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Ausschreibungen

Darmstädter Sezession

Der Preis der Darmstädter Sezession ist für Künstler bis 40 Jahre ausgelobt. Medien: Bildhauerei und Installation. Preisgeld: 5.000 Euro, Förderpreis: 2.500 Euro. Thema: „Hauptsache Skulptur“. Deadline: 13. März 2016. Nur Online-Bewerbungen unter www.darmstaedtersezession.de.

Ausschreibungen

Landschaftspleinair

Der Kunstverein Schwedt e.V. sucht Teilnehmer für ein Landschaftspleinair zum Thema „Wildnis“. Die Ausschreibung gilt für Malerei, Grafik, Installation und experimentelle Kunst. Deadline: 15. März 2016. Bewerbungsunterlagen unter www.kunstverein-schwedt.de

Aktionen & Projekte

Köln: Passagen

PASSAGEN KÖLN, fahnen, Foto: Copyright Wolfgang Burat

Seit 1990 organisiert Sabine Voggenreiter alljährlich im Januar parallel zur Internationalen Möbelmesse in Köln die "Passagen". Auch in diesem Jahr präsentieren wieder an mehr als 190 Kunstorten Designer und Innenarchitekten ihre Entwürfe und Prototypen. Die Veranstaltungsorte liegen rund um das Museum für Angewandte Kunst, im Rheinauhafen, auf der "Möbelmeile Ring" am Hohenzollernring und im benachbarten "Belgischen Viertel", im Szenequartier Ehrenfeld sowie in den Vororten Zollstock und Klettenberg. Der Kölnische Kunstverein richtet bis zum 24. Januar 2016 dem "A&W-Designer des Jahres 2016" Jasper Morrison eine Einzelpräsentation aus.

Preview

Picasso: Fenster-Motiv

PABLO PICASSO (1881-1973): Atelier mit Büste und Gipsfragmenten, 1925, The Museum of Modern Art, New York, Copyright: Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Vom 6. Februar bis zum 16. mai 2016 zeigt das Hamburger Bucerius Kunst Forum die Ausstellung „Picasso. Fenster zur Welt“. Das Motiv des Fensters zieht sich durch Picassos Gesamtwerk und galt für den Künstler als Symbol für die Malerei schlechthin: das Fenster thematisiert das Sehen. www.buceriuskunstforum.de

Preise

Ebenkoben-Stipendium

KÜNSTLERHAUS EBENKOBEN

Für sieben junge Autoren sowie zwei bildende Künstlerinnen wird das Künstlerhaus Edenkoben (Rheinland-Pfalz) im Jahr 2016 bis zu fünf Monate lang zum Mittelpunkt ihres Lebens und Schaffens. Für die Bildende Kunst wurden die Künstlerinen [zim] aus Berlin und ihre Kollegin Jonsuk Yoon ausgewählt.[zɪm] ist Meisterschülerin in der Fachklasse Katharina Sieverding an der Universität der Künste in Berlin. Das Spektrum ihres Schaffens reicht von Arbeiten auf Papier, Radierungen, Objekten oder fotografischen Arbeiten bis hin zu Installationen. Jonsuk Yoon lebt in Düsseldorf und verbindet in ihrer Malerei „europäische Maltradition mit asiatischer Formempfindung, ohne beide Welten einander anzugleichen“. www.mbwwk.rlp.de

Ausschreibungen

Schloss Plüschow-Kunstpreis für den Nachwuchs

Mit Projekten und internationalen Stipendien setzt sich das Mecklenburgische Künstlerhaus Schloss Plüschow für die Förderung bildender Künstlerinnen und Künstler ein. Jettt lobt das Künstlerhaus 2016 auch einen Kunstpreis für den künstlerischen Nachwuchs aus Der Kunstpreis beinhaltet ein Meisterstipendium in Höhe von 5.000 Euro und ist mit einem einmonatigen Arbeitsaufenthalt in einem Partnerkünstlerhaus in Frankreich oder Österreich verbunden sowie einem individuellen Mentoring durch einen erfahrenen Kunsthistoriker. Zusätzlich werden drei Förderpreise in Höhe von jeweils 1.000 Euro vergeben. Altersgrenze: 35 Jahre; der Wohnsitz oder Wirkungskreis muss in Mecklenburg-Vorpommern sein. Bewerbungsschluss ist der 10. Feb. 2016 mit einer Bewerbungsmappe DIN A4 in Papierform mit Künstlervita und max. 20 Seiten Inhalt zum künstlerischen Werk (Einsendungen per E-mail sind ausgeschlossen!!) Kontakt: Mecklenburgisches Künstlerhaus Schloss Plüschow, Am Park 6, 23936 Plüschow. www.plueschow.de

Hochschulen

Rundgang in Münster

KUNSTAKADEMIE MÜNSTER, Eingang Hörsaal

Der Rundgang 2016 findet an der Kunstakademie Münster statt vom Mittwoch, den 3.02. bis Sonntag, den 7. Feb. 2016 Eröffnung: Mittwoch, 3.02., 19 Uhr. Weitere Öffnungszeiten: Donnerstag, 4.2. bis Sonntag 7.2. 2016 jeweils von 10 bis 20 Uhr. www.kunstakademie-muenster.de

