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Ausschreibungen

DAAD-Stipendien

Der Deutsche Akademische Austauschdienst DAAD hat seine verschiedenen Förderprogramme in einer Datenbank zusammengefasst. Anträge zur Förderung konkreter Projektvorhaben von Studierenden, Graduierten, Promovierten und Hochschullehrern werden laufend ausgeschrieben. So können z.B. Graduierte und Promovierte ein Stipendium zur Förderung eines kurzfristigen Auslandsaufenthaltes von mindestens 3 Monaten beantragen. Voraussetzung ist die Vorlage der Hochschulabschlussurkunde bzw. der Meisterschülerurkunde. Infos: www.daad.de/ausland/service/fragen/de/7583-faq-haeufig-gestellte-fragen-glossar/

Aktionen & Projekte

Berlin: Enzyklopädie des Zarten

© Anne Brannys

Anne Brannys hat eine Dissertationsschrift „Eine Enzyklopädie des Zarten“
verfasst und dazu ein Ausstellungsprojekt entwickelt, das in Berlin vom 3. Februar bis zum 18. April 2018 in der Galerie im Körnerpark zu sehen ist. "Darin beleuchtet die Künstlerin den zentralen Begriff des Zarten aus verschiedenen Perspektiven und verschränkt sowohl geistes- und naturwissenschaftliche als auch künstlerische Fragestellungen miteinander. In acht Schwerpunkten entfaltet die Ausstellung das Thema als eine begehbare Enzyklopädie in einem eigens für die Präsentation entwickelten Raumgefüge..." Künstlerliste: Gökçen Dilek Acay, Sophie Aigner, Ana Alenso, Katharina Kim Alsen, Christine Bachmann, Thomas Behling, Mario BieRende, Martin Bothe, Marion Denis, Dagmar Fella, Harriet Groß, Lena Hensel, Janine Hönig, Eleana Katanu, Jens Kloppmann, Edith Kollath, Bruno Di Lecce, Chelsea Leventhal, Carina Linge, Helene Meier, Ines Meier, Maximilian Meier, Anna Myga Kasten, Enrico Niemann, Aneh Ondare, France Parsus, Ileana Pascalau, Ulrike Paul, Aaron Rahe, Korvin Reich, Yvonne Roeb, Fons Schiedon, Felix Schneeweiß, Charlotte Seidel, Hartmut Stockter, Laurel Terlesky, Sandy Volz, Miriam Yammad, Jenny Yurshansky, Simone Zewnik. www.kultur-neukoelln.de

Kulturpolitik

Berlin: Streit um Kunstzensur

Fassade der Alice Salomon Hochschule Berlin mit Gomringer-Gedicht, Bildrechte: Alice Salomon Hochschule Berlin

Das Studierendenparlament und der AStA der Alice Salomon Hochschule in Berlin setzten die Übermalung des Gedichts „Avenidas“ von Eugen Gomringer an der Fassade durch; sie empfinden eine Textzeile als „sexistisch“. Das löste bei vielen Vertretern der Prominenz in Politik und Kultur Empörung aus. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sieht in der Maßnahme ein „weiteres Beispiel für eine Einschränkung der Kunst“ und einen „erschreckenden Akt der Kunstverachtung“. Auch der Berliner Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) meint: „Ich halte den Vorwurf des Sexismus gegen den Dichter Eugen Gomringer für absurd.“ Olaf Zimmermann (Deutscher Kulturrat) fand ebenfalls klare Worte: „Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass eine Hochschule, die selbst Nutznießer der Kunst- und Wissenschaftsfreiheit ist, dieses Recht dermaßen mit Füßen tritt.“ Dichter Gomringer kündigte an, sich rechtliche Schritte vorzubehalten. Die Hochschulleitung verteidigte die Entscheidung u.a. mit der Begründung, die Fassadenbemalung sei „nicht für die Ewigkeit“ gedacht, spätestens bei einer notwendigen Renovierung hätte sich ohnehin die Frage nach einer Neugestaltung ergeben. Jedenfalls soll ab Herbst 2018 nun ein Gedicht der Lyrikerin Barbara Köhler an der Fassade angebracht werden. In Eugen Gromringers Heimatort, der oberfränkischen Stadt Rehau im Landkreis Hof, beschloss derweil der Stadtart mit 19:2 Stimmen, das in Berlin unerwünschte Gedicht stattdessen Gedicht großformatig auf der Fassade des städtischen Museums anbringen zu lassen. www.ash-berlin.eu

