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Ausschreibungen

Themenausstellung in München

„Provokateure“ lautet das diesjährige Thema des Wettbewerbs der Münchener størpunkt - Galerie für Gegenwartskunst. Es geht darum, „in einer Zeit, in der fast nichts mehr schockieren kann, durch verschiedene Ideen und Darstellungsweisen den Betrachter aufzurütteln.“ Für eine Gruppenausstellung sucht der Galerist Stephan Stumpf die zehn besten der eingesendeten Arbeiten aus, die dann Anfang 2015 zu sehen sind. Deadline: 30. November 2015. www.stoerpunkt.com

In eigener Sache

Nur noch wenige Exemplare vorrätig: KUNSTFORUM Biennale Band!

Handbuch - Begleiter - unentbehrliches Nachschlagewerk. Die Komplettdokumentation der weltgrössten Kunstausstellung - Die 56. Biennale Venedig war und ist eine Herausforderung! Nicht nur die von Okwui Enwezor kuratierte Hauptausstellung „All the World’s Futures“ mit ihren 136 Künstlern, auch 89 nationale Pavillons sowie zumindest einige der 44 „Kollateralen Events“ gilt es zu bewältigen. Für alle, die bereits da waren: KUNSTFORUM bietet die Möglichkeit, das Chaos der Eindrücke zu sortieren und zu rekapitulieren. Für alle, die noch hinfahren wollen, ist dieser 608 starke Doppelband ein unendbehrlicher Wegbegleiter. Und diejenigen, die es nicht nach Venedig schaffen, erhalten hiermit die vollständigste Dokumentation der internationalen Großausstellung. Leseproben aus dem Biennale-Band: www.kunstforum.de.
Bestellung unter www.kunstforum.de/einzelhefte.aspx

Preise

Kubus-Kunstpreis

PETER VOGEL, Foto: Silvia Burgert, Copyright: Peter Vogel

Peter Vogel wurde der Kubus-Kunstpreis zuerkannt (20.000 Euro). Die Auszeichnung wird gemeinsam von der Sparda-Bank Baden-Württemberg und dem Kunstmuseum Stuttgart für herausragende Leistungen im Bereich der Bildenden Kunst vergeben. Der Freiburger Künstler Peter Vogel „stellt das Thema Musik bzw. die Erzeugung von Musik mit elektronischen Mitteln in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Gewürdigt wird mit diesem Preis ein Werk, welches in einzigartiger Weise und kontinuierlich über Jahrzehnte das Thema Musik an der Schnittstelle von Natur- und Musikwissenschaft und Kunst behandelt.“ www.kunstmuseum-stuttgart.de

Hochschulen

Portikus-Ausstellung

OTOBONG NKANGA, Werkbeispiel, Illustration zur Presseankündigung

Otobong Nkanga bestreitet die aktuelle Ausstellung im Portikus der Frankfurter Städelschule (bis 6. September 2015). Die aus Nigeria gebürtige Künstlerin verbindet ihre Zeichnungen, Installationen, Videos und Skulpturen mit umfangreichen kulturgeschichtlichen und kultursoziologischen Recherchen. „In vielen ihrer Arbeiten setzt sich Nkanga metonymisch mit dem Gebrauch und dem kulturellen Wert natürlicher Ressourcen auseinander, indem sie untersucht, inwiefern deren Bedeutung und Funktion innerhalb verschiedener Kulturen vergleichbar sind. Sie legt dabei verschiedene Funktionen und Geschichten ein und derselben Dinge dar…“ www.staedelschule.de

