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Preise

Rhenania-Kunstpreis

ERWIN STACHE und DR.CHIKASHI MIYAMA, Foto: Copyright Bernd Arnold

Erwin Stache und Dr. Chikashi Miyama wurden in Köln „für ihren spielerischen Umgang mit dem Festivalthema Strom“ mit dem Kölner Rhenania-Kunstpreis bedacht (insgesamt 1.000 Euro). Das „Strom“-Festival findet einmal jährlich mit den Künstlern des Atelierhauses Rhenania im Rheinauhafen statt. Kurator war in diesem Jahr Oliver Niemöller. www.rheinauhafen-koeln.de/173

Aktionen & Projekte

Time's Up – Mind the map

GAVIN SCHAEFER, Pressefoto zur Ausstellung „Time's up...“ (Ausschnitt)

Bis zum 11. Oktober 2015 ist die Ausstellung „Time's Up – Mind the Map“ im Zentrum für Gegenwartskunst „Le Lieu unique“ von Nantes (Bretagne) zu sehen. „Time’s Up“ wurde 1996 gegründet und ist im Donauhafen von Linz (Österreich) beheimatet. Das Künstlerkollektiv versteht seine Aktivitäten als „Labor zur Schaffung experimenteller Situationen“ und „modelliert dem Alltag entlehnte Wirklichkeiten die sich von einem Publikum intuitiv und spielerisch erschliessen lassen.“ Die künstlerische Umsetzung erfolgt in „raumgroßen, begehbaren, haptisch erlebbaren Erzählungen und interaktiven, medienangereicherten Installationen“, in denen das Publikum als Schauspieler agieren kann. Die Ausstellung in Nantes widmet sich der aktuellen Auseinandersetzung „mit dem Themenfeld Migration“. Sie wurde als „physische Erzählung“ erarbeitet: „Anhand der Lebensgeschichte der fiktiven Figur Christine Kollan, ihres Zeichens zufällige Flüchtlingshelferin und ungeplante Firmenerbin, werden die verschiedenen Ebenen der Auswirkungen des europäischen Umgangs mit Flucht und Migration auf das Leben und Handeln von uns allen diskutiert: Wie können, sollen und müssen Konzepte für eine europa- und weltweite Koordination von Migration aussehen, um den verschiedenen Anforderungen, den humanitären jedoch zuallererst, gerecht zu werden? Welche Rolle dürfen und müssen sozial- oder wirtschaftspolitische Faktoren haben und in welchem Verhältnis zueinander sollen diese stehen? Wann kann, soll und darf wer, unter welchen Bedingungen, wo hingehen, bleiben, leben, arbeiten, wählen, sich einbringen? Beharren etablierte Industrienationen weiterhin auf Systeme der Segregation, Überlegenheit und Ungleichheit oder können auch Wege, die Annäherung, Globalisierung, Kosmopolitismus und Multikulturalismus gleichberechtigt und umfassend betreiben, beschritten werden? Mind the Map stellt den Versuch dar, das Publikum zu motivieren, sich nicht mit dem Banalen, dem Offensichtlichen oder gar dem Falschen zufrieden zu geben und der Hetze entgegen zu treten.“ www.timesup.org/ffab/mtm/nantes

Aktionen & Projekte

Kunst der Begegnung

WANG CHUYU in Macao, 2015, Fotograf: unbekannt

Seit Jahren organisieren Boris Nieslony und das nordrhein-westfälische Aktionslabor PAErsche einen Austausch zwischen Performern aus Asien und diversen Netzwerken in Europa. Aus verschiedenen Ländern und Regionen des fernen Ostens kommen Künstler nach Europa, „um Praktiken und theoretische Hintergründe ihrer kulturellen Tätigkeit zur Disposition zu stellen.“ Im Herbst 2015 treffen 40 Künstler aus den europäischen Partnerländern mit acht chinesischen Gästen zusammen, die sechs Wochen lang durch Europa touren:Feng Weidong (San Mao), He Chengyao, Li Xiaomu, Qiao Shengxu, Wang Chuyu, Xiang Xishi, Zhou Bin und Chen Jin treten am 9. Oktober 2015 im Rahmen des „Interval“-Festivals im öffentlichen Stadtraum von Essen auf und am 10. Oktober 2015 mit Soloperformances im Essener Artspace ERDgeschoss (Emmastr. 1a). Weitere Stationen sind das PAErsche Aktionslabor im Künstlerforum Bonn und im Kölner Orangerie-Theater, das Performance-LAB PAN, FAMA, bb15 und „Die Fabrikanten“ in Linz/Österreich, das PAN in Wien, der Kaskadenkondensator in Basel, das ART-Lab in Burgbrohl/Rheinland und Actus. Ricochets in Brüssel. Das atmosphärische Spektrum dieser Räume reicht vom „spröden White Cube der klassischen Galerie“räume, über die „Schwärze der Theater-Bühnen“ und „Fabrikhallen mit ihrem rohen Charme“ bis §zu urbanen Stadt- und Industrielandschaften, die durch Interventionen und Wanderungen“ erforscht und erfahren werden. Die chinesischen Performer wurden eingeladen, „weil sie in diesen experimentellen Feldern und Medien das Geflecht 'Tausch, Gabe und Gegengabe' in der Kommunikation zwischen Publikum und ihren eigenen ästhetischen Interessen pflegen. Ähnlichkeit und Differenz zu den Praktiken der europäischen KünstlerInnen ist Grund und Ausrichtung der Begegnung...“www.asa.de

