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Museen & Institutionen

Das Wunder von Berlin

CARTOON MUSEUM BASEL, Plakat zu Atak - Das Wunder von Berlin

Der Berliner ATAK aka Georg Barber begann als Street-Art-Künstler und lebt heute als Comic-Zeichner zum Bilderbuchillustrator. Außerdem ist er Professor an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle Im Cartoon Museum Basel zeigt er nun bis zum 25. Oktober 2015 eine Werkschau unter dem Titel „Das Wunder von Berlin“. Beiträge von seinen Studenten an der Kunsthochschule in halle ergänzen die Ausstellung. www.cartoonmuseum.ch

Aktionen & Projekte

Skulpturenpark Heidelberg

ROBERT SCHAD, „Enfim“, 2000

Der Skulpturenpark Heidelberg feiert in diesem Jahr sein 20jähriges Bestehen. Im Garten und Landschaftspark der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg sind 26 große Freilandskulpturen von Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts zu sehen. In jedem Jahr begleitet eine Sonderausstellung das Programm; es steht 2015 unter dem Leitmotiv „Junge Kunst – Junge Künstler“. www.skulpturenpark-heidelberg.de

Ausschreibungen

Förderpreis „Kataloge für junge Künstler“

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung fördert Kataloge für junge Künstler und unterstützt auch die damit verbundene Ausstellung. Antragsteller kann jeder öffentliche oder kommunale Ausstellungsträger in Deutschland sein. Eigenbewerbungen von Künstlern sind nicht möglich. Die Förderung kommerzieller Einrichtungen ist ausgeschlossen. Der Antrag muss mit einem geplanten Ausstellungsvorhaben in Deutschland verbunden sein. Bei der Ausstellung sollte es sich um das erste größere Vorhaben eines jungen Künstlers handeln. Altersgrenze: 35 Jahre.D ie Stiftung fördert Katalog und Ausstellung mit insgesamt bis zu 25.000 Euro. Sie erwartet eine Mitfinanzierung sowohl der Ausstellung als auch des Katalogs durch den Antragsteller in Höhe von mindestens einem Viertel der Gesamtkosten. Deadline: 15. September 2015. Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Hügel 15, 45133 Essen oder Postfach 23 02 45, 45070 Essen, Tel.: 0201 1 88-48 05, E-Mail: kjk@krupp-stiftung.de, www.krupp-stiftung.de

Ausschreibungen

Stipendien Schlossmediale Werdenberg

Die Schlossmediale Werdenberg ist ein Festival für Alte Musik, Neue Musik und audiovisuelle Kunst. Sie lobt ein 5-wöchiges Aufenthaltsstipendium mit anschließender Festivalteilnahme aus. Einzureichen sind Projektvorschläge zum Thema „Häutungen“. Bewerbungen bis zum 15. Oktober 2015 per Post an: Verein Schloss Werdenberg, Aufenthaltsstipendium Schlossmediale, Städtli 31, CH-9470 Werdenberg. Nähere Infos: www.schloss-werdenberg.ch

Ausschreibungen

Kunst in Wolfsburg

Der Ideenwettbewerb „Kunst im Stadtbild Wolfsburgs - KiS“ richtet sich an Studierende und Absolventen der Fachrichtung „Freie Kunst“ und anderer Kunst-Studiengänge an deutschen Hochschulen. Geboten wird die Möglichkeit, Ideen für Projekte zur Kunst im Stadtbild in Wolfsburg vorzuschlagen. Es steht den Teilnehmenden frei, für welchen Standort innerhalb des Stadtraums sie ihre Projekte entwickeln möchten. In Frage kommen dabei die „ungeregelten Standorte“ oder andere Bereiche im Stadtgebiet, es muss sich aber stets um öffentliche Räume handeln. Erwartet werden visionäre Ideen, die von den derzeitigen Freiräumen in der Stadt Besitz ergreifen. Einsendeschluss: 11. September 2015 Infos: www.wolfsburg.de/newsroom/2014/12/12/10/47/ideenwettbewerb