Aktionen & Projekte

Performance-Spiel

PERFORM! STUDIO... Illustration zur Pressemitteilung

„Perform! Studio für eine Performance-Spiel“ ist ein „soziales Spiel“, das der Aktionskünstler Hannes Egger und Denis Isaia entwickelt haben. Bekannte künstlerische Darbietungen werden von den Spielern aufgegriffen und neu bewertet. Das Spiel erinnert an Wiederaufführungen, mit denen man seinen historischen Wurzeln nachspürt und weckt in mancherlei Hinsicht auch ein wenig Assoziationen zu jenen Rollenspielen, mit denen sich die Teilnehmer in realen Kostümierungen und Requisiten etwa ins Mittelalter oder die Welt der japanischen Mangas versetzen. Das Spiel ist für den 2. August 2015 vOn 16 bis 20 Uhr im Park des Kunstzentrums Centrale Fies bei Trento (Italien) angekündigt, Seine eigene Künstlerrolle begreift Hannes Egger eher als die eines Regisseurs, der Teilnehmer in kommunikativen und interaktiven Situationen zusammen bringt. Die Bühne markiert dabei einen Denkraum, in dem bestimmte intellektuelle Bezüge hergestellt werden. Das erinnert an den erweiterten Kunstbegriff von Josepf Beuys oder auch an die offene Arbeitsform im Wuppertaler Tanztheater von Pina Bausch. Die Ereignisqualität dieser „sozialen Plastik“ bei Hannes Egger markiert ein Feld, das eine materielle Dimension als konkreter Bühnenraum hat, und zugleich auch eine immaterielle kognitive Dimension als erinnerbares Erlebnis. www.hannesegger.com

Ausschreibungen

Ostallgäuer Kunstausstellung

Die 37. Ostallgäuer Kunstausstellung findet vom 24. Oktober 2015 zum 3. Januar 2015 in Marktoberdorf statt. Ausgelobt sind der „Johann-Georg-Fischer-Kunstpreis 2015“ der Stadt Marktoberdorf (3.000,-- Euro), der „Sonderpreis“ der Franz Schmid-Stiftung (2.500,-- Euro) sowie der Familie Paul Breitkopf-Preis (2.000,-- Euro). Zugelassen sind alle Künstler aus dem Regierungsbezirk Schwaben. Deadline: 24. September 2015. Infos und Kontakt: Stadt Marktoberdorf, Richard-Wengenmeier-Platz 1, 87616 Marktoberdorf Ansprechpartner: Ingrid Kral, Rupert Filser, Tel. 08342-4008-41 oder 08342-4008-46, E-Mail: i.kral@marktoberdorf.de

Biennalen

Istanbul Biennale

CAROLYN CHRISTOV-BAKARGIEV, Foto: Richard Kasiewicz

Am 5. September 2015 wird die Istanbul Biennale eröffnet (bis 11. Nov. 2015). Sie wird von der Istanbul Stiftung für Kunst und Kultur organisiert und von Carolyn Christov-Bakargiev künstlerisch-konzeptuell betreut. Hatte sie den Biennalen-Rummel früher kritisch betrachtet, so sieht Christov-Bakargiev in solchen Veranstaltungen nunmehr wichtige Plattformen des Austauschs, um Visionen über die Zukunft zu kommunizieren, oder um mit neuen Lebensformen zu experimentieren. Und nicht zuletzt durch diese Istanbul-Biennale sei die türkische Gegenwartskunst erst in den Fokus einer internationalen Wahrnehmung geraten, sagte sie einmal in einem Interview. Welchen Beitrag zur Entwicklung einer Zivilgesellschaft diese Biennale gerade im heutigen politischen Klima der Türkei leisten könnte, so wie die Kuratorin es sich wünscht, bleibt indes abzuwarten. Der Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hielt jedenfalls unlängst eine stark nationalistisch eingefärbte Rede zum 562. Jahrestag der Eroberung Konstantinopels, und laut einem Bericht der „Welt“ heizte er dabei vor seinem Millionenpublikum die Stimmung mit den Worten an: „Eroberung heißt Mekka. Eroberung heißt Sultan Saladin, heißt, in Jerusalem wieder die Fahne des Islams wehen zu lassen“. Die „Süddeutsche Zeitung“ resümmierte, seit Kemal Atatürk habe kein anderer Politiker die Türkei so stark verändert wie Erdogan mit seiner religiös-konservativen Partei AKP. Nun ist das kulturpolitische Klima in der Metropole Istanbul etwas liberaler, weltlicher und westlicher als in den meisten anderen Regionen des Landes, doch hochpolitisch ist diese Biennale aber auch dort allemal. Sie bietet mit ihrer internationalen Atmosphäre gewiss einen Freiraum, doch die Frage bleibt offen, ob jene Diskussionen über Umwelt- und Wachstumspolitik, die Christov-Bakargiev und die eingeladenen Künstler anstoßen wollen, dort anschließend auch außerhalb der Biennale einen Niederschlag in den gesellschaftlichen Debatten finden. Die künstlerische Leiterin plädiert z.B. für ein Umdenken zugunsten einer Wirtschaftspolitik der Schrumpfung, doch das ökonomische Konzept der AKP ist modernistisch ausgerichtet und damit wachstumsorientiert, und gerade auf der ökonomischen Prosperität der letzten Jahre stützten sich Erdogans autokratischer Führungsstil und die Wahlerfolge seiner Partei. Kein anderes Land in Europa, in dem Biennalen mit progressiver Gegenwartskunst ausgerichtet werden, bietet jedenfalls derzeit soviel intellektuelles Konfliktpotenzial.

