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Biennalen

Grafik-Biennale Ljubljana

HÄNGUNG bei der 1. Grafik-Biennale in Ljubljana 1955, Foto: Courtesy Moderna galerija, Ljubljana.

Vom 28. August bis zum 3. Dezember 2015 bietet die MGLC-Biennale im Mednarodni grafični likovni center von Ljubljana einen Überblick über ausgewählte Beispiele der zeitgenössischen Grafik. Kuratorin ist Nicola Lees, die seit 2013 die „Frieze Projects“ als Non-profit-Begleitprogramm zur Londoner Frieze Art Fair verantwortet. Die slowenische Grafik-Biennale wird bereits seit 1955 ausgerichtet. Sie entwickelte sich unter den spezifischen kulturpolitischen Bedingungen im damaligen Jugoslawien, wo - wie auch in den Ostblockländern Polen und Tschechoslowakei – vor allem die grafischen Künste und Trickfilme besonders gefördert wurden und auch internationale Anerkennung fanden. In der Tito-Ära erwiesen sich der Status eines blockfreien Landes und der Versuch einer Alternative zum sowjetischen Staatssozialismus als relativ fruchtbar für die Künstlerszene, und von dieser verhältnismäßig liberalen Atmosphäre profitierte auch die Grafik-Biennale in Ljubljana. Die aktuelle Biennale nimmt ihren intellektuellen Ausgangspunkt in der Kritzelei, die Martin Kippenberger in der Ecke einer seiner Zeichnungen anbrachte. Von hier aus definiert sich dann das weitere Biennale-Programm als Zusammenstellung von traditionellen und experimentell-freien Formen der grafischen Künste. www.mglc.lj.si.

Aktionen & Projekte

Together

Sieben Performer lassen sich auf der Bühne auf ein „Experiment zwischen History Show und kollektivem Selbstversuch“ ein. „Marcel Schwald und sein Team widmen sich mithilfe des Buches «Together – The Rituals, Pleasures and Politics of Cooperation» von Richard Sennett den Werten von Gemeinschaft und sozialer Kooperation.“ Die Performances werden zwischen dem 28. Januar und dem 1. Februar 2015 in der Kaserne Basel aufgeführt. Marcel Schwald erforscht mit seinen Performances das soziale Gefüge unserer Gesellschaft. Seine „Arbeiten bewegen sich zwischen Performances, Nachbarschafts- und Communityprojekten, Textarbeiten und Installationen“. www.kaserne-basel.ch

Messen & Märkte

Arte Fiera Bologna

Die Arte Fiera Bologna (23. bis 26. Januar2015) rechnet auch in diesem Jahr wieder mit 50.000 Besuchern. Die treffen auf einen Hauptsektor vn 120 Teilnehmern mit moderner und zeitgenössischer Kunst sowie auf die Abteilungen „New Proposals“, „Solo Show“ mit etwa 15 Beiträgen, „Focus East“ mit 10 Galerien und „Fotografie“. Die Sektoren Focus East und Fotografie werden von speziellen Kuratoren betreut. Insgesamt bespielen etwa 170 Galerien die Hallen 25 und 26 des örtlichen Messegeländes.  www.artefiera.bolognafiere.it

Messen & Märkte

art palmbeach

Für den 21. Januar 2015 ist die Preview der art palmbeach im Palm Beach County Convention Center angekündigt; Publikumstage sind der 22. bis 25. Januar 2015. Das Teilnehmerfeld umfasst 80 internationale Galerien mit zeitgenössischer und aufstrebender junger Kunst. Palm Beach liegt etwa 100 km von Miami entfernt, und für die lokale Kunstmesse stellt die Messewoche von Miami jeweils im Dezember eine Konkurrenzsituation dar, in der die art palmbeach sich aber seit nunmehr 18 Jahren mit Erfolg durchsetzen konnte. Das liegt nicht zuletzt daran, dass gerade in Palm Beach viele Superreiche ihre Domizile haben; nur 4,8 Prozent der Bevölkerung leben dort unter der Armutsgrenze, im gesamten US-Durchschnitt sind es hingegen 15 Prozent. Podiumsdiskussionen und ortsbezogene Installationen ergänzen die Auftritt der Galerien. www.artpalmbeach.com