Biennalen

Thessaloniki Biennale

KATERINA GREGOS, Kuratorin der Thessaloniki Biennale, Foto: David Plas

„Between the Pessimism of the Intellect and the Optimism of the Will“ lautet der Titel der von Katerina Gregos kuratierten Hauptausstellung zur 5. Thessaloniki Biennale (bis 30. Sept. 2015). Neben einem Ausstellungsprogramm umfasst die Biennale auch ein Performancefestival, diverse Events, Symposien, Workshops und pädagogische Vermittlungsprogramme. Künstlerliste für die Hauptausstellung: Carlos Aires, Can Altay & Jeremiah Day, Ivan Argote, Marwa Arsanios, Bertille Bak, Taysir Batniji, James Beckett, Adelita Husni Bey, David Brognon & Stéphanie Rollin, Marianna Christofides, Depression Era, Ninar Esber, Mounir Fatmi, Peter Friedl, Mekhitar Garabedian, Ganzeer, Marina Gioti, Piero Gilardi, Hamza Halloubi, Nick Hannes, Sven Johne, Annika Kahrs, Eleni Kamma, Hayv Kahraman, Mikhail Karikis, Chrysanthi Koumianaki, Erik Van Lieshout, Thomas Locher, Angela Melitopoulos & Angela Anderson, Tom Molloy, Nikos Navridis, Qiu Zhijie, Pavel Pepperstein, Antonis Pittas, Theo Prodromidis, Meriç Algün Ringborg, Anila Rubiku, Marinella Senatore, Nedko Solakov, Nikos Tranos, Thomas Weinberger, Olav Westphalen. www.thessalonikibiennale.gr

Hochschulen

Paris: Entlassung

Nicolas Bourriaud wurde als Chef der Ecole nationale supérieure des Beaux-Arts in Paris entlassen. Kulturministerin Fleur Pellerin erklärte dazu, sie wünsche sich „neuen Elan“ für die Hochschule. Die Entlassung ist Resultat eines hochschulinternen Machtkampfes: Bouriauds Gegner hatten ihm in einem Brief an das Kulturministerium vorgeworfen, er kommuniziere nicht genug mit den Kollegen und mit den Studenten. Als Nachfolger wird Eric de Chassey gehandelt, der derzeit die Villa Medici leitet.

Hochschulen

Meisterschüler-Ausstellung

WESERBURG BREMEN, Fotoquelle: Wikipedia/Jürgen Howaldt

Die Meisterschüler der HfK Bremen stellen bis zum 25. Oktober 2015 in der Bremer Weserburg aus. „Zu sehen sind in diesem Jahr Arbeiten von fünfzehn jungen Künstlerinnen und Künstlern – eine Rekordbeteiligung! Ein besonderer Höhepunkt ist traditionell die Verleihung des mit insgesamt 15.000 Euro dotierten Karin Hollweg Preises, der zu den wichtigsten und höchst dotierten Förderpreisen an deutschen Kunsthochschulen gehört.“ www.hfk-bremen.de

Preise

Preis der Kunsthalle Wien

ANASTASIYA YAROVENKO, Foto: Richard Zaworka

Karina Mendreczky und Anastasiya Yarovenko wurde der Preis der Kunsthalle Wien zugesprochen (je 3.000 Euro). Die Preisverleihung ist am 26. November 2015. Die beiden Kunstuniversitäten Wiens und die Kunsthalle Wien verleihen diesen Preis gemeinsam. Die beiden Preisträgerinnen wurden für ihre Abschlussarbeiten ausgezeichnet und stellen nach der Preisverleihung noch bis zum 6. Januar 2016 in der Kunsthalle Wien aus. www.kunsthallewien.at

Preise

Förderpreis der Klocker-Stiftung

EMMY KLOCKER

Theresa Eipeldauer und Ute Müller nehmen am 7. August 2015 im Kunstpavillon Innsbruck die Förderpreise der Klocker-Stiftung entgegen. Mit diesem Preis werden „alle 2 Jahre Künstler und Künstlerinnen ausgezeichnet, die das Potential haben, exemplarisch für die Entwicklung der österreichischen Kunst zu werden, und deren Werk von überregionaler Bedeutung ist.“ Namenspatronin der Stiftung ist die Kunstsammlerin Emmy Klocker (1915-2006). Die heute etwa 1200 Werke umfassende Sammlung österreichischer Kunst mit Tiroler Schwerpunkt nahm in den 1960er Jahren durch Ankäufe des Sohnes Wolfgang ihren Anfang. www.klockerstiftung.at

