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Ausschreibungen

Villa Kamogawa-Stipendium

VILLA KAMOGAWA; Gästeappartement, Foto: Copyright Andreas Schiekofer, Courtesy: Goethe-Institut

Seit 2011 unterhält das Goethe-Institut eine Künstlerresidenz mit eigenen Räumlichkeiten. Der dreimonatige Aufenthalt in der Villa Kamogawa in Kyoto soll den Stipendiaten zur Inspiration und künstlerische Orientierung dienen. Dabei umfasst das Stipendium eine monatliche finanzielle Zuwendung von 2.500,- Euro, die Unterbringung in der Villa Kamogawa und einen Reisekostenzuschuss. Für das Jahr 2016 werden insgesamt 12 Stipendien vergeben.Bewerben können sich freischaffende Künstler und Kulturschaffende mit Lebens- und Arbeitsmittelpunkt in Deutschland, die ihr Studium abgeschlossen haben und freischaffend tätig sind sowie mit eigenen Publikationen und Werken bereits öffentliche Anerkennung gefunden haben. Eine Altersbeschränkung besteht nicht. Online Bewerbung bis zum 3. Mai 2015 unter www.goethe.de/villa-kamogawa

Hochschulen

Saarbrücken: neuer Designprofessor

MARK BRAUN, NOMOS Glashütte S. Asmus

Mark Braun ist neuer Professor für Industriedesign an der HBK Saar in Saarbrücken. Er tritt die Nachfolge von Nitzan Cohen an, der zum Wintersemester 2014/2015 einen Ruf an die Fakultät für Design und Künste an der Freien Universität Bozen angenommen hat. Braun gründete nach Abschluss seines Studiums ein Braun sein eigenes Designstudio in Berlin, das sich auf industriell gefertigte Produkten, Accessoires, Möbeln und Leuchten spezialisiert hat. www.hbksaar.de

Kulturpolitik

110 Jahre Villa Romana

VILLA ROMANA, Fotoquelle: Wikipedia/Sailko

Seit 110 Jahren ist die Villa Romana in Florenz ein Haus für zeitgenössische Künstler. Mehr als 200 Künstler aus Deutschland, ausgezeichnet mit dem Villa Romana-Preis, haben seit 1905 in der neoklassizistischen Villa an der Via Senese gelebt. Anlässlich des 110jährigen Jubiläums hat Judith Hehl die dreisprachige Homepage neu gestaltet. Außerdem äussern sich 12 Künstler, Autoren und Wissenschaftler in Blogs zum Jubiläumsjahr. www.villaromana.org

Preise

Jutta-Cuny-Franz-Erinnerungspreis

RUI SAKAI

Rui Sakai nimmt am 9. Mai 2015 in der Düssedlorfer Tonhalle den Jutta.Cuny-Franz-Erinnerungspreis entgegen (10.000 Euro). Die Förderpreise gehen an Maria Bang Esperse und Anne Weber (je 1.500 Euro). Über fünf Ehrendiplome freuen sich Marion Delarue, Abram Deslauriers, Alex Lebus, Seaum Shim und Zac Weinberg. Sie wurden aus 192 Bewerbern ausgewählt. Die Auszeichnung würdigt Arbeiten im Bereich der Glaskunst bzw. mit Glas. www.smkp.de/Cuny-Franz

Ausschreibungen

Revierkunst-Messe

Die 4. Revierkunst findet am 7./8. und am 15. November 2015 im ehemaligen Museum am Ostwall  in Dortmund statt. Die Veranstaltung ist „sowohl als künstlerischer Treffpunkt, als auch als Verkaufsplattform konzipiert. Es wird keine Verkaufsprovision erhoben. Die ausgewählten Künstler zahlen einen unterstützenden Ausstellungsbeitrag von 150 Euro. Für die Künstler entstehen keine weiteren Nebenkosten. Studenten zahlen 50 Euro. Für die Anreise und Material für die Aufhängung ist jeder Künstler eigenverantwortlich“. Bewerbungsschluss ist der 7. Juli 2015. Bewerbungsmodalitäten unter: www.revierkunst.com

Galerien & Auktionshäuser

BVDG: Jubiläum

BVDG-Motto

Der BVDG – Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler e.V. wird 40 Jahre alt. Schon 1966 hatten Hein Stünke und Rudolf Zwirner in Köln den Verein progressiver Kunsthändler gegründet und 1967 den ersten Kölner Kunstmarkt ins Leben gerufen, der später in die Art Cologne überging. Als der BVDG 1975 gegründet wurde, war er auch jahrelang „ideeller Ausrichter“ der Art Cologne (Veranstalter im juristischen Sinne war und ist die Messegesellschaft). Anlässlich seines Jubiläums veröffentlicht der BVDG eine Publikation: Autoren sind u.a. Monika Grütters, Wolfgang Ullrich, Daniel Hug, Gisela Capitain und Sebastian Preuss. Zusammen mit den anderen Autoren beleuchten sie „Vierzig Jahre Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler“, behandeln auch aktuelle Fragen zu Galeriearbeit und Kunsthandel, Kunst, Markt und Kulturpolitik. Die Festschrift ist „Nachschlagewerk und Zeitzeugnis, Essayband, Bilderstrecke und Zukunftsvision.“ www.bvdg.de

Preise

Preis der Ritter-Stiftung

KLAUS VON GAFFRON, Foto: Andreas Sturm

Klaus von Gaffron bekommt als Preisträger der Dr. Franz und Astrid Ritter-Stiftung für Bildende Kunst 15.000 Euro überwiesen und eine Einzelausstellung ausgerichtet. Die Ausstellung ist vom 27. Juni bis zum 2. August 2015 im Weytterturm Straubing zu sehen. Der Fotokünstler versteht die Fotografie „als zeitgenössisches Ausdrucksmittel von bildender Kunst. Für ihn stehen die Bilder im Vordergrund, nicht die Fotografie. Sie zeigen Motive, die auf eine illusionistische und abstrakte Farb- und Formgestaltung reduziert werden.“ www.ritter-stiftung.org

