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Köln: Fotausstellung von Anneliese Kretschmer

Anneliese Kretschmer, Nina, 1934 (Ausschnitt)

Alle zwei Jahre, wenn in Köln die photokina-Messe ausgerichtet wird, schließen sich die örtlichen Museen, Galerien und andere Kunstorte jeweils im September zur Photoszene Köln zusammen. Das Käthe Kollwitz-Museum Köln beteiligt sich in diesem Jahr mit einer Ausstellung der Fotografin Anneliese Kretschmer (1903-1987). Sie "zählt zu den bedeutenden Photographinnen aus der Zeit der späten Weimarer Republik. Obwohl sie gleich mit ihren ersten Arbeiten auf den wichtigsten Ausstellungen ihrer Zeit in Paris, Wien und Berlin vertreten war, geriet ihr Werk während der Zeit des Nationalsozialismus zunehmend in Vergessenheit. Erst jetzt, im Abstand von beinahe hundert Jahren, wird ihre Kunst neu entdeckt: Werke, die die Zeit überdauern und in eine Reihe mit Aufnahmen berühmter Photographen wie Diane Arbus, Walker Evans oder Lucia Moholy gestellt werden können. Orientiert an der „Neuen Sachlichkeit“, jedoch mit einem eigenwilligen ästhetischen Konzept, gehörte die gebürtige Dortmunderin zu den ersten Frauen, die in Deutschland ein Photo-Atelier eröffneten. Vor ihrer Kamera standen Künstler, Industrielle, Arbeiter, Bauern und immer wieder Kinder, deren Portraits zu den eindrucksvollsten Beispielen dieses Sujets zählen." Laufzeit: 16. Sept. bis 27. Nov. 2016. Anschließend wandert die Ausstellung vom 12. Februar – 21. Mai 2017 ins Paula Modersohn-Becker Museum, Bremen.

Ausschreibungen

Oberhausener Kurzfilmtage

Die nächsten Oberhausener Kurzfilmtage finden vom 11. bis 16. Mai 2017 statt. Ausgelobt sind fünf Wettbewerbe: der Internationalen, der Deutschen, der NRW-Wettbewerb, der Kinder- und Jugendfilmwettbewerb sowie den MuVi-Preis für das beste deutsche Musikvideo. Insgesamt vergibt das Festival knapp 42.000 Euro an Preisgeldern. Zugelassen sind nur Filme, die ab 2016 produziert wurden. Für internationale Produktionen läuft die Einreichfrist vom 15. Oktober 2016 bis zum 1. Februar 2017, für deutsche Produktionen ist Deadline am 15. Februar 2016. Anmeldeformulare und Infos unter: www.kurzfilmtage.de.

Museen & Institutionen

Wim Schippers im Bonner Kunstverein

Wim Schippers, Pressebild

Die Ausstellung von Wim T. Schippers im Bonner Kunstverein (2. Sept. bis 30. Okt. 2016) ist der erste Überblick über Schippers’ Werk außerhalb der Niederlande und seine erste Retrospektive seit 19 Jahren. Bekannt ist er als Theaterautor und -regisseur, ebenso als Prodizent für das niederländische Fernsehen, aber auch als bildenden Künstler. Die Ausstellung im Kunstverein gibt einen Überblick über die Bandbreite seines kulturellen Schaffens, fokussiert insbesondere seine Tätigkeit als Künstler. Neben Skulpturen, Zeichnungen und Filmen werden einige seiner wichtigsten Beiträge für das Theater und das Fernsehen präsentiert. Zu den Exponaten gehören die wegweisende Skulptur „Pindakaasvloer“ („Erdnussbutterboden“, 1969) sowie „Indian Summer Christmas Tree“ („Indischer Sommer-Weihnachtsbaum“), eine Installation, die seit ihrer ursprünglichen Präsentation auf dem Leidseplein in Amsterdam im September 1969 jetzt zum ersten Mal wieder ausgestellt wird. www.bonner-kunstverein.de

