds.at/

Museen & Institutionen

Hildesheim: Ausstellung endet vorzeitig

Qing-Dynastie, 18. Jahrhundert Emaille auf Kupfer Bamboo House Hong Kong Art Collection, Inv.-Nr. 2014-9-2 © BBSC (Bamboo House Hong Kong Art Collection)

Eigentlich sollte die Ausstellung "Schätze für den Kaiser" im Hildesheimer Roemer- und Paelizaeus-Museum noch bis zum 8. Januar 2017 laufen. Viele der Exponate, die zwischen dem 14. und dem frühen 20. Jh. entstanden, wurden noch nie öffentlich gezeigt. Fast alle Werke satammen aus der kaiserlichen Manufaktur, darunter auch zwei Kupfer-Löwen, die früher einmal  der Opernsängerin Maria Callas gehörten. Prozent der kostbaren Ausstellungsstücke sind Leihgaben aus zwei Sammlungen in  Privatbesitz. Da im August 2016 die Neufassung des Kulturgutschutzgesetzes in Kraft tritt, zogen jedoch jetzt die Sammler ihre Leihgaben wieder ab - die Ausstellung schließt daher bereits am 25. Juli 2916. Museumsdirektorin Prof. Dr. Regine Schulz "zeigt sich betroffen, kann die Entscheidung der Sammler aber nachvollziehen: 'Selbstverständlich verstehen wir die Ängste unserer Leihgeber, die sich absichern und ihr Eigentum schützen wollen. Ihre Entscheidung haben sie sich nicht leicht gemacht und bedauern sie sehr...'" Jetzt muss die Museumsleitung schnellstens eine Ersatzlösung für die noch verbleibende Ausstellungsdauer finden. Die Gesetzesverschärfung soll den illegalen Kunsthandel unterbinden, doch viele Sammler fürchten eine Enteignung oder zumindest einen starken Wertverlust, wenn ihr Kunstbesitz zum nationalen Kulturgut erklärt und eine Ausfuhr untersagt wird. Für das Hildesheimer Museum ist damit auch der internationale Leihverkehr mit Partnermuseen im Ausland erheblich behindert. Auch sonst ist eine große Verunsicherung bei Museumsleuten und bei Privatsammlern spürbar. So hat z.B. ebenso die Münchener Sammlerin Ingvild Goetz kürzlich in einem Interview erklärt, sie erwäge, einige frühe Stücke aus ihrer Sammlung möglicherweise im Ausland zu deponieren. www.rpmuseum.de/

In eigener Sache

KUNSTFORUM digital: Band 241 in der App abrufbar!

Schon vor Erscheinen der Printausgabe (22. Juli) können Sie als Abonnent die neue Ausgabe als App im App-Store und im Google Play-Storekostenlos downloaden und lesen. Loggen Sie sich mit Kundennummer und Passwort ein. Auch wenn Sie das Kunstforum nicht abonniert haben, können Sie dort die digitale Ausgabe kaufen. Oder im Digitalabo: Erhalten Sie die Zugangsdaten mit denen Sie sich in der KUNSTFORUM App 4 Ausgaben imDigitalabonnement herunterladen können. Für IOS und Android.

