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Personalien

Leipzig: Direktorenwechsel

Alfred Weidinger ist ab dem 1. August 2017 neuer Direktor des Museums der bildenden Künste in Leipzig. Sein Vorgänger Hans-Werner Schmidt ging im April 2017 in den Ruhestand. Weidinger studierte in Salzburg, romovierte über Oskar Kokoschka und war seit 1992 als Kurator und Vizedirektor an der Alberttina Wien beschäftigt und ab 2007 Chefkurator und stellvertretender Direktor am Belvedere Wien.

Hochschulen

Weimar: Neuer Präsident

Ernennung durch Wissenschaftsminister Tiefensee: Winfried Speitkamp wird neuer Präsident der Bauhaus-Universität Weimar, Foto: Henry Sowinski

Winfried Speitkamp ist mit Beginn des Sommersemesters neuer Präsident der Bauhaus-Universität Weimar. Seine Amtszeit dauert sechs Jahre; außerdem wurde er zum Universitätsprofessor für „Kulturgeschichte der Moderne“ berufen worden. Speitkamp war zuletzt Dekan bei den Gesellschaftswissenschaften der Universität Kassel. Seit 2010 lehrte er als Professor Neuere und Neueste Geschichte. Seine Forschungsschwerpunkte reichen von der Verfassungs- und Landesgeschichte, der Geschichte der Denkmalpflege sowie der Geschichtskultur und politischen Symbolik bis zur Geschichte Afrikas und des Kolonialismus.

Ausschreibungen

maecenia-Förderung

Die Frankfurter Stiftung maecenia für Frauen in Wissenschaft und Kunst „hat sich der Förderung von Frauen verschrieben, die zukunftsweisende Projekte auf allen Gebieten der Wissenschaft, Kunst und Kultur verfolgen... Gefördert werden auch Vorhaben, die sich den Traditionen und Leistungen von Frauen widmen: Recherchen, Dokumentationen und Forschungen, die dem Wirken von Frauen in Wissenschaft, Kunst und Kultur die ihnen zustehende Bedeutung verleihen.“ Antragsberechtigt sind natürliche und juristische Personen im In- und Ausland, in der Regel Frauen. Ausnahmen gelten für Projekte von Frauen, an denen auch Männer beteiligt sind. Bewerbungsschluss ist der 1. Mai 2017. Kontakt: maecenia, Frankfurter Stiftung, Gustav-Freytag-Straße 27 , 60320 Frankfurt am Main, antrag@maecenia-frankfurt.de

Ausschreibungen

Kunstlitfaßsäulen in Salzburg

Modell Digi Screen, Pressefoto

Im August 2017 dürfen acht ausgewählte Künstler sogenante Digi Screens (Digitale Werbeträger) und Kunstlitfaßsäulen im Stadtraum von Salzburg bespielen. Ausgelobt wird das Projekt von der Stadt Salzburg gemeinsam mit der Progress Werbung, dem Land Salzburg und dem Kunstbeirat. Gesucht werden Künstler, die auf einer Säule für jeweils vier Wochen oder einem Digi Screen für eine Woche "ein künstlerisches Projekt realisieren". Diese Projekte "sollten der besonderen Situation des Mediums gerecht werden und die Rahmenbedingungen des öffentlichen Raumes als Forum für soziales Leben und Kommunikation thematisieren." Gewünscht sind kooperative und interdisziplinäre Projekte. Jede ausgewählte Entwurfsgestaltung wird mit 1.000 Euro honoriert. Einreichungen bis zum 21. April 2017 unter dem Kennwort „Projekt Kunstlitfaßsäulen und Digi Screens“ an: Magistrat Salzburg, MA 2 – Kultur, Bildung und Wissen, Mozartplatz 5, 5024 Salzburg oder an www.kultur.bildung.wissen@stadtsalzburg. at

Galerien & Auktionshäuser

Rudolf Neumeister gestorben

Rudolf Neumeister, Gründer des Münchener Auktionshauses Neumeister, starb im Alter von 91 Jahren. Er hatte noch bis zu seinem 80. Lebensjahr Auktionen persönlich durchgeführt. Dem Kunsthandel hatte der studierte Jurist sich 1951 zugewandt und 1958 das Münchner Kunstversteigerungshaus Adolf Weinmüller übernommen. Neumeister beriet den Schweinfurter Industriellen Georg Schäfer beim Aufbau einer Sammlung. Zu den Höhepunkten seines Programms gehörten Versteigerungen der Bilder von Carl Spitzweg, für die Neumeister 1988 und 2000 Rekordpreise in Millionenhöhe erzielen konnte.

Personalien

Peter Gilles gestorben

Peter Gilles, Kölner Performancekünstler, starb nach längerer Krankheit im Alter von 63 Jahren. Er begann Ende der 1970er Jahre, vor Publikum mit Eigenblut Anthropometrien zu schaffen: für diese aktionistischen Bilder zapfte er sich mit einer handelsüblichen Medizinerspritze Blut ab, das er auf Leinwände versprühte, die auf dem Boden lagen und auf denen er sich nackt anschließend hin- und her wälzte, um Körperabdrücke erzielen. Solchermaßen setzte er den eigenen Körper als Malinstrument ein, um dabei auszuloten, wieweit der Mensch sich existenziellen Herausforderungen stellen kann. Immer wieder suchte Gilles Grenzerfahrungen, z.B. durch Schlafentzug oder durch eine künstliche Überversorgung mit Sauerstoff, und auf einer Exkursion an den Stromboli probierte er aus, wie nah er sich an den Kraterrand herantraute, um dort zu zeichnen. In einem Nachruf schreibt der Psychoanalytiker Prof. Hartmut Kraft: „Fast alle seine Bilder waren Fragmente zur Klärung der eigenen Identität, es waren Selbstbefragungen. Tatsächlich hat Gilles nur selten etwas anderes gemalt oder gezeichnet als den eigenen Körper oder Teile des selben. Auf den ersten Blick ist dies nicht immer zu erkennen, da er den Bildzusammenhang oft verfremdete und sich zwischen Körperlandschaften einerseits und fast informell anmutenden Bildern andererseits bewegte. Immer waren es Fragen nach Grenzerfahrungen des Menschen, des eigenen Ichs, stellvertretend aber auch des Menschen allgemein.“

