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Aktionen & Projekte

Rettungsplattformen im Mittelmeer

REETUNGSPLATTFORMEN IM MITTELMEER

Schlagzeilen machte die Berliner Künstler- und Aktivistengruppe „Zentrum für Politische Schönheit“ vor einigen Monaten, als die Leichen zweiter Flüchtlinge von den Außengrenzen der EU nach Berlin überführte, um sie dort würdig zu begraben. Schätzungsweise 36.000 Menschen ertrinken jedes Jahr im Mittelmeer, wenn die überfüllten Boote kentern. Jetzt hat sich die Berliner Gruppe mit dem Festival Wienwoche und Christian Konrad, dem Flüchtlingskoordinator zusammen getan, um ein „Jahrhundertwerk der Humanität“ zu realisieren: im Frühjahr 2017 soll mit dem Bau einer Brücke zwischen Europa und Afrika begonnen werden. Die Fertigstellung ist für 230 geplant. Dann führt die „Jean Monnet-Brücke“, wie sie heißen soll, auf 230 km vom tunesischen Küstenort Al Huwariyah nach Agrigento auf Sizilien. Das „größte EU-Infrastrukturprojekt und Konjunkturprogramm aller Zeiten“ wird rund 230 Milliarden Euro kosten. Für die Projektfinanzierung konnte Konrad den österreichischen Raiffeisenverband gewinnen und für die Bauausführung soll der Strabag-Konzern sorgen. Christian Konrad ist davon überzeugt, dass sich solch ein Projekt auch „wirtschaftlich rechnet“. Bis zur Fertigstellung in 15 Jahren wollen die Initiatoren allerdings nicht tatenlos zusehen, wie noch mehr Menschen auf ihrer Flucht im Meer umkommen. Deswegen haben sie im Herbst 2015 damit begonnen, 1.000 Rettungsplattformen im Meer fest zu verankern. Die schwimmenden Plattformen sind 6 x 6 m groß und mit Positionslichtern, Lebensmittelreserven, Notrufgerät, Photovoltaikmodulen, Fahnenmast, Rettungsringen, Kamera und zwei Ankern ausgestattet. www.rettung-europas.at

Galerien & Auktionshäuser

Neues Konzept angekündigt

Ein „neues Galerie-Konzept“ will die Berliner Galerie Woeske umsetzen und gibt dafür ihre bisherigen Räume in der Mommsenstraße auf. Bis zur Neueröffnung ist die Galerie unter ihren bisherigen Kontaktdaten erreichbar. www.woeskegallery.com

Hochschulen

Haus-Projekt

SEBASTIAN HERKNER, Banjooli Family is growing, 2014

Sebastian Herkner, Produktdesigner mit eigenem Studio und Absolvent der HfG-Hochschule für Gestaltung Offenbach, darf auf der nächsten imm cologne-Messe in Köln im Januar 2016 das experimentelle Format „Das Haus – Interiors on Stage“ gestalten. „Dabei handelt es sich um die Simulation eines Wohnhauses, die inmitten der Pure Editions-Halle 2.2 auf der Fläche von rund 240 Quadratmetern jedes Jahr von einem neu nominierten Designer interpretiert wird. Die vom Designer ausgewählten Möbel, Farben, Materialien, Beleuchtungen und Accessoires summieren sich zu einem individuell konfigurierten Interior Design, der nicht nur zukunftsorientiert, sondern auch praktikabel und authentisch sein soll. Herkners Konzept sieht ein Haus ohne starre Mauern vor, das sämtliche Sinne ansprechen soll.“ Die imm cologne 2016 findet vom 18. bis 24. Januar 2016 statt. www.hfg-offenbach.de

Hochschulen

„Kommentiertes Auflegen“

KLAUS THEWELEIT, Foto: privat

Am 22. Oktober 2015 praktizieren die Autoren Thomas Thomas Meineke und Dr. Klaus Theweleit an der HfbK Hamburg „kommentiertes Auflegen“ von Musik und diskutieren dabei über „Dislocation/Virtuality. Orte in Free Jazz und Electronica”. Mit dem Ortsbezug ist nicht etwa der Konzertsaal oder der Musikclub gemeint, sondern es geht um „virtuelle Standortbestimmungen” in der Musik und ihren Texten. Die beiden Autoren „möchten gemeinsam mit dem Publikum danach fragen, wer und was sich hier akustisch ortsversetzt.“ www.hfbk-hamburg.de

Personalien

Zwickau: neue Kuratorenstelle

Annika Weise, bislang freiberufliche Mitarbeiterin am Max-Pechstein-Museum der Kunstsammlungen Zwickau und Leiterin der Museen Schloß Voigtsberg Oelsnitz, nimmt in Zwickau nun eine neu geschaffene Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Kuratorin ein. Mit ihrer Arbeit soll sie mithelfen, das Museum als „Kompetenzzentrum für die Pechstein-Forschung“ zu etablieren. www.kunstsammlungen-zwickau.de

