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Biennalen

Bucharest Biennale 7

Niels van Tomme

Kurator der Bucharest Biennale 7 (26. Mai bis 17. Juli 2016) ist der in New York ansässige Niels van Tomme. Ihm stehen als Direktorin Silvia Vasilescu und als kuratorische Assistentin Charlotte van Buylaere zur Seite. In der Trägerschaft eng verbunden ist das Festival mit den Machern des „Pavilon“-Magazins für Kultur und Politik. Die Biennale verfolgt ein Konzept der Verzahnung von kreativer Praxis und sozialen Prozessen, und dies sowohl in lokalen wie globalen Kontexten. Dies ist die siebte Biennale, die nun in Bucharest ausgerichtet wird. www.bucharestbiennale.org

Museen & Institutionen

Auto-Comics

ALAIN CHEVALLIER, Enfer pour un Champion (Detail), 1973, comic-car collection Rochus Kahr, Copyright: Christian Denayer, 2016

Bis zum 15. Januar 2017 ist im Karikaturenmuseum Krems die Ausstellung „Kult auf vier Rädern – Das Auto im Comic und in der Karikatur“ zu sehen. Anlass ist der 130. Geburtstag der Entwicklung des Automobils mit Verbrennungsmotor durch Carl Benz im Jahr 1886. „Das Auto, Symbol für Freiheit und Wohlstand und damit verbundene Probleme, wie steigende Verkehrs- im Umweltbelastungen trübten aber auch das Bilder der Jahrhundertinnovation. Dennoch, Autofahren macht immer noch Spaß und fasziniert. Dementsprechend spielt das Auto in Karikatur und Comic eine große Rolle.“ Das Museum hat für diese Werkschau Exponate aus den Landessammlungen Niederösterreich und aus der privaten „comic-car-collection“ von Rochus Kahr zusammengestellt. www.karikaturmuseum.at

Ausschreibungen

Kurzfilm-Vertonung

SoundTrack_Cologne veranstaltet 2016 erneut die European Talent Competition als Wettbewerb um die beste Vertonung eines Kurzfilms für Nachwuchskomponisten und Sounddesigner. Beteiligungen sind in den beiden Wettbewerbskategorien Kategorien „WDR Filmscore Award“ und „Sounddesign“ möglich. „Gesucht wird ein eigenständiger, origineller Ansatz, Narration und Bildebene zu interpretieren und zu unterstützen. Stilistisch gibt es keine Einschränkungen, es gilt eine eigene Welt aus Musik und Sound zu erschaffen. Bewerber können auch als Team aus Komponist und Sounddesigner zusammenarbeiten.“ Teilnehmen können Studierende an Kunsthochschulen und Künstler bis 30 Jahre. Deadline: 17. Juni 2016. Wettbewerbsbedingungen und Online-Registrierung unter www.soundtrackcologne.de.

Hochschulen

Kassel: Grimm-Gastprofessur

Sven Regener, Foto: Copyright Charlotte Goltermann

Sven Regener nimmt in diesem Jahr eine Grimm-Gastprofessor an der Universität Kassel wahr. Der Autor und Künstler wurde durch seine Romane, Drehbücher und deutschsprachigen Liedtexte bekannt. Er hält in Kassel u.a. einen öffentlichen Vortrag zum Thema „Zwischen Depression und Witzelsucht: Humor in der Literatur“. www.uni-kassel.de

Personalien

Neddermeyer wechselt ans Zeppelin-Museum

Ina Neddermeyer

Ina Neddermeyer wechselt vom Kunstpalais Erlangen nach Friedrichshafen und übernimmt dort die Leitung der Abteilung Kunst am Zeppelin-Museum. In Erlangen hatte sie Ausstellungen u .a. mit Ai Weiwei, Kader Attia, Peter Land, Reynold Reynolds, Janet Cardiff & George Bures Miller, Camille Henrot und Anri Sala kuratiert. Die Kunstsammlung des Zeppelin Museum umfasst Werke vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Mit Jörg Stocker und Yvo Strigel sind Hauptvertreter der süddeutschen Spätgotik versammelt. Bedeutende Barockmaler wie Franz Anton Maulbertsch und Johann Heinrich Schönfeld ergänzen das historische Portfolio. Im 20. Jahrhundert kann die Sammlung vor allem große Werkblöcke von Otto Dix, Willi Baumeister und Max Ackermann vorweisen. www.zeppelin-museum.de