Museen & Institutionen

Mäzenin unterstützt Museum Siegen

Die Museumsmäzenin Barbara Lambrecht-Schadeberg ließ ihre private Kunstsammlung im Londoner Auktionshaus Christie’s versteigern. Teil der Impressionisten-Sammlung waren unter anderem Werke von Claude Monet, Pierre-Auguste Renoir und Berthe Morisot. Der Erlös soll dem Museum für Gegenwartskunst Siegen zugute kommen und das zukünftige Sammeln der Werke der Rubenspreisträger ermöglichen. Die Peter Paul Rubens-Stiftung erhält rund 20 Millionen Euro. www.mgk-siegen.de

Museen & Institutionen

Lundahl und Seitl in Bonn

Lundahl & Seitl, New Originals, 2017, Ausstellungsansicht Kunstmuseum Bonn, Foto: David Ertl

"New Originals" heißt die Ausstellung der schwedischen Künstler Christer Lundahl & Martina Seitl im Kunstmuseum Bonn vom 9. März bis zum 28. Mai 2017. Damit erprobt das Museum eine neue Ausstellungspraxis, denn er Besucher schreitet keine Stellwände mit Exponaten ab: vielmehr ist er "durch Kopfhörer und undurchsichtige Brillen der begreifbaren Welt teilweise enthoben... Beginnend bei Gemälden von Max Ernst, einem Pionier virtueller Welten, bis hin zu der zeitgenössischen Serie von Landkarten eines Stephan Huber, nähern sich die Teilnehmer des Rundganges den Kunstwerken anhand von Audioanweisungen, dreidimensionalen Geräuschen und synchronisierten Lichteffekten. Die eigens für das Kunstmuseum konzipierte Arbeit versteht sich als komplexe Installation, basierend auf einem interaktiven und multisensorischen Audiowalk...." Die beiden Künstler "verfolgen dabei klassische Fragen der konstruktivistischen Erkenntnistheorie: Wie entstehen Bilder in unserem Gehirn und wie erinnern wir uns an sie? Wie „real“ sind unsere konstruierten Erinnerungen und wie einfach kann unsere Wahrnehmung dahingehend kontrolliert und manipuliert werden?" www.kunstmuseum-bonn.de

Museen & Institutionen

„Gute Aussichten“ in den Hamburger Deichtorhallen

Julia Steinigeweg, Ein verwirrendes Potenzial. © Julia Steinigeweg, Courtesy: Deichtorhallen Hamburg GmbH

Die Ergebnisse des Wettbewerbs für Absolventen im Bereich Fotografie, »gute aussichten- junge deutsche fotografie« sind vom 10. März bis 1. Mai 2017 im Haus der Photographie der Hamburger Deichtorhallen zu besichtigen. Die Jury wählte aus 77 Einsendungen von 32 Institutionen sieben Preisträger aus, darunter mit Andreas Hopfgarten und Julia Steinigeweg zwei Hamburger Absolventen. Die anderen Preisträger sind Carmen Catuti, Chris Becher, Miia Autio, Holger Jenss und Quoc-Van Ninh. „Insgesamt präsentiert die Ausstellung über 280 Motive, sechs Videos, drei Publikationen, zwei Diaprojektionen, ein Buch und erstmals 78 laubgesägte Holzbäume, einen Duschvorhang und einen Baum aus Papier & Tusche als Objekt.“ Außerdem findet vom 23. bis 26. März 2017 im Haus der Photographie das Begegnungs- & Kommunikations-Forum für junge Fotografen, die »gute aussichten_plattform8: WHERE?!« statt. Infos & Anmeldung: www.guteaussichten.org

Kulturpolitik

Freihandelsabkommen

Nachdem das Europaparlament dem Freihandelsabkommen der Europäischen Union mit Kanada (CETA) zugestimmt hat, können ab April 2017 einzelne Teile des Abkommens in der Praxis angewandt werden. Endgültig in Kraft tritt es aber erst nach Ratifizierung durch alle Parlamente der EU-Mitgliedstaaten. In Deutschland müssen sowohl der Bundestag als auch der Bundesrat noch grünes Licht geben, und möglicherweise steht dann noch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts über die Rechtmäßigkeit aus. Das kann aber noch Jahre dauern. Olaf Zimmermann vom Deutschen Kulturrat weist darauf hin, dass deswegen „CETA in Politikfeldern, die nicht im Kompetenzbereich der EU liegen“, derzeit“ nicht vorläufig angewandt werden“ dürfe. „Der Kulturbereich ist, so hoffen wir, also derzeit nicht betroffen!“

Galerien & Auktionshäuser

New Yorker Galerie stellt Ausstellungen ein

Andrea Rosen, New Yorker Galeristin, will keine Ausstellungen mehr durchführen. Sie will zwar ihre Galerie behalten und weiterhin ihre Stammkünstler wie Josephine Meckseper oder Andreea Zittel unterstützen, möchte aber in der aktuellen Zeitstimmung keinen öffentlichen Raum mehr haben: ihre erste Einzelausstellung richtete sie als Galeristin 1990 dem Künstler Felix Gonzáles-Torres aus, dessen Nachlass sie nun zusammen mit David Zwirner betreut. Zu Lebzeiten habe sich der Künstler in seinen Werken immer gegen Homophobie, Rassismus und soziale Ungleichheit gewandt, doch in der Ära von US-Präsident Donald Trump werden diese Probleme in den USA nun stärker diskutiert – Trumps Wahlkampf hat die Kluft zwischen einer stockkonservativen Bevölkerung im ländlichen Mittelwesten und im Süden auf der einen und den liberalen Kräften in den Metropolen an der Ost- und Westküste auf der anderen Seite massiv vertieft. Andrea Rosen verweist darauf, dass homosexuelle Künstler wie Robert Mapplethorpe auch früher schon Zensurversuchen ausgesetzt waren, aber „vor allem in dieser Zeit“ wolle sie nun lieber mehr in der Felix Gonzáles-Torres Foundation mitarbeiten. www.andrearosengallery.com

Ausschreibungen

NRW-Auslandsstipendien

Künstler aus NRW, die noch am Anfang ihrer Entwicklung stehen und noch keine 40 Jahre alt sind, können die Förderung eines Auslandsaufenthalts beantragen. Dabei können Zuwendungen in einer Höhe von monatlich bis zu 1.500 Euro gewährt werden. Zusätzlich kann ein einmaliger Reisekostenzuschuss in Höhe von maximal 500 Euro bewilligt werden. Die Bewerbung ist bis zum 30. April 2017 jeden zu richten an: Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen Kulturabteilung Referat 421/Auslandsstipendien, Haroldstraße 4, 40213 Düsseldorf. Infos und Formblatt: www.kultur.nrw.de

