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Ausschreibungen

Else-Heiliger-Fonds

Bewerbungsschluss für ein Arbeitsstipendium des Trustee-Programms des Else-Heiliger-Fonds ist der 30. April 2016. Die Konrad-Adenauer-Stiftung vergibt im Rahmen ihres Künstlerförderungsprogamms Stipendien an bedürftige und besonders befähigte Künstler mit deutscher Staatsbürgerschaft. Insgesamt werden sechs einjährige Arbeitsstipendien im Bereich Bildende Kunst, zwei im Bereich Literatur, eines in der Sparte Komposition und eines in der Kategorie Tanz vergeben, die jeweils mit 12.000 dotiert sind Euro. Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Studium an der Hochschule/Akademie, in der Regel mit Meisterschülerabschluss. Kontakt: Dr. Hans-Jörg Clement, Leiter Kultur, Konrad-Adenauer-Stiftung e.V., Tiergartenstr. 35, 10907 Berlin, Tel.: +49 30 26996 3220, ursula.moss@kas.de. Weitere Infos unter www.kas.de/wf/de/71.3778

Ausschreibungen

Paula Modersohn-Becker Kunstpreis

Der Paula Modersohn-Becker Kunstpreis des Landkreises Osterholz ist für Profi-Künstler mit „darstellbarem Bezug zur ›Metropole Nordwest‹“ (Bremen-Oldenburg) ausgelobt. Voraussetzung: Abschluss an einer Kunsthochschule. Der Preis ist mit 7.500,- Euro dotiert. Ein Nachwuchspreis hat eine Altersgrenze von 28 Jahren (Stichtag ist der 30.9.2014) und ist mit 1.000,- Euro dotiert. Einzureichen sind ein Katalog (max. Format DIN A4) und/oder Portfolio (max. 25 -30 Seiten, max. Format DIN A4), bei Bedarf zusätzlich 1 CD mit max. 10 Abbildungen, bei Bedarf 1 DVD mit max. 3 Videos. Deadline: voraussichtlich 10. April 2016. Infos und Kontakt: www.pmb-kunstpreis.de

Personalien

Tilman Bassenge gestorben

Tilman Bassenge

Der Berliner Auktionator Tilman Bassenge starb im Alter von 72 Jahren. Er hatte nach dem Studium eine Ausbildung zum Antiquar in London und in Prag absolviert und trat dann 1967 in das von seiner Mutter Gerda Bassenge 1963 gegründete Unternehmen ein. 1972 wurde er dann Teilhaber. Er baute die Firma zu einem der führenden deutschen Auktionshäuser im Buch- und Grafiksektor weiter aus und öffnete es gegenüber der Malerei. So wurde hier z.B. 2012 Gerhard Richters fotorealistische Gemälde „Rheinhausen“ für 340.000 Euro versteigert.

Preise

Walter Tiemann-Preis

Die Grafiker des Berliner Büros „bookbook“ Constanze Hein und Jan Blessing gewannen den Walter Tiemann-Preis für Typografie (5.000 Euro). Die Auszeichnung würdigt die Gestaltung des Ausstellungskataloges „Tutti“ der Edition Taube von 2015 – eine Übersetzung eines Videofilms ins Buchformat. Boy Vereecken wurde mit einem Förderpreis bedacht (1.500 Euro). Weitere Preise gingen an Pascal Storz und Fabian Breme.

Ausschreibungen

Künstler in Hünfeld

Das Museum Modern Art Hünfeld präsentiert vom 3. Juli 2016 bis 22. Januar 2017 unter dem Titel "HÜNFELD +100" eine Gruppenausstellung von etwa 40 Künstlerinnen und Künstlern aus der erweiterten Region. Der Wettbewerb mit freier Themenwahl richtet sich ausschließlich an professionelle, freiberufliche Künstlerinnen und Künstler zeitgenössischer Malerei, Grafik und/oder Skulptur von figürlich bis konkret, die im Umkreis 100 km von Hünfeld/Fulda leben und arbeiten. (Hobbykunst ist ausgeschlossen!) Deadline ist der 15. April 2016. Download der Bewerbungsunterlagen unter www.museum-modern-art.de

Galerien & Auktionshäuser

Art Market Report

Der „Art Market Report“ zur TEFAF Maastricht meldet für 2015 einen Umsatzrückgang von 7 Prozent im internationalen Kunsthandel gegenüber dem Vorjahr; lagen die Umsätze 2014 noch bei 68 Milliarden Dollar weltweit, so waren es 2015 nur noch 63 Milliarden Dollar. Das liegt u.a. daran, dass nicht mehr in jenem Maße wie früher Spitzenpreise erzielt wurden, sondern die Preisentwicklung stagnierte: 90 Prozent aller versteigerten Kunstwerke erreichten nämlich lediglich ein Ergebnis von weniger als 50.000 Dollar – dieses mittlere Preissegment hat einen Marktanteil von immerhin 12 Prozent. Am meisten verdienen Händler und Versteigerer mit den Spitzenwerken einiger weniger Künstler wie Gerhard Richter oder Georg Baselitz. Doch auch die Anzahl der Verkäufe beeinflusst die Marktentwicklung – sie gingen in besagtem Zeitraum um 2 Prozent zurück. Immerhin lagen die Verkäufe 2015 weltweit immer noch bei 38 Milliarden Dollar. Marktführer im Segment der modernen und zeitgenössischen Kunst sind Andy Warhol und Pablo Picasso. Nach wie vor dominieren die Sammler und Galeristen aus den USA den internationalen Kunstmarkt mit einem Anteil von 43 Prozent. Zweitwichtigster Handelsplatz ist Großbritannien (21 Prozent) vor China (19 Prozent). Hier bestimmen wohl vor allem die großen renommierten Auktionshäuser Christie's und Sotheby's das internationale Marktgeschehen.

