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Aktionen & Projekte

CPR-Center Brooklyn

Das CPR-Center for Performance Research ist ein Labor für zeitbasierte Künste in Brooklyn. Dort werden neue Formen der Aktionskunst entwickelt und umgesetzt. Im Herbst 2015 bietet das Zentrum auch Film-Workshops in Super 8 MM- und 16mm-Technik an, in denen die Teilnehmer lernen, eine Arbeit z.B. im Kinofilmformat selbständig zu realisieren. Für den 30. Oktober 2015 ist ein Tanzperformance-Auftritt angekündigt: Emily Wexler präsentiert „Blood Trees“ mit sechs Tanzperformern, die innerhalb einer kompositorischen Struktur agieren, die sich während der Auftrittsdauer kontinuierlich auflöst. www.cprnyc.org

Preise

Österreichischer Staatspreis

VERLEIHUNGSZEREMONIE mit Kunst- und Kulturminister Josef Ostermayer (r.), Elke Delugan-Meissl (m.) und Roman Delugan (l.) Foto: Andy Wenze, Courtey BKA-Bundeskanzleramt Wien

Das Architekturbüro Delugan Meissl Associated Architects mit Elke Delugan-Meissl und Roman Delugan empfing den Österreichischen Staatspreis. "Mit ihren vielschichtigen, teils radikalen Arbeiten" zählen sie "zu den wichtigsten Vertretern der jüngeren Architektur geworden. Das Porsche-Museum in Stuttgart, das Filmmuseum in Amsterdam oder das Festspielhaus in Erl sind vielbeachtete Beispiele in der internationalen Architekturszene geworden. Zu den ersten Großprojekten der Architekten gehören der im Jahr 1998 realisierte "Balken" und der zwei Jahre später fertiggestellte Mischek-Tower, zwei bedeutende Wohnbauten in Wien."

Hochschulen

Designpreise an der Burg Giebichenstein

PREISTRÄGER DER GIEBICHENSTEIN DESIGNPREISE (v.l.n.r.): Felix Brokbals, Felix Behr, Delphine Bishop, Bianca Elgas und Adrian Madaj. Foto: Raisa Galofre

Designstudenten an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle konnten sich im einen Designpreis bewerben. Neben jeweils 500 Euro preisgeld gibt es eine Trophäe aus rotem Porphyr, der in etwas eigenweiliger Schreibweise "GiebichenStein" heißt und von dem Massiv stammt, auf dem die Burg errichtet wurde. In der Kategorie „Beste Idee / Bestes Konzept“ wurde die Arbeit „malu“ von Felix Brokbals ausgezeichnet, ein Werbeclip für ein fiktives Produkt für digitale Implantate im menschlichen Körper. In der Kategorie „Engagiertestes Anliegen“ ging der Preis an die zwei Projekte „Mio – new ideas for cultural exchange“ von Delphine Bishop und Lina Zacher sowie „Jeden Tag Sonntag – gestalterisch-forschende Auseinandersetzung mit dem Thema Demenz“ von Bianca Elgas. Dazu hat Elgas ein Brett- und Kartenspiel entworfen. In der Kategorie „Interessantestes Experiment“ erhielt die Arbeit „Patterns“ von Adrian Madaj einen Preis für ein Experiment mit Furnierhölzern und ihrer Reaktion auf Wasser. Der Freundes- und Förderkreis der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle e.V. würdigte Projekt „Maskenautomat“ von Felix Behr, bei dem das Bild der fotografierten Person auf eine gelöcherte Maskentüte gedruckt wird. Den GRASSI Nachwuchspreis für eine Abschlussarbeit wurde Robert Hahn für eine Arbeit im Fach Innenarchitektur zuerkannt. www.burg-halle.de 

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Maria Netter im Museum Tinguely

MARIA NETTER fotografiert sich 1960 im Spiegel mit ihrer Leica M3 © Maria Netter/SIK-ISEA, Zürich/Courtesy Fotostiftung Schweiz (Ausschnitt)

Rund 100 grösstenteils unveröffentlichte Reproduktionen von Schwarz-Weiss-Fotografien der Journalistin und Kunstkritikerin Maria Netter (1917–1982) sind vom 28. Oktober 2015 bis zum 7. Februar 2016 im Baseler Museum Tinguely zu sehen. Nach ihrem Studium der Kunstgeschichte in Basel avancierte sie zu einer der einflussreichsten Kritikerinnen im deutschsprachigen Raum. Als freie Journalistin erschienen ihre Berichte in wichtigen Schweizer Kunstmagazinen sowie in Tages- und Wochenzeitungen. Auf ihren Kunststreifzügen entstanden u.a. Fotos von Künstlern, Galeristen, Sammlern, Museumskuratoren und Ausstellungseinrichtungen. www.tinguely.ch

Hochschulen

Abschlussausstellung der Städelschule

FELIX KULTAU,! PPP.VIT, 2015, Installationsansicht/installation view MMK 3 des MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main, Foto/photo: Axel Schneider