Preise

Vordemberge-Gildewart Stipendium

Annika Kahrs, Foto: Nguyen Phuong Dan

Annika Kahrs gewann das VG Stipendium der Schweizer Stiftung Vordemberge-Gildewart (60.000 Franken). Die Preisträgerin setzte sich mit ihrer Videoarbeit „Sea-Pool“ sowie drei Zeichnungen, die in Kooperation mit Seeleuten entstanden sind, gegen elf Mitbewerber durch. Sie traf die Seeleute im Seemannsclub Bremerhaven, wo diese anhand der skizzenhaften Zeichnungen ihre privaten Wohnsituationen schilderten. Die Preisverleihung findet in der Kestnergesellschaft Hannover statt, wo die Künstlerin vom 11. März bis zum 7. Mai 2017 zusammen mit den anderen elf Bewerbern ausstellt.

Aktionen & Projekte

Gespräch über Kunst im öffentlichen Raum

Ein Gespräch "Über Kunst im öffentlichen Raum -forschen, schreiben, lehren" ist für den 14. März 2017 im Kunstraum Niederösterreich (Herrengasse 13, Wien, 17.30 Uhr) angekündigt. Teilnehmer sind Sabine Dahl Nielsen (KØS Museum für Kunst im öffentlichen Raum), Nils Norman (Künstler, Professor der School of Walls and Space) und Michèle Novak (Herausgeberin "Common -Journal für Kunst und Öffentlichkeit"). Die Moderation übernimmt Anna Soucek. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Bei dem Gespräch geht es um "Instiutionen und Initiativen, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln zur Kunst im öffentlichen Raum forschen. Das Museum KØS in Dänemark wurde bereits 1977 eröffnet und ist eines der wenigen Museen für Kunst im öffentlichen Raum. Sabine Dahl Nielsen gibt einen Einblick in die Besonderheiten des Sammelns und Ausstellens von Kunst im öffentlichen Raum. Nils Norman ist bekannt als Künstler, der sich kritisch mit Veränderung des öffentlichen, urbanen Raums auseinandersetzt und in seinen Projekten alternative Nutzungsmöglichkeiten aufzeigt. Wie er versucht, das künstlerische Arbeiten im und mit dem öffentlichen Raum an Studierende zu vermitteln, ist Teil seines Vortrags. Raumtheorie, Landschaftsplanung und Kunst sind unterschiedliche Disziplinen, in denen Michèle Novak tätig ist und die sich alle unter verschiedenen Fragestellungen mit dem öffentlichen Raum auseinandersetzen. Mit dem Online-Portal "Common" versucht sie, eine Plattform zum gemeinsamen Austausch zu schaffen..."

Ausschreibungen

BC Projects

Die Künstlerförderung des Landes Niedersachsen an der HBK Braunschweig ermöglicht bis zum 12. April 2017 Bewerbungen für das Residenzstipendium "BS PROJECTS"." Gefördert werden insgesamt acht Stipendien, davon drei im Bereich der Klangkunst und fünf im Bereich der Bildenden Kunst. Die Förderung umfasst jeweils eine monatliche finanzielle Unterstützung in Höhe von 1.250 Euro im Bereich Bildende Kunst für 12 Monate (insgesamt 15.000 Euro) und im Bereich Klangkunst für sechs Monate (insgesamt 7.500 Euro). Gewährt wird außerdem ein projektabhängiger Zuschuss für Sach- und Reisekosten, die Residenz in einem Wohnatelier in Braunschweig in der Nähe der Hochschule sowie die Einbindung in ein Mentorenprogramm mit Professorinnen und Professoren der Freien Kunst an der HBK Braunschweig. Das Programm ermöglicht eine weite internationale Vernetzung. Das Stipendium endet mit einer Abschlusspräsentation." Höchstalter: 40 Jahre bei Studienbeginn. Weitere Infos: www.hbk-bs.de/forschung/stipendienprogramme/braunschweig-projects/ausschreibung/

Aktionen & Projekte

Ökonomien anders denken

"New Narratives - Ökonomien andes denken" ist eine Veranstaltung gemeinsam von Akademie Schloss Solitude, Institut für Auslandsbeziehungen, Schauspiel Stuttgart, Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, Theater Rampe und dem Württembergischen Kunstverein. "Auf der Basis eines breiten Netzwerks aus lokalen Kulturinstitutionen und Kooperationspartnern, mit großer Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, ist in Stuttgart die Etablierung eines neuen, jährlich stattfindenden „Gipfeltreffens“ geplant. Dieses setzt sich mit zentralen gesellschaftspolitischen Konfliktlinien auseinander und verhandelt sie zwischen bildenden und darstellenden Künsten, Theorie und Aktivismus. Die Perspektive ist dabei ausdrücklich eine globale. Der erste Gipfel findet unter dem Titel "Ökonomien anders denken" im Kunstgebäude Stuttgart statt und umfasst über zwanzig Vorträge, Performances, Musik- und Filmbeiträge. Das Hauptaugenmerk während der vier Tage liegt dabei auf der gemeinsamen Debatte." Termin: 30. März bias 2. April 2017. Der Eintritt ist frei. Anmeldung und Programm unter www.kunstgebaeude.org