Personalien

Wuppertal: Vertragsverlängerung

Gerhard Finckh, Foto: Michael Schilling

Gerhard Finckh verlängerte seinen Vertrag als Chef des Von der Heydt-Museums in Wuppertal bis Frühjahr 2019 verlängert. In seiner bisherigen Amtszeit (seit 2006) haben Kunstkritiker seine Ausstellumgen bere its sechsmal zur „Ausstellung des Jahres“ gewählt. die Leitung innehat, sei es in den vergangenen Jahren gelungen, das Haus mit seinen Ausstellungen zu den französischen Impressionisten zu einem Publikumsmagneten zu machen. www.vdh.netgate1.net

Aktionen & Projekte

„Sommergrüße vom Wolfgangsee“

„Sommergrüße vom Wolfgangsee“, Illustration zur Projektankündigung

In einer Nacht-und-Nebel-Aktion schuf der Künstler Christian Schnurer eine Insel aus 800 Flüchtlingsschwimmwesten im Wolfgangsee. Sein „Anschlag auf das Urlaubsidyll mit Alpenblick“ geschah zum Jahrestag an die historische Entscheidung der deutschen und österreichischen Regierung, im September 2016 die Grenzen zu öffnen. Seine Aktion „Sommergrüße vom Wolfgangsee“ ist Teil des Projektes „SALVA VIDA“, einer Kooperation mit der Gemeinde Lesbos. Im Rahmen eines Hilfsprojektes im Januar 2016 importierte der Künstler 4000 Schwimmwesten von Geflüchteten, um diese an verschiedenen Orten im öffentlichen Raum zu (de)platzieren.“ www.salvavida.eu

Aktionen & Projekte

Bewegung im Blick

Fotobeitrag zu „ Bewegung im Blick - Kölner Fotografenszene der 1970er und 1980er Jahre“, Foto: Gernot Huber

Zehn Fotografen und das Videoprojekt Kölner Wochenschau dokumentieren die Fotografenszene der 1970er und 1980er Jahre in Köln. Im Kunstraum artrmx/Atelierhaus Ehrenfeld in Köln-Ehrenfeld läuft die Ausstellung "Bewegung im Blick" vom 15. September 2016 bis zum 2. Oktober 2016 im Rahmen der „Photoszene Köln“. Die beteiligten Fotografen verstanden sich damals als Teil der linken und alternativen sozialen Bewegungen und hielten im Bild fest, was es in der etablierten Lokalpresse nicht zu sehen gab: die Tristesse der Stadtrandsiedlungen, die Parolen der Hausbesetzer und Demonstranten, Läden und Wohnungen türkischer Gastarbeiter, Travestiekünstler, die Protagonisten der Musikszene und den Abriss der legendären Stollwerck-Fabrik. Ihre Fotos erschienen stattdessen in alternativen Stadtzeitungen wie „Kölner Volksblatt“, „Stadtrevue“ und ab 1980 auch in deren Konkurrenzblatt „Schauplatz“. In dieser Ausstellung bilden die Fotos vom „Leben in Köln“ nicht jene kölschtümelnden Klischees ab, die Heinrich Böll in einem seiner Essays einmal als eher „schreckenerregend“ beschrieb. Stattdessen durchstreifte Guenay Ulutuncok die Weidengasse, wo das Leben der türkischen Einwohner sich in den 1970er Jahren noch viel isolierter abspielte, bevor Alfred Biolek dort medienwirksam in den Gemüseläden exotische Gewürze für seine TV-Kochsendungen einkaufte. Manfred Wegener hielt den brutalen Wasserwerfereinsatz bei einer Demo im Bild fest und Manfred Linke zeigte, wie Demonstranten mit Matratzen die Straßenbahnschienen der Zülpicher Straße blockieren. Auch Wolfgang Zurborns Aufnahmen vom Straßenkarneval im Jahr 1981 folgen ganz bewusst nicht einer Ästhetik, wie wir sie sonst aus den konventionellen Lappenclown-Motiven der offiziellen Verkehrsamtsreklame kennen. An der Ausstellung beteiligt sind Bernd Arnold, Jürgen Bindrim, Wolfgang Burat, Gernot Huber, Manfred Linke, Elmar Schmitt, Guenay Ulutuncok, Manfred Wegener, Eusebius Wirdeier, Wolfgang Zurborn und die Kölner Wochenschau. www.artrmx.com