Hochschulen

Jubiläum

2015 feiert die Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle/Saale ihr 100jähriges Bestehen. Den Auftakt des Jubiläumsprogramms bildet ab dem 15. Januar 2015 die Ausstellung Die 100 besten Plakate der BURG in der Burg Galerie am Volkspark (bis zum 22. Februar 2015). Eine unabhängige Jury hat hier die hundert besten Plakate aus der hundertjährigen Geschichte des Instituts ausgewählt. Eine Festwoche ist für den 26. bis 29. Mai 2015 angekündigt. www.burg-halle.de.

Hochschulen

Neuberufung

Dr. SABINE BARTELSHEIM

Ab dem Wintersemester 2014/15 ist Dr. Sabine Bartelsheim an der Hochschule der bildenden Künste (HBK) Essen für den Fachbereich Kunstwissenschaften zuständig. Seit anderthalb Jahren kann man an der noch jungen Kunsthochschule in drei Studiengängen (Bildhauerei/Plastik, Fotografie/Medien, Malerei/Grafik) einen akkreditierten Bachelor of Fine Arts erlangen. Der nächste Rundgang an der Hochschule ist vom 13. bis 22. März 2015. www.hbk-essen.de

Hochschulen

Mappenberatung

Die Kunstakademie Nürnberg bietet Studierwilligen am 4. Februar 2015 ab 15 Uhr eine Mappenberatung im Bereich Grafik-Design an (Prof. Friedwerike Girst und Prof. Holger Felten). Weitere Beratungstermine können mit den Professoren direkt vereinbart werden. Bewerbungsschluss für einen Studienplatz ist der 15. Mai 2015. Informationen im Sekretariat unter Tel.0911-9404 0, E-Mail: info@adbk-nuernberg.de.

Aktionen & Projekte

Performance zu Hause

Die Kölner Künstlerin katharinajej wollte in ihrer Wohnung eine öffentliche Performance-Veranstaltung durchführen, doch ihr Vermieter spielte nicht mit und untersagte ihr dies. Nun drehte die Künstlerin den Spieß um und zog für jeweils zwei Wochen bei den  Künstlerkollegen Diane Müller, Gabriela Aldrete und Sebastian Zuhr ein, um in diesem Zeitraum zusammen mit ihnen eine Performance zu erarbeiten. Vom 29. bis zum 31. Januar 2015 finden diese Aufführungen an jeweils einem Abend in einem anderen Zuhause der Künstler statt.

Ausschreibungen

Kritikerpreis

Bis zum 15. Januar 2015 läuft noch der Wettbewerb um den ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstkritik 2015. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Dsie Bewerbung ist in einem einzigen PDF-Dokument bis max. 10 MB einzurechen. Die eingereichten Arbeitsproben (Monografie, zwei kürzere und zwei längere Texte) müssen bereits veröffentlicht sein. Kontakt per e-mail: kunstkritik@kunstvereine.de

Ausschreibungen

Medienkunst-Stipendien

Das Edith-Ruß-Haus für Medienkunst in Oldenburg lobt Stipendien und Nachwuchsförderpreise aus. Drei Projekt-Stipendien der Stiftung Niedersachsen für Medienkunst sind mit je 10.000 Euro dotiert. Das Stipendium dauert sechs Monate und ist mit einer Residenzpflicht in Oldenburg für mindestens einen Monat verbunden. Außerdem werden drei Nachwuchsförderpreise für Medienkunst der Sparda-Bank mit je 3.000 Euro vergeben. Altersgrenze: 35 Jahre. Bewerbungsschluss istder 26. Februar 2015. „Mit diesen Preisen sollen junge nationale und internationale Posititionen der Medienkunst unterstützt werden“. Nähere Infos über die Ausschreibungen für 2015 unter: www.edith-russ-haus.de/ stipendienpreise/ nachwuchsfoerderpreis/ aktuell.html

