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Preise

Gustav Peichl-Preis

Ahu Dural und Florian Hofer, Foto: Akademie der bildenden Künste Wien

Ahu Dural und Florian Hofer wurden mit dem Gustav-Peichl-Preis für Architekturzeichnung der Akademie der bildenden Künste Wien bedacht (je 2.000 Euro). Dural studiert im Fachbereich Performative Kunst und Bildhauerei bei Monica Bonvicini, Hofer studiert bei Martin Guttmann und arbeitet für das Künstlerduo Nicole Six und Paul Petritsch.

Personalien

Altonaer Museum: Neue Direktorin

Anja Dauschek, Foto: René Müller

Anja Dauschek ist ab dem 1. Januar 2017 neue Direktorin des Altonaer Museums in Hamburg. Sie wird dann das Altonaer Museum weiter entwickeln und die stadtgeschichtlichen Museen der Hansestadt neu ausrichten. Die promovierte Volkskundlerin ist derzeit Leiterin des Planungsstabs für den Aufbau des Stadtmuseums Stuttgart, das 2017 seinen Betrieb aufnehmen soll. Das Altonaer Museum wird von der Stiftung Historische Museen Hamburg verwaltet. Dazu gehören außerdem noch das Museum für Hamburgische Geschichte, das Museum der Arbeit, das Hafenmuseum Hamburg, das Speicherstadtmuseum, das Jenisch Haus, das Heine Haus sowie die Kramer-Witwen-Wohnungen und die Millerntorwache.

Museen & Institutionen

Belvedere: Minister will neue Geschäftsführung

Kulturminister Thomas Drozda, Fotoquelle: Wikipedia/SPÖ Presse und Kommunikation

Österreichs Kulturminister Thomas Drozda (SPÖ) entschied, „wegen Verstößen gegen hausinterne Verhaltensregeln“ werde die Geschäftsführung des Wiener Belvedere ab 2017 „neu aufgestellt“. Der zum Jahresende 2016 auslaufende Vertrag mit der Direktorin Agnes Husslein-Arco werde nicht verlängert; eine bereits erfolgte Ausschreibung für die künstlerische und die kaufmännische Leitung werde wiederholt. Damit ist auch das Dienstverhältnis mit der Prokuristin Ulrike Gruber-Miklucik beendet. Husslein-Arco wird ein Verstoß gegen die hausinternen Compliance-Richtlinien vorgeworfen; sie soll in unzulässiger Weise dienstliche und private Interessen miteinander vermischt haben. In die Kritik geriet dabei auch die Prokuristin Gruber-Miklucik, der man ein Abzeichnen fragwürdiger Rechnungen vorwirft, wobei die Prokuristin freilich dennoch Pflichtverletzungen der Direktorin ans Ministerium und an den Kuratoriumsvorsitzenden Hans Wehsely gemeldet hatte. Dieser musste wiederum ebenfalls zurücktreten, weil er eigenmächtig eine Wirtschaftsprüfungsfirma beauftragt hatte, deren Rechnung in Höhe von 130.000 Euro der Minister für völlig überhöht hält. Husslein-Arco verteidigte sich in einer persönlichen Pressemitteilung: „Als Direktorin bin ich 365 Tage im Jahr rund um die Uhr im Einsatz: Denn es geht nicht nur darum, das Haus zu führen, sondern auch darum, das Vertrauen der Sammler, der potenziellen Leihgeber und der Sponsoren zu gewinnen. Deshalb ist es unabdingbar notwendig, dort präsent zu sein, wo Kunst stattfindet und vorhanden ist. Daraus ergibt sich zwangsläufig eine Überschneidung von beruflicher Tätigkeit und Privatleben. In meinem Fall waren diese Überschneidungen immer bekannt (z. B. dass ich im Sommer von meinem Wohnsitz in Kärnten aus arbeite)...“ . Minister Drozda hofft nun, „eine voll handlungsfähige DoppelGeschäftsführung“ bereits zum 1. Januar 2017 einsetzen zu können.

Museen & Institutionen

Historisches Museum Frankfurt: Neubau

Historisches Museum Frankfurt, Fotoquelle: Wikipedia/Historisches Museum Frankfurt

Um rund ein Jahr verzögert sich die Fertigstellung der Neubauten für das Historische Museum Frankfurt, da man bei den Bauarbeiten einen alten Stauferhafen aus dem 13. Jh. ausgrub, der künftig Teil der Museumspräsentation ist. Die Eröffnung ist nun für Herbst 2017 angekündigt. Den Erweiterungsbau, 1972 im typischen Sichtbeton-Stil jener Jahre errichtet, hat man 2011 abreißen lassen. Stattdessen bekommt das Museum nun einen neuen Eingangsbau aus Buntsandstein und auf der anderen Seite des Museumsplatzes ein neues Ausstellungshaus, ebenfalls aus Sandstein. Das Material passt ästhetisch besser zum historischen Stammhaus aus dem 19. Jh. Dieses wurde in den vergangenen Jahren ebenfalls renoviert. Um- und Neubau haben 51 Mill. Euro gekostet. Mit der Einweihung der neuen Gebäude in einem Jahr ist die sechsjährige Bauphase unter Federführung des Stuttgarter Architekturbüros Lederer Ragnarsdóttir Oei dann abgeschlossen.

Aktionen & Projekte

Dresdner Schulen: Kunst am Bau

Illustration zum Wettbewerb, © Arge Dresden-Tolkewitz

Für drei Schulbauvorhaben führt die Stadt Dresden derzeit Wettbewerbe für Kunst am Bau durch. Die Standorte 145. Oberschule und Gymnasium Pieschen, 32. Oberschule und Gymnasium Tolkewitz sowie das Gymnasium Süd-West in der Südvorstadt „sollen in besonderer Weise durch öffentlich wirksame Kunst am Bau / Kunst im öffentlichen Raum ergänzt werden.“ An jedem der drei Standorte beteiligen sich jeweils fünf ausgewählte Künstler an der zweiten Wettbewerbsstufe. Dann soll an jedem Standort eines der Projekte umgesetzt werden. Die Entscheidung der Jury erfolgt Mitte November 2016.

Museen & Institutionen

Bad Wilsnack: Museumsneubau für Pilgertourismus

Wunderblutkirche St. Nicolai in Bad Wilsnack, Fotoquelle: Wikipedia/MrsMyerDE

Die Wunderblutkirche St. Nicolai im brandenburgischen Bad Wilsnack war ein bedeutender Wallfahrtsort, bis in den Wirren der Reformationszeit ein evangelischer Pfarrer 1552 die „Bluthostien“ demonstrativ verbrannte. Doch auch heute finden sich dort jährlich noch rund 1.000 Pilger ein und diverse Kulturtouristen, die wegen der erhaltenen Glasmalereien aus dem späten Mittelalter und wegen des einzigartigen Hochaltars den Weg auf sich nehmen. Allerdings muss die Kirche dringend saniert werden – das Dach ist marode, die Wände sind feucht. Deswegen hofft der Gemeindekirchenrat, das Gebäude werde möglichst rasch in das Programm „National wertvolle Kulturdenkmäler“ aufgenommen und bekäme dann öffentliche Fördermittel in Höhe von 4,8 Mill. Euro bewilligt. Außerdem plant die Gemeinde einen kleinen Museumsneubau direkt neben der Kirche, der für Ausstellungen, aber auch für politische und kirchliche Veranstaltungen genutzt werden soll.