Preview

Sammlung Ploner in Wien

WOLFGANG HOLLEGHA, HolunderzWEIG, 1998, Schenkung Sammlung Ploner, Foto: Copyright: Belvedere Wien (Ausschnitt)

"Selbstverständlich Malerei" lautet der Titel der Sommerausstellung in der Orangerie des Unteren Belvedere in Wien (bis 27. September 2015). Zu sehen ist ein Querschnitt aus der Sammlung Ploner, die zu einem großen Teil als Schenkung an den Belvedere übergegangen ist."Der Sammler Dr. Heinz Ploner (geb. 1952 in Oberösterreich) konnte innerhalb kurzer Zeit eine herausragende Werkschau zeitgenössischer österreichischer Kunst zusammenstellen. Die intensive Auseinandersetzung und die bewusste Sammlungstätigkeit begannen 1997, nachdem Ploner beruflichen Erfolg als Wirtschaftsfachmann erfahren hatte. Der Zugang zu Werken der bildenden Kunst war anfänglich ein rein intuitiver und emotionaler; die ersten Ankäufe ergaben sich bei Atelierbesuchen und vielen freundschaftlichen Kontakten zu Künstlern. Die Initialzündung für die Sammlungstätigkeit ereignete sich während eines Besuchs bei Josef Mikl, als Ploner ein Bild für seine Wohnung suchte. Die Faszination für die abstrakte Malerei ließ ihn nicht mehr los. Im weiteren Verlauf erfolgte eine Ausrichtung auf die sogenannte Neue Malerei in Österreich. Die großen Werkgruppen von Herbert Brandl, Gunter Damisch, Hubert Scheibl und Otto Zitko bilden gemeinsam mit Erwin Bohatschs lyrischen Abstraktionsbildern die Schwerpunkte der Sammlung, wobei wichtige Repräsentanten der österreichischen ungegenständlichen Malerei und internationale Impulsgeber diesen Themenkreis unterschiedlich veranschaulichen..." www.belvedere.at