Kulturpolitik

Künstlernachlässe

Markus Lüpertz hat einmal erklärt, wenn ein Künstler schon zu Lebzeiten berühmt sei, dann sei die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass er dies auch später noch nach seinem Ableben bliebe. Doch nur ein Bruchteil der zeitgenössischen Künstler hat einen Bekanntheitsgrad wie Georg Baselitz oder Pipilotti Rist: die Mehrheit muss sich grämen, dass eines Tages ignorante missratene Erben den künstlerischen Nachlass auf dem Dachboden vergammeln lassen, dem Flohmarkt oder gar einer Entrümpelungsfirma überantworten. Damit dies nicht geschieht, haben einige Bundesländer oder Stiftungen Archive eingerichtet, in denen der Nachlass aufbewahrt und betreut werden kann. Allerdings ist die Nachfrage größer als das Platzangebot, und die Archivare sind in der Regel auch wählerisch. Die Berliner Akademie der Künste führt zusammen mit dem Künstlerverband am 12. Dezember 2015 ein Symposion zum Umgang mit Künstlernachlässen durch. Bestehende Initiativen stellen sich vor, behandelt werden auch erbschaftsrechtliche Aspekte. Anmeldung unter info@bbk-bundesverband.de

Messen & Märkte

Art Brandenburg

FRAUKE DANZER, Helden des Himmels, Installation, 2014, Pressefoto zur Art Brandenburg

Vom 13. bis zum 15. November 2015 bietet die Kunstmesse Art Brandenburg in Potsdam einen komprimierten Überblick über die aktuelle regionale Kunstlandschaft (Adresse: Waschhaus Arena & Schinkelhalle, Schiffbauergasse). Etwa 100 Künstler aus Brandenburg stellen ihr Schaffen vor. www.art-brandenburg.de

Preise

Lovis Corinth-Preis

DANIEL SPOERRI, Das Palindromische Bankett, (Hommage à Andre Thomkins), 2002, Assemblage auf Leinentuch mit Digitaldruck, Kunstforum Ostdeutsche Galerie, Regensburg, Copyright: VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Daniel Spoerri nimmt im kommenden Jahr den Lovis-Corinth-Preis entgegen (10.000 Euro). Die Auszeichnung wird von der Künstlergilde Esslingen und dem Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg gemeinsam vergeben. Spoerri, 1930 in Rumänien geboren und 1942 in die Schweiz geflüchtet, begann seine Karriere als Ballettänzer, bevor er als Gründungsmitglied der Nouveaux Réalistes um 1960 mit seinen „Fallenbildern“ Aufsehen erregte: nach dem Prinzip „dem Zufall eine Falle stellen“ zu wollen, fixierte er mit Klebstoff er auf seinen „Tableaux Piéges“ das Arrangement von Tischsituationen, wie sich die Position von Geschirr, Besteck, Gläsern, Flaschen und Dekor im Laufe eines Mahls zu einem ganz bestimmten Augenblick auf diesem Tisch ergeben hatte. Das Resultat wird zum Bild erklärt, um 90 Grad gekippt und als „Fallenbild“ an die Wand gehängt. Bei seinen Eat-Art-Events lässt Spoerri Speisen in verfremdeter Form servieren oder spielt mit den unterschiedlichen sozialen Konnotationen: die Hälfte der Gäste bekommt nach einer zufälligen Auswahl das Essen aus der örtlichen Gefängniskantine serviert, die andere Hälfte ein Gourmet-Dinner – zum gleichen Preis. Seit Ende der 1970er Jahre konzentriert er sich vor allem auf museale Sammlungsprojekte – jüngst stellte er z.B. eine Sammlung alter Schreibmaschinen aus. In jüngster Zeit schuf schuf Spoerri auch eine Reihe grotesker Bronzefiguren. Mit der Preisverleihung ist am 22. Oktober 2016 auch eine Vernissage zu einer umfangreichen Ausstellung in Regensburg verbunden. www.kunstforum.net/corinth_preis.php

Preise

Aenne-Biermann-Preis

DANIEL POLLER, Foto: Stadtverwaltung Gera/Monique Pucher

Daniel Poller erhielt den Aenne-Biermann-Preis der Stadt Gera (2.000 Euro). Dem Fotografen wurde von der Jury bescheinigt, mit seinen Arbeiten „festgefahrene Sehgewohnheiten und Konventionen“ zu überwinden.

Hochschulen

Filmfahrt „Flüchtlinge“

FOTOILLUSTRATION zum Projekt „Filmfahrt Flüchtlinge“

Die HfG Offenbach bietet ihren Studienanfängern im Fach Film/Video die Möglichkeit, in einem Gästehaus erste eigene Projekte zu realisieren. Bei der diesjährigen Filmfahrt ging es um das Thema „Flüchtling“. „Pro Tag wurde eine Episode inszeniert, wobei jede der fünf AutorInnen bei dem eigenen Stoff Regie führte und bei den Filmen der KommilitonInnen abwechselnd auch Kamera, Ton, Licht, Aufnahmeleitung usw. übernahm und so alle Positionen, Probleme und Reize, die Dreharbeiten mit sich bringen, kennenlernte.“ Die Filmfahrt wurde in Kooperation mit der HfMDK (Prof. Marion Tiedtke, Schauspiel) umgesetzt. Im Wintersemester betreut nun Prof. Rotraut Pape die Montage und Postproduktion der fünf Kurzfilme; Studierende im Lehrgebiet Komposition der HfMDK (Prof. Orm Finnendahl) entwickeln dazu Filmmusiken. Die Premiere ist im Frühling 2016. www.hfg-offenbach.de