Museen & Institutionen

Schiele-Gedenkjahr

Egon Schiele, Bildnis der Schwägerin Adele Harms, Foto: Courtesy: Albertina Wien

2018 jährt sich der 100. Todestag des Malers Egon Schiele (1890-1918). Den Auftakt mit Ausstellungen zu diesem Gedenkjahr machte bereits im vergangenen Jahr wie Wiener Albertina, die 160 Zeichnungen ausstellte. Das Wiener Leopold Museum, das mit 40 Gemälden und 180 Papierarbeiten über die größte Schiele-Sammlung verfügt, zeigt von Februar bis Ende Oktober 2018 die Werkschau „Egon Schiele – Expression und Lyrik“: „Die Ausstellung eröffnet so neue Sichtweisen auf Schieles persönliches Erleben und auf sein lyrisches Talent. Parallel gezeigte Gegenwartskunst reflektiert auf Schieles Werk aus heutiger Perspektive.“ Im Unteren Belvedere Wien (Orangerie) wird im Oktober 2018 die Ausstellung „Egon Schiele - Wege einer Sammlung“ eröffnet. Sie setzt sich bis zum 17. Februar 2019 „mit jedem einzelnen Werk der Schiele-Sammlung des Belvederes auseinander und behandelt Aspekte wie Erwerbung, Motiv und porträtierte Person. Außerdem werden die Gemälde mit einzelnen Vorstudien oder verwandten Werken konfrontiert.“ Im Taschen-Verlag ist zum 100. Todestag ein 600 Seiten umfassendes Werkverzeichnis über Schieles Gemälde 1909-1918 erschienen. Autor ist Tobias Natter, ehemaliger Direktor des Leopold Museums. www.leopoldmuseum.org

Museen & Institutionen

Kiki Smith im Haus der Kunst

Kiki Smith, Virgin Mary, 1992 , Wachs mit Pigment, Käseleinen und Holz, 171,5 x 66 x 36,8 cm, Foto: Ellen Page Wilson, courtesy Pace Gallery, © Kiki Smith, courtesy Pace Gallery

Bis zum 3. Juni 2018 zeigt das Münchener Haus der Kunst unter dem Totel „Procession“ Arbeiten von Kiki Smith. „Der Titel der Ausstellung leitet sich etymologisch von „vorbeischreiten" (lat. procedere) ab; er stellt einen Bezug her zur Inszenierung des Künstlers Francis Alÿs aus dem Jahr 2002: Alÿs konzipierte den temporären Auszug von Kunstwerken aus dem MoMA wegen Baumaßnahmen als 'The Modern Procession'. Repliken bedeutender Werke von Alberto Giacometti oder Marcel Duchamp oder Pablo Picassos Gemälde „Demoiselles d'Avignon" wurden wie Reliquien durch die Straßen von New York getragen, mit Kiki Smith - für viele selbst eine Ikone der Kunst -, über den Köpfen thronend... Die Werke der 1990er-Jahre zeigen isoliert einzelne menschliche Körperteile: Bauch, Kopf, Hände, Gedärm, oder Gefäße mit den Körperflüssigkeiten Blut, Schweiß, Milch und Tränen. Vom Ganzen abgetrennt präsentiert, wirken sie wie archäologische Funde, oder Reliquien...Von diesen anatomisch angelegten Darstellungen ausgehend hat sich im Werk der Kiki Smith seitdem ein Universum entfaltet, das von Mädchen und Frauen, Mischwesen, Tieren vieler Art, Gewächsen und Gestirnen bevölkert ist...“ www.hausderkunst.de

Museen & Institutionen

Berliner Kunstgewerbemuseum: Jubiläum

Das Kunstgewerbemuseum im Gutbrod-Bau, Gobelinsaal mit dem Lüneburger Ratssilber, Raum III, Aufnahme 1985 © Staatliche Museen zu Berlin, Kunstgewerbemuseum

1867/68 wurde das Berliner Kunstgewerbemuseum als erstes seiner Art in Deutschland und als drittes weltweit gegründet. Es residiert seit 1985 im von Rolf Gutbrod entworfenen Museumsbau am Kulturforum. Jetzt feiert das Museum sein 150jähriges Bestehen mit einer Sonderschau, die bis zum 29. April 2018 läuft. „Die Sonderpräsentation skizziert anhand von Schautafeln und museumsgeschichtlich bedeutenden Objekten die 150-jährige Geschichte und vermittelt die sich im Laufe der Zeit wandelnden Aufgaben des Kunstgewerbemuseums.“ www.smb.museum/home.html

Galerien & Auktionshäuser

Mainz: »Turi Simeti – 33 anni dopo«

Turi Simeti, Dott.ssa Cristiana Coletti , Frau Dr. Dorothea van der Koelen (v.li.n.re.), Foto: Wolfgang Träger

