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Preise

Wiesbaden-Stipendium

Midori Mitamura und Cordula Prieser sind Stipendiatinnen des Wiesbadener Kunstvereins Bellevue-Saal. Die Residenz-Stipendien bestehen aus einem viermonatigen Aufenthalt im Stipendiatenatelier des Kunsthauses sowie einem monatlichen Zuschuss von Euro 1.250,- Euro und der Ausrichtung einer Einzelausstellung im Bellevue-Saal. www.kunstverein-bellevue-saal.de

Galerien & Auktionshäuser

Abendauktion bei Sotheby's

Mit Aufgeld fast 16 Millionen Pfund erzielte Lucio Fontanas „Concetto Spaziale, Attese“ (1963) in London bei einer Sotheby's-Versteigerung. Dies ist der höchste Preis, den ein Fontana-Objkt jemals auf einer Versteigerung erreichte. Mit gut einem Dutzend Einlieferungen wurden Werke von Lucio Fontana auf jener Abendauktion am häufigsten aufgerufen. Ein „Love“-Motiv in blau und rot von Robert Indiana (1967) kam für 1,3 Mill. Pfund unter den Hammer und Jean-Michel Basquiats Figur „Untitled / The black athlete“ (1982) für 3,5 Mill. Pfund. Für 1,05 Mill. Pfund wechselte ein pastos gemaltes Aktbild von Frank Auerbach (1963) den Besitzer, und ein Bieter aus Asien ersteigerte von Francis Bacon für 1,2 Mill. Pfund die Arbeit „Head I“ (1958). Dass Gerhard Richter nach wie vor zu den Marktführern zählt, überraschte niemanden: als gewohnt hochpreisig erwies sich mit einem Erlös 2,2 Mill. Pfund das abstrakte Bild „Ausschnitt (Kreuz)“.  www.sothebys.com

Ausschreibungen

Studienbeihilfe

Begabte Studenten ab dem zweiten Semester an bayerischen Hochschulen können für die Anschaffung von Lernmitteln Beihilfen zwischen 100 und 400 Euro aus dem Oskar-Karl-Forster-Stipendium-Fonds beantragen. Die Verwendung der Beihilfe ist durch Quittungen zu belegen. Deadline: 15. Dezember 2015. Einzureichen sind die Anträge an der Hochschule, an der die Studenten immatrikuliert sind.

Ausschreibungen

Max Ernst-Stipendium

Die Bewerbungsfrist für das Max-Erst-Stipendium der Stadt Brühl läuft bis zum 18. Dezember 2015. Altersgrenze: 35 Jahre. Die Bewerber müssen sich noch in der Ausbildung an einer Kunstakademie befinden. Medien: Malerei, Foto, Plastik, Video, Objektkunst. Das Stipendium ist mit 10.000 Euro dotiert. Infos und Download der Bewerbungsunterlagen: www.bruehl.de

Ausschreibungen

Kunstpreis der Ritter Stiftung

DerKulturpreis der Dr. Franz und Astrid Ritter-Stiftung für Bildende Kunst 2016 wird für niederbayerische Künstler ausgelobt. Er ist für mit seinem Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro und einer Einzelausstellung im Weytterturm Straubing dotiert. Bewerbungsschluss ist der 4. Januar 2016. Detaillierte Ausschreibung sowie das Bewerbungsformular unter www.ritter-stiftung.org

Preise

Stipendium der DZ BANK-Kunstsammlung

LAURA BIELAU

Laura Bielau und Bruno Zhu treten das Stipendium der DZ BANK-Kunstsammlung an (ein Jahr lang jeweils 1.000 Euro/mtl.) Die Fotografin Bielau wurde bei Peter Piller und Timm Rautert ausgebildet. Zhu lebt in Amsterdam und steht kurz vor dem Abschluss des Masters of Fine Arts. ww.dzbank-kunstsammlung.de

Ausschreibungen

Kunstschule-Stipendium

Für das Jahr 2016 wird von der Kunstschule Atelier Sybille Kreynhop wieder ein Stipendium aus dem Bereich der künstlerischen Gestaltung vergeben. Der Stipendiat kann somit im Zuge des Stipendiums vier Stunden pro Woche in der Kunstschule Atelier Sybille Kreynhop an seinen künstlerischen Ideen und Techniken arbeiten.Bewerben können sich bis zum 31. Dezember 2015 Schüler/Studenten zwischen 16 und 25 Jahren aus Hamburg und näherer Umgebung. Die Bewerbungen sind zu richten an: Kunstschule Atelier Sybille Kreynhop, Fährhausstraße 20, 22085 Hamburg, E-mail info@kunstschule-kreynhop.de

Hochschulen

Kunst an Litfaßsäulen

Bis April 2016 führt die KHM- Kunsthochschule für Medien Köln ein Projekt „Kunst an Kölner Litfaßsäulen“ durch. Der Drucker und Verleger Ernst Litfaß (1816-1874) erfand diese im Stadtraum frei stehenden Säulen, um der Wildplakatierung entgegen zu wirken – damals wie heute ein Problem für die urbane Optik. Die KHM präsentiert nun in den kommenden Wintermonaten künstlerische Projekte, die speziell für solche klassischen Litfaßsäulen entwickelt wurden. Bald werden diese Säulen, an denen man mit Tapetenkleister Plakate befestigt, im Stadtbild verschwunden sein – in Köln z.B. werden sie derzeit sukzessive durch beleuchtete „City-Säulen“ ersetzt. www.khm.de