Ausschreibungen

Spiekerooger Zeltplatzresidenz

Hoffentlich spielt das Wetter dann mit: einen Monat lang ab dem 1. Juni 2017 im Hauszelt auf dem Campingplatz vom Spiekeroog logieren darf der Gewinner des Wettbewerbs Spiekerooger Zeltplatzresidenz. Ohne Altersbeschränkung bewerben können sich Künstler im Bereich Video, Installation, Land Art und Performance zum Thema „Willkommenskultur“. Ein Fahrrad wird gestellt, zudem gibt es noch ein Honorar von 1.000 Euro sowie des weiteren maximal 1.000 Euro als Zuschuss zu den Projektkosten. Deadline ist der 1. Oktober 2016. Bewerbungen mit einem Projektvorschlag an veranstaltung@spiekeroog.de.

Galerien & Auktionshäuser

Drei Berliner Galerien geben Standort auf

Drei prominente Galerien geben in diesen Wochen den Standort Berlin auf: die Galerie Lehmann kündigte an, zwar weiterhin an der Berliner Kunstmesse abc Berlin teilnehmen zu wollen, listet aber nach der Sommerpause nur eine Ausstellung am Hauptsitz in Dresden auf. Dort kuratiert Frank Nitsche im September 2016 die Gruppenausstellung „Foxy Lady“. Michael Werner und Gordon Veneklasen gründeten 2009 zusammen eine Galerie für zeitgenössische Kunst, Film und Performance in Berlin – diese Adresse in der Rudi-Dutschke-Str. sei aber von Anfang an nur als temporäres Projekt gedacht gewesen, und fortan werde sich die Galerie auf ihre Dependancen in New York und London konzentrieren, so heißt es. Auf der Internetseite wird dies mit der Datumsgabe „Veneklasen/Werner 2009-2016“ unterstrichen. Auch die Galerie Croy Nielsen schließt ihre Pforten in Berlin: Henrikke Nielsen zieht nach Wien.

Aktionen & Projekte

HA Schult: Streit um Müllhaus

Deutzer Werft am Kölner Rheinufer, Foto: Raap

Wenn der Aktionskünstler HA Schult seine spektakulären Projekte in die Tat umsetzen will, ist oftmals Zoff mit den Lokalpolitikern vorprogrammiert. Über sein goldenes Flügelauto auf dem Denkmal des Kölner Zeughausturms stritt er sich damals jahrelang wortgewaltig mit dem früheren Regierungspräsidenten Franz-Josef Antwerpes herum– sehr zur Freude des Publikums, das in der Domstadt immer dankbar ist, wenn das wahre Leben manchmal wirklich einem Schwank im Millowitsch-Theater gleicht. „Der Antwerpes ist doch erst durch mich berühmt geworden“, ist noch Jahre später Schults feste Überzeugung. Als es ebenfalls Streit um den Verbleib von HA Schults Weltkugel-Skulptur auf dem Pylon der Severinsbrücke ging, drohte der Künstler instinktsicher an: „Dann gehe ich eben nach Düsseldorf!“ Kölns Stadtobere lenkten daraufhin ein, denn der ungeliebten Nachbarstadt hätten sie solch ein Kunst-Spektakel dann lieber doch nicht gegönnt. Die "Weltkugel" ist heute weithin sichtbar auf einem Versicherungsgebäude am örtlichen Zoo montiert. Jetzt will Schult auf der Deutzer Werft am Rhein, wo sonst zweimal im Jahr eine Kirmes und im Sommer das Deutzer Schützenfest stattfinden, eine temporäre „Casa Colonia“ bzw. „Casa Utopia“ errichten: ein zwölf Meter langes und zehn Meter hohes Fertighaus, dessen Fassade mit Bildern von Müll tapeziert ist. Der Stadt entstehen keine Kosten – Einnahmen aus Sponsoring und Merchandising will Schult hingegen für Arme und Obdachlose spenden. Bezirksbürgermeister Andreas Hupke (Grüne) unterstützt die Idee („HA Schult ist ein Künstler von Weltgeltung“), doch aus dem Kunstbeirat für den Rat der Stadt Köln wurde Widerstand gegen das Projekt signalisiert. HA Schult mokiert sich darüber: „Im Kunstbeirat sitzen drei liebenswerte, aber unbedeutende Künstler und ein arbeitsloser Architekt. Und die entscheiden, was dem Kulturausschuss als Kunst vorgelegt wird? Grotesk! Das ist wohl eher Zensur.“ Um den Kunstbeirat und den Kulturausschuss zu unterlaufen, ließen sich Schult und Hupke daher eine „typisch kölsche Lösung“ einfallen: notfalls werde er das Haus am Werftufer eben nicht als Kunstprojekt, sondern als ein „sozial-ökologisches Projekt“ umsetzen, kündigte Schult an. Dann trete er eben nicht als Künstler, sondern als Sozialarbeiter auf, und für derlei Aktivitäten sei der Kulturausschuss gar nicht zuständig.

Galerien & Auktionshäuser

Protest gegen App "Magnus"

Der Galeristenverband BVDG hatte dazu aufgerufen bei Apple Beschwerde gegen die App „Magnus“ einzulegen. Ebenso sahen sich die beiden Online-Datenbänke „Artfacts.net“ und „Artsy“ laut BVDG in ihrem Urheberrecht verletzt und leiteten rechtliche Schritte gegen den Anbieter dieser App, Magnus Resch, ein. Dieser hatte mit seiner App „Magnus“ für „mehr Transparenz“ auf dem Kunstmarkt sorgen wollen: Wenn die Nutzer dieser App in einer Galerie Werke fotografierten, konnten sie aus einer Datenbank Informationen über bisherige Verkaufspreise und andere Hintergrund-Infos abrufen. Allerdings werfen der BVDG und die genannten Online-Datenbänke Magnus Resch vor, dabei Informationen und Abbildungen aus fremden Datenbanken zu nutzen und damit gegen das Urheberrecht zu verstoßen. Apple at inzwischen die App „Magnus“ aus seinem App Store entfernt. Markus Resch kündigte unterdessen Widerstand an: „Ob wir von der Presse in Frage gestellt werden oder uns mit Klagen gedroht wird, wir werden kämpfen und wir werden gewinnen – die App wird bald wieder online sein“.

Preise

Österreichischer Museumspreis

Andreas Rudigier, Museumsdirektor (links) und Thomas Drozda, Kunst- und Kulturminister, Foto: Werner Micheli, BKA

Das Vorarlbergmuseum Bregenz wurde mit dem Österreichischen Museumspreis ausgezeichnet (20.000 Euro). Nach einer dreijährigen Umbauphase ist das Museum ab 2013 wieder öffentlich zugänglich. 34 Mill. Euro hatte die Umrüstung gekostet, um die Ausstellungsfläche zu verdoppeln, wozu dann auch ein neues Ausstellungskonzept vonnöten war. Mit seinem „offenen und dekonstruktiven Ansatz in der Erforschung der lokalen und regionalen Identitäten“ wurde das Vorarlbergmuseum bereits 2015 zum „Europäischen Museum des Jahres“ ausgerufen und überzeugte nun erneut mit seinem Präsentationskonzept. Der Österreichische Museumspreis prämiert Museen, die „Inhalte, Präsentation und Vermittlung ansprechend und zeitgemäß“ gestalten. www.vorarlbergmuseum.at

Museen & Institutionen

Basel: Neubau für Museum und Archiv

Der erste Spatenstich für den Neubau des Naturhistorischen Museums Basel und das Staatsarchiv Basel-Stadt soll 2018 erfolgen. Beide Institute leiden unter Platzmangel – immerhin beherbergt das Naturhistorische Museum 7,7 Mill. Objekte, und das Archiv umfasst 20 Laufkilometer an Akten und Dokumenten. Museum und Archiv erhalten nun im Westen der Stadt einen neuen gemeinsamen Standort, für den der Kanton Basel ein ehemaliges Lagergelände der Eisenbahn angekauft hat. Die Kosten werden mit 190 Mill. Franken beziffert. Die Eröffnung ist für 2022/2023 geplant.