Aktionen & Projekte

Tanzwerkstatt Europa

TANZWERKSTATT EUROPA; Illustrationsmotiv

"Dispositive des Körpers" heißt das Leitthema der diesjährigen Tanzwerkstatt Europa in München (29. Juli bis 8. August 2015). Die Veranstaltungsreihe stellt diesmal den Körper in den Mittelpunkt: Bei einem Symposion im Haus der Kunst werden Theoretiker wie Arno Böhler, Gerko Egert, Sandra Noeth und der Künstlerphilosoph Noé Soulier, aber auch Choreografwn wie Mette Ingvartsen, Rasmus Ölme, Micha Purucker, Felix Ruckert oder Doris Uhlich „über die Möglichkeiten des Körpers diskutieren, Verhältnisse zu verhandeln oder selbst zum Verhandlungsraum zu werden.“ Doris Uhlich feiert in „more than naked“ mit zwanzig nackten Tänzerinnen und Tänzern den Körper „in seiner Materie und Fleischlichkeit.Mette Ingvartsen „wird sich in !69 positions“ mit Sexualität im Verhältnis zur Politik des Körpers und zu Strukturen in der Gesellschaft, aber auch dem Körper als Archiv beschäftigen.“ Die interaktive Performnance von Felix Ruckert bewegt sich „in einer Grauzone zwischen Berührung, Schmerz und Lust.“  www.jointadventures.net

Preise

Walter Koschatzky-Kunstpreis

WALTER NKOSCHATZKY, Foto: Copyright und Courtesy Rotary & Rotaract Club Wien-Albertina

Natalie Neumaier gewann den Walter Koschatzky-Kunstpreis des Rotary & Rotaract Club Wien-Albertina (6.000 Euro). Ausgezeichnet wurde sie für ihre Bleistiftzeichnung „Schneekristallkritzelblüten staub (notation)“. Den zweiten Platz belegte Katharina Quecke mit einer Tusche- und Messerschnittarbeit „Hängebrücken um Alltagschaos“ (4.000 Euro) und Dritte wurde Nicole Krenn mit einer aquarellierten Tuschezeichnung (2.500 Euro). Walter Koschatzky (1921-2003) war von 1962 bis1986 langjähriger Direktor der Graphischen Sammlung an der Wiener Albertina und organisierte über 100 Ausstellungen. www.koschatzkykunstpreis.at

Preise

DAAD-Preis

CÉLINE DUCROT, Foto: Dominic Schmid

Céline Ducrot wurde an der HGB Leipzig für den DAAD-Preis für ausländische Studierende ausgewählt (1.000 Euro). Die Auswahl für die Preisvergabe trifft die jeweilige Hochschule. Céline Ducrot ist Illustratorin und Gestalterin. Sie stammt aus Fribourg in der Schweiz und absolvierte einen gestalterischen Vorkurs und ein Grafik-Praktikum in Biel/Bienne, bevor sie 2012 nach Leipzig kam. www.hgb-leipzig.de

Preise

Deutsche Börse und HfG Fotoförderpreis

MALTE SÄNGER, Installationsansicht, Foto: Malte Sänger, Courtesy: Schirn Magazun Frankfurt

Malte Sänger und Rudi Weissbeck erhalten den Deutsche Börse und HfG Fotoförderpreis, der gemeinsdam mit der HfG Offenbach verliehen wird. Das Preisgeld beträgt diesmal 4.000 Euro.  Malte Sänger wurde für seine Arbeit "Partition" mit Fotografien von Festplatten aus dem Elektroschrott ausgezeichnet. Den Inhalt hat er soweit möglich - wieder hergestellt. Diesen Bildern stellt er handschriftliche Protokolle der Inhalte gegenüber. Rudi Weissbeck zeigt mit seiner Arbeit "Gesellenstück" eine gelungene assoziative Auseinandersetzung mit der Abbildung und Erschaffung von Realität. Anhand einer Komposition verschiedener Motive im Raum legt er die vielfältigen technischen und visuellen Möglichkeiten des Mediums Fotografie offen. www.deutsche-boerse.com/art.

