Band 239, 2016, Messen & Märkte, S. 290

50 Jahre Art Cologne

Die Jubiläumsmesse

Vom Kunstmarkt Köln '67 bis heute

von Jürgen Raap

Von 1959 bis 1972 war der Kölner Galerist Hein Stünke Berater der Kasseler Documenta. Dort beobachtete er, dass an einem einzigen Tag mehr Besucher in diese Ausstellung strömten als in seine Galerieräume im ganzen Jahr. Stünke bekam kein Honorar, durfte aber stattdessen in Kassel Grafiken ausstellen und merkte, dass die Leute Kunst „nicht nur anschauen, sondern auch besitzen“ wollten: die Idee zur Gründung einer Messe für zeitgenössische Kunst war geboren. 1966 gründete Hein Stünke zusammen mit seinem Kollegen Rudolf Zwirner den „Verein progressiver deutscher Kunsthändler e.V.“, und 1967 fand zum ersten Mal im Kölner Ballhaus Gürzenich die „Mutter aller Kunstmessen“ statt – damals noch unter dem Namen „Kunstmarkt Köln '67“.  

Rund zwei Dutzend Galeristen boten damals ihre Werke an und machten damit eine Mill. DM Umsatz. Man zählte 15.000 Besucher, und das war für die Verhältnisse in jener Zeit ein völlig unerwarteter Rekord, denn der Markt für Gegenwartskunst war in den 1960er Jahren noch recht überschaubar:„Die zeitgenössische Kunst hatte es sehr schwer. Außer Wolfgang Hahn, Helmut Klinker und Frau Schniewind gab es so gut wie keine Sammler für diese Kunst der frühen 60er Jahre... Die zeitgenössische Kunst, so wie ich sie mit der Pop Art vorantrieb, hatte noch keinen Markt. Es kam kaum jemand in die Galerie, geschweige denn, dass jemand kaufte. Das war die Ausgangssituation...“, erinnerte sich Rudolf Zwirner später in einem Interview.  

Die ersten Jahre

In diesem Jahr feiert die weltweit älteste Messe für moderne Kunst also ihr 50jähriges Bestehen. „Allein die Erfahrung und Geschichte, die dahinter steht, ist ein absolutes Alleinstellungsmerkmal“, gratuliert der Galerist Gerd Harry Lybke aus Leipzig. Auch sein Kölner Kollege Thomas Rehbein ist begeistert: „Eine Messe, von der man das Gefühl hat, dass sie sich immer wieder neu aufstellen möchte, um dem Besucher Spannung und Neugier zu bieten, ist das beste was den Galerien passieren kann. Das ist auch der Grund warum wir diese Messe seit 1998 mitmachen.“  

Von Anfang an als Mitbegründer dabei und auch heute noch als Galerist aktiv ist der diesjährige Art Cologne-Preisträger Raimund Thomas aus München: für ihn ist die Art Cologne nach wie vor „zweifellos die größte, wichtigste und einzige Messe von Bedeutung in Deutschland“, und sie „hat sie mich fünfzig Mal ohne Unterbrechung davon überzeugt, wie vorteilhaft es ist, sie als Forum für das Zusammentreffen mit dem beachtlichen Sammlerpotential dieser potentesten Region in Deutschland zu nutzen.“ Damit beschreibt Raimund Thomas das Prinzip eines Kunstmarkts, der von Anfang an nicht nur eine reine Verkaufsveranstaltung, sondern auch Informationsmesse und Kontaktbörse sein wollte.  

Eine solche Binnenwahrnehmung der Galeristen bestätigt und relativiert zugleich aus der Sicht von außen der Museumsmann und Ausstellungsmacher Kasper König: „Offensichtlich war das zu Beginn eine prächtige, hochkarätige und kompakte Erfindung – ein übersichtlicher Markt mit wirklich neuen Produkten. Dann ist das später in die Breite gebügelt worden, inhaltlich weniger international. Gott sei Dank ist es der Messe in den letzten Jahren wieder gelungen, einen Messebesuch und die Aktivitäten der Kölner Museen und Galerien miteinander zu verbinden...“  