Hochschulen

Karlsruhe: Neue Vortragsreihe

HFG KARLSRUHE

Studenten an der HfG Karlsruhe initiierten am Fachbereich Kunstwissenschaft und Medienphilosophie eine Vortragsreihe zu internationalen Positionen aus Kunstwissenschaft und Philosophie. Die „Vortragsreihe Kunst.Wissenschaft.Perspektive“ stellt „ein breites Spektrum an relevanten Diskursen sowie beruflicher Tätigkeitsfelder zur Diskussion.“ Die kostenfreien Vorträge sind für alle Interessierten zugänglich. Die nächsten Termine: Elke Krasny (13. Januar 2016, 19 Uhr freie Autorin und Theoretikerin, Professorin für Kunst und Bildung an der AdBK Wien), Karen Archey (21. Januar 2016, 19 Uhr, freie Kuratorin, Kritikerin und Redakteurin bei e-flux), Kerstin Stakemeier (3. Februar 2016, 18 Uhr, Professorin für Kunsttheorie und -vermittlung an der AdBK Nürnberg), Irit Rogoff (9. Februar 2016, 19 Uhr, Professorin für Visual Cultures am Goldsmiths College) und Julia Voss (18. Februar 2016, 19 Uhr freie Autorin und stellvertr. Leiterin des FAZ-Feuilletons). Außerdem kündigt die HfG Karlsruhe für den 25. bis 26. Feb. 2016 einen Workshop zum Thema „Cyber-Terrorismus und digitaler Bilderkrieg“. www.hfg-karlsruhe.de

Museen & Institutionen

München: Pinakothek erwirbt Klee-Bild

PAUL KLEE, Pastor Kohl, 1932, Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne, Copyright: Bayerische Staatsgemäldesammlungen München, Pinakothek der Moderne

Die Münchener Pinakothek der Moderne konnte das Bild „Pastor Kohl“ (1932) von Paul Klee erwerben. Der Ankauf gelang mit Unterstützung des Freundeskreises und zweier Stiftungen und gilt als „bedeutendste Neuerwerbung der Klassischen Moderne in den letzten Jahren“. Das Bild ist – innerhalb des Gesamtwerk Klees – verhältnismäßig großformatig und stammt aus einer pointillistischen Phase, in der Paul Klee lediglich 30 Gemälde schuf. www.pinakothek.de

Hochschulen

Danner-Klassenpreis

MARKUS POLLINGER, Schale, Stahl, Lack, 2015

Der Danner-Klassenpreis wird als Wettbewerb zwischen den Kunstakademien München und Nürnberg für Gold- und Silberschmiedearbeiten und für Grafik-Design ausgeschrieben. Die aktuellen Wettbewerbssieger heißen Angelia Kern und Markus Pollinger. Beide studieren in Nürnberg in der Klasse von Prof. Suska Mackert-Niehus. www.adbk-nuernberg.de

Hochschulen

Münster: DAAD-Preis

PROF. MAIK LÖBBERT überreicht die Urkunde an Felipe Morinelly Sànchez

Felipe Morinelly Sànchez erhielt „für seine hervorragenden künstlerischen Leistungen und sein politisch-kulturelles Engagementden DAAD-Preis der Kunstakademie Münster (1.000 Euro). Er studiert seit 2011 an der Kunstakademie in der Klasse von Prof. Michael van Ofen. www.kunstakademie-muenster.de

Galerien & Auktionshäuser

Dorotheum Wien

PALAIS DOROTHEUM in Wien, Fotoquelle: Wikipedia/Gryffindor

Mit dem Gründungsdatum 1707 und rund 600 Auktionen jährlich im Wiener Mutterhaus, in den diversen Filialen in anderen Wiener Bezirken, in Österreich und im Ausland ist das Auktionshaus Dorotheum das älteste Versteigerungshaus in Europa und auch eines der größten. Die deutsche Dependance sitzt in Düsseldorf. Jüngst meldete das Auktionshaus bei der zeitgenössischen Kunst die „historisch beste Verkaufsrate“ – 13 Mill. Euro Umsatz machte das Dorotheum mit der Gegenwartskunst. Bei der Klassischen Moderne erreichten gleich drei Einlieferungen von Bildern des Malers Giorgio de Chirico zu Erlösen zwischen 118.000 und 125.000 Euro Höchstwerte unter den zehn teuersten Werken auf dieser Versteigerung. Maria Lassnigs „Zwei Figuren“ (1962) kamen bei 260.000 Euro unter den Hammer und ein Schüttbild von Hermann Nitsch (1992) bei 75.000 Euro. Nächster Termin im Palais Dortheum Wien: 22. Feb. 2016 Ölgemälde und Aquarelle des 19. Jh. Andere aktuelle Auktionstermine s. www.dorotheum.com/auktionen/aktuelle-auktionen.html.