Ausschreibungen

Weinlesekatalog-Wettbewerb

Der VIF Weinhandel lobt den VIF Kunstpreis aus. Es gilt, die Titelseite des VIF-Weinlesekatalogs zu gestalten; die Technik ist freigestellt. Preisgeld: 250 Euro in bar plus Wein im Wert von 250 Euro. Einzureichen sind ausschließlich gerahmte Kleinbild-Dias oder Fotoabzüge bis zum 31. Januar 2016 an: VIF-Wein erleben, Frank Roeder GmbH, Anne Roeder, Kreppstr. 6, 66333 Völklingen, E-Mail: aroeder@vif.de, www.vif.de

Preise

Französischer Ritterorden

GERHARD FINCKH, Fotoquelle: Wikipedia/Michael Schilling

Gerhard Finckh, Leiter des Von der Heydt-Museum in Wuppertal, wurde zum „Chevalier de l'Ordre des Arts et des Lettres“ ernannt. Damit würdigt die Republik Frankreich seinen Beitrag für die deutsch-französischen Beziehungen. Finckh hat mehrere Ausstellungen zu den französischen Impressionisten durchgeführt und zusammen mit der Stadt Reims eine Ausstellung zum Ersten Weltkrieg organisiert.

Preise

MediaArtHistories-Preis

BARBARA MARIA STAFFORD, Foto: Humboldt-Universität zu Berlin, P. Petersen, Berliner Thyssen-Vorlesung

Barbara Maria Stafford nimmt am 7. November 2015 in Montreal den MediaArtHistories-Preis in Empfang. Die Kunsthistorikerin hat sich auf die Erforschung der Verbindung von Kunst, Wissenschaft und optischen Medien spezialisiert. Rahmen der Verleihung ist die MediaArtHistories-Konferenz, die alle zwei Jahre auf einem anderen Kontinent stattfindet, diesmal in Nordamerika (Kanada). Träger ist das Department für Bildwissenschaft der Donau-Universität Krems. www.mediaarthistory.org

Ausschreibungen

Künstlerinnen treffen Hildegunde

2016 wird rund um das Kloster Meer in Meerbusch an Hildegunde von Meer, die Stifterin des Prämonstratenserinnenklosters Meer erinnert. Einen besonderen Rahmen wird der Künstlerinnenwettbewerb für Malerei, Fotografie, Skulptur und Installation einnehmen. Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Künstlerinnen - keine Al tersbeschränkung. Es gibt keinerlei inhaltliche und technische Vorgaben. Die Arbeiten werden dann an drei Orten in Meerbusch präsentiert. Einsendeschluss ist der 31. Dezember 2015. Anschrift für Bewerbungsunterlagen: Roger Gerhold Langster Straße 34 40668 Meerbusch. Rückfragen per Mail unter:rgerhold@machkultur.de

Ausschreibungen

Esslinger Bahnwärter Stipendium

Künstler mit nachweislicher Ausstellungs- oder Kuratorenerfahrung in Galerien und öffentlichen Ausstellungshäusern können sich bis zum 31. Januar 2016 um das Esslinger Bahnwärter Stipendium bewerben. Es ist als Kuratorenstipendium definiert. Stipendiendauer: sechs Monate. Höhe: 6.000 Euro. Für die Planung und Umsetzung einer Ausstellung herrscht Residenzpflicht vor Ort; dafür stehen eine Wohnung und ein Büro zur Verfügung. Kontakt: Kulturamt der Stadt Esslingen/Neckar, Rathausplatz 3, 73728 Esslingen, Tel. 0711-352334, E-Mail: kulturamt@esslingen.de, www.esslingen.de

Aktionen & Projekte

Volksbanane

THOMAS BAUMGÄRTEL, Aktion „Volksbanane“ auf der Kölner ART.FAIR 2015, Foto: Courtesy Th. Baumgärtel

Bekannt wurde Thomas Baumgärtel als „Kölner Bananensprayer“, der im In- und Ausland Kunstorte mit einem gesprühten Bananen-Symbol kennzeichnet. Begeistert davon waren allerdings nicht alle: als er 2002 auf den BSE-Skandal bei Rindfleisch reagierte, indem er eine „BSE-Banane“ an die Eingänge von Bio-Läden und vegetarischen Restaurants sprühte, wurde er verhaftet, musste eine Hausdurchsuchung, eine Beschlagnahme seiner Spray-Utensilien und sechs Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung über sich ergehen lassen. Jüngst wollte man auch beim englischen Freizeitpark Dismaland, den der Sprayer-Kollege Banksy gestaltete, nichts von der Baumgärtel-Banane wissen: Sicherheitskräfte hinderten den Bananensprayer daran, ausgerechnet am Vergnügungspark eines Graffiti-Künstlers seine Banane zu vollenden. Aktuelles Thema ist „25 Jahre deutsche Einheit“. Dazu führte Baumgärtel auf der Kölner ART.FAIR seine Aktion „Volksbanane für jedermann“ durch, bei der er auf kleinen Holztafeln mit einer Sprüh-Banane die Beschriftung durch einen Text ergänzt, den der Käufer selbst formuliert: „ Sie selbst bestimmen, wer oder was Banane ist. Diesen Text schreibt Thomas Baumgärtel. Aus der Holztafel wird ein individuelles Kunstwerk – gestaltet von Ihnen und dem Bananensprayer - eine Gemeinschaftsarbeit.“ Zusammen mit Harald Klemm stellte er außerdem in der Düsseldorfer Ausstellungshalle „Werft 77“ Arbeiten zum Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung aus: Bilder mit einem Bananen-Bundesadler, Trabis, dem Brandenburger Tor und Stacheldraht. www.bananensprayer.de

