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Museen & Institutionen

Neuer Online-Auftritt

Das 1951 gegründete Schweizerische Institut für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA) ist ein „kunstwissenschaftliches und kunsttechnologisches Kompetenzzentrum von nationaler wie internationaler Ausrichtung.“ Kerngebiet bildet das Kunstschaffen in der Schweiz vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Unlängst hat das Institut seine Online-Präsenz neu konzipiert: das neu gestaltete Rechercheportal bietet Einsicht in die gesamten Online-Bestände mit Informationen zu 16.000 Künstlern. Die Mobile-Version erleichtert den Umgang mit Lexikon-Einträgen, Werkabbildungen und Literaturhinweisen. www.sik-isea.ch

Museen & Institutionen

Flüchtlingsfrauen wohnen im Museum

Ende Januar 2016 ziehen 50 bis 60 Flüchtlingsfrauen mit ihren Kindern in die Alte Fabrik des Hamburger Museums der Arbeit ein. Sie kommen dort für zwölf Monate unter; für 2017 ließe die Programmplanung aber keine solche Unterbringung mehr zu. www.museum-der-arbeit.de

Personalien

Neue Leiterin in Göttingen

Anja Lückenkemper gestaltet ab dem 1. Januar 2016 als Nachfolgerin von Laura Schleussner das Jahresausstellungsprogramm des Kunstvereins Göttingen 2016. Vorher war sie u.a.mehrere Jahre als Assistenzkuratorin unter anderem an den KW Institute for Contemporary Art in Berlin und dem Kunstverein München tätig. In Göttingen startete das Programm unter ihrer Leitung am 10. Januar 2016 mit dove step, der ersten institutionellen, physischen Einzelausstellung der Künstlerin Britta Thie. www.kunstvereingoettingen.de

Hochschulen

Ginkgo-Preis

TILES, Game Design Poster Ingame, Wettbewerbsbeitrag in der Kategorie Profis in Ausbildung. Entwurf: Simon Pähler, Sebastian Flöth, Studierende an der Hochschule der Bildenden Künste Saar / Deutschland

Sebastian Flöth, Sabine Hack, Kevin Kohler, Christian Neurohr, Simon Pähler und Adrien Unger, Studenten an der HBK Saar, gewannen Auszeichnungen im Internationalen Kreativ-Wettbewerb 2015 in der Disziplin GameDesign und in der Kategorie "Profi in Ausbildung". Sie bekamen den "Ginkgo Award" überreicht. Bei dem Game Design-Wettbewerb ging es um den Entwurf von Konfliktlösungen ohne Gewalt. www.hbksaar.de

Messen & Märkte

Paris Photo: Kostenrabatt

Nach den Terroranschlägen von Paris am 13. November 2015 hatte die französische Regierung die Schließung sämtlicher Museen in der Hauptstadt angeordnet; auch die Messe Paris Photo musste vorzeitig schließen. Der Veranstalter Reed Exhibitions entschloss sich nun zu einer "Kompensation" der Investitionskosten, die die teilnehmenden Galerien hatten, in Höhe von 20 Prozent. Zwei Wochen nach den Attentaten hatten 50 Galerien in Paris ein Gallery Weekend durchgeführt. Die nächste Veranstaltung findet im Frühjahr 2016 in den Paramount Studios als "Paris Photo Los Angeles" statt. www.parisphoto.com