Bis zum 15. November 2015 findet im Frankfurter MMK 3-Museum (MMK-Zollamt)die Absolventenausstellung der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste – Städelschule statt. Damit setzt das MMK die langjährige Kooperation mit der Städelschule fort. In ihren Werken setzen sich die Künstler des Abschlussjahrgangs 2015 mit unterschiedlichen Medien auseinander – Malerei, Film und Installation stehen in diesem Jahr im Zentrum. Wichtige Themen der Ausstellung sind die Aneignung und Umwidmung etablierter künstlerischer Strategien der Konzeptkunst sowie ikonografischer Motive der klassischen Malerei und der Popkultur. In diesem Sinne bedienen sich die Absolventen bekannter Bildmotive, um Konventionen von Präsentation und Repräsentation zu hinterfragen. Der Titel der Absolventenausstellung „Parked Like Serious Oysters" basiert auf dem „Manifeste Cannibale Dada" des Malers Francis Picabia (1897–1953). Dieser ließ sich zeitlebens auf keine Stilrichtung festschreiben und wendete sich gegen starre Konventionen. In seinem Manifest rief er zum Protest gegen die bürgerliche Welt und ihre Werte sowie gegen die Starrheit des bestehenden Systems auf. Künstlerliste: Salomo Andren, Maximilian Arnold, Patrick Alan Banfield, Christin Berg, Benedikte Bjerre, Calori & Maillard, Graziano Capitta, Victoria Colmegna, Inga Danysz, Jan Domicz, Ian Edmonds, Richard Eß, Charlie Froud, Larissa Hägele, Henrik Olai Kaarstein, Felix Kultau, Zac Langdon-Pole, Erika Landström, Hannah Levy, Julien Nguyen, Thuy-Han Nguyen-Chi, Anna Lucia Nissen, Jonathan Penca, Filippa Pettersson, Esper Postma, George Rippon, Veronika Russell, Marcello Spada, Anna-Lisa Theisen, Luke Willis Thompson, Ana Vogelfang, Anna Zacharoff. www.mmk-frankfurt.de

Preise

Bellevue-Stipendium

CORDULA PRIESER

Midori Mitamura und Cordula Prieser sind Stipendiatinnen des Wiesbadener Kunstvereins Bellevue-Saal. Die Residenz-Stipendien bestehen aus einem viermonatigen Aufenthalt im Stipendiatenatelier des Kunsthauses sowie einem monatlichen Zuschuss von Euro 1.250,- Euro und der Ausrichtung einer Einzelausstellung im Bellevue-Saal. www.kunstverein-bellevue-saal.de

Preise

Architekturpreis für Calatrava

SANTIAGIO CALATRAVA VALLS, Fotoquelle: Wikimedia/Forgemind ArchiMedia

Santiago Valatrava Valls wurde mit dem diesjährigen „European Prize for Architecture“ geehrt. Die Auszeichnung wird vom Chicago Athenaeum: Museum of Architecture and Design zusammen mit dem European Centre for Architecture Art Design (Dublin/Athen) and Urban Studies (Dublin/Athen) vergeben. Er spezialisierte sich als Architekt auf die Konstruktion von Brücken und wurde dann mit Entwürfen von technisch spektakulären Bauwerken bekannt. www.calatrava.com

Preise

Mart-Stam-Stipendien

VERLEIHUNGSZEREMONIE in der Aula der Kunsthochschule, Foto: Heike Overberg

13 Studierende der Kunsthochschule-Berlin-Weißensee dürfen das Mart-Stam-Stipendium beanspruchen. Die Hälfte der Förderung von 300 Euro im Monat für ein Jahr wird von privaten Sponsoren, die andere Hälfte kommt aus dem Deutschlandstipendien­programm der Bundesregierung. An der Kunsthochschule ist das Stipen­dium nach dem niederländischen Designer und Architekten Mart Stam (1899-1986) benannt, von 1950-52 einer der ersten Rektoren des Hauses. www.kh-berlin.de

Aktionen & Projekte

Symposion in Kreuzberg

In der Aula der Nürtingen Grundschule am Berliner Mariannenplatz 28 findet am 6./7. November 2015 ein Symposion zum Abschluss der Ausstellung „Context is Half the Work – A Partial History of the Artist Placement Group” statt. Es geht um „zentrale Konzepte der Artist Placement Group“. Das Symposion „richtet sich an ein lokales und internationales Fachpublikum im weitesten Sinne: Akteure, die – aus welcher Position auch immer – mit der Umsetzung, Konzeption, Förderung und den Effekten sozial engagierter Kunstpraxis und den Schnittstellen von Kunst / Bildung / Gesellschaft beschäftigt sind. Die Veranstaltung wurde als Raum für kollaboratives Denken und Diskutieren konzipiert – etwa die Hälfte der Anwesenden sind zugleich Beitragende, die andere Hälfte besteht aus interessierten Teilnehmer_innen. Das Programm ist um vier ausgewählte Artist Placements herum strukturiert, die in unterschiedlichsten Bereichen – im sozialen Sektor, im Bildungsbereich, in der Industrie und in der Stadtteilarbeit – stattfanden. Sie dienen als Fallstudien für das Symposium. Jede dieser vier Fallstudien wird begleitet von Vorträgen, Berichten, Beiträgen der Studiengruppen und von Diskussionen. Eine Reihe von APG-Künstler_innen und ihre Kolleg_innen aus den jeweiligen Placements werden am Symposium teilnehmen.“ Mit Beiträgen von: Barby Asante, Etienne Joseph, Elizabeth Araújo Lima, Janna Graham, Carmen Mörsch (Vorträge) CommunityArtWorks, Roger Coward, Garth Evans, Mick Kemp, Annelie Pohlen, Rolf Sachsse, Barbara Steveni, Pauline Walton (Respondents), Projekt ‘Ausweitung der Schulzone’ der Nürtingen Grundschule am Mariannenplatz, Alice Creischer / Andreas Siekmann und Studierende der KHS Weissensee, Nanna Lüth und Studierende, Institut für Kunstdidaktik und Ästhetische Bildung, UdK Berlin, Rahel Puffert und Studierende des Instituts für Kunst und Visuelle Kultur, Fachbereich Kunst - Vermittlung - Bildung, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Irene Vögeli / Barbara Naegelin und Studierende des MA Programms Transdisziplinarität, Züricher Hochschule der Künste, microsillons und Studierende des Masterprogramms TRANS – Art-Education-Engagment, Geneva University of Art and Design (HEAD – GENEVE), mit Fanny Benichou, Assistentin des Masterprogramms (Studiengruppen) Janna Graham, Sophie Hope, Carmen Mörsch, Nora Sternfeld (Moderation). Die Veranstaltung findet auf Englisch statt. www.contextishalfthework.net