Ausschreibungen

Deichmann-Förderpreis

Mit dem Deichmann-Förderpreis werden Schulen, Unternehmen sowie Initiativen ausgezeichnet, die sich in herausragender Weise für Integration engagieren. Die nächste Bewerbungsrunde endet am 30. Juni 2016. Nähere Infos: www.deichmann-foerderpreis.de

Museen & Institutionen

Pan Gonkai bei den Europäischen Kulturtagen

Kunstforum international, Cover Bd. 237

Pan Gonkai ist Mit-Kurator der Karlsriher "Globale", der "Kunstforum international" einen Themenband widmete (Bd. 237). IM Rahmen der "Europäischen Kulturtage" zeigt das ZKM Karlsruhe vom 10. April bis zum 21. August 2016 im Lichthof 9 die Ausstellung "Der Modernisierungsweg der chinesischen Kunst". Der Künstler versucht, "den Entwicklungsweg der Moderne in China seit der Periode des ersten Opiumkriegs (1839–1842) bis zum Jahr 1999 nachzuvoll- ziehen. Mit über 10.000 kommentierten Fotos entwirft Pan Gongkai in diesem Projekt eine illustrierte Geschichte der modernen Kunst Chinas, die als Fallstudie für die gesamtgesellschaftliche Entwicklung Chinas dient. Dabei stellt er die Auseinandersetzung der chinesischen Kunst mit der westlichen Moderne ebenso dar wie die internen Entwicklungslinien, die zwischen Traditionalismus, Synkretismus, Okzidentalismus und Populismus verlaufen. Pan Gongkais Blickwechsel zeigt Situationen der Fremdheit, Situationen des Leids, aber auch, wie aus Übersetzung von etwas Fremden etwas Eigenes entstehen kann..." www.zkm.de

Ausschreibungen

Kunst am Bau-Wettbewerb Bonn

Für den Bonn UN Campus Aussenraum ist ein Offener Kunst-am-Bau-Wettbewerb ausgeschrieben. Im Rahmen eines Umbaus des Bonner UN-Gebäudes soll der Außenraum neu gestaltet werden. „Es soll eine ein- oder mehrteilige Arbeit entwickelt werden, bei der die Verortung innerhalb der Einfriedung und die Art der Elemente (Skulptur, Bodenarbeit, Licht, etc.) freigestellt sind“. Die 1. Phase dient der Konzeptfindung. Nach Auswahl von 10 bis 12 Entwurfskonzepten durch das Preisgericht der 1. Phase sollen diese in der 2. Phase vertieft bearbeitet werden. Bei Einreichung einer prüffähigen Wettbewerbsarbeit erhält jede/r Teilnehmende der 2. Phase ein Bearbeitungshonorar in Höhe von 1.500 Euro (inkl. MWST). Zusätzlich werden 18.000 Euro (brutto) als Preisgelder ausgelobt. 1. Preis: 8.000 Euro, 2. Preis: 6.000 Euro, 3. Preis 4.000,- Euro. Die Realisierungskosten dürfen bis zu 200.000 Euro betragen. Abgabe 1. Phase: 12. Mai 2016. Infos: www.bbr.bund.de/BBR/DE/WettbewerbeAusschreibungen/Kunstwettbewerbe/Ablage_LaufWettbewerbe/Ablage_2015/WB_KaB_UNE_Aussen_deutsche%20Version.html?nn=542570

Ausschreibungen

Wettbewerb über Carl Laemmle

Zum 150. Geburtstag des in Laupheim geborenen Hollywood-Pioniers Carl Laemmle veranstalten das Museum zur Geschichte von Christen und Juden in Laupheim und der Berufsverband Bildender Künstler Ulm 2017 eine Ausstellung zum Thema: „Carl Laemmle – ein Schwabe gründet Hollywood”. Profi-Künstler können Arbeiten zu den Themen Film und Filmgeschichte oder Carl Laemmle und seinem Wirken als deutsch-jüdischer Auswanderer im Kosmos Hollywoods einreichen. Zugelassen sind Arbeiten in allen künstlerischen Bereichen. Preisgeld: 3.000 Euro. Einsendungen per Post werden bis zum 6. Mai 2016 angenommen. Infos und Bewerbungsformular unter www.kuenstlerhaus-ulm.de/category/blog/