Dass die Messe nicht nur für den Kunsthandel, sondern ebenso für die lokale Museumslandschaft einen wichtigen Standortfaktor darstellt, beobachtet auch Yilmaz Dziewior, Direktor des Museums Ludwig: „Während der Laufzeit der Art Cologne ist die Dichte an Fachleuten bei unserem Publikum besonders hoch, da sowohl die Gäste, wie auch die Aussteller unser Museum in dieser Woche besuchen. Oft legen auswärtige Besucher ihren Besuch in unser Museum gezielt während der Zeit der Art Cologne. Insofern gibt es hier eindeutig Synergieeffekte.“  

Doch in den vergangen 50 Jahren herrschte nicht nur eitel Sonnenschein; von Anfang an gab es auch immer wieder Kräche und Krise: die Künstler rebellierten gegen den Kommerz, es gab immer wieder Gegenmessen, Ausjurierte klagten vor Gericht gegen ihre Nicht-Zulassung, und manche Kunsthändler mieden zeitweise die Kunstkirmes in den Messehallen von Köln-Deutz: den einen war sie zu groß und zu beliebig geworden, den anderen zu behäbig, und wiederum andere sahen sich als Opfer einer Intrige, denn in der Zunft der Galeristen scheint nach Beobachtung mancher Insider bisweilen mehr Rivalität als Kollegialität zu herrschen.  

So wurde von Anfang an über die Machtstrukturen und über eine Monopolbildung gestritten. Bereits 1970 rebellierten Joseph Beuys, Wolf Vostell, Klaus Staeck und der Galerist Hartmut Rywelski gegen das Messe-Monopol des „Vereins progressiver deutscher Kunsthändler“. Jene Szene, wie sie „durch stetes Pochen“ gegen die von Rudolf Zwirner verschlossene Eingangstür der Kölner Kunsthalle Zutritt „schon zur exklusiven Eröffnungsveranstaltung“ einforderten, beschrieb „Der Spiegel“ in seiner Ausgabe 38/13. 9. 1971: „Danach, als der Kunstmarkt-Beschicker Rudolf Zwirner den gehbehinderten Beuys mit den Worten 'Hau ab, für dich ist erst morgen geöffnet' gegen das Schienbein trat, wurde es Staeck so richtig klar, 'daß etwas geschehen mußte gegen die Arroganz der Monopolisten'.“  

Klaus Staeck nahm mit seiner Edition Staeck 1971 zum ersten Mal in Köln an der „Internationalen Kunst- und Informationsmesse (IKI)“ teil und bilanziert: „Am lebendigsten ging es noch auf dem Neumarkt der Künste 1970 zu.“ Die 50jährige Erfolgsgeschichte der Art Cologne beurteilt er auch heute mit eher gemischten Gefühlen: „Durch die verschiedenen Häutungen steht auch das Jubiläum der Art Cologne auf schwankendem Grund“.  

Gegenmessen

Besagte „Internationale Kunst- und Informationsmesse (IKI)“ rief als eine der ersten Gegenmessen zum Kölner Kunstmarkt der Galerist Ingo Kümmel ins Leben. Kümmel hatte im Stadtteil Braunsfeld seine Galerie mit einem Schnapsladen kombiniert, promotete die Fluxus-Künstler und hatte den Ruf eines trinkfreudigen Enfant terribles der Kunstszene. Zu seiner Alternativveranstaltung in der Kölner Volkshochschule reisten aber immerhin 66 Galeristen an. In Kiel und in Basel wurden zeitgleich ebenfalls Kunstmärkte gegründet - es war die Zeit eines ersten Messebooms, denn alle wollten ein Stück vom Kuchen abhaben: „Immer mehr Gemaltes, Gehauenes und Gestochenes wird statt in den Hinterstuben exklusiver Galerien in lauten, überfüllten Messekojen umgesetzt“, notierte der „Spiegel“ 1971 erstaunt. Der Grund für jenen Boom der frühen 1970er Jahre ist an den Wachstumsraten ablesbar - der Kölner Kunstmarkt (der erst seit 1984 Art Cologne heißt) meldete im vierten Jahr seines Bestehens nämlich bereits 42.000 Besucher und 5 Mill. DM Umsatz.  