Aktionen & Projekte

Raumwelten

RAUMWELTEN 2014

Vom 12. bis 14. November 2015 findet die Veranstaltung „Raumwelten“ als „Plattform für Szenografie, Architektur und Medien“ in Ludwigsburg statt. Hier trifft „visionäre Architektur auf Markenkommuni¬kation, digitale Medien auf Livekommunikation und Messegestaltung“. Referenten sind u.a. Bruce Mau Barbara Holzer Elisabeth Menasse-Wiesbauer, Jan Knikker, Michael Mack, Arkas Förstner, Olivier Héral und Alicia Leuschner. Erstmals wird bei Raumwelten ein sichtbares architektonisches Zeichen in der Öffentlichkeit gesetzt, und zwar mit einem Pavillon auf dem Akademiehof Ludwigsburg. Die Veranstalter beurteilen ihn als „Paradebeispiel für temporäre Architektur und quasi öffentliches Sinnbild für Kommunikation im Raum“. Der Pavillon ist „das zentrale soziale Zentrum der Veranstaltung und dient als offener Begegnungsort, der für die Bevölkerung die Themen von Raumwelten direkt erlebbar macht. Im Raumwelten Pavillon finden Vorträge, Empfänge und Workshops statt...“ Der Entwurf stammt von Architekturstudenten der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und der Hochschule für Technik unter Leitung der Professoren Tobias Wallisser und Thomas Hundt. www.raum-welten.com

Aktionen & Projekte

Genesis

SEBASTIAO SALGADO, Die Frauen der Mursi und der Surma sind die letzten Frauen der Welt, die Lippenteller tragen. Im Mursi-Dorf Dargui im Mago-Nationalpark bei Jinka. Äthiopien. 2007 © Sebastião Salgado / Amazonas Images / Kunstfoyer

Sebastião Salgado, ehemaliger Kriegs- und Krisenfotograf, wurde durch den Wim Wenders-Film "Das Salz der Erde" bekannt. Im Kunstfoyer München der Versicherungskammer Kulturstiftung zeigt er nun seine Foto-Ausstellung "Genesis" (9. Oktober 2015 bis 24. Januar 2016). "Die Ausstellung umfasst rund 250 großformatige Fotografien. Zu sehen sind faszinierende unberührte Naturräume, die dem Zugriff unserer modernen Zivilisation bisher entgangen sind. Neben der Tier- und Pflanzenwelt fotografierte Salgado auch indigene Völker. Die Ausstellung wurde von seiner Frau Lélia Wanick Salgado kuratiert". www.versicherungskammer-kulturstiftung.de

Ausschreibungen

Förderpreis Videokunst

Das Kunstmuseum Bern und die Credit Suisse haben einen Nachwuchspreis ins Leben gerufen, der jungen Künstlern eine Plattform mit Öffentlichkeitswirkung bietet. Der mit 8.000 Franken und einem Platz in der Sammlung des Kunstmuseum Bern dotierte Preis richtet sich an Studierende, die mit dem Medium Video arbeiten. Ausgezeichnet werden Videoarbeiten, die aktuelle Themen aufgreifen und auf innovative Weise mit dem Medium umgehen. Installative Arbeiten können nicht berücksichtigt werden. Die Arbeiten (unter 20 Min. Abspieldauer) sind über die Webseite www.foerderpreisvideokunst.ch ausschliesslich in den Formaten Quick Time oder Flash (H.264 (.mp4, .mov, .f4v), FLV (.flv), max. 100 MB, Dateiname ohne Sonderzeichen!) einzureichen. Das Video muss einen Vor- und/oder Abspann beinhalten. Einschreibfrist: bis 27. Oktober 2015. Einreichfrist: bis 10. November 2015. www.foerderpreisvideokunst.ch

Hochschulen

Berlin: Workshop für Flüchtlinge

„KOMMEN-BLEIBEN“, Motiv zur Projektreihe, Foto: Lars Hübner, Kunsthochschule Berlin-Weißensee