Ausschreibungen

Strabag Artaward

Am 12. Februar 2015 endet die Bewerbungsfrist für den Strabag Artaward für Malerei und Zeichnung. Zugelassen sind Künstler bis 40 Jahre aus Nordrhein-Westfalen, Niederlande, Belgien, Luxembourg, Schweiz und Österreich. Hauptpreis: 15.000 Euro. Vier Anerkennungspreise umfassen je 5.000 Euro, außerdem bekommt jeder Preisträger eine Einzelausstellung in der Strabag Artlounge in Wien. Kontakt: Stabag Haus, Artlounge (DG), Donau-City-Str. 9, A.1220 Wien, www.strabag-kunstforum.at.

Ausschreibungen

Kunstpreis der Galerie QQArt

Die Hildener Galerie QQArt schreibt einen Kunstpreis zum Thema „Zeit“ aus. Der Jurypreis beträgt 1.000 Euro, außerdem wird ein Publikumspreis vergeben. Deadline: 11. Februar 2015. Download der Bewerbungsunterlagen unter www.qqtec.de. Kontakt: QQTec. e.V, Forststr. 73, 40721 Hilden.

Ausschreibungen

Rheinenergie-Stiftung

Nächste Bewerbungsfristen für Anträge an die Rheinenergie-Stiftung für Kultur sind der 27. Februar 2015 und der 31. Augusr 2015. Gefördert werden Projekte in der bildenden und darstellenden Kunst, Musik und Literatur im Vertragsgebiet des Stromversorgers Rheinenergie. Die Stiftung fördert keine Privatpersonen oder Einzelkünstler, sondern Institutionen, Vereine, Unternehmen und Gesellschaften mit „neuen Projekten und innovativen Maßnahmen... Sie fördert vor allem dort, wo keine oder nur unzureichende Unterstützung Dritter gegeben ist, diese aber für die Umsetzung der Projekte und Maßnahmen erforderlich ist.“ www.rheinenergiestiftung.de

Ausschreibungen

Kunstpreis der Sparkasse Karlsruhe

„Festliche Kunst“ lautet das Wettbewerbsthema beim Kunstpreis der Sparkasse Karlsruhe. Zugelassen sind Malerei und Mischtechnik. Preisgelder: 5.000/3.000/2.000 Euro. Deadline: 2. März 2015. Kontakt: Sparkasse Karlsruhe Ettlingen, Postfach 6140, 76041 Karlsruhe, Fax 0721-1461919, peggy.fiess@spk-karlsruhe-ettlingen.de.

Ausschreibungen

Swiss Photo Award

Mit 35.000 Franken ist der Swiss Photo Award dotiert. Die Kategorien sind Architektur, Editorial, Fashion, Fine Art, Free, Reportage und Werbung. Geografische Eingrenzung: nur Bewerbungen aus der Schweiz. Einreichungen sind noch bis zum 12. Januar 2015 möglich. Infos: www.ewzselection.ch