Aktionen & Projekte

Radiorevolten

Für den 1. bis 30. Oktober 2016 ist in Halle ein Internationales Radiokunst-Festival „RadioRevolten“ angekündigt. Das Festival will zeigen, „dass Radio Kunst sein kann, und Kunst auch Radio“. Es präsentiert 32 Performances und 15 Installationen; dabei vernetzt es sich mit „27 Radiostationen auf der ganzen Welt“. Die Macher verstehen Radiokunst als eigenständige Kunstgattung und senden ihr Programm „einen Monat lang rund um die Uhr auf UKW, DAB und online“. www.radiorevolten.net

Ausschreibungen

Bonner Kunstpreis

Der Bonner Kunstpreis wird für Künstler bis 25 Jahre aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis ausgelobt. Das Preisgeld von 10.000 Euro dient dem Unterhalt für 3 bis 6 Monate an einem der Stipendienorte Amsterdam, Berlin, Budapest, Brüssel, Helsinki, London, Madrid, Mailand, Paris, Prag, Rom, Stockholm, Warschau oder Wien. Zu den Bewerbungsunterlagen gehört neben einer Dokumentation der bisherigen künstlerischen Arbeit eine ausführliche Projektskizze. Einreichungen schriftlicher Bewerbungen sind möglich zwischen dem 1. Oktober 2016 und 1. Dezember 2016. Postadresse: Kunstmuseum Bonn, Friedrich-Ebert-Allee 2, 53113 Bonn, Ansprechpartner: Dr. Christoph Schreier, Tel. 0228 77-6213, E-Mail: christoph.schreier@bonn.de

Ausschreibungen

Kunstpreis Worpswede

„Auto-Macht-Mobilität“ lautet das Thema des Wettbewerbs um den Kunstpreis Worpswede. Zugelassen sind Malerei, Grafik, Fotografie, Bildhauerei. Preisgelder: drei Preise zu 10.000/5.000/2.500 Euro. Auslober ist der Kunstverein ART-Projekt Worpswede-Deutschland e.V. Bewerbungsunterlagen unter www.-kunstpreis-worpswede.de

Aktionen & Projekte

Skulptur Projekte Münster: Magazin

Im Vorfeld der nächsten Skulptur Projekte Münster (10. Juni bis 1. Oktober 2017) erscheint ein Magazin mit insgesamt drei Ausgaben unter dem Obertitel „Out of“. Sie begleiten das Skulpturenprojekt und seinen Entstehungsprozess. Schwerpunkte bilden dabei thematisch Körper, Zeit und Ort. Unlängst erschien die zweite Ausgabe unter dem Leitmotiv „Out of time“. Sie enthält die Essays von Béatrice von Bismarck, Ulrike Gerhardt, Hannah Black, Renée Green, Akiko Betnhöft, Alexander Alberro und Justin Matherly. Im Frühjahr 2017 erscheint das dritte Magazin zum Schwerpunkt „Out of place“. www.skulptur-projekte.de

Hochschulen

Kiel: Berufung

Prof. Christiane Kruse

Christiane Kruse, Professorin für Kunstgeschichte an der Muthesius Kunsthochschule Kiel und dort auch Geschäftsführende Direktion des IKDM; für interdisziplinäre Studien, wurde in die Stipendienkommission des Landes Schleswig-Holstein berufen. www.muthesius-kunsthochschule.de/

Preise

Deutsche Börse Photography Foundation Prize

Trevor Paglen, National Security Agency, Ft. Maryland, Fotocredit: Courtesy Galerie Thomas Zander, Köln

Laura El-Tantawy, Erik Kessels, Trevor Paglen und Tobias Zielony sind Finalisten um den Deutsche Börse Photography Foundation Prize. Sie stellen zusammen vom 2. September bis zum 28. Oktober 2016 in der Unternehmenszentrale der Deutschen Börse, The Cube, in Eschborn aus. Preisträger ist Trevor Paglen, der die Auszeichnung für seine Ausstellung "The Octopus" im Frankfurter Kunstverein bekam. Der preis wurde in Londin verliehen und ist mit 30.000 Pfund dotiert.