An der Kunsthochschule Berlin-Weißensee finden schon seit zwei Jahren diverse Projekte zusammen mit Dozenten, Studenten und Geflüchteten statt. Ein aktueller Workshop im Herbst 2015 mit dem Titel „Do it yourself“ unterstützen die Studenten Flüchtlinge bei der Zusammenstellung von Bewerbungsmappen, „die ihren bisherigen Lebens- und Bildungsverlauf zusammenfassen sowie Fähigkeiten, Kenntnisse und Ausbildungs- oder Arbeitswünsche abbilden können. Das Portfolio soll dazu dienen, bei Ämtern und Bewilligungsstellen vorgelegt zu werden.“ Alle Aktivitäten sind nachzuschauen unter: www.kh-berlin.de/projekt-uebersicht/Project/overview/aktivitaeten-mit-gefluechteten-1932/yes.html

Preise

Publikumspreis

PETER VOGEL, Foto: Silvia Burgert, Copyright: Peter Vogel

Peter Vogel wurde im Juli 2015 der Kubus-Kunstpreis zuerkannt (20.000 Euro). Jetzt erhielt er auch noch den Publikumspreis (5.000 Euro). Die Auszeichnung wird gemeinsam von der Sparda-Bank Baden-Württemberg und dem Kunstmuseum Stuttgart für herausragende Leistungen im Bereich der Bildenden Kunst vergeben. www.kunstmuseum-stuttgart.de

Personalien

Little Sun-Projekt

OLAFUR ELIASSON, Foto: Studio Olafur Eliasson

Olafur Eliasson will mit seinem Little Sun-Projekt Menschen ohne Zugang zu einem Elektrizitätsnetz mittels Solarenergie die Nutzung von Strom ermöglichen. 2013 stellte der Künstler das Projekt erstmals auf der Art Basel Miami Beach vor. Seine Little Sun-Lampe, die er zusammen mit dem Ingenieur Frederick Ottesen entwickelte, hat inzwischen mehr als 670.000 Abnehmer gefunden. Sie wird z.B. im Art Shop der Fondation Beyeler in Riehen/Basel für 29 Franken angeboten. Der Erfolg dieser Kampagne ermöglicht es Eliasson nun, sein nächstes Little Sun-Projekt in die Produktion gehen zu lassen, nämlich ein solarbetriebenes Ladegerät für Mobiltelefone. www.littlesun.com/kickstarter

Personalien

Neue UNESCO-Direktorin

MECHTILD RÖSSLER

Mechtild Rössler ist neue Direktorin des Welterbezentrums der UNESCO in Paris. Ihr Vorgänger Kishore Rao ging in den Ruhestand. Rössler ist promovierte Geowissenschaftlerin.

Personalien

Hartwig Fischer geht nach London

HARTWIG FISCHER

Hartwig Fischer, bislang Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden,wird neuer Direktor des British Museum in London. Sein Vorgänger Neil MacGregor ist jetzt Gründungsintendant des Humboldtforums im rekonstruierten Berliner Stadtschloss.

Preview

Zeichnungen in Gent

MICHAËL BORREMANS, Zeichnung, Pressefoto zur Ausstellungsankündigung

Vom 10. Oktober bis zum 31. Januar 2016 zeigt das S.M.A.K-Stedelijk Museum voor Actuelle Kunst in Gent die Ausstellung „The Bottom Line“ mit 53 Künstlern. Ihre Beiträge sind signifikante Beispiele für das Medium der Zeichnung in der Gegenwartskunst. Das Spektrum reicht von flüchtigen Skizzen bis zu großformatigen Zeichnungen.Künstlerliste: Adel Abdessemed, Tomma Abts, Francis Alÿs, William Anastasi, Anna Barriball, Marc Bauer, Thomas Bogaert, Monica Bonvicini, Michaël Borremans, Andrea Bowers, Manon de Boer, Thierry De Cordier, Edith Dekyndt, Johan De Wilde, Tacita Dean, Trisha Donnelly, Ellen Gallagher, Andrea Galiazzo, Nikolaus Gansterer, Julian Göthe, Roni Horn, Henri Jacobs, Mark Lombardi, Nick Mauss, Mark Manders, Paul McCarthy, Lucy McKenzie, Julie Mehretu, Matt Mullican, Marc Nagtzaam, Jockum Nordström, Henrik Olesen, Gabriel Orozco, Raymond Pettibon, Chloe Piene, Carol Rama, Robin Rhode, Salam Atta Sabri, Thomas Schütte, Mithu Sen, Jim Shaw, Paul Sietsema, Alexandre Singh, Bart Stolle, Elly Strik, Ante Timmermans, Rosemarie Trockel, Ignacio Uriarte, Erik Van Lieshout, Anne-Mie Van Kerckhoven, Sandra Vasquez de la Horra, Jorinde Voigt und Kemang Wa Lehulere. Außerdem präsentiert das S.M.A.K. Vom 31. Oktober bis zum 14. Februar 2016 eine Ausstellung über das bildhauerische Werk von Ayşe Erkmen und Ann Veronica Janssens. Anlass für die „vertiefende Werkschau“ ist die Aufstellung einer Skulptur der beiden Künstlerinnen auf dem Genter Korenmarkt. www.smak.be

Museen & Institutionen

Malerei aus Leipzig

ERICH KISSING, „Zureiten“, Eitempera, 1982/84, Galerie Schwind, Leipzig (Ausschnitt)