Aktionen & Projekte

Capture All

Unter dem Leitmotiv „Capture all“ geht das diesjährige Berliner Transmediale-Festival über die Bühne. Zentrum der Veranstaltungen vom 28. Januar bis zum 1. Februar 2015 ist das Haus der Kulturen der Welt. Daphne Dragona und Robert Sakrowski kuratieren die „Capture All“-Ausstellung mit „künstlerischen Positionen, die auf die Ungleichmäßigkeiten und Fehlannahmen der datafizierten Welt reagieren. Der Fokus der Arbeiten richtet sich auf die mehrdeutige Beziehung und unheimliche Spannung zwischen User und Algorithmus, zwischen Selbst und dem sich ständig entwickelnden Apparat. Unter den Ausstellenden ist der Künstler Jonas Lund, der in FTFY (Fixed That For You) mit Hilfe eines selbstentwickelten Algorithmus aus verschiedensten ausstellungsbezogenen Daten der vergangenen transmediale-Festivals die 'perfekte' transmediale-Ausstellung generiert. Tobias Revell erzählt mit der Arbeit Mercenary Cubiclists die Geschichte der fiktiven britischen Stadt Galtham. In der dystopischen Smart City sind die Bewohner zu digitalen Sklaven in einer gamifizierten Welt gemacht worden. Sebastian Schmiegs und Silvio Lorussos Networked Optimization zeigt alternative Versionen von populären Selbsthilfebüchern, die ausschließlich aus mehrheitlich von Kindle-Nutzern hervorgehobenen Passagen bestehen, welche automatisch in Amazons Datenzentren gespeichert werden.“ (Pressetext). Eine zweite Ausstellung stand unter dem Motto „ Time and Motion: Redefining Working Life“. Das diesjährige Performance-Programm umfasst „audiovisuelle Stücke in der Tradition des Live-Cinemas und intermedialen Arbeite, die sich jeder Kategorisierung entziehen. Die Performances reflektieren starre, unser Leben kontrollierende Strukturen und untergraben sie spielerisch. Unter den Highlights ist die Weltpremiere Citation City von People Like Us sowie Nicolas Maigrets und Brendan Howells The Pirate Cinema. Citation City besteht aus 300 in London spielenden oder gedrehten Spielfilmen, die eine Geschichte innerhalb der Geschichte erzählen, um zu erkunden, was sich aus der Verknüpfung der vielfachen Erzählstränge ergibt...“ „Vorspiel“ nennt sich das Veranstaltungsprogramm, das bereits ab dem 9. Januar 2015 in verschiedenen Berliner Projekträumen läuft. www.transmediale.de.

Aktionen & Projekte

Venedig: Sommerakademie

Agnes Kohlmeyer (Kuratorin), Angela Vettese (Kritikerin), Luca Massimo Barbero (Peggy Guggenheim Collection), Francesca Colasante (Foundation Pinault), Andrea Goffo (Found. Prada), Tommaso Speretta u.a. sind die Dozenten an der Sommerakademie der Biennale von Venedig (Xac – School for Curatorial Studies). Termin: 8. Juni bis 30. September 2015. Das Angebot richtet sich an graduierte Studenten und Berufstätige im Kunstbetrieb, die ihre Kenntnisse und ihre praktischen Erfahrungen zur kuratorischen Theorie und museologischen Praxis in der Gegenwartskunst vertiefen wollen. Kontakt:  Xac – School for Curatorial Studies, San Marco 3073, I-31121 Venezia, Tel. +39-3477122456. e-mail: curatorialschool@gmail.com, info@corsocuratori.com.

Messen & Märkte

Art Innsbruck

70 Galerien sind zur Art Innsbruck zugelassen (19.2. 2014 Preview, Publikumstage 20. bis 22. 2. 2015). Das Programm umfasst bildende Kunst des 20./21. Jahrhunderts mit Gemälden, Arbeiten auf Papier, Auflagenobjekten, Originalgrafiken, Skulpturen, Installationen sowie Künstlerbücher, Fotografien und Neue Medien mit dem Schwerpunkt nach 1960. Erstmals werden auf der Art Innsbruck in diesem Jahr aber auch Antiquitäten angeboten. Für die Stände stehen rund 4.000 qm zur Verfügung. An Begleitveranstaltungen stehen „Art Clubbing“, eine Art Lounge sowie ein Seminar für Einsteiger und Sammler auf dem Programm. Unter der Schirmherrschaft der Art Innsbruck steht der „Artroom 21“ in der Gutenbergstraße 3, der temporär an auswärtige Künstler oder Galerien vermietet wird. www.art-innsbruck.at

Preise

Kunstpreis Ruth Baumgarte

Judith Hopf nahm den Kunstpreis Ruth Baumgarte entgegen (20.000 Euro). Die Preisträgerin studierte an der Hochschule für Künste in Bremen sowie an der Berliner Universität der Künste und lehrt seit 2008 an der Frankfurter Städelschule im Bereich Bildende Künste. Die Stifterin Ruth Baumgarte war Pressezeichnerin, freie Künstlerin sowie Illustratorin und 1986 Mitbegründerin der Bielefelder Galerie Samuelis Baumgarte. Sie starb 2012. www.ruth-baumgarte.com