Preise

Stipendien in Baden-Württemberg

Samantha Bohatsch (Bildhauerei, Installation), Priyanka Jain (Bildhauerei, Installation), Felix Oehmann (Bildhauer), Lotte Meret Effinger (Video- und Medienkunst), Marcelo Fiuza (Fotografie), Sara-Lena Maierhofer (Fotografie) sowie Alina Schmuch (Medienkunst) sind die diesjährigen Stipendiaten der Kunststiftung Baden-Württemberg im Bereich Bildende Kunst. Christian Hillengaß erhält das Günther Wirth-Stipendium für Kunstkritik. Kooperationspartner der Kunststiftung Baden-Württemberg ist die Stiftung Kunst und Kultur der Sparda-Bank Baden-Württemberg. Insgesamt wurden in diesem Jahr 21 Stipendien vergeben. www.kunststiftung.de

Preise

Stipendium der Sparkasse Stormarn

HANNA RATH, Foto: Johanna Riebel, Copyright: Künstlerin und Fotografin

Hannah Rath ist aktuelle Stipendiatin der Sparkasse Stormarn für die Trittauer Wassermühle. Dort steht ihr neben einem Zuschuss zum Lebensunterhalt eine Wohnung mit Atelier zur Verfügung. Die Stipendiatin schloss 2010 ihr Studium an der HBK Hamburg ab. www.stiftungen-sparkasse-holstein.de

Galerien & Auktionshäuser

Euroboden Positionen.

In München hat in einem ehemaligen Hochbunker in der Ungerstraße der Kunstraum "Euroboden Postionen" seinen Betrieb aufgenommen. Die erste Ausstellung ab dem 24. April 2015 dort heißt "Die Innenwelt der Außenwelt" und ist ein Folgeprojekt zum deutschen Beitrag der 14. Internationalen Architektur-Ausstellung - la Biennale di Venezia 2014, BUNGALOW GERMANIA. www.muenchner-galerien.de/gallery/hochbunker/

Biennalen

Biennal of the Americas

SKYLINE VON DENVER bei Nacht, Fotoquelle: Wikipedia/Matt Wright

Denver/Colorado ist Schauplatz der „Biennal of the Americas”. Zum Auftakt sind für den 14. bis 18. Juli 2015 „Events und Celebrations“ angekündigt; die Biennale dauert dann noch bis zum 7. September 2015. Sie versteht sich als internationale Plattform von Führungspersönlichkeiten in Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Kunst, um die Rahmenbedingungen zum Leben auf den beiden amerikanischen Kontinenten zu beleuchten. Das reicht von einer Beschäftigung mit den Handelsbeziehungen und Statements zur Bildungspolitik bis zur Kultur. Die Stadt Denver ist wegen der Nähe zu den Rocky Mountains von der Bergbauindustrie geprägt; in den 1980er Jahren leiteten Bohrungen nach Erdöl dort einen erneuten Wirtschaftsboom ein. www.biennialoftheamericas.org

Ausschreibungen

Wolkenkuckucksheim

„Zwischen Himmel und Chemnitz“ soll ein „Wolkenkuckucksheim“ als fiktive Stadt errichtet werden. Das Projekt findet im Rahmen der Chemnitzer „Begehungen“ statt. Bewerben können sich Künstler, „die darauf eine Antwort erahnen, und sich unter dieser Fragestellung Reibung und Austausch in der eigenen kreativen Arbeit wünschen,“ können als Artists in Residence teilnehmen. Zur Bewerbung ist neben den üblihen Unterlagen (Vita) eine kurze Projektskizze einzureichen. Einsendeschluss für die Bewerbung ist der 22. Mai 2015. Detaillierte Teilnahmebedingungen und Anmeldeformular unter: www.begehungen-chemnitz.de.

Preview

DDR expressiv

HANS SCHEUERECKER, ohne Titel, Siebdruck, 1986, Foto: MJK, B. Kuhnert (Ausschnitt)

Vom 31. Mai bis zum 27. September 2015 zeigt das Museum Junge Kunst Frankfurt/Oder aus Anlass seines 50jährigen Bestehens eine Ausstellung über den Neo-Expressionismus in der DDR. Die Werkschau umfasst 130 Beispiele von 39 Künstlern. Darunter sind Arbeiten von Hubertus Giebe, Klaus Hähner-Springmühl, Angela Hampel, Johannes Heisig, Klaus Killisch, Walter Libuda, Hans Scheib, Hans Scheuerecker, Frank Seidel, Gerd Sonntag, TRAK Wendisch, Karla Woisnitza und Jürgen Wenzel. In den 1950er Jahren wurde auf der „Bitterfelder Konferenz“ die Doktrin des Sozialistischen Realismus verabschiedet und bis in die 1970er Jahre in der DDR-Kulturpolitik rigoros durchgesetzt. Die Ausstellung belegt, dass in den 1980er Jahren zeitgleich zu den Tendenzen der „Jungen Wilden“ im Westen auch viele DDR-Künstler sich einen Affront gegenüber der offiziellen Staatskunst erlaubten: statt blutleerer politischer Propagandakunst malten sie lieber farbstarke Builer mit „dionysischem“ Ausdrucksgebaren. www.museum-junge-kunst.de