Ausschreibungen

Hamburger Pentiment-Sommerakademie

Für die Kurse der Hamburger Pentiment-Sommerakademie ist die Anmeldefrist angelaufen. Die Veranstatungen finden zwischen dem 24. Juli und dem 7. August 2016 statt. Angeboten werden Workshops und Kurse zu verschiedenen künstlerischen Techniken: Norbert Bisky - Malerei; Eun Nim Ro - Malerei; Ari Goldmann - Malerei; Martin Bronsema - Malerei; Johannes Speder - Bildhauerei; Eiko Borcherding - Zeichnen; Eckardt Sauer - Kreative Prozesse; Herlinde Koelbl - Fotografie; Olaf Fippinger - Fotografie; Hiroyuki Murase - Textildesign; Soraya Tabatabai + Walter Kerkhofs - Siebdruck; Si-Ying Fung + Julia Berg - Malerei/Installation. Programm-Info: www.pentiment.de. Anmeldungen unter: office@pentiment.de.

Museen & Institutionen

Alte Pinakothek: sanierte Säle wieder geöffnet

Alte Pinakothek München, Fotoquelle: Wikipedia/Rufus46 (Ausschnitt)

Zwei Jahre lang wurden die Rubens- und Rembrandtsäle im Obergeschoss der Alten Pinakothek München saniert. Ab dem Frühjahr 2016 sind sie wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Vor allem die Lichtsituation wurde mit zeitgemäßer Technik gründlich verändert; ausgetauscht wurden auch defekte Fenster. Ab Ende Mai/Anfang Juni 2016 werden dann ebenfalls die Säle I bis III mit altdeutscher und altniederländischer Malerei geräumt und saniert. Bis Ende 2017 soll diese energetische Sanierung abgeschlossen sein. Aus den Beständen der derzeit geräumten Säle wird eine Interimsausstellung „Neue Nachbarschaften III“ zusammen gestellt. Während der Bauarbeiten ist der Eintrittspreis auf 4 Euro reduziert. www.pinakothek.de

Ausschreibungen

Marianne Brandt-Wettbewerb

"Die Poesie des Funktionalen" lautet seit dem Jahr 200 das Leithema des  Marianne Brandt-Wettbewerbs im "Spannungsfeld von Kunst und Design". In diesem Jahr liegt der thematische Fokus auf Materialeffekten: "Junge Gestalter, Künstler und Fotografen, aber auch Wissenschaftler und Kreative anderer Disziplinen sind eingeladen, interessante Antworten oder weiterführende Fragestellungen zum Thema zu entwickeln. Der Wettbewerb interessiert sich für materialsensible Produkt- und Bildfindungen, genauso wie für Projekte und Versuchsanordnungen, welche sich mit der Herkunft, Eigenschaften und Bedingungen von Materialien beschäftigen und dabei eventuell die Tragfähigkeit eines waren- und dingorientierten Gestaltens sozial und ästhetisch in Frage stellen, um neue Verhaltens- und Handlungs- perspektiven zu entwerfen." Altersgrenze: 40 Jahre. Teilnahmegebühr: 30 Euro. Ausgelobt sind Preisgelder von je 5.000 Euro in drei Kategorien. Einzureichen ist eine PDF-Datei mit max 5 MB. Online-Anmeldungen bis zum 31. Mai 2016 unter www.contest.marianne-brandt-wettbewerb.de

Museen & Institutionen

25 Jahre Kunst Haus Wien

Friedensreich Hundertwasser 1998 in Neuseeland, Fotoquelle: Wikipedia/Hannes Grobe

