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Preise

Kompassnadel

PROF. ALEXANDER KOCH, Fotoquelle: Deutsches Historisches Museum/Hoffotografen

Dr. Birgit Bosold, Vorstand des Schwulen Museums* in Berlin, und Prof. Dr. Alexander Koch, Präsident des Deutschen Historischen Museums, werden in diesem Jahr mit der Kompassnadel des Schwulen Netzwerks NRW und der Aidshilfe NRW ausgezeichnet. Die Ehrung würdigt sie als Verantwortliche Ausstellung „Homosexualität_en“. Die Auszeichnungen werden beim CSD-Empfang am 2. Juli 2016 im Kölner Gürzenich übergeben. Vom 13. Mai 2016 bis 4. September 2016 wird die Ausstellung „Homosexualität_en“ im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster zu sehen sein. www.schwulesmuseum.de

Preise

Ehrenhofpreis

ULRIKE SCHULZE beim Akademie-Rundgang 2016 vor ihrer Arbeit „hide and seek“, Foto: Georg Landsberg

Ulrike Schulze ist Preisträgerin des Düsseldorfer Ehrenhofpreises. Die Auszeichnung wurde in diesem Jahr erstmals vergeben und umfasst ein Gesamtvolumen von 20.000 Euro, bestehend aus 10.000 Euro Preisgeld, einer Einzelpräsentation im Museum Kunstpalast und einer Publikation. Gefördert werden Absolventen der Düsseldorfer Kunstakademie. Ulrike Schulze studierte seit 2008 an der Düsseldorfer Kunstakademie und schloss nun ihr Studium in der Klasse von Rebecca Warren ab. Parallel zum Akademie-Rundgang 2017 wird Ulrike Schulze im Museum Kunstpalast eine Einzelpräsentation mit neuen Arbeiten zeigen. www.smkp.de

Aktionen & Projekte

Kurzfilmtage Oberhausen

Vor dem Festivalkino Lichtburg Filmpalast in Oberhausen. @ Kurzfilmtage / Daniel Gasenzer

Die 62. Internationale Kurzfilmtage Oberhausen finden vom 5. bis zum 10. Mai 2016 statt. Das Themenprogramm hat den Schwerpunkt: „El pueblo – Auf der Suche nach dem neuen Lateinamerika“. Kurator ist der Filmwiassenschaftler Federico Windhausen, der rund 50 Arbeiten aus knapp 15 Ländern, darunter Argentinien, Brasilien, Chile, Ecuador, Mexiko, Paraguay, Peru und Puerto Rico zusammen gestellt hat. „El pueblo“ bedeutet wortwörtlich „Volk“, aber der Begriff „kann sich auf eine Region beziehen, eine Nation, das einfache Volk oder auch ein Dorf. In den 1960er und 70er Jahren nutzte der Neue Lateinamerikanische Film die Idee des 'el pueblo' zur Mobilisierung revolutionärer sozialpolitischer Veränderungen. Heute jedoch hat dieser weit verbreitete ideologische Schlachtruf ('Somos el pueblo' – 'Wir sind das Volk') längst seine Wirkungs- und Verheißungskraft verloren...“ Die ausgesuchten Filme „verlagern den Schwerpunkt weg von der großen Erzählung, ob nationalistisch oder pan-lateinamerikanisch, hin zu kleineren kollektiven Formen. Die Arbeiten werfen einen genauen Blick auf Verhalten, materielle Umstände und Umwelt politisch aufgeladener Mikroräume. Sie arbeiten mit Mehrdeutigkeit und elliptischen Strukturen, lassen Schlüsselereignisse oder –faktoren bewusst außerhalb des Bildrahmens und provozieren damit Fragen nach den historischen, politischen und kulturellen Kontexten des Gezeigten.“ www.kurzfilmtage.de

Aktionen & Projekte

Basis e.V., Frankfurt

Die Produktions- und Ausstellungsplattform basis e.v. fördert die Produktion und Rezeption von junger Gegenwartskunst in Frankfurt. Für bislang 50 junge Künstler konnte der gemeinnützige Verein ein Förderprogramm mit kostengünstigen Arbeitsräumen und Werkstätten sowie Vermittlungs- und Beratungsangeboten in der ersten Professionalisierungsphase durchführen. Das Veranstaltungs- und Ausstellungsprogramm stellt Positionen der Gegenwartskunst in thematischen Gruppenausstellungen und Einzelpräsentationen vor. Unlängst freuten sich die Initiatoren darüber, dass die Stadt Frankfurt das Gebäude in der Gutleutstraße angekauft hat und damit der Standort dort sowie an zwei weiteren Adressen für den Verein gesichert ist. www.basis-frankfurt.de

Ausschreibungen

VISIT Artist in Residence Programm

Die RWE Stiftung fördert mit ihrem VISIT Artist in Residence Programm junge Künstler, die in rund sechs Monaten ein Projekt entwickeln. Je nach Thema geschieht dies an den deutschen oder auch internationalen Standorten des Unternehmens. Ein Bezug zum Themenfeld Energie und seiner gesellschaftlicher Relevanz ist ausdrücklich gewünscht. Für die Bewerbung sind eine erste Ideenskizze, Arbeitsbeispiele (nicht älter als drei Jahre) sowie eine kurze Beschreibung der Motivation erforderlich. Deadline: 31. März 2016. Kontakt: RWE Stiftung für Energie und Gesellschaft gGmbH, Daniela Berglehn, Opernplatz 1, 45128 Essen, Tel.: +49 201 12 15505, E-Mail: Daniela.Berglehn@rwe.com

Ausschreibungen

Sparkassenpreis Karlsdorf-Neuhard

Am 30. März 2016 endet der Wettbewerb um den Sparkassenpreis des Kunstkreises Karlsdorf-Neuhard. Thema: „strich-Linie-Bogen“. Ausgelobt sind ein Hauptpreis von 500 Euro und ein Publikumspreis mit 200 Euro. Infos und Kontakt: Angela Wörner, Enzstr. 2 b, 76344 Leopoldshafen, E-Mail: angela-woerner@t-online.de.