Biennalen

Venedig: Länderpavillons

Deutscher Pavillon während der Eröffnung 2015, Foto: W. Träger

Hauptschauplatz der Biennale von Venedig (13.5. -26.11. 2017) sind die Giardini im Stadtteil Castello. Hier präsentieren 28 Länder ihre Künstler in eigenen Pavillons. Sie werden von Kuratoren eingeladen, die in den jeweiligen Ländern von den zuständigen Behörden oder Instituten ausgewählt werden. In Deutschland ist das Auswärtige Amt für die Berufung des Kurators zuständig, in der Schweiz seit 2012 die Stiftung Pro Helvetia. Der österreichische Kulturminister hat für 2017 Christa Steinle als Kommissarin bestellt; sie lässt Erwin Wurm und Brigitte Kowanz den Pavillon bespielen. Wendelien van Oldenborgh vertritt die Niederlande und Phyllida Barlow Großbritannien. Schottland unterhält einen eigenen Pavillon, für den Rachel Maclean ausgewählt wurde, ebenso wie Wales, wo der Künstler James Richards ausstellt. Jesse Jones wurde für den Pavillon Irlands eingeladen. Den Pavillon Australiens bestückt Tracey Moffatt mit ihren Arbeiten; Dänemark wird von der Künstlerin Kirstine Roepstorff präsentiert und Estland von Katja Novitskova. Das Nachbarland Litauen lässt Zilvinas Landzbergas anreisen. Finnland schickt Erkka Nissinen und Nathaniel Mellors in Rennen um den die Biennale-Auszeichnung mit dem Goldenen oder Silbernen Löwen für den besten Länderpavillon, und Frankreich tritt mit Xavier Veilhan an. Lisa Reihana vertritt Neuseeland, Cevdet Erek die Türkei, Geoffrey Farmer Kanada und Mark Bradford die USA.

Personalien

Peter Doig: Rechtsstreit um ein Bild

Peter Doig, Fotoquelle: Wikipedia/Credit: Brian McNeil

Robert Fletcher, Strafvollzugsbeamter in Kanada, streitet sich mit dem Maler Peter Doig um die Authentizität eines Bildes. Fletcher behauptet, er habe als Bewährungshelfer in den 1970er Jahren einen Gefängnisinsassen kennen gelernt, der dort wegen Drogenbesitzes einsaß. Der Häftling habe ein Bild gemalt, das Fletcher ihm damals abkaufte. Es sei mit „Pete Doige 76“ signiert, und Fletcher ist davon überzeugt, dass trotz der abweichenden Schreibweise des Nachnamens dieser Pete Doige (mit „e“ am Ende des Namens) mit dem heute weltberühmten Maler Peter Doig identisch sei. Dieser allerdings bestreitet, das Bild jemals gemalt zu haben: Doig, Jahrgang 1959, sei im Jahre 1976 erst siebzehn Jahre alt gewesen, und er hätte in Kanada auch niemals im Gefängnis gesessen und erst 1979 angefangen, auf Leinwand zu malen. Der Gemäldebesitzer Robert Fletcher und der Galerist Peter Bartlow haben den Maler Peter Doig daraufhin auf fünf Millionen Dollar Schadenersatz verklagt. Der Richter ordnete an, die Authentizität des Bildes müsse genau überprüft werden. Im Rahmen dieses Gerichtsverfahrens muss Peter Doig nun nachweisen, wo er sich 1976 tatsächlich aufgehalten hat.

Personalien

F.G. Gundlach 90 Jahre

F.C. Gundlach. Foto: Esther Haase.

F.C. Gundlach (vollständig Franz Christian Gundlach), Fotograf, wurde 90 Jahre alt. Er machte sich seit den 1950er Jahren einen Namen als Modefotograf und gründete für seine umfangreiche Sammlung im Jahr 2000 eine Stiftung, deren Zweck die Förderung von Kunst, Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Fotografie ist. Zu seinem Geburtstag zeigt die Berliner Galerie Contemporary Fine Arts bis zum 10. September 2016 die Ausstellung „90 Jahre – 90 Fotos“. Im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg werden anlässlich des Geburtstages ab dem 18. November 2016 parallel die zwei Ausstellungen "Peter Keetman: Gestaltete Welt − ein fotografisches Lebenswerk" und "The Concept of Lines: Richard Avedon, George Hoyningen-Huene, Irving Penn" gezeigt. Die beiden Ausstellungen stehen exemplarisch für drei große Arbeitsbereiche Gundlachs: das Kuratieren, Bewahren und Sammeln. Deichtorhallen-Intendant Dirk Luckow: "Als Gründungsdirektor des Hauses der Photographie in den Deichtorhallen und Initiator der Triennale der Photographie in Hamburg sind wir F.C. Gundlach besonders verbunden. Seine fotografische Sammlung und die Bibliothek F.C. Gundlach bilden den Grundstein für die Arbeit des Hauses der Photographie." www.deichtorhallen.de