Personalien

Documenta: Kooperation mit Athener Museum

Fridericianum, Kassel, 2017 Foto: Mathias Völzke

Die diesjährige Documenta 14 arbeitet mit Griechenlands National Museum of Contemporary Art, Athens (EMST) zusammen: Katerina Koskina (Leiterin des National Museum of Contemporary Art, Athens) und Adam Szymczyk (Künstlerischer Leiter der documenta 14) gaben bekannt, „dass das EMST als größte Spielstätte der documenta 14 in Athen Gastgeber der Ausstellung sein wird.“ Das EMST ist zugleich auch im Museum Fridericianum in Kassel präsent und zeigt dort eine kuratierte Auswahl aus seiner Sammlung griechischer und internationaler zeitgenössischer Kunst. Zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr wird die ständige Sammlung dann ebenso im EMST in Athen vorgestellt wird. „Im Zentrum der Zusammenarbeit steht ein gemeinsames Anliegen: Wie werden Kunst und ihre Institutionen öffentlich und zu einem Teil des Gemeinwohls?“ Das National Museum of Contemporary Art, Athens (EMST) hat seit seiner Gründung im Jahr 2000 Werke von den 1960er Jahren bis zur Gegenwart gesammelt. „In den letzten Jahren wurden die Werke aus der wachsenden Sammlung durch Ausstellungen in zahlreichen temporären Ausstellungsorten wie Megaron – The Athens Concert Hall, Athens Conservatoire und im öffentlichen Raum kontextualisiert – ein wichtiger Schritt, um das Museum und seine Sammlung trotz der Herausforderungen, mit denen es sich konfrontiert sah, öffentlich zu machen. Währenddessen wurden Vorbereitungen für einen Umzug in den ständigen Sitz des Museums in der ehemaligen Fix-Brauerei an der Syngrou Avenue getroffen. Dieser Umzug fand 2015 statt. Mit dem Programm EMST in the World wurde und der Plan, diese zentrale öffentliche Institution vollständig zugänglich zu machen – das Gebäude, die Sammlung und die Ausstellungen für all jene zu öffnen, die in Athen leben oder die Stadt besuchen – in die Tat umgesetzt.“ In Kassel, einst im „Zonenrandgebiet“ nahe der Grenze zur DDR gelegen, haben sich seit der Wende 1989/90 dort für die documenta die „ideologischen Fundamente als westdeutsche Institution“ gewandelt: Seitdem steht jeder künstlerische Leiter vor der Notwendigkeit „globale Kunst einzubeziehen... Für die documenta ist die Frage, was sie für die Öffentlichkeit heute auf allen Ebenen – der künstlerischen, politischen und finanziellen – bedeutet, entscheidend geworden. Adam Szymczyks Vorschlag, die documenta 14 in Athen und Kassel zu veranstalten, befragt die Stellung dieser Institution, indem die Rolle der Gastgeberin, die so sehr zur Gewohnheit geworden ist, umgekehrt und stattdessen die Ausstellung in einem Kontext entwickelt wird, in welchem sie selbst Gast ist und ihre Visitenkarte die Einladung zu einem gemeinsamen Von Athen lernen darstellt...“ Dabei tangiert die Kooperation unterschiedliche bau- und museumsgeschichtliche Traditionslinien: Das Fridericianum wurde1779 als erstes öffentliches Museum auf dem europäischen Festland gegründet, war dann Bibliothek, und es es wird heute schließlich als Kunsthalle genutzt; es war zu Beginn des 19. Jh. auch Parlamentsgebäudedes Königreichs Westphalen. Das Athener Museumsgebäude wiederum wurde 1961 von dem Architekten Takis Zenetos (1926–77) in Zusammenarbeit mit Margaritis Apostolidis (1922–2005) als Brauerei entworfen. „Die gesamte vertikale Spanne des Gebäudes steht der Präsentation der documenta 14 in Athen zur Verfügung und repräsentiert gleichermaßen exemplarisch die zahlreichen Kooperationen mit anderen öffentlichen Einrichtungen in der griechischen Hauptstadt. Zu diesen zählt die Athens School of Fine Arts (ASFA) und das Städtische Kunstzentrum Athen im Parko Eleftherias, wo das Parlament der Körper, die Öffentlichen Programme der documenta 14, im September 2016 eröffnet wurde. Zu diesen Kooperationen gehören auch verschiedene Komplexe des Benaki Museum, mehrere archäologische Stätten und Museen, Archive, Hochschulen und Orte, die ein Lernen verkörpern, das sich auf den Straßen abspielt.“

Hochschulen

Berlin: KlangKunstBühne

Die Sommerakademie der Universität der Künste Berlin führt von Anfang August bis Mitte Oktober 2017 einwöchige Workshops für Künstler aller Disziplinen durch. Die Weiterbildungskurse der KlangKunstBühne  umfassen Workshops mit She She Pop, Georgette Dee, Forced Entertainment, Musicbanda Franui & Familie Flöz, Jo Ann Endicott und Angie Hiesl. Die Kurse werden als Bildungsurlaub anerkannt. Bis zum 30. Juni 2017 wird bei einigen Kursen ein Frühbucherrabatt gewährt. Anmeldungen unter www.klangkunstbuehne.de.

Personalien

Sammler Corboud gestorben

Gérard J. Corboud, Kunstsammler, starb im Alter von 91 Jahren in seiner Schweizer Heimat. Der Stadt Köln hatte das Ehepaar Corboud eine umfangreiche Sammlung mit 170 Wweeken an impressionistischer Malerei geschenkt, weshalb das kunsthistorische Museum dort seitdem den Namen „Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud“ trägt. Gérard J. Corboud hatte viele Jahre in Köln gelebt. Vor zwei Jahren erklärte er gegenüber der Presse, heute sei es nicht mehr möglich, solch eine Sammlung aufzubauen, denn sie sei „nicht mehr zu bezahlen...- außer für ein paar immens reiche Leute, die es eigentlich mehr als Geldanlage nutzen“.

Preview

Herbert Brandl und Franz Gertsch in Burgdorf

Herbert Brandl Das letzte Abendmahl, 2016 13 Bronze Skulpturen patiniert, Unikate Variabel Courtesy Galerie nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder, Wien Foto: Markus Wörgötter, Wien © Herbert Brandl,

Jeweils vom 25. März bis zum 13. August 2017 präsentiert das Museum Franz Gertsch in Burgdorf/Schweiz die Ausstellungen "Hyänenpause"mit Werken von Herbert Brandl und "Neu und unbekannt" von Franz Gertsch. "Herbert Brandl ist bekannt für seine meist grossformatigen Arbeiten mit Öl auf Leinwand. Seine dynamisch-kraftvollen, oft abstrakten Kompositionen, die teilweise lose von Fotografien inspiriert sind, können als Landschaften gelesen werden, Tiere gehören ebenfalls zu seinem heutigen Repertoire. Geste und Haptik der Werke thematisieren grundsätzliche Fragen der Malerei, jedoch liegen den Arbeiten auch bestimmte Themengebiete oder Anliegen zugrunde.... Die Skulpturen aus Bronze entstanden aus einem Zufall heraus im Atelier, inzwischen hat sich jedoch eine individuelle mythologische Tierfigur entwickelt. Sie erinnert an eine Hyäne, Chimäre oder gotische Figur und verweist in ihrer Ausdrucksstärke und der Anordnung in der Gruppe auf das aktuelle Weltgeschehen. In diesem Frühjahr ist im Museum Franz Gertsch auf rund der Hälfte der Fläche eine Ausstellung mit aktuellen Arbeiten Herbert Brandls zu sehen...." Von Franz Gertsch bekommt man "Gemälde und Holzschnitte sowie im Kabinett Aquarelle" zu sehen. "Dabei handelt es sich teilweise um neue und bisher noch nicht gezeigte Werke." www.museum-franzgertsch.ch