Aktionen & Projekte

No Show Museum

Andreas Heusser ist Kurator des No Show Museums – es ist ein Museum für nichts und verfügt über ein Konvolut von Werken und Dokumenten von 120 Künstlern des 20./21. Jh. Als mobiles Museum dient ein alter Postbus, mit dem Heusser derzeit bis Oktober 2015 in Europa unterwegs ist, bis er in Italien dann die Endstation Venedig (Biennale) erreicht hat. Das Transportgut besteht aus 24 „unsichtbaren Werken purer  Concept Art“. Angekündigt ist eine Ausstellung mit „nichts von Joseph Beuys, Gordon Matta-Clark, Agnieszka Kurant, Santiago Sierra, Robert Rauschenberg und Ben Vautier.“

Aktionen & Projekte

The Rest in Noise

ALEX ROSS, Fotoquelle: Wikipedia/Courtesy John D. and Catherine T. MacArthur Foundation

Das Buch „The Rest is Noise“ des amerikanischen Musikkritikers Alex Ross wird in den kommenden Wintermonaten als eine gemeinsame Lesereihe der Ruhrtriennale mit sechs Theatern der Region auf die Bühne gebracht. Johan Simons erarbeitet als Regisseur dafür mit seinem Dramaturgenteam sechs neue Etappen seiner erfolgreichen „The Rest is Noise“-Lesereihe, die ihren Anfang bei den Münchner Kammerspielen nahm. Es lesen die jeweiligen Schauspielensembles, musikalisch begleitet von Mitgliedern der Bochumer Symphoniker und dem Musiker Carl Oesterhelt. Regie führt der Intendant der Ruhrtriennale Johan Simons. „Alex Ross führt uns ins Wien der Vorkriegszeit, ins Paris der 1920er Jahre, in Hitlers Deutschland und Stalins Russland. Wir entdecken die New Yorker City in den 1960ern und 1970ern und die futuristische Globalisierung vor der Jahrtausendwende. Das Resultat ist die Geschichte eines Jahrhunderts, erzählt von seiner Musik.“ Orte und Termine: Schauspiel Essen, 5. November 2015, Schlosstheater Moers 3. Dezember 2015, Schauspiel Dortmund 21. Jan. 2016, Theater Oberhausen 4. Feb. 2016, Theater an der Ruhr 17. März 2016, Schauspielhaus Bochum 7. April 2016. Der Vorverkauf hat schon begonnen: www.ruhrtriennale.de

Biennalen

Curitiba International Biennal

TEIXEIRA COELHO, Foto: Courtesy Curitiba Biennial

Teixeira Coelho, Emeritus an der USP’s School of Arts and Communications und Kurator diverser Ausstellungen in Brasilien, u.a. koordinierender Kurator am Museum von Sao Paulo, zeichnet für das Konzept der Curitiba International Biennal verantwortlich (3.10.-6.12. 2015). Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf Lichtkunst. Ausgehend von Samuel Becketts Bonmot, das Schreiben habe ihn die Ruhe gelehrt, so wie auch Ludwig Wittgenstein meinte, worüpber man nicht sprechen könne, müsse man schweigen, begreift auch Coelho künstlerische Ausdrucksformen, die Licht modulieren, als ein Medium, Unaussprechliches in Bilder zu fassen. Der Titel „World Light“ dieser Biennale lehnt sich an den finnischen Nobelpreisträger Halldór Laxness an. www.bienaldecuritiba.com.br/