Als 1989 die Art Frankfurt erstmals an den Start ging, empfanden die Messemacher am Rhein dies als unerwünschte Konkurrenz, und der damalige Vorsitzende des Galeristenverbandes Gerhard F. Reinz appellierte an meine lokalpatriotische Gesinnung als journalistischer Berichterstatter: „Sie als Kölner können das doch bestimmt auch nicht gut finden“. Reinz hatte „den Mitgliedern“ des Galeristenverbandes „unmissverständlich signalisiert, dass man nicht bereit sei, die Teilnahme der 'Art-Cologne'-Aussteller in Frankfurt zu akzeptieren. Niemand weiß, was passiert, wenn sich die Mitglieder diesem Boykott-Aufruf widersetzen und an den Main reisen“, reportierte der Kritiker Karlheinz Schmid.  

Als 1993 Christian Nagel, Heike Kempkes, Tanja Grunert und Michael Janssen ihre „Unfair“ in den Balloni-Hallen im Kölner Stadtteil Ehrenfeld abhielten, empfand dies der Kritiker Rainer Metzger allerdings eher als ein „intimes Fest im Freundeskreis“. Zur gleichen Zeit erregte nämlich ein paar Kilometer weiter auf der anderen Rheinseite der konservierte Hai von Damien Hirst weitaus mehr Aufsehen, als in jenem Jahr die Art Cologne die Young British Artists der Sammlung Saatchi in einer Sonderschau vorstellte.  

Christian Nagel nahm erstmals 1991 an der Art Cologne teil und beurteilt die „Unfair“ noch heute als wichtiges Korrektiv: „Sie war in dieser Zeit die erste wichtige Gegenmesse und Role-model für die 'Liste' und alle anderen nicht mehr zählbaren kleineren und größeren Messen. Die Leitung der Art Cologne nahm uns zunächst nicht ernst, war dann aber nicht nur aufgrund des immensen Erfolgs, sondern insbesondere durch den Presseerfolg gewarnt und kam sofort positiv auf uns zu, was nach einer weiteren eigenen Veranstaltung zur Integration der Unfair in die Art Cologne in der Halle 5 führte. Leider vergaß man dabei, weitere Maßnahmen an der bereits überbrodelnden Art Cologne durch zu führen. Man hätte viele, in ihrer Qualität nicht genügende Galerien ausjurieren müssen und wichtige internationale Blockbuster-Galerien akquirieren müssen.“  

So blähte sich die Art Cologne von 189 Ausstellern im Jahre 1989 zu einer Übergröße mit 350 Teilnehmern im Jahr 1995 auf. „Eine große Anzahl von Galeristen forderte deswegen einschneidende Maßnahmen, und da diese nicht in Aussicht gestellt wurden, gründeten 14 bisher an der Art Cologne teilnehmende Galerien 1996 das Artforum in Berlin“, erzählt Nagel.  

Letztlich konnte jedoch keine dieser Gegenmessen die Art Cologne jemals ernsthaft gefährden. Die Art Frankfurt und das Artforum Berlin sind längst Vergangenheit, und von den lokalen Satellitenmessen wie der „tease art fair“ hielt keine länger als drei bis vier Jahre durch. Lediglich die seit 2003 ausgerichtete Art.Fair vermochte sich bis heute zu etablieren.  

Krisenjahre

Der Hauptstadtsog, der in den 1990er und 2000er Jahren eine Eigendynamik entfaltete und zu einer Abwanderung vieler Künstler, Sammler und Galeristen aus dem Rheinland nach Berlin führte, verstärkte die Krisensituation, in die die Art Cologne durch jene internen Versäumnisse geraten war, die Christian Nagel und andere Galeristen damals beklagten. Zudem etablierten sich in globalem Maßstab neue Messestandorte in Ostasien, im arabischen Raum und in den USA. Einige Galerien blieben daher der Kölner Messe in jenen Jahren fern. Gerd Harry Lybke, der mit seiner Galerie Eigen + Art (Leipzig/Berlin) „das erste Mal 1990 gleich nach dem Mauerfall“ nach Köln reiste, berichtet: „2003 bis 2010 haben wir ausgesetzt, auch weil wir uns in dieser Zeit mehr als bisher schon auf internationale Messen konzentriert haben. Seit 2011 sind wir aber wieder auf der Art Cologne, weil sie für uns ab da nämlich wieder ein interessanter und umsatzstarker Messestandort wurde und es bis heute ist. Die Art Cologne ist außerdem die einzige Messe in Deutschland, an der wir teilnehmen“.  