Ausschreibungen

Skulpturenausstellung

Der Skulpturenpark der Stadt Mörfelden-Walldorf wird vom 7. August bis 11. September 2016 in der Parkanlage am Bürgerhaus Mörfelden eingerichtet. Am Ende der Ausstellung verleiht die Jury einen Preis mit dem Angebot einer Einzelausstellung in der „Kommunalen Galerie“. Für die Teilnehmer ist eine Antrittsprämie von ca. 400,- Euro vorgesehen. Bewerbungsunterlagen mit Vorschlägen für Werke mit einer Mindestgröße von 2 Metern bis 31. März 2016 an: Magistrat der Stadt Mörfelden-Walldorf -Sport- und Kulturamt-Postfach 1455, 64529 Mörfelden-Walldorf. Infos: 06105/938-206 (Frau Simone Strupp).

Hochschulen

Saarbrücken: Forschungs-GmbH gegründet

Im Saarland haben verschiedene Institutionen eine gemeinnützige Forschungs- und Weiterbildungs-GmbH namens „K 8 Institut“ gegründet. Beteiligt sind die Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBK), der Hochschule für Musik Saar (HfM), das Ministerium für Bildung und Kultur (MBK) sowie das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr (MWAEV). Alleiniger Gesellschafter ist die HBK Saar. „K8 setzt sich mit der Schlüsselrolle ästhetischer Praktiken in der digitalen Gesellschaft auseinander.“, heißt es dazu: „K8 bietet drei sich ergänzende Formen der Zusammenarbeit: Szenarioentwicklung zu den Dynamiken der gesellschaftlichen Innovation (Think Tank), individualisierte Weiterbildungsangebote und die Konzeption drittmittelfinanzierter Forschungsvorhaben. K8 möchte das theoretische und praktische Wissen der künstlerischen Hochschulen vor allem dazu nutzen, Möglichkeiten der Mitgestaltung innerhalb der digitalen Gesellschaft zu schaffen...“ Mit Blick auf die Vielfalt möglicher Zielgruppen setzt K8 vor allem auf praxisbasierte Formate der Entwicklung von Ideen, Projekten und Weiterbildungsangeboten. 2016 wird in einer Reihe von Forschungs- und Weiterbildungsvorhaben gemeinsam mit Kammern, kulturellen Organisationen und Unternehmen verfolgt, u.a. mit dem Schwerpunktthema “Visualisierung / Visuelle Medien”. www.hbksaar.de

Aktionen & Projekte

Moving Locations

ALEXANDER STEIG, Fernseher

In der Bonner Ermekeilkaserne existiert seit kurzem ein neuer Kunstort namens „Moving Locations”. Die beiden Initiatoren Christine Rühmann und Sjaak Beemsterboer hatten in Bonn die Aktion „Hotel Beethoven” mit temporärer Nutzung durchgeführt und den Raum für Neue Medien „plug_in” gegründet. Nun nutzen sie das leerstehende Hauptgebäude der Ermekeilkaserne für ortspezifisch angelegte Kunstprojekte. Soeben war dort die Videoinszenierung „Appell“ von Alexander Steig zu sehen, und ab April 2016 stellt der Hannoversche Zeichner und Malers Thomas Cena seine großformatigen Silberstift- und Kohlezeichnungen mit Motiven von „profaner Architektur und wildem Bewuchs“ dort aus. www.moving-locations.de

Ausschreibungen

Bildhauersymposium St. Blasien

Das Bildhauersymposium in der Innenstadt von St. Blasien ist für den Zeitraum 28. August bis 4. Septe,ber 2016 angekündigt. Bewerbungen mit Holzbildhauerei sind bis zum 30. März 2016 möglich. Die Jury wählt 15 Künstler aus. Sie bekommen 1.000 Euro Honorar plus Fahrtkostenzuschuss und Kost/Logis. Die Arbeiten gehen anschließend in das Eigentum der Stadt über. Infos und Kontaktdaten: www.holzbildhauersymposium.de

Museen & Institutionen

Schad-Museum geplant

CHRISTIAN SCHAD

Die Stadt Aschaffenburg will 2017 das weltweit erste und einzige Christian-Schad-Museum in Betrieb nehmen. Der Maler Christian Schad (1894-1982) war 1942 nach Aschaffenburg gezogen und lebte mit seiner Frau ab 1962 im benachbarten Keilberg. Sein Nachlass wird von einer Stiftung in Aschaffenburg verwaltet. Die Sammlung umfasst 3.000 Werke. Das Museum kostet 4,6 Millionen Euro wird das kosten, mehr als die Hälfte stellen als Fördermittel Bund, Länder und der Bezirk Unterfranken zur Verfügung.

Hochschulen

Die Kunst und das Öffentliche

SKULPTUR PROJEKTE MÜNSTER, Oberbürgermeister der Stadt Münster Markus Lewe, Direktor des LWL-Museums für Kunst und Kultur Dr. Hermann Arnhold, Projektleitung der Skulptur Projekte Imke Itzen, das Kuratorenteam der Skulptur Projekte 2017 mit Dr. Marianne Wagner, Prof. Kasper König, Britta Peters und LWL-Direktor Matthias Löb (v.l.n.r.), Foto: Hubertus Huvermann

In der weißensee kunsthochschule berlin findet vom 11. bis 12. Feb. 2016 eine Veranstaltung zum Thema "Die Kunst und das Öffentliche" statt. Die
Journalistin, freie Kuratorin und Initiatorin von urban drift Francesca Fergusan stellt ihr Projekt vor: "urban drift" ist, ein internationales kollaboratives Netzwerk für zeitgenössische urbane Praxis. Kasper König und Britta Peters referieren über Skulptur Projekte Münster als Langzeitstudie zum Selbstverständnis von Kunst im öffentlichen Raum: "Als 1977 die ersten Skulptur Projekte in Münster unter der Leitung von Klaus Bußmann und der Mitarbeit von Kasper König stattfanden, war nicht absehbar, dass sich daraus – wie in keinem anderen »Kunst im öffentlichen Raum«-Projekt – eine Langzeitstudie ergeben sollte, in der einzelne künstlerische Arbeiten über Jahrzehnte hinsichtlich ihrer Realisierung reflektiert und hinterfragt werden konnten. Skulptur Projekte Münster nahm und nimmt in dieser Rolle eine Pilotfunktion ein. Es stellt sich alle 10 Jahre seiner eigenen Geschichte. 2017 werden die nächsten Skulptur Projekte stattfinden. Das bietet die Gelegenheit, in der Projektgeschichte den Begriff von Kunst im öffentlichen Raum hinsichtlich seiner Akzeptanz und aber auch seines künstlerischen Widerstandspotentials zu diskutieren. Ebenso können Einsichten in die Planungen, Organisation und Thematik der kommenden Skulptur Projekte vorgestellt werden." Hedwig Fijen spricht über die "Manifesta – Europäische Biennale für zeitgenössische Kunst". 1996 fand die Manifesta zum ersten Mal in Rotterdam statt: "Wie gelingt es, die temporären Veranstaltungen mit den regionalen Besonderheiten zu verschränken und können Events wie die Manifesta zu nachhaltigen Strukturveränderungen beitragen?" www.kh-berlin.de/projekt-uebersicht/Project/overview/die-kunst-und-das-oeffentliche-1980/yes.html