Personalien

Gaensheimer geht nach Düsseldorf

Susanne Gaesheimer, Foto: Frank Blümler

Susanne Gaensheimer wechselt vom Posten der Direktorin des Museums für Moderne Kunst (MMK) Frankfurt/Main in die künstlerische Leitung der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Sie übernimmt den Chefsessel von Marion Ackermann, die im November 2016 als Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen nach Dresden ging.

Personalien

Gustav Metzger gestorben

Gustav Metzger, Aequivalenz – Shattered Stones, Modelle, Fotografien, performative Installation mit Granitstein, Gabelstapler, Website www.aequivalenz.com. Skulptur-Projekte Münster 2007, Foto:Wolfgang Träger

Gustav Metzger verstarb im Alter von 90 Jahren. 1959 verfasste er das Manifest „Auto-Destructive Art“. In der künstlerischen Praxis setzte er dies in der Malerei um, indem er auf Leinwände Säuren einwirken ließ, damit das Werk solchermaßen sich selbst zerstöre. Für Metzger war dies eine Parabel auf den destruktiven Charakter unserer Zivilisation. Mit seiner Technikfeindlichkeit und seiner Forderung, Autos zu verbannen, wurde Gustav Metzger zu einem künstlerischen Idol für die Hippie-Generation mit ihrer Sehnsucht nach Natur und Natürlichkeit, und ebenso ein Vordenker für die Grünen, die mit ihren wertkonservativen Programmen von Natur- und Umweltschutz in den 1980er Jahren antraten. Für die UN-Umweltkonferenz 1972 in Stockholm und für die documenta 5 im gleichen Jahr in Kassel entwarf Gustav Metzger ein Konzept, 120 PKWs mit laufendem Motor aufzustellen und die Abgase in ein Zelt abzuleiten. Falls die Gase das Zelt nicht explodieren ließen, sollten Kampfjets die Autos bombardieren. Das Konzept wurde allerdings nur im documenta-Katalog publiziert. Erst auf der Sharjah Biennale 2007 setzte die Kuratorin Eva Scharrer den ersten Teil der Idee um. Auch Pop-Musiker ließen sich gerne von Gustav Metzger inspirieren: es heißt, der „The Who“-Gitarrist Pete Townshend habe Metzgers Vorlesungen in London gesucht und sei dadurch auf die Idee gekommen, bei den Bühnenauftritten seine Gitarre zu zertrümmern; und auch die Lichtshows bei den Konzerten von Pink Floyd seien von Metzger inspiriert worden.

Aktionen & Projekte

Documenta: Spekulationen über Teilnehmerliste

Adam Szymczyk während der Pressekonferenz in Berlin. Foto: Heinz-Norbert Jocks

Es ist jedes mal dasselbe Spiel: Monate vor der eigentlichen Eröffnung wird in der Kunstszene gerätselt und spekuliert, wer denn nun als Künstler zur documenta eingeladen ist. Die Kasseler Macher erhalten die Liste so lange wie möglich zurück, denn oft entscheidet sich die endgültige Teilnehmerzahl erst gegen Ende der Vorbereitungen – es könnte ja sein, dass sich das eine oder andere geplante Projekt als technisch unrealisierbar erweist, oder dass einer der Künstler seine Zusage wieder zurück zieht, oder dass der künstlerische Leiter quasi auf den letzten Drücker noch jemanden entdeckt, denn er dann doch noch unbedingt dabei haben möchte. Auch bei der d 14 weiß man vorab nur: es werden etwa 160 Teilnehmer in Athen und/oder Kassel dabei sein, eine konkrete Liste wird aber wohl erst zur offiziellen Eröffnungs-Pressekonferenz publiziert. Allerdings, so heißt es, könne man aus dem Vorab-Magazin „South as a State of Mind“ Rückschlüsse auf die Präferenzen des künstlerischen Leiters Adam Szymczyk schließen. Dr. Gerhard Haupt und Pat Binder haben sich die Mühe gemacht, „South as a State of mind“ zu durchforsten und auf ihrer Internet-Plattform „Universes in Universe – Welten der Kunst“ ihre Einschätzung einer möglichen Teilnehmerliste veröffentlicht. Als Künstler, die bereits „von der Documenta“ bestätigt seien oder bereits in Athen und Kassel vor Ort arbeiten, nennen sie Abounaddara (Kollektiv syrischer Filmemacher), airy Baghramian, Ross Birrell, Lucius & Annemarie Burckhardt, Miriam Cahn, Ciudad Abierta (Architekten), Manthia Diawara, Hiwa K, Satch Hoyt, Angela Melitopoulos, Gernot Minke, Marta Minujín, Mari Narimane, Emeka Ogboh, Ben Patterson, Ben Russell, Wang Bing und Lois Weinberger. Als weitere mögliche Teilnehmer erwähnen Haupt und Binder nach ihrer Analye von „South as a State of mind“ u.a. Maria Thereza Alves, Rasheed Araeen,Stefan Benchoam, Ross Birrell, María Magdalena Campos-Pons, Mariana Castillo Deball, Moyra Davey, Maria Eichhorn, Fouad Elkoury, Peter Friedl, Regina José Galindo, Daniel García Andújar, Gauri Gill, Hans Haacke, John Hejduk, Gordon Hookey, Matulina Modotti, Naeem Mohaiemen, Synnøve Persen, Roee Rosen, Lala Rukh, Rajesh Chaitya Vangad, Yorgos Vassiliou Makris und Cecilia Vicuña.  