Preise

Max-Pechstein-Förderpreis

JERONIMO VOSS und MARIA ANISIMOVA, Foto: Fotoatelier Lorenz, Zschorlau (Gregor Lorenz)

Maria Anisimowa empfing den Zwickauer Max-Pechstein-Förderpreis. Der Preis wurde von dem Maler Pechstein selbst im Jahre 1947 initiert. Zusammen mit vier anderen Kandidaten stellt die Förderpreisträgerin bis zum 18. Oktober 2015 im Kunstmuseum Zwickau aus. Das Stipendium geht an Jeronimo Voss aus Frankfurt am Main. www.kunstsammlungen-zwickau.de

Ausschreibungen

Stipendium Junge Kunst

Das Stipendium Junge Kunst wird von der Alten Hansestadt Lemgo und der Staff Stiftung Lemgo ausgelobt. Bewerben können sich Künstler mit einem Hochschulabschluss und Wohnsitz in Deutschland bis zu einem Höchstalter von 35 Jahren. Zum Abschluss des Stipendienjahres findet eine Ausstellung mit den Arbeiten statt, die während des Aufenthaltes entstanden sind. Deadline: 15. November 2015. Infos: www.lemgo.net/493.html

Galerien & Auktionshäuser

curated by_vienna

JEANETTE ZWINGENBERGER

curated by_vienna 2015 wird von "departure", dem Kreativzentrum der Wirtschaftsagentur Wien, in Kooperation mit 20 ausgewählten Wiener Galerien für zeitgenössische Kunst organisiert. "Impulsgebend für curated by_vienna 2015 waren Überlegungen zur Schnittstelle zwischen Kunst und Kapital. Der titelgebende Essay "Tomorrow Today" des Philosophen und Literaturwissenschaftlers Armen Avanessian beschäftigt sich mit künstlerischen Strategien für eine post-kapitalistische Ära. Avanessian fragt nach zukünftigen (und bereits existenten) alternativen Modellen von Kunst und Ökonomie." Die Ausstellungen finden zwischen dem 10. September und dem 17. Oktober 2015 statt. So zeigt z.B. die Galerie Ernst Hilger unter dem Titel „Kondensierte Zeiten und implodierende Welten“ Arbeiten von Künstlern wie Erró, Robert Crumb und Damien Hirst (kuratiert von Jeanette Zwingenberger), die sich auf (selbs)ironische Weise mit „grundlegenden Themen der Menschheit auseinandersetzen“. Ruth Noack kuratiert für die Galerie Raum und Licht die Ausstellung „Notes on crisis, currency and Consumption“ mit Künstlerbeiträgen, die sich kritisch mit „Produktionsverhältnissen, Geld- und Warenflüssen“ beschäftigen. Eine Ausstellung über das sich wandelnde Verständnis von Geld hat Katerina Gregos für die Galerie Mario Mauroner Contemporary zusammen gestellt, und unter dem Titel „Verkauf in Nebenräumen“ hat Harald Falckenberg für Krinzinger Projekte eine Ausstellung über das Label konzipiert:„Statt der Kunstwerke ohne Label“ zeigt er die „Label ohne Kunstwerke... Die Kunstwerke können in den Nebenräumen der Galerie erstanden werden." www.wirtschaftsagentur.at

Hochschulen

München: Akademie-Galerie

OLGA GOLOSHCHAPOVA

Olga Goloshchapova stellt vom 9. bis zum 20. September 2015 (Eröffnung: 8. September 2015) in der Akademie-Galerie der Kunstakademie München aus. Olga Goloshchapova ist Studentin in der Klasse von Stephan Huber, in der der Schwerpunkt auf Plastik, Zeichnung, Video und Installation liegt. Es folgt in der Galerie vom 7. bis zum 17. Oktober 2015 die Ausstellung von Kitty and Joy mit dem Titel „Train and gain with Kitti and Joy“. www.adbk.de

Museen & Institutionen

Film über Erwin Wurm

LAURIN MERZ und ERWIN WURM (rechts)