Museen & Institutionen

Hamburg: Neuhängung islamischer Kunst

MUSEUM FÜR KUNST UND GEWERBE HAMBURG, Neueinrichtung Sammlung Islamische Kunst, Ausstellungsansicht, Foto: Michaela Hille

Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe hat auf einer erweiterten Fläche seine Abteilung für islamische Kunst neu geordnet. „Die Präsentation nimmt, wie auch zuvor bei den neu gestalteten Themen Buddhismus, Christentum und Judentum, zentrale Aspekte in den Blick, die die Kultur des Islam auszeichnen: Die große Vielfalt islamischer Kulturen, die Wechselwirkungen und der Wissenstransfer mit dem Alten Orient, den ostasiatischen und europäischen Kulturen und die Bedeutung der Religion für die künstlerische Produktion.“ Die historischen Exponate hat man durch Beiträge zeitgenössischer Künstler ergänzt. Mit dieser Präsentation will das Museum dem weit verbreiteten Eindruck entgegen wirken, dass der islamische Kulturkreis eine geschlossene Welt darstelle, was eben nicht der Fall ist: durch die politische Geschichte, zumal in der Kolonialzeit, gibt es erhebliche kulturelle Differenzierungen etwa zwischen dem maghrebinisch-maurischen Arabien zwischen Marokko und Tunesien und dem orientalischen Arabien der Golf-Staaten. Das zeigt sich z.B. auch in der zeitgenössischen Malerei, deren Vertreter in Tunesien z.B. durch die Kontakte zu französischem Kunstakademien auch gerne figurative Motive bearbeiten, während in anderen Ländern heut zu Tage aber bei den Malern eher ein Bezug zu einer kalligrafisch-abstrakten Tradition vorherrscht. Kunsthistorisch und religionsgeschichtlich ist aber auch dieser Aspekt sehr komplex: „Im Koran wird kein Figurenverbot formuliert. Nur in den Hadithen, den überlieferten Aussprüchen Mohammeds heißt es, dass die Engel kein Haus betreten, in dem es Figuren gibt. Dennoch entstehen seit dem 13. Jahrhundert im religiösen Kontext auch Darstellungen des Propheten Mohammed. Nur Allah wird nie abgebildet. Die islamischen Figurendarstellungen entstehen unter dem Eindruck der spätantiken, byzantinischen und sasanidischen Kunst wie dem chinesischen Einfluss durch die Mongolenherrschaft.“ Die Differenziertheit der Kunst in den islamischen Ländern wird im Museum vor allem an Beispielen aus der Keramik herausgestellt: „Die unterschiedliche Gestaltung und Dekoration der Gefäße ist das Ergebnis lokaler Traditionen und Wechselwirkungen durch den Handelsaustausch und Wissenstransfer entlang der Seidenstraße und auf dem Seeweg, durch die Eroberung fremder Gebiete und die länderübergreifende Mobilität der Kunsthandwerker.“ www.mkg-hamburg.de

Personalien

Grüne Politikerin: Längere Öffnungszeiten

SABINE BANGERT

Sabine Bangert, Kultursprecherin für die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, sorgte sich um das Weltstadtimage der Hauptstadt. Die Politikerin forderte längere Öffnungszeiten der Museen in den Abendstunden: wenn Berlin wirklich „Weltstadt sein will“, müssten die Museen „besucherfreundlicher“ werden. Die Staatlichen Musen zu Berlin haben wie in vielen anderen Städten nur donnerstags bis 20 Uhr geöffnet, sonst schließt der Hausmeister um 18 Uhr die Pforten ab. Wen man in Berlin in der Woche bis 22 Uhr einkaufen könne, sollten die Museen einen ähnlichen Service bieten.

Hochschulen

Klosterleben

EKP-Modell 1000, Copyright: Auda + Goller

Architekturstudenten der TU Berlin entdeckten das abgeschiedene Klosterleben: Sie entwarfen ein fiktives Kartäuserkloster auf der Halbinsel Pehlitzwerder und stellen ihre Modellentwürfe nun bis zum 15. Juni 2015 im Kloster Chorin aus. Die Wahl des Ausstellungsortes hat einen realen historischen Hintergrund: „Das Leben im Kartäuserkloster geht einher mit einer strikten Abkehr von der Welt, Schweigen und Stille, weshalb sich viele Kartausen in schlecht erreichbaren Lagen befinden. Wegen ihrer Abgeschiedenheit wurde im 13. Jahrhundert die Halbinsel Pehlitzwerder am Parsteiner See in der Schorfheide als Standort eines Zisterzienser-klosters ausgewählt. Nach wenigen Jahren wurde das Kloster aufgegeben, nach Chorin verlagert und 1542 säkularisiert. Heute gehört das Kloster Chorin zu den bedeutendsten Baudenkmalen der frühen Backsteingotik.“ Mit ihren Entwürfen setzen sich die Architekten und Dozenten Guido Neubeck, Daniel Korwan, Arda Karasu und ihre Studenten mit „Orten der Stille“ auseinander, die heute im Zeitalter der Urbanität auch außerhalb des kirchlichen Lebens eine große Relevanz haben: sie sind Gegenmodell zu den lärmigen Metropolen mit ihrer akustischen und optischen Reizüberflutung. Zu den Projektideen gehört aber auch eine soziale Komponente. „Themen wie das Nebeneinander von Isolation und Gemeinschaft oder Prinzipien der Selbstversorgung sind noch heute Gegenstand der Architekturdiskussion.“ www.kloster-chorin.org

Messen & Märkte

Select New York

Select New York ist als Messe für aufstrebende Künstler und solche mit mittleren Karriereerfolgen ausgewiesen (13. bis 17. Mai 2015). Das Programm umfasst etwa 50 Galerien, die jeweils nur einen oder zwei Künstler ausstellen. Veranstaltungsort ist das Dia Building in Chelsea (22nd Street). Für dieses Jahr haben Jasmine Wahl und Brian Whitely die kuratorische Leitung übernommen. www.select-fair.com/newyork/