Aktionen & Projekte

Rotterdam: Video "DOG"

ERIK VAN LIESHOUT, DOG, 2015

Während des Rotterdamer Filmfestivals vom 27. Januar bis zum 7. Februar 2016 ist in der Pauluskerk eine Videoinstallation "DOG" des Künstlers Eric van Lieshout ztu sehen. Die Arbeit ist dem russischen Raketenwissenschaftler und Aktivisten Aleksandr Dolmatov gewidmet und rekurriert auf die derzeitige Asylpolitik in Europa. Veranstalter ist TENT Rotterdam. Infos: www.tentrotterdam.nl

Hochschulen

Hannover: Studiengang Szenografie

An der Hochschule Hannover startet zum Wintersemester 2016/17 der neue interdisziplinäre Bachelor-Studiengang "Szenografie – Kostüm – Experimentelle Gestaltung": In den ersten beiden Semestern des angewandten Studiums steht die künstlerische Grundausbildung im Fokus: Malerei, Zeichnung, Bildhauerei, Performance, Druckgrafik und Film werden in zahlreichen Projekten erprobt. Ab dem dritten Semester erfolgt die Spezialisierung auf einen der drei Studienschwerpunkte – Szenografie, Kostüm oder Experimentelle Gestaltung. Die Bewerbung ist bis zum 15. März 2016 möglich. Mappenberatungen sind jeden Dienstag nach vorheriger Anmeldung möglich. Kontakt und Anmeldung unter f3-ske@hs-hannover.de

Hochschulen

Karlsruhe: Professorenausstellung

FRANZ ACKERMANN, My private Tarlabasi, 2013, Mixed Media auf Papier, 266 x 560 cm, Privatsammlung Berlin, Foto: Jens Ziehe

Albania Juárez Rodríguez, mexikanische Gaststudentin an der Staatl. Kunstakademie Karlsruhe, stellt dort im Lichthof vom 10. bis 12. Februar 2016 ihre Arbeiten aus. Sie wird im Rahmen des Baden-Württemberg-Stipendiums gefördert, das den internationalen Kulturaustausch unterstützt. Außerdem beteiligen sich anlässlich des 300 Jahre-Jubiläums von Karlsruhe die 18 Professoren der Kunstakademie an einer umfassenden Gruppenausstellung im Lichthof 10. Künstlerliste: Franz Ackermann, Silvia Bächli, Stephan Balkenhol, John Bock, Ernst Caramelle, Tatjana Doll, Helmut Dorner, Marcel van Eeden, Erwin Gross, Axel Heil, Leni Hoffmann, Harald Klingel¬höl¬ler, Kalin Lindena, Meuser, Claudia & Julia Müller, Daniel Roth, Marijke van Warmerdam, Corinne Wasmuht. www.karlsruhe.de

Personalien

Kopenhagen: Aktbilder-Verbot

Mathilde Grafström, dänische Fotokünstlerin, hatte Ärger mit der Kopenhagener Polizei. Obwohl sie vom Stadtrat eine Genehmigung dafür hatte, verboten ihr die Ordnungshüter, auf dem zentralen Platz Kongens Nytorf in der Fußgängerzone Kopenhagens Aktbilder zu zeigen. Die Künstlerin erklärte, sie wollte mit ihrer Aktion die scheinheilige Doppelmoral sichtbar machen: obwohl in Dänemark sexistische Werbung verboten sei, seien sieben Jahr lang Busse mit Reklame für Silikonbrüste durch die Stadt gefahren. Auf der anderen Seite herrsche in Europa gegenüber Nacktheit wieder eine Prüderie wie in den 1950er Jahren.

Personalien

Jochen Zeitz: Museumspläne in Kapstadt

Jochen Zeitz, früherer Chef eines Sportartikelherstellers, bringt seine private Sammlung in Kapstadt in ein geplantes Museum für afrikanische Gegenwartskunst ein. Zu der Sammlung gehören u.a. Arbeiten von Marlene Dumas, Nandipha Mntambo, Kudzanai Chiurai und Nicholas Hlobo. Partner dieses Museumsprojekts ist das Unternehmen V&A Waterfront, das 33 Mill. Euro in die Sanierung eines ehemaligen Mais-Speichers investieren will. Zeitz stellt neben seiner Sammlung auch einen Etat für Ankäufe zur Verfügung. Für den Umbau des Silos, der aus senkrechten Betonröhren besteht, wurde der britische Architekt Thomas Heatherwick gewonnen. Von den neun Stockwerken sind dann 6.000 qm für Galerieräume reserviert, in der Dachzone wird ein Skulpturengarten eingerichtet. Restaurants, ein Buchladen, Leseräume und ein Boutique-Hotel runden das Konzept ab. Die Eröffnung ist für 2017 angekündigt.

Personalien

Neuer Direktor in Bremen

FRANK SCHMIDT, Foto: Courtesy Kunsthalle Emden

Frank Schmidt übernimmt am 1. Februar 2016 die Leitung des Paula Modersohn-Becker Museums, des Ludwig Roselius Museums und der Bernhard Hoetger Sammlung in Bremen. Zuletzt hatte er die Kunsthalle Emden als wissenschaftlicher Direktor geleitet. In Bremen will auch einen Schwerpunkt auf Gegenwartskunst setzen, indem er aktuelle Bezüge zur Sammlung herstellt. Auch junge, bislang unbekannte Künstler sollen in das Programm Eingang finden.