Personalien

Niele Toroni wird 80 Jahre alt

Niele Toroni, Porträt des Künstlers während seines Aufenthaltes in Siegen im März 2017, Copyright: Niele Toroni und MGK Siegen

Niele Toroni feiert am 15. März 2017 seinen 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass und zur Würdigung seines Lebenswerks wird der schweizerische Maler und Konzeptkünstler am 2. Juli 2017 mit dem Rubenspreis der Stadt Siegen geehrt. „Gegen den Pinselstrich als Ausdruck emotionaler oder gedanklicher Regungen wehrt er sich vehement und hat dies auch schon immer so gehalten: bereits im Jahr 1967 demonstrierte er mit seiner Künstlergruppe „BMPT“ (Buren, Mosset, Parmentier, Toroni) gegen das Prinzip der Botschaft in der Kunst. Die Gruppe wendete sich gegen die herrschenden malerischen Strömungen, entfernte sich davon, in ihrer Kunst expressiv zu sein, etwas aussagen zu wollen. Die Vertreter der Gruppe legten den Fokus auf die künstlerische Idee an sich; die malerische Geste ist auf das Minimum reduziert.“

Museen & Institutionen

Mumok: Programmreihe zu Harun Farocki

Harun Farocki, 2009, Foto: Copyright M.J. Feger

Am 30. Juli 2017 jährt sich Harun Farockis Todestag zum dritten Mal. Aus diesem Anlass haben Sabeth Buchmann und Constanze Ruhm in Zusammenarbeit mit Jens Kastner eine umfangreiche Vortrags- und Programmreihe für das mumok-Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien  konzipiert. "Das Anliegen ist es, als Lehrende, aber auch als dem Denken und der Praxis Farockis Nahestehende, sein filmisches und publizistisches Werk mit Schwerpunkt auf seine Lehrtätigkeit neu zu beleuchten. Dies gilt nicht zuletzt für die ausgesprochen einflussreiche Rolle als Professor für Film und Kunst, die er von 2004 bis 2011 an der Akademie der bildenden Künste Wien wahrgenommen hat: So haben Farockis Studierende von seinen bild- und medientheoretisch versierten und stets politisch reflektierten Filmanalysen in höchstem Maße profitiert; ebenso eine interessierte Öffentlichkeit, die an den von ihm organisierten Screenings seiner eigenen Filme und der anderer teilgenommen hat. In diesem Sinne möchte die Programmreihe Erkennen und Verfolgen, die im Rahmen der gleichnamigen Ringvorlesung an der Akademie der bildenden Künste Wien stattfindet, Farockis tiefgreifendes Interesse am Verhältnis von Bild und Politik sowie von Praxis und Theorie in den Mittelpunkt stellen..." Als Gäste werden mit einem jeweils eigenen Filmprogramm Michael Baute (29.3. 2017), Christine Lang (31.5. 2017), Thomas Elsaesser (14.6. 2017) und Sezgin Boynik (21.6. 2017) erwartet. Außerdem finden an der Akademie der bildenden Künste Wien zwischen März und Juni 2017 Ringvorlesungen zu dem Projekt statt. www.mumok.at

Biennalen

Manifesta: Creative Mediatoren

Die Kuratoren der nächsten Manifesta, die 2018 in Palermo stattfindet, heißen „Creative Mediatoren“. Der eigentlichen kuratorischen Arbeit sind Urbane Studien des Rotterdamer Office for Metropolitan Architecture (OMA) vorgeschaltet, die im Frühjahr 2017 öffentlich vorgestellt werden. Bis zum Sommer soll aus dem Material dann anschließend ein Konzept entwickelt werden. Ippolito Pestellini Laparelli vom OMA-Büro sitzt als Creative Mediator dem Vierer-Team vor, dem außer ihm als Mediatoren noch die Kuratorin Mirjam Varinidis, der Architekt Andrés Jaque sowie die Filmemacherin und Journalistin Bregtje van der Haak angehören. In diesen Wochen arbeitet das Team mit lokalen Initiativen, Profi-Künstlern und internationalen Gästen zusammen, um die Stadt Palermo hinsichtlich der Wirkungen von Klimawandel, Migration, kulturellem Erbe und der aktuellen politischen Situation in Europa zu erforschen. Es gelte, die Texturen einer Stadt, speziell der Manifesta-Städte, genauer zu verstehen. Die Manifesta-Direktorin Hedwig Fijen verweist in diesem Zusammenhang auf die Mobilität in unseren Gesellschaften (die aber sowohl bei Berufspendlern als auch bei Arbeitsmigranten oft eine Zwangsmobilität ist, und bei Flüchtlingen erst recht), und die uns (wieder) eine „nomadische Natur“ aufnötigt, indem wir „von einer Stadt zur anderen wechseln“. Das erfordere eine „spezifische Strategie“ zur Entschlüsselung der heutigen Städte – diese Vorstudien zur Manifesta bereiten sozusagen „eine Leinwand vor, auf der ein Maler später anfangen kann“. www.manifesta.org