Messen & Märkte

COFA Contemporary

Während der Laufzeit der Cologne Fine Art (18. bis 22. November 2015) geht in diesem Jahr in der Halle 11.2 der Koelnmesse eine neue Plattform an den Start: Unter dem Namen COFA Contemporary setzen ab dem 19. Nov. 2015 knapp 40 Teilnehmer aus dem Rheinland den Fokus auf Highlights der Kunst des 21. Jahrhunderts. Die Bandbreite reicht von etablierten Galerien und Händlern bis hin zu jüngsten Projekträumen und Galerien. www.cofacontemporary.de

Ausschreibungen

Graz: neue künstlerische Leitung gesucht

Das Kunsthaus Graz hat die Stelle der künstlerischen Leitung neu zu besetzen. „Die Stellenausschreibung richtet sich an eine profilierte Persönlichkeit aus dem Kunst- und Kulturbereich, die gute Beziehungen zu internationalen sowie regionalen Kultureinrichtungen pflegt und sich den Aufgaben im Sinne des Leitbilds des Kunsthauses Graz stellt. Dies umfasst die Erfüllung des kulturpolitischen Auftrags im Spannungsfeld zwischen internationaler Herausforderung und regionaler Verantwortung. Des weiteren umfasst das Aufgabengebiet die Entwicklung und Umsetzung von Ausstellungen und Veranstaltungen sowie die Repräsentation des Kunsthauses Graz in der Öffentlichkeit.“ Detaillierte Ausschreibung unter: www.museum-joanneum.at/Jobs Bewerbungen können bis 31. Dezember 2015 per E-Mail an Laura Schick eingereicht werden unter: personal@museum-joanneum.at

Kulturpolitik

Kulturrat: "Deutsch ins Grundgesetz"

Der Deutsche Kulturrat fordert in Hinblick auf die aktuelle Flüchtlingssituation die verbindliche Festlegung von Deutsch als gemeinsamer Sprache im Grundgesetz. Die deutsche Sprache sei „ein wesentliches kulturelles Bindeglied in Deutschland und sollte daher eine besondere Beachtung erfahren.“ www.kulturrat.de.

Kulturpolitik

Bundesregierung fordert Kulturschutz im Freihandel

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) erklärten in einem gemeinsamen Positionspapier, sich bei den Verhandlungen mit den USA über das Freihandelsabkommen TTIP für „einen besonderen Schutz von Kultur und Medien“ einsetzen zu wollen. Kritiker des Abkommens befürchten, dass z.B. die Buchpreisbindung in Deutschland oder die Filmförderung zugunsten eines ungehemmten Wettbewerbs geopfert werden, von dem dann nur noch große US-Konzerne wie Amazon oder Google profitieren. Auch in Frankreich, wo seit 1994 durch das Gesetz „Loi Toubon“ ein Anteil von 40 Prozent an französischsprachiger Musik im Radio vorgeschrieben ist, gibt es ähnlicher Vorbehalte gegen das TTIP-Abkommen. Grütters und Gabriel sind sich zusammen mit dem Deutschen Kulturrat darüber einig, dass öffentliche Kultureinrichtungen „nicht dem Markt geopfert“ werden dürften. Beide Minister schlugen daher neue Formulierungen für den geplanten Vertragstext vor. „Eine öffentliche Finanzierung von Museen, Theatern oder Opern“ müsse weiterhin möglich sein.

Museen & Institutionen

Münster: Macke-Ankauf

AUGUST MACKE, Frau des Künstlers mit Hut, 1909, Copyright: LWL-Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kultur Münster/Macke-Archiv

Dreißig Jahre lang hing ein Porträt von August Macke als Dauerleihgabe im LWL-Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kultur Münster. Es gilt als eines der Schlüsselwerke Mackes: Auf einer Paris-Reise 1908 inspirierte ihn die Malerei der französischen Fauves. Anschließend unterbrach ein einjähriger Militärdienst seine Betätigung als Maler, bis er dann 1909 in solchen Porträts sich an erste expressionistische Experimente mit kräftigen Farben wagte. Da ein Abzug der Leihgabe drohte, konnte das Museum nun mit Hilfe mehrerer Stiftungen das Werk ankaufen. In seiner Sammlung verfügt das Westfälische Landesmuseum über 30 Gemälde und zahlreiche Aquarelle von August Macke. www.lwl-landesmuseum-muenster.de

Hochschulen

Nürnberg: Absolventenausstellung

Zum ersten Mal findet auf dem Campus der Nürnberger Kunstakademie eine Absolventenausstellung statt. Die Absolventen des Studienjahres 2014/15 präsentieren vom 15. Bis zum 18. Oktober2015 Arbeiten, die entweder kürzlich oder bereits früher im Studium entstanden sind. Die Ausstellung umfasst alle Fachrichtungen: Malerei, Zeichnung, Video, Installation, Skulptur, Gold- und Silberschmiedearbeiten und Audio.