Ausschreibungen

Schöppingen-Stipendium

Bewerbungen für ein Stipendium im Künstlerdorf Schöppingen sind bis zum 15. September 2016 möglich. „Es stehen insgesamt 8 Apartements für Autoren und 6 Ateliers für bildende Künstler zur Verfügung. Daneben gibt es u.a. Werkstätten, Veranstaltungs- und Galerieräume. Das monatliche Stipendium beträgt 1025,- Euro abzüglich Unkosten für die Atelier-/Apartment Miete in einer Höhe von 100 bis 200 Euro, je nach Ateliergröße. Mögliche Dauer des Stipendiums ist von 2 bis 6 Monaten. Es besteht Anwesenheitspflicht.“ Infos und Bewerbungsunterlagen unter www.kuenstlerdorf-online.de/

Museen & Institutionen

Kokoschka und die Zauberflöte

Oskar Kokoschka, Papageno, aus den Kostümentwürfen für die Aufführung der Oper Genf, 1965. Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg; © Fondation Oskar Kokoschka / VG Bild-Kunst, Bonn 2016 (Ausschnitt)

Oskar Kokoschka zeichnete 1954 für eine Aufführung von Mozarts „Die Zauberflöte“ in Zürich und dann erneut 1965 für die Oper in Genf Bühnenbilder und Kostümentwürfe. Die Genfer Zeichnungen bestehen aus rund 40 überwiegend großen Arbeiten in bunten Kreiden. Mit ihrer skizzenhaften Bildanlage sind die typisch für das Spätwerk Kokoschkas. Als Schenkung eines Tabakkonzerns gelangten die Zeichnungen in das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG). Nach über 30 Jahren ist dieser Komplex nun wieder vollständig in einer Ausstellung öffentlich zugänglich (bis 30. Oktober 2016). www.mkg-hamburg.de

Ausschreibungen

Hans Purrmann-Preis

Für den Hans Purrmann-Preis der Stadt Speyer ist als Bewerbungszeitraum der 1. September bis 2. November 2916 angegeben. Die Preisverleihung ist am 11. Februar 2017. Dann bekommt der Sieger ein Preisgeld von 6.000 Euro überreicht. Altersgrenze: 40 Jahre. In der ersten Bewerbungsstufe sind Fotos von max. fünf Arbeiten einzureichen, die Jury wählt dann für die Endrunde Künstler aus, die zur Nachreichung von Originalen eingeladen werden. Die Bewerber müssen eine Beziehung zu den Lebensstationen von Hans Purrmann haben. Schriftliche Bewerbungen an: Stadt Speyer, Kulturbüro, Kleine Pfaffengasse 6, 67346 Speyer, www.speyer.de

Hochschulen

UdK Berlin: Weiterbildung "Kuratieren"

Bis zum 26. August ist die Anmeldung für die nächste Ausgabe der Weiterbildung Kuratieren am Berlin Career College der Universität der Künste Berlin noch möglich. Durch ausgewiesene Fachdozenturen, Expertengespräche, individuelle Beratung und Besuche von Ausstellungsorten des Kunststandortes Berlin vermittelt die Weiterbildung ab dem 23. September 2016 innerhalb von drei Monaten berufsbegleitend einen kompakten Überblick über die aktuellen Handlungsfelder des Kuratierens. Neu im Team dabei sind der Berliner Philosoph und Kurator Daniel Tyradellis sowie die Dozentin für Kunst- und Kulturmarketing Dr. Katharina von Chlebowski, Geschäftsführerin der Freunde der Nationalgalerie e.V. Die beiden renommierten Kursleiterinnen Barbara Mei Chun Müller und Dr. Friederike Hauffe richten sich mit der Weiterbildung an angehende und praktizierende Ausstellende aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und legen Wert auf ein breites Spektrum kuratorischer Ansätze. Auf der Agenda stehen Rundgänge und Exkursionen in kunst- und kulturhistorischen Institutionen wie dem Hamburger Bahnhof, dem Neuen Berliner Kunstverein, dem Museum für Kommunikation oder Kunstraum Kreuzberg/Bethanien. Infos: www.ziw.udk-berlin.de/kuratieren _____

Preview

Kunsthalle Lingen: Tomas Schmit

Tomas Schmit „macht es das mit dem einen und das mit dem anderen auge?“ (# 537) 25.9.2001 zeichnung 52 x 43 cm, blei- & farbstift,  courtesy tomas schmit archiv, Berlin

"bald ist wieder schneckentreffen" lautet der Titel einer Ausstellung mit Werken von Tomas Schmit in der Kunsthalle Lingen (10. Sept. bis 13. Nov. 2016. Tomas Schmit (1943-2006) gehört zu den Pionieren der Fluxus-Bewegung in den frühen 1960er Jahren. Über Nam June Paik, den er 1961 traf, lernte er George Maciunas und die ersten Fluxus-Aktivitäten kennen. Zu seinen engen Künstlerfreunden gehörten dann ebenso George Brecht, Ludwig Gosewitz, Arthur Köpcke, Dieter Roth und Gerhard Rühm. 1962 nahm Tomas Schmit an der Aufführung Neo-Dada in der Musik, ausgerichtet von den Düsseldorfer Kammerspielen, sowie den Parallelen Aufführungen Neuester Musik in Amsterdam teil und entwickelte in dieser Zeuit seine ersten pieces. In der Folgezeit beteiligte er sich an den meisten europäischen Fluxusfestivals, die in Kopenhagen, Paris, Düsseldorf, London und Berlin stattfanden und organisierte selbst das Festival der neuen Kunst in der Technischen Hochschule in Aachen am 20. Juli 1964.

Ausschreibungen

Akademie der Kulturen NRW

Auch in diesem Sommer bietet die Akademie der Kulturen NRW wieder Seminare und anderen Veranstaltungen zur Weiterbildung an. Das Programm konzsntriert sich hauptsächlich auf Film, Schauspiel und Musik sowie Kommunikationstheorie. Für die meisten Angebote ist Bochum als Veranstaltungsrt angegeben. Infos: www.prokulturgut.net/blog/bildungsnews-05-2016/

Museen & Institutionen

Stuttgart: Dürer-Grafik kehrt zurück

Albrecht Dürer, Maria mit Kind, 1520 (Ausschnitt)

Ein als Kriegsverlust verschollen geglaubtes Werk von Albrecht Dürer kehrte wieder in die Staatsgalerie Stuttgart zurück. Ein elsässischer Sammler hatte den Kupferstich „Maria mit Kind“ (1520) auf dem Flohmarkt gekauft und der Graphischen Sammlung des Museums geschenkt.