Hochschulen

München: „Die Vermessung“

„Die Vermessung“ nennen Raphael Grotthuss und Tobias Ollert ihre Ausstellung in der Akademie-Galerie der Kunstakademie München (18. bis 27. November 2015). Grotthuss studierte seit 2010 in der Klasse Pitz. Mit Tobias Ollert, ebenfalls Schüler von Hermann Pitz, arbeitet er unter dem Namen „Orbit & Sieben“ zusammen. „Ausgangspunkt ihrer Arbeit bildet der bestimmte Raum/Ort, dessen Umgebung, Perspektiven und Möglichkeiten. Konzepte entwickeln sich aus der Beobachtung und den Zufällen, die beim Zusammentreffen von Raum/Ort und Orbit&Sieben zwangsläufig entstehen. Vor-Ort-Sein ist der 1. Schritt“. www.adbk.de

Aktionen & Projekte

Designtage Brandenburg

Vom 18. bis 22. November 2015 finden wieder die Designtage Brandenburg am Kulturstandort Schiffbauergasse Potsdam statt. Das Programm aus einer Designpreis-Ausstellung, Markt, Messe, Vorträgen, Workshops und Diskussionen bietet Raum für die Präsentation und Vernetzung von Designern und Unternehmen der Region. www.designtage-brandenburg.de

Hochschulen

Ai Weiwei in Berlin

AI WEIWEI, Copyright: M. Heyde

Der chinesische Künstler Ai Weiwei tritt seine Einstein-Gastprofessur an der UdK Berlin an. Den Auftakt bildet eine Antrittsveranstaltung am 1. November 2015 um 17 Uhr. Unter dem Titel „KUNST (lehren)“ spricht er mit Lehrenden der UdK Berlin über Kunst und die Kunst, Kunst zu lehren.UdK-Studierende aller Fakultäten konnten sich für eine Aufnahme in die Klasse Ai Weiweis bewerben. Die über einhundert Bewerberinnen und Bewerber kamen überwiegend aus den Bereichen der Bildenden Kunst und der Gestaltung. Die Klasse Ai besteht zum jetzigen Zeitpunkt aus nunmehr zwölf Studierenden und wird im November ihre Arbeit aufnehmen. „In den Gesprächen habe ich sehr ernsthafte und exzellente Studierende kennengelernt. Sie alle wollen mehr und sind sehr interessiert daran, sich in die Lehre einbringen. Für mich bedeutet Lehre auch lernen,“ äußerte sich Prof. Ai auf der Pressekonferenz. Bei der Antrittsveranstaltung am 1. November 2015 trifft Prof. Ai auf Kolleginnen und Kollegen aus der UdK Berlin und wird mit ihnen zu Fragen der Kunst und der künstlerischen Lehre diskutieren. Mit ihm auf dem Podium sitzen Prof. Anna Anders, Videokünstlerin, der Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Thomas Düllo, der Professor für zeitgenössischen Tanz und Choreografie, Nik Haffner, sowie der Kunstwissenschaftler Prof. Dr. Karlheinz Lüdeking. Das öffentliche Kartenkontingent für die Antrittsveranstaltung war bereits zwei Tage nach Bereitstellung vergeben. Die Veranstaltung wird per Livestream übertragen auf www.livestream.udk-berlin.de</p>

Preise

Kardinal-König-Kunstpreis

JULIA HALLER

Julia Haller wurde der Wiener Kardinal-König-Kunstpreis zugesprochen (11.000 Euro). Die Jury bescheinigte ihr „eine radikal neue Bildrhetorik jenseits von Erzählung oder Imagination. Sie malt, was man zu sehen vermeint“. Die Preisträgerin studierte an den Kunstakademien von Nürnberg, Dresden und Wien. www.kardinalkoenig-kunstpreis.at

Hochschulen

Mercuri Urval-Stipendium

MERAL ALMA mit Robert Fleck (Kunstakademie Düsseldorf) und Michael Güttes (Mercuri Uval) . Foto: © Hye-Mi Kim

Meral Alma ist Stipendiatin der Unternehmensberatung Mercuri Urval. Sie studiert an der Kunstakademie Düsseldorf in der Klasse von Prof. Siegfridd Anzinger und wurde während des Rundgangs 2015 für das Stipendium ausgewählt. Zu ihrer Arbeit heißt es: "Mit einer energiegeladenen Malerei, die den Körper und das Antlitz befragt und sich Themen stellt wie dem Multiptychon, dem Ornament und der Kraft der reinen Farbe, bringt Meral Alma eine zeitgenössische Erfahrung des Elan Vital zum Ausdruck. Das Jahresstipendium von Mercuri Urval bedeutet eine höchst verdiente Auszeichnung und einen wichtigen Ansporn." www-kunstakademie-duesseldorf.de