Zu einer Filmpräsentation und einem Künstlergespräch „Erwin Wurm – der Künstler der die Welt verschluckt“ lädt die Kunststiftung Erich Hauser in Rottweil für Donnerstag, 24. September 2015, 19.00 Uhr ein. „Der österreichische Bildhauer Erwin Wurm zählt zu den Stars der zeitgenössischen Bildhauerszene. Mit seinen ulloverarbeiten, One Minute Sculptures sowie formveränderten Alltagsobjekten und menschlichen Figuren hat er in den letzten 20 Jahren ein bildhauerisches Oeuvre geschaffen und den Skulpturbegriff um partizipatorische, soziale und zeitliche Aspekte erweitert. Erich Hauser erwarb in den 1980er-Jahren, als der Künstler eine Ausstellung im Forum Kunst Rottweil hatte, eine Holzskulptur von ihm, die heute in seiner Kunstsammlung zu sehen ist.Mit der Kamera begleitete der Filmregisseur Laurin Merz den Künstler auf seinem Weg rund um die Welt. Er war beim Ausstellungsaufbau in Peking, Moskau, Paris und Miami mit dabei. Vier Jahre lang gewährte ihm der Künstler Einblick in seine Welt, sein Schaffen, seine Kunst.“ www.erichhauser.de

Personalien

Schenkung

CARSTEN NICOLAI, 2008, Foto: Sebastian Mayer, AEIOU. VG Bild Kunst, Bonn

Carsten Nicolai schenkte zu seinem 50. Geburtstag seiner Geburtsstadt Chemnitz für deren Kunstsammlung die monumentale audiovisuelle Installation „unitape“. Die Installation visualisiert auf 25 m Länge mit Lautsprechern, Spiegelflächen und grafischen Anspielungen an das Lochkartensystem das Prinzip der Codierung, das auf diese Weise ins Unendliche projiziert wird.

Aktionen & Projekte

Raumschiff Erde

ABB. ZU RAUMSCHIFF ERDE, Foto: USGS/ESA

Seitdem in den 1960er-Jahren die ersten Satelliten ins All geschossen wurden kontrollieren Kameras mittels Satellitenbilder den Zustand der Er de vom Weltraum aus und liefern oftmals spektakuläre Aufnahmen. Derlei Fotos stehen im Zentrum der neuen Ausstellung des Ars Electronica Center. Sie zeigt, welch Fülle an Informationen sich hinter solchen beeindruckenden Aufnahmen verbergen. In einer Ausstellungskooperation der Europäischen Weltraumbehörde ESA und der Ars Electronica wird ein Einblicke in das Erdbeobachtungsprogramm der ESA geboten, und in dessen Forschungsgegenstand und –ergebnisse rund um Wetterentwicklung, die Expansion von Städten oder die Auswirkungen des Klimawandels. Das Interaktionsdesign der Ausstellung wurde von der Ars Electronica Solutions entwickelt. Die Ars Electronica läuft bis zum 7. Sept. 2015. www.aec.at

Biennalen

Fotoindustria Biennale Bologna

KATHY RYAN, Ausstellungsbeitrag, Pressefoto

Die Fotoindustria Biennale von Bologna ist für den Zeitraum 2. Oktober bis 1. November 2015 mit 14 Ausstellungen im historischen Zentrum der Stadt angekündigt. Eine zweite Ausstellung im Gebäude MAST Foundation läuft noch bis zum 10. Januar 2016. Der Eintritt ist frei. Für die künstlerische Direktion zeichnet François Hébel verantwortlich. Der Themenschwerpunkt liegt auf Motiven aus der Arbeitswelt. www.fotoindustria.it

Museen & Institutionen

Jime Dine-Retrospektive

JIM DINE, Big Wall of Hearts, 2002, handkolorierter Holzschnitt, Copyright: VG Bild-Kunst Bonn 2015 (Ausschnitt)

Das Museum Folkwang Essen widmet sich vom 30. Oktober 2015 bis zum 31. Januar 2016 dem grafischen Werk des Amerikaners Jim Dine, der soeben 80 Jahre alt wurde und aus diesem Anlass eine Retrospektive ausgerichtet bekommt. Mit rund 150 Werken des Pop Art-Künstlers ermöglicht die Ausstellung einen repräsentativen Einblick in das mehr als fünf Jahrzehnte umspannende grafische Schaffen. Klassische druckgrafischen Techniken wie Holzschnitt, Lithografie und Radierung sind dabei ebenso vertreten wie solche, bei denen Dine neue technische Verfahren erprobte, etwa die Bearbeitung der Druckplatte mit elektrischen Feinbohrern. www.museum-folkwang.de

Preview

Sammlung Würth in Berlin

DAVID HOCKNEY, „Three Trees near Thixendale, Spring“, 2008, Öl auf acht Leinwänden, Sammlung Würth, Inv. 12500, Copyright: David Hockney 2015, Foto: Richard Schmidt (Ausschnitt)