Friedensreich Hundertwasser (1928-2000) gestaltete das Museum Kunst Haus Wien – Museum Hundertwasser, das 1991 eröffnet wurde. Zusätzlich zur permanenten Hundertwasserschau bietet das Kunst Haus Wien Wechselausstellungen verschiedener Künstler, vor allem mit zeitgenössischer Fotografie. Im Vorjahr hat sich das Haus als „grünes Museum“ neu positioniert: „Die Öffnung der Galerie und Garage des Hauses als Ausstellungsraum, ermöglicht eine Auseinandersetzung mit ökologischen Themen aus der Perspektive von Kunst, Design, Architektur und Fotografie, ganz im Sinne von Friedensreich Hundertwasser.“ In diesen Wochen feiert das Haus sein 25jähriges Bestehen. Vom 2. Juni bis zum 2. November 2016 stellt dort u.a. der Fotograf Martin Parr aus. www.kunsthauswien.com

Kulturpolitik

Ankara: deutscher Botschafter wegen Satire einbestellt

Recep Tayyip Erdoğan, Präsident der Türkischen Republik, Foto: Büro des Premierministers

In Ankara hatte die türkische Regierung den deutschen Botschafter Martin Erdmann ins Außenministerium einbestellt. Dies gilt nach internationalen diplomatischen Regeln als Form des Protestes gegen das Land, das der Botschafter vertritt. In diesem Fall war ein satirischer Musikclip des NDR in der Sendung „extra 3“ der Anlass. Gar nicht lustig empfand man in Ankara die Parodie eines Sängers auf Nenas Song „Irgendwo, irgendwann“ mit dem Refrain „Erdowie, Erdowo, Erdogan“ und die Liedzeile „Er lebt auf großem Fuß, der Protz vom Bosporus“. Kritische Journalisten, Blogger und auch einfache Bürger in der Türkei mussten sich bereits mehrfach wegen „Präsidentenbeleidigung“ juristisch verantworten. Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen stellte klar, wenn die Türkei „grundlegende Freiheitsrechte“ wie die Meinungsfreiheit „systematisch“ einschränke, sei dies „kein Weg in die Europäische Union“. Röttgen: „Das muss man klar benennen“ Die Einbestellung des Botschafters erfolgte zu einem Zeitpunkt, als ein Prozess gegen zwei kritische Journalisten für internationale Aufmerksamkeit sorgte. Die Garantie der Meinungsfreiheit gehört zu den Standards, die jedes EU-Land erfüllen muss – da sind hier zu Lande die meisten Politiker mit Norbert Röttgen einer Meinung. Freilich ist in dieser Hinsicht auch in manchen EU-Mitgliedsländern nicht alles Gold, was glänzt. So wird das Anfang 2016 verabschiedete polnische Mediengesetz in der Brüsseler EU-Zentrale kritisch beäugt; und auch in Ungarn existiert seit 2010 ein Mediengesetz, das eine faktische Gleichschaltung der Presse ermöglicht. - Der NDR hat sein Video inzwischen mit türkischen und englischen Untertiteln versehen.

Biennalen

Architekturbiennale Venedig

Alejandro Aravena Foto: Giorgio Zucchiatti

Das Biennale-Gelände in Venedig ist in diesem Jahr wieder Austragungsort der traditionellen Architekturbiennale (28. Mai bis 27. November 2016). Künstlerischer Leiter ist der chilenische Architekt Alejandro Aravena, der eine traditionelle Bodeninstallation als Ausgangspunkt nimmt: „Auf seiner Reise durch Südamerika begegnete Bruce Chatwin einer alten Dame, die mit einer Aluminiumleiter auf ihrer Schulter durch die Wüste wanderte. Es war die deutsche Archäologin Maria Reiche beim Studium der Nazca-Linien. Wenn man auf dem Boden steht, ergeben die Steine keinen Sinn; sie erschienen nur wie irgendwelcher Schotter. Aber von den hohen Stufen aus betrachtet wurden jene Steine zu einem Vogel, einem Baum oder einer Blume.“ In diesem Sinne hofft Aravena, die Architekturbiennale 2016 könne „eine neue Perspektive bieten, wie jene, die Maria Reiche von der Leiter aus hatte.“ Die Internationale Ausstellung hat eine Dramaturgie als Sequenz vom Zentralen Pavillon (Giardini) zum Arsenale und umfasst Arbeiten von 88 Teilnehmern aus 37 Ländern. 50 davon nehmen zum ersten Mal teil, und 33 beteiligte Architekten sind unter 40 Jahre alt. Einen anderen Schwerpunkt dieser Biennale bilden die 62 nationalen Präsentationen in den historischen Pavillons in den Giardini, im Arsenale und im historischen Stadtzentrum von Venedig. Fünf Länder nehmen erstmals teil: Jemen, Kasachstan, Nigeria, Philippinen, Seychellen. Hatte der Beitrag für den deutschen Pavillon 2014 den Bonner Kanzlerbungalow in einem 1:1 Nachbau thematisiert, so geht es 2016 um die städtebaulichen Erfordernisse für die Integration der Flüchtlinge in Deutschland, wie der Generalkommissar des deutschen Pavillons Peter Cachola Schmal erläuterte. Zum Konzept des deutschen Biennale-Auftritts gehört u.a. eine bereits frei geschaltete Datenbank mit architektonischen Lösungen für Flüchtlingsunterkünfte. www.labiennale.org