Galerien & Auktionshäuser

Schadensersatzklage abgewiesen

Der 1. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Köln wies die Schadensersatzklage einer New Yorker Gesellschaft gegen ein Kölner Auktionshaus ab. Ein jüdischer Kunsthändler hatte 1937 ein Bild von Ludovico Carracci „unter dem Verfolgungsdruck des NS-Regimes beim Rechtsvorgänger des beklagten Kunsthauses versteigern lassen und hierfür 4.320 Reichsmark erhalten. Im Jahr 2000 bot dasselbe Kunsthaus das Bild erneut zur Versteigerung an. Die Klägerin ersteigerte es für etwa 100.000 DM. Im Jahr 2009 gab sie es an die Erben des jüdischen Kunsthändlers zurück, nachdem diese es im Jahr 2004 im Art Loss Register als gesucht gemeldet hatten.“ Da die Klägerin dieses Bild nach US-amerikanischem Recht an die Erben zurück geben musste, forderte sie von dem Auktionshaus Schadensersatz in Höhe des heutigen Wertes von knapp 300.000 Euro. In zweiter Instanz wurde diese Klage nun abgewiesen: „Die Klägerin sei trotz der Vorgeschichte bei der öffentlichen Versteigerung rechtmäßige Eigentümerin des Bildes geworden. Dieses Eigentum sei auch nicht mit einem sogenannten Rechtsmangel behaftet. Insbesondere habe die Klägerin das Gemälde nach US-amerikanischem Recht nicht zurückgeben müssen. Wesentlich für den Senat war dabei, dass der Kunsthändler bei der Versteigerung im Jahr 1937 den Versteigerungserlös erhalten hatte und nach dem Krieg durch den deutschen Staat für den durch den Verfolgungsdruck bei der Versteigerung verursachten Mindererlös („Verschleuderungsschaden“) auf Basis seiner Vorstellungen entschädigt worden war. Der Händler habe das Werk auch nicht behalten wollen, sondern es sei ohnehin zum Verkauf bestimmt gewesen. Ein Herausgabeanspruch der Erben nach US-amerikanischen Recht scheide überdies aus, weil der Kunsthändler nach dem Krieg die Gemälde aus der Versteigerung im Jahr 1937 - anders als Kunstwerke aus seinem Bestand, welche die Gestapo später beschlagnahmt hatte – nicht gesucht habe...“

Galerien & Auktionshäuser

Fotoauktionen bei Lempertz

Albert Renger Patzsch, Natterkopf, 1925, Vintage, Silbergelatineabzug (Ausschnitt)

Mit 120.00 Euro erzielte das Kölner Kunsthaus Lempertz einen Rekordpreis für eine Fotografie von Albert Renger-Patzsch aus dem Jahre 1925: der Fotograf hatte den Natterkopf seinerzeit im Dresdner Zoo aufgenommen. Das Ergebnis war damit um mehr als das Zehnfache höher als der untere Schätzpreis von 15.000 Euro. Mit Aufgeld liegt der Endpreis sogar bei 148.000 Euro. Auch das Motiv eines Mantelpavians (1928) von Albert Renger-Patzsch erzielte mit 25.000 Euro das Fünffache der Taxe. Bei der Foto-Auktion konnte das Auktionshaus einen Zuschlag für das Alberto-Giacometti-Porträt von Henri Cartier-Bresson für 3.000 Euro und damit im oberen Schätzwertbereich melden. Zwei Chemigramme von Chargesheimer aus dem Jahr 1961 übersprangen mit 5.700 und 4.700 Euro deutlich ihre Taxe von jeweils 1.500 bis 1.800 Euro. Der Fotoperformer Jürgen Klauke kam mit der Fotoarbeit „Daseinsrenovierung“ aus seiner Serie „Desaströses Ich!“ auf 11.200 Euro. www.lempertz.com

Galerien & Auktionshäuser

Malerei des 19. Jh. bei Christie's

Gustave Courbet, Le Parc de Rochemont, 1862 (Ausschnitt)

Der untere Schätzwert eines Apfel-Stilllebens von Henri Fantin-Latour aus dem Jahre 1868 lag bei 50.000 Pfund; mit 111.000 Pfund erzielte das Werk schließlich mehr als das Doppelte. Gustave Courbets „Le Parc de Rochemont“ erreichte hingegen mit 230.000 Pfund nicht die Taxe, die bei 250.000 bis 350.000 Pfund lag. Auch sonst verlief die Auktion mit den Meistern des 19. Jh. bei Christie's in London eher verhalten, denn nur wenige Einlieferungen erzielten eine Wertsteigerung. 51 Prozent an Zuschlagsquote sind ein durchschnittlich gutes, aber kein berauschendes Ergebnis. Gefragt war vor allem französische Landschaftsmalerei. www.christies.com

Preise

Preis der Kunsthalle Wien

Margit Busch, Foto: Franz Strassner, Fotocredit: Margit Busch

Margit Busch und Andrej Polukord wird mit dem Preis der Kunsthalle Wien ausgezeichnet (je 3.000 Euro). Busch wurde für ihr Projekt „Welcome to Transciency“ bei dem Wiener Filmemacher Virgil Widrich mit dem Preis bedacht, Polukord arbeitet im Bereich Performance, Video und Intervention. Di Auszeichnung wird von der Kunsthalle Wien am Karlsplatz gemeinsam mit den beiden Wiener Kunstuniversitäten an deren Absolventen vergeben. Die Preisverleihung ist am 15. November 2016 zusammen mit der Vernissage einer Ausstellung der beiden Preisträger, die dann noch bis Januar 2017 in der Kunsthalle Wien läuft. www.kunsthallewien.at

Ausschreibungen

FLACC-Werkstätten in Belgien

Als Arbeitsplatz für Bildende Künstler, schafft FLACC im belgischen Genk „die organisatorischen, technischen und künstlerischen Rahmenbedingungen für die Verwirklichung“ künstlerischer Projekte. Dort gibt es Metall- und Holzwerkstätten, ein digitales Atelier (Video und Fotografie) und eine Gießerei mit Schmelz- und Brennofen für Keramik-, und Glasarbeiten, sowie großzügige Arbeitsflächen. Eine Arbeitsperiode dort beträgt in der Regel 3 Monate. Bewerbungsschluss ist der 1. September 2016. Infos und Kontakt: www.flacc.info/en/opencall, FLACC - Casino Modern, André Dumontlaan 2, B-3600 Genk, Tel.: +32 89 84 52 23, application@flacc.info

Ausschreibungen

Malerweg-Wettbewerb in Sachsen

Der Malerweg ist eine 112 km lange Wandertour durch das Elbsandsteingebirge. Dort gilt es, die Standpunkte der Landschaftsmaler in der Epoche der Romantik vor 200 Jahren zu entdecken. Zum 10jährigen Bestehen dieses Malerweges ruft der örtliche Tourismusverband zu einem Wettbewerb für Fotografen und Künstler auf. Zu gewinnen sind Sachpreise: Der 1. Preis besteht aus zwei Übernachtungen für 2 Personen in einem Fünf-Sterne-Hotel. Der zweite Preisträger bekommt einen Bildband, und als dritter bis fünfter Preis werden je 2 Eintrittskarten für das Abschlusskonzert zum Festival „Sandstein und Musik“ vergeben. Deadline: 15. September 2016. Infos und Kontaktdaten unter info@saechsische-schweiz.de