Kulturpolitik

Bayern will neuen Konzertsaal

Horst Seehofer, Fotoquelle: Wikipedia/Ralf Roletschek

In München tobte fast 15 Jahre lang ein zeitweise recht erbitterter Streit um die Notwendigkeit und den Standort eines neuen Konzertsaales. Die CSU-Landtagsfraktion stimmte nun unlängst der Entscheidung der Staatsregierung zu, den Konzertsaal im Werksviertel zu bauen. Kunstminister Ludwig Spaenle erklärte, die Ausschreibungen sollten noch in diesem Jahr erfolgen. Ein großer Musikfan ist vor allem Ministerpräsident Horst Seehofer: „Wir wollen einen Konzertsaal mit Weltniveau - und natürlich für München auch was Futuristisches“. Gutachter sehen den ersten Spatenstich realistischerweise frühestens 2019, und wie lange Planung und Bau wirklich dauern werden, sei derzeit „kaum kalkulierbar“, referiert die „Süddeutsche Zeitung“: „Der Lenkungsausschuss der Staatsregierung verweist auf vergleichbare Neubauten in Europa und warnt: All das könnte 'zum Teil deutlich längere Zeitfenster` beanspruchen.“ Angesichts des finanziellen Desasters bei der Hamburger Elbphilharmonie ist auch bei der Kostenplanung Skepsis angebracht. Im polnischen Katowice z.B. kam man beim Bau eines solchen Konzertsaals mit 70 Mill. Euro aus; doch die Seehoferschen Weltniveau-Ansprüche schlagen in München jetzt schon mit Baukosten von 200 bis 300 Mill. Euro zu Buche. Abgeschlossen sind auch längst noch nicht die Verhandlungen mit dem Grundstücksbesitzer, dem Erben der Pfanni-Werke. Der will das Areal nämlich nicht verkaufen, sondern dem Freistaat nur in Erbpacht überlassen. Auf private Investoren wollen die bayerischen Konzertsaalbauer indes verzichten, und Horst Seehofer verspricht stattdessen vollmundig: „Wir werden mit dem Steuergeld sehr vernünftig umgehen“.

Kulturpolitik

Studie zur Kulturförderung auf dem Land

Wo es in wirtschaftlich schwachen, vor allem ländlichen Regionen keine Jobs und keine urbanen Attraktionen gibt, hält die Landflucht an. Die Jüngeren ziehen wegen der Arbeit in die Städte, die Älteren wegen besserer Verkehrsanbindungen und Versorgungsmöglichkeiten. Dieser demografische und soziologische Wandel führt zu einer spürbaren Ausdünnung der Infrastrukturen – die nächste Arztpraxis ist oft kilometerweit entfernt, und die nächste Sparkassenfiliale auch. Kleinere Museen haben kaum noch Besucher und können von klammen Landratsämtern und Gemeindeverwaltungen kaum noch unterhalten werden. Zu dieser Entwicklung hat das Institut für Kulturpoltik der Kulturpolitischen Gesellschaft eine Studie erstellt: „Förderpotenziale für Kultur in ländlichen Räumen“. Denn als Maßnahme zur Gegensteuerung haben sich in den letzten Jahren „flächendeckend integrierte Ansätze für Entwicklungskonzepte für ländliche Räume etabliert, in die auch kulturelle Aspekte und Kulturakteure im ländlichen Raum einbezogen werden.“ Die Studie liefert „eine Bestandsaufnahme von Fördermöglichkeiten für Aktivitäten und Infrastrukturen in ländlichen Räumen... Unter anderem werden 51 Programme des Bundes, der Länder, der EU sowie anderer öffentlicher und privater Träger untersucht, die Maßnahmen zur Bewältigung der Folgen des demografischen Wandels in ländlichen Räumen fördern und zugleich geeignet sind, auch kulturelle Vorhaben zu unterstützen.“ Die Studie kann heruntergeladen werden unter www.kupoge.de/download/Studie_laendliche-kulturarbeit.pdf.

Messen & Märkte

SP Arte Sao Paulo

SP Arte Sao Paulo

120 Galerien aus Brasilien und anderen Ländern, u.a. aus den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland und Portugal, bestreiten die SP Arte Sao Paulo (7.-10.4. 2016). So nimmt David Zwirner aus New York teil, aus Berlin reist die Galerie neugeriemschneider an, aus Köln die Galerie Michael Werner.Veranstaltungsort ist der historische Ciccillo Pavillon von Oscar Niemeyer. Luisa Teixeirra de Freuitas kuratiert einen Solo-Sektor. Der „Open Plan“-Sektor ist für großformatige Installationen reserviert. Cauê Alves kuratiert ein Performance-Programm. www.sp-arte.com

Museen & Institutionen

Schirn-Jubiläum

Schirn Kunsthalle Frankfurt, Außenansicht, Copyright Schirn Kunsthalle Frankfurt, Foto: Norbert Miguletz

Ihr 30jähriges Bestehen feiert in diesen Wochen die Schirn Kunsthalle Frankfurt. Seit ihrer Eröffnung im Frühjahr 1986 hat sie mehr als 220 Ausstellungen ausgerichtet, bei denen man insgesamt 8 Millionen Besucher zählte. Im Jubiläumsjahr stehen u.a. eine Joan Miro-Ausstellung (bis 12. Juni 2016) und ein neues Kunstprojekt „Translantics“ vin Britta Thie auf dem Programm (ab 28. April 2016). www.schirn.de

Personalien

Hamburg: Neuer Geschäftsführer

Marc von Itter, Foto: Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg

Marc von Itter tritt am 1. Juni 2016 seinen neuen Posten als Verwaltungsdirektor der Stiftung Historische Museen Hamburg an. Bisher war er am Freilichtmuseum am Kiekeberg im Süden Hamburgs tätig.