Bis zum 29. November 2015 zeigt der Kunstverein Talstraße in Halle/Saale (Talstr. 33) die Ausstellung „Die phantastische Linie – Kunst aus Leipzig“. Der Bogen reicht von Max Klinger über ein Aquarell von Werner Tübke und Werkbeispielen anderer Maler aus seinem zeitlichen Umfeld der Nachkriegszeit bis zu den Malern der „Neuen Leipziger Schule“, als deren wichtigster Vertreter Neo Rauch gilt. Von den jüngeren Vertretern der Leipziger Malerei sind in der Ausstellung Arbeiten von Gudrun Petersdorff, Caroline Kober, Tilo Baumgärtel, Ulf Puder u.a. zu sehen. www-kunstverein-talstrasse.de

Preview

Germaine Krull: Werkschau

GERMAINE KRULL, Selbstporträt mit Ikarette , 1925, Gelatin silver print mounted on cardboard, 23,6 x 17,5 cm, Achat grâce au mécénat de Yves Rocher, 2011. Ancienne collection Christian Bouqueret. Centre Pompidou, Paris. Musée national d'art moderne/Centre de création industrielle, Copyright: Estate Germaine Krull, Museum Folkwang, Essen

Germaine Krull „galt in den zwanziger Jahren in Paris als die Fotografin der Intellektuellen und als bedeutende Vertreterin ihrer Kunst. André Malraux stellte ihre Fotos aus, gleichberechtigt neben moderner Malerei. Jean Cocteau bescheinigte ihr, sie habe mit ihrer Kamera 'eine neue Welt entdeckt, in der Technik und Seele einander durchdringen' und Walter Benjamin nahm sie in seine 'leine Geschichte der Fotografie' auf. Er schätzte Germaine Krulls politisch wie menschlich engagierte Haltung ebenso wie ihre radikale Bildästhetik und wies ihr den gleichen künstlerischen Rang zu wie August Sander und Karl Blossfeldt.“ Der Berliner Martin Gropius-Bau zeigt nun vom 15. Oktober 2015 bis zum 31. Januar 2016 eine umfassende Werkschau mit Fotografien von Germaine Krull. www.gropiusbau.de

Personalien

Neuer Direktor

Wolf Eiermann führt nun das Museum Georg Schäfer in Schweinfurt. Mit der vorherigen Leiterin hatte es Querelen „wegen unterschiedlicher Auffassungen über die personelle und finanzielle Ausstattung des Museums“ gegeben. Sie ist nach einer außergerichtlichen Einigung bis Ende 2015 frei gestellt. Das Museum umfasst die Sammlung des Industriellen Georg Schäfer mit dem Schwerpunkt deutscher Malerei des 19. Jh. www.museumgeorgschaefer.de/

Biennalen

Manifesta 11

CHRISTIAN JANKOWSKI auf der Pressekonferenz zur Manifesta 11, Seebad Enge, Zürich, Sept. 2015, Foto: Copyright Livio Baumgartner

Die nächste Manifesta-Biennale findet im Sommer 2016 in Zürich statt; Kurator ist der Künstler Christian Jankowski. Unter dem Titel „What People Do For Money: Some Joint Ventures“ will er Künstler mit Angehörigen verschiedener Berufssparten zusammen führen. Inhaltlich stehen dabei die Fragen im Mittelpunkt: „Inwiefern sind Berufe prägend für die eigene Identität? Welchen Stand hat der eigene Beruf in der heutigen Gesellschaft und Kultur?“ Angekündigt sind 35 Neuproduktionen, die als Ausstellungsorte die jeweiligen Arbeitsplätze haben. Daneben fungieren das Löwenbräukunst-Areal (Migros Museum für Gegenwartskunst, LUMA Westbau / POOL etc. und Kunsthalle Zürich), das Helmhaus und das Cabaret Voltaire als Hauptausstellungsorte. Den Kern bildet eine schwimmende Plattform im Zürichsee („Pavillon of Reflections“). „Seit der ersten Manifesta-Ausgabe vor 20 Jahren stellen die Initiatoren immer das kritische Denken, die wissenschaftliche Recherche und das künstlerische Experiment in den Vordergrund. Ihr hoher Vermittlungsanspruch und das umfangreiche Begleitprogramm sichern den Dialog mit jüngeren Kunstinteressierten sowie einem 'kunstfremden' Publikum.“. Jankowskis kuratorisches Konzept „beruht auf drei Grundsätzen, die auch für seine künstlerischen Untersuchungen richtungsweisend sind: Kollaborationen, dem Einbinden von Publikumsgruppen jenseits des traditionellen Kunstpublikums sowie der Reflektion von massenmedialen Formaten.“ www.manifesta11.org