Museen & Institutionen

Brüssel: Die Macht der Avantgarde

Umberto Boccioni, Riot in the Galleria,1910, Pinacoteca di Brera, Mailand (Ausschnitt)

Künstler nehmen in ihren Arbeiten  häufig gesellschaftliche Veränderungen oder gar Revolutionen vorweg - sie bilden eine Vorhut, eine Avantgarde, auch wenn dieser Begriff im Zeitalter der Postmoderne obsolet geworden zu sein scheint (als z.B. Ende der 1970er Jahre die Maler der Transavantguardia antraten). Dennoch hält der deutsche Kurator Ulrich Bischoff an diesem Begriff fest, wenn er nun die Ausstellung „The Power of Avantgarde – now and then“ im Brüsseler Palais des Beaux Arts (BOZAR) zeigt. Ab dem 29. September 2016 bietet das Museum Arbeiten unter anderem einen Einblick in die konzeptuelle Haltung von Marcel Duchamp, Fernand Léger und Kazimir Malevich. Deren Werke teilen "die Gemeinsamkeit, in der unruhigen Epoche von 1895 bis 1920 entstanden zu sein. Ihre besondere Würze erhält die Ausstellung aber erst dadurch, dass 15 Gegenwartskünstler mit ihren eigenen Arbeiten in Dialog zu den Protagonisten der Klassischen Moderne treten – darunter so große Namen wie Gerhard Richter, Luc Tuymans und Marlene Dumas. Auf diese Weise erhalten Besucher Gelegenheit, auch aktuelle Themen auf sich einwirken zu lassen..." www.bozar.be

Museen & Institutionen

Zürich: Erweiterungsbau eröffnet

Landesmuseum Zürich, neu gestalteter Eingangsbereich des Museums anlässlich der Eröffnung des Erweiterungsbaus 2016, Fotoquelle: Wikipedia/Marco Zanoli

Das Landesmuseum Zürich zeigt zur Eröffnung des Erweiterungsbaus der Architekten Christ & Gantenbein eine Ausstellung zur Renaissance in Europa (bis 27. Nov. 2016). Das Landesmuseum gilt nach eigener Aussage als das „meistbesuchte kulturhistorische Museum der Schweiz“. Es wurde 2011 an das Schweizerische Nationalmuseum angegliedert, zu dem drei kulturgeschichtliche Museen und ein Sammlungszentrum gehören. Die Gesamtkosten für den Erweiterungsbau liegen bei 111 Mill. Franken. Davon zahlt der Bund 76 Millionen Franken. Die Stadt Zürich steuert 10 Millionen bei; der Kanton unterstützt das Vorhaben mit 20 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds. www.nationalmuseum.ch

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Salvador Dalí. Das grafische Werk

Salvador Dali, Der gefallene Engel, Illustration zu Dante Alighieri ‚La divine Comédie‘, Blatt 35, 1960 © Kunstgalerien Böttingerhaus, Bamberg, Foto: Uwe Gaasch

Vom 10. September 2016 bis zum 15. Januar 2017 präsentiert das Kunsthaus Stade Arbeiten aus Salvador Dalís grafischem Werk, Handzeichnungen und Illustrationen zur Weltliteratur oder eigenen Schriften. „In seinen äußerst präzise ausgearbeiteten zeichnerischen Arbeiten beweist sich Dalí als bestechender Analyst und gleichzeitig intellektuelle Triebfeder der Kunst des 20. Jahrhunderts. Diese Ausgangspunkte dienen in der Ausstellung im Kunsthaus Stade als Leitfaden, einen weltberühmten Künstler neu zu entdecken. Auf drei Etagen werden mehr als 200 Werke präsentiert. Das Augenmerk wird dabei auf seine Bildsprache und seine Innovationen für die Kunst gelenkt.“ www.museen-stade.de

Ausschreibungen

Forschungspreis für Photographiegeschichte

Der DGPh-Forschungspreis für Photographiegeschichte 2016 prämiert „wissenschaftliche Forschungen auf dem Gebiet der Geschichte und Theorie der Photographie“ und ist „für alle Phänomene des Photographischen offen. Neben der Geschichte und Theorie der Photographie sind damit auch Themenbereiche angesprochen, die sich mit der gesellschaftlichen Bedeutung und den Spuren beschäftigen, die die Photographie über ihren eigenen Gegenstand hinaus im gesellschaftlichen Leben hinterlassen hat.“ Bewerben können sich Forscher aller Fachrichtungen mit einem in den letzten zwei Jahren entstandene, publizierte oder unpublizierten Manuskript. Projektskizzen und unvollendete Manuskripte können nicht angenommen werden. Der Preis ist mit insgesamt 3.000 Euro dotiert. Einreichung der Bewerbungsunterlagen als PDF- Dateien bis zum 30. September 2016 online unter www.dgph.de/sektionen/geschichte_archive/ausschreibung-dgph-forschungspreis-fuer-photographiegeschichte-2016

Ausschreibungen

Stipendium für Jena

JenaKultur vergibt Stipendien aus dem Bereich Literatur/Stadtschreibung und Bildende Kunst in der Villa Rosenthal (Anwesenheitsstipendium). Dort steht eine möblierte Wohnung mietfrei zur Verfügung; das sechsmonatige Stipendium ist mit 1.000 Euro/mtl. dotiert. Die nächste Ausschreibung ist für das 3. Quartal 2016 angekündigt. Nähere Infos unter www.villa-rosenthal-jena.de/de/stipendien/348051

Kulturpolitik

Deutscher Kulturrat gegen CETA-Abkommen

Olaf Zimmermann, Fotoquelle: Wikipedia/Lilli Iliev (WMDE)

Der Deutsche Kulturrat hält den ausverhandelten CETA-Vertragstext „für nicht zustimmungsfähig.“ Das CETA-Abkommen soll kanadischen Unternehmen Zugang zum EU-Markt ermöglichen, darunter auch „im Kultur-, Bildungs-, Wissenschafts- und Medienbereich“. Es gilt als Vorbild für die Verhandlungen mit den USA über ein ähnliches TTIP-Abkommen. Der Deutsche Kulturrat fordert eine Klassifizierung als „gemischtes Abkommen“, weil nur so auch Bundestag und Bundesrat die Möglichkeit hätten, auf den Vertragstext Einfluss zu nehmen und damit „insbesondere die kultur-, bildungs- und medienpolitische Handlungsfähigkeit der Länder“ zu gewährleisten. Ein solches Abkommen lediglich auf EU-Ebene auszuhandeln sei in Zeiten wachsender Europa-Skepsis fatal. Daher sollen nicht nur das Europäische Parlament, sondern auch die nationalen Parlamente stärker als bisher vorgesehen mitwirken können. Kulturrats-Geschäftsführer Olaf Zimmermann: „Bund, Länder und Kommunen werden durch CETA, wie es uns heute bekannt ist, deutlich Gestaltungsmöglichkeiten im Kultur- und Bildungsbereich verlieren.“ Es geht dabei vor allem um die Länderhoheit in kulturellen Dingen: so müsse „sichergestellt“ sein, „dass die Verantwortung der Bundesländer zur Regelung des Rundfunks nicht eingeschränkt“ wird; auch das „deutsche Filmangebot“ und die „deutsche Filmförderung“ bedürften einer Schutzgarantie. Auch andere Kritiker befürchten, dass die geplanten Freihandelsabkommen mit Kanada und den USA die Rolle staatlicher Betriebe zugunsten rein kommerzieller privatwirtschaftlicher Aktivitäten einschränken würden – in Deutschland ist aber gerade der Museums- und Theatersektor zu überwiegendem Teil öffentlich-rechtlich organisiert, und die öffentlich-rechtlichen TV- und Radiosender hier zu Lande verstehen sich gerade mit ihren Kultur- und Nachrichtenredaktionen als wichtiges Gegenmodell zu den oftmals recht boulevardesk aufgemachten Programmen der Privatsender. Dass sich öffentlich-rechtliche Betriebe künftig jedoch nur nach nach den Regeln der Marktwirtschaft verhalten sollen, ruft bei vielen Initiativen Widerstand gegen CETA und TTIP hervor. Auch die grüne Europapolitikerin Helga Trüpel warnt: „Bildung ist aus meiner Sicht keine reine Ware und sondern ein öffentliches Gut mit breiter gesellschaftlichen Bedeutung ...alle Bildungsangebote, die eindeutig im öffentlichen Interesse stehen, sollten nicht der reinen Marktlogik unterworfen werden. Eine öffentliche Steuerung muss auch hier weiter möglich sein...“ www.kulturrat.de