Ausschreibungen

Atelier im Wedding

Die Direktion für Erziehung, Kultur und Sport schreibt die Nutzung ihres Künstlerateliers "im Wedding" in Berlin für die Zeitspanne vom 1. Januar 2017 bis zum 30. Juni 2017 aus. Der Wettbewerb richtet sich an professionelle Künstler und Künstlerinnen, die ihren gesetzlichen Wohnsitz seit mindestens drei Jahren im Kanton Freiburg (Schweiz) haben. Die Bewerbungsfrist endet am 31. März 2016. Infos: http://www.fr.ch/secu/de/pub/ausschreibungen/atelier_im_wedding_berlin.htm

Preview

Frankfurt: Selbstporträts

JACK PIERSON, Self Portrait #25, 2005, C print, 134 x 109,2 cm, Courtesy Teutloff Museum e.V., Foto: Kurt Steinhausen, Köln

In der Themenausstellung mit dem Titel „ICH“ präsentiert die Schirn Kunsthalle Frankfurt ab dem 10. März 2016 Selbstporträts zeitgenössischer Künstler. Zu sehen sind 40  Positionen aus Malerei, Fotografie, Video, Skulptur und Performance, unter anderem von John Bock, Eberhard Havekost, Alicja Kwade, Mark Leckey, Nam June Paik, Pamela Rosenkranz, Rosemarie Trockel und Erwin Wurm. Inhaltlich geht es um die Frage: "Was erwartet man von einem Bild, das ein Selbstporträt sein soll?" Die Künstler erforschen seit Jahrhunderten in altbekannter Manier ihre Gesichter im Spiegel und setzen diese Erfahrung ins Bild. "Die Moderne brachte unzählige Selbstdarsteller hervor und versprach sich von ihnen nicht selten das nackte Selbstbekenntnis. Und heute? Künstlerinnen und Künstler halten dem Betrachter nicht länger ihr Gesicht vor Augen. Sie lassen die Selbstenthüllung hinter sich, entziehen sich dem Blick und gehen auf Umwege – und auch auf Distanz zum eigenen Ich." WWW.SCHIRN.DE

Ausschreibungen

Preis der Darmstädter Sezession

Die Darmstädter Sezession vergibt den mit 5.000,- € dotierten Preis für junge Künstler und den mit 2.500,- € dotierten Förderpreis 2016 an herausragende Bildhauer und Installationskünstler mit Arbeiten zum Thema „Hauptsache Skulptur«“. Altersgrenze: 40 Jahre. Die Ausstellung findet vom 25. Juni bis zum 3. Sept. 2016 auf dem Freigelände des Künstlerhauses Ziegelhütte in Darmstadt statt. Bewerbungssprache ist deutsch. Einzureichen sind max. 5 Werkfotos von Arbeiten, realisierbar für die Ausstellung, und max. 15 weitere Abb. von anderen Arbeiten als Dokumentation. Einreichungen bis zum 13. März 2016 nur online unter www.darmstaedtersezession.de/informationen/ausschreibung-sezessionspreis-2016-2/

Hochschulen

Bockmeyer-Reisestipendium

BOCKMEYER-REISESTIPENDIUM, Illustrationsgrafk der HfK Bremen zur Pressemeldung

Paula Hurtado Otero, Studentin der Freien Kunst an der Hochschule für Künste Bremen, wurde mit dem diesjährigen H. A. Bockmeyer-Reisestipendium ausgezeichnet. Mit dem von Heinz Arnold Bockmeyer begründeten und mit 3000 Euro dotierten Reisestipendium ermöglicht die Bockmeyer-Stiftung alljährlich eine Reise zur Realisierung eines künstlerischen Projekts für Studierende oder Absolventinnen bzw. Absolventen der HfK Bremen. www.hfk-bremen.de

Museen & Institutionen

Kunsthalle Luzern

LOGO der Kunsthalle Luzern, typefabric — grafikatelier. Catrina Wipf und Samuel Egloff

Die Ausstellung „Sisyphos lässt grüßen“ in der Kunsthalle Luzern vereint ausgewählte Kunstpositionen aus der gesamten Schweiz, die sich inhaltlich, technisch oder ideell dem umfangreichen Mythos des Sisyphos zuordnen lassen. Es werden aktuelle Arbeiten von Philipp Ehgartner, Franziska Furrer, Yvonne Good, Laura Grubenmann, Christian Kathriner, Lukas Kurmann, Aldir Polymeris, Nina Liska Rieben, Gaël Sapin, Lorenz Olivier Schmid präsentiert. Die Ausstellung ist vom 12. Februar bis 6.März 2016 in der Kunsthalle Luzern zu sehen. www.kunsthalleluzern.ch

Museen & Institutionen

Villa Minimo-Stipendiaten im Kunstverein Hannover

KUNSTVEREIN HANNOVER, Plakat

Mit Arno Auer, Toulu Hassani und Ingo Mittelstaedt präsentiert der Kunstverein Hannover in drei parallelen Ausstellungen Werke der jungen Stipendiaten des »Preis des Kunstvereins – Atelierstipendium Villa Minimo«. Die drei Künstler residierten 2013/2014 im Atelierhaus des Kunstvereins. Die Ausstellung läuft bis zum 28. Februar 2016

Museen & Institutionen

museum global

KUNSTSAMMLUNG NRW K20 am Düsseldorfer Grabbeplatz, Fotoquelle: Wikipedia/Leoni1234