Preise

Konrad Wolf-Preis

CHRISTOPH SCHLINGENSIEF 2009, Fotoquelle:  Wikipedia / Manfred Werner - Tsui

Christoph Schlingensief starb 2010 im Alter von 49 Jahren an Lungenkrebs. In diesem Jahr wäre der Regisseur und Aktionskünstler 55 Jahre alt geworden. Seit 1986 verleiht die Akademie der Künste den Konrad-Wolf-Preis für herausragende Leistungen auf den Gebieten der darstellenden sowie Film- und Medienkunst. In diesem Jahr entschied sich die Jury dafür, den Preis posthum zu vergeben - an Christoph Schlingensief. Das Preisgeld in Höhe von 5000 Euro geht an das Operndorf in Burkina Faso. Dort wird das letzte Projekt von Schlingensief von seiner Witwe Frau Aino Laberenz weiter geführt.

Galerien & Auktionshäuser

Gutachten über Karl Waldmann

COLLAGE, ha,ha,ha Hygiena-Institut, Berlin!, Karl Waldmann zugeschrieben (o.J.), Courtesy of Gallery Pascal Polar, Foto: Kunsthaus Dresden

Das Kunsthaus Dresden stellte Collagen eines angeblichen Dadaisten namens Karl Waldmann aus, sah sich jedoch mit Zweifeln an der Echtheit konfrontiert („Kunstforum“ berichtete). Es wurde sogar bezweifelt, ob jener Waldmann tatsächlich existierte oder vielleicht nur eine fiktive Konstruktion sei. Jedenfalls soll er zwischen 1920 und 1950 in Dresden als Künstler gewirkt haben. Im Melderegister und im Standesamt von Dresden findet sich jedoch kein Eintrag über ihn. Die Städt. Galerie für Gegenwartskunst gab daraufhin ein Gutachten zur Untersuchung des Papiers und des Klebstoffs in Auftrag. Ergebnis: Die chemische Zusammensetzung bietet „keinen Hinweis auf eine Entstehungszeit nach 1958“. Seit 1958 gilt Waldmann in Russland als verschollen. Die Ausstellung ist nun in Madrid ohne die umstrittenen Werke zu sehen. Das Werk Waldmanns betreut der belgische Galerist Pascal Polar. Er ist von der Authentizität der Werke überzeugt, für die nach seiner Ansicht allein schon die hohe Anzahl von 1.200 Arbeiten spreche.

Ausschreibungen

Kultur macht Schule

Künstler oder Kulturschaffende, die mit Kindern und Jugendlichen künstlerisch arbeiten können sich jetzt für eine Weiterbildung bewerben. Der „Kompetenzkurs Kultur – Bildung – Kooperation“ vermittelt, wie kulturelle Bildungsprojekte gemeinsam mit Schulen und Einrichtungen der Kultur-, Bildungs- und Jugendarbeit realisiert werden können. Der „Kompetenzkurs Kultur – Bildung – Kooperation“ wird 2014 bis 2017 im Verbund der Bundeservereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ), der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) und der Universität Oldenburg umgesetzt. Die Teilnahme ist kostenfrei, Reisekosten werden nicht übernommen. Der Bewerbungsschluss ist bis zum 6. November 2015. Die Weiterbildung beginnt Mitte Januar 2016. Weitere Infos http://www.kompetenzkurs.de. Kultur macht Schule Team Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) Arbeitsbereich Kultur macht Schule MIXED UP Wettbewerb // MIXED UP Akademie Küppelstein 34 42857 Remscheid Fon 02191.794 394 Fax 02191.794 389 crummenerl@bkj.de www.kultur-macht-schule.de

Ausschreibungen

Der Himmel über Berlin

Die BDA Galerie lädt zur Teilnahme an der diesjährigen Ausstellung „Der Himmel über Berlin. 40/40 ein. Mit der Schau setzt der Berliner Landesverband des Bundes Deutscher Architekten seine  Reihe "Vierzigaufvierzig" zu aktuellen Themen der Architektur- und Städtebaudiskussion fort. Der Himmel über Berlin.40/40 widmet sich den "Alternativen zu einer flächigen Nachverdichtung der Stadt und thematisiert das zukünftige Bauen oberhalb der Berliner Traufe". Die BDA Galerie sucht "nach Visionen für die Stadt über der Stadt" und bittet um skizzenhafte Statements zu diesem Thema. Eine Teilnahme ist bis zum 23. November 2015 möglich. Infos: www.blog.bda-berlin.de veröffentlicht. Ausstellung: bis Ende Dez. 2015 in der BDA-Galerie. Zur Vernissage am 23. November 2015 um 19 Uhr werden die verschiedenen Konzepte durch drei Gastkritiker vorgestellt und öffentlich kommentiert. BDA-Landesverband Berlin, Mommsenstr. 64, 10629 Berlin, Tel. 030.886 83 206. Fax 030.886 83 216, info@bda-berlin.de www.bda-berlin.de

Personalien

Neue ICOM-Präsidentin

MADELEINE SCHUPPLI, Foto: Dominic Büttner, Courtesy: ICOM

Madeleine Schuppli ist neue Präsidentin des schweizerischen Museumsverbandes ICOM, zugleich Nationalkomitee des Internationalen Museumsrates. Sie leitet das Kunsthaus in Aargau.