Aktionen & Projekte

Spielart München

AMARILLO - Teatro Línea de Sombra auf dem Spielart§-Festival München

Das Münchener Theaterfestival "Spielart" findet in diesem Jahr vom 23. Oktober bis zum 7. November 2015 statt. "Vielfältige performa­tive Formen laden ein, ge­wohnte Perspektiven zuverlassen, die Welt anders zu sehen und viel­leicht neu zu verstehen. Bei der elften Ausgabe des Festivals geht es um Relikte des Kolonialis­mus und Nationalismus, um Lebensgeschichten von Flüchtlingen, um die Forderung nach Sicherheit und Kontrolle, um transnationale Familiengeschich­ten, um Henkersmahlzeiten und die Schönheit des Desasters." www.spielart.org

Aktionen & Projekte

Urban Lights Ruhr

URBAN LIGHTS RUHR,

Foto: © Roman Mensing/Urbane Künste Ruhr 2015

„Urbane Künste Ruhr“ beleuchtet die Stadt Hagen. Der Lichtparcours erstrahlt vom 9. bis zum 25. Oktober 2015, jeweils Freitag bis Sonntag. Die Interventionen "greifen in den Stadtraum Hagens ein und bieten neue Perspektiven auf das Vertraute." In den Jahren davor wurde der öffentliche Raum in Bergkamen und Hamm bespielt; 2015 verwandelt „Urban Lights Ruhr“  die Stadt Hagen "zum Testfeld für Licht und Medienkunst." Das Lichtkunst-Projekt "schafft Wahrnehmung für abseitige Räume und solche, die einem fortwährenden Veränderungsprozess unterliegen." Im Unesco-Jahr des Lichts wird die Ruhrstadt zugleich neben Metropolen wie Berlin, Brüssel, Helsinki, Liverpool und Madrid Austragungsort des internationalen Netzwerkes Connecting Cities. Unter dem Titel In/Visible City 2015 produziert und zeigt Urbane Künste Ruhr Medien- und Lichtkunstprojekte, die sich mit der Sichtbarmachung des Nicht-Sichtbaren im städtischen Raum befassen. Das Festivalzentrum für „Urban Lights Ruhr“ befindet sich im Bunker an der Bergstraße 98, Hagen, und ist täglich von 16.00 bis 23.00 Uhr geöffnet. Hier beginnen und enden auch alle Führungen. Infos unter: www.urbanekuenste.ruhr.de

Aktionen & Projekte

Reflektieren und frittieren

MATTHIAS SCHAMP, „Reflektieren und frittieren“, Aktion, Duisburg 2015

Ob die Currywurst nun in Berlin oder im Ruhrgebiet erfunden wurde, ist eine kulinarische Glaubensfrage. Auf jeden Fall ist unter der Bezeichnung „Pommes rot-weiß“ mit Ketchup und Mayonnaise eine Spezialität in der Imbisskultur des Ruhrreviers. Der Bochumer Künstler Matthias Schamp zieht am 24. September 2015 von 19 bis 21 Uhr  im Rahmen der Reihe „plastikBAR“ mit seinem „Mythos Grill“ ins Duisburger Lehmbruck-Museum ein und eröffnet dort eine „temporäre Filiale“ seines Kunst-Imbisses. Inspiriert hat ihn dazu die Tatsache, dass griechische Tavernen oft nach antiken Gottheiten benannt sind; sie heißen „Athena Grill“, „Taverne Zeus“ oder „Restaurant Dionysos“. Allerdings widmete sich die Schamp‘sche Aktion vor Ort nicht dem griechischen Nationalgericht Gyros, sondern der deutschen Kartoffel. O-Ton Schamp: „Gemeinsam wollen wir einer wirklich großen Kunst entgegengehen und dabei den Ausdruck unserer Zeit finden in einem monumentalen, zeitgemäßen Stil. Und dies auch wenn ich dazu die Lehmbruck-Aussage ‚Ein jedes Kunstwerk muß etwas von den ersten Schöpfungstagen haben‘, von Erdgeruch, man könnte sagen: etwas Animalisches leicht abwandeln musste und ‚Animalisches‘ im Geiste durch ‚Pflanzliches‘ ersetzt habe. Denn was strömt mehr Erdgeruch aus als Kartoffeln?“ Matthias Schamp wurde bundesweit bekannt, als er in der Satire-Zeitschrift „Titanic“ seine Fotoreihe „Schlechte Verstecke“ veröffentlichte. In Bochum ist der Künstler „Inhaber einer kleinen Sinnsucherei“. www.der-schamp.de

Preview

Forsythe-Werkschau

WILLIAM FORSYTHE, Solo, 1997 Filmstill © William Forsythe

William Forsythe gilt als „Erneuerer der Ballettsprache, der die Praxis des Tanzes neu definiert und wie kaum ein anderer die nachfolgenden Generationen von Tänzern prägt.“ 1984 gründete er das Ballett Frankfurt und 2004 The Forsythe Company, als deren künstlerischer Direktor er kürzlich ausschied. Anlässlich seiner derzeitigen künstlerischen Neuorientierung ist die aktuelle Ausstellung im MMK-Museum für Moderne Kunst Frankfurt ist die erste Präsentation, die Forsythes Werk in all seinen Facetten mit Hauptwerken der vergangen zwanzig Jahre vorstellt (17. Okt. 2015 bis 31. Jan. 2016). www.mmk-frankfurt.de