Preise

ADKV-ART COLOGNE-Preis für Kunstkritik

Jörg Scheller, Fotoquelle: Wikipedia/Zsu Szabo

Jörg Scheller, Kunstwissenschaftler und Kunstkritiker, ist diesjähriger Träger des ADKV-ART COLOGNE Preis für Kunstkritik (3.000 Euro). Der Preis wird von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine (ADKV) in Kooperation mit der Art Cologne ausgelobt. In der Jury-Begründung heißt es: „Scheller vertritt eine kritische Haltung, die das Scheiben über Kunst nicht als Verlautbarung gutachterlicher Urteile versteht, sondern großen sprachlichen Erfindungsreichtum entwickelt, um so den größtmöglichen Abstand zu der Vermarktungs-Belobigungssprache zu finden, die den Kunstbetrieb häufig beherrscht.“

Museen & Institutionen

Isa Genzken im Martin Gropius Bau

Isa Genzken, Nofretete, 2014 7 Gipsbüsten mit Brillen, Holz, auf Holzsockeln mit Rollen Courtesy Galerie Buchholz, Köln/Berlin/New York, David Zwirner, New York/London und Hauser & Wirth © Isa Genzken, VG Bild - Kunst, Bonn 2016

Das Werk von Isa Genzken (Jahrgang 1948) hat seine Wurzeln im Medium Skulptur "und zeichnet sich durch eine sich ständig entfaltende visuelle Sprache und den ungezwungenen Einsatz von Medien aus. Genzkens Werk umfasst Skulptur, Installation, Film, Video, Malerei, Werke auf Papier, Kollagen und Fotografie. In den 1970ern produzierte sie mit dem Computer entworfene Skulpturen bezogen auf den amerikanischen Minimalismus und Konzeptkunst. Die Retrospektive bietet einen dynamischen Rahmen für Genzkens unorthodoxe Vision der Welt, die uns umgibt. Die Ausstellung beleuchtet Themen wie Modernität, menschlicher Körper, Portrait, urbane Kultur und Architektur." Eine Ausstellung unter dem Titelö "Mach dich hübsch" ist vom 9. April bis zum 26. Juni 2916 im Berliner Martin Gropius-Bau zu sehen. www.gropiusbau.de

Museen & Institutionen

Kader Attia im MMK Frankfurt

Kader Attia, Repair Analysis, 2013, Foto: Axel Schneider, © VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Auf der letzten documenta erzielte Kader Attia große Aufmerksamkeit mit seinem Beitrag. Er befasst sich in seinen Werken „mit dem Konzept der 'Reparatur', das er seit vielen Jahren erforscht.” Das MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main widmet Attia jetzt eine umfassende Einzelausstellung unter dem Titel „Sacrifice and Harmony” (16. April bis 14. August 2016). Der Künstler wuchs als Kind algerischer Einwanderer in den Banlieues von Paris auf, und somit „bilden seine Erfahrungen in zwei unterschiedlichen kulturellen Milieus die Grundlage für seine künstlerische Praxis. In der Ausstellung im MMK erforscht er die weitreichenden Auswirkungen der westlichen kulturellen Hegemonie auf nicht-westliche Kulturen vor dem Hintergrund unserer globalisierten Gegenwart.” www.mmk-frankfurt.de