Ausschreibungen

Atelierstipendium Nürtingen

Das Atelierstipendium Nürtingen ist als Werkaufenthalt für Profi-Künstler mit abgeschlossener Ausbildung in der Region Stuttgart zu verstehen. Es beginnt am 1. Januar 2017 und dauert zwei Jahre. Mit regelmäßiger Ateliernutzung soll eine Werkgruppe erarbeitet werden. Das Stipendium endet mit einer Ausstellung im Kunstverein Nürtingen im November 2018. Einzureichen sind eine Projektskizze (max. 1 DIN A 4-Seite), Kataloge oder Dokumentationen auf CD-ROM (keine Originale). Bewerbungsschluss: 4. September 2016. Herunterladen der Bewerbungsunterlagen unter www.nuertingen.de

Aktionen & Projekte

Hamburg: Glückssuche

Hamburger Kunstverein

"Menschen suchen nach ihrem Glück" ist ein Forum des Kunstverein in Hamburg für Diskussion und gegenseitigen künstlerischen Austausch mit geflüchteten Familien aus Syrien: ein Kustort schafft einen "neuen Kontext zur Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der noch fremden Lebenssituationen". In diesem Darstellungs- und Kommunikationsprozess sind "die Geflüchteten sowohl die aktiv Fragenden, als auch die Befragten". Dabei gilt es,  "mit kulturellen Stereotypen und Missverständnissen" zu brechen. "Aktuell stellt an der Fensterfront des Kunstvereins ein Diagramm die Anzahl der Asylanträge von Juni 2015 bis Mai 2016 dar. Ergänzt wird das Diagramm durch fotografische Aufnahmen der TeilnehmerInnen, die in den letzten Monaten bei unterschiedlichen Ausflügen in die Stadt, Besuchen von Ausstellungen und anderen Zusammenkünften entstanden sind. Bei den Workshops war das Medium der Fotografie eine Möglichkeit, Diskrepanzen der gesprochenen Sprache zu überbrücken ..." www.kunstverein.de

Kulturpolitik

Kulturgutschutzgesetz weiter umstritten

Axel Haubrok, Foto: Helga Meister

Die Münchener Pinakothek der Moderne plant für 2018 eine Paul Klee-Ausstellung und bekam eine Absage eines Leihgebers: dieser begründete seine Entscheidung explizit mit der Neufassung des Kulturgutschutzgesetzes. Auch in anderen Museen befürchten Direktoren und Kuratoren, dass der Umgang mit verunsicherten Sammlern schwieriger wird. Viele fürchten einen Wertverlust, wenn ihre Sammlerstücke zum nationalen Kulturgut erklärt und dann nicht mehr ohne weiteres ins Ausland verkauft werden dürfen. Anders denkt darüber hingegen der Berliner Sammler Axel Haubrok, der in einem Interview erklärte: „...von der Sache her finde ich es richtig, darauf zu achten, welche Kunst ins Ausland geht. Beispielsweise der RAF-Zyklus von Gerhard Richter, der im MoMA in New York ist. Klar kann man sagen, jetzt können die in New York was über die deutsche Geschichte lernen. Aber vielleicht wäre für die Deutschen die Auseinandersetzung mit dieser Zeit noch wichtiger...“

Biennalen

BIP Lüttich/Liège

Michael Dans, Pressebild zur BIP Liège, Copyright: Michael Dans (Ausschnitt)

Die BIP Lüttich/Liège - Biennial of the Possible Image läuft vom 10. August bis zum 16. Oktober 2016. Als Foto-Biennale zeigt sie „die zahlreichen Facetten zeitgenössischer fotografischer Praktiken auf und konfrontiert diese mit anderen Aspekten des aktuellen Bildes, insbesondere Videokunst.“ In diesem Jahr feiert die 1997 erstmals ausgerichtete Veranstaltung eim Jubiläum – sie wird jetzt zum zehnten Mal ausgerichtet und betont unter der künstlerischen Leitung von Anne-Françoise Lesuisse in ihrem Programm – der kunst- und mediengeschichtlichen Entwicklung Rechnung tragend – einen mixed-medialen Aspekt: „Viele Künstler wählen heute ein Medium, weil es zum Ausdruck ihrer Aussage geeignet scheint und wechseln, ohne zu zögern, von der Fotografie zur Videokunst, und beziehen eventuell auch das Objekt, das Malerische, die Installation, das Mapping oder auch das Hologramm und die Performance mit ein...Videokunst, Filme, Fotografien, Projektionen, Neue Medien und Installationen werden zueinander in Bezug gesetzt und entfalten mögliche Formen und verschiedene Statuten des analogen oder digitalen, beweglichen oder unbeweglichen Bildes, das auseinander genommen, erforscht, gestürzt und wieder neu zusammen gesetzt wird.“

Biennalen

Busan Biennale

Yun Cheagab

Nach Seoul ist Busan die zweitgrößte Stadt in Südkorea. Dort rief man 1981 eine Biennale für junge Kunst ins Leben. Seit 1987 führte man ebenso ein Sea Art Festival mit Kunst am Strand und außerdem ab 1991 ein Bildhauersymposion mit Open air-Skulpturen durch. 1998 fasste man diverse Ausstellungsprojekte zu einem einzigen Festival zusammen, das seit 2001 unter dem Namen Busan Biennale fungiert. Yun Cheagab vom How Art Museum ist künstlerischer Direktor der diesjährigen Busan Biennale, die im September 2016 im Busan Museum of Modern Art und an anderen Orten in der Stadt ausgerichtet wird. Am How Art Museum (Wenzhou/Shanghai) ist er der erste Leiter aus Korea. Das Organisationskomitee der Biennale erhofft sich von ihm eine größere Distanz zur westlichen Kunst, um stattdessen für die Veranstaltung ein eigenes Identitätsprofil stärker heraus zu arbeiten. www.busanbiennale.org

Personalien

KW-Institute Berlin: Neues Team

KW Institute for Contemporary Art, Berlin, Foto: Uwe Walter, 2010

Krist Gruijthuijsen übernahm im Frühjahr 2016 die Leitung des KW Institute for Contemporary Art in Berlin. Unlängst wurden neue Mitglieder in sein Team berufen: Anna Gritz als Kuratorin, Leaver-Yap und Tirdad Zolghadr als assoziierte Kuratoren, Maurin Dietrich und Cathrin Mayer als Assistenzkuratorinnen und Projektmanagerinnen sowie Marc Hollenstein als Grafikdesigner.

