Projekte über Armut
Der Malereistudent Leo Fischer und der BWL-Alumnus Leon von der Eltz wollen an öffentlichen Orten in Köln ein temporäres Büro unter freiem Himmel errichten „und die Passanten einladen, einen Wunsch und eine persönliche Fähigkeit zu nennen, die dann in eine Kartei aufgenommen werden. In einem zweiten Schritt möchten sie passende Wünsche und Angebote zusammenbringen.“ Dies ist eines der fünf Projekte, die von der Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft mit jeweils 1.000 Euro unterstützt werden. Studenten der Alanus-Hochschule in Alfter bei Bonn waren aufgerufen, partizipative Kunstprojekte zum Thema „Armut“ zu entwickeln. Bis November 2015 haben die fünf Gewinner des Wettbewerbs Zeit, ihre Projekte umzusetzen. „Ein besonderer inhaltlicher Fokus aller Ideen liegt auf dem Ort des Projektgeschehens: Justizvollzugsanstalt, Landesklinik, Flüchtlingsheim und der öffentliche Raum werden von den partizipativen Projekten in besonderer Weise künstlerisch sichtbar gemacht, indem sie durch ungewohnte Perspektiven mit den Menschen vor Ort neue Möglichkeits- und Handlungsräume gestalten,“ heißt es dazu. Anna Thinius und Laila Sahrai beschäftigen in einem Übergangsheim mit „Gefühlsarmut“ und „Gefühlssprache“. Lilian Friese und Jacqualine Burk werfen einen kritischen Blick auf die „Selfie“-Mode mit fotografischen Selbstporträts. Theresa Herzog, Sarah Arend und Lisa Küpper wollen „die Besucherzonen der Justizvollzugsanstalt Köln-Ossendorf künstlerisch bearbeiten und Insassen und Angehörige miteinander in einen Dialog bringen.“ Jennifer Skibbe und Natasha Grimm planen gemeinsam mit Kunststudenten ein Ausstellungsprojekt in der LVR-Klinik Bonn. www.alanus.edu