Museen & Institutionen

Ansgar Skiba im Kunstverein Coburg

Ansgar Skiba, felsige Küste, 2011

Seine Nachtlandschaften mit Vollmondlicht lassen einen Vergleich mit Caspar David Friedrich oder mit den Nachtbildern von Carl Spitzweg zu. Die Gartenszenen reflektieren bisweilen auch Claude Monets berühmte Seerosenmotive: Ansgar Skiba unternimmt gerne Wanderungen und Spaziergänge zum Studium der Natur, und seine Eindrücke setzt er mit pastosem Pinselstrich in der Darstellung von Felsküsten und blühenden Wiesen um – in einer impressiven Weise mit leuchtenden Kontrasteffekten. Minutiöse Silberstiftzeichnungen begleiten diese Werkreihen, in denen Skiba eine romantische Bildvorstellung, die uns aus der Kunstgeschichte des 19. Jh. vertraut ist, in die Bildsprache des 21. Jh. überträgt. Bis zum 17. April sind unter dem Titel „Natur“ Bilder, Zeichnungen und Nachtstücke im Kunstverein Coburg zu sehen. Ab dem 24. April 2016 stellt der Künstler anschließend im Kunstraum-Kleine Galerie Bad Waldsee aus und ab dem 4. Mai 2016 in der Galerie Weise Chemnitz.  www.kunstverein-coburg.de

Aktionen & Projekte

Keine Flüchtlingsführungen auf der Art Cologne

Hermann-Josef Hack (Mitte, blaue Jacke) und Andreas Pohlmann, Malbuchaktion in einem Kölner Erstaufnahmelager für Flüchtlinge, Foto: Courtesy Hack

Hermann-Josef Hack, Siegburger Aktivist und Aktionskünstler, wollte im Rahmen seiner Projekte „Sichtkontakt“ und „Flüchtlingsakademie“ Flüchtlinge über die Art Cologne führen und ist verärgert, weil die Messeleitung ihm dies verwehrte: „Obwohl unser Projekt ausschließlich positiv ausgerichtet ist und gerade Kommunikation und Integration sucht, sieht man seitens der Kunstmesse scheinbar in den Flüchtlingen etwas Störendes. Sonst würde man sich nicht so sperren.“ Stattdessen kündigte der Künstler an: „Wir werden uns auch ohne Genehmigung durch die Stadt Köln dort hinstellen und das Zelt aufbauen, mal sehen, was dann passiert.“  

Museen & Institutionen

Stiftung Hauser: Jubiläum

Stiftung Erich Hauser, Pressefoto

Die Rottweiler Stiftung Erich Hauser begeht in diesem Jahr inr 20jähriges Jubiläum. Sie wurde noch zu Lebzeiten des Stahlbildhauers Erich Hauser (1930-2004) im Jahr 1996 gegründet und verfügt die Kunststiftung über ein ca. 40.000 qm großes Areal mit Werkstätten, Wohnhäusern, Skulpturenpark und Kunstsammlung. In den letzten Jahren konnten die Stiftungsaktivitäten erheblich ausgebaut werden.Zu den Konstanten der Stiftungstätigkeit zählen die offenen Sonntage von April bis September, das jährlich stattfindende Ars Nova Konzert vom SWR2 und die Vergabe des Werkstattpreises an junge Bildhauerinnen und Bildhauer. www.erichhauser.de

Preview

Ein Loch im Meer

Pressebild zu Ein Loch im Meer

Vom 21. Mai bis zum 21. August 2016 zeigt der Württembergische Kunstverein die Ausstellung 'Ein Loch im Meer'. "Der Titel verweist auf eine Intervention des britischen Konzeptkünstlers Barry Flanagan, der 1969 für Gerry Schums ‚Fernsehgalerie' (Sendung ‚Landart') ein Loch im Meer schuf. Bei Ebbe platzierte er einen Plexiglaszylinder im Watt, den er bei steigender Flut von oben filmte. Für einen kurzen Moment entstand so ein Loch im Meer – bis es sich in den Strömungen der Wassermassen wieder verlor." Künstlerliste: Zbynek Baladran, George Brecht, Matthew Buckingham, Annalisa Cannito, Chen Chieh-Jenc, Tacita Dean, Barry Flanagan, Sven Johne, Zoe Leonard, Pia Linz, Mehreen Murtaza, Lisa Rave, Julia Rometti / Victor Costales, Cristian Rusu und andere.