Museen & Institutionen

Otto Steinert-Symposion

Am 27. und 28. November 2015 findet in Essen ein Symposium zum 100. Geburtstag dwes Fotografen Otto Steinert statt. „Arbeit am Bild: Otto Steinert und die Felder des Fotografischen“ ist eine Kooperation der Folkwang Universität der Künste und des Museum Folkwang, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Photographie. Anmeldungen  per Email an: anna.littmann@museum-folkwang.essen.de

Hochschulen

Anders tun

Das interdisziplinäre Symposium „ANDERS tun ... anders TUN“ an der Alanus Hochschule in Alfter bei Bonn "hinterfragt das Selbstverständnis – individueller und institutioneller – sozialkünstlerischer Ansätze". Die gemeinsame Veranstaltung der Hochschule und der Montag Stiftung Kunst und Gesellschaft findet vom 13. bis 14. November 2015 am Campus I / Johannishof der Hochschule statt. Referenten sind Stephan Berg, Intendant des Kunstmuseums Bonn, Barbara Caveng, die mit „Kunstasyl“ ein künstlerisches Projekt mit Geflüchteten in Berlin-Spandau initiiert hat, sowie Maurice de Martin. Der Musiker und transdisziplinäre Künstler ist Forscher im Kontext der „Artistic Research“ und verantwortet multifunktionale Kunstprojekte im öffentlichen und privaten Raum. www.montag-stiftungen.de

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Documenta-Utopien

UTOPIE DOCUMENTA, Stadtmuseum Kassel, Ankündigungsgrafik

Zur Geschichte der Kasseler documenta gehören auch Projektideen, die exklusiv für die jeweilige Ausstellung entwickelt wurden. Manche konnten jedoch nie verwirklicht werden – manche waren einfach nicht finanzierbar, andere ließen sich nicht praktisch umsetzen oder mussten aufgrund juritischer Probleme storniert werden. Die Ausstellung "UTOPIEdocumenta" dokumentiert anlässlich des Jubiläums "60 Jahre documenta" beispielhaft 18 solcher Projekte international bekannter Künstler und Künstlergruppen zwischen documenta 5 und documenta 13. Sie blieben Utopien, die dennoch auch heute noch "die Idee der Vollendung in sich tragen und die ästhetischen Strategien ihrer Zeit spiegeln. "UTOPIEdocumenta findet vom 30. Oktober 2015 bis zum 14. Februar 2916 im neuen Gebäudetrakt des Kasseler Stadtmuseums statt. www.stadtmuseum.bald-sportmedia.de/

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Schatten der Avantgarde

DER SCHATTEN DER AVANTGARDE, Installationsansicht Folkwang Museum Essen, rechts: Henri Rousseau Le Lion, Courtesy: Folkwang Museum Essen

Jene Kunst, die sich vor rund 100 Jahren als "modern" oder "avantgardistisch" verstand, gewann ihr Selbstverständnis aus der Abgrenzung gegenüber dem starren Akademismus des 19. Jh. Kasper König und Frank Wolf kuratieren eine Ausstellung für das Essener Folkwang Museum, die unter dem Titel "Schatten der Avantgarde" Künstler ohne akademische Ausbildung und ohne Zugang zu den Regularien des offziellen Kunstbetriebs mit Schlüsselwerken der Moderne konfrontiert. Der Bogen reicht von den Dschungelbildern des Zöllners Henri Rousseau und den Bildern, die der 80jährige Amerianer Bill Taylor malte, bis zu Arbeiten von Pablo Picasso oder Blinky Palermo. Manch einer jener Künstler, die zumeist als "Naive", als "Art brut" oder "Outsider" etikettiert werden, schaffte es bis auf die Kasseler Documenta, so Séraphine Louis 1955, doch auch ihr Werk geriet im Laufe der Jahre wieder in Vergessenheit. Es gilt also, diese Kunst wieder zu entdecken, so der Ansatz der beiden Kuratoren, denn auch diese Künstler haben einen wesentlichen Beitrag zur Kunstentwicklung im 20. Jh. geleistet und diese vertieft. Der Besucher spürt, dass diese Werkbeispiele jenen der modernen Meister wie Paul Gauguin oder Fernand Léger in nichts nachstehen. www.museum-folkwang.de

Galerien & Auktionshäuser

Power 100

IWAN und MANUELA WIRTH, London, 2015, Foto: John Phillips / Getty

Alljährlich gibt die Zeitschrift Art Review eine Ranking-Liste „Power 100“ der 100 einflussreichsten Persönlichkeiten im Kunstbetrieb heraus. In diesem Jahr belegen die Galeristen Iwan und Manuela Wirth, Ko-Präsidenten von Hauser und Wirth (Zürich, London und New York) Platz 1. Nachdem im vergangenen Jahr eine weitere Filiale Hauser und Wirth Somerset ihren Betrieb aufnahm, planen die Galeristen derzeit zusammen mit Paul Schimmel für 2016 die Eröffnung einer Dependance in Los Angeles. Platz 2 auf dieser Liste nimmt der chinesische Künstler Ai WeiWei ein, und Platz 3 der New Yorker Galerist David Zwirner, gefolgt von Hans Ulrich Obrist & Julia Peyton-Jones (Direktoren der Londoner Serpentine Gallery, Platz 4), Sir Nicolas Serota (Direktor Tate Gallery London, Platz 5) und dem Galeristen Larry Gagosian (Platz 6). Adam Szymczyk, künstlerischer Leiter der documenta 14, nimmt den 16. Platz ein, und der deutsche Maler Gerhard Richter ist auf Platz 27 notiert. Zusammen gestellt wurde die Liste von einer 16köpfigen Jury. Erstmals veröffentlicht wurde eine solche Liste 1949.www.artreview.com