Messen & Märkte

Art Market Budapest

Für den 8.-11. Oktober 2015 ist die Messe Art Market Budapest angekündigt, und zwar mit dem programmatischen Untertitel „Young Art Fair for Young Europe“. Ihren Einzugsbereich umreissen die Macher als „gleichzeitig lokal und global“, denn die hier gezeigte Kunst unterläge Einflüssen sowohl aus den ehemals kommunistischen Ländern Osteuropas, als auch kulturellen Einflüssen aus der Türkei, Israel oder aus Zentralasien, des weiteren ebenso aus der etablierten Kunst Westeuropas. Die Aussteller kommen aus 20 verschiedenen Ländern, wobei allerdings die Teilnehmerliste im vergangenen Jahr 45 Budapester Galerien und vier weitere aus anderen ungarischen Städten umfasste. Die 2014 erstmals präsentierte Sektion „Art Photo Budapest“ wird auch diesmal einen besonderen Schwerpunkt bilden. www.artmarketbudapest.hu

Aktionen & Projekte

Kunstraum Anakoluth

KUNSTRAUM ANAKOLUTH, Köln

Julius Schmiedel und Michael Schmitt , beide Absolventen der Kunsthochschule für Medien Köln, zeigen ab dem 27. Juli 2017 im Schaufenster des Kunstraums Anakoluth ihre Installation "Die Einstein_Rosen-Brücke". Sie definieren ihr Projekt als "Wurmloch für Zeitreisen". "Die Brücke zwischen zwei Universen, die so genannte Einstein-Rosen-Brücke, ist das Wurmloch, durch das man schlüpfen kann, wenn man von einem Universum in ein anders kommen will..." In der Praxis könnte ein Raumschiff einen solchen Wurmloch-Tunnel nicht benutzen, da er materiell instabil wäre, doch nichts desto trotz konstruieren die beiden Künstler eine "magische Eisenbahn", mit der sie von einem Universum in ein anderes reisen wollen. Bis 3. Sept. 2015, Hermeskeilerplatz 14, Köln-Sülz. www.kunstraum-anakoluth.de

Aktionen & Projekte

Cadoro-Projektreihe

CAROLIN LIEBL und NIKOLAS SSCHMID-PFÄHLRER, Es, unbemerkt kontrolliert, Installation, 2015 (Ausschnitt)

Das CADORO – Zentrum für Kunst und Wissenschaft in Mainz präsentiert in der Projektreihe Experimente vom 15. August bis zum 30. September 2015 die Ausstellung "4 + 8 + 2". Der mathematische Ausstellungstitel „4 + 8 + 2“ setzt sich aus den verschiedenen Teilnehmergruppen zusammen. Das Team besteht aus vier Künstlern, acht Kunstgeschichtsstudenten von der Johannes Gutenberg--‐Universität Mainz und zwei Grafikdesignern der Mainzer Hochschule, die gemeinsam die Ausstellung kuratieren und den dazugehörigen Katalog im CHORUS--‐Verlag für Kunst und Wissenschaft publizieren. Die vier zeitgenössischen Künstlerpositionen spiegeln mit ihren unterschiedlichen künstlerischen Medien, Verfahren und Themen aktuelle Tendenzen einer jungen Künstlergeneration wider. Die elektronische Kunst von Carolin Liebl und Nikolas Schmid--‐Pfähler untersucht den Einfluss der Technik auf das Individuum und die Gesellschaft. Sebastian Dannenberg überschreitet mit seinen Werken die Grenzen der Leinwand und weitet die Malerei auf die Wände des Ausstellungsraumes aus. Kévin Monot kreiert in einem speziellen Druckverfahren poetische Collagen aus Papierfragmenten. Stephan Wiesen thematisiert in seinen Videoinstallationen und Druckgrafiken individuelle Raumwahrnehmung. www.galerie.vanderkoelen.de