Kulturpolitik

CDU will medienfreundliche Museen

Die nordrhein-westfälische CDU hat die Medien als wichtige Vermittlungs- und Bildungsplattform entdeckt: im Landtag macht sie sich daher für eine verbesserte Online-Präsentation der landeseigenen Museumsbestände stark. Allerdings sehen die Politiker bei der Digitalisierung der Abbildungen von Kunstwerken auch die urheberrechtlichen Probleme. Forderten bislang eher nur die Mitglieder der Piraten-Partei eine Anpassung des Urheberrechts an die heutigen Gepflogenheiten beim Umgang mit Internet und Smartphone, so ziehen die Christdemokraten in dieser Hinsicht nun nach. Denn online könne man mehr Publikum erreichen als mit zeitlich begrenzten Ausstellungen in den Real-Räumen der Museen. Wenn nämlich nicht gerade eine Blockbuster-Ausstellung geboten wird, die in drei Monaten eine sechsstellige Besucherzahl anlockt, verlieren sich in manchen Provinzmuseen und kleineren Kunstvereinen bisweilen kaum mehr als 100 Besucher pro Tag. Auch die rigorosen Fotografierverbote sähen die um mhr Besucherfreundlichkeit bemühten CDU-Kulturpolitiker im NRW-Landtag lieber gelockert.

Ausschreibungen

Auslandsateliers für Salzburger Künstler

Salzburger Künstler können sich bis Mitte Februar 20916 um Atelieraufenthalte in China, Mexiko und der Ukraine sowie in 13 anderen Ländern bewerben. Von den Stipendiengeldern werden zwei Drittel vor Reiseantritt und der Rest nach Einreichung eines abschließenden Arbeitsberichts ausgezahlt. Nähere Infos: www.salzburg.gv.at/themen/ateliers

Personalien

Gurlitt war testierfähig

Cornelius Gurlitt, im Mai 2014 verstorbener Sammler, war testierfähig. Dies stellte ein Gutachter im Auftrag des Oberlandesgerichts München fest, nachdem Gurlitts Cousine Uta Werner das Testament angefochten hatte. Ein abschließendes Urteil ist aber noch nicht gefällt, da die Streitparteien noch bis Februar 2016 Stellung zu dem Gutachten nehmen können. Alleinerbe der Gurlitt.Sammlung ist laut Testament das Kunstmuseum Bern.

Preise

Wien: Auszeichnung für Dissertation

KRISTINA-PIA HOFER

Kristina-Pia Hofer wurde im Rahmen des Forschungsprojekts „A Matter of History“ der Wiener Universität für angewandte Kunst mit dem Award of Excellence bedacht. Dieser österreichische Staatspreis würdigt die besten Dissertationen, darunter in diesem Jahr Hofers Arbeit „Media Genealogies and the Pornographic ‚Real‘: Essays on Amateur Pornography “. Doktormutter ist Gabriele Jutz, Leiterin der Abteilung Medientheorie des Instituts für Bildende und Mediale Kunst an der Universität für angewandte Kunst. www.dieangewandte.at

Museen & Institutionen

Berlin: Freier Eintritt

BERLINER MUSEUMSINSEL (im Vordergrund), Fotoquelle: Wikipedia/Bjarki Sigursveinsson

Am Silvestertag, 31. Dezember 2015, ist in allen Berliner Museen und in landeseigenen Einrichtungen wie dem Zoo der Eintritt frei. Einstimmig hatten alle Fraktionen im Abgeordnetenhaus diese Geste als Dank an die ehrenamtlichen Helfer zur Betreuung der Flüchtlinge beschlossen: ohne diese Freiwilligen hätten die zuständigen Behörden die Vielzahl der Neuankömmlinge nicht angemessen versorgen können.

Hochschulen

Lucky Strike Junior Award

DOROTHEA SCHUBERT, „The Fountain“, Grafik/Illustration

Dorothea Schubert, Absolventin der Klasse Gelten / Girst an der Kunstakademie Nürnberg, wurde für ihre Abschlussarbeit mit dem Lucky Strike Junior Designer Award ausgezeichnet (16.000 Euro). Erstmals wurde der Preis in den vier Kategorien „Produkt & Industrie“, „Kommunikation & Medien“, „Mode & Material“ und „Konzept & Prozess“ vergeben. Schubert überzeugte mit ihrer Arbeit „Die Welt als Wiederholung“. www.abdk-nuernberg.de

Preise

Salzburger Kunstpreise

Oswald Putzer, Objektkünstler, erhielt für seinen skripturalen Leuchtkasten „Du und Salzburg“ den Salzburger Skulpturenpreis (7.300 Euro). Der Wettbewerb wird mit Bezug auf den Dichter Georg Trakl ausgeschrieben. Das prämierte Kunstwerk steht nun bis 2018 im Eingang zum Traklhaus. Frank Louis nahm als Sieger des Keramikpreises 6.000 Euro entgegen. Elisabeth Schmirl darf das Salzburger Jahresstipendium Bildende Kunst antreten (10.000 Euro). Mit dem Soucek-Stipendium für Grafik wird Brigitte Naprudnik ausgezeichnet (3.000 Euro), und der Landespreis für Medienkunst ging an Maria Morschitzky.