Galerien & Auktionshäuser

Vienna Art Week

JORGE GALINDO & SANTIAGO SIERRA, Los Encargados, Agosto 2012; video still, Courtesy: die Künstler und Galería Helga de Alvear, Madrid, Pressefoto zu Creating Common Good

Die diesjährige VIENNA ART WEEK 2015 (16. – 22.11.2015) steht unter dem Motto „Creating common good“. Die wichtigsten Kunstinstitutionen und Galerien sowie unabhängige Ausstellungsräume und Offspaces der Stadt schließen sich wie jedes Jahr im November zu einer Woche der Kunst zusammen und bieten in rund 200 Veranstaltungen eine „Programmvielfalt zwischen zeitgenössischem Experiment und Barock.“ Robert Punkenhofer und Ursula Maria Probst kuratieren die Ausstellung „Creating Common Good“ im Kunst Haus Wien (16. Nov. 2015 bis 10. Januar 2016). Die Beiträge sind nicht nur ein künstlerischer Appell „an mehr politisches Verantwortungsbewusstsein, machen sich nicht nur für Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit stark. Sie lassen vielmehr neue Kriterien und Fragen zur gemeinsamen Schaffung und Nutzung von Ressourcen einfließen, gestalten Gegenentwürfe zum Establishment und setzen sich den ethischen Anspruch, Gesellschaft selbst zu gestalten.“ Künstlerliste: Joseph Beuys, Akram Al Halabi, Atelier Van Lieshout, Bernhard Cella, Ramesch Daha, Democracia – Pablo España, Ines Doujak, Teresa Estapé, Peter Friedl, Leon Golub, Tamara Grcic, gruppe uno wien, Markus Hiesleitner, Heidrun Holzfeind, Anna Jermolaewa, Folke Köbberling, Ernst Logar, Teresa Margolles, Adrian Melis, Lucy + Jorge Orta, Lisl Ponger, Pedro Reyes, Martha Rosler, Isa Rosenberger, Tim Sharp, Santiago Sierra & Jorge Galindo, Axel Stockburger, tat ort, Johanna Tinzl, transparadiso, Patricia Triki, Nasan Tur, Anna Witt, Ina Wudtke, Sislej Xhafa u. a. www.viennaartweek.at.

Aktionen & Projekte

Play Back

Das ifa-Institut für Auslandsbeziehungen führte einen Kunstwettbewerb für das Gebäude für Frieden und Sicherheit der Afrikanischen Union in Addis Abeba durch. Gewinner ist der nigerianische Soundkünstlers Emeka Ogboh. Mit der Ausstellung „Playback“ stellt die ifa-Galerie Berlin das Gewinnerprojekt bis zum 10. Januar 2ß016 vor. „Sowohl audiovisuelle Installationen und faszinierende Performances im Spannungsfeld von Tanz, Musik und Medienkunst als auch dynamisch angelegte Projekte zum Mit- und Selbermachen laden die Besucherinnen und Besucher dazu ein, sich aktiv mit in das Geschehen einbeziehen zu lassen. Durch eine Vielzahl unterschiedlicher Formate, durch offene Workshops und Führungen wird die Entdeckung bislang verborgen gebliebener medialer Welten für alle Alters- und Personengruppen möglich und zugänglich.“ www.ifa.de

Ausschreibungen

ESO-Residenzstipendium in Chile

Ars Electronica und die Europäische Südsternwarte schreiben einen Künstler-Aufenthalt bei der ESO in Chile sowie am Ars Electronica Futurelab in Linz aus. Bis zum 29. November 2015 können Bewerbungen auf www.aec.at/artandscience in Form eines Videos. Erstmals präsentiert werden die Ergebnisse des Residenz-Aufenthalts beim nächsten Ars Electronica Festival von 8. bis 12. September 2016 in Linz.  www.aec.at

Hochschulen

Förderpreise an der HBK Saar

BONGJUN OH, „Nicht Nichtsein, nicht Sein“, Rauminstallation, 2015 , Cross Media Installation mit Lupe, Monitor-Installation, Installationsansicht, Ferrumhaus, Saarbrücken

Bongjun Oh gewann den „Förderpreis Dr. Dieter & Ulrike Scheid für Bildende Kunst“ (2.500 Euro). Die Auszeichnung wird für eine Abschlussarbeit an der HBK Saar in Saarbrücken vergeben. Die Diplomarbeit des Preisträgers mit dem Titel „Nicht Nichtsein, Nicht Sein“ besteht aus einem bild-rauminstallativem Konzept mit Bildern, Lupe und Monitor. Für sein Diplomprojekt „Light + Code, Serial Light Fabrication, Ceramic 3D Printing” wurde Lukas Winter mit dem Bank 1 Saar Förderpreis im Studiengang Produktdesign ausgezeichnet. Im Studiengang Media Art & Design erhielt Désirée Hebenstreit für ein multimediales und performatives Raumkonzept diesen Förderpreis, und im Bereich Kommunikationsdesign Nils Pollom. www.hbksaar.de