Galerien & Auktionshäuser

Sammlung Bowie: Versteigerung

David Bowie, Fotoquelle: Wikipedia/Arthur from Westchester County north of NYC, USA

Sotheby's versteigert in London die Kunstsammlung des verstorbenen Musikers David Bowie. Sie umfasst rund 400 Werke von moderner und zeitgenössischer britischer Kunst, darunter u.a. Arbeiten von Henry Moore und Damien Hirst. www.sothebys.com

Museen & Institutionen

Graubner-Ausstellung

Gotthard Graubner (rechts) mit Galerist Hans Mayer, Foto: S. Kallnbach

Vom 15. Juli bis zum 3. Oktober 2016 zeigt das Neue Museum Nürnberg die Ausstellung „Gotthard Graubner. Chroma“. Mit rund 30 Werken aus vier Jahrzehnten - von 1960 bis 2000 - bietet die Schau ein umfassendes Panorama der Malerei dieses Künstlers, der seine Werke auf kissenartigen Bildträgern ab 1970 „Farbraumkörper“ nannte“. Diese Bilder sind mehrschichtig angelegt, wobei die Saugkraft des Untergrundes eine entscheidende Rolle spielte. www.nmn.de

Personalien

Rein Wolfs: Vertragsverlängerung

Rein Wolfs, Foto: Bon Goedewaagen

Rein Wolfs verlängerte seinen bis 2018 laufenden Vertrag als Leiter der Bonner Bundeskunsthalle vorzeitig bis 2023. Vereinbart wurde auch eine Option für eine weitere Verlängerung bis 2027. Nachdem die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn 2007 in die Krise geraten war und der Bundesrechnungshof ein Defizit von 6 Mill. Euro bei den Freiluftkonzerten rügte, das mit öffentlichen Mitteln ausgeglichen wurde und die „FAZ“damals vom „größten Museumsskandal seit Jahren“ schrieb, oblag es den Intendanten Robert Fleck und Rein Wolfs, das museale Flaggschiff der einstigen Bonner Republik ab 2008 wieder in ruhigeres Fahrwasser zu steuern. Neue Publikumsschichten zu erschließen ist zwar auch jetzt die wichtigste Aufgabe für Rein Wolf, und er unternimmt dies z.B. mit einer Karl Lagerfeld-Ausstellung und nicht wie einer seiner Vorgänger mit einem „Konzertzelt samt Beat und Bier, Dixieland und Dixi-Klos“ auf dem Museumsplatz, was die „FAZ“ seinerzeit als Verschandelung der Bonner Museumsmeile angeprangert hatte.

Personalien

Dortmunder U bekommt neuen Direktor

Edwin Jacobs, Foto: privat

Edwin Jacobs wird Anfang Januar 2017 Direktor des Kunstzentrums Dortmunder U. Derzeit ist er noch Generaldirektor des Centraal Museums in Utrecht (Niederlande). Zu seinen neuen Aufgaben in Dortmund gehört dann auch die Leitung des Museums Ostwall. Es heißt, Jacobs sei für den neuen Job bestens geeignet, da er den Ruf eines „Museumsreformers“ und Erfahrung sowohl mit der kaufmännischen als auch der künstlerischen Leitung von Museen habe. www.dortmunder-u.de