Museen & Institutionen

Sonderklasse - unverkäuflich

PAUL KLEE, 1911, Foto: Alexander Eliasberg, historische Aufnahme

Bilder, die Paul Klee nicht verkaufen, sondern lieber für seine eigene Sammlung behalten wollte, versah er mit dem Kürzel „SKL“ für „Sonderklasse“. Zwischen 1928 und 933 hatte der Maler immerhin 300 farbige Blätter solchermaßen klassifiziert. Als er 1933 in die Schweiz emigrieren musste und für moderne Kunst der Markt in Deutschland zusammenbrach, stellte er diese „SKL“-Serie ein und gab einige Werke wieder für den Verkauf frei. Das Zentrum Paul Klee in Bern zeigt bis zum 1. Februar 2015 eine Auswahl dieser SKL-Arbeiten aus dem eigenen Bestand, ergänzt um Leihgaben. www.zpk.org

Ausschreibungen

Frechener Keramikpreis

Der Frechener Keramikpreis ist mit drei Preisen à 1.500,-Euro dotiert und für Keramikkünstler ab Jahrgang 1980 ausgelobt. Deadline: 31. Januar 2015. Infos und Kontakt unter: www.frechener-kulturstiftung.de.

Museen & Institutionen

KAI 10- Artena Foundation

Ludwig Seyfarth moderiert das Künstlergespräch mit Marta Volkova und Slava Shevelenko bei er KAI 10-Arthema Foundation in Düsseldorf (Kaistraße 10). Termin: 15. Januar 2015, 19 Uhr. Die beiden russischen Künstlerinnen „erzählen in der Ausstellung LOST PARADISE die Geschichte einer besonderen Käferart, des Tunguska Scarabeus, der in der Lage ist, sich äußerlich in verschiedene Gegenstände seiner Umgebung, beispielsweise in Euromünzen, zu verwandeln. Die zahlreiche Bildtafeln und keramische Objekte umfassende Installation Aus dem Leben der Käfer erscheint wie eine Verbindung aus wissenschaftlichem Labor, Wunderkammer und naturhistorischem Museum.“ www.kaistrasse10.de

Preise

Stipendium K-52

LORCAN O'BYRNE, „Tire“, Öl auf Leinwand, 2013, Copyright: Kunststiftung-K52, Berlin

Lorcan O'Byrne, in Berlin lebender Maler, tritt das Stipendium der Kunststiftung K 52 für Künstlerinnen und Künstler
ab 45 Jahren an (6.000 Euro). Da die meisten Stipendien eine Altersgrenze von 35 oder 40 Jahren haben, möchte die Stiftung „ein Zeichen setzen“. Denn viele Künstler zwischen 40 oder 60 Jahren können „auf ein hochwertiges Werk zurückschauen,... das jedoch bisher, bedingt durch die Mechanismen des Kunstmarktes, nur am Rande Aufmerksamkeit gefunden hat.“ Erst die älteren Künstler ab 65 Jahren können dann wieder auf einen Preis für ihr Lebenswerk hoffen. Im Pressetext heißt es: „Qualität, künstlerisches Rückgrat oder künstlerische Eigensinnigkeit wird nicht immer mit kommerziellen Erfolg belohnt. Selbst eine beeindruckende Ausstellungskarriere ist keine Garantie, wendet sich das Belohnungssystem des Marktes doch gern jüngeren Positionen zu, bei denen eine Manipulierbarkeit und Investitionsüberlegungen eine Rolle spielen.“ Damit ist dieses Stipendium als Versuch eines Korrektivs zu begreifen. Eine Ausstellung des Stipendiaten läuft bis zum 21. Februar 2015 in den Berliner Galerierämen Joachimstr. 17.  www.kunststiftung-k52.de.