Kulturpolitik

Verschärfung geplant

Bei der Beratung des Bundesrates über die Reform des Kulturgutschutzgesetzes wollten die Länder den bisherigen Entwurf verschärfen. Medien berichten, dass die Bundesländer deutlich mehr Kunstwerke als bisher vorgesehen als „nationales Kulturgut“ eingestuft und mit einem Ausfuhrverbot belegt sehen wollen. 2016 muss dann der Bundestag noch in zweiter und dritter Lesung den Gesetzentwurf bis zur endgültigen Abstimmung behandeln.

Ausschreibungen

Wettbewerb "Elbe"

Der Künstlerbund Dresden lobt einen Wettbewerb zum Thema "Elbe" aus. Einreichungen sind zu den Unterthemen "Material", "Flussraum" und "Naturgewalt" möglich. Deadline: 21. Januar 2016. Infos und Bewerbungsbogen unter: www.kuenstlerbund-dresden.de

Biennalen

Pfeffer kuratiert deutschen Pavillon 2017

SUSANNE PFEFFER

Susanne Pfeffer, Direktorin des Museum Fridericianum Kassel, wurde von Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier zur Kuratorin für den deutschen Pavillon auf der Biennale von Venedig 2017 berufen. Vor ihrem Amtsantritt in Kassel arbeitete sie an den KunstWerken Berlin. 2015 hatte sie in Venedig den schweizerischen Pavillon kuratiert und dort die Künstlerin Pamela Rosenkranz ausgestellt.

Ausschreibungen

Ateliervermietung in Litauen

Die Nida Art Colony (NAC) ist eine Zweigstelle der Vilnius Academy of Arts und vermietet 5Ateliers für ein „Artist in Residence“-Programm an Künstler, Designer, Architekten, Kuratoren, Kunstkritiker und Kunsthistoriker. Die Aufenthalte dauern zwischen 2 und 6 Monaten. Die Miete beträgt in der Zeit von Juni bis September 412,- Euro/mtl. monatlich und 312,-€ in der Zeit von Oktober bis Juni. Bewerbungsschluss für den Zeitraum bis Mai 2017 ist der 15. Februar 2016. Kontakt: Nida Art Colony of the Vilnius Academy of Arts, Taikos Str. 43, LT-93121 Neringa, Lithuania, Tel.: +370 469 20 370, Fax.: +370 469 20 37, info@nidacolony.lt

Kulturpolitik

Krach um Achenbach-Buch

Als Dorothee Achenbach, Ehefrau des inhaftierten Kunstberaters, das Buch „Meine Wäsche kennt jetzt jeder“ veröffentlichte, erwies sich die Schilderung über den Abstieg ihres Mannes aus dem Kunst-Jetset als Bestseller: 40.000 Exemplare hat der Düsseldorfer Droste-Verlag bis jetzt auf den Markt geworfen. Erfreut sind jedoch nicht alle Leser: die Boulevardpresse berichtete, dass die Witwe des ALDI-Erben ihre Persönlichkeitsrechte verletzt sehen könnte, obwohl sie in dem Buch nicht namentlich genannt werde. Strittig sind acht Passagen, die entweder geschwärzt oder in einer Neuauflage gestrichen werden müssten, falls die Anwälte sich nicht einigen können. Der Anwalt der Albrecht-Familie wollte dazu keine Stellung nehmen.