Galerien & Auktionshäuser

Schönherr-Sammlung: Versteigerung

DIETMAR SCHÖNHERR 2006, Fotoquelle: Wikipedia/Vivi Bach, Freigabe über GNU-Free Documentation License

Im vergangenen Jahr starb der österreichische Schauspieler Dietmar Schönherr. Seine Kunstsammlung mit 200 Werken von Salvador Dalí, Friedensreich Hundertwasser, Gottfried Helnwein, Ernst Fuchs, Victor Vasarely u.a. witrd am 15. November 2015 in Münster zugunsten von Kunstprojekten in Nicaragua versteigert. Schönherr engagierte sich seit 1984 in Nicaragua und gründete dort zusammen mit dem früheren Kulturminister Ernesto Cardenal die Stiftung „Casa de los tres mundos“. Schlagzeilen machte Dietmar Schönherr, als er 1981 in einer Schweizer TV-Talkshow den damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan wegen dessen Nicaragua-Politik als „Arschloch“ beschimpfte und daraufhin vom Sender entlassen wurde. Der filmische Nachlass und ein Teil des privaten Nachlasses von Dietmar Schönherr und seiner Frau Vivi Bach wird vom WaRis-Tiroler Filmarchiv betreut.

Aktionen & Projekte

Politischer Populismus

MINOUK LIM, „Navigation ID“, 2014, Live Broadcast Intervention, Gwanju Biennale, Foto: Courtesy die Künstlerin

Im antiken Rom sollten Volkstribunen die Interessen der unteren Schichten vertreten. Sie nutzten ihre Positionen zur persönlichen Machtentfaltung aus, aber sie waren keine Populisten im heutigen Sinne, obwohl auch diese für sich beanspruchen, auf der Seite des „kleinen Mannes“ zu stehen und sich dementsprechend anti-elitär und zumeist auch anti-intellektuell geben. Ihre Rhetorik mag in ihrer boulevardesken Verkürzung jener der Demagogen ähneln, aber ihr ideologisches Fundament ist oft viel diffuser als das des klassischen Demagogen: der Demagoge gewinnt seine Argumentationsstrategien aus seinem ideologischen Potenzial, der Populist hingegen nicht „aus sich heraus“, sondern nur in der Negation, d.h. aus der Abgrenzung zu anderen. Mit „Politischem Populismus“ beschäftigt sich vom 7. November 2015 bis zum 7. Februar 2016 ein Ausstellungsprojekt in der Kunsthalle Wien. Populistischen Strategien will sie „eine Vielfalt künstlerischer Positionen“ entgegen setzen. „Migration, Asyl- und Flüchtlingspolitik, Überwachung und Spionage, Zensur, Renationalisierung, Gentrifizierung oder globale Finanzwirtschaft sind die Themen, mit denen sich die Künstlerinnen und Künstler beschäftigen. Eine der zentralen Aufgaben der Kunsthalle Wien ist es Spektrum und Potenzial einer kritischen wie inspirierenden Kunst unserer Zeit aufzuzeigen. Welchen Mehrwert bietet die Gegenwartskunst jenseits des Ästhetischen? Welche Funktionen kann und sollte sie für unsere Gesellschaft übernehmen? Alle sind eingeladen, diese Fragestellungen mit uns gemeinsam zu diskutieren…“ Der Eintritt in die Ausstellung und zu den Begleitprogrammen ist frei. Künstlerliste: Basel Abbas und Ruanne Abou-Rahme, Lawrence Abu Hamdan, Saâdane Afif, Darren Bader, Keren Cytter, Simon Denny, Christian Falsnaes, Evgeny Granilshchikov, Flaka Haliti, Rosemary Heather, Calla Henkel und Max Pitegoff, Anna Jermolaewa, Johanna Kandl, Minouk Lim, Goshka Macuga, Jumana Manna, Mián Mián, Marcel Odenbach, Ahmet Ögüt, Trevor Paglen, Hito Steyerl, Erik Van Lieshout, Jun Yang. www.kunsthallewien.at.