Ausschreibungen

Revierkunst

Die 5. Revierkunst findet vom 9. bis 11. September 2016 in Dortmund im alten  Museum am Ostwall, dem zukünftigem Baukunstarchiv NRW statt. Am letzten Tag wird der Revierkunstpreis verliehen (die Höhe des Preisgeldes wird in der Ausschreibung nicht genannt). Die Ausstellungsfläche beträgt ca. 6 Meter Wandfläche. Skulpturen und Objekte werden in der Regel in der Raummitte platziert. Ausgewählt werden ca. 80 Künstler aus dem Ruhrgebiet und Gastkünstler. Achtung! Es wird eine Kostenbeteiligung von 150 Euro verlangt! Bewerbungsschluss ist der 1. Mai 2016 (nur elektronische Bewerbungen). Bewerbungsmodalitäten unter www.revierkunst.com

Personalien

Leitungswechsel in Dresden

Stefan Koja, Foto: Rolf Johannsen

Stefan Koja ist neuer Leiter der Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister und der Skulpturensammlung. Sein Vorgänger Bernhard Maaz wechselte nach München und ist dort jetzt Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Koja war in Wien Leiter der Sammlungen des 19. Jh. in der Österreichischen Galerie Belvedere. www.skd.museum/de

Biennalen

Philipp Kaiser kuratiert Schweizer Pavillon

Philipp Kaiser, Foto: S. Kallnbach

Philipp Kaiser kuratiert den Schweizer Pavillon auf der Biennale von Venedig 2017. Für diese Aufgabe wurde er von der Biennale-Jury der Stiftung Pro Helvetia berufen. Die Hauptausstellung kuratiert Christine Macel. Für die Länderpavillons berufen deren Träger jeweils einen eigenen Kurator. In den letzten Jahren hatte Pro Helvetia immer jeweils einen Künstler oder eine Künstlerin berücksichtigt, die anschließend selber ihren Kurator auswählten. Jetzt legt die Stiftung das Programm direkt in die Hände eines Kurators. Philipp Kaiser war von 2012 bis 2014 Direktor des Museum Ludwig Köln und kehrte dann nach Los Angeles zurück. Dort bereitet er derzeit für das Getty Research Institute eine Ausstellung über den 2005 verstorbenen Ausstellungsmacher Harald Szeeman vor. Kaiser machte sich vor allem als Spezialist für Land Art einen Namen und erweiterte den kunstwissenschaftlichen Blick auf dieses Metier durch die Einbeziehung von Film und Fotografie, so in seiner Münchener Ausstellung „End of Earth“ 2013. In einem Interview mit „Kunstforum international“ beschrieb Kaiser seinen theoretischen Ansatz einer kunsthistorischen Rückschau als „Anwendung postmoderner Theorien auf das Museum, z.B. von Michel Foucaults Beschreibung der Historizität einer jeglichen Situation, welchen Bedingungen wir unterworfen sind und wie diese unser Leben determinieren...“ (Bd. 219, S. 350 ff.).- Die Biennale von Venedig findet vom 13. Mai bis 27. Nov. 2017 statt. www.prohelvetia.ch

Aktionen & Projekte

Skulptur Projekte Münster

George Rickey, Drei rotierende Quadrate, 1973, Engelenschanze, Promenade Münster, Fotoquelle: Wikipedia/STBR, GNU-Free Documentation License - copyleft, GFDL & CC-BY-SA 2.5

Die Skulptur Projekte Münster finden im Sommer 2017 zum fünften Mal statt.  Mit Out of Body liegt nun ab dem 19. März 2016 das erste von drei Magazinen vor, die den Entstehungsprozess der Skulptur Projekte 2017 begleiten. "Jedes Heft geht dabei von einem Begriff aus, der mit der Erfahrung von Skulptur und Projekt im Außenraum verknüpft ist: Körper, Zeit und Ort. Angesichts von Digitalisierung, Globalisierung und neuen Ökonomien scheinen diese Begriffe heute zunehmend unscharf zu werden – bis hin zu ihrer möglichen Auflösung." Anstoß zu den ersten Skulptur Projekte Münster gab 1977 übrigens eine Skulptur von George Rickey im Stadtraum. Damals empörten sich viele Münsteraner Bürger über die Aufstellung der abstrakten Skulptur, so dass Kasper König und Klaus Bußmann auf die Idee kamen, mit solch einem Skulpturen-Projekt dem Publikum ein besseres Verständnis für moderne Plastik nahe zu bringen. www.skulptur-projekte.de

Museen & Institutionen

Dada-Frauen

ELSA VON FREYTAG-LORINGHOVEN, Fotograf und Datierung unbekannt, Fotoquelle: Wikipedia/George Grantham Bain Collection-Credit Line: Library of Congress, Prints & Photographs Division, [reproduction number, e.g., LC-B2-1234]