Hochschulen

Halle: Jubiläumsausstellung

KUNSTHOCHSCHULE BURG GIEBICHENSTEIN, Fest im Fachbereich industrielle Formgestaltung, um 1975, Foto: Peter Kersten

Die Ausstellung „Moderne in der Werkstatt. 100 Jahre Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle“ läuft noch bis zum 14. Februar 2016 im Kunstmuseum Moritzburg Halle. Als der Deutsche Werkbund in den Jahren vor 1914 ein Zusammenwirken von Kunst, Handwerk und Industrie propagierte, gründete man in mehreren deutschen Städten Werkkunstschulen und Kunstgewerbeschulen. Der Gründungsdirektor Paul Thiersch etablierte ab 1915 eine solche Kunsthochschule in Halle – dort werden heute knapp 1.000 Studenten in 43 Werkstätten ausgebildet; davon fast 40 Prozent in Fächern der freien Kunst. www.burg-halle.de

Hochschulen

DFJW-Stipendium

JOSEPHA LUTZ

Josepha Lutz aus der Klasse von Udo Koch, Professor für Bildhauerei an der Kunstakademie Stuttgart, wurde mit dem DFJW-Stipendium ausgezeichnet. Das DFJW-Deutsch-Französisches Jugendwerk vergibt Stipendien für einen Aufenthalt von zwei bis fünf Monaten an einer französischen Kunsthochschule. Die dortige Kunsthochschule kann von den deutschen Bewerbern frei gewählt werden. Infos: www.dfjw.org

Ausschreibungen

Austausch mit Barcelona

HAFEN VON BARCELONA, Foto: Raap

Bewerbungsschluss für einen Künstleraustausch Barcelona-Stuttgart ist der 10. Februar 2016. Der achtwöchige Barcelona-Aufenthalt für vier baden-württembergische Künstler ist für September und Oktober 2016 geplant. Für diesen Zeitraum stellen das Kunstzentrum Hangar in Barcelona, die Kunststiftung Baden-Württemberg und der Württembergische Kunstverein jeweils ein Atelier und Wohnraum für Gastkünstler zur Verfügung. Die Stipendiaten erhalten 800,00 Euro Produktionskostenzuschuss, 800,00 Euro monatliche Unterhaltskosten (für 8 Wochen insgesamt 1.600,00 Euro), sowie eine Beteiligung an Hin- und Rückreisekosten bis max. 300.- pro Person. Bewerbung auf Englisch online unter www.kunststiftung.de/application-form-for-hangar-barcelona.html.

Ausschreibungen

Medienkunststipendium

Das Edith-Russ-Haus für Medienkunst in Oldenburg vergibt drei Stipendien zur Förderung der künstlerischen Arbeit im Bereich der Medienkunst. Es handelt sich um drei Produktions- und Aufenthaltsstipendien zu je 10.000 Euro, mit denen ein breites Spektrum der Medienkunst, von Videokunst und netzbasierten Projekten bis hin zu Klang- oder audiovisuellen Installationen gefördert werden sollen. Die Bewerbung ist nur online bis zum 29. Februar 2016 möglich. Infos: info@edith-russ-haus.de, Telefon +49(0)441 235-3208, www.edith-russ-haus.de/stipendien,

Aktionen & Projekte

Sozialpalast

SOZIALPALAST, U-Bahn in Münster

Wie beschaulich und bisweilen sogar kauzig es in Münster zugeht, weiß man außerhalb Westfalens durch die Tatort-Krimis mit Axel Prahl und Jan-Josef Liefers. Was fehlt in Münster also noch, damit die Stadt ein wenig metropolischer wirkt? Eine U-Bahn unter dem Schlossplatz, glauben die Akteure der Initiative „Sozialpalast“. Also verwandeln sie bis zum 19. Dezember 2015 einen Fußgängertunnel in eine temporäre U-Bahn-Station und verkünden: „Wir werden ein kleines Stück Großstadt installieren“. Das künstlerische Beiprogramm besteht aus „Viel Lärm“, einem „Kiosk“, diversen Bühnenauftritten und „U-Bahn-Musik“. www-sozialpalast.de