Museen & Institutionen

Documenta-Publikationsprogramm

TEAM DOCUMENTA 14, 2015, Foto: Gina Folly

Die documenta 14 wird für das Jahr 2017 von Adam Szymczyk als Künstlerischem Leiter gemeinsam mit einem Team organisiert. Zu diesem gehören u.a. Paul B. Preciado als Kurator Public Programs, Sepake Angiama als Leiterin der Vermittlung, Clare Butcher und Arnisa Zeqo als Koordinatorin der Vermittlung, Bonaventure Soh Bejeng Ndikung als Curator at Large, Natasha Ginwala und Candice Hopkins als Kuratorische Beraterin sowie Jill Winder als Online-Redakteurin. Im Vorfeld der Ausstellung in Kassel und Athen wird auch diesmal wieder ein Publikationsprogramm aufgelegt. Die Magazinreihe trägt den Titel „South as a State of Mind“ und besteht aus insgesamt vier Ausgaben, die ab Herbst 2015 halbjährlich erscheinen. Das Magazin ist als „Ort der Recherche“ zu verstehen, in dem nicht nur die die Themen der Ausstellung behandelt werden, sondern vor allem auch die dramatische Umbruchsituation in Europa vor dem Hintergrund der Griechenlandkrise und des Zustroms an Flüchtlingen. Zur Vorstellung der ersten Ausgabe finden in diesen Wochen Veranstaltungen in Athen, Berlin, Kassel, Dhaka und Kalkutta statt. www.documenta.de.

Kulturpolitik

Kunstwerk entfernt

WOLFRAM KASTNER, Aktion „herein“, München 2015, Foto: Courtesy W. Kastner

Wolfram Kastner aus München machte sich einen Namen als politischer Künstler. Seine Aktionen und Projekte setzen sich u.a. mit dem Nationalsozialismus in Deutschland und Österreich auseinander, und dies führte in der Vergangenheit immer wieder zu Konflikten mit der Polizei, mit der Justiz oder Verwaltungsbehörden. Unlängst hatte Kastner erneut Grund, mit der Staatsmacht zu hadern: zusammen mit seinen Mitstreitern wollte der Künstler darauf aufmerksam machen, dass das Nymphenburger Schloss „seit Jahren leer steht“ und sich daher für die Unterbringung von Flüchtlingen eignen würde. In einer Kunstaktion brachten Kastner und seine Freunde den Schriftzug „herein2 und Porträtsilhouetten an den „verdreckten Fensterscheiben“ an, die jedoch nach kurzer Zeit entfernt wurden. Wolfram Kastner forderte daraufhin von der zuständigen Behörde die Herausgabe der Kunstwerke, deren Wert er auf 10.000 Euro beziffert und drohte andernfalls mit Strafanzeige wegen „Kunstraubs“ gegen Unbekannt.

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Russland und Deutschland

DEUTSCH-RUSSISCHES MUSEUM Berlin-Karlshorst, Fotoquelle: Wikipedia/Anagoria - GNU-Free Documentation License

In den 1930er Jahren richtete die deutsche Wehrmacht in Berlin-Karlshorst ein Offizierskasino ein. Am 9. Mai 1945 erlangte das Gebäude historische Bedeutung: hier wurde kurz nach Mitternacht am Ende des Zweiten Weltkriegs die bedingungslose Kapitulation der deutschen Streitkräfte unterzeichnet, datiert auf den 8. Mai 1945. Nachdem zunächst die Sowjetische Militäradminstration hier ihren Sitz hatte, richtete die DDR-Führung hier ein Museum ein. Offiziell war es eine Außenstelle des Zentralen Streitkräftemuseums in Moskau. Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung einigte man sich darauf, hier ein Deutsch-Russisches Museum einzurichten, das 1995 seinen Betrieb aufnahm. Anlässlich des 70. Jahrestags zur Beendigung des Zweiten Weltkriegs hat dieses Museum nun zusammen mit dem Staatsarchiv der Russischen Föderation eine Ausstellung konzipiert. Sie ist vom 29. Oktober bis zum 13. Dezember 2915 unter dem Titel "Russland und Deutschland. Von der Konfrontation zur Zusammenarbeit" im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen. www.museum-karlshorst.de

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München: Re-prise

HEIDI SPECKER, aus: Re-prise, 2015 © Heidi Specker / VG Bild-Kunst Bonn, 2015

Die Künstlerin und Fotografin Heidi Specker erforscht historische Werke und Zusammenhänge. Unter dem Titel »Re-prise« inszeniert sie nun eine Wiederaufführung des Buchentwurfs »Ci-contre« (1930/31) des Fotografen und Malers Moï Wer (1904-1995) als Künstlerbuch und Ausstellung. Mit Fotografien aus Rom (2010) und Berlin (2015) "formuliert sie im Buch eine zeitgenössische visuelle Perspektive, die weniger auf experimentellen Montagetechniken als auf subtilen narrativen Bildstrategien gründet." Der Buchentwurf »Ci-Contre« von Moï Wer, der posthum durch Ann und Jürgen Wilde zur Veröffentlichung kam, wurde bereits 2004 in der Pinakothek der Moderne ausgestellt. . Zur Ausstellung erscheint das Künstlerbuch »Heidi Specker. Re-prise«, herausgegeben von Ann und Jürgen Wilde, 2015. Preis in der Ausstellung 32 EUR. Die Ausstellung läuft bis zum 6. März 2016 in der Münchener Pnakothek der Moderne. www.pinakothek.de