Im Mainzer ›CADORO – Zentrum für Kunst und Wissenschaft‹ läuft ab dem 27. Januar 2019 die Ausstellung »Turi Simeti – 33 anni dopo- 33 Jahre später«. Der Titel illustriert die Zusammenarbeit der Galeristin Dr. Dorothea van der Koelen mit dem Zero-Künstler Turi Simeti aus Italien seit 1985: vor bereits 33 Jahren hat die Galerie erstmals seine Werke in Mainz vorgestellt. Jetzt sind seine neuesten Schöpfungen auf Leinwand zu sehen, außerdem eine wunderbare Skulptur aus Bronze, sowie Papier-Arbeiten aus den 60er und 80er Jahren, mit verschiedensten Variationen seiner berühmten ›Ovali‹. Turi Simeti griff bereits in den 1960er Jahren die für ihn charakteristische Form des ›Ovals‹ auf. www.zkw.vanderkoelen.de

Personalien

Berlin: Neue Direktorin am Käthe Kollwitz-Museum

Dr. Josefine Gabler, Foto: Käthe Kollwitz Museum Berlin

Josefine Gabler übernimmt am 1. April 2018 die Leitung des Berliner Käthe Kollwitz Museums. Sie promovierte über „Skulptur in Deutschland in den Ausstellungen zwischen 1933 und 1945“. Zu ihren Aufgaben wird die Suche nach einem neuen Domizil gehören: es befindet sich derzeit in einer spätklassizistischen Villa in der Charlottenburger Fasanenstraße. Das Museum ist aus der Sammlung Pels-Leuden hervor gegangen, und die „Stiftung Bernd Schultz in Erinnerung an Hans Pels-Leusden“ ist aus heute der Hausbesitzer, will dort jedoch demnächst ein Exilmuseum einrichten. Für beide Museen wäre dort allerdings zu wenig Platz, so dass die neue Direktorin sich nach einer neuen Adresse umsehen muss. www.kaethe-kollwitz.de

Biennalen

Architektur-Biennale Venedig

Für den Österreich-Beitrag zur 16. Architektur-Biennale in Venedig (26.5.-25.11. 2018) hat Kommissärin Verena Konrad die Teams Henke Schreieck Architekten (Wien), LAAC Architekten (Innsbruck) und Sagmeister & Walsh (New York) eingeladen. Der österreichische Pavillon wird mit Beiträgen bespielt, die sich „auf die Bedeutung öffentlicher Räume für die Stadt fokussieren”. Die eingeladenen Architektenteams beschäftigen sich „in ihren jeweiligen Arbeiten mit Stadtraum und Architektur als gebauter Landschaft“ und gestalten „eine dreiteilige ineinandergreifende Rauminstallation“. www.labiennale2018.at

Für den Österreich-Beitrag zur 16. Architektur-Biennale in Venedig (26.5.-25.11. 2018) hat Kommissärin Verena Konrad die Teams Henke Schreieck Architekten (Wien), LAAC Architekten (Innsbruck) und Sagmeister & Walsh (New York) eingeladen. Der österreichische Pavillon wird mit Beiträgen bespielt, die sich „ auf die Bedeutung öffentlicher Räume für die Stadt fokussieren”. Die eingeladenen Architektenteams beschäftigen sich „in ihren jeweiligen Arbeiten mit Stadtraum und Architektur als gebauter Landschaft“ und gestalten „eine dreiteilige ineinandergreifende Rauminstallation“. www.labiennale2018.at

Ausschreibungen

Fotoparcours Kissingen

Am 12. März 2918 endet der Aufruf zum Fotoparcours „Garten Eden—Paradise lost? Was ist deine Vorstellung vom Paradies?“ Auslober ist der Landkreis Kissingen mit seiner Veranstaltungsreihe Kulturzeichen Kissinger Land/Gartenzeichen 2018. Einzureichen sind max. zwei Fotos als JPG-Datei mit einer Mindestauflösung: 2400x3600 Pixel bzw. 3600x2400 Pixel per We-Transfer an: gerlitz@agentur-kulturgold.de.