Biennalen

Google Culture Institute zeigt Biennale-Kunst

GOOGLEBIENNALE, Pressefoto

Der amerikanische Medienkonzern Google etablierte sein "Google Culture Institute" als virtuelles Museum, dass Artefakte von verschiedenen Partnern vorstellt: historische Momente, Museumssammlungen und Kunstprojekte. Eine Auswahl von Werken und Pavillons der diesjährigen Biennale von Venedig ist jetzt ebenfalls auf dieser Plattform präsent. Via Internet kann man sich nun die Highlights der Mammut-Schau zu Hause am PC in Street View-Technik und als 360 Grad-Panorama-Aufnahme anschauen. Vor Ort endet die Biennale von Venedig am 23. November 2015. www.labiennale.org/en/art/online-2015exhibition/

Preise

NRW-Staatspreis für Uecker

GÜNTHER UECKER mit NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Foto: Staatskanzlei NRW / R. Sondermann

Günther Uecker wurde für sein Lebenswerk mit dem Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen geehrt (25.000 Euro). Es ist die höchste Auszeichnung, die das Land NRW vergibt. Über den 85jährigen Preisträger heißt es, er „habe mit seinem Lebenswerk Generationen von jungen Künstlern beeinflusst und die zeitgenössische Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich mitgeprägt“.

Biennalen

Jogja Biennale

JOGJA BIENNALE, „Hacking Conflict“, Plakat, 2015

„Indonesien trifft Nigeria“ lautet das Leitmotiv der Jogja Biennale (1. Nov. Bis 10. Dez. 2015). Inhaltlich geht es um das Thema „Hacking Conflict“. Die Initiatoren glauben, dass die politischen und sozialen Implikationen dieses Themas im aktuellen Diskurs für beide Länder und ihre Künstler eine Relevanz haben. Denn beide Länder haben eine koloniale Vergangenheit und waren später jahrelang durch autoritäre Regierungen geprägt. Direktor dieser Biennale ist Alia Swastika, das künstlerische Programm verantwortet Rain Rosidi zusammen mit dem Kurator Woto Wibowo aka Wok the Rock. Er geht bei der Konzeption der Biennale von einem Bonmot William Blakes aus, Chaos sei der treueste Freund der Demokratie. In der Vorbereitungsphase besuchte das indonesische Biennale-Team vier nigerianische Städte; auch die teilnehemden indonesischen Künstler bereisten Nigeria 30 Tage lang. Die meiste Zeit davon verbrachten sie in Lagos, um Kontakte zu lokalen Kunstszene zu knüpfen. Ihnen fiel auf, dass in den Gesprächen mit Nigerianern immer wieder zwei Begriffe auftauchten: „Republik“ und „Intervention“. Redefreiheit ermögliche das Entstehen einer politischen Opposition, gerade auch in einem Land, indem sich Volksgruppen mit verschiedenen Sprachen und Kulturen miteinander arrangieren müssten. Die Demokratie indessen ziele gleichzeitig auf eine nationale Einheit, indem sie z.B. die Gleichheit aller vor dem Gesetz, d.h. national verbindliche rechtliche und politische Standards garantiere. Letztlich geht es also auch in Ländern, deren Tradition durch ein Nebeneinander (oft auch Gegeneinander) verschiedener Stammeskulturen geprägt ist, um eine Diversität, im Falle Nigerias in einem Land mit über 500 Sprachen und den ethnischen Konflikten zwischen dem muslimischen Norden und dem christlichen und animistischen Süden, im Falle Indonesiens in einem Inselstaat mit 360 verschiedenen Völkern laut einer Volkszählung im Jahr 2001. Zentraler Veranstaltungsort mit den künstlerischen Beiträgen zu diesem Thema ist das Jogja National Museum. www.biennalejogja.org.

Preview

Dada Universal

MARCEL DUCHAMP, Ready made (Titel Pressefoto: Dada Fountain)

Während des Ersten Weltkriegs versaammelten sich Künstler und Literaten aus Deutschland, Rumänien und anderen Ländern im schweizerischen Exil - ihr Treffpunkt war das Cabaret Voltaire in der Züricher Spiegelgasse. Dieses Lokal gilt als Keimzelle der Dada-Bewegung, als hier die ersten Soiréen mit Simultanpoesie und dem Vortrag von Lautgedichten stattfanden. Dada beeinflusste den Surrealismus ebenso wie Fluxus, die Pop-Art und viele weitere künstlerische und intellektuelle Strömungen, die folgten. Zum 100-jährigen Geburtstag erkundet das Landesmuseum Zürich mit ausgewählten Exponaten den kreativen, revolutionären und universellen «Esprit Dada». Die Ausstellung «DADA UNIVERSAL» ist Teil des gross angelegten Dada-Jubiläums des Jahres 2016. Laufzeit: 5. Feb. bis 28. März 2016. www.nationalmuseum.ch

Museen & Institutionen

Baldessari in Frankfurt

JOHN BALDESSARI, Movie Scripts / Art: ...Room is bare and dusty, 2014, Diptychon; Inkjet-Print und Acrylfarbe auf Leinwand, 208,9 x 274,3 cm, Marian Goodman Gallery, Copyright: John Baldessari

Unter dem Titel „John Baldessari – The Städel Paintings“ widmet das Städel-Museum Frankfurt dem US-Künstler eine Einzelausstellung (5. November 2015 bis 24. Januar 2016). Für diese Ausstellung hat der Baldessari eigens 16 neue Werke geschaffen. Sie beziehen sich mit ihren Bild-Text-Kombinationen auf die Sammlung des Museums. www.staedelmuseum.de

Aktionen & Projekte

Wohin gehen wir?