Messen & Märkte

EXPO Chicago

Zum fünften Mal wird die EXPO Chicago (22.-25. Sept. 2016) am Navy Pier ausgerichtet. Begleitet wird die Veranstaltung von einem Kritikerforum, das Sarah Douglas moderiert und zu dem Iona Whuittaker, Kolja Reichert, Judd Tully und Mark Rappolt eingeladen sind. Außerdem sind noch weitere Dialog-Veranstaltungen als Diskussionsrunden geplant, bei denen die School of the Art Institute of Chicago Partner ist. Einer dieser Dialoge widmet sich dem Dokumentarfilm „Conceptual Paradise“ von Stefan Römer (2005). www.expochicago.comwww.expochicago.com

Aktionen & Projekte

Florenz: Tremolino-Künstlerbar

Stefan Vogel, Verstreute Elemente der Künstlerbar

Stefan Vogel, Villa Romana-Preisträger 2016, konzipierte im Garten der Villa Romana in Florenz eine "Tremolino"-Künstlerbar, die anlässlich der Open Studios am 3. September 2016 eingeweiht wurde. "Nach den ersten vier Monaten seines Aufenthalts im Künstlerhaus Villa Romana entstand die Idee, einen skulptural-sozialen Ort zu schaffen, der jenseits kommerzieller Interessen in der Stadt Künstler zusammen-führen, Dialoge, Freundschaften und neue Projekte ermöglichen kann. In Zukunft soll sie einen selbstorganisierten Treffpunkt anbieten sowohl für die lokale Künstlerszene wie für die Gäste in der Villa Romana. Die Konstruktion der Bar operiert mit glasierten und unglasierten toskanischen Terracotta-Ziegeln, wie sie zum Sonnenschutz etwa auf Balkonen eingesetzt werden. Sie besteht aus einer vertikalen und einer horizontalen Ebene, die Raum und Handlungsoption skizzieren."

Ausschreibungen

*5ünfstern: Offene Künstlerateliers und Bahn-Aktionen in der Schweiz

Die Ausschreibung für die Beteiligung an den offenen Ateliers in den vier Ostschweizer Kantonen im April/Mai 2017 endet am 11. November 2016. Bereits am 31. Oktober 2016 ist Bewerbungsschluss für die  *5ünfstern-Performances/Kunstinterventionen in Ostschweizer Bahnwaggons (Appenzeller Bahnen, SOB Südostbahn, Thurbo, Frauenfeld-Wil-Bahn) im zeitlichen Vorfeld der offenen Ateliers. Für die Bahnaktionen können sich Künstler aus der gesamten Schweiz bewerben. Infos: www.fuenfstern.com

Preise

Iserlohner Kunstpreis

Laura Ford, Werkbeispiel (Ausschnitt)

Laura Ford gewann den Iserlohner Kunstpreis. Das Preisgeld von 20.000 Euro stellte ein anonymer Sponsor zur Verfügung. Die aus Wales stammende Bildhauerin schafft „skulpturale Collagen in Form von Tier- oder verfremdeten Kindergestalten, die häufig wie große Lumpenpuppen erscheinen – auch dann noch, wenn sie für die Installation im Außenbereich in Bronze gegossen wurden.“

Museen & Institutionen

Philip Timischl in Lüneburg

Bebilderung der Pressemeldung (Ausschnitt)

„Problems“ - lautet Titel der Ausstellung von Philipp Timischl in der Halle für Kunst Lüneburg. "Mit ihm scheint etwas als Bezugsrahmen benannt, das sich nicht objektiv greifen laesst, sondern individuell aufgeladen und verstanden werden will, aber dennoch eine uebersubjektive Gueltigkeit besitzt. Auch wenn der Titel ein Zuviel an persoenlicher Intensitaet vermuten laesst, kreist die Ausstellung jedoch nicht um Timischls Probleme, sondern um Probleme im Allgemeinen oder das Problem des Probleme Habens und damit, wenn man so will, auch um die von Philipp Timischl. Fuer seine Ausstellung verwandelt er die Halle fuer Kunst in eine Art Kinosaal. Die Fenster sind abgedunkelt, auf die Stirnwand ist ein Film projiziert, davor mehrere Baenke oder Sockel zum Sitzen. Auf diesen befinden sich - quasi als Zuschauer/innen - einige Flatscreen-Skulpturen, die mittels ueber sie geworfener Felle und Stoffe, in die Loecher als Gesichter hinein geschnitten sind, personifiziert wurden. Die Stoffe wiederum sind mit Pflastern, Patches, Flicken und/oder Naehten versehen, wodurch angedeutet wird, dass hier etwas repariert wurde bzw. repariert werden musste. „When shit is complicated you keep on going“, „World gone totally mad!“ oder „No Future“ steht da beispielsweise auf den Patches (gestickt von dem befreundeten Kuenstler Victor Lizana) und laesst erahnen, was dies denn sei bzw. gewesen sein koennte, was zuvor kaputt war; mithin in welche Richtung die Issues und Probleme der einzelnen Skulpturen also gehen, die, da auf den Flatscreens verschiedene Videos laufen, zudem noch in ihrer je eigenen Welt verfangen, sozusagen ihren je eigenen Film zu schieben scheinen. Beispielsweise sind zwei Videos von Youtuber/innen zu sehen, die, als sei dies eine Therapiesitzung, stundenlang ueber Gott und die Welt mit der Kamera bzw. dem ihnen unbekannten Publikum sprechen." www.halle-fuer-kunst.de