Ein langfristiges Forschungsunternehmen der Düsseldorfer NRW-Kunstsammlung hat „die Neubewertung der westlich geprägten Kunstgeschichte zum Ziel“. Das Projekt „museum global“ untersucht, „wie künstlerische Bewegungen aus aller Welt die westlich geprägte Kunstgeschichtsschreibung der Moderne ergänzen können.“ Dabei geht es vor allem um „Künstler in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Asien, Australien, Afrika und Südamerika“: denn kaum einer weiß, es dass es in der Epoche der Klassischen Moderne einen Surrealismus auch in Ägypten und kubistische Malerei in der Türkei gab. Museen wie die Tate, das MoMA, das Guggenheim und das Centre Pompidou haben ihre jeweiligen Sammlungen und Vermittlungsansprüche „überprüft und neu definiert. In den großen staatlichen Museen Deutschlands hat allerdings bisher keine dem internationalen Niveau annähernd vergleichbare Diskussion über den Status der Sammlungen vor dem Hintergrund differenzierter Perspektiven auf die Weltkunst stattgefunden.“ In Düsseldorf macht man nun mit diesem Projekt einen Anfang. Zum Auftakt gab es soeben im Januar 2016 eine internationale Konferenz, die jeder live im Internet verfolgen konnte. Denn erstmals plante die Kunstsammlung einen Livestream der gesamten Veranstaltung über den Youtube-Kanal und über ihre Website der Kunstsammlung. www.kunstsammlung.de

Messen & Märkte

ADAA New York

Die Art Dealers Association of America (ADAA) hat rund 180 Mitgliedergalerien in 25 US-Städten und organisiert für diese Mitglieder die Messe ADAA New York (2.bis 6. März 2016). Deren Programm umfasst Kunst vom ausgehenden 19. Jh. bis heute. Veranstaltungsort ist Park Avenue Armory in New York City (Park Avenue at 6th Street). www.artdealers.org

Museen & Institutionen

Groningen: Bowie-Ausstellung verlängert

DAVID BOWIE, Promotional shoot for The Kon-rads, 1963, Photograph by Roy Ainsworth Courtesy of The David Bowie Archive 2012 Image © V&A Images, Courtesy: Groninger Museum

Das Groninger Museum hat seine David Bowie-Ausstellung bis zum 10. April verlängert. Wegen des großen Andrangs empfiehlt es sich, Tickets vorab online zu bestellen (über QR-Code via Mobiltelefon). Möglicherweise gibt es nämlich an den Wochenenden keine Eintrittskarten mehr an der Tageskasse. Das Museum hat wegen der hohen Besucherzahlen seine Öffnungszeiten erweitert: samstags bis 22 Uhr (Einlass bis 21 Uhr), ab dem 18. März 2016 auch an den Freitagen bis 22 Uhr. Infos und Ticketvorbestellung unter www.davidbowie-groningen.nl/?lang=de.

Galerien & Auktionshäuser

Sotheby’s: Neuaufstellung der Amerika-Abteilung

ANDREA FIUCZYNSKI

Andrea Fiuczynski, bislang Chairman der Westküstenabteilung von Sotheby's in den USA, ist nun Executive Vice-President Chairman aller amerikanischen Regionalbüros des Auktionshauses. Ihr Wirkungsbereich umfasst nun alle Filialen in Nord- und Südamerika. Mit fortschreitender Globalisierung des Kunsthandels versucht Sotheby's durch seine Personalpolitik sowohl bestehende als auch neue Kunden an sich zu binden. Sorgten in den vergangenen Jahren vor allem die Auftritte arabischer und chinesischer Sammler auf dem internationalen Kunstmarktparkett für Aufmerksamkeit, so sehen manche Marktbeobachter jetzt vor allem auch in Lateinamerika ein Potenzial für die Zukunft: die Kunstmessen ARCO Madrid und Art Basel Miami haben sich bereits seit einiger Zeit vermehrt um Sammler aus dieser Region bemüht, und nun ziehen offensichtlich auch die Auktionshäuser nach. www.sothebys.com

Galerien & Auktionshäuser

Bode-Galerie: Neue Adresse

Die Nürnberger Bode Galerie und Edition ist umgezogen und firmiert jetzt in der Lorenzer Str. 2. Zum Auftakt in den neuen Räumen präsentierte die Galerie Exponate von Donata Benker, Menno Fahl, Karl Hagedorn, Clemens Heinl, Ottmar Hörl, Thomas Junghans, Ralf Klement, Dietrich Klinge, Christopher Lehmpfuhl, Roger Libesch, Herber Maier, Harry Meyer, Bernd Schwarting, Siiri Spronken, Cony Theis, Jong-Taek Woo und Wolfgang Zelmer. www.bode.galerie.de

Ausschreibungen

Zürich: Kunst im Dolder Bad

Im Dolder Bad auf dem Züricher Adlisberg findet vom 1. Juni bis 2. September 2016 zum siebten Mal die Ausstellung «Kunst im Dolder Bad» statt. Kunstschaffende, die einen Bezug zu Zürich haben, können sich für eine Ausstellungsbeteiligung bewerben. Die Ausstellung wird von Martin Gut kuratiert. Er produziert zusätzlich über jede Position ein Portraitvideo. Deadline: 15. März 2016. Anforderung Infos und Bewerbungsformular per E-mail unter kurator@kunstimbad.ch

Museen & Institutionen

Performances in Osnabrück

MARIA JOSE ARJONA, Second Messenger, Part of Sighting, 2015 Foto: Lisa Palomino. Courtesy: Die Künstlerin und FLORA ars+natura

Beim Ausstellungs- und Performance-Projekt „You Are Splendid!“ in der Kunsthalle Osnabrück baut Maria José Arjona baut und stellt die Installationen unentwegt um und gestaltet neue Zusammenhänge. Die Exponate der Ausstellung wechseln täglich und sind eingebunden in einen performativen Prozess, der einmal in der Woche bis zum Ende der Ausstellung andauert.Bbis 9. März 2016 ist Arjona zu unterschiedlichen Zeiten in der Kunsthalle anzutreffen. sein. Bis zum 6. März erwarten den Besucher jeweils an den Wochenenden eine neue Performance. Die Abbildung zeigt die Künstlerin in einem Akt der Selbststilisierung als Vogelwesen, mit Federkleid und einer den Falkenhauben nachempfundenen Kopfbedeckung. Die ephemere Natur von Licht und Schatten sind wichtige Themen für die kolumbianische Künstlerin. www.osnabrueck.de/kunsthalle