Preview

Salzburg: Poesie der Veränderung

Valie Export / Peter Weibel , Aus der Mappe der Hundigkeit, 1968, Dokumentation der Aktion, 1 von gesamt 5 Silbergelatineabzüge, 40,4 x 50 cm, © Sammlung Generali Foundation – Dauerleihgabe am Museum der Moderne Salzburg, Foto: Josef Tandl

Vom 23. April bis zum 9. Oktober 2016 ist im Museum der Moderne Salzburg als neue Form der Sammlungspräsentation die Ausstellung „Poesie der Veränderung“ zu sehen. In „mehreren großen Installationen und Arbeiten in den Medien Druckgrafik, Fotografie, Malerei und Skulptur widmet sich die Ausstellung dem poetischen Potenzial, das Künstlerinnen und Künstler in gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Veränderungsprozessen entdecken.“ www.museumdermoderne.at

Preview

Klangkunst/Klanglandschaften: reiheM im Kölner Stadtgarten

Emeka Ogboh © Adolphus Opara

Ein Konzertabend über das "Verschwimmen der Grenzen realer und imaginärer Klanglandschaften" ist für den 18. April 2016 (ab 20 Uhr) im Kölner Jazzhaus Stadtgarten angekündigt. Das Programm bestreiten: Kassel Jaeger, Paris - Modularer Synthesizer und konkrete Klangproduktion; Emeka Ogboh, Lagos/Berlin - „Lagos Soundscapes“; Fieldrecordings Repetition/Distract, Sinzig - Echtzeit-Elektronik, Musique çoncrete und Fieldrecordings. "reiheM" ist ein Konzertprojekt für Gegenwartsmusik, Elektronik und neue Medien. Das Projekt ist " programmatisch offen. Das Spektrum reicht von Klassikern der elektronischen bzw. live-elektronischen Musik wie John Cages Cartridge Music über Werke der musique concrète bis zu aktuellen Tendenzen der elektronischen Musik, Computermusik und des circuit bending. Die Reihe bietet ebenso Platz für Klanginstallationen wie für aufwendige Multimediaproduktionen." www.reihe-M.de

Museen & Institutionen

Bernar Venet in Bonn

Bernar Venet, Skulptur

Der französische Konzeptkünstler Bernar Venet stellt mit einem Vortrag und einer Performance sein Werk "Arc 89" am Mittwoch, 6. April 2016, um 19 Uhr im Forum der Bundeskunsthalle erstmalig der Öffentlichkeit vor. Eigens für Bonn hat Bernar Venet die monumentale Skulptur "ARC ‘89" geschaffen. Sie ist 17 Meter hoch, besteht aus 42 Tonnen Cortenstahl, und ist das dritte Kunstprojekt Bonn, das die Stiftung für Kunst und Kultur e.V. in Bonn durchführt. Die öffentliche Übergabe an die Bürger der Stadt Bonn durch Vizekanzler Sigmar Gabriel und Oberbürgermeister Ashok Sridharan findet am Sonntag, 5. Juni 2016 um 16 Uhr statt. www.bundeskunsthalle.de

Museen & Institutionen

Eva Choung-Fux im MUSA Wien

Eva Choung-Fux, Abb. von der Internetseite MUSA - Presseankündigung

Bis zum 11. Juni 20916 zeigt das Wiener MUSA Museum Startgalerie Artothek eine Retrospektive der Künstlerin Eva Choung-Fux, die zu den zentralen Persönlichkeiten der Wiener Kunstszene in den 1960er Jahren zählte. Titel: "Nach dem Ende der Welt." "Ihr umfangreiches Werk ist zum einen durch den meisterlichen Umgang mit druckgraphischen Techniken gekennzeichnet, zum anderen durch ihr persönliches Naheverhältnis zur asiatischen Kultur. Mehrere Jahre verbrachte sie in Korea und Japan. Von dort zurückgekehrt, begann ihre jahrzehntelange Lehrtätigkeit an der damaligen Akademie für angewandte Kunst". In den letzten Jahren übergab Eva Choung-Fux ihr Hauptwerk der Kulturabteilung der Stadt Wien – MUSA. www.musa.at.