Ausschreibungen

Kunstpreis Eggenstein-Leopoldhafen

Bewerbungen um den Kunstpreis der Gemeinde Eggenstein-Leopoldhafen sind bis zum 1. März 2016 möglich. Zugelassen sind Malerei, Druckgrafik und plastische Arbeiten. Thema: „Vielfalt – weil keiner so etwas sieht wie der andere“. Preisgelder: 1.250/1.000/750 Euro. Infos und Bewerbungsunterlagen unter: www.egg.-leo.de

Museen & Institutionen

Köln: Neues Format

HEIMO ZOBERNIG (links) und YILMAZ DZIEWIOR, Foto: Georg Petermichl

Im Februar 2016 startet das Museum Ludwig Köln eine neue Ausstellungsreihe unter dem Titel „Hier und Jetzt“. Damit will das Museumsteam die „Vorgehensweisen und Konventionen der eigenen institutionellen Arbeit“ hinterfragen und „das Format von Museumsausstellungen neu verhandeln“. Vom 20. Februar bis zum 22. Mai 2016 bespielt in dieser Reihe Heimo Zobernig in einem der Räume mit einem Teil seines installativen Einbaus, den er im vergangenen Jahr auf der Biennale von Venedig vornahm (Kurator: Yilmaz Dziewior). Im Herbst 2016 kuratiert Leonie Radine die Ausstellung „Hausbesuch“ mit einem Einzug ausgewählter Kunstweke in diverse Privatwohnungen Kölner Bürger. www-museum-ludwig.de

In eigener Sache

Präsentation KUNSTFORUM International, Band 237, in der Buchhandlung Walther König in Berlin

Foto: Matthias Reichelt

Am 14. Januar 2016 lud KUNSTFORUM International und das ZKM zu einer gemeinsamen Podiumsdiskussion in der Buchhandlung Walther König in Berlin ein zur Vorstellung und Diskussion von Band 237, der sich mit der „Globale“ des ZKM in Karlsruhe befasst. Als Herausgeber dieses Themenbandes und Moderator des Abends bei der Buchhandlung Walther König fungierte Michael Hübl, seinerseits Kunstforum-Kolumnist der Reihe „Fragen zur Zeit“ und Feuilletonchef der „Badischen Neuesten Nachrichten“ in Karlsruhe. Allzu viel zu tun hatte er allerdings nicht, angesichts der gleichwohl mitteilsamen wie eloquenten Podiumsteilnehmer wie Peter Weibel, Direktor des ZKM, Bazon Brock, emeritierter Professor für Ästhetik und Kulturvermittlung und „Denker im Dienst und Künstler ohne Werk“. Außerdem mit dabei Heinz-Norbert Jocks, der mit seinen vielen Künstlerinterviews über die Jahre zu einem der zentralen Mitarbeiter des KUNSTFORUM International avancierte. Weibel gab in gewohnt passionierter Art einen Überblick über die „Globale“, die künstlerische Arbeiten, angesiedelt zwischen Wissenschaft und Kunst, vorstellt, und die Lösungen von morgen für heutige Probleme anbieten. En passant brachte Weibel eine kräftige Rüge des Feuilletons unter, das sich nur fantasielos mit der Frage beschäftige, ob es sich dabei um Kunst handele, anstatt das visionäre Potenzial für eine Weltveränderung zu sehen. Während der Veranstaltung kam es zu interessanten Disputen über unkritische Technikgläubigkeit, die Verantwortung des Menschen für die falsche Nutzung von Technik (Waffen etc.), über Utopie und Dystopie und die „fröhliche Wissenschaft“. Das zahlreich vertretene Publikum in dem fast zu vollen Raum, darunter viele Künstler, Kritiker und Ausstellungsmacher, verfolgte die mitunter amüsante Debatte mit großem Interesse bis zum Schluss, um später bei Wein in kleiner Runde weiter zu debattieren. Matthias Reichelt