Aktionen & Projekte

Gerisch-Skulpturenpark

GERISCH-SKULPTURENGARTEN, Fotoquelle: Wikipedia/Wusel007

„Vom Großen und Ganzen – Die Sammlung Haus N, Teil 2“ lautet der Titel der aktuellen Ausstellung im Skulpturenpark der Gerisch-Stiftung in Neumünster. Der Skukpturenparkm st ganzjährig geöffnet; die derzeitige Ausstellung läuft vom 8. August bis zum 4. Oktober 2015. Zum ersten Mal seit ihrem Bestehen bietet die Stiftung Einblicke in ihre auf zeitgenössische Kunst ausgerichtete Privatsammlung. Auch der zweite Teil der Sammlungspräsentation umfasst eine repräsentative Auswahl aus dem Bestand mit zumeist junger internationaler Kunst aller Gattungen und Medien: von Malerei über Skulptur bis Installation, von Fotografie über Gemälde bis Video. Die Betreuung der Ausstellung übernahmen mehrere Fach- wie Laienkuratoren. Das Konzept des Landschaftsparks befragt das Verhältnis von Mensch und Natur im 21. Jh.: „In welcher Beziehung steht die heutige Kunst zur Landschaft? In welcher Form spiegeln sich gesellschaftliche Fragen in unserem Blick auf die Natur? Und wie greift die Kunst diese zumeist sehnsuchtsbeladenen Vorstellungen von Natur auf?“ www.gerisch-stiftung.de

Aktionen & Projekte

Wem gehört die Stadt?

ANNA DITGES (Regisseurin) Wem gehrt die Stadt?, Filmplakat (Ausschnitt)

Der Künstler Cornel Wachter veranstaltet im Kölner "Odeon-Kino" an Sonntagen regelmäßig Film-Matinées. Am 9. August 2015 steht der Film "Wem gehört die Stadt" von Anna Ditges auf dem Programmzettel. Gehört sie den Baulöwen oder den Bürgern? Der Film dokumentiert in exemplarischer Weise, wie eine Bürgerinitiative und Lokalpolitiker die Pläne des Bauunternehmers Paul Bauwens-Adenauer durchkreuzten, im Stadtteil Ehrenfeld auf dem Helios-Gelände ein großes Einkaufszentrum zu errichten. Dies hätte u.a. eine Vertreibung kleiner Handwerks- und Kunstgewerbebetriebe zur Folge gehabt und den örtlichen Einzelhandel in der unmittelbaren Umgebung massiv geschwächt. Stattdessen entwickelte die Initiative Alternativ-Pläne für eine öffentliche Nutzung, u.a. mit Grünflächen und einer Schule. Noch steht nicht endgültig fest, wie es auf dem Gelände der ehemaligen Lampenfabrik in fünf oder zehn Jahren tatsächlich aussehen wird, doch der Film zeigt, wie  im Zeitalter einer Gentrifizierung der "Kiez"-Viertel Konflikte zwiscchen ökonomischen Interessen und widerstreitenden Bürgerinteressen in einer funktionierenden Zivilgesellschaft austariert werden können.

Preview

„Et in Arcadia Ego – Weltchaos und Idylle“

KORPYS/LÖFFLER, 12.01.13, Plakatwand, Berlin, am Kottbusser Tor, 2013, Copyright: VG Bild-Kunst, Bonn

„Et in Arcadia Ego – Weltchaos und Idylle“ lautet der Titel der aktuellen Ausstellung im Museum Kurhaus Kleve. „Ausgehend von der lateinischen Wendung „Et in Arcadia Ego“ wurden elf zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler eingeladen, Arbeiten zu schaffen, die das damit verknüpfte Spannungsfeld von Entrückung und Realität aufgreifen. Als historischer und lokaler Bezugspunkt fungiert die Grab-Tumba des brandenburgischen Statthalters Johann Moritz von Nassau-Siegen, die er sich in antikisierender Manier nach erfolgreichen Regierungsjahren 1678 unweit des heutigen Museums Kurhaus Kleve anlegen ließ. Dieses eindrucksvolle Monument demonstriert seinen Status als Kulisse (das wirkliche Grab befindet sich in der Fürstengruft zu Siegen) und wurde so zum Symbol der Auseinandersetzung mit den Projektionen von Unsterblichkeit. Während die Begriffe Arkadien und Idylle eine uneinlösbare Sehnsucht nach paradiesischer Intaktheit beschreiben, birgt die Wendung gleichzeitig eine unabdingbare Konfrontation mit Vergänglichkeit...“ Künstlerliste: Simone Demandt, Ellen Harvey, Olaf Holzapfel, Korpys/Löffler, Louise Lawler, Maix Mayer, Barbara Nicholls, Julian Rosefeldt, Corinna Schnitt, Ilka Sulten, Ana Torfs. www.museumkurhaus.de