Preview

Schatten der Avantgarde

HENRI ROUSSEAU, Le Lion, ayant faim, se jette sur l'antilope, 1905, Öl auf Leinwand, CopyrightFondation Beyeler, Riehen/Basel, Foto: Robert Baye

Falk Wolf kuratiert zusammen mit Kasper König die Ausstellung „Der Schatten der Avantgarde - Rousseau und die vergessenen Meister“ für das Essener Folkwang Museum ( 2. Okt. 2015 bis 10. Januar 2016). Dabei stellen sie Werke von Autodidakten wie Henri Rousseau, André Bauchant, Séraphine Louis, Martín Ramírez oder Bill Traylor den Schlüsselwerken moderner und nach-moderner Kunst von Honoré Daumier bis Pablo Picasso und Blinky Palermo gegenüber. Obwohl auch viele etablierte Künstler unserer Zeit keine Ausbildung an einer Kunstakademie genossen (der Fluxus-Künstler George Brecht z.B. war gelernter Chemiker) und die für diese Ausstellung ausgewählten Exponate mit jenen der akademischen Meister qualitativ gleichziehen können, werden Autodidakten dennoch oft als „Sonntagsmaler“, „Hobbykünstler“, „Naive“ oder gar „Outsider“ abgestempelt: auch bei der Ausschreibung von Künstlerwettbewerben ist meistens der Nachweis einer Hochschulausbildung Voraussetzung für die Teilnahme. Insofern lassen Wolf und König nun diese nicht-akademischen Künstler aus dem „Schatten der Avantgarde“ heraustreten. www.museum-folkwang.de/

Messen & Märkte

Frieze Art Fair

FRIEZE ART FAIR LONDON, Foto: Polly Braden/Courtesy Frieze Art Fair

Die Leipziger Galerie Eigen + Art hat sich angemeldet, natürlich auch der New Yorker Filial-Grossist Larry Gagosian, Hauser und Wirth (London et al.), Thaddaeus Ropac (Salzburg), Johann König (Berlin), Ursula Krinzinher (Wien) und David Zwirner (New York): alle renommierten Galerien mit globalen Messeaktivitäten sind auch in diesem Hernst wieder auf der Frieze Art Fair London (14.-17. Oktober 2015) und dem zeitgleichen Pendant Frieze Masters London mit kunsthistorischen Positionen angemeldet (diese Messe dauert einen Tag länger bis zum 18. Okt. 2015). Das Programm der Frieze Art Fair mit zeitgenössischer Kunst ist auch diesmal wieder in einen Galerien-Parcours und einen drei Minuten Fußweg entfernten Skulpturen-Teil im English Garden aufgeteilt, ergänzt um „Frieze Projects“, wo Künstler wie Thea Djordjadze oder Lutz Bacher Solo-Projekte präsentieren können. Rachel Rose als Gewinnerin des Frieze Artits Award 2015 bekommt ebenfalls einen Messeauftritt ausgerichtet, und für das Filmprogramm wurden die Künstler Charles Atlas with Rashaun Mitchell + Silas Riener, Xavier Cha, Gery Georgieva und Thirteen Black Cats ausgewählt. www.friezelondon.com

Preise

Cologne Fine Art Preis

CANDIDA HÖFER, Courtesy Galerie Eva Presenhuber, Zürich. Foto: Gertraud Presenhuber, Wien

Candida Höfer wurde mit dem Cologne Fine Art Preis für ihr „einflussreiches künstlerisches Werk“ ausgezeichnet (10.000 Euro). Der Preis wird vom Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler (BVDG) gemeinsam mit der Koelnmesse vergeben. In den 1970er Jahren dokumentierte sie in ihrer Heimatstadt Köln das Leben türkischer Migranten. Damals begann sie auch schon, sich auf die Motive in zumeist geschichtsträchtigen Innenräumen zu konzentrieren; vor allem mit diesen Aufnahmen wurde sie dann international bekannt.www.colognefinerart.de

Museen & Institutionen

Weg in die Einheit

DANIEL BISKUP, Fotoarbeit aus dem Zyklus Budapest-Berlin..., Copyright: Daniel Biskup (Ausschnitt)

Legendär sind die Worte des US-Präsidenten John F. Kennedy bei seinem Berlin-Besuch 1963, zwei Jahre nach dem Bau der Mauer: "Ich bin ein Berliner". Die Kenndeys waren in den 1960er Jahren das erste Glamour-Ehepaar im Weißen Haus und sie wurden zu einem Medienmythos, wie das noch wenige Jahre zuvor undenkbar war. Das Berliner Museum "The Kennedys" der CAMERA WORK AG verfügt über eine Sammlung von Fotos, offiziellen und privaten Dokumenten über die Kennedy-Familie. In einer Sonderausstellung zeigt dort jetzt Daniel Biskup vom 2. Okrtober bis zum 29. November 2015 die Ausstellung "Budapest-Berlin: Mein Weg zur Einheit". Der aus Bonn stammende Fotograf war im Sommer 1989 nach Budapest gereist und hatte nach der Öffnung der ungarisch-österreichischen Grenze die Flucht der DDR-Bürger von dort in den Westen mit der Kamera fest gehalten. www.camerawork.de

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