Hochschulen

Basel: Next Generation

Next Generation, Plakatreihe mit Porträts der Absolventen (Ausschnitt)

Die Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW - Campus der Künste Basel präsentiert in der Ausstellung "Next Generation" ab dem 16. September 2016 "Abschlussarbeiten der nächsten Generation zum Ausdruck: Absolventinnen und Absolventen der Bachelor- und Masterstudiengänge zeigen ausgewählte Produkte und Prozesse aus ästhetischen Experimenten, die die Wahrnehmung herausfordern sowie Visionen, die den Blick auf das eigene Denken und Handeln verändern."
 
 www.campusderkuenste.ch

Messen & Märkte

Çanakkale Biennale abgesagt

Çanakkale, Luftaufnahme, Fotoquelle: Wikipedia/Myamya

Auch Biennale-Veranstaltungen bleiben vom derzeitig angespannten innenpolitischen Klima in der Türkei nicht verschont. Der AKP-Abgeordnete Bülent Turan hatte der Çanakkale Biennale-Leiterin Beral Madra Sympathien mit der kurdischen Partei HDP vorgeworfen und zum Boykott der Biennale aufgerufen. Die Kuratorin sah sich zum Rücktritt gezwungen, doch ohne sie wollten die Organisatoren die Biennale nicht durchführen und sagten die Veranstaltung drei Wochen vor der geplanten Eröffnung ab. 42 Künstler können nun nicht zu den Themen Migration und Heimat ihre Werke zeigen. In einer Presseerklärung heißt es: „Die aktuelle politische Atmosphäre macht uns tief betroffen.“

Personalien

Knapstein leitet Hamburger Bahnhof

Dr. Gabriele Knapstein, Copyright: Staatliche Museen zu Berlin, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

Gabriele Knapstein ist ab dem 1. September 2016 neue Leiterin des Hamburger Bahnhofs - Museum für Gegenwart in Berlin. Ihr Vorgänger Eugen Blume (Jahrgang 1951) steht im Ruhestand dem Hamburger Bahnhof als wissenschaftlicher Berater auch weiterhin zur Seite. Knapstein arbeitet bereits seit 2003 mit dem Hamburger Bahnhof als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Ausstellungsleiterin zusammen. www.smb.museum/museen-und-einrichtungen/hamburger-bahnhof

Personalien

Martin Roth verlässt London

Martin Roth

Martin Roth gibt den Direktorenposten am Londoner Victoria and Albert Museum im Herbst 2016 auf. Er leitete dieses Museum mit der weltweit größten Sammlung von Kunstgewerbe und Design seit 2011 und wolle das Haus nun verlassen, „weil es so gut laufe und er nicht glaube, dass er noch etwas verbessern könne“, so Roth. Erst im Juli 2016 war das Victoria and Albert Museum zum „Museum des Jahres in Großbritannien“ gewählt worden. Gegenüber dem Deutschlandfunk begründete Martin Roth seinen Entschluss auch mit der politischen Entwicklung in Europa – das Brexit-Votum der Briten hatte er in einem "Spiegel"-Interview scharf kritisiert. Ab Mitte 2017 ist Roth als Präsident des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa)