Museen & Institutionen

Neue Documenta-Website

DOCUMENTA GMBH, Grafik zur Pressemitteilung

Die Stadt Kassel, das Land Hessen und die documenta GmbH streben danach die documenta stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Ein erster Beitrag hierzu ist die neue Website der documenta Gmbh, die jetzt in vier Sprachen – Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch – an den Start geht. Auf dieser Website werden die documenta Ausstellungen 1–13 vorgestellt und Materialien aus dem documenta Archiv zugänglich gemacht: In der Rubrik „Retrospektive“ z.B. kann man Künstlerlisten, historisches Bildmaterial und grundlegende Fakten sowie kurze Überblickstexte zu jeder documenta seit 1955 abrufen. Um das Erbe der documenta nachhaltig zu sichern, haben Stadt und Land mit einem Kooperationsvertrag zum documenta Archiv politisch, finanziell und organisatorisch die Weichen zum Aufbau eines zunächst virtuellen documenta Instituts gestellt. Zum 1. Januar 2016 erfolgt die Übergabe des Archivs an die documenta GmbH.Aktuell wird gemeinsam mit der Universität Kassel ein Konzept für den Ausbau des Archivs erarbeitet, das eine wesentliche Grundlage für die Entwicklung eines außeruniversitären documenta Instituts in Kassel bilden soll. Zukünftig sollen zur documenta und ihrer Geschichte aus dem Archiv heraus unterschiedliche Angebote wie Fachtagungen, Seminare und Ausstellungen zum Thema documenta entwickelt werden. Ab Frühjahr 2016 ist geplant, GPS-gestützte Touren zu den Außenkunstwerken vergangener documenta Ausstellungen anzubieten, die das Kasseler Stadtbild so nachhaltig prägen. www.documenta.de

Aktionen & Projekte

Foodphoto Festival

PHILIPP FAURES SANTAMARIA, Beispiel für Foodfotografie (Ausschnitt)

Stillleben mit Lebensmitteln waren im späten Mittelalter und in der Hochphase der alt-niederländischen Malerei im 17. Jh. als „Natur mort“-Motive allegorische Mahnungen an die Vergänglichkeit jeglichen Seins. Sie bedienten gleichzeitig jedoch auch Nahrungsphantasien in Zeiten, die durch Missernten und Hungersnöte durch militärische Belagerung oder Verwüstung der Äcker im Krieg geprägt waren. Erst im späten 17. und im 18. Jh. treten im Prinkstillleben mit kostbarem Essgeschirr dekorative Aspekte mehr in den Vordergrund. In der Fotografie konzentriert sich dieses Genre zumeist auf die Illustration von Kochbüchern, Restaurantführern und Gourmet-Zeitschriften. Die Teilnehmer am Foodphoto Festival in Vejle (Dänemark) wollen jedoch die fotografischen Stillleben mit Lebensmitteln oder Tischsituationen „zurück in die Museen bringen“, da dieses Genre von seinen kunsthistorischen Wurzeln her zu Recht als eine eigenständige Kunstgattung und nicht bloß als rein bildjournalistisch-angewandte Fotografie verstanden werden muss. Natürlich hoffen die Protagonisten dieses Festivals auch, dass sich der Kunsthandel stärker als bisher für diesen Bereich interessieren möge. Das Festival findet vom 22. bis zum 25. Oktober 2015 statt.