Seit die Expressionisten sich um 1910 in Künstlergruppen zusammen schlossen, hatten diese auch weibliche Mitglieder, die in der kunstgeschichtlichen Wahrnehmung allerdings oft hinter den männlichen Malern zurück traten. So war es auch bei den Dadaisten, als deren Hauptvertreter man gemeinhin Hans Arp, Hugo Ball, Hans Richter, Kurt Schwitters, Max Ernst, Raoul Hausmann, Richard Huelsenbeck oder Tristan Tzara wahrnimmt. Anlässlich des 100. Geburtstages der Dada-Bewegung widmet das Züricher Museum Haus Konstruktiv bis zum 8. Mai 2016 daher nun eine Ausstellung den Frauen in der Dada-Bewegung („Dada anders. Sophie Taeuber-Arp, Hannah Höch, Baroness Elsa von Freytag-Loringhoven“). Elsa von Freytag-Loringhoven (1874-1927) war Aktmodell, Malerin, Dichterin und Rezitatorin. Sie genoss vor allem während ihres USA-Aufenthaltes (1913-1923) zeitweise eine recht große Popularität als „Dada-Ikone“. Es gibt gerüchteweise Vermutungen, nicht ihr Freund Marcel Duchamp, sondern sie habe das berühmte Ready made eines mit „R. Mutt“ signierten Pissoirbeckens geschaffen. Jedenfalls hat sie bereits 1913 einen gefundenen Eisenring zum „Enduring Ornament“ erklärt und damit wohl das erste Ready made geschaffen. Elsa von Freytag-Loringhoven gilt auch als Mitbegründerin der Performance-Kunst; doch ihre Happenings wurden vom Publikum als zu radikal empfunden. Ohne die zeitweilige Unterstützung durch die Gönnerin Peggy Guggenheim hätte sie als Künstlerin kaum ihre Existenz sichern können – die Dada-Pionierin starb schließlich mittellos 1927 in Paris. Hannah Höch war von 1915 bis 1922 mit Raoul Hausmann liiert; beide entdeckten für sich 1918 das Prinzip der Fotomontage und gründeten zusammen mit George Grosz, den Gebrüdern Herzfelde, Johannes Baader und Richard Huelsenbeck den Berliner „Club Dada“. Auf der ersten Dada-Messe 1920 fand Hannah Höch mit ihren Fotocollagen und Dada-Stoffpuppen große Beachtung. Bis heute ist sie vor allem mit ihren Fotomontagen bekannt, obwohl ihr künstlerisches Werk auch Malerei, Plastiken, Textilentwürfe und Bühnenbilder umfasst. Sophie Taeuber-Arp genoss eine solide Ausbildung an der Kunstgewerbeschule von St. Gallen, anschließend in München und Hamburg, bevor sie nach Zürich zurück kehrte, dort Hans Arp kennenlernte und ihn 1922 heiratete. Sie gehörte zum engeren Kreis der Dadaisten, etablierte sich als Künstlerin jedoch mit abstrakten Textilentwürfen und schuf Marionetten für eine Theateraufführung, von denen einige auch in der jetzigen Ausstellung präsentiert werden. Seit 1977 betreut die Stiftung Arp e.V. mit Büros in Remagen und Berlin den größten Teil des künstlerischen Nachlasses des deutsch-französischen Bildhauers und Dichters Hans Arp und seiner ersten Frau, der Schweizer Künstlerin Sophie Taeuber-Arp. www.hauskonstruktiv.ch

Preise

Hasselblad-Preis an Stan Douglas

Stan Douglas, Foto: Courtesy Hasselblad Foundation

Stan Douglas bekommt am 17. Oktober 2016 den Hasselbladpreises für Fotografie überreicht (umgerechnet 110.000 Euro). Seine Fotoarbeiten und Videos beschäftigen sich mit sozialen Fragen wie Rasse, Geschlecht, Identität und postkolonialer Politik. Von 200o bis 2006 war er Professor für Medienwissenschaften an der Universität der Künste Berlin. Die Hasselblad-Stiftung ist im schwedischen Göteborg ansässig. www.hasselbladfoundation.org

Museen & Institutionen

Hockney-Retrospektive 2017

TATE BRITAIN, Fotoquelle: Wikipedia/Tony Hisgett

David Hockney, der im kommenden Jahr seinen 80. Geburtstag feiern kann, bekommt aus diesem Anlass eine große Retrospektive in der Londoner Tate Britain ausgerichtet. Die für 2017 geplante Ausstellung wandert anschließend ins Centre Pompidou Parisund ins Metropolitain Museum of Art New York. Die Retrospektive setzt mit dem Frühwerk der Jahre 1960/61 an, umfasst auch seine berühmten Swimming Pool Motive und die Yorkshire-Landschaften der 2000er Jahre, ebenso aber auch die jüngsten Arbeiten, seit Hockney 20013 nach Kalifornien zurück kehrte. www.tate.org.uk

Personalien

Der ehemalige STERN-Fotograf Gerhard Vormwald ist tot

Gerhard Vormwald, Foto: Heinz-Norbert Jocks

Gerhard Vormwald, Fotograf, Maler, Zeichner, bis vor zwei Jahren Professor an der Fachhochschule in Düsseldorf, 1948 in Mannheim geboren, starb völlig unerwartet am 8. März wenige Tage nach seinem 68igsten Geburtstag in seinem Pariser Atelier. Angefangen hatte er als Bühnenfotograf 1969 am Nationaltheater Mannheim. 1971 übernahm er das Studio von Hans Nagel und wurde als Werbefotograf bekannt, der ein Verfahren entwickelte, mit dem er blitzschnelle Abläufe wie das Zersprengen einer Vase festhalten konnte. Er war der erste Autor dieser außergewöhnlichen Fotografie.
Er schuf unvergessliche Titelbilder für den Stern, arbeitete für den Playboy und die Satire-Zeitschrift Pardon. Sich seit jeher mehr als Künstler verstehend, befreite er sich schließlich aus den Zwängen der Auftragsfotografie und widmete sich fortan seiner Kunst.       