Preise

Netzkunst-Preis

Jodi (Joan Hemskerk und Dirk Paesmans, Künstlerduo aus den Niederlanden) wurden mit dem Prix Net Art ausgezeichnet (10.000 Dollar). Der Preis wird vom Center for Art and Technology (CCIA), einer Akademie für kreative Berufe inKelowna (Kanada), und von der Rhizome and Tsinghua University Art and Science Media Lab (TASML) in China verliehen. Ein Ehrenpreis (5.000 Dollar) ging an Kari Altman. Mit dieser Auszeichnungen werden Leistungen im Bereich der Netzkunst honoriert.

Preise

Jawlensky-Preis

Richard Serra erhält den Alexej-von-Jawlensky-Preis der Stadt Wiesbaden (18.000). Die Ehrung gilt nicht nur dem plastischen Werk des amerikanischen Bildhauers, sondern ebenso seinen Arbeiten auf Papier und Leinwand. www.wiesbaden.de/kultur/bildende-kunst/preise-stipendien/alexej-von-jawlensky-preis.php

Preise

Arnold Bode-Preis

Nairy Baghramian nahm in Kassel den Arnold-Bode-Preis entgegen (10.000 Euro). Ihre Skulpturen seien elegant, ironisch und nicht selten provozierend, befand die Jury. In seiner Laudatio verwies der documenta-Leiter Adam Szymczyk auf den „feinen minimalistischen Reiz“ ihrer Figuren, die ästhetisch „im Schatten der Moderne“ stünden.

Museen & Institutionen

Modernisierung

KUNSTHALLE ERFURT im Haus „Zum Roten Ochsen“, Fotoquelle: Wikipedia/Mahlum

Die Kunsthalle Erfurt bleibt wegen Modernisierung bis 2017 geschlossen. Sie ist in einem Renaissancehaus („Zum Roten Ochsen“) untergebracht, dessen Fassade aus dem Jahr 1562 allein 200.000 Euro kostet. Insgesamt sind 1,7 Mill. Euro veranschlagt, um einen Aufzug einzubauen und die Eingangshalle neu zu gestalten. Bis zur Wiedereröffnung wird das Ausstellungsprogramm in andere Museen der Stadt verlegt. www.kunsthalle-erfurt.de.

Museen & Institutionen

Provenienzrecherche

Seit 2008 erforschen die Staatl. Kunstsammlungen Dresden die Herkunft ihrer Bestände. Anfang 2015 hatte man die Hälfte des Fundus durchgearbeitet. Zwischenbilanz: bis jetzt gaben die Kunstsammlungen 410 Objekte an NS-Raubkunst an die rechtmäßigen Erben zurück und 5.100 Werke, die unter DDR-Unrecht fallen. Insgesamt umfassen die Sammlungsbestände der 14 Dresdner Museen 1,2 Mill. Objekte: Porzellan, Waffen, Gemälde, Skulpturen, Grafik, Möbel und Volkskunst. www.skd.museum.

Museen & Institutionen

Mons: Materialfehler?

Mons (flämisch: Bergen) in Belgien ist eine der Kulturhauptstädte Europas 2015. Eine der Hauptattraktionen sollte eine open air-Installation des Künstlers Arne Quinze sein. Doch ein Teil des 85 m langen und 16 m hohen Werks „The Passenger“ stürzte in sich zusammen, weil sich einer der tragenden Holzbalken als zu schwach erwies, vermutlich wegen eines Materialfehlers. Ob die Arbeit repariert wird oder nach dem Votum unabhängiger Gutachter abgerissen werden muss, steht derzeit noch nicht fest. Neben der wallonischen Industriestadt, die mit dem Niedergang der Montanindustrie auch in ihrer urbanen Entwicklung gehemmt wurde, ist die tschechische Stadt Pilsen in diesem Jahr Kulturhauptstadt. Die „Süddeutsche Zeitung“ indessen sieht in dem „EU-Steuergelder verschlingenden Pomp“ des Kulturhauptstadt-Spektakels in erster Linie nur eine „hirnlose Eventseligkeit“ und bezweifelt, dass damit in Mons „die Strukturprobleme des postindustriellen Armenhauses Wallonien“ in den Griff zu bekommen wären: „Da feiern in den Programmkatalogen von Pilsen und Mons die Schlüsselwörter Nachhaltigkeit, Diversität, Transparenz, Multikulturalität wahre Orgien, doch bei Lichte besehen“ seien die damit verbundenen Ansprüche mit Street Art und „ranschmeißerisch angekündigten 'Jugendprojekten'“ wohl nicht einzulösen.