Ausschreibungen

Videokunst in Frankfurt

Am 4. und 5. Mai 2018 werden in Frankfurt/Main in den Galerien und Ladenlokalen der Fahrgasse und Umgebung sowie vom 9.bis 15. Mai 2018 im Kunstverein Familie Montez in der Honsellbrücke am Frankfurter Hafenpark aktuelle Strömungen der Videokunst vorgestellt. Thema: „Mein neues Ich“. Die Ausschreibung richtet sich an Medienkünstler. Jeder kann eine Arbeit einreichen. Zur Ansicht ist bis zum 15. März 2018 ein USB-Stick einzusenden, mit 3 Bilddateien in 300 dpi und einem kurzen Text. Eine Jury ermittelt den Gewinner des Medienkunstpreis „VKUNST“ 2018, gestiftet von J. Latz. Anmeldeformular, Infos und Kontaktdaten unter www.v-kunst.de

Galerien & Auktionshäuser

Galeristen: Markterkundungsreise nach Südostasien

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert die Außenwirtschaft mit einem Markterschließungsprogramm für die mittelständische Wirtschaft. Dazu gehört auch die Unterstützung von Markterkundungsreisen „die Sondierung von Geschäftsmöglichkeiten in schwierigen oder neuen Märkten bzw. Marktsegmenten im Vordergrund, häufig in Schwellen- oder Entwicklungsländern.“ Solch eine Reise unternahmen deutsche Kunsthändler soeben zur Art Stage Singapore 2018 und nach Jakarta/Indonesien. Organisiert wurde die Exkursion von foreign markets consulting in Kooperation mit dem Galeristenverband BVDG. Die Teilnehmer hatten Gelegenheit, persönliche Kontakte „zu potentiellen Partnern“ und Marktinsidern knüpfen „sowie aktuelle Kunstprojekte (z.B. im Museum MACAN, Jakarta) zu besichtigen. Damit soll der Grundstein gelegt werden für einen erfolgreichen Markteinstieg bzw. den Ausbau bereits bestehender Projekt- und Geschäftsaktivitäten in Südostasien.“ Auch ein Besuch von Bandang stand auf dem Programm, das mit Yogakarta zu den wichtigsten Kunstzentren Indonesien zählt- dort gibt es eine renommierte Kunstakademie und zahlreiche Galerien. Indonesien ist mit 255 Mill. Einwohnern und einem jährlichen Wirtschaftswachstum von ca. 5 Prozent die größte Volkswirtschaft in Südostasien. Gemessen am Bruttoinlandprodukt aller asiatischen Länder liegt Indonesien nach China, Indien, Japan, Russland und Südkorea an fünfter Stelle. Doch von den 60 Galerien, die im August 2017 an der Art Stage Jakarta teilnahmen, war mit der Düsseldorfer Galerie Schübbe nur eine einzige aus Deutschland vertreten. Im gleichen Jahr wies auch die Art Stage Singapore unter 137 Teilnehmern nur eine aus der Schweiz und eine aus Österreich auf. Immerhin sitzen dort auch zwei Berliner Galeristen im Beirat „Strategic Board“, nämlich Michael Janssen und Matthias Arndt. 2012 wurden auf der Art Stage Singapore noch zu über 90 Prozent Werke vor allem von Künstlern aus Asien verkauft, doch inzwischen orientieren sich viele Sammler aus der Region international. www.bvdg.de

Ausschreibungen

Japan-Stipendium

Mit der Villa Kamogawa bietet das Goethe-Institut Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland die Möglichkeit, im Rahmen eines dreimonatigen Stipendiums in Japan zu leben und zu arbeiten. Dafür stehen jährlich zwölf Stipendien zur Verfügung. Für Aufenthalte im Jahr 2019 endet die Bewerbungsfrist im März 2018. Kontakt für Rückfragen: Melanie Bono, villa-kamogawa@goethe.de. Bewerbungen nur online über www.goethe.de/ins/jp/de/kam/frd.html

Aktionen & Projekte

Düsseldorf Photo Weekend

Alix Marie, ADYTA, Eve, C-type print, part of Victoria and Albert Museum Residency, 2015 © Alix Marie. Ausstellung im Ratinger Tor (16.02. – 24.03.2018) 

2012 schlossen sich in Düsseldorf die lokalen Museen, Galerien und Off-Räume zu der gemeinsamen Veranstaltung Düsseldorf Photo Weekend zusammen. Doch in den vergangenen Monaten stritten sich einige Galeristen mit den Lokalpolitikern: in wesentlichen ging es um eine Erhöhung des städtischen Zuschusses für das Festival und darum, wer nun künftig die kuratorische Gesamtverantwortung übernehmen solle, wie bisher die Galeristin Clara Maria Sels oder Alain Bieber, Leiter des NRW-Forums und Favorit von OB Thomas Geisel (SPD). Da man sich nicht einigen konnte, machen nun zahlreiche Galeristen allein weiter, d.h. „zukünftig unabhängig von der Stadt Düsseldorf“ und unter der Leitung von Clara Maria Sels. „Die Finanzierung für das Jahr 2018 steht, auch ohne Förderung der Stadt, erklärte dazu Ute Eggeling. Das Düsseldorf Photo Weekend findet vom 16. bis zum 18. Februar 2018 statt. Eine Parallelveranstaltung unter der organisatorischen Betreuung von Alain Bieber dauert unter dem Namen Düsseldorf Photo zehn Tage, nämlich vom 16. bis zum 25. Februar 2018. Hier haben sich die Museen, Hochschulen, Kulturinstitutionen und Projekträume, aber auch einige Galerien zusammen gefunden. Die „Rheinische Post“ kommentierte: „Dass nun beide Veranstaltungen parallel in Düsseldorf stattfinden, ist eine salomonisch weise Lösung des absurden Streits“. www.duesseldorfphotoweekend.de