Kulturpolitik

Flughafen BER: Kunst am Bau

BAUSTELLE des BER-Flughafens, Luftbild, Fotoquelle: Wikipedia / OlafTausch - GNU-Free Documentation License

Über eine bizarre Situation am Berliner Pannenflughafen berichtete der Berliner „Tagesspiegel“: der Flughafen kann immer noch nicht seinen Betrieb aufnehmen, doch die Kunst am Bau mit Beiträgen von Olaf Nicolai, Matt Mullican oder Pae White ist längst fertig. Nur sieht sie (noch) keiner. Dennoch, so der „Tagesspiegel“ gallig: „Heute ist sie das einzige Erfolgsprojekt des BER“.

Aktionen & Projekte

Eclipse

CERITH WYN EVANS, “E=C=L=I=P=S=E”, Museion, 2015, Foto: Luca Meneghel, courtesy of the artist.

Cerith Wyn Evans nahm 2002 an der Kasseler documenta teil und vertrat Wales auf der 50. Biennale von Venedig.Er begann seine Laufbahn mit der Produktion experimenteller Kurzfilme, war Assistent von Derek Jarman und arbeitete mit Rock-Bands wie The Smiths zusammen. In seinen bildnerischen Arbeiten gibt es daher zahlreiche Bezüge zu Film, Literatur, Wissenschaft und Philosophie. Sein aktuelles Projekt im Museion Bozen geht von einer Erzählung des Künstlers aus, in der er eine Sonnenfinsternis in verschiedenen Zeitzonen beschreibt. „Wie in einer polyphonen Komposition stehen die ausgestellten Arbeiten zueinander und mit dem Raum in einer engen Beziehung. Auf die Installation über die Sonnenfinsternis „antworten“ in diesem Sinn die Neonarbeiten „Figment I or A Community Predicated on the Basic Fact Nothing Really Matters“, 2013 und „Figment II or E=L=A=P=S=U=R=E (In Vitro), die auf das Interesse des Künstlers für die Physik und die am Beschleunigerzentrum CERN in Genf durchgeführten Experimente zum Nachweis des Higgs-Teilchens zurückgehen. Das in populären Darstellungen auch als „gottverdammtes Teilchen“ oder „Gottesteilchen“ bezeichnete Higgs-Boson ist der materielle Beweis einer lediglich theoretisch gestützten Vermutung. Die Wissenschaft ist also gezwungen, das Vorhandensein des Nicht-Wahrnehmbaren zu behaupten. Die Skulpturen in der Ausstellung – Ellipsen, Kreise und Linien, die im Raum zu explodieren scheinen – übernehmen die Simulation des Zerfalls eines Higgs-Teilchens und verweisen auf lediglich intuitiv fühlbare mentale Räume...“ Die Ausstellung läuft im Museion Bozen bis zum 3. Januar 2016. www.museion.it

Preview

Sehnsucht Finnland

PEKKA HALONEN, Sägemühle in Myllykyllä, 1899, Foto: Copyright Gösta Serlachius Fine Arts Foundation

70 skandinavische Meisterwerke aus der Zeit um 1900 sind bis zum 20. März 2016 im Gustav-Lübcke-Museum in Hamm zu sehen. Mit der Sonderausstellung „Sehnsucht Finnland“ sind erstmals Werke aus dieser Epoche in Deutschland zu sehen: die Zeit von 1880 bis 1920 gilt als das "goldene Zeitalter" finnischer Malerei; die gezeigten Werke gelten in Finnland als Nationalschatz. Maler wie Akseli Gallen-Kallela, Hugo Simberg, Albert Edelfelt, Pekka Halonen, Victor Westerholm oder Helene Schjerfbeck waren prägend für jene Ära. "Durch die Ansichten von blauen Seen, hohen Himmeln und tiefen Wäldern gaben sie ihrer Heimat, die 700 Jahre unter schwedischer und 100 Jahre unter russischer Fremdherrschaft stand, erstmals ein Gesicht und damit eine eigene Identität. Die Kunst hatte also auch eine politische Funktion, und die Bestrebungen der so genannten „Fennomanen“ wurden von Erfolg gekrönt: 1917 wurde Finnland schließlich unabhängig." www.museum-hamm.de.