Biennalen

Kathmandu Triennale

Philippe Van Cauteren, Foto: Sabine B. Vogel

Die Kathmandu Triennale (24. März bis 9. April 2017) wird von Philippe Van Cauteren kuratiert, dem künstlerischen Direktor des S.M.A.K. in Gent (Belgien). Die Ausstellung steht unter dem Leitmotiv "My City, My Studio / My City, My Life" und umfasst Beiträgevon ca. 70 Künstlern aus etwa 25 Ländern. Das Thema soll "wie ein Katalysator für die zeitgenössische Betrachtung des Verhältnisses zwischen Kunst, der Stadt und seiner Kultur wirken. Sie ist den Menschen gewidmet, die in den großen Erdbeben, die 2015 Zentral-Nepal schwer getroffen haben, ihr Leben verloren haben. Katmandu ist eine Stadt, in der Tradition und Moderne auf herausfordernde Weise aufeinanderprallen. Gleichzeitig stellt die Stadt eine außergewöhnliche und inspirierende Forschungsstation dar, in der Künstler aus Nepal und anderen Ländern ihre Arbeit jenseits des Drucks der Kunstwelt autonom entwickeln können. Die Mehrzahl der eingeladenen KünstlerInnen der Kathmandu Triennale wurden beauftragt, vor Ort neue Werke für die spezifischen Bedingungen der verschiedenen Ausstellungsorte zu schaffen: Patan Museum, Siddhartha Arts Gallery, Taragaon Museum und Nepal Art Council. Darüber hinaus veranstaltet KT 2017 sogenannte Curated Showcases und unabhängige Ausstellungen von institutionellen und individuellen Partnern aus Katar, Bangladesch, Großbritannien, Finnland, Polen und Australien.". Künstlerliste: Alice Fox, Amrit Karki, Ang Tshering Sherpa, Anno Dijkstra, Ashmina Ranjit, Bart Lodewijks, Belu Simion Fainaru, Bhuwan Thapa, Bidhata KC, Bikash Shrestha, Cai Guo-Qiang, Carole Vanderlinden, Ciprian Muresan, Diana Tamane, Francis Alÿs, Heide Hinrichs, Henk Visch, Hitman Gurung, Honoré d’O, Imran Qureshi, Javier Tellez, Jorge Macchi, Jupiter Pradhan, Kader Attia, Kailash K Shrestha, Karan Shrestha, Kasper Bosmans, Kiran Maharjan, Kunjan Krishna, Laxman Bazra Lama, Laxman Karmacharya, Lee Kit, Leonardiansyah Allenda, Leyla Aydoslu, Lida Abdul, Loïs Weinberger, Mahbubur Rahman, Majd Abdel Hamid, Manish Lal Shrestha, Martin Travers, Masae Suzuki, Massimo Bartolini, Mekh Limbu, Michael Ross, Mithu Sen, Nedko Solakov, Oscar Murillo, Paulo Climachauska, Peter Downsbrough, Pratima Thakali, Prithvi Shrestha, Ricardo Brey, Roman Ondak, Ronny Delrue, S.C. Suman, Salam Atta Sabri, Sanjeev Maharjan, Saurganga Darshandhari, Setsu Suzuki, Sheelasha Rajbhandari, Shilpa Gupta, Song Dong, Sujan Chitrakar, Sujan Dangol, Sunita Maharjan, Surasi Kusolwong, Tashi Norbu, Tayeba Begum Lipi, Tushikur Rahman, Waseem Ahmed und Youdhister Maharjan. kt.artmandu.org

Museen & Institutionen

Düsseldorf: Marcel Broodhaers-Retrospektive

Marcel Broodthaers, Seite aus dem Katalog Bilder-Objekte-Filme-Konzepte, Abb zur Rezension von Amine Haase zur Broodthaers-Aussytellung in der Kunsthalle Düsseldorf 1997, Kunstforum international, Bd. 139

Nach den Präsentationen in New York und Madrid ist Düsseldorf die einzige deutsche Station der Marcel Broodthaers-Retrospektive. Die umfangreiche Überblicks-Ausstellung in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen läuft vom 4. März bis zum 11. Juni 2017 (K21 Ständehaus der NRW-Landesgalerie Düsseldorf). „Mit rund 200 Werken der unterschiedlichsten Medien und Gattungen von der großformatigen, begehbaren Installation bis zum Künstlerbuch, vom eigenen Museumsprojekt bis zum Film“ stellt die Ausstellung auch die enge Beziehung von Marcel Broodthaers zur rheinischen Kunstszene in den frühen 1970er Jahren heraus. „Im Mittelpunkt seines Oeuvres stand die kritisch-subversive Befragung der Rolle der Kunst, des Kunstmarktes und der Institution 'Museum'. Zuletzt fand vor genau 20 Jahren 1997 in der Düsseldorfer Kunsthalle eine größere Ausstellung von Marcel Broodthaers statt. www.kunstsammlung.de

Personalien

Martinez kuratiert Kölner Skulpturenpark

Chus Martinez, Foto: Nici Jost, Courtesy Skulpturenpark Köln

Chus Martinez kuratiert die neunte Ausstellung im Skulpturenpark Köln an der Zoobrücke. Die Werkschau wird am 15. Oktober 2017 eröffnet. Der Skulpturenpark besteht jetzt seit 20 Jahren; er wurde seinerzeit durch eine private Initiative der Sammler Eleonore und Michael Stoffel gegründet. Bislang wurden dort etwa 150 Skulpturen gezeigt. Chus Martinez war 2019 Gastkuratorin der Biennale von São Paulo und leitete 2012 die kuratorische Abteilung der dOCUMENTA (13) in Kassel; dort war sie Mitglied der Agenten-Kerngruppe. Sie war Chefkuratorin des El Museo del Barrio in New York und übernahm anschließend 2014 die Leitung des Institut Kunst Basel im dortigen Hochschulbereich.  www.skulpturenparkkoeln.de

Museen & Institutionen

Herford: Die innere Haut

Clemens Krauss, Selbstportrait als Kind, Foto: B. Borchardt, Courtesy: Marta Herford

"Stell dich in die Ecke und schäme dich", wurden in der früheren Schulpädagogik unbotmäßige Kinder bestraft. Kaum ein anderes Gefühl wirkt so heftig auf Betroffene wie die Scham, und zur Schamlosigkeit gehört schon ein ziemlisch sprihwörtliches "dickes Fell". "Doch was beschämt oder provoziert angesichts des medialen Zeitalters überhaupt noch?" Beiträge von mehr als 50 Künstlern sind im Marta Herford in der Ausstellung „Die innere Haut – Kunst und Scham“ versammelt (4. März bis 4. Juni 2017)."Anhand von über 100 Werken –darunter Gemälde, Zeichnungen, Fotografien, Skulpturen, Videoinstallationen und Performances – untersuchen sie diese Emotion im Hinblick auf gesellschaftliche und individuelle Konventionen. Die Rolle der Künstler variiert vom sensiblen Beobachter über den radikalen Provokateur bis hin zum selbstironischen Grenzgänger." www.marta-herford.de

Messen & Märkte

MiArt Milano

Die MiArt Milano (31. März bis 2. April 2017) besteht seit 22 Jahren, und sie konzentriert ihr Programm auf moderne und zeitgenössische Kunst und kann in ihrer Bilanz jedes Jahr etwa 45.000 Besucher aufweisen. Das Teilnehmerfeld weist 130-140 Galerien auf, die auf die Sektoren „Established“ mit den Unterkategorien „Masters“, „Contemporary“ und „First Step“, „Emerging“ mit Galerien, die noch keine fünf Jahre existieren und „Object“ mit Design und dekorativen Künsten aufgeteilt werden. Außerdem gibt es noch die kuratierten Bereiche „THENnow“ und „Decades“ als dialogische Verzahnung kunsthistorischer und aktueller Positionen. www.miart.it