Preview

Hamburg: Gute Aussichten

LARS HÜBNER, Nothing to Declare © Lars Hübner (Ausschnitt)

"Gute Aussichten - Junge deutsche Photographie" werden vom 4. März bis zum 17. April 2016 im Hamburger Haus der Photographie (Deichtorhallen) präsentiert. Die Wettbewerbsjury wählte in diesem Jahr 104 Einsendungen für die Ausstellung aus. Der Wettbewerb für Absolventen der Fotografie wird seit 2004 durchgeführt. "Die große, in allen Winkeln der Welt spürbare Frage, wohin die Reise geht, ist in diesem Jahr der Grundton, in dem alle Arbeiten der neun gute aussichten-Preisträger 2015/2016 schwingen. So unterschiedlich die einzelnen Werke auch sind, ergibt sich in der Zusammenschau doch eine Ausstellung, die in ihren individuellen Verästelungen der grundsätzlichen Frage folgt: Wie geht es weiter, Welt? Dem bekannten Topos »panta rhei« (dt. »alles fließt«) setzen die diesjährigen Preisträger konkrete Überlegungen und Entwürfe entgegen." Preisträger sind in diesem Jahr Aras Gökten // Ostkreuzschule für Fotografie Berlin Lars Hübner // Kunsthochschule Berlin – Weißensee Felix Hüffelmann // Fachhochschule Bielefeld Kyung-Nyu Hyun // Kunsthochschule für Medien Köln Kolja Linowitzki // Universität der Künste Berlin Jewgeni Roppel // Fachhochschule Bielefeld Gregor Schmidt // HTW, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin Kamil Sobolewski // Ostkreuzschule für Fotografie Berlin Maja Wirkus // Kunsthochschule Kassel. www.guteaussichten.org.

Hochschulen

Logistikatlas Hessen

FRANKFURTER AUTOBAHNKREUZ, Fotoquelle: Wikipedia/MaLe76

Hessen hat aufgrund seiner zentralen Lage „eine hohe Relevanz für die Logistikbranche, für logistische Prozesse und für logistikbezogene Mobilität“ - man merkt es als Autofahrer spätestens dann, wenn man am Frankfurter Kreuz im Stau steht. Um Behörden und Formen „die notwendigen Informationen für Logistik-Projekte bereitzustellen“, wird an der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach zusammen mit Wissenschaftlern anderer Hochschulen an einem »Logistikatlas Hessen« gearbeitet. Das Designinstitut Mobilität und Logistik (DML) der HfG Offenbach widmet sich dabei einer „Designaufgabe unter strategischen, methodisch-konzeptionellen und operativen Aspekten“. Ein erstes Projekt zum »Logistikatlas Hessen« wurde vor einigen Monaten abgeschlossen. www.hfg-offenbach.de.

Aktionen & Projekte

Kapital Heimat

CHRISTINA PAETSCH, „Abgemahnt“, Foto: Stefan Fahrnländer und Christina Paetsch  

„Erst kommen die Künstler, dann die Bagger“, kommentierte schon in den 1980er Jahren ein Beobachter die Sanierungspolitik in den Großstädten. Mit einer ersten Welle der städtebaulichen Umrüstung wurde seinerzeit marode Altbausubstanz aufgehübscht und mit zeitgemäßer neuer Sanitär- und Heiztechnik ausgestattet. Was wir heute als „Gentrifizierung“ erleben, ist indessen eine zweite Welle mit Maßnahmen einer Luxusmodernisierung, die dann die Immobilienpreise und die Mieten nach oben treibt. Die alteingesessene Bevölkerung kann sich künftig dort keine Wohnung mehr leisten und wird in andere Viertel verdrängt, und auch die Künstler, die den Investoren anfangs zur urbanen Belebung und Aufwertung des Viertels willkommen waren, verlieren im Zuge dieser Gentrifizierung ihre bislang noch halb halbwegs erschwinglichen Ateliers in Werkstatträumen und kleinen Ladenlokalen. „Wie gehen sie mit diesen problematischen Entwicklungen um? Wie nutzen Künstlerinnen und Künstler ihre Möglichkeiten der Öffentlichkeit und wie lassen sie ihre eigenen Erfahrung von Gentrifizierung in ihre Arbeit einfließen...“, fragt die Berliner Künstlerin Christina Paetsch. Sie hat Kollegen eingeladen, „künstlerische Strategien und urbane Interventionen“ zum Thema „Kapital Heimat“ zu entwickeln. Denn viele alteingesessene Bewohner, die jahrzehntelang in ihrem vertrauten Viertel lebten und arbeiteten, empfinden die Verdrängung als Verlust an Heimat, auch wenn das neue Domizil am Stadtrand nur 10 km von der alten Wohnung entfernt ist. Doch es gäbe nun mal „kein Menschenrecht auf Wohnen im Kiez“, kontern die Investoren zynisch, und die „Milieuschutzsatzungen“ der Kommunen sind nur ein unzureichendes Instrument, um soziale Verdrängung zu verhindern: bis nämlich ein Stadtviertel von den Verwaltungen als „Verdachtsgebiet“ ausgewiesen ist und statistische Erhebungen vorgenommen wurden, vergehen oft Jahre. „Der rasche Wandel von Quartieren, gesteuert durch Kapitalinvestitionen ohne Rücksicht auf Kulturen und anwesende Bewohnerinnen und Bewohner, angetrieben von Gier und Macht, sind der Hintergrund der künstlerischen Beiträge. Mit heiter ironischen Mitteln, Satire bis hin zu realen Dokumentationen, der oft drastischen Geschichten, spannt sich der Bogen der gezeigten Arbeiten.“ Die Ausstellung läuft bis zum 13. Mai 2016 im Berliner Projektraum des Deutschen Künstlerbundes in der Markgrafenstr. 69. Künstlerliste: Winfried Baumann, Stefan Fahrnländer, Pia Lanzinger, Christina Paetsch und Transparadiso - Barbara Holub/ Paul Rajakovics. www.christina-paetsch.de

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Bregenz: Theaster Gates

THEASTER GATES, Foto: Rudolf Sagmeister

Vom 24. April bis zum 26. Juni 2016 präsentiert das Kunsthaus Bregenz den US-amerikanischen Performer und Aktivisten Theaster Gates. "Seine Praxis umfasst Skulpturen, Installationen, Performances und urbane Interventionen, die darauf abzielen, den Abstand zwischen Kunst und Leben zu verringern. In seinen Projekten setzt er sich für die Entstehung von Kulturgemeinschaften ein. Sie fungieren als Katalysatoren für soziales Engagement, das zu politischen und räumlichen Veränderungen führen kann. In seinem Werk entstehen Wälle, Bühnen und benutzbare Bauten. Holz und schwarzer Bitumenanstrich dominieren, Dachbedeckungen und Wandverkleidungen sind roh verarbeitet. Die Objekte sprechen nicht nur für sich, sondern weisen auch auf soziale Wirklichkeiten hin. Im Mittelpunkt von Gates’ Interesse steht deren poetisches sowie rituelles Potenzial und nicht zuletzt ihre sozialpolitische Energie." www.kunsthaus-bregenz.at.