Museen & Institutionen

Marienbad-Film

MARIENBAD, Foto: Raap

Alain Robbe-Grillet (1922-2008) gilt durch seinen Essay „Pour nun nouveau roman“ als Mitbegründer des „Nouveau Roman“ in den 1960er Jahren. Zu seinen Hauptwerken zählt das Drehbuch zum Film „L’Année dernière à Marienbad“ (Letztes Jahr in Marienbad, 1961) für den Regisseur Alain Resnais. Die Handlung: ein Mann und eine Frau begegnen sich in einem „großen Hotel, eine Art internationaler Palast, riesig, barock, mit prunkvollem, doch eisigem Dekor: eine Welt aus Marmor, Säulen, Ranken, vergoldeter Täfelung, Statuen, Domestiken in erstarrter Haltung“ (Robbe-Grillet). Er versucht sie davon zu überzeugen, dass sie sich vor einem Jahr schon einmal hier begegnet seien und sich verabredet hätten, um zusammen ein neues Leben zu beginnen, doch die Frau kann sich an nichts erinnern. Der „Spiegel“ notierte 1961 über die Eindrücke der Filmkritiker, einer habe das Werk als „eine der kühnsten Schöpfungen des Gegenwartsfilms“ gefeiert, und ein anderer habe Ehrfurcht eingefordert: „Dieser Film verlangt nach dunklem Anzug“. Jetzt zeigt die Kunsthalle Bremen bis zum 13. März 2016 eine Ausstellung zu diesem Film und dokumentiert damit „diese besondere Bedeutung der im Marienbad-Film geprägten Nouvelle Vague-Ästhetik für die bildende Kunst“: „Ausgehend von surrealistischen Gemälden von unter anderen Paul Delvaux, Giorgio de Chirico und René Magritte liegen Schwerpunkte der Ausstellung auf den durch das Medium Film geprägten Arbeiten von Robert Longo, Cindy Sherman und Sam Samore und auf der Auseinandersetzung mit Erzählung im Kunstfilm bei Kenneth Anger, Vito Acconci und David Claerbout.“ Das „Thema des Barock in der zeitgenössischen Kunst“ ist mit Beiträgen von Jeff Koons, Pablo Bronstein, Rodney Graham oder Ceryth Wyn Evans vertreten. www.kunsthalle-bremen.de

Museen & Institutionen

Altenburg: Krach ums Lindenau-Museum

LINDENAU MUSEUM, Fotoquelle: Wikipedia/Wenzel

Dicke Luft herrscht derzeit im thüringischen Altenburg: im Streit um das Lindenau Museum schlug die für 2016 vorgesehene Preisträgerin des Gerhard Altenbourg-Preises die Annahme der Auszeichnung aus. Der Name der Künstlerin wurde nicht öffentlich bekannt gegeben, berichtete MDR Thüringen. Auch fünf Mitglieder des Kuratoriums erklärten ihren Rücktritt. Grund des Streits ist die Politik der Landrätin Michaele Sojka (Die Linke). Sie will den Vertrag mit der Museumsdirektorin Julia Nauhaus nicht verlängern. Ihr Vertrag läuft am 30. Juni 2016 aus. Außerdem plant Sojka, den Gerhard-Altenbourg-Preis (Preisgeld: 10.000 Euro) künftig nur noch alle drei und nicht mehr wie bisher alle zwei Jahre zu vergeben; zudem solle mehr Wert auf die Vermarktung gelegt werden. Ob nun der Zweitplatzierte des Wettbewerbs den Preis erhält, soll auf der nächsten Kuratoriumssitzung beraten werden. www.lindenau-museum.de

Preview

Julian Rosefeldt im Hamburger Bahnhof

JULIAN ROSEFELDT, Manifesto, 2014/2015, Copyright: VG Bild-Kunst, Bonn 2016

Vom 10. Februar bis 10. Juli 2016 widmet die Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof dem  Künstler Julian Rosefeldt eine Einzelausstellung. Rosefeldt wurde durch aufwendig inszenierte Filminstallationen bekannt und zeibt nun unter dem Titel "Manifesto" v13 parallel laufende Filme in einer Installation. "Für jeden Film hat Rosefeldt historische Originaltexte aus zahlreichen Manifesten von Künstlern, Architekten, Choreografen und Filmemachern collagiert – darunter Texte von Filippo Tommaso Marinetti, Tristan Tzara, Kazimir Malevich, André Breton, Claes Oldenburg, Yvonne Reiner, Sturtevant, Sol LeWitt oder Jim Jarmusch. 13 poetische Monologe sind so durch Kürzungen und Kombination entstanden. Sie werden von der Schauspielerin Cate Blanchett in verschiedenen Rollen vorgetragen und verkörpert. Durch Kostüm, Maske, Drehort und vor allem ihr facettenreiches Spiel verwandelt sich Blanchett in so unterschiedliche Figuren wie eine Grundschullehrerin, eine Puppenspielerin, eine Brokerin, eine Trauerrednerin und einen Obdachlosen. In der Rolle dieser Protagonisten vermittelt Blanchett die Aktualität der Texte." www.freunde-der-nationalgalerie.de

Museen & Institutionen

Pettibon in Hamburg

RAYMOND PETTIBON untitled (I ran a), 1984. Schreibstift und Tusche auf Papier, Copyright: Raymond Pettibon

Auf vier Stockwerken der Sammlung Falckenberg zeigen die Deichtorhallen Hamburg vom 28. Februar bis zum 25. September 2015 die bislang umfangreichste Ausstellung mit Werken des amerikanischen Künstlers Raymond Pettibon. Das Konvolut umfast mehr als siebenhundert Zeichnungen, dazu hunderte von Flyern, Plattenhüllen und Fanzines sowie Filme, Malereien und Wandzeichnungen. Die von Dr. Ulrich Loock kuratierte Ausstellung präsentiert Raymond Pettibon „als Mythologen, der die prägenden Narrative der amerikanischen Kultur von Woodstock über die Präsidentschaften bis zum Krieg gegen den Terrorismus aufgreift und unterläuft. Sein Mittel sind Zeichnungen, in denen er Bild und Text uneinheitlich miteinander verbindet. Seit Ende der 1970er Jahre dürfte er etwa 20.000 Werke geschaffen haben.“ Die Ausstellung ist im Anschluss im Museum der Moderne Salzburg zu sehen. www.deichtorhallen.de