Messen & Märkte

Art Cologne: neuer Sektor "Neumarkt"

Art Cologne, Foto: Raap

„Cutting Edge“ bedeutet im Englischen „Schnittkante“ und unter „Cutting Edge Art“ versteht man innovative topaktuelle Kunst. Dieser jungen zeitgenössischen Kunst will die Art Cologne (26. bis 29. April 2017) künftig in ihrer Halle 11.3 mehr Raum geben und führt daher einen neuen Bereich „Neumarkt“ ein: Mit diesem neuen Format auf ein Re-Branding des Bereichs der (Halle 11.3) und bietet mit dem neuen räumlichen Konzept „NEUMARKT“ „haben junge Galerien, die maximal zehn Jahre alt sind, die Chance, sich auf drei unterschiedlichen Standflächen zu präsentieren. Damit werden die bereits bekannten Formate NEW CONTEMPORARIES und die COLLABORATIONS in einer Plattform integriert und bilden“ auf der Art Cologne nunmehr „den zentralen Ort für junge Kunst“. Neben Flächen für kleine Stände (20 Quadratmeter) mit besonderen Solopräsentationen gibt es ebenso mittelgroße Stände (30 Quadratmeter) „mit sorgfältig ausgesuchten Gruppenausstellungen von maximal drei Künstlern“ und größere 40 qm-Stände „für kuratierte Präsentationen von Galerien aller Altersklassen“. Der Bewerbungsprozess zur ART COLOGNE 2017 läuft bereits. Eine Bewerbung ist ausschließlich online möglich. Der Bewerbungsschluss für den Sektor GALLERIES ist auf Donnerstag, 15. September 2016 festgelegt, für den Sektor NEUMARKT auf Dienstag, 25. Oktober 2016. www.artcologne.de

Museen & Institutionen

20 Jahre Museum Tinguely

Jean Tinguelys Klamauk wird zum Out of Order Day nach fünf Jahren wieder zu erleben sein. Die City-tour ist, soweit das Wetter es zulässt, am 25. Sept. 2016 für 12 Uhr geplant. © Foto: 2011, Museum Tinguely, Basel

Das Museum Tinguely Basel feiert am Sonntag, 25. September 2016 sein 20-jähriges Bestehen mit einem grossen Fest. Am letzten Tag der Sonderausstellung „Michael Landy. Out of Order“ lädt das Museum zu verschiedensten Attraktionen rund um Jean Tinguely und Michael Landy im Museum und im Solitude Park ein. Seit seiner Gründung im Oktober 1996 hat das Museum Tinguely über 2,5 Mio Besucher verzeichnet. Der Eintritt am 25. September 2016 ist frei. Programminfo s. www.tinguely.ch/de/ausstellungen_events/ausstellungen/2016/Out-of-Order-Day.html

Biennalen

Biennale Sao Paulo

Jochen Volz, Kurator der 21. Sao Paulo-Biennale 2016, Foto: Courtesy São Paulo Biennial

Etwa 90 Künstler und Künstlerkollektive nehmen an der Biennale von Sao Paulo teil, die vom 10. September bis zum 12. Dezember 2016 im Ciccillo Matarazzo Pavillon abgehalten wird. Kurator ist Jochen Volz; mit ihm arbeiten als Co-Kuratoren Gabi Ngcobo, Júlia Rebouças, Lars Bang Larsen und Sofía Olascoaga zusammen. Das kuratorische Konzept sieht eine Auseinandersetzung mit den Strategien vor, mit denen zeitgenössische Künstler auf die „aktuellen Bedingungen des Lebens“ reagieren. Mit dem Titel „Lebende Unklarheit“ (Incerteza via) rekurriert das Kuratorenteam auf die vielen Unwägbarkeiten, die mit den aktuellen Entwicklungen verbunden sind. Inhaltlich tangiert dies sowohl eine Auseinandersetzung mit „kosmologischem Denken“ und einen Intelligenz-Begriff, der sich z.B. durch Informatik und Robitisierung von einer rein natürlichen Intelligenz auch in technisch-apparative Bereiche ausgedehnt hat, als auch Fragen der „systemischen und natürlichen Ökologie“, die wir im Alltag u.a. als globale Klimaerwärmung mit Auswirkungen auf unsere Lebensräume erleben. Deswegen kann man erwarten, dass viele der künstlerischen Beiträge auf dieser Biennale sich mit Aspekten der Mathematik, Astronomie und Biologie auseinander setzen, mit der Ungerechtigkeit der Verteilung von Rohstoffen, mit der globalen Migration und mit deren Ursachen politischer und wirtschaftlicher Instabilität. Generell geht es mithin um die Erforschung von Ordnungssystemen sowie der Auswirkungen von Chaos und Unsicherheit erforscht. Der deutsche Kurator Volz war Co-Kurator von Daniel Birnbaum bei der 53. Venedig-Biennale und zuletzt auch Professur für Kunst und Architektur an der Städelschule in Frankfurt/M. www.bienal.org.br