Museen & Institutionen

KW Berlin: Kunst und Schmuggel

MICHAL HELFMAN, GIVE AND GET, 2015, Foto: Sebastian Bach

„Running out of History“ ist eine neue Videoarbeit der israelischen Künstlerin Michal Helfman, die bis zum 13. März 2016 in den Kunst Werken Berlin (KW Berlin) zu sehen ist. Im Zentrum stehen zwei Gespräche der Aktivistin Gal Lusky stehen. Die Israelin ist Gründerin und Leiterin der Israeli Flying Aid (IFA), einer NGO, die Bürgerinnen und Bürger in Krisenregionen humanitär versorgt. Während der letzten vier Jahre hat die IFA humanitäre Hilfe für die belagerte Bevölkerung nach Syrien geschmuggelt. Helfmans Arbeit untersucht die Strategie des „Schmuggelns“ sowohl als konkretes aktivistisches Werkzeug im politischen Raum als auch als Metapher für den künstlerischen Akt. Das Format der Arbeit integriert die Praktiken beider Frauen als Taktik, um sowohl in den politischen als auch künstlerischen Diskurs Inhalte „einzuschmuggeln“, die die geläufigen Sichtweisen widerlegen. Michal Helfman wendete Gal Luskys Methode des Schmuggelns aktiv an, um in Syrien eine neue künstlerische Arbeit zu produzieren: Auf 3D-Druckern, die vom IFA ursprünglich zur Produktion von Handprothesen nach Syrien geschmuggelt wurden, hat sie ein Paar Würfel gedruckt. Jede Seite der Würfel trägt ein Wort des Satzes „We will not forget, we will not forgive.“ www.kw-berlin.de

Preview

Günter Brus: Störungszonen im Martin-Gropiusbau

GÜNTER BRUS,Wiener Spaziergang, 5. Juli 1965 Innenstadt Wien, © BRUSEUM / Neue Galerie Graz, Universalmuseum Joanneum; Foto: Ludwig Hoffenreich

Seit Günter Brus (geb. 1938) mit dem Wiener Spaziergang 1965 als "Aktionist" in der Öffentlichkeit auftrat, hat er ein umfangreiches und vielseitiges Werk erarbeitet: es umfasast Zeichnungen, Gemälde, Aktionen, Bild-Dichtungen. Der Maler, der im Informel begann, hatte sich mit seiner Aktionskunst in den 1960er Jahren von der Leinwand gelöst. Sein Körper wurde zum Thema. Wegen einer seiner radikalen Aktionen musste er 1969 aus seiner Heimat Österreich fliehen. In West-Berlin fand er damals ein neues Zuhause. Unter dem Titel "Störungszonen" ist sein Gesamtwerk nun erstmals im Berliner Martin-Gropiusbau zu sehen. Drei Werkblöcke stehen dabei im Mittelpunkt: Wiener Aktionismus, seine Berliner Jahre sowie seine Freundschaftsbilder.Die Ausstellung läuft vom 12. März bis zum 6. Juni 2016. www.gropiusbau.de

Museen & Institutionen

Geniale Dilletanten

KÜNSTLERGRUPPE MÜLHEIMER FREIHEIT auf dem Weg zu „Bio's Bahnhof“, Unterhaltungsshow im deutschen Fernsehen, v.l.n.r. Walter Dahn, Gerhard Naschberger, Jiří Georg Dokoupil, Peter Bömmels, Hans Peter Adamski, Köln, 1982, Foto: Wolfgang Burat

Richtig müssen es „Dilettanten“ heißen, doch in einem Zeitalter, wo die subjektive Schreibwillkür die Normorthografie ersetzt hat, ist halt alles erlaubt: „Geniale Dilletanten“ nennt sich in falscher Schreibweise die Ausstellung über die Kunst und die Subkultur der 1980er Jahre in Deutschland. Damals reichten dreitägiges Üben auf dem Schlagzeug und das Beherrschen von drei Griffen auf der Gitarre aus, um eine Punk-Band zu gründen. Und wer Maler werden wollte, der kaufte sich eine Plastikflasche Anstreichfarbe im Baumarkt und kleckerte unbekümmert drauflos. Ja, damit konnte man damals als Künstler über Nacht berühmt werden, bis nach drei Jahren die Farbe von den Leinwänden abblätterte, wie sie keine Bindemittel enthielt, was der stümperhafte Künstler aber nicht wusste, und die Käufer den Galeristen (einen heute noch bekannten Kölner Kunsthändler) drängten, das handwerklich dilettantisch und daher ramponierte Werk wieder zurück zu nehmen. Nach ihren bisherigen Stationen wie München, Minsk und Melbourne kommt die Ausstellung nun nach Hamburg, wo sie bis zum 30. April 2016 im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe zu sehen ist. www.mkg-hamburg.de

Museen & Institutionen

Stuttgart: „Sound in motion“

CANDICE BREITZ

Zu seinem 10jährigen Bestehen führt das Kunstmuseum Stuttgart Sonderausstellungen sowie ein Rahmenprogramm zum Thema „Kunst & Musik“ durch. Dazu gehört auch die Ausstellungsreihe „Sound in Motion“ mit Beispielen über die „Wechselwirkungen zwischen den beiden Kunstformen aus der Perspektive zeitgenössischer Video- und Performancekunst. Die Videokünstlerin Candice Breitz zeigt bis zum 6. März 2016 die Arbeit „King. A Portrait of Michael Jackson“. Dazu lud sie sechzehn Fans des Musikers ein, seinen Song „Thriller“ vor der Kamera nach zu singen. Nächster Programmpunkt in der Veranstaltungsreihe ist vom 8. April bis zum 22. Mai 2016 die Videoarbeit „Curtain Callers (Entracte)“ von Ann-Sofi Sidén. www.kunstmuseum-stuttgart.de.