Preise

Kunstpreis der Sparkasse Hannover

LOTTE LINDNER und TILL STEINBRENNER, Foto: Patrice Kunte

Lotte Lindner und Till Steinbrenner empfangen in der Herbstausstellung des Hannoveraner Kunstvereins den Kunstpreis der Sparkasse Hannover (10.000 Euro). In der Jurybegründung heißt es, ihre Arbeit bewege sich „im Spannungsfeld von Installation, Skulptur und Performance und zeichnet sich aus durch den sensiblen wie spielerischen Umgang mit (Kunst-)Räumen und den Erwartungen, die an diese gestellt werden. Orte, Räume und Körper werden in ihren prozessorientierten Werken auf ihre gesellschaftliche Rolle hin analysiert, performativ erforscht und neu besetzt. Mit ihren ortsspezifischen Interventionen generieren Lindner & Steinbrenner – nicht selten mit humorvollem Augenzwinkern – diskursive Prozesse, die den Betrachter unmittelbar involvieren und zum Mitspieler machen.“ www.kunstverein-hannover.de

Preview

Charlotte Salomon - Leben? oder Theater?

CHARLOTTE SALOMON, Der Tag der Machtübernahme am 30. 1. 1933, aus 'Leben? oder Theater?', Blatt 4304. Sammlung Jüdisches Historisches Museum, Amsterdam; Copyright: Stiftung Charlotte Salomon (Ausschnitt)

Charlotte Salomon, 1917 in Berlin geboren, wurde 1943 in Auschwitz ermordet. Das Museum der Moderne Rupertinum Salzburg zeigt bis zum 18. Oktober 2015 eine  Ausstellung ,mit dem Bilderzyklus "Leben? oder Theater?". Der Zyklus umfasst insgesamt 1.356 Gouachen über das jüdische Leben in Berlin in den 1920er und 1930er Jahren, bis dieses Leben durch die Verfolgung seitens der Nazis im Berufsleben, in der Kultur und auch sonst in der Öffentlichkeit immer mehr eingeschränkt und verboten wurde. Die Blätter enstanden in den 1940er Jahren im französischen Exil. Eine Auswahl aus dem Konvolut war 2012 auf der Kasseler documenta zu sehen; das Salzburger Rupertinum stellt nun eine Auswahl mit 278 Motiven aus. Thema sind die Familiengeschichte und die Erfahrungen, die Charlotte Salomon als junges Mädchen in Berlin machte. Ein Blatt hält z.B. einen Massenaufmarsch der braun uniformierten SA-Leute mit Hakenkreuzfahne am Tag von Hitlers Ernennung zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 fest. www.museumdermoderne.at

Preview

Joel Meyerowitz-Retrospektive

JOEL MEYEROWITZ, Foto: Eva Ketely, Copyright: Kunst Haus Wien

Joel Meyerowitz gilt als Pionier der Farbfotografie und Mitbegründer der Street Photography. Seine Serien „From a Moving Car“ (1968), „Cape Light“ (1978) oder die Portraits „Red Heads“ (1980-1990) sorgten international für Aufsehen. Neben William Eggleston und Stephen Shore zählt er zu den wichtigsten Vertretern der amerikanischen New Color Photography der 1960/70er Jahre. Das Kunst Haus Wien widmet ihm nun eine Retrospektive, die einen Querschnitt seines Œuvres in repräsentativen Werkgruppen von den 1960er Jahren bis heute umfasst (bis 1. November 2015). www.kunsthauswien.com

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Vilém Flusser: Bodenlos

VILEM FLUSSER avec également la participation de Jacques Bertin dans le cadre de l'Ecole sociologique interrogative L'irruption du techno-imaginaire, 1977, Copyright: Fred Forest