Aktionen & Projekte

Kunst im Tunnel

KIT-Kunst im Tunnel, Düsseldorf, Eingangspavillon, Fotoquelle: Wikipedia/Wiegels, GNU-Free Documentation License

Der Zwischenraum zwischen den Fahrbahnröhren des Düsseldorfer Rheinufertunnels wird von der Initiative „KIT-Kunst im Tunnel“ mit installativen Projekten bespielt. Künstlerische Leiterin des Programms ist Gertrud Peters. Zumeist stellen hier Kunststudenten und junge Künstler aus. Aktuell bespielt bis zum 17. Januar 2015 die Klasse Prof. Daniele Buetti an der Kunstakademie Münster den Tunnelraum mit der Klangskulptur „KOMM“. Sie bietet den Besuchern beim Durchwandern des Raumes „einzelne Szenarien und begegnen verschiedenen Stimmen. Die Klangskulptur breitet sich räumlich aus, erzeugt wellenartige Bewegungen und zeitliche Dehnungen, kann zuweilen aber auch statisch wirken.“ Wer will, kann den „Zurufen folgen“ und sich „auf einzelne Stimmen zu konzentrieren“. www.kunst-im-tunnel.de

Aktionen & Projekte

Expedition nach Xanten

HANS WINKLER, „Expedition nach Xanten“, Filmaktion auf der Trabrennbahn Dinslaken, 2015, Foto: Courtesy HS Winkler

Die Landschaft am Niederrhein ist flach wie im benachbarten Holland, im Herbst und Winter oft nebelverhangen: hier legten die Römer vor 2.000 Jahren ein Lager für ihre Legionäre an, aus dem sich später die Stadt Xanten entwickelte. Nach der Nibelungensage erblickte der Germanen-Recke Siegfried in Xanten das Licht der Welt, und das mittelhochdeutsche Annolied führt die Gründung Xantens gar auf die nach der Niederlage im Trojanischen Krieg geflohenen Trojaner zurück. Um die Altstadt mit ihren gedrungenen Backsteinbauten ranken sich also allerlei Sagen und Legenden, und so unternahm der Berliner Künstler Hans Winkler im Rahmen von „Urbane Künste Ruhr“ eine „Expedition nach Xanten“ - eine Forschungsreise „in die antike Vergangenheit zu Römern und Batavern, zu Brot und Spielen, bacchantischen Gelagen und Reiterritualen. Dabei werden beiläufig subversiv die Perspektiven verschoben und scheinbare Gewissheiten in Frage gestellt: Welchen historischen und touristischen Blick haben wir auf diese Epoche und ihre Spuren? Wie ist dieser durch unser heutiges Leben beeinflusst? Oder wie wird unsere eigene Kultur in Zukunft überliefert und musealisiert?“ In den Katakomben der Arena von Xanten ließ Winkler z.B. Soundpassagen von Federico Fellinis Film „Satyricon“ (1969) erklingen. Als Reflex auf den Hollywoodstreifen „Ben Hur“ mit der berühmten Szene eines römischen Wagenrennens wählte Winkler im nahen Dinslaken die Trabrennbahn als Abspielort für diesen Film: der Ton war über die Stadionlautsprecher zu hören, die Filmausschnitte strahlten 30 Monitore aus, wobei „dieses Rennen parallel zu aktuellen, nationalen und internationalen Rennen zu sehen war.“

Hochschulen

Mehr Provenienzforschung an Universitäten

UWE M. SCHNEEDE, Foto: Isabel Mahns-Techau

Der Fall Gurlitt schärfte das Bewusstsein, mit NS-Raubkunst künftig sensibler und (selbst)kritischer umgehen zu müssen. Die Fachwelt und die Politiker sind sich einig: die Provenienzforschung muss verstärkt werden. Doch Spezialisten auf diesem Gebiet sind rar: „Bisher sind Provenienzforscher Autodidakten“, stellte Uwe M. Schneede fest, ehrenamtlicher Vorsitzender einer Stiftung am Deutschen Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg. Die Stiftung wurde Anfang 2015 gegründet. Träger sind die Bundesregierung, die 16 Bundesländer und die kommunalen Spitzenverbände. Das Magdeburger Zentrum unterstützt Museen bei der Suche nach NS-Raubkunst; die Stiftung hilft dabei, indem sie Kooperationen auf die Schiene setzt. So ist nun eine intensivere Zusammenarbeit mit den Universitäten angedacht: „Es ist notwendig, eine systematische Ausbildung zu entwickeln. Das bedeutet, dass Provenienzforschung in das universitäre Kunstgeschichtsstudium fest integriert werden muss“, fordert Schneede. Dazu wünscht er sich die Einrichtung von drei Professuren an verschiedenen Universitäten. Denn es gelte, in den Museen bei der Erforschung der eigenen Bestände vermehrt auch zeitgeschichtliche, juristische und wirtschaftliche Kenntnisse hinzu zu ziehen, um die Geschichte der NS-Opfer und den Verbleib ihrer Sammlungen rekonstruieren zu können.

 

Aktionen & Projekte

Performance für Henriette Reker

SIGLINDE KALLNBACH, „ a performancelife“, Performance für Henriette Reker in der Kunsthalle „Werft 77“, Düsseldorf, 2015, Foto: N. Meyer

Der Galerist Dirk Balke, Organisator der Ausstellung „25 Jahre deutsche Einheit“ mit Thomas Baumgärtel und Harald Klemm in der Ausstellungshalle der Düsseldorfer Künstlerinitiative „Werft 77“, lud die Kölner Künstlerin Siglinde Kallnbach ein, dort zur Finissage dieser Ausstellung eine ihrer „Stückwerk“-Performances aufzuführen. Als Reflex auf die aktuelle Zeitstimmung in der Flüchtlingskrise und einer Zunahme rechtsextremer Gewalt ließ Kallnbach das Publikum die „Dämonen der Angst“ mit Trommeln und Pfeifen symbolisch vertreiben und sammelte im Rahmen ihrer Permanent-Aktion „ a performancelife“ auf einer Leinwand Solidaritäts-Unterschriften für die designierte Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, die einen Tag vor ihrer Wahl von einem mutmaßlichen Neo-Nazi durch ein Messerattentat schwer verletzt wurde. www.werftart.de