WOHIN GEHEN WIR?, Ankündigungsgrafik

Vom 28. Oktober bis zum 19. Dezember 2015 zeigt der Verein riesa efau in der Dresdner Motorenhalle - Projektraum für zeitgenössische Kunst die Ausstellung „Wohin gehen wir?“ mit Videokunst zur Stadtgesellschaft. In diesem Zeitraum wird die Halle zu einem „Forum zur Debatte über Strukturen, Wege, Chancen bürgerschaftlicher Entwicklung in unserer Stadt.“ Ob Künstler oder Politiker visionär sein sollten, markiert in der jüngeren deutschen Geschichte der unterschiedliche Politikstil der Bundeskanzler Willy Brandt und Helmut Schmidt: Brandt plädierte mit dem Motto „Mehr Demokratie wagen“ für eine Auffassung von Politik auch als Zukunftsgestaltung, und nicht zufällig fiel in die Ära Brandt auch das Auftreten von Joseph Beuys mit seiner Proklamation des theoretischen Konzept einer „Sozialen Plastik“. Willy Brandts Nachfolger Helmut Schmidt hingegen hab sich als „Weltökonom“ pragmatischer und nüchterner: er befand, wer Visionen habe, der solle lieber zum Arzt gehen. Doch die weitere Entwicklung der urbanen Gesellschaft ließ überall Bürgerinitiativen entstehen, die an der Gestaltung ihres unmittelbaren Lebensumfelds mitwirken wollen – mal geht es nur um die Durchsetzung einer verkehrsberuhigten Spielstraße, mal gegen Großprojekte wie den Bahnhof „Stuttgart 21“. Der Ausstellungstitel „Wohin gehen wir?“ rekurriert auf die Repolitisierung des Bürgertums, d.h. auf „das bei vielen neu erwachte Interesse an gesellschaftlichen Entwicklungen produktiv für die Stadt zu machen... Mit den sehr unterschiedlichen Blickwinkeln auf das Phänomen Stadt, mit dem, was in den Filmen gezeigt, angedeutet und nicht gezeigt wird, möchten wir anregen, auf vielleicht ungewohnte Weise auf eigentlich bekannte Dinge, Erscheinungen, Evolutionen zu blicken und darüber zu denken und zu sprechen. Dies ist die angestrebte politische Dimension des Projekts: sich über unterschiedliche Vorstellungen zur Entwicklung städtischen Zusammenlebens auseinanderzusetzen, bevor wir uns wieder unseren Alltagsgeschäften widmen und hoffentlich Anstöße dahin mitnehmen können.“ www.riesa-efau.de

Aktionen & Projekte

Künstlergenossenschaft

GRÜNDUNGSMITGLIEDER der Berliner Künstlergenossenschaft AHGB eG i.G., Copyright: AHGB eG i.G.

25 Berliner Künstler und Kunstfreunde haben die Genossenschaft AHGB eG i.G. – Atelierhaus-Genossenschaft Berlin gegründet. Damit wollen sie langfristig Räume für Ateliers, Ausstellungen und Werkstätten sichern und zu diesem Zweck eine Immobilie erwerben. Die Initiative dazu ging vom Kunstverein Tiergarten in Berlin-Moabit aus, der im Bezirk Mitte die kommunale Galerie Nord betreibt. Sicherlich ist dieses Vorhaben auch als ein Reflex auf die zunehmende Gentrifizierung in Berlin zu werten, durch die preiswerte Räume wegsaniert werden. Paradebeispiel hierfür ist der Stadtteil Kreuzberg, vor der Wende 1989/90 ein teilweise heruntergekommenes und daher billiges Viertel. Die heute dort noch ansässige Kunst- und Kreativszene ist den Immobilienmaklern wegen des Flairs (noch) willkommen, wird aber irgendwann verdrängt werden: denn wer dort Altbauten aufkauft, kann seine Ertragserwartungen nur durch eine Luxusmodernisierung und eine Anhebung der Mieten realisieren, die für die alteingesessene Bevölkerung unbezahlbar wird. Deswegen ist die neu gegründete Künstlergenossenschaft ein Modell, sich mit eigenen Räumen eine „gesicherte Zukunft“ zu schaffen und „nachhaltig“ diese Räume auch für künftige Künstlergenerationen in der Hauptstadt zu sichern. Bisher hat die Initiative noch kein geeignetes Gebäude gefunden, das etwa 2.000 qm Nutzfläche bietet. www.kunstverein-tiergarten.de

Museen & Institutionen

Siegen: Zustiftung

MUSEUM FÜR GEGENWARTSKUNST SIEGEN, Foto: Roman Mensing, Copyright MGK Siegen

Durch eine Aufstockung des Stiftungskapitals um insgesamt 15 Mill. Euro konnte das Museum für Gegenwartskunst Siegen seine Zukunft festigen. Die Summe für die Aufstockung stellten die Sammlerin Barbara Lambrecht-Schadeberg, das Land NRW, der LWL-Landschaftsverband Westfalen-Lippe, die Stadt Siegen, der Kreis Siegen-Wittgenstein und die Sparkasse Siegen bereit. Barbara Lambrecht-Schadeberg hatte 1997 die Peter Paul Rubens-Stiftung gegründet, die durch ihre Erträge das Museum unterstützt und ihre Sammlung als Dauerleihgabe dem Museum überlassen. www.mgk-siegen.de