Ausschreibungen

Kunstpreis der Stadt Limburg

Der Kunstpreis der Stadt Limburg ist 2016 zum Thema „flüchtig“ ausgelobt und mit 5.000 Euro dotiert. Alle Techniken sind zugelassen. Eine Altersbegrenzung besteht nicht. Voraussetzung für die Bewerbung ist eine künstlerische Ausbildung sowie eine regelmäßige künstlerische Tätigkeit. Einreichungen sind bis zum 8. März 2016 (Eingang bei der Behörde) auf dem Postweg möglich. Die dazu unbedingt notwendigen Unterlagen können aus dem Internet heruntergeladen werden. Kontaktdaten: Magistrat der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn, Kulturamt, Fischmarkt 21, 65549 Limburg a. d. Lahn, Tel.: 06431 203-912, Fax: 06431 203-918, Email: tanja.schnatz@stadt.limburg.de oder kulturamt@stadt.limburg.de, Internet: www.limburg.de.

Aktionen & Projekte

Digitorial

GEORG WACHTBERG, Pressefoto zu „man.kind“, Ein Digitorial. White Gallery Berlin

In der Berliner White Gallery stellte der Wiener Künstler Georg Wachtberg soeben eine neue Präsentationsform „Digitorial“ vor, die „unserem Zeitgeist, was die schnelle Erfassung von Inhalten angeht“, entspricht. Darunter versteht der Künstler ein „Format, das mit aktuellem Fokus eine künstlerische Position dar- bzw. ausstellt. Diese Art der Präsentation ist eine unkomplizierte Art, erste Informationen über das künstlerische Werk aufzunehmen, Technik, Inhalte und jüngste Ausstellungen...Die Musiker von cultoorah umrahmen die gezeigten Bilder: Unter dem Titel ‘man.kind.’ zeichnet und malt Wachberg unsere einmalige menschliche Vielfältigkeit: Schmerz, Hoffnung, Liebe, Furcht... (Öl/Siebdruckfarbe auf gebrauchtem Karton und digitale Originalprints auf PVC/Papier)...“ www.white-gallery.berlin

Biennalen

Wien: Orte für Menschen

ELKE DELUGAN-MEISSL,Copyright DMAA

Elke Delugan-Meissl, Kommissärin für den österreichischen Pavillon der kommenden Architektur-Biennale von Venedig (28. Mai bis 27. November 2016), entschloss sich, „aus Anlass der Flüchtlingskrise“ nicht nur diesen Pavillon zu bespielen, sondern drei Projekte in Wien durchzuführen. Unter dem Motto „Orte für Menschen“ hat sie drei Architektur- und Designbüros ausgewählt, „sich mit der Gestaltung leerstehender Immobilien für die temporäre Unterbringung von Menschen in laufenden Asylverfahren auseinander setzen” und „in den nächsten Monaten die Handlungsspielräume von Architektur im sozialen Bereich und die Potentiale des städtischen Umfelds ausloten.” Die Ergebnisse werden auf der Architektur-Biennale präsentiert. www.ortefuermenschen.at

Biennalen

Kunsttreffen Medellin

MDE15, Illustrationsfoto zur Veranstaltung

Alle vier Jahre lädt Medellin in Kolumbien zu einem Kunstreffen MDE15- Encuentro Internacional de Arte de Medellin ein. Derzeit treffen sich dort rund 60 Künstler bis Februar/März 2016 zum Thema „Lokale Geschichten/Globale Praktiken“ – ihre künstlerischen Aktivitäten sind mit der Geschichte und den sozio-kulturellen Erfahrungen der Stadt eng verknüpft, zugleich aber auch mit „Praktiken in anderen Teilen“ der Welt. Veranstalter ist das Museo de Antioquia. Das Programm besteht aus einer kuratorischen Auswahl von Ausstellungsbeiträgen, aus Auftragsarbeiten und sozial orientierten Projekten, die auch außerhalb des Kunstbetriebs realisiert werden. www.museodeantioquia.co