Aktionen & Projekte

48 Chrono

FOTO ZU „48 CHRONO“, Copyright: Caroline Dutrey

Das Goethe-Institut und der Friche la Belle de Mai in Marseille richten gemeinsam das Festival „48h Chrono“ aus. Es will „mit seinem Berlin-Programm Debatten über Stadtpolitik, urbane Transformationsprozesse sowie die Gratwanderung zwischen künstlerischem Schaffen und politischem Aktivismus anstoßen. Das gesamte Gelände mit Ausstellungsetagen, Dachterrasse, Clubs und Theatersälen wird von Berliner Künstlerinnen und Künstlern bespielt.“ Die Theater- und Tanzszene Berlins vertritt unter anderem der Choreograf Christoph Winkler mit seinem Stück „Hauptrolle“. Die Regisseurin Nicole Oder ist Mitgründerin des Heimathafens Neukölln und bietet zusammen mit Daniel Mandolini einen Beatbox-Workshop für Jugendliche aus den Marseiller Stadtvierteln an. In den Fabriketagen sind Videoinstallationen zu sehen, „die ein facettenreiches Berlinbild entwerfen. Eingeladen sind Künstlerinnen und Künstler wie Pierre Hébert („Berlin – Le Passage du Temps“), Bjørn Melhus („America Sells“) oder Uli Schüppel („Elektrokohle – von wegen“). Außerdem werden mehrere Arbeiten von Christoph Schlingensief umfänglich präsentiert.“ „Duplex Radio“ begleitet „48h Chrono“ mit Live-Schaltungen in voller Länge. Ausgewählte Künstler dürfen in den zwei Wochen vor Festivalbeginn die Studios und Apartments der Organisation A.M.I. nutzen und treten dann bei „48h Chrono“ auf. www.goethe.de

Ausschreibungen

Förderstipendien der Stadt Köln

Das Friedrich Vordemberge-Stipendium für Bildende Kunst und das Chargesheimer-Stipendium für Medienkunst sind für Künstler bis 35 Jahre aus NRW ausgelobt und umfasst jeweils 10.000 Euro. Es wird erwartet, dass die Stipendiaten während der Förderdauer in Köln leben. Deadline: 30. April 2015. Adresse: Kulturamt der Stadt Köln, Richartzstr. 2-4, 59667 Köln, Tel. 0221.23481, E-Mail: stipendien@stadt-koeln.de. Infos: www.stadt-koeln.de

Aktionen & Projekte

Ahlen: Hommage an Arnulf Rainer

SIGLINDE KALLNBACH, „Hommage an Arnulf Rainer“, Stückwerk, Kunstmuseum Ahlen, 2015, Foto: Raap

Um die Bewahrung der Freiheit in der der Kunst im politischen Klima nach dem Attentat auf die „Charlie hebdo“-Redaktion ging es bei einer Performance-Matinée im Kunstmuseum Ahlen: Die Zensur und vorauseilende Selbstzensur bei Karnevalsumzügen und in Ausstellungen bildete einen dramaturgischen roten Faden in der „Stückwerk“-Performance von Siglinde Kallnbach. Aus Anlass des 85. Geburtstags von Arnulf Rainer zeigte das Kunstmuseum Ahlen von dem Wiener Künstler Gemälde und Grafiken. Die Museumskuratorin Susanne Buckesfeld lud Siglinde Kallnbach zu einer „Hommage“-Performance an Rainer ein. Obwohl Arnulf Rainer sich der Gruppe der Wiener Aktionisten eigentlich nicht zugehörig fühlte und sich vom Tafelbild auch nicht so radikal abwandte wie etwa Otto Mühl und in den 1960er Jahren desgleichen Hermann Nitsch, so ist seine Malerei dennoch in großem Maße auch durch performative Elemente charakterisiert: da beide Künstler sich in ihren Arbeiten intensiv mit einem physisch-leiblichen Aspekt auseinandersetzen und beide auch den Atombombenabwurf von Hiroshima zum Thema ihrer Kunst machten, war es stimmig, gerade Kallnbach für einen solchen Performance-Beitrag auszuwählen. Verletzung und Verletzlichkeit, Versehrtheit nach einer Brustkrebsoperation, Bedrohung, Gewalt und Sexismus in der Gesellschaft, Angst, Befreiung und Überwindung bildeten einen Assoziationsrahmen, den Kallnbach mit einer beklemmenden atmosphärischen Dichte inszenierte. Sie nagelte ein weißes Kleid mit Beschriftungen in Kreuzform an die Wand (neben das „Kimonokreuz“ von Arnulf Rainer), verlas die Begründungen der Karnevalisten, warum diese nach dem Pariser Attentat bei den diesjährigen Umzügen keine „Je suis Charlie“-Statements sehen wollten, und Drohbriefe, die sie Anfang der 1990er Jahre selbst nach ihren Performances und Installationen in Kassel erhalten hatte. www.verein-a.performanceliefe.com

Aktionen & Projekte

Final Cut

Das Filmscreening Final Cut im Hamburger Metropolis Kino präsentiert Ausschnitte aus den 15 Abschlussfilmen des Jahrgangs 2014/15 der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK). Gezeigt werden die Diplom-, Master- und Bachelor-Filmprojekte der Studierenden, die mit Unterstützung der Filmförderung Hamburg/Schleswig-Holstein entstanden sind. Im Gespräch mit ihren betreuenden Professoren Robert Bramkamp, Pepe Danquart, Udo Engel, Angela Schanelec und Wim Wenders stellen die Absolventen ihre Filmprojekte kurz vor. Termin: 7. Mai 2015 ab 19 Uhr. www.hfbk-hamburg.de/finalcut