Preise

Kritikerpreis

IAAC-PREISVERLEIHUNG, Foto: Wang Zheng

Su Wei aus Beijing belegte den ersten Platz beim Wettbewerb IAAC-International Awards of Art Criticism (Preisgeld: umgerechnet ca. 6.000 Euro). Joobin Bekhrad aus Toronto und Zhang Han Lu aus Shanghai durften sich über den zweiten Preis freuen. Mit der Preisvergabe ist für alle drei ein zweiwöchiger Aufenthalt in London oder Shanghai verbunden. Die Preisverleihung fand im Shanghai 21st Century Minsheng Art Museum statt. Die preisgekrönten Aufsätze der drei Finalisten erscheinen im Frühjahr 2015 in einer bilingualen Publikation auf englisch und chinesisch. www.21msms.com

Museen & Institutionen

Düsseldorf: Publikumsrenner

TOMÁS SARACENO, „In orbit“, Installation, K 21 Ständehaus Düsseldorf, 2013-2015

Als wahrer Publikumsrenner erweist sich die Installation „In orbit“ des Künstlers Tomás Saraceno in der Düsseldorfer Kunstsammlung K 21. 100.000 Besucher sahen bislang die interaktive Installation im Ständehaus, und viele von ihnen nahmen auch das Angebot an, in den Sicherheitsnetzen herumzuklettern, die über eine Fläche von 2.500 qm unter der Kuppel in drei Lagen aufgespannt sind. Sie werden von luftgefüllten PVC-Kugeln mit einem Durchmesser bis zu 8,50 m auf Abstand gehalten. Für die Museumsbesucher sehen die Kletterer von unten aus wie „Schwimmer“, die durch die Luft schweben. Die Arbeit verbleibt dort noch bis zum Jahresende 2015. www.kunstsammlung.de

Museen & Institutionen

Ludwig goes Pop

ANDY WARHOL, Portrait Peter Ludwig,1980, Acryl, Siebdruck auf Leinwand, National Art Museum of China, Peking, Copyright: 2014 The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. / Artists Rights Society (ARS), New York, Foto: Collection of National Art Museum of China

100.000 Besucher kamen zur Ausstellung „Ludwig goes Pop“ im Museum Ludwig Köln. Ansachließend wanderte die Ausstellung weiter ans mumok Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, wo sie vom 12. Februar bis 13. September 2015 zu sehen ist. Peter Ludwig war in den 1960er Jahren einer der ersten Sammler in Europa, die sich für die amerikanische Pop Art begeisterten. Diese Stilrichtung bildet den Grundstock der Sammlung, die 1968 von Aachen nach Köln kam und dort Anlass für den Museumsneubau neben dem Dom war. Für die Ausstellung „Ludwig goes Pop“ hat das Kuratorenteam 150 Werke aus allen Museen zusammen getragen, die mit dem Namen Ludwig verbunden sind. Sie kommen aus den Museen von Peking, Wien, St. Petersburg, Aachen, Budapest und Koblenz. www.mumok.at

Museen & Institutionen

Diskussion um Parteitagsgelände

NSDAP-REICHSPARTEITAGSGELÄNDE NÜRNBERG, Zeppelintribüne, 1942, Foto: Karl Gasser, Bundesarchiv Bild Nr. 146-2008-0028, Lizenz CC-BY-SA