Messen & Märkte

Art Basel Hongkong

Art Basel Hongkong, Foto: Copyright Art Basel

Die „South China Morning Post“ apostrophierte die Art Basel Hongkong (23. bis 25. März 2016) als „Asiens Kunstmesse Nr. 1“. Auch der dort arbeitende Museumskurator Tobias Berger sieht in der Sonderwirtschaftszone einen eindeutigen Standortvorteil und beschrieb diesen in einem Interview mit der „ZEIT“: „...eine Messe wie... in Hongkong wäre in Peking oder Shanghai schlicht nicht möglich. Man bekommt die Kunstwerke nur schwer nach Festlandchina hinein, die müssen alle geprüft werden, und das dauert. Man kann sie zum Teil nicht ausstellen. Und dann bekommt man sie auch schwierig aus dem Land hinaus. Bestimmte kritische Werke dürfen Sie nicht aus China exportieren. Welcher Galerist oder Sammler will sich das antun?“ Die etwa 240 Galerien bieten einen Überblick über die aktuellen Tendenzen in einem globalisierten Kunstbetrieb; die Veranstaltung versteht sich zugleich aber auch als „Portal für Kunst aus der Region“: für Galerien aus Asien und dem asiatisch-pazifischen Raum steht der Sektor „Insight“ zur Verfügung. Im vergangenen Jahr kam etwa die Hälfte der 231 Teilnehmer aus Asien. Im Sektor „Galleries“ sind etwa 180-190 Aussteller vertreten, die Kunst des 20./21. Jh. aus der Epoche der Moderne und der zeitgenössischen Kunst anbieten. Ein dritter Sektor „Discoveries“ ist für junge, aufstrebende Künstler am Anfang ihrer Karriere reserviert. Hier können Galerien einen Künstler aus ihrem Programm in einer Solo-Show vorstellen oder ein Werk, das eigens für diese Kunstmesse geschaffen wurde. www.artbasel.com/hong-kong

Aktionen & Projekte

Evas Erbinnen

Yvonne Thein,o.T. (32 kg), 2008

Sandra Ackermann, Louisa Clement, Erwin Nöthen, Christoph Pöggeler und Ivonne Thein stellen vom 12. bis zum 26. März 2017 in der Orangerie von Schloss Benrath (Düsseldorf) aus. Ihr Thema: "SIE - Evas Erbinnen". Dazu heißt es: "Die Frau als Motiv in der Kunst ist so alt wie die Kunst selbst. Sie gilt als Metapher der Schönheit und zeigt uns in ihrer Darstellung den Wandel des Schönheitsideals von der Antike bis heute. Rund 30 Werke zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler zeigen uns nun in einer facettenreichen Schau den Blick auf die Frau von heute. Dabei geht es gerade nicht nur um die Schönheitsfrage, sondern um exzessiven Körperkult, gesellschaftliches Rollenverständnis und letztendlich um die Identitätssuche des eigenen Selbst." www.benrather-kulturkreis.de

Museen & Institutionen

Wien: Vulgär?

Ausstellungsansicht Vulgär? Fashion Redefined Foto: © Belvedere, Wien

Im Englischen meint die Vokabel "vulgär" ursprünglich "sowohl eine Gesellschaftsklasse als auch alles andere..., das gemeinhin verbreitet war. Was als objektive Beschreibung begann, wurde im Lauf der Zeit ausschließlich zum Ausdruck der Beleidigung. Man verband Vulgarität mit Anmaßung und Ehrgeiz und erkannte darin das Streben nach dem Genuss spezieller Privilegien. So schwingen bis heute negative Konnotationen automatisch mit." Die Grenzen des guten Geschmacks überwachen zu wollen, führt zu einer rigorosen Abgrnezung gegenüber dem Vulgären, Hässlichen und Ungeschlachten. "Die Mode ist jener Ort, an dem guter und schlechter Geschmack zusammen treffen und sich vermischen", sagt der Psychoanalytiker Adam Phillips über die Verbind ung des Begriffes zur Mode. Für die Ausstellungskonzeption von "Vulgär? Fashion Redefined" vom 3. März bis 25. Juni 2017 im Winterpalais des Wiener Belvedere  wurden die neuesten Forschungserkenntnisse der Psychologie berücksichtigt. Die  Kuratorin Judith Clark und der Psychoanalytiker Adam Phillips haben die Schau interdisziplinär angelegt. www.belvedere.at

Museen & Institutionen

Anne-Mie Van Kerckhoven im Kunstverein Hannover

Anne-Mie van Kerckhoven »Zwevend« (Floating), 1999 , Verschiedene Materialien auf PVC mit magnetischer Rückseite, 50,0 x 38,5 cm, Foto: Peter Cox, Courtesy Zeno X Gallery, Antwerpen

Anne-Mie Van Kerckhoven nennt ihre Ausstellung im Kunstverein Hannover (18. März bis 14. Mai 2017) „What Would I Do in Orbit?“ Die belgische Künstlerin setzt sich „mit digitalen Fragestellungen“ auseinander. „Als Vorreiterin setzt die Küstlerin Anne-Mie van Kerckhoven (AMVK) bereits seit den 1980er-Jahren den Computer als künstlerisches Instrument ein und befasst sich seither mit philosophischen Ansätzen rund um die Frage des Virtuellen. Das Einwirken von Medialisierung und Digitalisierung, Technologie und Wissenschaft sowie von den Vorstellungswelten künstlicher Intelligenz auf unser heutiges Ego ist sehr früh von der Künstlerin thematisiert worden. Rund 40 Jahre umfasst inzwischen ihr multimediales Werk, in dem Selbstbetrachtung, komplexe interdisziplinäre Theorien, alte Mystik und neue Forschungsfelder zusammenkommen. Charakteristisch ist in ihrem Werk der biografische Beginn in der Gegenkultur von Punk, Feminismus, im generationstypischen Anti-Akademismus, der einerseits Popästhetik, andererseits eine hochkomplexe Inhaltlichkeit hervorbrachte...“ Im September 2017 richtet der Kunstverein Hannover auch Erik van Lieshout eine große Einzelausstellung aus. Über ihre Ausstellung im Museum Abteiberg Mönchengladbach 8bis 26.2. 2017) veröffentlichte Annelie Pohlen eine Rezension in „Kunstforum“ Bd. 244 (S. 272).

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