Museen & Institutionen

Lüpertz in Stuttgart

Markus Lüpertz, Fotoquelle: Wikipedia/Hans Weingartz

Am 3. Mai 2016 präsentiert Markus Lüpertz am 19 Uhr im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Art Walk Stuttgart« geladenen Gästen seine ausgewählten Werke. Begleitend zur Vernissage spielt Lüpertz am Piano zusammen mit seiner Free-Jazz-Formation »TTT«. Die Veranstaltung findet im Schloss Solitude statt. contact@artwalk-stuttgart.com

Biennalen

Asien Biennale und Guangzhou Triennale

Pressekonferenz Asia Time, Guangzhou

Bis zum 10. April 2016 veranstaltet das Guangdong Kunstmuseum (Guangzhou) erstmals "eine einzigartige Kombination" aus der Guangzhou Triennale mit der neuen Asien Biennale. Zu sehen sind Werke, "in denen es um asiatische Geschichte, Kultur, Handel und die Probleme geht, mit denen Asien heutzutage konfrontiert ist. Mit einem internationalen Kuratorenteam und Künstlern aus aller Welt soll diese Asien Biennale zu einem der größten periodischen Kunstevents des gesamten Kontinents werden..." Kuratorisches Ziel ist die Erweiterung von "Themen asiatischen Bewusstseins und asiatischer Erfahrung", um "die Kunstentwicklung Asiens in einem globalen Kontext zu diskutieren". www.gdmoa.org

Museen & Institutionen

The Gregory Battcock Archive

Gregory Battcock in den 1970er Jahren, Foto: David Bourdon, The Gregory Battcock Archive

Der Kunstverein in Hamburg präsentiert als erste deutsche Institution das Projekt „The Gregory Battcock Archive“ des US-amerikanischen Konzeptkünstlers Joseph Grigely. Gregory Battcock war ein wichtiger Kritiker in der New Yorker Kunstszene der 1960er- und 1970er-Jahre. Er schrieb über Minimal Art, Konzeptkunst, Videokunst sowie Performance. Zufällig entdeckte Grigely 1992 den gesamten Nachlass Battcocks in einer Lagerhalle. Zur Ausstellung erscheint im Verlag Walther König Köln die erste umfangreiche Publikation. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Grazer Kunstverein. www.kunstverein.de

Messen & Märkte

The Armory Show 2016 - gute Verkäufe, verschärfte Konkurrenz

The Armory Show, Fotocredit: Image courtesy of Roberto Chamorro for The Armory Showory Show,

Die The Armory Show behauptete sich auch jetzt wieder als Flaggschiff der New Yorker Frühjahrsmessen, nicht zuletzt wegen der Teilnehmerzahl von 200 Galerien und des Besuchs zahlreicher prominenter Sammler und Museumsdirektoren. Die Berliner Galerie Dittrich und Schlechtriem meldete einen Ausverkauf von Werken des Künstlers Julian Charrière, und auch die kubanische Habana Gallery hatte 60 Prozent ihrer mitgebrachten Arbeiten verkaufen können. Obwohl die Veranstaltung in den letzten Jahren ihr Erscheinungsbild verbesserte, sehen indessen viele Kritiker diese Veranstaltung trotz solcher Erfolgsmeldungen noch immer als Ausdruck einer traditionellen Kunstmesse mit einem beliebigen Nebeneinander unterschiedlichster Künstler an. Die Erwartungen an den neuen Armory-Leiter Benjamin Genocchio sind denn auch im kommenden Jahr entsprechend hoch. Als Konkurrenzveranstaltung immer stärker wird nämlich unterdessen von Jahr zu Jahr die Independent, die mit 40 teilnehmenden Galerien und Projekträumen zwar kleiner ist, mit ihrer offenen Struktur ohne feste Kojenwände jedoch eher als ein Messemodell der Zukunft gilt, auch wenn solche Experimente in Berlin bislang eher nur mäßig erfolgreich waren. Immerhin streckte die Independent in diesem Frühjahr auch ihre Fühler nach Europa aus mit einem Auftritt in Brüssel, zeitgleich zur Art Brussels. Kunst aus Afrika bildete 2016 nicht nur den Schwerpunkt des „Focus“-Programms auf The Armory Show im März, sondern auch noch auf einer zweiten Messe 1:54 Contemporary African Art Fair im Mai, als Parallelmesse zur Frieze Art Fair New York. Sich gegenüber dem US-Ableger der Londoner Frieze-Macher zu behaupten, ist für den Armory-Chef Genocchio die zweite große Herausforderung.

Museen & Institutionen

the turn المنعرج

Pressebild zu the turn, Foto: Moufida Fedhila, Super-Tunisian, St'art, 2011, © Moufida Fedhila

Der Kunstraum Niederösterreich in Wien zeigt ab dem 17. März 2016 die Ausstellung "The Turn" über Interventionen im urbanen und ruralen Raum Tunesiens. "Während in vielen Ländern der Aufstand seine Ziele bis dato verfehlte, gilt Tunesien heute als die einzige Erfolgsgeschichte des sogenannten Arabischen Frühlings. Die Präsentation von Beispielen engagierter Kunstprojekte zeigt den Kurswechsel innerhalb lokaler Kunstpraktiken auf und bildet die Basis für weiterführende Diskussionen zum Thema 'Die Rolle der Kunst in Zeiten der Transformation'." Künstlerliste: Eden and Stijn Lernout, Moufida Fedhila, Reem Gibriel, Inkman, Helmut and Johanna Kandl, Halim Karabibene, Huda Lutfi, Selma and Sofiane Ouissi, Anja Pietsch, Hamdy Reda, Faten Rouissi, transparadiso (Barbara Holub und Paul Rajakovics), Sana Yazigi, u.a.

 

Biennalen

EVA-Biennale Limerick

KOYO KOUOH, Foto: Antoine Tempé, Courtesy EVA International.