Preview

Pina Bausch und das Tanztheater

Jochen Viehoff, Pina Bausch tanzt ein Solo in Danzón (Ausschnitt), Fotografie, Copyright Foto: Jochen Viehoff

Im Berliner Martin Gropius-Bau ist vom 16. September 2016 bis zum 9. Januar 2017 die Ausstellung „Pina Bausch und das Tanztheater“ zu sehen. Ausgehend von Pina Bauschs 2007 im Rahmen der Kyoto-Preis-Verleihung gehaltenen Workshop-Vortrag, ermöglicht die Ausstellung Einblicke in die choreografische Arbeit und ihrer Grundlagen. Objekte, Installationen, Fotografien und Videos stammen aus den Beständen des Pina Bausch Archivs. Herzstück der Ausstellung ist ein Nachbau der „Lichtburg“ – das ist der Proberaum in einem alten Wuppertaler Kino, in dem Pina Bausch den größten Teil ihrer Stücke gemeinsam mit ihren Tänzerinnen und Tänzern entwickelt hat. Im Berliner Nachbau finden während der Ausstellungsdauer Performances, Tanz-Workshops, öffentliche Proben, Gespräche und Filmvorführungen statt.

Personalien

Neuer Museumsdirektor in Basel

Josef Helfenstein, Foto: Lucian Hunziker, Kunstmuseum Basel

Josef Helfenstein ist neuer Leiter des Kunstmuseums Basel. Sein Vorgänger Bernhard Mendes Bürgi wechselte nach fünfzehnjähriger Amtszeit in den Ruhestand. Helfenstein promovierte 1991 an der Universität Bern über „Meret Oppenheim und der Surrealismus“ an der Universität Bern. Bis Ende 2015 leitete die Menil Collection and Foundation in Houston/Texas. Zuletzt war er Senior Fellow bei „eikones NFS Bildkritik“. www.kunstmuseumbasel.ch

Museen & Institutionen

Liminal Laws

Plakat zur Ausstelung (Ausschnitt)

Unter dem Titel "Liminal Laws" zeigt das HeK (Haus der elektronischen Künste Basel  vom 15. September bis zum 13. November 2016 eine Ausstellung von Addie Wagenknecht. "In ihren Werken reflektiert die Künstlerin den Einfluss von Medientechnologien auf unsere Gesellschaft. Wagenknecht verhandelt mediale Technologien in vielseitigen künstlerischen Umsetzungen, die von Skulpturen, Prints bis hin zu interaktiven Installationen reichen. Der Titel der Ausstellung Liminal Laws verweist auf die Durchlässigkeit von Grenzen. Addie Wagenknecht fragt kritisch, für wen Grenzen gelten, wen sie schützen und wen sie ausschliessen. Dies bezieht sich auf den Zugang zu Technologien, aber auch auf die Rolle der Frau in der Gesellschaft oder auf die Situation von Flüchtlingen."