Ausschreibungen

Msgr. Otto Mauer-Preis

Der Msgr. Otto Mauer-Preis für bildende Kunst (Malerei, Grafik, Skulptur, Objekte, Installationen, Neue Medien) ist mit 11.000,- Euro dotiert und mit einer Ausstellung der Preisträgerin/des Preisträgers im Wiener JesuitenFoyer verbunden. Bewerben können sich österreichische und italienische Staatsbürger deutscher Sprache aus der Provinz Bozen, sowie Personen, deren ordentlicher Wohnsitz sich seit mindestens fünf Jahren in Österreich befindet. Altersgrenze: wer sich bewirbt, darf am 31. Dezember 2015 das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (d.h. Geburtsjahrgang 1976 und jünger). Einzureichen ist eine Dokumentation (Kataloge, Fotos, Texte, Videos; keine Originale) mit Lebenslauf. Die Bewerbungsunterlagen Unterlagen sind vom 5. – 7. Oktober 2015 in der Zeit von 10 – 13 und 16 – 17.30 Uhr abzugeben oder per Post einzusenden. Kontakt: Mag. Lisa Simmel, Geschäftsführerin, Otto Mauer Fonds, Otto Mauer Zentrum, Währinger Straße 2-4, 1090 Wien, Tel. (+43 1) 51 552-51 03, E-Mail: office@otto-mauer-fonds.at www.otto-mauer-fonds.at

Galerien & Auktionshäuser

Galerie Poll: Neue Räume

Die Galerie Poll arbeitet künftig unter einem Dach mit der Kunststiftung Poll in Berlin-Mitte: Am 18. September 2015 eröffnet sie ihre neuen Räume in der Gipsstraße 3 mit der Ausstellung „Die Cyborgs und ihre Spuren 1968-1983“ mit Malerei und Zeichnungen von Bettina von Arnim. Die Kunststiftung Poll stellt parallel unter dem Titel „countdown“ das druckgrafische Werk von Arnims aus Anlass des 75. Geburtstages der Künstlerin vor (jeweils bis 21. November 2015). www.poll-berlin.de

Kulturpolitik

Baselitz zieht Leihgaben ab

Georg Baselitz hat angekündigt, Leihgaben seiner Werke aus deutschen Museen abziehen zu wollen. Der Künstler forderte bereits zehn Gemälde und eine Skulptur aus den Dresdner Kunstsammlungen zurück. Damit reagiert Baselitz gegen die geplante Verschärfung des Kulturgutschutzgesetz, das es bereits seit 1955 gibt. Die geplante Gesetzesnovelle soll indes den Verkauf von Werken ins Ausland nunmehr noch mehr erschweren, wozu dann auch das europäische Binnenland zählen würde, wenn diese Objekte als nationales Kulturgut eingestuft werden. Sammler und Kunsthändler sind über die geplante Gesetzesänderung verunsichert und protestierten ebenfalls dagegen. So fordert z.B. auch der Anwalt und Kunstexperte Peter Raue eine „Entgiftung“ des Gesetzes. Raue schrieb im Berliner „Tagesspiegel“: „Dieses Gesetz ist der beispiellose Versuch, dem Staat den Zugriff auf alle jene Arbeiten mit leichter Hand und wenig Geld zu ermöglichen, die er – aus welchen Gründen auch immer – dem öffentlichen Besitz einverleiben will.“

Ausschreibungen

Kunstwettbewerb über "RE-form"

Die Evangelische Landeskirche in Württemberg schreibt einen Kunstpreis zum Thema lautet „RE Form“ aus. Der Preisgelder: Hauptpreis 10.000 Euro, Förderpreis: 3.000 Euro. Die Bewerbung ist einzureichen bis zum 30. November 2015. Weitere Infos: www.kirche-kunstpreis.de

Hochschulen

Gesellschaft für Ästhetik

Die HfG Offenbach ist für die nächsten drei Jahre Sitz der Deutschen Gesellschaft für Ästhetik. Das Ziel der Gesellschaft ist die Förderung und Koordination der Ästhetik in Deutschland." Die Gesellschaft ist keiner bestimmten ästhetischen Tradition oder philosophischen Richtung verpflichtet, sondern versucht, Ästhetik in ihrer ganzen, in die Kunst-, Medien- und Kulturwissenschaften ausgreifenden Weite zu behandeln und zu fördern. Alle drei Jahre wird vom Vorstand der Gesellschaft der nationale Kongress für Ästhetik organisiert. Dieser Kongress hat eine doppelte Funktion: Intern dient er als Forum für die Mitglieder, nach außen hin stellt er die gesellschaftliche und wissenschaftliche Bedeutung der Ästhetik dar. Darüber hinaus veranstaltet und unterstützt die Deutsche Gesellschaft für Ästhetik Tagungen, Kongresse und Ringvorlesungen, welche von Mitgliedern konzipiert und organisiert werden.
 Prof. Dr. Juliane Rebentisch  hat für die nächsten drei Jahre die Präsidentschaft der Deutschen Gesellschaft für Ästhetik übernommen (2015 bis 2018). Der nächste Kongress der Gesellschaft wird aller Voraussicht nach im April 2018 an der HfG Offenbach stattfinden." www.hfg-offenbach.de