Vom 16.4. bis zum 10.7. 2016 geht EVA - International Ireland’s Biennal Limerick über die Bühne. Jedes Mal wird ein Gast-Kurator eingeladen, das 12wöchige Programm zu gestalten; in diesem Jahr ist es Koyo Kouoh. Die freie Kuratorin ist für die Insider des deutschen Kunstbetriebs keine Unbekannte, denn sie arbeitete in den Kuratorenteams der Kasseler Documenta 20177 und 2012 mit. Kouoh ist Gründungsdirektorin der RAEMaterial Company in Dakar und focussiert nun in Limmerick das Programm unter dem Titel „Still (the) Barbarians auf zwei Themenkomplexe: zum einen geht es um Rassismus und Kolonialismus, zum anderen ist für die Iren 2016 der hundertste Jahrestag des Osteraufstands in Irland, als Ostern 1916 die militanten Gruppen der Irish Volunteers und der Irish Citizen Army verschiedene Gebäude in Dublin eroberten und eine unabhängige irische Republik proklamierten. Für die Kuratorin Koyo Kouoh sind beide inhaltlichen Schwerpunkte der Biennale miteinander verwoben, denn Irland wurde bis dahin von Grtoßbritannien als eine Kolonie betrachtet und auch so behandelt. Die Briten schlugen damals den Aufstand nieder; der Konflikt führt zu 3.000 Toten und Verletzten, fünfzehn Anführer wurdne zum Tode verurteilt und im Mai 1916 hingerichtet. Vor diesem Hintergrund einer langjährigen Geschichte des Kolonialismus mit Unterdrückung, Entfremdung, Enteignung und Demütigung möchte die Biennale die beteiligten Künstler dazu animieren, eine „Ästhetik der Subversion, der Transzendenz und Wiederaneignung“ zu visualisieren. www.eva.ie

Personalien

Neuer Direktor in Aachen

Andreas Beitin, Foto: Stadt Aachen, Felix Grünschloß

Dr. Andreas Beitin ist neuer Direktor des Ludwig Forum für internationale Kunst in Aachen. Seine Dissertation verfasste er zum Motiv des Schreis in der deutschen Malerei und Grafik des 20. Jahrhunderts. 2010 hatte er die Leitung des ZKM-Museum für Neue Kunst in Karlsruhe übernommen.Seit 2013 ist Beitin auch Vor­sitzender des Beirates für bildende Kunst am Goethe-Institut. Von 2014-2015 unterrichtete er als Lehrbeauftragter für Kunstgeschichte an der Staatlichen Akademie für Bildende Kunst Karlsruhe. www.ludwigforum.de

Personalien

Ifa-Galerie: Neue Leiterin

Alya Sebti, Foto: Victoria Tomaschko

Alya Sebti hat die Leitung der ifa-Galerie Berlin übernommen. Die Kunsthistorikerin arbeitet seit 2010 international als freie Kuratorin und Autorin und war künstlerische Leiterin der 5. Marrakesch Biennale (2011-14). Sie kuratierte u.a. die Ausstellungen „Carrefour/Treffpunkt“ in den ifa-Galerien, „Casablanca, energie noire“ in der Kulturhauptstadt Europas 2015 Mons und „Now Eat My Script“ in den KW Institute for Contemporary Art Berlin (2014). www.ifa.de

Preise

Direktorenwechsel am Kunsthaus Graz

Barbara Steiner, Foto: Universalmuseum Joanneum/N. Lackner

Barbara Steiner tritt am 1. Juli 2016 am Kunsthaus Graz als neue Direktorin an. Ihr Vorgänger Peter Pakesch wechselte zur Maria Lassnig-Stiftung. Steiner hat einen Fünfjahresvertrag und betreute zuletzt seit 2014 ein mehrjähriges Projekt am Wiener Künstlerhaus. www.kunsthausgraz.at

Aktionen & Projekte

Fluss - Theater und das Problem der Zeit

Ankündigungsplakat zur Ausstellung (Ausschnitt)

Theater und Performance werden im neudeutschen Jargon gerne als "zeitbasierte Künste" etikettiert. Um Theater- und Performancefotografie im weitesten Sinne geht in in der Ausstellung "Fluss" auf Schloss Wolkersdorf, die dort bis zum 3. April 2016 zu sehen ist.  Karen Stuke, Jack Hauser/Sabina Holzer, Rupert Larl, Armin Bardel, Christoff Wiesinger, Marco Caselli-Nirmal und Pietro Pellini haben Aufführungen fotografisch festgehgalten, "die an die jeweilige Realität des inszenatorischen Raumes gebunden " sind, den es "im Normalfall wieder zeitlich noch räumlich transzendieren kann". Während die Theaterfotografie sich schon lange als ein eigenständiges Genre etabliert hat, wurde hingegen die Performer-Szene jahrzehntelang von theoretischen Diskussionen beherrscht, ob und wie sich der in der Regel unwiederholbare Live Akt der Art Performance fotografisch oder per Video angemessen dokumentieren ließe. Der Karlsruher Fotokünstler und Dozent Pietro Pellini hat seit 1986 zahlreiche Performances im Bild festgehalten. In der Ausstellung präsentiert er Fotos von Performances mit Al Hansen, Lisa Cieslik, Susanne Helmes, Enno Stahl, BBB Johannes Deimling, Ben Patterson, Siglinde Kallnbach, Karl-Josef Bär, Helena Villalobos, Rolf Hinterecker, Knopp Ferro, Phil Collins, Volker Hamann, Roland Bergère, Robert Reschkowski, Tatsumi Orimoto, Petra Deus, Fritz Behr, Karin Griesbauer, Goji Hamada, Seiji Shimoda, Black Market: Alastair McLennan, Zbigniew Warpechowski, Boris Nieslony, Jürgen Fritz, André Stitt, Edwige Mandrou, Nicols Primat, Non Grata, Highheel Sisters, Koeff, Clemente Padin, Joan Casellas, Carme Vinas, Gustav Kluge, Kathrin Haaßengier, Essi Kausalainen sowie vom PAO-Festival 2015 mit den skandinavischen Künstlern Magnús Logi Kristinsson, Augusta Atla & Nikos Branidis, Ane Lan), Päivi Laakso, Wunderkind Collective, Hiroko Tsuchimoto, Sigmund Skard, Essi Kausalainen, Marita Isobel Solberg, WOL / Lovisa Johansson & Wenche Tankred, Elisabeth Færøy Lund, Naja Lee Jensen. www.fotofluss.at