Museen & Institutionen

Darmstadt: Beuys-Block

JOSEPH BEUYS, FOND III, 1969 / Grauballemann, 1952 / Filzanzug, 1970, Block Beuys, Raum 2, Copyright: VG Bild-Kunst Bonn 2015

Am 23. Januar 2016 jährt sich zum dreißigsten Mal der Todestag des Künstlers Joseph Beuys. Das Hessische Landesmuseum Darmstadt bewahrt mit dem 1970 vom Künstler selbst installierten „Block Beuys“ seinen weltweit größten Werkkomplex. „Mit 290 betitelten Arbeiten von 1949 bis 1972 in sieben Räumen legt dieser Block ein beredtes Zeugnis für das Schaffen des Künstlers ab. Für Beuys typische Materialien wie Fett, Filz und Kupfer prägen großformatige Plastiken. Objekte aus seinen Aktionen der 1960er Jahre, Multiples und Zeichnungen bestimmen die Räume. In über zwanzig Vitrinen hat der Künstler zahlreiche Werke vor allem aus den 1950er Jahren installiert.“ Anlässlich des Todestages widmet das Museum dem „Block Beuys“ am 24. Januar 2016 einen ganzen Tag der Vermittlung mit Führungen für verschiedene Altersgruppen und Aktionen für Kinder. www.hlmd.de

Museen & Institutionen

Köln: Neue Ausstellungsreihe

HEIMO ZOBERNIG (links) und YILMAZ DZIEWIOR, Foto: Georg Petermichl

Im Februar 2016 startet das Museum Ludwig Köln eine neue Ausstellungsreihe unter dem Titel „Hier und Jetzt“. Damit will das Museumsteam die „Vorgehensweisen und Konventionen der eigenen institutionellen Arbeit“ hinterfragen und „das Format von Museumsausstellungen neu verhandeln“. Vom 20. Februar bis zum 22. Mai 2016 bespielt in dieser Reihe Heimo Zobernig in einem der Räume mit einem Teil seines installativen Einbaus, den er im vergangenen Jahr auf der Biennale von Venedig vornahm (Kurator: Yilmaz Dziewior). Im Herbst 2016 kuratiert Leonie Radine die Ausstellung „Hausbesuch“ mit einem Einzug ausgewählter Kunstwerke in diverse Privatwohnungen Kölner Bürger. www-museum-ludwig.de

Museen & Institutionen

Von Maria zu Salomé

JAMES CRAIG ANNAN, The Church and the World, um 1900, Heliogravüre, © Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

In welcher Rolle sahen die Fotografen um 1900 die Frau? Sie inszenierten ihre Modelle als Madonna, Mutter, Fee, Lichtgestalt mit Heiligenschein oder Königstochter mit edelsteinbesetztem Diadem. Abgebildet wurden solchermaßen zumeist Frauen von Kunstfotografen – und in gewisserweise sind das Gegenbilder zum Wirken der Studiofotografen für ihre zahlenden Atelierkunden. „Die Kunstfotografen wollen weder den sozialen Status ins Bild setzen, noch die zeitgenössischen Frauen in der sich verändernden Welt der Industrialisierung zeigen. Sie entwerfen in ihren Werken überhöhte sphärische Gestalten und inszenieren sie als Figuren aus einer entrückten Welt“. Die Ausstellung „Von Maria zu Salomé“ zeigt im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe bis zum 28. Märt 2016 rund 30 Aufnahmen renommierter deutscher und internationaler Fotografen um 1900: James Craig Annan, Emma Boaz Barton und Julia Margaret Cameron (Großbritannien), Adolphe de Meyer, Robert Demachy, Pierre Dubreuil (Frankreich), Minya Diez-Dührkoop, Rudolph Dührkoop und Hugo Erfurth (Deutschland), Atelier d'Ora (Österreich) und Annie W. Brigman, Felix Benedict Herzog, Gertrude Käsebier, Clarence Hudson White (Amerika). www.mkg-hamburg.de