Messen & Märkte

Art Stage Singapore

SKYLINE VON SINGAPORE, Fotoquelle: Wikipedia/RoB

Die Art Stage Singapore wird vom 21. bis 24. Januar 2016 im Marina Bay Sands Expo and Convention Centre ausgerichtet. Die Messe legt ihren Schwerpunkt auf die aktuelle und verschiedenartige Kunstszene in Südostasien und ist zugleich Mittelpunkt einer Singapore Art Week mit mehr als 100 Events. Bei der letztjährigen Art Stage Singapore zählte man 51.000 Besucher. Die Messemacher entwickeln den Ehrgeiz, im globalen Wettbewerb der Kunstmessen mit ihrem Konzept einer „museumsorientierten Verkaufsschau“ die Position des Stadtstaates als Kunsthandelszentrum in Asien zu festigen. Parallel dazu wird zum gleichen Zeitpunkt (21. Bis 24. Jan. 2016) auch noch eine zweite Messe Singapore Contemporary abgehalten. Für diese Veranstaltung stehen im Suntec Convention and Exhibition Centre rund 6.000 qm zur Verfügung. Der Schwerpunkt liegt auf zeitgenössischer Kunst und Installationen. www.artstagesingapore.com

Messen & Märkte

London Art Fair

BUSINESS DESIGN CENTRE LONDON

Die London Art Fair (20.-24. Jan. 2016) konzentriert sich auf britische Kunst und Kunst der Gegenwart. Austragungsort ist das Islington Design Centre. Schwerpunktmäßig werden auch Solo-Shows, großformatige Installationen und „Group Displays“ geboten. Natasha Hoare kuratiert eine „Dialogue“-Show mit kolloborativen Beiträgen diverser Galerien. Federica Chiocchetti betreut die Fotoabteilung „Photo 50“, bei der es diesmal um das Thema „Feminin, Maskulin“ geht. www.londonartfair.co.uk/

Aktionen & Projekte

Netzkunst

GUTHRIE LONERGAN, „Burgers“, Screenshot, 2012

Vom 20. Januar bis zum 20. März 2016 zeigt das HeK – Haus der elektronischen Künste Basel die Ausstellung „My Boyfriend Came Back From The War. Online since 1996“. Präsentiert werden Arbeiten, die sich auf das gleichnamige Netzkunst-Projekt der russischen Künstlerin Olia Lialina beziehen. Es thematisiert die Geschichte von zwei Menschen, die nach einem Krieg versuchen, miteinander über den Krieg zu reden und wurde vor 20 Jahren veröffentlicht. „Anhand der künstlerischen Projekte macht die Ausstellung 20 Jahre des World Wide Web als Medium und Technologie anschaulich - von der ersten Begeisterung gegenüber einem neuen Medium hin zu einer omnipräsenten Technologie. Die unterschiedlichen Entwicklungszustände des Internets werden in der Struktur und der technischen Verfasstheit der Projekte nachvollziehbar: von HTML bis hin zu Flash, von Dotcom zum E-Commerce, von der Website hin zur App.“ Künstlerliste: Inbal Shirin Anlen, Freya Birren (Jennifer Walshe), Masha Boriskina, Vadim Epstein, Dragan Espenschied, JODI, Olia Lialina, Abe Linkoln, Guthrie Lonergan, Armin Medosch, Ignacio Nieto, Anna Russett, Tale of Tales a.k.a. Entropy8Zuper!, Mark Wirblich. Inbal Shirin Anlen, Freya Birren (Jennifer Walshe), Masha Boriskina, Vadim Epstein, Dragan Espenschied, JODI, Olia Lialina, Abe Linkoln, Guthrie Lonergan, Armin Medosch, Ignacio Nieto, Anna Russett, Tale of Tales a.k.a. Entropy8Zuper!, Mark Wirblich. www.hek.ch

Aktionen & Projekte

Kunst gegen Terror

SIGLINDE KALLNBACH, „a performancelife pour Paris“, Leinwand mit Unterschriften, Transformation, 2015, Foto: Copyright S. Kallnbach