Aktionen & Projekte

Bananenaktion für Volksentscheid

Thomas Baumgärtel, Ohne Volksabstimmung ist alles Banane, Aktion Berlin 2017, Foto: Christoph Hardt / Future Image

 

Mal schnell in die SPD eintreten, beim anstehenden Mitgliederentscheid gegen die Große Koalition stimmen, wie es einige Jusos vorschlagen, und dann wieder austreten und Schulz und Co. im Regen stehen lassen: funktioniert so die direkte Demokratie? Mitnichten. Das findet auch der Kölner Bananensprayer Thomas Baumgärtel. Er reist am Samstag, den 3. Februar 2018 nach Berlin zu einer Aktion "Ohne Volksabstimmung ist alles Banane". "Nicht nur die SPD-Mitglieder sollten über die politische Entwicklung Deutschlands in den nächsten vier Jahren abstimmen können – mit bundesweiten Volksentscheiden könnten alle Bürger auch während der laufenden Legislaturperiode mitbestimmen", lautet Baumgärtels Botschaft, wenn er vor dem GroKo-Verhandlungsgebäude, dem Berliner Konrad Adenauer-Haus, auf einer 4 x 5 m großen Leinwand sein Bananensignet vollendet. Partner ist u.a. "Mehr Demokratie e.V." Schon Anfang der 1970er Jahre unterhielt Joseph Beuys in der Düsseldorfer Altstadt ein "Büro für direkte Demokratie". www.bananensprayer.de

Personalien

Künstlerhaus Wien: Neuer Leiter

Tim Voss, Foto: © Künstlerhaus Wien / Nadine Wille

Tim Voss ist seit dem 1. Februar 2018 neuer künstlerischer Leiter des Künstlerhauses Wien. Der 49jährige hat vorher u.a. den Kunstverein Harburger Bahnhof in Hamburg, das W139 in Amsterdam und zuletzt die Künstlerhäuser Worpswede geleitet. Solchermaßen als Mann der Praxis ausgewiesen verstehe er sehr gut das „oft schwierige Verhältnis zwischen der Lebensrealität in Künstlerstudios und einer Institution mit all ihren auch budgetären und inhaltlichen Herausforderungen“. Im Wiener Künstlerhaus wird er nach Abschluss der Renovierungsarbeiten ab 2019 sehr eng mit der Albertina zusammen arbeiten: die Albertina nutzt das Souterrain und das Erdgeschoss für Ausstellungen mit ihrer Sammlung, schwerpunktmäßig mit Fotokunst, im Obergeschoss findet das Programm des Künstlerhauses statt. www.k-haus.at

Museen & Institutionen

Günter Brus zum 80.: Unruhe nach dem Sturm

Günter Brus, Portfolio Ana IV, 1964/2004, Foto: Khasaq (Siegfried Klein), © Belvedere, Wien (Foto: Johannes Stoll) mit Anna Brus

„Unruhe nach dem Sturm“ nennt sich die Günter Brus-Ausstellung, die das Wiener Belvedere 21 vom 2. Februar bis zum 18. August 2018 zeigt. Zu seinem 80. Geburtstag würdigt das Ausstellungshaus ihn mit einer großen Retrospektive. Günter Brus gehört zu den Performance-Pionieren des Wiener Aktionismus in den 1960er Jahren – er begriff den eigenen Körper als Aktionsfläche und Material für seine Performances. Thematisch ging es ihm dabei um „die physische und psychische Verfasstheit des Menschen und die Ausgesetztheit des Individuums gegenüber gesellschaftlichen Regelwerken“. Das war in der Aufbruchstimmung der 1960er Jahre einerseits zeitgemäß, andererseits für das bürgerliche Publikum verstörend. Ästhetisch grenzte sich Brus dabei von den anderen Wiener Aktionisten wie Mühl und Nitsch ab. Das Publikum hat ihn bis heute vor allem als Performer in Erinnerung, obwohl Günter Brus sich bereits 1970 von der Aktionskunst abwandte und sich fortan auf Zeichnungen, Theaterarbeit und „Bilddichtungen“ konzentrierte. www.belvedere.at