Zwischen 1933 und 1938 hielt die NSDAP ihre Reichsparteitage auf einem Aufmarschfeld im Südosten Nürnbergs ab. An den Paraden nahmen bis zu 150.000 SA- und SS-Leute teil. Ab Kriegsbeginn 1939 verzichtete die Parteiführung allerdings auf solche Massenaufmärsche in Nürnberg. In der Nürnberger Lokalpolitik diskutiert man derzeit über den Erhalt oder „kontrollierten Verfall“ des Reichsparteitagsgeländes. Insbesondere geht es um den Erhalt der 360 m langen und heute arg baufälligen Haupttribüne („Zeppelintribüne“). Während manche Historiker und Architekten das Gelände „kontrolliert verfallen“ lassen möchten, setzen sich Nürnbergs OB Ulrich Maly (SPD) und die Kulturreferentin Julia Lehner (CSU) für den Erhalt der Zeppelintribüne ein: das Bauwerk könne „Aufklärung“ bieten, „wie ein totalitäres System funktioniert“, meint Lehner. Der städtische Baureferent Daniel Ulrich ergänzte, es ginge nicht um eine „historische Rekonstruktion“, sondern um einen Erhalt des jetzigen Eindrucks „mit einfachen Mitteln“. Ganz so einfach ist der Umgang mit den Relikten der NS-Monumentalästhetik allerdings nicht, denn die Stadt schätzt die Sanierungskosten auf 60 bis 75 Mill. Euro. www.museen.nuernberg.de/dokuzentrum

Personalien

Sammlerschachtel

HANS-PETER FELDMANN, Sammlerschachtel „La vache qui rit“, Foto: Hans-Peter Feldmann/Groupe Bel

Hans-Peter Feldmann, Düsseldorfer Konzeptkünstler, gestaltete die erste Sammlerschachtel des französischen Käseherstellers Bel. Bis zum 100jährigen Jubiläum des Unternehmens im Jahre 2021 werden noch weitere Künstler zur Kreation einer solchen Sammlerschachtel eingeladen. Feldmann verpasste der Kuh auf der Schachtel der Marke „La Vache qui rit“ (die lachende Kuh) eine rote Clownsnase. In einer Auflage von 75.000 Stück wird diese Sammlerschachtel nun in französischen Supermärkten zum normalen Verkaufspreis der bekannten Schmelzkäsesorte angeboten.

Personalien

Kuba: Vorübergehende Festnahme

TANIA BRUGUERA, Fotoquelle: Wikipedia/Lia Villares 

Tania Bruguera, kubanische Performance- Installationskünstlerin, führte 2009 auf der Biennale von Havanna eine Performance auf, bei der jeder eine Minute lang vor einem Mikrofon frei reden durfte. Als sie jetzt auf einer Kundgebung kubanischer Oppositioneller die Performance wiederholen wollte, wurde sie zusammen mit anderen Regimekritikern vorübergehend festgenommen.

Museen & Institutionen

Bergisch-Gladbach: Topf und Deckel

KOCHEISEN + HULLMANN, Wilmas Campingtisch, 1994, Öl auf Holz, 2-teilig, je 25 x 50 cm, 2 x (25 x 50 cm), Exponat in der Ausstellung „Topf und Deckel“, Copyright: Thomas Kocheisen + Ulrike Hullmann VG BILD-KUNST Bonn, 2014

Das Kunstmuseum Villa Zanders in Bergisch-Gladbach führt bis zum 8. März 2015 den zweiten Teil der Ausstellung „Topf und Deckel“ durch. Dazu wurde das Programm mit Exponaten über „Essen in der Kunst“ und Küchen-Design um Beiträge von Studierenden der Köln International School auf Design. Die Projektgruppe hat sich unter der Leitung von Prof. Wolfgang Laubersheimer ein Jahr lang mit dem Thema auseinandergesetzt. Ihre Ausstellung ist terminlich an die „Passagen Interior Design Week“ zur Kölner Möbelmesse angebunden. Titel: „Die Metamorphose des Lagerfeuers“. Die VHS Bergisch-Gladbach ergänzt die Ausstellung mit Kochkursen und Workshops. www.villa-zanders.de

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