Zum Jahrestag des Attentats auf die Pariser Redaktion der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ gingen inzwischen manche Kommentatoren auf Distanz zu den Blattmachern: in Deutschland könne sich das Satireblatt „Titanic“ wohl kaum solch eine radikale Religionskritik erlauben wie die Kollegen von „Charlie Hebdo“ in Frankreich, so der Tenor eines Beitrags in WDR 5, und die „tageszeitung“ verstieg sich gar zu der Einschätzung: „Nur die ständigen Kontroversen um Mohammed-Karikaturen hielten das Blatt, das seine besten Zeiten längst hinter sich hatte, noch im Gespräch und brachten es finanziell über die Runden. Doch man kann sich fragen, ob das noch Satire war und ist…“ Interne Kontroversen gab es auch um eine Ausstellung „Kunst trifft Terror“, die 23 Künstler und der BBK-Landesverband Saar zum Jahrestag der Ermordung der Pariser Karikaturisten vom 7. Januar bis zum 21. Februar 2016 im Abteihof Wadgassen zeigen: dass die Künstlerin Siglinde Kallnbach dazu eine Performance aufführen wollte, bei der auch die Messerattacke auf die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker angesprochen wird, fand bei den Künstlerkollegen keine Gegenliebe: „Ich persönlich sehe da wenig Zusammenhang mit unserem Thema“, befand eine der örtlichen BBK-Künstlerinnen. Auch ein anderer Teilnehmer wünschte sich erst einmal „eine Vorlaufzeit, die lang genug ist, um die Wogen um Henriette Reker zu glätten und andere Themen in den Vordergrund zu schwemmen“. Weil auch noch weitere Künstler sich „gegen die Performance“ aussprachen, sagte Kallnbach ihre Beteiligung letztlich ab. Unmittelbar nach den Anschlägen in Paris vom 13. November 2015 sammelte sie auf einer Schiffsreise durchs westliche Mittelmeer im Rahmen ihres Projekts „a performancelife“ auf Leinwänden 5.000 Unterschriften zur Bekundung der Solidarität und Empathie mit den Opfern und übersandte sie an die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo. Diese bedankte sich in einem persönlichen Brief bei der Künstlerin: sie sei über diese Botschaften der Menschen „sehr berührt. Die Terroristen wollten das angreifen, was Paris in den Augen der gesamten Welt verkörpert, nämlich eine Lebensart, die sich auf der Freiheit, der Toleranz und dem Respekt gegenüber allen Verschiedenheiten gründet. Aber sie haben damit keinen Erfolg, sondern verstärken nur unsere Entschlossenheit, unsere Werte der Weltoffenheit, der Gleichheit und der Brüderlichkeit zu verteidigen und zu befördern, was auch die Botschaften in den Unterschriften in sehr schöner Weise bezeugen.“

Aktionen & Projekte

Snow Future

MESSNER/NIEDERRMAYR, „Kunstschnee“, 2014, Copyright: Philipp Messner / Walter Niedermayr / VG Bild-Kunst, Bonn

Seit Pieter Brueghel um 1552/1555 auf seiner Italienreise die Alpen überquerte und die Bergwelt in seinen Zeichnungen festhielt, sind diese Motive ein fester Topos in der Kunstgeschichte. Heute sind die Alpen vor allem in der Wintersportsaison ein Touristenmagnet, doch der Klimawandel ist hier überall offensichtlich: die Gletscher bilden sich zurück, der Schnee bleibt aus, und daher werden die Skipisten oft mit Kunstschnee versehen. Was einst von den Malern als romantische Sehnsuchtslandschaft im Bild festgehalten wurde, wird heute durch Sessellifte, Seilbahnen und Schneekanonen optisch verhunzt. Die Künstler Hansjörg Dobliar, Philipp Messner und Walter Niedermayr haben sich mit diesem Kontrast zwischen romantischer Verklärung und touristischer Realität beschäftigt und für ihre Ausstellung „Die Alpen – Perspektiven einer Sehnsuchtslandschaft in Kunst und Wissenschaft“ fiktive Landschaften entworfen. Die Ausstellung läuft vom 27. Januar bis zum 23. April 2016 in der Münchener ERES-Stiftung. www.eres-stiftung.de

Preise

Goslarer Kaiserring

JIMMIE DURHAM, Foto: Courtesy Stadt Goslar

Jimmie Durham ist Träger des Kaiserrings der Stadt Goslar 2016. Die Verleihungszeremonie findet am 8. Oktober 2016 statt. Der Künstler, Dichter und Aktivist Durham (Jahrgang 1940) begann 1964 als Bildhauer zu arbeiten und war gleichzeitig seit den frühen 1960er Jahren in der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung politisch aktiv, unter anderem für die Rechte der Ureinwohner Amerikas. Heute lebt er in Berlin. In ihrer Begründung schreibt die Jury: „Skulpturen, Installationen, Malerei, Zeichnungen, Performances, Videos und Fotografien: Das Oeuvre von Jimmie Durham ist vielgestaltig und resultiert oft aus dem Prozess der Zusammen- und Gegenüberstellung von Werkstoffen oder gefundenen Objekten. Seine aus natürlichen oder gefertigten Materialien, aus Überresten oder Abfällen geschaffenen Werke ergeben unerwartete Assoziationen, die die Sicht auf die Realität mit Scharfsinn und Humor verändern.“