Messen & Märkte

Volta NY

Mickalene Thomas (links) und Racquel Chevremont (rechts, Fotocredit: Guillermo Cano

Die Volta NY findet vom 7. bis zum 11. März 2018 auf Pier 90 in New York statt. Für die kuratierte Sektion dieser Messe wurden Mickalene Thomas and Racquel Chevremont als Co-Kuratoren berufen. Ihren Themenschwerpunkt beschrieben sie mit mit dem Leitmotiv The Aesthetics of Matter, und zwar "in Bezug auf die Collage als Konstrukt oder Modus in verschiedenen Disziplinen". Das bezieht sich auf das breite Spektrum stofflicher und materieller Aspekte: dabei geht es nicht nur darum, verschiedene heterogene Momente zusammen zu kleben oder zu montieren wie in der klassischen Collage, sondern auch um "physische Substanzen", die "Raum einnimmt und Masse besitzt", oder auch um "geschriebenes Material", d.h. die inhaltliche Substanz eines Textes. www.voltashow.com

 

 

Messen & Märkte

Art Karlsruhe

Die nächste art KARLSRUHE – Internationale Messe für Klassische Moderne und Gegenwartskunst findet vom 22. bis 25. Februar 2018 statt. Foto: KMK/Jürgen Rösner

Die art Karlsruhe (22.-25.2.2018) bietet auf 35.000 qm Ausstellungsfläche Kunst der letzten 100 Jahre  an – von der Klassischen Modern seit dem Ende des Ersten Weltkriegs bis zur Gegenwartskunst. Großzügige Skulpturenplätze und ein Faible auch für Multiples sind das Markenzeichen der Messe, zu der jedes Jahr 50.000 Besucher kommen. Die 200 teilnehmenden Galerien sind auf vier Hallen aufgeteilt: Halle 1 ist für Fotografie und Original-Editionen reserviert, Malerei und Skulptur findet man in den Hallen 2 und 3. Die Halle 4 (dm-Arena) bietet ausschließlich zeitgenössische Kunst des 21. Jh. an. Für die FAZ” ist Halle 3 mit Klassischer Moderne und Gegenwartskunst nach wie vor „ das Kraftzentrum der Art Karlsruhe“. Für den Berliner „Tagesspiegel“ ist die Veranstaltung in Karlsruhe „eine solide, regionale Verankerung im südwestdeutschen Raum mit Ausstrahlung nach Frankreich und in die Schweiz. Nicht weniger bodenständig ist das Messeprogramm, das einen niederschwelligen Zugang für Kunst gewährleistet.“ Keine champagnerselige elitäre Edelmesse, sondern Bodenständigkeit in jeder Hinsicht, von der publikumsfreundlichen Übersichtlichkeit des Hallenparcours bis zu den Preisen, die auch für Einsteiger den Kunsterwerb erschwinglich machen, ist nach wie vor das Grundpinzip dieser Messe, deren Profil Ewald Karl Schrade konzipiert hat. www.art.karlsruhe.de

 

Museen & Institutionen

Arthur Jafa in der Julia Stoschek Collection

ARTHUR JAFA APEX, 2013, Video, 8’12’’, Farbe, Ton, Courtesy: der Künstler und Gavin Brown ́s Enterprise, New York City, Rome

Vom 11. Februar bis zum 25. November 2018 präsentiert die Julia Stoschek Collection in ihren Berliner Räumen die Ausstellung ARTHUR JAFA – A Series of Utterly Improbable, Yet Extraordinary Renditions. Es ist die erste Ausstellung des Künstlers, Filmemachers und Kameramannes in Deutschland "– zusammen mit Beiträgen von Ming Smith, Frida Orupabo und Missylanyus. Die Ausstellung wurde gemeinsam m it den Serpentine Galleries, London , konzipiert und von Hans - Ulrich Obrist und Amira Gad kuratiert. Jafa hat im Laufe der letzten drei Jahrzehnte eine dynamische, multidisziplinäre künstlerische Praxis entwickelt, die sowohl Filme und Installationen als auch Vorträge, Performances und Happenings umfasst. Seine Werke thematisieren und hinterfragen gängige kulturelle Aussagen über Identität und ethnische Zugehörigkeit..." www.julia-stoschek-collection.net/

Museen & Institutionen

Bonn: Wetterbericht

August Strindberg Welle VI 1901/02 Öl auf Leinwand © Nordiska museet Foto: Birgitt Brånvall