Vom 14. August 2015 bis zum 18. Oktober 2015 zeigt das ZKM Karlsruhe die Ausstellung "Bodenlos-Vilém Flusser und die Künste". Anschließend wird die Ausstellung ab November 2015 in der Berliner Akademie der Künste gezeigt. Kuratoren sind Siegfried Zielinski und Baruch Gottlieb. "'Ins Universum der technischen Bilder', 'Lob der Oberflächlichkeit' oder 'Für eine Philosophie der Fotografie' – mit solchen programmatischen Titeln avancierte Vilém Flusser (1920–1991) zu einem der einflussreichsten Denker der Kommunikation und der Medien in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Im positiven Sinn nahm er die Herausforderung an, die Künste noch einmal neu zu denken im Angesicht der Tatsache, dass unsere Existenz im Wesentlichen technisch geworden ist. In der Art eines Parcours lädt die Ausstellung Bodenlos – Vilém Flusser und die Künste dazu ein, die Bewegung der flüchtigen Existenz Vilém Flussers als ein Modell für jene Gewalt des Zusammenhangs vorzustellen, den wir das 20. Jahrhundert nennen. In der Ausstellung treten zu den Manuskripten, Bild- und Tondokumenten, digitalen Artefakten, Reiseaufzeichnungen und Korrespondenzen auch Arbeiten von rund 30 KünstlerInnen, auf die Flusser Bezug nimmt und die mit ihm korrespondiert oder zusammengearbeitet haben." www.zkm.de

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Fotofestival Mannheim_Ludwigshafen_Heidelberg

Urs Stahel ist Kurator des Fotofestivals, das vom 18. September bis zum 15. November 2015 in Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg ausgerichtet wird. Es steht unter dem Leitmotiv: „[7] Orte [7] Prekäre Felder heute”. In Mannheim nehmen die Kunsthalle Mannheim, die Galerie im Kreativwirtschaftszentrum und ZEPHYR der Reiss-Engelhorn-Museen teil. In Ludwigshafen sind im Kunstverein Ludwigshafen und im Wilhelm-Hack-Museum Ausstellungen zu sehen. Die Ausstellungsorte in Heidelberg sind der Heidelberger Kunstverein und die Sammlung Prinzhorn. Eine Besucheranalyse vom letzten Festival führte zu dem Ergebnis, dass der Altersdurchschnitt der Besucher bei 43 Jahren liegt – das entspricht der größten Altersgruppe innerhalb der Gesamtbevölkerung Deutschlands. Die Veranstaltungsreihe ist vor allem für den Tagestourismus der beteiligten Städte wichtig, denn mehr als die Hälfte der Befragten gab an, nur wegen der Festival-Ausstellungen angereist zu sein. www.fotofestival.info.

Aktionen & Projekte

ARTIG-Projekt Düsseldorf

ARTIG-Culturlabor, Foto: Max Krebs

Aus dem ehemaligen Jugendkunstprojekt Düsseldorf ist ARTig ist im letzten Jahr die ARTIG Zentrale für Culturelle Entwicklung geworden. Das Kernziel von ARTIG bleibt aber dasselbe: Potentiale und Ideen von jungen Kreativen sollen gemeinsam entdeckt, entwickelt und präsentiert werden. Initiiert und gefördert wird das Projekt von der Landeshauptstadt Düsseldorf und der Vodafone Stiftung Deutschland gGmbH. Ins ARTIG Projektjahr 2015/16 geht es mit dem ARTIG Culturlabor, das vom 3. bis 6. August 2015 im zakk in der Fichtenstraße stattfindet. 84 Teilnehmer im Alter von 17 bis 24 Jahren haben sich dazu angemeldet. Für das Labor konzipierte die ARTIG Zentrale 35 Workshops mit Experten aus den Bereichen Bildende Kunst, Design, Fotografie, Installation, Film, Literatur, Tanz, Choreografie und Theater. Die Teilnehmer entwickeln anschließend ihre individuellen Projektideen, die im Frühjahr 2016 präsentiert werden. www.artig-zentrale.de

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