Galerien & Auktionshäuser

Erstmals Werk aus Gurlitt-Sammlung versteigert

MAX LIEBERMANN, Zwei Reiter am Strand nach links, 1901

2013 machte Cornelius Gurlitt Schlagzeilen, als Zollfahnder auf ihn und seine Kunstsammlung aufmerksam wurden: Vater Hildebrand Gurlitt hatte seit den 1930er Jahren eine hochkarätige Sammkung an Werken der Klassischen Moderne zusammen getragen. Hildebrand Gurlitt war Verfolgter des Nazi-Regimes (er wurde schon 1930 von den Rechten als Museumsdirektor in Zwickau gemobbt und dann 1933 als Kunstvereinsdirektor in Hamburg entlassen) und zugleich aber auch dessen Handlanger: als Kunsthändler genoss er zusammen mit drei Kollegen das Privileg, Kunstwerke ins Ausland verkaufen zu dürfen, die aus deutschen Museen als "entartet" beschlagnahmt wurden. Während des Zweiten Weltkriegs war er Haupteinkäufer für Kunstwerke im besetzten Frankreich, die für ein Hitler-Museum in Linz bestimmt waren. Einige der beschlagnahmten Werke erwarb Hildebrand Gurlitt aber auch für seine eigene Privatsammlung. Kurz vor seinem Tod 2014 gab der Sohn Cornelius Gurlitt bekannt, er wolle jene Werke an die Eigentümer oder deren Erben zurück geben, die seinerzeit aus jüdischem Besitz geraubt wurden. Aus der Sammlung des jüdischen Unternehmers David Friedmann stammte z.B. Max Liebermanns "Zwei Reiter am Strand nach links" (1901), dessen Nachkommen es nun bei Sotheby's zur Versteigerung einreichten. Damit tauchte erstmals ein Bild aus der Gurlitt-Sammlung im Kunszthandel auf. Ein Telefonbieter erhielt den Zuschlag bei 1,55 Mill. Pfund, mehr als das Dreifache des Schätzpreises. www.sothebys.com

Personalien

Direktorenwechsel in Dresden

STEFANIE BUCK, Foto: Kate Edmondson, Courtesy Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Stephanie Buck übernimmt die Direktion des Dresdner Kupferstich-Kabinetts. Ihr Vorgänger Bernhard Maaz wechselte nach München. Buck hat von 2006 bis jetzt als Kuratorin für Zeichnung an der Londoner Courtauld Gallery gearbeitet. www.skd.museum

Preview

Katharina Grosse in Wiesbaden

KATHARINA GROSSE, Installationsansicht im Museum Wiesbaden, Copyright: Katharina Grosse und VG Bild-Kunst, Bonn 2015 (Ausschnitt)

Bis zum 11. Oktober 2015 zeigt das Museum Wiesbaden die Ausstellung „Sieben Stunden, Acht Stimmen, Drei Bäume“ der Malerin Katharina Grosse. Damit ist erstmals eine große Werkschau der Künstlerin mit Arbeiten auf Papier zu sehen. "Sie stellt mit den Mitteln der Malerei die Frage, wie wir leben wollen und wie eine Welt aussehen könnte, in der das Unbekannte und Unerwartete radikal-experimentell Gestalt annimmt. In Grosses Arbeiten sind Oberflächen so eingerissen, dass sie ihre Einheitlichkeit verlieren; sie sind so gefaltet, dass aus der Einfalt eine Mannigfaltigkeit entsteht; und die Ebenen sind so geschichtet, bis Öffnung und Beweglichkeit, Gleichzeitigkeit und Gleichwertigkeit sichtbar werden...“ www.museum-wiesbaden.de