Aktionen & Projekte

Werkstätten Hellerau

URSULA SAX, Exponat aus der Ausstellung

Im Zuge der kunstgewerblichen Reformbewegung um 1900, bei der es um eine Neuausrichtung des Verhältnisses zwischen Kunst und Handwerk ging und ebenso um eine Kompatibilität mit der Industrie, entstanden 1898 die Deutschen Werkstätten in Dresden als Spezialbetrieb für Innenarchitektur und Innenausbau: Karl Schmidt-Hellerau gründete das Unternehmen mit zwei Mitarbeitern und einem Kredit von 5.000 Reichsmark und stellte noch im gleichen Jahr den ersten Schrank aus Schichtholzplatten her. Die Weiterentwicklung dieser Technik mündete 1941 in das Patent für Sperrholzplatten. Zu DDR-Zeiten wurden die Bürger mit dem in großer Stückzahl produzierten „Möbelprogramm Deutsche Werkstätten“ ausgestattet. In der Werkstattgalerie wird bis zum 1. April 2016 unter dem Titel „Modell und Wirklichkeit“ der Bildhauerin Ursula Sax (Jahrgang 1935) dokumentiert. Die Meisterschülerin von Hans Uhlmann war bis zu ihrer Emeritierung im Jahr 2000 Professorin an den Kunstakademien Braunschweig und Dresden. „Die Ausstellung zeichnet den vielfältigen und abwechslungsreichen Schaffensweg von Ursula Sax nach und überrascht mit so einigen Werken, die entweder unbekannt sind oder der Vergessenheit entrissen wurden, wie z. B. ‚almeno due‘, ihrem ersten Auftragswerk von 1957, das auf einem Dachboden zerlegt und beschädigt seit einem Jahrzehnt dort ‚lagerte’ und wiederentdeckt, restauriert und zu neuem Leben erweckt wurde.“ www.dwh.de

Aktionen & Projekte

Berge begegnen sich nicht

MAHSSA ASKARI, Raum

Gérard Goodrow kuratiert die Ausstellung „Berge begegnen sich nicht, wohl aber Menschen“ mit sechs iranischen Künstlern in der Kölner Michael Horbach Stiftung. Mahssa Askari, Bahar Batvand, Gila Abutalebi, Linda Nadji, Reza Nadji und Pari Moradi repräsentieren „eine junge bis mittlere Generation deutscher Gegenwartskünstler mit Migrationshintergründen, die – in geschickter Kombination mit den Erfahrungen und Erlebnissen in der neuen Wahlheimat – mal mehr, mal weniger Ausdruck in ihren höchst differenzierten Arbeiten finden.“ Das mediale Spektrum reicht von Zeichnung und Malerei bis zu Objekten und Fotokunst. Im Projektraum zeigt der Fotograf Hartmut Schneider unter dem Titel „Being Refugee“, wie unter seiner Anleitung zum Umgang mit der Kamera Flüchtlinge in einer Erstaufnahmeeinrichtung ihre Eindrücke fotografisch festhielten. Bis 20. März 2016. www.michael-horbach-stiftung.de.

Museen & Institutionen

Jugendstil in Hamburg - Tanzperformance

LOIE FULLER (1862-1928), um 1900, historische Aufnahme, Fotograf unbekannt

Aufgrund des großen Besuchererfolges wird die Ausstellung" Jugendstil. Die große Utopie" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) bis zum 28. Februar 2016 verlängert. Mit über 350 Exponaten, darunter zahlreiche internationale Leihgaben, zeichnet sie die kulturhistorischen Hintergründe und Entwicklungen dieser Epoche nach und zeigt, wie die Künste die umwälzenden Veränderungen im privaten und gesellschaftlichen Leben des modernen Menschen aufgreifen, neue Lebensmodelle entwerfen und mit technischen Neuerungen experimentieren. Gustav Klimt, Edvard Munch und Alfons Mucha spiegeln Projektionen auf die Frau. Ferdinand Hodler, Paula Modersohn-Becker studieren das Kind. Möbel und Räume von Henry van de Velde, Richard Riemerschmid oder Charles Rennie Mackintosh erzählen von der neuen Formensprache. Eine zentrale Position ist die Tänzerin Loïe Fuller (1862–1928), die um die Jahrhundertwende eine ganz neue Art des Bühnentanzes entwickelt. Einen ersten Einblick in seinen Arbeitsprozess gewährt der Choreograf Trajal Harrell am Donnerstag, den 21. Januar um 19 Uhr. In CAEN AMOUR lässt der Choreograf Loïe Fuller auf Tatsumi Hijikata treffen, der in der westlichen Welt vor allem als Begründer des Butoh-Tanzstils bekannt wurde. Tickets: www.kampnagel,de

Preise

Prizker-Preis

ALEJANDRO ARAVENA mit Chiles Präsidentin Michelle Bachelet, Fotoquelle: Wikipedia/Gobierno de Chile

Alejandro Aravena aus Chile wird mit dem diesjährigen Prizker-Preis ausgezeichnet, der als wichtigste Ehrung in der Architektur gilt. Die Mitarbeiter in seinem Büro entwarfen mehr als 2.500 Sozialwohnungen. Seine wichtigsten Bauten stehen auf dem Gelände der Katholischen Universität von Santiago de Chile; sein jüngster Entwurf wird derzeit in Shanghai als Bürogebäude für einen Pharmakonzern umgesetzt. Die Preisverleihung findet am 4. April 2016 im New Yorker UN-Hauptquartier statt.

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