Hochschulen

Künstler sammeln

Die Ausstellung „Künstler sammeln“ dokumentiert, wie Künstler andere Kunst und nicht-künstlerische Objekte sammeln. Die Idee zur Ausstellung stammt von Rektorin Prof. Rita McBride, Direktorin der Düsseldorfer Kunstakademie. In der Folge entstand ein Seminar, dessen studentische Teilnehmer Sammlungspraxis von Professoren, technisch-wissenschaftlichen Mitarbeitern und früheren Studenten der Kunstakademie untersuchten. Die Ausstellung präsentiert Einblicke in die Sammlungen von Siegfried Anzinger und Marie-Luise Lebschik, Andreas Bee, Udo Dziersk, Katharina Fritsch, Konrad Klapheck, Thomas Ruff, Johannes Schütz, Didier Vermeiren und Christopher Williams. Alle teilnehmenden Künstler erlauben erstmals der Öffentlichkeit einen Einblick in ihre individuelle Sammlungstätigkeit. Die Ausstellung ist vom 17. April bis zum 28. Juni 2015 in der Akademie-Galerie zu sehen. www.kunstakademie-duesseldorf.de

Hochschulen

Spontaneus Frameworks

Kristina Semenova zeigt in ihrem Abschlussprojekt im Mastersstudiegang Kulturen des Kuratorischen Werke von Studierenden der Klasse Prof. Tina Bara (Fotografie) sowie eingeladener Künstler und Architekten aus Tbilisi (Georgien). "Das Ausstellungsprojekt reflektiert über spontane Formen der Selbstorganisation, die sich im Stadtbild von Tbilisi manifestieren und unter dem Begriff der „spontanen Architektur“ versammelt sind... Der Begriff des „framework“ im Ausstellungstitel weist in diesem Sinne einerseits übersetzt als „Gerüst“ oder „Fachwerk“ auf Architektur und gebaute Umgebung hin, und berührt weiter gefasst auch gesellschaftliche Strukturen, politische Rahmenbedingungen und persönliche Bezugssysteme in Georgien seit der Unabhängigkeit 1991. An drei verschiedenen Orten eröffnet Semenova eine transkulturelle Perspektive auf ein scheinbar lokales Phänomen georgischer „spontanen Architektur“ und verhandelt das Thema durch linguistische, räumliche und kulturelle Bedeutungen des Begriffes Übersetzung." Die erste Ausstellung  wird am 22. April 2015 im KV-Verein für zeitgenösische Kunst Leipzig eröffnet, und die zweite Ausstellung am 24. April 2015 im Kunstraum Бükü. Die dritte Ausstellung ab 28. April 2015 in der Galerie der HGB Leipzig zu sehen. www.hgb-leipzig.de