Messen & Märkte

Züricher Messen

KUNST 15 ZÜRICH, Pressefoto, Copyright: Kunst Zürich GmbH

Die Art International Zurich (16.-18. Okt. 2015) wird seit 1999 abgehalten. Im Züricher Kongresshaus erwarten die Aussteller wieder rund 18.000 Besucher. Das Programm konzentriert sich auf Malerei, Grafik, Skulptur und Fotografie. Das Programm wendet sich mithin in erster Linie an Privatsammler und verspricht, junge Kunst „erfrischend und unverkrampft“ zu präsentieren. 80 Galerien sind zur Kunst 15 Zürich zugelassen, die vom 20. Oktober bis zum 1. November 2015 in der ABB-Halle von Zürich-Oerlikon ausgerichtet wird. Werkgespräche mit Künstlern und Podiumsgespräche mit Sammlern runden das Programm ab. www.art-zurich.com

Preview

Bosch-Jahr 2016

JACQUES LE BOUCQ (zugeschrieben) posthumes Porträt von Hieronymus Bosch, um 1550 (Ausschnitt)

Die niederländische Stadt ’s-Hertogenbosch begeht 2016 das Bosch-Jahr: vor 500 Jahren starb der Maler Hieronymus Bosch (ca. 1450-1516). Dazu zeigt unter dem Titel „Visioenen van een Genie“ das Het Noordbrabants Museum vom13. Februar bis zum 8. Mai 2016 eine Ausstellung mit 20 Gemälden (Holztafeln und Triptychen) und 19 Zeichnungen. Es ist die bislang größte Übersichtsausstellung zu Hieronymus Bosch mit Leihgaben u.a. aus dem Museo Nacional del Prado (Madrid), dem Museum Boijmans Van Beuningen (Rotterdam), der Gallerie dell'Accademia/Palazzo Grimani (Venedig) und dem Metropolitan Museum (New York). Die revolutionäre und phantasiedurchwirkte Bildsprache kreist um Fabelwesen, dämonischen Figure, Engel und Heilige – es ist ein malerisches Werk „voller Illusionen und Sinnestäuschungen, wundersamer Ungeheuer und Albträume, visualisiert in unnachahmlicher Weise die großen Themen seiner Zeit: Verführbarkeit, Sünde und Bußfertigkeit.“

Aktionen & Projekte

Werkleitz-Festival

BIEDERMAN & WARNECKE: Perspection © Biederman & Warnecke

Derzeit zeigt die Werkleitz Gesellschaft e.V. im Rahmen ihres Festivals ".move ON "Medienkunst aus Europa, Kanada und Australien. Robyn Moodys Installation Nostalgia for a Myth, eine Kombination aus Wasserrad und Musikautomat, ist an der Klausbrücke auf einem Ponton in der Saale zu sehen. Am Samstag, den 24.10. 2015 präsentiert Chinawoman bei .move ON ihre Songs, "die sich zwischen Post-Punk-Minimalismus und europäischen Chansonballaden, zwischen Selbstmord-Surfmusik und bombastischen Refrains mit melancholischen Inhalten bewegen." Aus Anlass der Jubiläen 100 Jahre Kunszthochschule Burg Giebihenstein Halle und 25 Jahre Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) präsentiert Werkleitz unter dem Titel "I know, you know - Ein audiovisueller Dialog" zudem ein gemeinsames Ausstellungsprojekt von Studierenden beider Hochschulen. Infos unter moveon.werkleitz.de/moveon-burg100-khm25

Museen & Institutionen

Museumsneubau in Lausanne

ENTWURF MUSEUMSNEUBAU LAUSANNE, Copyright: projet Pôle museal. Lausanne / Aires Mateus Portugal

Für die fotografische Sammlung des Musée de l’Elysée und für das mudac-musée de design et d’arts appliqués contemporains (Museum für Design und angewandte Kunst) entsteht in Lausanne ein Neubau nach einem Entwurf der portugiesischen Architekten Manuel und Francisco Aires Mateus. Die Kosten liegen bei 100 Mill. Franken, von denen der Kanton Waadt 40 Mill. Und die Stadt Lausanne 20 Mill. Franken übernehmen. Die Restsumme soll bei privaten Investoren aquiriert werden. Das neue Museumsviertel in der Nähe des Bahnhofs soll 2020 fertig sein.

Museen & Institutionen

Bauhaus: Schenkung

LEO GREWENIG um 1923, Fotograf: unbekannt, Nachlass Grewenig, Bensheim

Die Stiftung Bauhaus Dessau erhielt eine Schenkung aus dem Archiv Grewenig im hessischen Bensheim. Die Dotation besteht aus rund 60 Gemälden und Grafiken des einstigen Bauhausschülers Leo Grewenig. Der Künstler studierte am Weimarer Bauhaus, erwarb 1925 den Gesellenbrief für Wandmalerei und legte 1931 das Staatsexamen für Kunsterzieher in Berlin ab. In der Nazi-Zeit hatte er Ausstellungsverbot. In der Nachkriegszeit lebte er im Saarland und in Hessen.

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