Der Berliner Martin-Gropius-Bau ist ab dem 11. September 2015 für vier Monate temporäre Heimstatt der Sammlung Würth. 400 Herzstücke des Sammlungsbestandes aus der Zeit der Spätgotik bis in die Moderne und Gegenwart sind dort bis zum 10. Januar 2016 ausgestellt. Neben einer Auswahl aus der renommierten Altmeistersammlung, zu der auch die Schutzmantelmadonna von Hans Holbein d. J. Gehört, erwartet die Besucher u. a. Hockneys Jahreszeiten-Zyklus, bedeutende Werke stilbildender Künstler des 20. Jahrhunderts von Max Ernst bis Andy Warhol, Klassiker der geometrischen Abstraktion, sowie Anthony Caros monumentale Skulptureninstallation „The Last Judgement – Sculpture“. www.gropiusbau.de

Biennalen

GIBCA Göteborg Biennale

Elvira Dyangani Ose kuratiert die GIBCA-Göteborg Biennale für zeitgenössische Kunst (12. September bis 22. November 2015). Thema: „A story within a story“. Spielort ist u.a. auch ein House of Words in Form eines temporären Pavillons, den der Architekt Santiago Cerugeda gestaltet hat. Hier organisiert der Künstler Loulou Cherinet diverse Gemeinsachaftsprojekte – als Reflex auf die afrikanischen Gemeinschaftshäuser als kommunikative Treffpunkte. Künstlerliste: Anna Lundh, Ângela Ferreira, Arvo Leo, benandsebastian, Bouchra Khalili, Carlos Motta, Coco Fusco, Esther Shalev-Gerz, Inmaculada Salinas, Isabel Lewis, Jacob Kirkegaard, Kader Attia, Kerry James Marshall, Leslie Hewitt, Lynette Yiadom-Boakye, María Berríos & Jakob Jakobsen, Maryam Jafri, Meleko Mokgosi, Nástio Mosquito, Petra Bauer & Rebecka Katz Thor, Phoebe Boswell, Pia Rönicke, The Propeller Group, Runo Lagomarsino, Sara Jordenö, Serge Alain Nitegeka, Shilpa Gupta, Simon Starling, Theo Eshetu, Tris Vonna Michell u.a. www.gibca.se

Preview

Gusmao und Paiva im Kölnischen Kunstverein

GUSMAO und PAIVA, „The Missing Hippopotamus“, Zeichnung: Gonçalo Pena Motiv von der Einladungskarte (Ausschnitt)

Bis zum 25. Oktober 2015 stellt der Kölnische Kunstverein unter dem Titel „The Missing Hippopotamus“ das Werk des portugiesoschen Künstlerdus João Gusmao und Pedro Paiva. In ihren Filmen, Fotoarbeiten und Skulpturen beschäftigen sie sich mit physikalischen Experimenten und den Abläufen in der Natur, aber auch mit Episoden des Alltags und Geschichten, die geheimnisvolle oder gar übersinnliche Momente tangieren. 2009 vertraten die beiden Künstler Portugal auf der Biennale von Venedig. www.koelnischerkunstverein.de

Messen & Märkte

Sydney Contemporary

CARRIAGEWORKS in Sydney, Fotoquelle: Wikipedia/Toby Burrows, Creative CommonsAttribution-Share Alike License

Die australische Kunstmesse Sydney Contemporary wird vom 10. bis zum 13. September 2015 (Vernissage:10. September 2015) ausgerichtet und zählt zu den größten Veranstaltungen dieser Art auf dem Kontinent. Sie findet alle zwei Jahre statt. Das Teilnehmerfeld umfasst 70 Galerien aus elf Ländern. Sie sind in die Sektoren „Current Contemporary“, „Future Contemporary“ (junge Galerien) sowie einen Bereich für Video und einen kuratierten Sektzor für Installationen eingeteilt. Bei der letzten Messe 2013 hatte man 28.000 Besucher gezählt. Veranstaltungsort ist das Kunstzentrum Carriageworks. www.sydneycontemporary.com.au

Ausschreibungen

Europäischer Künstlerwettbewerb

Der Europäische Künstlerwettbewerb ist zum Thema „Künstler entdecken Europa“ ausgeschrieben. Keine Altersbegrenzung, keine medialen Einschränkungen. Neben dem Hauptpreis von 1.000 Euro werden noch der Sonderpreis des OB Leverkusen und zwei Ehrenpreise von je 500 Euro (gestiftet von zwei Banken) vergeben. Deadline: 31. Dezember 2015. Infos und Bewerbungsunterlagen unter www.eloba.eu

Kulturpolitik

Berliner Kulturetat

MICHAEL MÜLLER, Foto: SPD Berlin

Berlins Regierender Bürgermeister und Kultursenator Michael Müller (SPD) kündigte eine Erhöhung des Kulturetats für 2016 um 32,2 Prozent auf 504,5 Millionen Euro an. 2017 erfolgt eine weitere Steigerung von knapp 10 Prozent auf 521,6 Millionen Euro. Die Opposition kritisierte, dass die Hälfte der Erhöhungen für Tarifsteigerungen und höhere Mieten reserviert sei und zu wenig für die freie Szene übrig bliebe. Auch die zusätzlichen drei Millionen Euro für die Volksbühne wurden von der Opposition moniert.