Messen & Märkte

Art Cologne: Global Player und junge Galerien

ART COLOGNE 2015, Foto: Siglinde Kallnbach

Das sonnig-warme Frühsommerwetter draußen hellte bei der Preview auch die Mienen der Aussteller und Besucher der Art Cologne in den drei Hallenebenen auf. Der Kunsthandel hat derzeit nämlich Hochkonjunktur, in einer Zeit der Niedrigzinspolitik, in der Investitionen in Sachwerte sinnvoller sind als in festverzinsliche Wertpapiere. Doch es herrscht dennoch nicht nur eitel Sonnenschein auf dem Kunstmarkt, denn vom aktuellen Boom würden ja nur wenige Galerien profitieren, erklärte der künstlerische Leiter der Art Cologne, Daniel Hug. Zudem wird seit Jahren wird immer wieder die doch recht arg spürbar begrenzte Internationalität der Kölner Kunstmesse beklagt; es könnten gerne mehr US-Galerien zur Art Cologne kommen und ebenso mehr ausländische Sammler, fordern viele Marktbeobachter. Doch Messeleiter Daniel Hug sieht trotzdem seine Zielgruppenansprache als durchaus gelungen an: die meisten ausländischen Galerien kämen doch vor allem wegen der deutschen Sammler und der deutschen Museen zur Art Cologne. Tatsächlich weist kein anderes Land außer den USA so viele wichtige kommerzielle Galerien wie Deutschland auf. Da mache es mithin Sinn, dass es solch eine große deutsche Messe mit 200 Ausstellern gäbe, meint Hug. Mit dem Galeristen David Zwirner (New York), der Neo Rauchs „Tal“-Gemälde (1999) für 1,1 Mill. Euro und eine Fotoarbeit von Wolfgang Tillmanns für 75.000 US-Dollar anbietet, hat Hug auch einen der weltweit einflussreichsten Galeristen in seinem Messeprogramm, neben anderen Global Playern wie Hauser und Wirth (Zürich, London, New York) und Thaddeus Ropac (Salzburg/Paris). Diese Top-Galerien findet man auf der mittleren Halle 11.2. unter den Ausstellern von „Contemporary Art“. In diesem Sektor trifft man auf Vertreter der etablierten Avantgarde wie Cosima von Bonin mit einer Leuchtskulptur („Smoke“, 2008) in einer 25er Auflage bei der Berliner Galerie Neu für 11.500 Euro, oder auf eine höchst originelle Zähluhr der dänischen Künstler Superflex & Jens Haaning (bei Galerie 1301 PE, Los Angeles). Diese Wandinstallation registriert die Zahl der Besucher, die an der Koje vorbei flanieren.
Daniel Hug hat diesmal den Händlern mit klassischer Moderne und Nachkriegsavantgarde eine eigene Etage im Untergeschoss 11.1. der Messehalle reserviert. Doch diese räumliche Trennung von der „Contemporary Art“ in Halle 11.2. macht eigentlich wenig Sinn, denn beide Sektoren sind doch strukturell recht eng miteinander verzahnt. In der unmittelbaren Nachbarschaft von Gerhard Richters abstraktem Gemälde „U.L.“ (1985) bei der Züricher Galerie von Vertes für 2,85 Mill. Euro und anderen hochpreisigen Klassikern trifft man auf einen Spiegel mit Einschusslöchern von Astrid Klein (für 25.000 Euro bei Galerie Haas, Zürich) oder auf ein weißes Strukturbild von Gerhard von Graevenitz (1960, für 45.000 Euro bei Edith Wahland Galerie, Stuttgart). Wo man bei Remmerth und Barth (Düsseldorf) ein Porträt von Otto Dix (1923) für 56.000 Euro erstehen kann, freut sich wenige Schritte weiter der Künstler Hartmut Neumann, dass seine Galerie Beck und Eggeling (Düsseldorf) gerade ein frisch gemaltes Bild von ihm für 50.000 Euro verkaufen konnte. Auf diesen beiden Hallenebenen, die zwei Drittel des Messeprogramms ausmachen, finden die Besucher durchweg Bewährtes und Erlesenes. Diese etablierte und als Kapitalanlage solide Kunst hat schon immer das Profil der Art Cologne als weltweit älteste Messe für Kunst ab 1900 ausgemacht. In diesem Bereich werden auch heute nach wie vor die Umsätze erwirtschaftet, die für das Image dieser Kunstmesse im internationalen Wettbewerb ein wichtiger Gradmesser sind. Ärgerlich ist in dieser Zone der Etablierten nur die höchst unsensible Platzierung einer Bodeninstallation von Richard Long direkt neben dem „Kölsch Treff“-Ausschank, als ob man diese meditative Arbeit zu einer Dekoration der Wiener Würstchen-Imbissecke herunter meucheln wollte.
Aufstrebende Galerien mit junger Kunst tummeln sich in der oberen Halle 11.3., wo sich die Berliner Szene-Galerien wie Soy Capitán (das ist nicht der Klarname eines Galeristen, sondern eine Liedzeile aus dem Evergreen „La Bamba“), PSM, Future Gallery, 401 Contemporary oder Societé versammelt haben. 12.500 Euro verlangt man bei Soy Capitán für ein großes abstraktes Bild von Henning Strassburger, und 11.500 Euro für die Lichtboxen mit Zeichnungen auf Matrizenpapier von Benja Sachau. Bei den schönen minimalistisch angelegten großformatigen Mischtechnik-Arbeiten von Jens Einhorn bei Duve (Berlin) wäre deren Präsentation an der Wand eigentlich allein schon durchaus überzeugend, doch eine Galeriemitarbeiterin erklärte, man habe durch eine zusätzliche ( und wohl kaum verkäufliche) Bodeninstallation mit Textilstoffen die Messe-Aura konterkarieren wollen.
Der gemeinnützige US-amerikanische Kunsthändlerverband NADA verantwortet den Sektor „Collaborations“ mit Zusammenstellungen von unterschiedlichen Künstlern, etwa expressiven Acrylbildern von Max Brand mit Skizzen des Malerfürsten Wilhelm von Kaulbach aus dem Jahr 1848: beide Künstler bevorzugen eine Überfülle von Motiven auf ihren Bildträgern.
Kunst zu Preisen unter 10.000 Euro hängt in den rund zwei Dutzend Förderkojen der NEW POSITIONS. Die Förderkünstlerin Molly Springfield z.B. zeigt bei Thomas Zander (Köln) konzeptuelle Grafit-Arbeiten mit Texten, und Ovidiu Anton bei Christine König (Wien) eine Videoinstallation mit Holzkisten.
Vor genau 50 Jahren, im April 2015, eröffnete Hans Mayer seine erste Galerie. Dies ist Anlass, ihm in diesem Jahr den ART COLOGNE-Preis zu verleihen, mit dem jedes Jahr ein Kunsthändler gewürdigt wird, der sich um die Vermittlung von Kunst besondere Verdienste erworben hat.
Fazit: Es gibt auf der diesjährigen Art Cologne durchweg gute Kunst zu sehen, aber nichts allzu Aufregendes. Die Messeatmosphäre ist nüchtern und geschäftig, und damit keineswegs so paradiesvogelhaft wie noch vor zwanzig Jahren. Künstler wie Aussteller treten nämlich heute eher mit businessorientiertem taktischem Kalkül und nicht mehr mit einer bacchantischen Bohème-Attitüde auf. - Die Art Cologne läuft noch bis Sonntag, 19. April 2015, 18 Uhr (an den anderen Tagen bis 19 Uhr). www.artcologne.de

Aktionen & Projekte

Bonn: Skulpturen-Parcours

Marco di Piazza, Skulpturen-Parcours in Bonn

Zum 200-jährigen Jubiläum der Universität Bonn bestückt der Künstler Marco Di Piazza dort bis zum 27. Oktober 2017 die Poppelsdorfer Allee mit einem Skulpturen-Parcours. Die sieben Großskulpturen markieren die „historische Achse“ Bonns vom Kurfürstlichen Schloss, in dem heute die Universität untergebracht ist, und dem benachbarten Hofgarten bis zum Poppelsdorfer Schloss.