Museen & Institutionen

Wolfsburg unlimited

Franz Ackermann, evasion XVII (two pipelines delivering a city-build me up to knock me down), 1998, Öl auf Leinwand, 250 x 300 cm, Sammlung Kunstmuseum Wolfsburg, Copyright: Franz Ackermann

Die erste große Ausstellung von Direktor Dr. Ralf Beil im Kunstmuseum Wolfsburg heißt „Wolfsburg Unlimited“ und macht die Autostadt bis zum 11. September 2016 zu einem „Weltlabor“. Die eingeladenen Künstler spiegeln die Stadt im Museum und machen das gesamte Gebäude einschließlich Foyer und Vermittlungsräume zum Ausstellungsort. Eigens für dieses Projekt entstehen großangelegte Künstlerprojekte wie das Containerterminal und das Autokino von Julian Rosefeldt in der 16 Meter hohen Ausstellungshalle, ein Material­feld mit Filmeinschüssen zu Hans Scharoun von John Bock, Fotoinstallationen von Eva Leitolf und Peter Bia­lobrzeski, ein Schwarz-Weiß-Fresko von Didier Rittener sowie ein Klangfenster von Nevin Aladag. Künstlerliste: Franz Ackermann, Nevin Aladag, Christian Andersson, Ruedi Baur / Vera Baur, Peter Bia­lobrzeski, John Bock, Janet Cardiff / George Bures Miller, Christo, Don Eddy, Douglas Gordon, Heinrich Heidersberger, Peter Keetman, Anselm Kiefer, Pia Lanzinger, Eva Leitolf, Rémy Mar­kowitsch, Marcel Odenbach, Arnold Odermatt, Nam June Paik, Antoine Pesne, Peter Roehr, Didier Rittener, Julian Rosefeldt, Werner Schroeter, Luc Tuymans, James Welling, Charles Wilp. www.kunstmuseum-wolfsburg.de

Messen & Märkte

Art Cologne: Jubiläumsmesse

Art Cologne 2015, im Vordergrund Bodeninstallation von Richard Long, Foto: Raap

1967 fand zum ersten Mal im Kölner Ballhaus Gürzenich eine Messe für zeitgenössische Kunst statt – der „Kunstmarkt Köln '67“. Rund zwei Dutzend Galeristen boten damals ihre Werke an und machten damit eine Mill. DM Umsatz. Das war für die damaligen Verhältnisse ein Rekord, denn der Markt für zeitgenössische Kunst war noch recht überschaubar:„Die zeitgenössische Kunst hatte es sehr schwer. Außer Wolfgang Hahn, Helmut Klinker und Frau Schniewind gab es so gut wie keine Sammler für diese Kunst der frühen 60er Jahre... Die zeitgenössische Kunst, so wie ich sie mit der Pop Art vorantrieb, hatte noch keinen Markt. Es kam kaum jemand in die Galerie, geschweige denn, dass jemand kaufte. Das war die Ausgangssituation...“, bilanzierte Rudolf Zwirner einmal in einem Interview. Der Galerist war zusammen mit seinem Kollegen Hein Stünke Gründer dieses Kunstmarkts, der erst seit 1984 „Art Cologne“ heißt. Zum 40jährigen Gründungsjubiläum 2006 konnte die Art Cologne laut „Focus“ 60 Millionen Euro Umsatz melden. 2016 sind es zur Jubiläumsausstellung 50 Jahre nach der Gründung 219 Teilnehmer, die das gesamte Spektrum der Kunst des 20./21. Jh. von der Klassischen Moderne bis heute abdecken. Diese Klassiker und die etablierte Avantgarde sind in der Halle 11.1. zusammen gefasst. Die Hallenebene 11.2. ist für die renommierten Galerien mit zeitgenössischer Kunst reserviert, und die Ebene 11.3. für die Sonderbereiche „Collaborations“, „New Contemporaries“ mit 29 jungen Galerien und „Film Cologne“. Auf einer eigenen Ausstellungsfläche in Halle 11.3 der Koelnmesse präsentieren außerdem die Deutsche Bank und Sal. Oppenheim unter dem Titel !1967 – Ein Jahr in 50 Kunstwerken!“ 50 Kunstwerke aus ihrer Sammlung aus dem Gründungsjahr der Kunstmesse vor 50 Jahren. Ungetrobt ist die Jubiläumsfeier freilich nicht, denn in Berlin ärgern sich die Galeristen, dass die Art Cologne 2017 am letzten Aprilwochenende stattfinden soll - zeitgleich zum Berlin Gallery Weekdend. Wegen der Fitnessmesse muss Art Cologne-Direktor seine Kunstmesse verschieben. Hug hofft jedoch, mit den Berlinern noch eine einvernehmliche Lösung aushandeln zu können, die beiden Seiten nutzt.  www.artcologne.de