Museen & Institutionen

Wolfsburg: Sex smells

Historische Werbeanzeige (Ausschnitt)

Um die Attraktion von Gerüchen geht es derzeit im Kunstverein Wolfsburg: Im Hauptsaal läuft die Ausstellung „Sex Smells – Körper und Geruch im 21. Jahrhundert!“ (bis 6. Nov. 2016) und im Raum für Freunde die Schau mit Werbeanzeigen seit den 1920er Jahren zum Slogan „Körperfrische ist oft so entscheidend“. Bei „Sex smells“ geht es „Sexualität in der digitalisierten Kultur”, und hier ist bekanntlich der Geruch weitgehend ausgespart. Doch „gerade der Geruch des menschlichen Körpers berührt uns unmittelbar.“ Eine bekannte Redensart lautet „Ich kann den nicht riechen“ als Ausdruck für Antipathie – bei der allerersten Begegnung mit einem anderen Menschen entscheiden wir aufgrund unterschwelliger Geruchssensoren, ob das Gegenüber uns sympathisch ist oder eher abstoßend wirkt. „Geruch und Sexualität bilden eine untrennbare Einheit. Auch in einer visuell konditionierten Gesellschaft entscheidet sich die Partnerwahl immer noch zum größten Teil über den Körperduft. In der heutigen Gesellschaft wird diese körperliche Komponente jedoch zusehends negiert. Der Philosoph Byung-Chul Han greift in 'Duft der Zeit' (2009) diese Abwesenheit des Geruchs als Metapher der gesamten, aktuellen gesellschaftlichen Situation auf: 'Die Zeit verliert den Duft, wenn sie jeder Sinn- und Tiefenstruktur entkleidet wird, wenn sie atomisiert wird oder sich verflacht, verdünnt oder verkürzt.'“ Und so heißt es in der Ankündigung weiter: „Das Besondere an dieser international besetzte Ausstellung ist, dass sie künstlerische Arbeiten versammelt, die über das Visuelle hinaus gehen und olfaktorisch erfahrbar werden.“ www.kunstverein-wolfsburg.de

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Sammlung Pinault erstmals in Deutschland

Urs Fischer, Oxygen, 2015, Pinault Collection, Copyright: Urs Fischer, Courtesy der Künstler und Gagosian Gallery, Foto: Mats Nordman (Ausschnitt)

Zum ersten Mal hat die Sammlung Pinault einen Museumsauftritt in Deutschland: das Museum Folkwang Essen präsentiert vom 7. Oktober 2016 bis zum 15. Januar 2017 gemeinsam mit der Pinault Collection die Ausstellung „Dancing with Myself“. „Der eigene Körper des Künstlers und der Künstlerin bildet den gemeinsamen Ausgangspunkt der gezeigten Arbeiten. Die Ausstellung eröffnet somit ein Panorama der Auseinandersetzung mit dem Selbst jenseits des klassischen Selbstporträts. Sie zeigt in den vielfältigsten Formen die leibliche Präsenz des Künstlers im eigenen Werk: Körper, Biografie, soziale oder sexuelle Identität, Humor oder Melancholie...“ www.museum-folkwang.de

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Fiona Tan im MMK Frankfurt

Fiona Tan, Nellie, 2013, Still, Courtesy the artist and Frith Street Gallery, London

Vom 17. September 2016 bis zum 15. Januar 2017 ist im MMK 1 des MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt die Ausstellung „Fiona Tan. Geografie der Zeit“ zu sehen. Sie verwendet Film, Fotografie, Installation, Audio und Text, „um zentrale Fragen zur Identität des Menschen im 21. Jahrhundert zu stellen“. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Hauptwerke wie die Doppelprojektion „Rise and Fall“, die sie 2009 für den Niederländischen Pavillon der Venedig Biennale produzierte. www.mmk-frankfurt.de www.mmk-frankfurt.de

Hochschulen

Zürich: "Toni!"-Designfestival

Zürich, Tag der offenen Tür 2014, Pressebild der ZHdK.

Vom 10. bis 24. September 2016 findet im Toni-Areal das Festival der Künste und des Designs «Toni!» statt. Während zwei Wochen zeigen Angehörige der Zürcher Hochschule der Künste Höhepunkte aus Design, Musik, Kunst, Tanz, Theater, Film, Art Education und disziplinenübergreifenden Formaten. Am Samstag, 24. September 2016, lädt die ZHdK ab 11 Uhr zum Tag der offenen Tür ein. Ausgestellt sind Arbeiten der Studenten, die innerhalb des vergangenen Jahres entstanden sind: "Die ausgestellten Arbeiten reichen von der Webdoku über die Geschichte eines Ex-Junkies über die künstlerische Annäherung an Architektur bis zur immersiven Zeitreise vom Mittelalter bis heute." www.zhdk.ch

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