Personalien

Gunter Damisch gestorben

Gunter Damisch, österreichischer Künstler, starb mit 57 Jahren an einer Krebserkrankung. Er hinterlässt ein vielschichtiges Werk mit Malerei, Zeichnung, Skulptur und Druckgrafik. In den 1980er Jahren spielte er in einer Punk-Band mit. Als Maler wurde er den Neuen Wilden zugerechnet. Seit 1998 war Damisch ordentlicher Professor an der Wiener Kunstakademie.

Aktionen & Projekte

Die Zuschreibung

Christian Hasucha, Pressefoto zu: „Die Zuschreibung“, 2016

„Die Zuschreibung“ nennt der Berliner Künstler Christian Hasucha seine jüngste Aktion mit einer Intervention im öffentlichen Raum. Auf einem Rasenstück in Köln-Nippes ließ die Stadt Köln eine 10 qm große Fläche asphaltieren, deren Sinn sich bis heute niemandem erschließt. Stefanie Klingemann, Diane Müller und Frank Bölter laden in unregelmäßigen Abständen seit vier Jahren Künstler ein, diese Asphaltfläche künstlerisch zu bespielen. Im Frühjahr 2016 stellte sich Christian Hasucha die Frage, „ob es gelingen kann“, diese Fläche „wieder zu de-auratisieren, indem sie wie eine x-beliebige städtische Schmuddelecke benutzt und mit Sperrmüll versehen wird“, wobei aber gleichzeitig der behauptete oder tatsächliche Kunstcharakter dieses Ortes, jedoch nur für kurze Zeit, in Erscheinung treten“ sollte. Im Umfeld seines Ateliers in Berlin-Neukölln fand der Künstler einen ausrangierten Kühlschrank und ein Preßspanschränkchen auf der Straße: „Er vermaß beides mit Kompass und Zollstock und lagerte es in seine Werkstatt ein“, um den Sperrmüll dann nach Köln-Nippes zu transportieren und „originalgetreu“ dort am Rand dieser Rasenfläche wieder aufzustellen. Christian Hasucha erklärt dazu, er habe damit eine Parallelverschiebung von 478 km Luftlinienlänge“ vollzogen. „Bereits in der darauffolgenden Nacht wurde Hasuchas Arrangement durch zwei volle Kästen Babo Blue Bier ergänzt sowie durch einige Bretter und einen weiteren Kühlschrank. Während die Bierkästen am nächsten Morgen wieder verschwunden waren, blieb der Zusatzkühlschrank einige Tage stehen, und anderes Sperrgut kam hinzu. Der Kölner Rechtsanwalt Reinhard Bauer gab hierzu zu bedenken, dass jemand, der beim Hinzustellen neuen Materials erwischt wird, sich im Rahmen einer 'Gesamtschuldnerschaft' um die Beseitigung des gesamten Haufens kümmern müsste, sofern der Künstler 'kein Rechtsverhältnis mit der Stadt' hat. Hasuchas Aktion wurde vom Kulturamt der Stadt Köln gefördert“, d.h. er selbst hatte ein solches Rechtsverhältnis. www.10qm.de

Biennalen

Schweizer Pavillon

PAMELA ROSENKRANZ, Foto: Anon Amphorn

Susanne Pfeffer kuratiert auf der diesjährigen Biennale von Venedig den Schweizer Pavillon. Er wurde 1951/52 vom Architekten Bruno Giacometti erbaut und liegt ganz in der Nähe des Haupteingangs zum Ausstellungsgelände Giardini. Pamela Rosenkranz verwandelt diesen Pavillon „in eine Einheit aus hellrosa Hautfarbe verwandeln… Diese riecht, glänzt, tönt und bewegt sich. Ein Pigment, das sich ursprünglich als spezifische Folge von Migration, Sonnenexposition, Ernährung und beliebig vieler anderer Faktoren entwickelte, wird dafür als chemische Mischung aus unbekannten Zutaten nachgebildet.“ Was wir an technologischem Wandel, ökologischer Krise und einer Vorherrschaft der Naturwissenschaften erleben, führt zu einer „Infragestellung des Menschen als Maß aller Dinge sowie der Konstruktion des Humanen... Pamela Rosenkranz macht für ihre Arbeit neueste mediale wie medizinische Technologien und natur- wie neurowissenschaftliche Erkenntnisse nutzbar. Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse, welche die gängige Vorstellung vom Menschen nachhaltig erschüttern, konfrontiert sie uns mit neuen materiellen Formationen des Humanen, die für unser Verständnis von Kunst weitreichende Konsequenzen haben.“Außerdem hat Pamela Rosenkranz anlässlich ihrer Biennale-Teilnahme eine Briefmarke für die  Schweizer Post gestaltet, bei der sie auch dieses rosa Hautmotiv aufgreift. Die Kunsthistorikerin Susanne Pfeffer ist seit Juni 2013 ist Direktorin des Fridericianum in Kassel, wo sie u.a. die Ausstellungen „Speculations on Anonymous Materials“, „nature after nature“ und „Pauls Sharits. Eine Retrospektive“  kuratierte.  Zuvor war sie Chefkuratorin des KW Institute for Contemporary Art in Berlin (2007–2012) sowie Kuratorin und Beraterin des MoMA PS1 in New York. www.biennials.ch

Personalien

Mainz: Neue Direktorin

STEFANIE BÖTTCHER, Foto: Kunsthalle Mainz

Stefanie Böttcher tritt am 1. Juni 2015 die Direktion der Kunsthalle Mainz an. Ihr Vorgänger Thomas Trummer wechselte ans Kunsthaus Bregenz. Böttcher arbeitete 2001 im deutschen Pavillon auf der Biennale von Venedig mit und leitete von 2007 bis 2013 das Künstlerhaus Bremen. www.kunsthalle-mainz.de