Heute wird die Wetterkarte in den TV-Nachrichten um Satellitenaufnahmen und Computersimulationen von Wolkenbewegungen ergänzt. Die Visualisierung von Wetterphänomen hat die Künstler schon immer interessiert. Die Ursprünge liegen in den magischen Urkulturen - Skulpturen stellten Wind- oder Regengötter dar, und deren Anbetung sollte diese Mächte gnädig stimmen. Noch bis zum 4. März 2018 zeigt die Bundeskunsthalle Bonn die Ausstellung WETTERBERICHT Über Wetterkultur und Klimawissenschaft. Der Bogen reicht von der Darstellung eines alt-mexikanischen Windgottes über August Strindbergs impressionistische Wiedergabe sturmgepeitschter Meereswellen (1901) bis zu heutigen Fotografien über die Abenddämmmerung von Pieter Hugo oder Regina Virserius. www.bundeskunsthalle.de

Aktionen & Projekte

Berlin: LÄSBISCH TV

Szene aus dem Film Mothership goes to Brazil, Regie: Josefin Arnell, 2016.

Parallel zur Berlinale zeigt das Schwule Museum* in Berlin vom 15.2. bis zum 16.3.2018 in seiner neuen Filmlounge „das erste lesbische Fernsehmagazin auf diesem Planeten“: LÄSBISCH TV. Die Retrospektive basiert auf den 27 Sendungen, die der Kabelsender FAB (Fernsehen aus Berlin) 1991-93 ausstrahlte, bis den beiden lesbisch-schwulen Fernsehmagazinen Andersrum und LÄSBISCH TV gekündigt wurde. 26 Jahre lagerten die Masterbänder bei der Gründerin und Kulturvermittlerin Mahide Lein ein; wurden jetzt katalogisiert und digitalisiert. Nach den Vorführungen in der Museums-Filmlounge wandern sie dann in LGBTIQ* und Frauen-Archive. www.schwulesmuseum.de

Aktionen & Projekte

ZKM: The Future of Light Art

Visual zur Ankündigung der Veranstaltung, Courtesy: ZKM Karlsruhe

Von der Quantenoptik bis zur Chronobiologie, von der Nano-Optik und Nanoplasmonik bis zur Photonik entsteht ein neues Terrain der wissenschaftlichen Forschung über die Natur des Lichts. Diese Optionen, die uns neue Theorien und Praktiken des Lichts bieten, wirken sich auch auf die künstlerischen Möglichkeiten aus. Diesen Aspekten widmet sich das Symposium The Future of Light Art am 8. und 9. Februar 2018 im ZKM Karlsruhe. Teilnehmerliste: Thorsten Bauer (URBANSCREEN), László Bordos (Bordos.Artworks), Christian Cajochen (Universität Basel), Ana Maria Cetto (National Autonomous University of Mexico), Jürgen Eichler (Beuth University of Applied Sciences Berlin), Martin Frimmer (ETH Zürich), Ortwin Hess (Imperial College London), Hannes Koch/ Florian Ortkrass (Random International), Christian Köberl (Universität Wien), Anders Kristensen (Technical University of Denmark), Günther Leising (Graz University of Technology), Arthur I. Miller (University College London), Laura Na Liu (Universität Heidelberg), Tim Otto Roth (imachination projects), Beth Singler (University of Cambridge), Mark I. Stockman (Georgia State University), Fabrizio Tamburini (ZKM | Karlsruhe), Leo Villareal (Leo Villareal Studio), Kirsten Walsh (University of Nottingham). Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos. Infos:  zkm.de/the-future-of-light-art 

Aktionen & Projekte

Prag: Vrwandlung

Kafka und die virtuelle Realität. Foto: Goethe-Institut

Bis zum 31. März 2018 können die Besucher vom Goethe-Institut Prag im Themenraum „VRwandlung“ erfahren, wie es sich anfühlt, als Insekt aufzuwachen. „Mit Virtual-Reality-Brillen tauchen sie in die wohl berühmteste Erzählung von Franz Kafka ein, der auch als Erfinder der Virtuellen Realität gelten kann. Entwickelt wurde die immersive Filmsequenz von einem tschechischen Start-up-Team um den künstlerischen Leiter und Regisseur der Prager Filmschule Mika Johnson...“ Wir die Figur im Kafka-Text müssen die Besucher in Rolle eines Insekts „erst lernen, sich mit ihrem neuen Körper in der virtuellen Umgebung zu bewegen, die dem Wohnraum im Buch nachempfunden ist, während gleichzeitig draußen die Familie und der Chef lautstark Einlass verlangen. Kafkas Themen – allen voran das Motiv der Entfremdung – können so hautnah erlebt werden. Die Installation 'VRwandlung' bietet dabei verschiedene Level der Interaktion: Als 360-Grad-Medium lässt die virtuelle Realität das vollständige Erkunden des Raumes zu, in dem man sich bewegen oder auch bloßer Zuschauer bleiben kann. Grafische Trigger-Punkte erlauben es, die Handlung eigenständig voranzutreiben. Weitere Informationen zum Projekt: www.goethe.de/vrwandlung