Aktionen & Projekte

Khun Load

RAINER JUNGHANNS, „Khun Load“, Titelfoto

In den vergangenen Jahren unternahm der Düsseldorfer Bildhauer Rainer Junghanns mit mehrere Schiffsreisen, die sich zur Länge einer Erdumrundung addierten. Auf dem Containerschiff produzierte er auf einer 91 Tage dauernden Reise jeweils ein Videostill pro Reisetag. Die Anzahl dieser 91 Reisetage nahm der Künster später zum Anlass, für ein weiteres Künstlerprojekt, das ihn 2014 u.a. über Thailand nach Neuseeland führte, eine hölzerne schrankähnliche Skulptur mit 91 Schubladen zu schaffen und unterwegs die 91 Fächer zu füllen. „Khun Load“ (Khun Lade) nennt er dieses Projekt, wobei „Khun“ im Thailändischen eine Höflichkeitsfloskel bedeutet. Als Rainer Junghanns auf seiner Reise schließlich in Thailand im Kloster Watphadarabhirom ankam, fand er auf der Suche nach Inhalten für diese 91 Schubladen im Klostergarten beschriftete Schilder, die mit Schnüren an Bäumen befestigt sind. Sie werden ausschließlich von den Mönchen mit ihren Eingebungen beschriftet: „Bäume erteilen Weisheiten“, so lautet das Prinzip. Zum Deutschen Museumstag stellt Junghanns diese Schubladen-Skulptur vom 30. April bis zum 10. August 2016 im Kulturellen Zentrum Kloster Kamp-Lintfort aus. Am 22. Mai 2016 findet dort ein Künstlergespräch statt. Jede der Schubladen enthält drei Bilder: 91 Fotos von diesen Schildern im Klostergarten bilden ein Drittel des Inhalts. Das zweite Drittel dieser Ansammlung von Bildern besteht aus ebenfalls 91 Abbildungen, und zwar von Innen- und Außenansichten des Klostergebäudes und vom Leben der Mönche, wie es Junghanns während seines dreimonatigen Aufenthaltes dort beobachten konnte. Für das letzte Drittel hat der Künstler schließlich 91 Bilder von der Umgebung des Klosters zusammen getragen. In der Ausstellung können die Besucher eines der „Umgebungs-Bilder“ gegen einen eigenen, d.h. selbst verfassten kurzen Textbeitrag austauschen.

Aktionen & Projekte

München: Plakataktion mit Rodney Graham

Plakataktion mit Oak Trees, Red Bluff 1-8, 1993-2000, von Rodney Graham, Installationsansicht in der U-Bahnstation Karlsplatz/Stachus München, Fotos: Thomas Dashuber

Dass mit Plakaten in öffentlichen Fußgängerpassagen oder U-Bahnhöfen für Museumsausstellungen geworben wird, ist gang und gäbe. Um sich gegen die visuelle Überreizung durch Reklametafeln und Videogeflimmer durchzusetzen, bedarf es allerdings orgineller Einfälle. So wirbt die Münchener Sammlung Goetz für ihre Rodney Graham-Ausstellung (bis 23. April 2016) innder Station Stachus/Karlsplatz mit auf dem Kopf stehenden Bildern von Bäumen. Die Fotoarbeiten des kanadischen Künstlers fußen auf dem Prinzio der Camera obscura, die ein umgekehrtes Abbild der Wirklichkeit erzeugt. Die Serie "Oak Trees" (Eixchenbäume) ließ Graham von einem professionellen Fotografen mit der Plattenkamera aufnehmen. „Ich war an dem Bild des umgekehrten Baumes, sowohl in symbolischer als auch in empirischer Hinsicht interessiert“, erklärt Rodney Graham zu diesen Auftragsarbeiten. www.sammlung-goetz.de

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