Aktionen & Projekte

Salzburg: The People's Cinema

The People's Cinema, Pressefoto

Zwei Pavillons im Großen Saal des Salzburger Kunstvereins und ein dritter Pavillon im Freien neben dem Künstlerhaus sind ab dem 22. Juli 2916 Schauplatz für künstlerische „Arbeiten, die sich mit Kino, Verlangen, Phantasie und Identität beschäftigen“. Die Ausstellung „The People's Cinema“ und ein gleichnamiges Filmprojekt stellen Künstler vor, „die mit dieser riesigen Materialmenge arbeiten und Kunstwerke produzieren, die sich der Traumwelt der bewegten Bilder bedienen. Dort, wo das Kino normalerweise Objekte und die Welt abbildet, können auch Objekte aus einem Film hervorgehen – oszillierend zwischen Vorstellung, Erinnerung, Begehren, Körperlichkeit und Kinoapparaturen. Dem Raum des Kinos und der Menge an Assoziationen, die es hervorruft, entspringen neue verlockende Bilder im Bannkreis von Empfindungen, die unsere Begierden anfachen und neue Begehrlichkeiten wecken“. Künstlerliste: Emily Wardill, Nora Schultz, Anja Ronacher, Margaret Salmon, Dina Danish, Marina Faust, Anna Witt, Rania Stephan, Hito Steyerl, Laure Prouvost, Sophie Nys, Ruth Ewan, Jennifer Higgie, Keren Cytter, Gabriel Abrantes, John Akomfrah, Roy Arden, Martin Arnold,Olga Chernysheva, Valie Export, Salomé Lamas, Valérie Jouve, Jelena Juresa, Maha Maamoun, Babette Mangolte, Shana Moulton Skip Arnold, Miroslaw Balka, Pierre Bismuth, Kent Chan, Jem Cohen, Ricardo Cuevas, Distruktur, Köken Ergun, Aurélien Froment, Ya-Wen Fu, José Fidel García Valenzuela, John Gerrard Manuel Graf, Andreas Greiner, Johan Grimonprez, Igor Grubić, C.T. Jasper, Sung Hwan Kim, Xue Mu, Falke Pisano, Jaanus Samma, Libby Scarlett, Iain Sinclair , Michael Snow, Corin Sworn sowie Peter Tscherkassky. www.salzburger-kunstverein.at

Hochschulen

Osnabrück: Henk Visch und seine Klasse

Installationsansicht, 2016 © Klasse Henk Visch

Im Osnabrücker Kunstraum hase29 begeben sich der niederländische Bildhauer Henk Visch und 21 Studenten aus seiner Klasser an der Kunstakademie Münster in einen fünftägigen Aktionsprozess. Vom 1. August bis zur Vernissage am 5. August 2916 entwickeln sie dort "eine Ausstellung mit Rauminstallationen, Fotografien, Zeichnungen, Malerei, Videoarbeiten und Performancekunst." Dieser Prozess der Konzeption und Dramaturgie einer Veranstaltung findet jedoch nicht hinter verschlossenen Türen statt, sondern "als öffentliche Aktion. Dabei gilt: Nicht allein die Künstler, auch der Zufall und das Publikum bestimmen das Werk. In der einwöchigen Produktionswoche erhalten daher insbesondere unvorhersehbare Reaktionen der Besucher einen breiten Raum. Im Vorfeld der Ausstellung können daher Interessierte (auch ohne Vorbildung) an allen fünf Werktagen (jeweils zwischen 14 und 18 Uhr) nicht nur miterleben, wie zufällig künstlerische Produktion sein kann, sondern auch selbst dem Zufall auf die Sprünge helfen. Das Publikum wird Teil des permanenten Veränderungsprozesses - in Zeit und Raum."

Hochschulen

Stuttgart:Rundgang-Preise

Rundgang-Preisträger 2016, Foto: Martin Lutz

Zum traditionellen "Rundgang" an der Kunstakademie Stuttgart wurden einzelne Studenten mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Der DAAD-Preis ging an Yongchul Kim, die seit 2014 in Stuttgart in der Malerei-Klasse von Cordula Güdemann immatrikuliert ist. Antonia Christl aus der Klasse von Professorin Birgit Brenner, Tanja Sabellek aus der Klasse von Professor Alexander Roob und Jonas Ried aus der Klasse von Prof. Mariella Mosler wurden im Bereich der Bildenden Kunst mit dem Akademiepreis bedacht, ebenso wie die Klasse von Prof. Peter Chevalier für ihre Gesamtpräsentation. Weitere Studenten erhielten Anerkennungen, andere Akademiepreise gingen noch an diverse Klassen für ihre Gsamtkonzepte und ebenfalls an Studenten aus dem Architektur-Bereich. Der Stöhrer-Preis, der in zweijährigem Turnus von der Walter-Stöhrer-Stiftung verliehen wird und mit 1.500 Euro dotiert ist, wurde der Absolventin Johanna Hutter zugesprochen. www.abk-stuttgart.de

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