Personalien

Ateliergespräche

KASPER KÖNIG und MONIKA BONVICINI

Kasper König nimmt ab Januar 2016 die Zuschauer von „Arte“ mit zu Atelierbesuchen in New York, Zürich, Berlin, Paris und anderen Orten. In einer vierteiligen Reihe zeigt die Filmemacherin Corinna Belz den Ausstellungsmacher in Gesprächen mit Claes Oldenburg, Nicole Eisenman, Niele Toroni, Sophie Calle, Ayşe Erkmen, Monika Bonvicini, Roman Signer und Peter Fischli (jeweils sonntags um 11.20 Uhr).

Personalien

Indische Künstlerin ermordet

HEMA UPADHYAY, Fotoquelle: Wikipedia/Art fundamental

Die indische Künstlerin Hema Upadhyay und ihr Rechtsanwalt Haresh Bhambani wurden in Mumbai ermordet. Die Polizei stellte ihre Leichen in einem Pappkarton sicher, den der oder die Mörder in einem Abflussrohr versteckt hatten. Die Polizei hat vier Verdächtige festgenommen. In den indischen Medien wird darüber spekuliert, ob der Ehemann, ebenfalls ein Künstler, in die Tat verwickelt sein könnte, da sie ihn 2013 wegen Belästigung angezeigt hatte, weil er obszöne Szenen auf eine Wand ihres Zimmers gemalt haben soll. Der Anwalt Bhambani hatte die Künstlerin seinerzeit in dieser Angelegenheit vertreten. Eine Arbeit von Hema Upadhyay hatte „Kunstforum international“ auf dem Cover von Bd. 220 zum Thema „Globalkunst“ abgebildet.

Aktionen & Projekte

Flaggenstreit

PIOTR IWICKI, „Flag“, 2015

Die einen haben eine „Schere“ im Kopf und vermeiden klare Bekenntnisse, um nicht Beifall von der falschen Seite zu bekommen, die anderen tun dies aus Angst vor den Drohungen der Fanatiker. Nach den Terroranschlägen in Paris hat sich im Laufe des Jahres 2015 auch in Deutschland das innenpolitische Klima arg verschärft. Die einen weichen zurück und manche unter ihnen überlegen gar ernsthaft, ob man die traditionellen Umzüge von Kindern zum St. Martinstag nicht lieber „Lichterfest“ nennen solle, um Nicht-Christen nicht zu irritieren. Die anderen hetzen und schmähen verbal in den Sozialen Medien auf manchmal übelste Art gegen liberale Politiker und sogenannte Gutmenschen. In dieser aufgeheizten Stimmungslage wollte der Freiburger Künstler Piotr Iwicki im dortigen Kunstverein seine Installation „Flag“ (Flagge) zeigen. Angeregt zu einem „Gegenentwurf“ hatte ihn die Schwarze Flagge der Terror-Milizen des Islamischen Staates (IS), die sie überall in den von ihnen eroberten Gebieten hissen. „Sie hat in der Mitte ein ovales weißes Feld mit einem schwarzen Schriftzug darin und darüber einen weiteren Schriftzug – in weiß auf schwarzem Grund. Zu lesen ist, in arabischen Lettern, das islamische Glaubensbekenntnis.“ In leicht arabisierenden lateinischen Buchstaben hat Iwicki den Text durch einen Warnhinweis ersetzt: „Warning! Black and white only seeing in colors will be punished by death.“ (Sinngemäß übersetzt: "Warnung ! Wer nicht bereit ist, die Welt nur in Schwarz und Weiß, statt auch in Farben zu sehen, wird mit dem Tode bestraft“). Der Künstler betont, er wolle damit keine Religion oder Gruppe beleidigen, sondern auf die problematische Sicht eines undifferenzierten Schwarz-Weiß-Denkens aufmerksam machen. Es sei ein Statement explizit nicht nur gegen den IS, sondern „gegen alle totalitären Systeme“. Der Freiburger Kunstverein indes beschloss, „aus Sicherheitsbedenken“ dieses Werk nicht auszustellen. „Piotr Iwicki respektiert die Entscheidung des Kunstvereins, weist aber darauf hin, dass damit zugleich das Grundrecht der Kunstfreiheit, festgeschrieben in Artikel 5 des Grundgesetzes, nicht verteidigt, sondern preisgegeben wird“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung. Stattdessen durfte der Künstler dann seine Fahne im Eingangsbereich des Freiburger E-Werks aufhängen.