Museen & Institutionen

München: Skizzenbücher

Otto Faber du Faur, 1828–1901 Skizzenbuch, undatiert Staatliche Graphische Sammlung München © Staatliche Graphische Sammlung München

Vom 21. Februar bis zum 21. Mai 2018 widmet sich die Pinakothek der Moderne München dem Thema „Skizzenbuch“. „Mit der Ausstellung wird das Thema Skizzenbuch erstmals im Mittelpunkt einer umfassenden musealen Präsentation stehen. Die Staatliche Graphische Sammlung München bewahrt etwa 260 Skizzenbücher vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart, von Malern, Zeichnern, Bildhauern, Architekten wie auch Reiseskizzenbücher. Skizzenbücher u.a. von François Cuvilliés d.J., Johann Georg Dillis, Franz Horny, Franz Kobell, Carl Spitzweg, Hermann Obrist, Alexander Kanoldt, Franz Marc, Brice Marden, Beate Terfloth und Heinz Butz sind in der Präsentation erstmals in dieser Konzentration zu bewundern. Anhand dieses reichen Bestandes zeichnet die Ausstellung die Entwicklungsgeschichte des Mediums nach und entwirft eine Typologie...“ www.pinakothek.de

Preise

Oskar Kokoschka-Preis

Martha Jungwirth, Foto: APA, Helmut Fohringer

Martha Jungwirth wird mit dem Oskar-Kokoschka-Preis 2018 bedacht (20.000 Euro). „Die Jury ehrt mit Martha Jungwirth eine österreichische Künstlerin, die mittlerweile zu den bedeutendsten Künstlerinnen der Gegenwart zählt, die stets ihren eigenen Stil, ihre Formensprache und die Ausdruckskraft in ihrer Malerei konsequent weiterentwickelte. Ihre künstlerische Arbeit bewegt sich in einem spannenden, oszillierenden Verhältnis zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit...“ heißt es dazu. Die Verleihungszeremonie ist am 1. März 2018, dem Geburtstag von Oskar Kokoschka. www.dieangewandte.at

Museen & Institutionen

Alicja Kwade und Gerhard von Graevenitz im Haus Konstruktiv

Alicja Kwade,Foto: Luise Müller-Hofstege

Vom 8. Februar bis zum 6. Mai 2018 präsentiert das Züricher Museum Haus Konstruktiv Ausstellungen mit Alicja Kwade und Gerhard von Graevenitz (1934-1983). "Für die Ausstellung im Museum Haus Konstruktiv, die sich über drei Stockwerke erstreckt, hat Alicja Kwade die neue Installation LinienLand konzipiert: eine begehbare Gitterstruktur, in der massive Natursteinkugeln scheinbar schwerelos schweben. Die Künstlerin bezieht sich darin auf die seit der Antike viel diskutierte Idee der Parallelwelten. Vor diesem Hintergrund ist die raumgreifende, auf einem System von 5 x 5 x 11 Quadraten aufgebaute Struktur als Multiversum zu lesen, wobei jede einzelne kubische Metallbegrenzung eine eigene Realität impliziert..." Gerhard von Graevenitz ist mit Werkbeispielen "von frühen Materialarbeiten über die sogenannten Weissen Strukturen bis hin zu den Kinetischen Objekten, die eine Fülle flüchtiger Bildkonstellationen erzeugen", vertreten. www.hauskonstruktiv.ch

Museen & Institutionen

Museum in Jena auf Roter Liste

Museum 1806 Jena, Foto: Courtesy Museum 1806 Jena

An die Schlacht bei Jena und Auerstedt 1806, als sich in den Anti-Napoleonischen Befreiungskriegen die preußische Armee eine schwere Niederlage einhandelte, erinnert das Museum 1806 in Jena-Cospeda (Thüringen). Der Deutsche Kulturrat hat es auf die Liste der gefährdeten Kulturgüter gesetzt, da es durch die Einführung des Mindestlohnes seine Mitarbeiter nicht mehr angemessen bezahlen könne. Den Betrieb erhalten größtenteils ehrenamtliche Kräfte aufrecht. Das Museum müsste für seinen Jahresetat einen städtischen Zuschuss von mindestens 28.000 Euro bekommen, erhält aber nur 13.000 Euro. www.jena1806.de/

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