Preview

Menschenskinder

ILLUSTRATIONSMOTIV zur Ausstellungsankündigung

Mit "Menschenskinder. Kinderleben zwischen Wunsch und Wirklichkeit" eröffnet am 20. September 2015 und in Kooperation mit UNICEF Deutschland die nächste Ausstellung in der Kunstkammer Rau des Arp Museum Bahnhof Rolandseck. Die soziologischen Facetten reichen von der tradierten ERinübungen von Rollenklischees bis zum kollektiven Drill mittels Schulunifomen, die noch heute in vielen Ländern üblich sind. "...allein die elterliche Liebe und körperliche Zuwendung schein ein sicherer Hort und Zufluchtsort in einer unsicheren Welt. Das ist die Welt der Kinder – durch die verschiedensten Jahrhunderte hindurch. Das Arp Museum Bahnhof Rolandseck zeigt... eine...Ausstellung, die die historischen Kinderdarstellungen aus der Sammlung Rau für UNICEF in Beziehung setzt zu prämierten fotografischen Aufnahmen aus heutiger Zeit – und somit einen differenzierten Einblick gibt in Wunsch und Wirklichkeit kindlicher Lebenswelten zu den verschiedensten Zeiten."

Aktionen & Projekte

Fotofestival Gent

DER BELFRIED VON GENT, eines der Monumente von „historische Huizen Gent“, Fotoquelle: Wikipedia/Maros Mraz

Das Fotofestival von Gent (Belgien) läuft bis zum 22. August 2015 unter dem Motto „80 Days of Summer - Stories of Identity“. Künstlerliste: Jan Van Den Abbeel,Roger Laute, Meltem Elmas, Jeroen Boussier, Dany Lobe,Axel De Bruycker,Patrick Lévêque,Robert Piccart, Koen Blanckaert,Hans Vandeweghe u.a. Aufgeteilt ist das Programm auf 27 Ausstellungen an 10 Orten mit insgesamt 20 Fotografen. Nicht alle widmen sich dem Medium des Porträts, sondern spüren dem Begriff „Identität“ auch in anderen Bereichen nach.Wird unsere Identität von persönlichen, sozialen, genetischen, sexuellen, geografischen oder kulturellen Elementen geprägt?“ Darüber hinaus stehen Workshops, Kinderwochen, Künstlergespräche, Filmabende, Begegnungen mit Fotografen und Kaffeepausen auf dem Programm. Die St.-Peter-Abtei bildet das Zentrum des Festivals. Organisator ist „Historische Huizen Gent“, ein Programm, in dem die sieben wichtigsten historischen Baudenkmäler zusammengefasst sind und von solchen Festivals und Ausstellungen begleitet wird. www.visitgent.be.

Aktionen & Projekte

Vogelfrei

YOUKO KIGA, The sea is destgination

Seit nunmehr 20 Jahren organisieren Ute Ritschel und ihr Team das Projekt „Vogelfrei“ mit Kunst in Darmstädter Gärten. An den elf bisherigen Veranstaltungsreihen haben insgesamt 350 Künstler teilgenommen. In diesem Jahr konzentriert sich die Garten-Biennale auf eine Rückschau. Bis zum 30. September 2015 sind Aktionen, Führungen, Performances, Vorträge, eine Konferenz und andere Beiträge angekündigt. Auf Plakatwänden wird eine Rückschau auf die vergangenen Projekte dokumentiert. Parallel dazu lädt ein „Parcours“ zu Kunstprojekten an neun einstigen Standorten ein, begleitet von einer Ausstellung im Internationalen Waldkunstzentrum. www.vogelfrei.info

Galerien & Auktionshäuser

Wien: Die wilden 1980er Jahre

HERBERT BRANDL, HEIMO ZOBERNIG, Galerist PETER PAKESCH und FRANZ WEST. (v.l.n.r.), 1987 Copyright: Didi Sattmann / Privatarchiv

1981 kam der Grazer Peter Pakesch nach Wien und eröffnete dort in der Ballgasse 6 eine Galerie, die alsbald zum Kulminationspunkt der Wiener Kunstszene wurde, die Anfang der 1980er Jahre einen Generationenbruch vollzog und sich neu formierte. Josef Danner, Herbert Brandl oder Otto Zitko waren damals alle erst Anfang zwanzig, als Peter Pakesch ihnen Einzelausstellungen ausrichtete. Es waren Vertreter der „jungen Wilden“ und auch von „Neo Geo“ mit dem damaligen Werk von Heimo Zobernig, und auch Franz West verdankt dem Galeristen den Aufstieg zu einem Spitzenkünstler. Mit dem Themenband „Insel Austria“ beleuchtete Kunstforum international 1987 diese vitale Kunstszene, die ein Gegenbild zu den deutschen Zentren der gestisch-expressiven Malerei in Köln und Berlin darstellten. Das Wien Museum dokumentiert die Geschichte dieser Galerie und des Wiener Kunstbetriebs jener Jahre in der Ausstellung „Ballgasse 6 – Galerie Pakesch und die Kunstszene der 80er“ vom 24. September 2015 bis zum 7. Februar 2016. www.wienmuseum.at