Personalien

Schöndeling geht nach Heidelberg

Ursula Schöndeling, Foto: Samuel Henne

Ursula Schöndeling wird am 1. Januar 2017 neue Direktorin des Heidelberger Kunstvereins. Die Kuratorin und Kunstvermittlerin tritt damit die Nachfolge von Susanne Weiß an. Sie hatte 2008 die künstlerische Leitung und Geschäftsführung des Kunstvereins Langenhagen bei Hannover übernommen. Dort präsentierte sie u.a. Künstler wie Cally Spooner, Jean-Pascal Flavien, Tris Vonna-Mitchell, Nina Beier & Marie Lund und Laura Lamiel. www.hdkv.de

Preise

ESA/Ars Electronica-Residenzstipendium

Aoife van Linden Tol / Fotocredit: Aoife van Linden Tol

Aoife van Linden gewann das Artist-Residency-Stipendium von Ars Electronica und der European Space Agency (ESA). Die irische Medienkünstlerin erhält damit die Chance, mit den Wissenschaftlern der ESA zusammenzuarbeiten und z.B. die Landung der Rosetta-Sonde oder die ExoMars-Mission vor Ort im European Space Research and Technology Centre (ESTEC) in Noordwijk (Niederlande) live mit zu verfolgen. Im Anschluss an den Aufenthalt bei der ESA reist sie nach Linz reisen und arbeitet dort einen Monat lang mit Teammitgliedern des Ars Electronica Futurelab zusammen.

Biennalen

Triennale Kleinplastik Fellbach

Triennale-Veranstaltungsort Alte Kelter Fellbach, Fotoquelle: Wikipedia/Wikimedia Commons/Thilo Parg, Lizenz CC BY-SA 3.0

Bis zum 2. Oktober 2016 läuft in Fellbach die Triennale für Kleinplastik. Unter dem Titel „FOOD – Ökologien des Alltags“ sind Beiträge von ca. 40 Künstlern zu sehen. „Mit Fokus auf das kleine skulpturale Format wird untersucht, wie die Gegenwartskunst die Themen Essen, Ernährung und andere ökologische Wechselbeziehungen eigenständig und vieldeutig reflektiert.“ Das Programm reicht von historische Positionen wie die von Gordon Matta-Clark oder Félix González-Torres bis zu größeren Werkgruppen zeitgenössicher Künstler wie Andrea Büttner, Subodh Gupta oder Laure Prouvost. „Büttner setzt sich mit dem Zusammenhang zwischen ökonomischen Bedingungen und ästhetischen Konsequenzen auseinander. Gupta beleuchtet die spirituelle Dimension von Essgewohnheiten. Prouvost thematisiert die psychologischen und körperlichen Aspekte von Essen.“ Andere Beiträge beschäftigen sich mit den „gesellschaftlichen und politischen Implikationen des Essens“. s. hierzu auch die Rezension von Carmela Thiele  in "Kunstforum" Bd. 241, S. 357.

Preview

Thun: Die Kräfte hinter den Formen

Roger Hiorns, Untitled, 2013 (Ausstellungsansicht The Hepworth Wakefield, Wakefield), Düsentriebwerk, Feuer,Anti­ depressiva, junger Mann, 190 x 98 x 90 cm. Courtesy der Künstler, The Hepworth Wakefield und Corvi-Mora, London © 2015 Bildrecht, Wien; VG Bild-Kunst, Bonn Foto: Stuart Whipps

Vom 27. August bis zum 20. November 2016 widmet sich das Kunstmuseum Thun mit einer Ausstellung "Die Kräfte hinter den Formen" der künstlerischen Auseinandersetzung "mit Materie und Naturprozessen in der zeitgenössischen Kunst. Sie versammelt Arbeiten, die Entstehungsprozesse und Formkräfte in der Natur reflektieren, in eine künstlerische Form übersetzen und ihre Bezüge zum Menschen ausloten. Die Diskussion, ob wir mittlerweile in einer menschengemachten Umwelt leben, schärft das Bewusstsein für die Natur und die hinter ihrer Erscheinung stehenden Kräfte, wie auch für die Auswirkungen unseres Handels auf die Umwelt. Mit Werken von Jonathan Bragdon, Nina Canell, Julian Charrière, Olafur Eliasson, Ilana Halperin, Roger Hiorns, Paul Klee, Lutz/Guggisberg, Per Kirkeby, Katie Paterson, Giuseppe Penone, Jens Risch und Gäste, Hans Schabus, Reto Steiner, George Steinmann." Ebenfalls bis zum 20. November 2017 ist die Ausstellung "Schnupperschau #3 – Düfte sammeln" zu sehen: es "schnuppern sich acht Nasen durch die Museumssammlung. Die Kooperation von Pro Infirmis und dem Kunstmuseum Thun führt zu einer gemischten Gruppe von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen. So unterschiedlich die Erfahrungen und Persönlichkeiten, so klar die Aussage: um Wandel soll es gehen. Werke aus der Sammlung werden mit der Frage, wie die Bilder duften, einem in der Gruppe gemeinsam entwickelten Duft gegenübergestellt..." www.kunstmuseumthun.ch

Preview

Thomas Huber in Bonn

Thomas Huber, Am Horizont II (Ausschnitt), 2016 , © VG Bild-Kunst, Bonn 2016; Foto: Winfried Mateyka, Berlin (Ausschnitt)

„Am Horizont“ lautet der Titel von Thomas Hubers Ausstellung im Kunstmuseum Bonn (29. September 2016 – 8. Januar 2017). In seiner akribischen Malerei beschäftigt er sich mit Räumen und Perspektiven. Es sind „Modellkonstruktionen, in denen die verschiedenen Erscheinungs- und Wirkungsweisen des Bildes erprobt und diskutiert werden.“ In der aktuellen Ausstellung macht sich Huber „Gedanken über die Grenze zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren, fragt nach dem Unterschied zwischen Bildraum und Realraum und lässt am Ende sogar das Meer in die Museumsräume eindringen. Die 69 Bilder und 9 Architekturmodelle umfassende Ausstellung entfaltet sich in acht untereinander vielfältig verknüpften Kapiteln, wovon vier eigens für Bonn konzipiert werden und die restlichen drei aus Werkgruppen schöpfen, die seit 2009 entstanden sind.“ Anschließend ist die Ausstellung ab dem 3. Februar 2017 im Musée des Beaux-Arts Rennes zu sehen.