Zwar konnte die Art Cologne zu ihrem 40jährigen Gründungsjubiläum 2006 laut „Focus“ 60 Millionen Euro Umsatz bilanzieren, doch die Wettbewerbssituation hat sich seitdem deutlich verschärft, denn seit die Auktionshäuser vermehrt auch auf zeitgenössische Kunst setzen, nehmen sie den Veranstaltern von Kunstmessen Marktanteile weg. Im deutschsprachigen Raum ist das Berliner Auktionshaus Villa Grisebach Branchenprimus unter den Versteigerern mit 56 Mill. Euro Jahresumsatz 2015, gefolgt vom Kölner Kunsthaus Lempertz mit 55,5 Mill. Euro und dem Münchener Versteigerer Ketterer mit 53 Mill. Euro, wie unlängst „Die ZEIT“ auflistete.  

Für den Kölner Messeleiter Daniel Hug sind Galerien und Auktionshäuser freilich gleichermaßen „unabdingbar für einen gesunden, funktionierenden Kunstmarkt.“ Hug: „Ich kenne übrigens auch Fälle, in denen Galerien für bestimmte Künstler höhere Preise erzielen konnten als Auktionshäuser. Dies passiert allerdings – im Gegensatz zu hochpreisigen Auktionen – häufig diskret und abseits der Öffentlichkeit.“ Auch die Wiener Galeristin Rosemarie Schwarzwälder sieht die Auktionshäuser nicht unbedingt als unliebsame Konkurrenz: „Auktionshäuser sind eine der existierenden Verkaufsplattformen, für uns sind sie nicht maßgeblich.“  

Der Hamburger Galerist Thomas Levy hält der Art Cologne seit 43 Jahren ununterbrochen die Treue und hat noch nie freiwillig ausgesetzt – und auch er lobt den „Standort Köln mit seinen aufgeschlossenen Sammlern“ und die „Kontinuität“ der Messe-Veranstaltung „in guten sowie in Krisen-Zeiten“. Kölns Standortvorteil mit günstigen Verkehrsanbindungen zu den Benelux-Ländern, Frankreich und England reizt auch Rosemarie Schwarzwälder: „Meine erste Teilnahme war im Jahr 1981, der eiserne Vorhang war damals noch oben, und Wien lag sehr östlich. Köln war für mich zu dieser Zeit das Tor zum deutschen Markt. Ich mag die Stimmung rund um Köln sehr. Das Rheinland hat ein großes Einzugsgebiet und hervorragende Museen, denen ich verbunden bin, und wo ich Projekte realisieren kann. Die Privatsammler sind oft erstaunlich ambitioniert und kooperieren entweder mit Institutionen oder eröffnen ihre eigene Räume.“  

Hallenplan-Relaunch und Förderprogramme

Die Bankenkrise 2008 machte sich mit ihrem konjunkturdämpfenden Effekt einerseits auch im Kunsthandel bemerkbar, andererseits jedoch profitierte dieser zugleich von einer vermehrten „Flucht in die Sachwerte“. Die bitteren Krisenjahre sind inzwischen abgehakt. „Mit der Übernahme der künstlerischen Leitung durch Daniel Hug konnte die Veranstaltung wieder nach vorne gebracht werden“, meint Christian Nagel. Insgesamt treten jetzt im Jubiläumsjahr 219 Aussteller an. Erstmals dabei oder wieder zurück gekehrt sind in diesem Jahr Max Hetzler (Berlin/Paris), Krinzinger (Wien) oder Rüdiger Schöttle (München). Andere mit dem Ruf eines Global Players im internationalen Messezirkus stärken bis heute durch langjährige Teilnahme das Renommee der Art Cologne, etwa Karsten Greve (Köln, Paris, St. Moritz), Daniel Buchholz (Köln/Berlin), Hauser + Wirth (Zürich, London, New York), Thaddaeus Ropac (Salzburg/Paris), Sprüth Magers (Berlin, London, Los Angeles) Michael Werner (Köln) oder David Zwirner (New York, London).  