Aktionen & Projekte

Expansion

JÜRGEN CLAUS, „Die Expansion“, Titelbild

Die 1970er Jahre waren eine kunstgeschichtliche Epoche des Aufbrechens der Künste: Joseph Beuys propagierte seinen „Erweiterten Kunstbegriff“, und die Aktionisten entwickelten mixed-mediale Konzepte der Überschreitung von Gattungsgrenzen zwischen Art Performance, Body Art, Theater und Film. Jürgen Claus verfasste 1970 ein Buch mit dem Titel „Expansion der Kunst“, und 45 Jahre später publiziert er nun ein weiteres Buch, das „der Expansion der Kunst in die Vielfalt elektronischer Medien und der künstlerischen Performances gilt“. Der Beginn seiner Abhandlung „ist nicht zufällig in das Aufbruchs-Jahr 1965 gelegt, und geht bis in die unmittelbare Gegenwart. Mit informationstechnisch begründeten Multimedia-Vorführungen begann Claus bereits in der zweiten Hälfte der 1960er-Jahre. Stationen seiner Performances waren u.a. Australien, Südamerika, Asien, wo die japanische Ausgabe des Buches Expansion der Kunst vor allem in Japan nachhaltigen Einfluß ausübte.“ Damals entwickelte Jürgen Claus Konzepte zur Verbindung von Kunst und Umweltforschung, beschäftigte sich vor allem mit Unterwasserforschung („submarine Strukturen“) und mit Sonnenenergie; seine „performativen künstlerischen Ereignisse“ gingen damit über die klassische Art Performance im White Cube der Kunstvereine und Galerien weit hinaus. Die jetzige Publikation „DIE EXPANSION. MEDIEN & PERFORMATIVE KUNST“ wird von der Künstleredition project. claus... in Aachen herausgegeben und zusammen mit dem längst vergriffenen Standardwerk Die Expansion der Kunst in einer Kartonage geliefert, original vom Künstler gestaltet, signiert und numeriert. Vertrieb: project.claus..., Kuckhoffstr. 39, 52064 Aachen, email: jurclaus@euregio.net, der Preis beträgt 49,50 € plus Porto und Verpackung. Tel. 0241- 56 52 79 35

Preise

Peter Weiss-Preis

ULRICH PELTZER

Seit 1990 wird der städtische Kulturpreis Bochum, benannt nach dem Autor, Dramatiker, Maler und Filmemacher Peter Weiss, alle zwei Jahre in den Sparten Literatur, Theater, bildende Kunst und Film vergeben. In diesem Jahr wurde ein Literat ausgezeichnet, und zwar der Berloiner Autor Ulrich Peltzer. Im bereich Bildende Kunst erhielten 2010 Rosemarie Trockel und 2004 Hans Haacke den Peter-Weiss-Preis. www.bochum.de

Personalien

Ellsworth Kelly gestorben

ELLSWORTH KELLY 2008, Fotoquelle: Wikipedia/Jeremiah Garcia

Ellsworth Kelly, Vertreter der „Hard edge“-Malerei, starb im Alter von 92 Jahren. Unter „Hard edge“-Malerei versteht man abstrakte Bilder mit harten Kanten, klaren Linien und reinen Farben – damit setzte sich Kelly vom gestischen Action Painting von Jackson Pollock und von anderen Künstlern des abstrakten Expressionismus ab. Seit 1958 schuf er auch Skulpturen – eine Totem-Plastik von ihm steht heute im Hof der Berliner US-Botschaft. Kelly nahm mehrmals an der Kasseler Documenta teil.

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