Museen & Institutionen

St. Gallen: Es werde Licht

CLAUDE MONET, Palazzo Contarini, Venedig, 1908 Kunstmuseum St.Gallen Erworben von der Ernst Schürpf-Stiftung 1950

Um 1860 begannen die Impressionisten, das Licht als zentralen Bildgegenstand zu entdecken. Sie beobachteten die atmosphärischen Veränderungen des Tageslicht und machten dies zur malerischen Hauptaufgabe: primär setzten sie die Farbe primär als Träger von Licht ein, was letztlich zu einer Aufhellung der Palette führte und die Gemälde der Impressionisten heute noch so lichtdurhflutet erscheinen lässt. Die schnelle Malweise vor Ort im Freien wurde durch die Erfindung der Farbtube möglich, die ab etwa 1850 auf den Markt kam und den Malern zeitraubendes Anreiben der Farbe mit Pigmentklumpen und Bindemittel ersparte. In jener Epoche entwickelte Thomas Alva Edison auch die Glühbirne -elektrisches Licht setzte sich ab etwa 1890 im Alltag durch. Die Städte wurden durch elektrische Straßenbeleuchtung und Leuchtreklamen nachts heller, und in der zeitgenössischen Objekt- und Installationskunst wird Licht nicht mehr bildlich dargestellt wie noch in René Magrittes Dämmerungsbildern, sondern selbst zum Medium der Kunst. Die umfangreichen Werkgruppen von Lichtarbeiten in der Sammlung des Kunstmuseums St. Gallen verdeutlichen, welche Faszination das Licht auf die Künstler ausübt. Bis zum 25. Oktober 2015 läuft eine Ausstellung mit dem Titel "Es werde Licht". Sie zeigt bedeutende Gemälde des Impressionismus im Dialog mit Werken von u.a. John M. Armleder, Silvie Defraoui, Dan Flavin, Sylvie Fleury, Alex Hanimann, Matthew McCaslin, Jason Rhoades, Pipilotti Rist, Nedko Solakov, Keith Sonnier, Michel Verjux u.a.m. www.kunstmuseumsg.ch

Personalien

Neuer Präsident des Museumsfreunde-Weltverbands

Dr. Ekkehard Nümann, Vorstandsvorsitzender der Hamburger Freunde der Kunsthalle und Vorstand des Bundesverbands der Fördervereine deutscher Museen für bildende Kunst, wurde zum Präsidenten der WFFM-World Federation of Friends of Museums gewählt. Die WFFM ist ein Pendant zum weltweiten Museumsnetzwerk ICOM und von der UNESCO als NGO-Nichtregierungsorganisation anerkannt. Sie fördert den Austausch zwischen den Kulturen durch regelmäßige Generalversammlungen und Kongresse. Dr. Nümann ist der erste Deutsche, der zum Präsidenten der WFFM berufen wurde. www.museumsfriends.com

Kulturpolitik

Vandalismus gegen Documenta-Werk

JIMMIE DURHAM, Kobiniansapfelbaum, Beitrag zur Documenta 2012, zum Gedenken an Korbinian Aigner, Foto: Wolfgang Träger

Der politische Aktivist und Konzeptkünstler Jimmie Durham pflanzte 2012 zusammen mit der Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargies in der Kasseler Karlsaue einen Apfelbaum der Sorte „Korbinian“. Diese Sorte wurde 1944 im KZ Dachau von dem inhaftierten Pfarrer Korbinian Agner gezüchtet. Durham wollte diesem Documenta-Beitrag auf die Gewaltverbrechen der Nazis und den Überlebenswillen von Natur und Mensch aufmerksam machen. Unbekannte Vandalen rissen nun den knapp drei Meter hohen Baum komplett aus dem Boden und brachen sämtliche Äste ab. Im Herbst wollen die Gärtner der Museumslandschaft Hessen Kassel einen Ersatzbaum nachpflanzen.

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