Museen & Institutionen

Remy Zaugg in Siegen

REMY ZAUGG, About Death II, 1997, Copyright: Galerie Mai 36, Zürich

Bis zum 6. März 2016 präsentert das Museum für Gegenwartskunst Siegen unter dem Titel "Die Frage der Wahrnehmung" anläslich des 10. Todestages eine Retrospektive von Remy Zaugg (1943-2005). "Rémy Zaugg ist einer der wichtigsten Schweizer Künstler des 20. Jahrhunderts. Für den im französischsprachigen Schweizer Jura geborenen Künstler galt die Malerei stets als eine Art Grundlagenforschung für die ‚angewandten‘ Projekte, ob nun in der Architektur, in der Urbanistik oder in der Konzeption von Ausstellungen. Entsprechend zeigt die Ausstellung in erster Linie Bilder – Malerei und Siebdruck – aber auch das monumentale Zeichnungswerk 'Die perzeptiven Skizzen eines Bildes'– sowie zwei Videoarbeiten und zwei städtebauliche Projekte; letztere entstanden in Zusammenarbeit mit den bekannten Schweizer Architekten Herzog & de Meuron." www.mgk-siegen.de

Museen & Institutionen

Dinge bewegen

FRANZ WEST, Revision I und II, 1990, Installationsansicht des österreichischen Pavil-lons auf der 45. Biennale von Venedig 1993 Zweiteilige Installation, Teil I: 4 Objekte, Holz, Papiermaché, Gaze, Gips, Farbe, Teil II: 4 Objekte, Aluminiumguss (Abgüsse der Objekte von Teil I), Farbe Gesamtdimensionen variabel, Copyright: Sammlung Generali Foundation – Dauerleihgabe am Museum der Moderne Salzburg, Foto: Wolfgang Wössner

Noch bis zum 10. April 2016 zeigt das Museum der Moderne Salzburg, Mönchsberg die Ausstellung „Dinge bewegen – Sammlung im Dialog“. Die Neuauswahl aus den Sammlungen mit Neuankäufen und Wiederentdeckungen umfasst Werke u.a. von Franz West, Max Ernst, Dóra Mauer Isa Genzken, Ulrike Grossarth, Sylvie Fleurie, Günther Förg, Sigmar Polke, Diether Roth und Heimo Zobernig. www.museumdermoderne.at

Messen & Märkte

Messe im Frauenmuseum Bonn

KUNSTMESSE im FRAUEN MUSEUM BONN

Das Bonner Frauenmuseum präsentiert auf seiner alljährlichen Messe vom 13. - 15.11.2015 aktuelle Positionen aus der internationalen Kunstszene. 76 Künstlerinnen zeigen in diesem Jahr ihre Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie und Objektkunst. Das Museum wird auf drei Etagen und 3000 qm zum lebendigen Forum der weiblichen Kunstszene. Auch 2015 sind wieder der Valentine Rothe Preis für Nachwuchskünstlerinnen und ein Publikumspreis ausgelobt. www.frauenmuseum.de

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20 Jahre Die Weissenhofer

DIE WEISSENHOFER, Flötenspiel im Schafstall, 1974 Foto: Klaus Mellenthin v.l.n.r. Carl, Bob und Keith Weissenhofer (alias Matthias Beckmann, Uwe Schäfer, Jörg Mandernach)

Vom 20. bis zum 28. November 2015 präseniert die Emmanuel Walderdorff Galerie im Kölner Kunstverein Kölnberg die Künstlergruppe "Die Weissenhofer". Anlass ist das 20jährige Jubiläum der Gruppe, die mit einer fiktiven Biografie die Klischees um Künstlermythen und um die Vita von Malern oder Bildhauern ironisiert. "Ganz in der Tradition solcher Künstler, wie sie Giorgio Vasari in seinen Viten (1568) beschreibt, stammen die drei Brüder Bob (Uwe Schäfer), Keith (Jörg Mandernach) und Carl Weissenhofer (Matthias Beckmann) aus einfachen Verhältnissen. Sie sind - wie alle ernst zu nehmenden Künstler - mit außergewöhnlichen natürlichen Begabungen gesegnet und haben selbstredend nie eine Kunstakademie von innen gesehen", heißt es dazu im Pressetext. "Die Weissenhofer spielen lustvoll mit Klischees des Künstlerlebens und den nicht erst seit Joseph Beuys üblichen Methoden der geschickten Selbstdarstellung und mythischen Überhöhung durch Legendenbildung. Fakt und Fiktion werden in ihren Erzählungen miteinander verwoben. Dem Ernst der Kunst stellen sie eine wunderbare Leichtigkeit der Selbstironie entgegen." Zum Jubiläöum hat die Galerie eine Retrospektive zusammen gestellt. www.walderdorff.net

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