Aktionen & Projekte

Unterwegs zuhause

Christian Hasucha, Motiv von der Einladungskarte (Feldweg nahe Satu Mare, Rumänien)

Seit den 1980er Jahren unternimmt der Berliner Bildhauer Christian Hasucha Eingriffe in den urbanen Raum, ebenso Interventionen im öffentlichen Landschaftsraum. Die Installationen und Vertauschungen muten oft absurd und paradox an, und sie sollen auch bewusst Irritationen hervor rufen. „Ereignisse“, „Implantate“ und „Attribute“ nennt er die Unterkategorien seiner Projektreihe. In der Berliner Galerie im Saalbau zeigt er nun bis zum 18. September 2016 in der Ausstellung „unterwegs zuhause“ Videodokumentationen von seinen Aktionen und eine speziell für diesen Ort entwickelte Rauminstallation mit einer Fotoprojektion. Sie beschäftigt sich mit den „Ambivalenzen, welche die Idee 'Eigenheim' hervor rufen kann“.

Kulturpolitik

Le Corbusier-Bauten: Weltkulturerbe

Le Corbusier, Haus Citrohan, 1927, Copyright: Landeshauptstadt Stuttgart, Foto: Birgita Gonzales

Die UNESCO hat 17 Gebäude von Le Corbusier (1887-1965) zum Weltkulturerbe erklärt. Der Architekt gilt als Vordenker einer Architektur in industrieller Fertigbauweise und einer Globalisierung des modernen Baustils. In der Welterbeliste sind nun das indische Regierungsgebäude von Chandigarh, das Nationalmuseum für westliche Kunst in Tokio, die Unité d’Habitation in Marseille, das Haus von Dr. Curutchet in La Plata (Argentinien) die Chapelle Notre-Dame-du-Haut in Ronchamp sowie zwei Häuser der Stuttgarter Weißenhofsiedlung notiert. Diese Siedlung wurde 1927 unter der Leitung von Mies van der Rohe errichtet. Es entstanden in relativ kurzer Zeit 21 Häuser mit 63 Wohnungen. In einem Doppelhaus nach Entwürfen von Le Corbusier und seinem Cousin Pierre Jeanneret ist heute das Weißenhofmuseum untergebracht. In jener Zeit arbeitete Le Corbusier 18 Jahre lang mit seinem Cousin Jeanneret in einer Bürogemeinschaft zusammen. Bereits 1920 hatte Le Corbusier das Prinzip das „Maison Citrohan“ entwickelt – der Name lehnt sich phonetisch bewusst an die Automarke „Citroën“ an, da die Funktionalität der Automobilindustrie Vorbild für die Serienanfertigung eines quaderförmigen Baukörpers ist. In der Stuttgarter Weißenhofsiedlung realisierten Le Corbusier und Pierre Jeanneret 1927 ein erstes Modell dieses Bauprinzips.

Kulturpolitik

Kulturimmobilien

Gebäude des Kölnischen Stadtmuseums: Kulturimmobilie (Foto: Raap)

In Köln verteuert und verzögert sich die Sanierung des Operngebäudes. In einem Zeitungsinterview beklagte sich der Sportevent-Manager Michael Mronz, die Stadt habe versäumt, z.B. mit dem Neubau einer Oper am Rhein ein optisch markantes Zeichen zu setzen. Auch das marode Kölnische Stadtmuseum bedarf dringend der Sanierung - die vom früheren OB Jürgen Roters propagierte Idee der Neuanlage einer Museumsmeile am Dom ist finanzoplitiasch jedoch noch Zukunftsmusik. Kulturimmobilien wie Museen, Opern, Theater, Konzerthäuser, Kulturzentren, Bibliotheken und Volkshochschulen prägen als Bauwerke das Bild unserer Städte, und damit sind sie wichtige Motoren der Stadtentwicklung sowie des Kulturtourismus. Sie umfassen Investitionsvolumen in Milliardenhöhe, schaffen Arbeitsplätze und führen zu wirtschaftlichen Sekundärteffekten, die sich auch in den Gewerbesteuereinnahmen bemerkbar machen: jeder auswärtige Museumsbesucher, der im Museumscafé eine Tasse Kaffee trinkt und im Museumsshop einen Katalog kauft, lässt Geld in der Stadt. Zu diesem Thema hat die Kulturpolitische Gesellschaft jüngst eine Publikation vorgelegt: „Die Kulturimmobilie. Planen –Bauen – Betreiben“. Herausgeber sind Oliver Scheytt (Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft), Simone Raskob (Bau- und Umweltdezernentin der Stadt Essen) und Gabriele Willems (Geschäftsführerin Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) des Landes Nordrhein-Westfalen). Die Ev. Akademie Loccum und die Kulturpolitischen Gesellschaft veranstalten zu diesem Thema eine Tagung vom 17. bis 19. Februar 2017. www.kupoge.de

Aktionen & Projekte

Salzburg: Kunst-Litfaßsäulen

Ina Loitzl plakatiert Kunstboxen am Salzburger Franz-Josef-Kai 27, Foto: Copyright Stadt Salzburg/Doris Wild

Im August 2016 trifft man im Stadtraum Salzburgs auf fünf Litfaßsäulen, die von Künstlern gestaltet wurden. Die Teilnehmer sind: Reinhold Bidner mit seinem „Flüchtlingsprojekt“ Standort: Franz-Josef-Straße/Ecke Rainerstraße;Ina Loitzl mit dem Projekt „Kunstboxen“, Standort: Franz-Josef-Kai 27, außerdem: Eva Petric mit dem Projekt „Human Organ Constellation“ Standort Lindhofstraße/Einfahrt Parkplatz Müllnerbräu. - Robert Praxmarer und Thomas Layer-Wagner sind mit dem Projekt „BuntRaum“ AMStandort: Schuhmacherstraße, vor DER Stadt:Bibliothek präsent, und - Julia Rohn mit dem Projekt „Touch me sponge“ am Standort: Giselakai 51-53.Angeregt wurde die Aktion für Kunst im öffentlichen Raum vom Vorsitzenden des Kunstbeirates, Werner Thuswaldner, und Progress-Geschäftsführer Fred Kendlbacher, der die Plakatsäulen als Ausstellungsflächen zur Verfügung stellt. Werner Thuswaldner erläutert das Anliegen hinter dem Projekt Kunst-Litfaßsäulen folgendermaßen: „Der Berliner Drucker Ernst Litfaß machte die Erfindung vor mehr als 160 Jahren. Sie bewährt sich in der Werbewirtschaft bis heute und ist in all den Jahren ein wichtiges Element im öffentlichen Raum geblieben. Der Gedanke, die Litfaßsäule auch für die bildende Kunst zu nützen, ist nicht weit hergeholt.“

Galerien & Auktionshäuser

Leipzig: Herbstrundgang

Leipziger Baumwollsponnerei, Foto: Thomas Riese

Zum traditionellen Herbstrundgang der SpinnereiGalerien auf dem Gelände der ehemaligen Baumwollspinnerei in Leipzig sind in diesem Jahr 15 internationale Galerien zu Gast. Die Rundgang-Tage sind am 16.,17. und 18. September 2016. Auf dem Spinnerei-Gelände im Stadtteil Plagwitz befand sich früher die größte Baumwollfabrik Kontinentaleuropas. Heute sind dort hundert Künstlerateliers, elf Galerien, Werkstätten, Architekten, Designer, Schmuck- und Modemacher, der Künstlerbedarf «boesner», die Theaterspielstätte «Residenz», ein internationales Tanz- und Choreografiezentrum, Druckereien, das Künstlerbuch «Lubok», das Kino «LuRu»und die gemeinnützige HALLE 14 ansässig. www.spinnerei.de

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