Preise

Friedlieb Ferdinand Runge-Preis

FRIEDLIEB FERDINAND RUNGE, historische Darstellung

Dr. Gabriele Sprigath, Münchener Kunsthistorikerin, wurde der Friedlieb Ferdinand Runge - Preis für unkonventionelle Kunstvermittlung zugesprochen. Der Preis wurde zu Ehren von Eberhard Roters (1929 – 1994), dem Gründer und langjährigen Direktor der Berlinischen Galerie, von der Stiftung Preußische Seehandlung ins Leben gerufen und ist nach dem Chemiker und Künstler Friedlieb Ferdinand Runge (1794 – 1867) benannt. Sprigath erhält die Auszeichnung für ihre Bemühungen, „einem interessierten Laienpublikum einen reflektierten Zugang zur Bildenden Kunst“ zu vermitteln. www.berlinischegalerie.de

Galerien & Auktionshäuser

Der Fall Waldmann

MAN RAY, Marcel Duchamp als Rrose Sélavy, 1921, historische Aufnahme

Wer war Karl Waldmann? Gab es ihn überhaupt? Dass Künstler als konzeptuelle Strategie Kunstfiguren erfinden und in den Kunstbetrieb lancieren, kommt öfters vor: Marcel Duchamp erschuf eine „Rose Sélavy“ (auch „Rrose Sélavy“ geschrieben und wie das französische „C'est la vie“ ausgesprochen), benutzte diesen Namen nicht nur als abstraktes Pseudonym, sondern ließ sich von Man Ray auch in entsprechender Maskerade fotografieren. Der Kölner Fotokünstler Ulrich Tillmann erfand einen Klaus-Peter Schnüttger-Webs und arrangierte für ihn sogar ein eigenes Museum. Aber nicht nur Künstler sind in dieser Hinsicht phantasiereich, sondern bisweilen auch Politiker: So ersann z.B. der deutsche Diplomat Hasso von Etzdorf einen angeblichen „Ministerialrat Dräcker“, ursprünglich nur zu dem Zweck, um eine langweilige Sitzung unter dem Vorwand verlassen zu können, der Ministerialrat habe ihn angerufen. Später erlaubten sich Beamte im Auswärtigen Amt den Scherz, diesem fiktiven Dräcker eine komplette Biografie zu verpassen. Zwei SPD-Bundestagsabgeordnete sponnen sich in ähnlicher Weise einen fiktiven Kollegen namens Jakob Maria Mierscheid zusammen. Seitdem geistern die Kunstfiguren Dräcker und Mierscheid mit immer neuen Schnurren durch die Hinterzimmer des deutschen Polit-Betriebs. Immerhin wurde die Dräcker-Posse sogar unter dem Titel „Das Phantom von Bonn“ verfilmt, doch von dem angeblichen Dadaisten Karl Waldmann gibt es kein Foto und auch sonst keinen Beleg, und man weiß daher nicht so recht, ob er wirklich existierte, oder ob er nun eine Künstlerfigur à la Rrose Sélavy oder viel unkünstlerisch-profaner nur eine „Finte des Marktes“ („Der Tagesspiegel“) ist. Jedenfalls will ein französischer Journalist auf einem Berliner Flohmarkt bzw. dem damaligen „Polenmarkt“ 1989 Collagen dieses angeblichen Dadaisten mit Bauhaus-Einflüssen entdeckt haben. Seitdem kursiert ein größeres Konvolut an Waldmann-Collagen auf dem Kunstmarkt, nebst der Legende, besagter Karl Waldmann habe zwischen 1920 und 1950 in Dresden gewirkt und sei 1958 in einem sowjetischen Arbeitslager verschollen. Die Ausstellung „Künstliche Tatsachen“ jüngst im Kunsthaus Dresden indes verstärkte schon längst vorhandene Zweifel, der Erschaffer dieser Collagen sei womöglich nur reine Fiktion. Zweifel gibt es nämlich hinsichtlich der materiellen Authentizität der Waldmann-Collagen (so seien z.B. die Schnittkanten zu wenig vergilbt), die unlängst ein belgischer Galerist dem Kunsthaus Dresden als Leihgaben überließ. Der Berliner „Tagesspiegel“ berichtet, inzwischen räume man im Kunsthaus Dresden ein, Waldmanns Werk sei womöglich lediglich „ein zeitgenössisches künstlerisches Projekt“, das „mit fiktionalen Strategien“ arbeite. Daran hätte der Ur-Dadaist Marcel Duchamp vielleicht seine helle Freude gehabt, doch noch ist unklar, ob eine solche „künstlerische Fiktion“ nicht zugleich auch eine kriminelle Dimension haben könnte, da es sich hierbei womöglich um „Fälschungen“ im strafrechtlichen Sinne handelt. Jedenfalls sind die Landeskriminalämter von Berlin und Sachsen mit dem Fall Waldmann befasst, und der Kunsthandel ist wieder einmal verunsichert: was aus dem Umfeld dieser Epoche der Moderne, insbesondere an Kunst der sowjetischen Avantgarde angeboten wird, ist in manchen Fällen auch bisher schon hinsichtlich der Echtheit oftmals mit größtem Argwohn zu beäugen. Der jetzt publik gewordene „Fall Waldmann“ ist jedenfalls nicht dazu angetan, das schon durch den Fälscher Beltracchi und den Achenbach-Skandal ziemlich ramponierte Vertrauen der Sammler in den Markt wieder zu stärken.