Museen & Institutionen

Dada Universal im Landesmuseum Zürich

MARCEL DUCHAMP, “Fountain”, 1917 / replica 1964, ceramic. The Israel Museum, Jerusalem. © Succession Marcel Duchamp / 2015, ProLitteris, Zurich

Marcel Duchamps "Ready made"-Pissoirbecken ("Fountain", 1917) zählt zu den Schlüsselwerken der Moderne, ebenso wie die Collagen des Hannoveraners Kurt Schwitters oder daas Frühwerk von Max Ernst. Als sich in den Jahren des Ersten Weltkriegs in Zürich die Dada-Bewegung im Züricher Cabaret Voltaire formierte, bekam sie bald einen universalen Charakter: Tristan Tzara und Marcel Janko stammten aus Rumänien, Duchamp lebte während des Kriegs in New York, in Berlin schuf Hannah Höch Fotomontagen, lebten auch die Gebrüder Herzfelde und George Grosz. Der Nachhall der Dada-Bewegung wirkt bis zur Fluxus-Kunst und neo-dadaistischer Objektkunst in den 1960er Jahren und darüber hinaus bis heute in den performativen Künsten nach. Dada beeinflusste den Surrealismus ebenso wie die Pop-Art und viele weitere künstlerische, intellektuelle und auch politische Strömungen wie die Pariser Situationisten im Mai 68 oder die Zürcher Jugendunruhen 1980. Zum 100-jährigen Geburtstag erkundet das Landesmuseum Zürich mit ausgewählten Exponaten den kreativen, revolutionären und universellen «Esprit Dada». Die Ausstellung «Dada Universal» ist Teil des gross angelegten Dada-Jubiläums des Jahres 2016. Laufzeit: bis 28. März 2016. www.nationalmuseum.ch

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No Pain No Game

NO PAIN NO GAME, Illustration zur Ankündigung

Die interaktive Ausstellung "No Pain No Game" (16. März bis 18. Juni 2016) des Künstlerduos FUR (Volker Morawe und Tilman Reiff) im Berliner Museum für Kommunikation "ist ein Teil des größeren Projektes Spieltrieb!" des Goethe_Instituts "und möchte ein Gegenentwurf zur puren Schaukultur von Computerspielen sein. Wo sind die Synergieeffekte des Spiels in Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft? Durch die Ausstellung wird das Thema der Entgrenzung zwischen Realität und Spiel, zwischen Arbeit und Unterhaltung künstlerisch erfahrbar gemacht. Es ist die erste große Einzelausstellung des Künstlerduos FUR, die schon mit Einzelarbeiten z.B. im MoMA in New York zu sehen waren." Bei dem Computerspiel werden bereits kleinste Fehler mit echten Schmerzen bestraft: Leopold von Sacher-Masoch lässt grüßen. Auf diese Weise wollen die beiden Künstler "Kunst physisch erfahrbar machen – und zwar jenseits der Komfortzone. Die erste deutsche Soloausstellung „no pain no game“ im Museum für Kommunikation Berlin präsentiert zehn ausgewählte Arbeiten des Künstlerduos, die auf unterschiedliche Weise zur Interaktion einladen." www.mfk-berlin.de

Aktionen & Projekte

Utopian Pulse – Flares in the Darkroom

DANIELA ORTIZ, Banner (Ausschnitt)

Seit 2014 führen Ines Doujak und Oliver Ressler ihr Projekt „Utopian Pulse – Flares in the Darkroom” (Utopischer Impuls – Flackern im Darkroom) durch, u.a. als Ausstellung in sieben Salons in der Wiener Secession und im Württembergischen Kunstverein Stuttgart, wo 2015 die Präsentation durch einen „Themenspaziergang“ ergänzt wurde. Dort hieß es in der Ankündigung: „Wie der Terror formuliert die Utopie den Widerstand gegen Bestehendes; beide verweisen auf das Unrealisierte in der Realität“. Das Projekt „erkundet entlang konkreter gesellschaftspolitischer Zustände utopische Projektionen, die der Abspaltung von der konkreten Gegenwart und dem Widerstand gegen dieselbe dienen könnten. Utopie wird hier verstanden als eine immer schon unvollständige Alternative, als eine innerhalb des Bestehenden erfolgende Anrufung von etwas, das mit diesem unvereinbar ist, ja ihm feindlich gegenübersteht.“ Derzeit macht das Projekt am MOCAK – Museum of Contemporary Art, Krakow/Krakau Station. Dort werden in monatlihem Wechsel von Künstlern gestaltete  3,4 x 9 m große Banner an der Fassade angebracht. Künstlerliste: Mariam Ghani, Daniela Ortiz, Undrawing the Line, Halil Altindere, Giuseppe Campuzano / Miguel A. López, Matthew Hyland / Ines Doujak, Christoph Schäfer, Oreet Ashery, Bert Theis, Nobodycorp. Internationale Unlimited,Oliver Ressler, Etcétera. www.utopian-pulse.org/

Messen & Märkte

ARCO Madrid

ARCO MADRID

Auch wenn die Messeveranstaltung mit ihrer Programmpolitik in den letzten Jahren immer wieder Kritik auf sich zog und die Umsatzzahlen woanders höher sind: die ARCO Madrid (24. bis 28. Feb. 2016) verbucht immer noch jedes Mal mehr als 200.000 Besucher und behauptet sich damit als die besucherstärkste Kunstmesse der Welt. Die Finanzkrise ging freilich auch am spanischen Kunsthandel nicht spurlos vorüber, und so musste Messedirektor Carlos Urroz in den vergangenen drei Jahren das Erscheinungsbild der Veranstaltung gehörig modernisieren. In diesem Jahr feiert die ARCO ihr 35jähriges Bestehen, und dazu gibt es ein Gastprogramm mit Sammlern und Kritikern, die die Messe in diesem Zeitraum begleitet haben, und außerdem eine Auswahl von 35 Galerien, deren Auftritt ein „Forum für die vergangenen 35 Jahre der Gegenwartskunst“ markieren und zu einem „offenen Dialog“ über die Vergangenheit und die gegenwärtige Situation der ARCO anregen soll. www.ifema.es