Jahr für Jahr hat Daniel Hug seit seinem Amtsantritt den Hallenplan gründlich entstaubt und die Sektoren neu geordnet, um die Messe übersichtlicher und damit besucherfreundlicher zu gestalten. Die Hallenebene 11.2. ist für die renommierten Galerien mit zeitgenössischer Kunst reserviert. Die Händler mit Klassischer Moderne und die etablierte Avantgarde hat Messeleiter Daniel Hug hingegen in der Halle 11.1.zusammen gefasst. Wo es im Geschäftsalltag der Galerien früher immer wieder mal hinter den Kulissen Richtungskämpfe zwischen den Vertretern der Klassiker und den Promotern der jüngeren Kunst gab, lobt der Galerist Thomas Rehbein heute ausdrücklich die bewährte Programm-Mischung aus Mack und Meese, Picasso und Pumhösl: „Das Alleinstellungsmerkmal, seit Daniel Hug diese Messe macht, ist die Kombination und Konzentration von klassischer Moderne und zeitgenössischer Kunst auf einem hohen Niveau.“  

Da jedoch für viele Newcomer-Galerien die Standmieten zu hoch sind, die Messe sich gleichwohl verjüngen muss, führte man daher spezielle Förderprogramme ein: „Die Art Cologne hat die Bedürfnisse jüngerer Galerien frühzeitig erkannt und bietet diesen mit dem Sektor New Contemporaries ein ideales Umfeld“, findet Daniela Steinfeld von der Düsseldorfer Galerie Van Horn. Seit ihren Anfängen nimmt die Galerie regelmäßig an der Art Cologne teil. Daniela Steinfeld: „Wir tauschen uns mit Kuratoren und Museumsdirektoren aus, die neue Künstler oft zum ersten Mal auf unserem Messestand kennenlernen, wie z.B. im letzten Jahr Sabrina Fritsch, die Preisträgerin des New Positions Award der Art Cologne, deren Arbeiten seitdem u.a. in der Sammlung des Museum Kunstpalast platziert wurden.“  

Wo die etablierten Galerien mindestens 40 qm zu einem Preis von derzeit 302,60 Euro/qm buchen müssen, dürfen jüngere Galerien, die noch keine zehn Jahre existieren, günstigere 30 qm-Kojen bespielen. In diesem Jahr umfassen die „New Contemporaries“ 29 Galerien, die sich die Hallenebene 11.3. zusammen mit den anderen Sonderbereichen „Collaborations“ und „Film Cologne“ teilen.  

Bereits seit 1980 dürfen die Galerien außerdem einen ihrer Künstler für eine 25 qm große Förderkoje neben ihrem Hauptstand vorschlagen. „New Talents“ nannte man dieses Förderprogramm von 2004 bis 2008 auf neudeutsch; heute heißt es mit einem nicht minder etwas holprig klingenden Anglizismus „New Positions“. Jeweils zwei Dutzend Künstler, die in der Regel jünger als 40 Jahre sind und deren Werke zumeist noch nicht mehr als 10.000 Euro kosten, versuchen diesen Messeauftritt als Sprungbrett zu einer ersten größeren Einzelausstellung in einem Museum oder Kunstverein zu nutzen. Dass Sammler sich in dieser Talentschau mit noch recht preiswerter Kunst in der Hoffnung auf einen zukünftigen Wertzuwachs eindecken, hilft den Künstlern auch mittel- bis langfristig zur Festigung ihrer Marktposition. Jedenfalls werden 80 Prozent der Künstler, die zwischen 2002 und 2010 in den Genuss einer solchen Förderung kamen, laut einer Statistik des Galeristenverbandes BVDG noch heute von ihren Galerien vertreten. Und manch einer von ihnen taucht dann auf einer Art Cologne in 50 Jahren vielleicht in der Abteilung der Klassiker auf.  

Autor
Jürgen Raap

* 1952, Köln, Deutschland

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