Museen & Institutionen

Selfie als Kunst

ROBBIE COOPER, Alter ego, Copyright: R. Cooper (Ausschnitt)

Der Berliner Künstler und Musiker Dirk Witek alias MC Fitti ist als "deutscher Feel-Good-Rapper" bekannt. Sein marlenzeichen: mit stattlichem Vollbart, verspiegelte Sonnenbrille und Snapback. Dass MC Fitti jetzt "sein erstes museales Kunstwerk anlässlich EGO UPDATE. Die Zukunft der digitalen Identität im NRW-Forum Düsseldorf erschafft", halten die Veranstalter für stimmig: Die Gruppenausstellung dreht sich nämlich um das Phänomen „Selfie“, und sie läuft dort vom 19. September 2016 bis zum 17. Januar 2016. Zentrum der Kunstaktion SELFIEGOTT "ist eine lebensgroße Bronze-Büste von MC Fitti in typischer Selfie-Pose. Wer möchte, kann – und soll – sich mit der Skulptur fotografieren. Das Bild kann dann direkt mit den Hashtags #selfiegott und #egoupdate in sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Instagram gepostet werden." Zur Vernissage ist eine Performance angekündigt, allerdings können nur 70 Zuschauer am 19. Sept. live dabei sein (Tickets: 12 Euro). Künstlerliste:Kim Asendorf, LaTurbo Avedon, Evan Baden, Arvida Byström, Kurt Caviezel, Robbie Cooper, Heather Dewey-Hagborg, MC Fitti, Alison Jackson, Erik Kessels, Florian Kuhlmann, Dafna Maimon, Netro, Onformative, Ontheroofs, Martin Parr, Evan Roth, Andreas Schmidt, Guido Segni, Oliver Sieber, David Slater, Amalia Ulman und Jonas Unger. www.nrw-forum.de

Aktionen & Projekte

Wissensspeicher

Das Berliner Online-Projekt Wissensspeicher nGbK lädt ein für Samstag, 12. September 2015, 18 Uhr: Die Präsentation des Online-Projekts Wissensspeicher nGbK mit anschließendem Podiumsgespräch steht unter dem Thema  "46 Jahre „antiautoritäre Folklore“? Über die Möglichkeit politischen Handelns in der nGbK". - Es diskutieren: Gernot Bubenik (Künstler, Gründungsmitglied der nGbK), Judith Siegmund (Künstlerin und Philosophin), Pablo Herrmann (Sozialplastiker, Kontextkünstler und Aktivist). Moderation: von Ingo Arend (Publizist, Mitglied Präsidium nGbK). Das Online-Projkt focussiert sich auf thematische Schwerpunkte wie Arbeit, Feminismus, Migration und Öffentlicher Raum und dokumentiert dbaie "die bewegte und vielschichtige Geschichte der nGbK. Zu diesem Zweck wurden die Publikations-, Projekt- und Pressearchive der nGbK durchforstet, mit ehemaligen und aktiven Arbeitsgruppen Gespräche geführt und externe Archive aufgesucht. Die dabei entstandene Webseite wird in Auszügen vorgestellt." www.ngbk.de