Messen & Märkte

Neuer Direktor der New Yorker The Armory Show

BENJAMIN GENOCCHIO, Selbstporträt, Fotoquelle: Wikipedia

Benjamin Genocchio, ehemaliger Chefredakteur von „Artnet News“, ist neuer Direktor der New Yorker The Armory Show (3. bis 6. März 2016). Er ist Nachfolger von Noah Horowitz, der zur Art Basel/Miami Beach wechselte. Der Kunstkritiker stammt aus Australien und lebt heute im Staat New York. Zum siebten Mal wird The Armory Show auch in diesem Jahr wieder von einer „Invitational Section“ begleitet. Dabei wird das Augenmerk jedes Jahr auf die Kunstszene in einer anderen Region gelenkt. In diesem Jahr kuratieren Julia Grosse und Yvette Mutumba das Projekt mit dem Schwerpunkt „Afrikanische Perspektiven“. Dazu haben sie 14 Galerien eingeladen, von denen acht aus Afrika kommen, die übrigen aus Europa und den USA. Jede Galerie stellt einen ihrer Künstler vor. Die beiden Kuratorinnen haben die Online-Plattform „Contemporary And“ gegründet, die sich als Sprachrohr für Künstler, Kuratoren und Kritiker aus Afrika und der Diaspora versteht. www.thearmoryshow.com

Galerien & Auktionshäuser

Julia Stoschek: Dependance in Berlin

JULIA STOSCHEK, Foto: S. Kallnbach

Julia Stoschek eröffnet im Juni 2016 in Berlin-Mitte einen Ausstellungsraum. Die in Düsseldorf und Berlin lebende Sammlerin und Kuratorin betreibt bereits seit 2007 ein Ausstellungshaus für ihre pürivate Sammlung mit Medienkunst und Installation in Düsseldorf.

Personalien

David Lynch: Runder Geburtstag

David Lynch, Fotoquelle: Wikipedia/Urbankayaker

David Lynch feierte seinen 70. Geburtstag. Der Regisseur dreht 18 neue Folgen der Serie „Twin Peaks“, die 2017 gesendet werden. Schon in seinbem ersten Film „Eraserhead“ zeigte Lynch eine Vorliebe für psychische Abgründe und bizarre Situationen.

Personalien

Julia Nauhaus geht nach Wien

Julia M. Nauhaus und Eva Blimlinger, 22.01.2016, Pressekonferenz zur Neubestellung Direktorin Gemäldegalerie und Kupferstichkabinett. Akademie der bildenden Künste Wien. © eSeL.at - Lorenz Seidler

Julia Nauhaus übernimmt am 1. April als Direktorin die Gemäldegalerie und das Kupferstichkabinett der Akademie der bildenden Künste Wien. Bisher war sie am Lindenau-Museum Altenburg tätig, wo der zuständige Landkreis ihren Vertrag nicht verlängern wollte. In Wien läuft ihr Vertrag für sechs Jahre.

Hochschulen

DEMO:POLIS. Das Recht auf Öffentlichen Raum

TEMPELHOFER FELD, Berlin, Foto: Copyright Carolina Leite

Vom 12. März bis zum 29. Mai 2016 zeigt die Berliner Akademie der Künste die Ausstellung „DEMO:POLIS. Das Recht auf Öffentlichen Raum“. Dabei geht es um eine relativ weit gespannte Vorstellung der heutigen Bedeutung des öffentlichen Raumes: „Die Ära der alten Gewissheiten ist vorbei. Die Öffentlichkeit stellt neue Ansprüche an die Grundprinzipien der Demokratie und an die Gestaltung des öffentlichen Raums, in dem diese verhandelt werden. Beispielhafte Arbeiten, Filme, Modelle, Entwürfe, Konzepte von Künstlern und Architekten sowie partizipative Modelle heben die Potentiale des öffentlichen Raumes für unsere Zivilgesellschaft hervor. Die Ausstellung umfasst 2.000 qm und ist nur in Berlin zu sehen.“ Künstlerliste: Nuno Cera, Boris Charmatz, Hans Haacke, Birgit Hein, Reinhild Hoffmann, Elfi Mikesch, Michael Najjar, Michael Ruetz, Stih & Schnock, Wermke / Leinkauf sowie Entwürfe und Bauten der Architekten Bernd Albers, Heike Hanada, Barkow Leibinger, Foster + Partners, Seán Harrington, Kleihues + Kleihues, Lacaton & Vassal, Andrés Mignucci, Rozana Montiel, Sadar + Vuga, Michael van Valkenburgh, u.a. www.adk.de

Personalien

Putzfrau zerstört Kunstwerk

ROMANA MENZE-KUHN mit ihrer Installation „transgen oder Das entdeckte Gen für den verlorenen Duft der Rose“, Fotoquelle: Wikipedia/Bernd Kuhn

Romana Menze-Kuhn, Künstlerin, musste erleben, dass eine Putzfrau in der Mannheimer Philippskirche Teile ihrer Installation „Behausung 6/2016“ kurzerhand entsorgt hatte, ohne sich vorher die Frage zu stellen: „Ist das Kunst oder kann das weg?“ Die abgerissene goldfarbene Rettungsfolie sei durch ihre plastische Formung eindeutig als Teil des Kunstwerks zu erkennen gewesen, beschwert sich die Künstlerin: „Die wie Körper geformten Skulpturen, die vor, hinter und auf der Treppe zum Altar lagen, sind in der Mülltonne entsorgt worden.“ Der Fall erinnert an die legendäre Beuys-Badewanne, die der Künstler mit Mullbinden und Heftpflaster versehen und im Leverkusener Museum Schloss Morsbroich ausgestellt hatte. Nachdem allerdings bei einer privaten Party ein lokaler SPD-Ortsverein im Museum die Badewanne zum Bierkühlen benutzt hatte, schrubbte die Putzfrau das Werk anschließend komplett sauber. „Spuren einer Party“ - so der Titel einer Installation von Damien Hirst – wischt 2001 in einer Londoner Galerie eine Putzkraft ebenfalls rigoros weg.

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