Preview

Vom Wert der Kunst...

Weltkunstzimmer, Poster zur Ausstellung (Ausschnitt)

Der Düsseldorfer Kunstraum "Weltkunstzimmer" zeigt vom 30. April bis zum 19. Juni 2016 die Ausstellung "Vom Wert der Kunst als Wert der Arbeit". Zum "Tag der Arbeit" am 1. Mai stehen bei den Kundgebungen üblicherweise die Interessen der Gewerkschaften im Vordergrund, doch nun gilt es auch, die Zusammenhänge von "Kunst und Arbeit" zu beleuchten. Dabei geht es eben nicht um die grafische Gestaltung von Propagandaplakaten zum "Kampftag der Arbeiterkalsse", wie man den Maifeiertag früher im "real existierenden Sozialismus" nannte, sondern um die Frage: "Wie werden künstlerische Arbeit oder ihre Wertschätzung aktuell ins Bild gerückt?" Rekorderlöse auf Kunstauktionen in Millionenhöhe machen regelmäßig Schlagzeilen, doch der größte Teil der ca. 60.000 bildenden Künstler, die bei der Künstlersozialkasse registriert sind,  durchlebt den Arbeitsalltag unter Bedingungen der Selbstausbeutung. "Doch ist Kunst kein Luxusgut, wie immer öfter behauptet wird, sondern elementares schöpferisches Ausdrucksmittel und Grundbedürfnis des Menschen. Wie in fast allen Lebensbereichen haben finanzökonomische Maßstäbe eine Definitionsmacht über die Kunst geschaffen, die die Befragung ihres ästhetischen, kulturellen, gesellschaftlichen und gestaltenden 'Mehrwerts' zunehmend überlagern. Bedroht ist vor allem die öffentlich finanzierte Kulturförderung und nach jahrzehntelanger Unterfinanzierung historisch gewachsener Kulturinstitutionen steht immer häufiger ihr Ausverkauf zur Androhung..." Künstlerliste: ACAD&C, Johannes Bendzulla, Céline Berger, Christian von Borries, Robert Brambora, Sven Johne, Florian Kuhlmann, Christin Lahr, Mutter / Genth, M+M, Alexander Roob, Robert Schlicht, Romana Schmalisch, Andreas Siekmann, Katja Stuke, Mathilde ter Heijne, Georg Winter. Kuratorin ist Sabine Maria Schmidt. www. weltkunstzimmer.de

Museen & Institutionen

Thomas Struth in Essen

THOMAS STRUTH, Chemistry Fume Cabinet, The University of Edinburgh 2010 © Thomas Struth

Der Fotokünstler Thomas Struth zeigt im Folkwang Museum Essen bis zum 29. Mai 2016 einen Zyklus von 35 Arbeiten aus den Jahren 2007 bis 2015 über industrielle Produktionsanlagen, Forschungslabore, Operationssäle und Erlebnisparks. Die Ausstellung ist anschließend im Martin-Gropius-Bau, Berlin, im High Museum of Art, Atlanta/GA, und im Saint Louis Art Museum, St. Louis/MO, zu sehen. www.museum-folkwang.de

Museen & Institutionen

Virtual Body

Huang Siying, Initial Psalm, Generative Software, Variable Größe, 2013, Courtesy Huang Siying

Das Ausstellungsprojekt “Virtual Body” greift bis zum 17. April 2016 im Düsseldorfer NRW-Forum "ein allgegenwärtiges Thema unser heutigen Kultur auf: Die Wechselwirkung zwischen Selbstwahrnehmung und Körperdarstellung im Zeitalter des Internets". Das Projekt "widmet sich mit neun nationalen und internationalen Künstlern einer neuen digitalen Formsprache und verhandelt das Verhältnis des virtuellen Körpers zu seinem natürlichen Kontrapunkt; dem von der Natur geschaffenen Menschen." Die Ausstellung "spannt einen Bogen von amerikanischen Pionieren der Netzkunst, wie dem US-Künstler Mark Napier, über die Second Life Performerin Gazira Babeli und das junge Künstlerduo Giulia Bowinkel & Friedemann Banz aus Deutschland, bis zu der kanadischen Künstlerin Lorna Mills, die mit ihren GIF-Animationen weltweit Anerkennung erfährt. Weitere Künstler der Ausstellung sind Vuk Cosic, Laurence Gartel, Jessica Lichtenstein und Huang Siying." www.nrw-forum.de

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