Biennalen

ZERO in Istanbul

v.l. Otto Piene, Günther Uecker, Heinz Mack: 50 Jahre ZERO Fest, Stiftung Museum Kunstpalast, Düsseldorf, 2008. Foto: Daniel Roth / Quelle: ZERO foundation, Düsseldorf

Ab dem 2. September 2015 zeigt die ZERO Foundation anlässlich der 14. Istanbul Biennale die erste ZERO-Ausstellung, die jemals in der Türkei zu sehen ist. Bis 4. Januar 2016 werden im Sakıp Sabancı Museum in Istanbul rund 100 Arbeiten von Künstlern der ZERO-Kerngruppe präsentiert – darunter Heinz Mack, Otto Piene, Günther Uecker, Yves Klein, Jean Tinguely und Piero Manzoni. Neben historischen Werken zu den Themen Licht, Vibration, Bewegung, Raum und Zeit werden auch jüngere Arbeiten gezeigt, darunter bunte Inflatables, die Otto Piene 2014 für seine Ausstellung in der Neuen Nationalgalerie konzipiert hatte, sowie die neun goldenen Stelen, die Heinz Mack anlässlich der Architektur-Biennale in Venedig 2014 gezeigt hat. Lesen Sie dazu das erste, einzige und letzte Gespräch mit Mack, Piene & Uecker nach deren Trennung, moderiert von Heinz-Norbert Jocks in KUNSTFORUM (jetzt als Leseprobe freigeschaltet auf unserer Website: www.kunstforum.de/lesen/artikel.aspx?a=232300)

Preview

Thomas Hirschhorn in Bremen

THOMAS HIRSCHHORN vor der Kunsthalle Bremen, 2014

Der Konzept- und Installationskünstler Thomas Hirschhorn verbindet in seinem neuen temporäre Projekt „Nachwirkung“ seine intensive Beschäftigung mit dem Themenkomplex der Ruine mit dem spezifischen Ort der Kunsthalle Bremen und der Sammlung des Hauses. Dafür verwandelt er die historischen Räume der Großen Galerie mit gemälden aus der Sammlung in einen ruinenhaften Ort. Damit hinterfragt Hirschhorn unsere Ideen von Gewissheit und Sinn und sagt: „‘Nachwirkung‘ soll kein billiges Sinnversprechen sein. Es soll eine Arbeit entstehen, die am Abgrund der Sinnlosigkeit steht. Ich will eine Arbeit machen, die an den Grenzen des Sinnmachenden steht und die angesichts dieser Abgründigkeit und angesichts dieser Instabilität eine spielerische Form hat, deshalb das Motiv der Ruine.“ Hirschhorn versteht Kunst als politisch-soziales Engagement, mit dem er Aspekte zwischen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit, Macht und Machtlosigkeit sowie moralischer Verantwortung sichtbar machen will. Bis 17. Jan. 2016. www.kunsthalle-bremen.de

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Postminimalismus in Leverkusen

ROSEMARIE TROCKEL, Ohne Titel, 1989; Schaumstoff, Farbe, 60,5 x 120 x 10 cm Privatsammlung; Courtesy Sprüth Magers Berlin; Copyright: VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Mit der Ausstellung „Ruhe vor dem Sturm“ dokumentiert das Museum Morsbroich Leverkusen eine Entwicklung innerhalb der rheinischen Kunst, für die seit den späten 1960er Jahren Namen wie Joseph Beuys, Isa Genzken, Sigmar Polke, Gerhard Richter, Thomas Schütte oder Rosemarie Trockel stehen.Angeregt durch die amerikanische Minimal Art suchen sie die Auseinandersetzung mit den skulpturalen Formen eines Carl Andre, Donald Judd, Robert Morris oder Dan Flavin, die aus einfachen geometrischen Figuren zusammengesetzt werden. Dabei erweist sich der rheinische Postminimalismus als eine Verbindung aus künstlerischer Unbedingtheit wie bei den amerikanischen Künstlern, einem scharfen Intellekt, und bisweilen auch mit einem gewissen Humor. Die Ausstellung läuft vom 13. Sept. 2015 bis zum 10. Januar 2016. Anlässlich des 80. Geburtstags von Carl Andre zeigt das Museum Morsbroich im äußeren Park parallel zur Ausstellung die Skulptur „Solarust“ (1984). www.museum-morsbroich.de

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