Ausschreibungen

Ateliers in Bremen

Das Künstlerhaus Bremen schreibt zwei Ateliers für Bremer bildende Künstlerinnen und Künstler aus, die zum 1. Juli 2015 (46,5 qm, 2. Etage) beziehungsweise zum 1. Okt. 2015 (42 qm, 2. Etage) frei werden. Die Miete beträgt 162, 75 buw. 159,60 Euro zuzügl. Jeweils 55 Mitgliedsbeitrag für den Verein und die Versicherung. Derr Mietvertrag läuft fünf Jahre. Die Aufnahme im Haus erfolgt über eine aktive Mitgliedschaft im Künstlerhaus Bremen e.V. Bewerbungen bis zum 10. Mai 2015 an: Künstlerhaus Bremen, Nicole Bauer/ Geschäftsleitung, Am Deich 68/69, 28199 Bremen, E-Mail: nbauer@kuenstlerhausbremen.de</p>

Biennalen

Pavillon des Vatikan

KARDINAL GIANFRANCO RAVASI, Fotoquelle: Wikipedia/RaminusFalcon

Der Vatikan ist Zum zweiten Mal nimmt der Vatikann mit einem eigenen Pavillon an der Biennale von Venedig teil. Die Ausstellung ist einem religiösen Thema gewidmet: „Am Anfang - das Wort ist Fleisch geworden“ Kuratorin ist Micol Forti, Expertin für zeitgenössische Kunst an den Vatikanischen Museen. Zur Gestaltung des Pavillons sind die kolumbianische Künstlerin Monika Bravo, die Mazedonierin Elpida Hadzi-Vasileva und der Fotograf Mário Macilau aus Mosambik eingeladen. Der Präsident des päpstlichen Kulturrats, Kardinal Gianfranco Ravasi, bezifferte die Kosten für den Pavillon auf 400.000 Euro. Dafür will der Kardinal private Sponsoren gewinnen, darunter auch eine Mailänder Großbank.

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Welten im Widerspruch

ROSEMARIE LUKASSER, Annäherung an „…bin im Netz i1.0“, 2012; Weltweites Netz, 2014 Ausstellungsansicht RLB Atelier Lienz Courtesy Galerie Krinzinger, Wien

Die Vernetzung der Welt durch zunehmende Reise- und Migrationsbewegungen und immer komplexere Ströme von Waren und Daten, Rohstoffen und Kapital hat die Lebenswirklichkeit in verschiedensten Regionen der Welt auf höchst ambivalente Weise verändert. Die Globalisiserungsprozesse in Politik,. Wirtschaft und Kultur rufen auch eine "Formensprache des Globalen" hervor - nicht nur in der Kunst, sondern auch in der alltäglichen Lebensrealität. Damit beschäftigt sich die Austellung "Welten im Widerspruch - Zonen der Globalisierung" vom 23. Mai bis zum 2. August 2015 in der Inssbrucker Galerie im Taxispalais. Künstlerliste: Michael Blum, Christian von Borries, Bureau d’Études, Cristina Garrido, Andreas Gursky, Kasmalieva & Djumaliev, Rosmarie Lukasser, Eva & Franco Mattes, Nyaba Léon Ouedraogo, Oliver Ressler, Allan Sekula & Noël Burch, Gabriele Sturm, Thomson & Craighead, Gruppo Tökmag, Wang Qingsong, Yin Xiuzhen. www.galerieimtaxispalais.at

Aktionen & Projekte

MaximilianForum München

MAXIMILIANFORUM MÜNCHEN, Foto: Maximilian Geuter

Das Münchener Kulturreferat hat die Künstlergruppe COLLABORATION_project (Philipp Messner, Alexander Steig und Thomas Thiede) eingeladen, „eine Analyse und Konzeption für eine zukünftige Nutzung des MaximiliansForums als Kunstort“ zu erarbeiten. Das Forum soll künftig weniger ein Ort der Präsentation, sondern eher einer des Arbeitens sein. „Es soll hierfür kein formal und inhaltlich abgeschlossenes Programm entwickelt werden, sondern eine Work-in-Progress-Situation.“ Weiter heißt es: „Die Erkenntnisse und Erfahrungen, die über das Jahr hin generiert werden, fließen in die weiteren Planungen zu einer langfristigen Gestaltung und Nutzung des Ortes ab 2016 ein. Alle künstlerischen und kunstübergreifenden Projekte in 2015 arbeiten mit dem Ort und helfen die Stärken und Schwächen zu analysieren und zu bearbeiten.“ Im Juni werden Studierende und Lehrende der TU München, Fakultät Architektur die Passage untersuchen und bespielen. Die Athener Künstlerin Georgia Kotretsos hat bereits im Mai angefangen, ein Projekt zu entwickeln, das sie im September 2015 realisiert. Kontakt: info@collaboration9.de

Aktionen & Projekte

Life finest values

VERMEIR & HEIREMANS, The goof Life (a guides tour, 2009, Fotokredit: Michael de Lausnay

Die Ausstellung „Life finest Values“ präsentiert bis zum 30. Mai 2015 in der Wiener Kunsthalle Exnergasse Videoarbeiten über die „Verflechtungen der Bereiche Wohnen, Kunst und Kapital in unterschiedlichen städtischen Kontexten auf der ganzen Welt: von Berlin bis Caracas, von Havana bis Hong Kong, von Brüssel bis Tbilisi.“ Künstlerliste: Lisa Schmidt-Colinet & Alexander Schmoeger & Florian Zeyfang, Libia Castro & Ólafur Ólafsson, cylixe, Jan Peter Hammer, Annika Eriksson, Brigitta Kuster & Gülây Akin & Angelika Levi, Ina Wudtke, Iratxe Jaio & Klaas van Gorkum, Oliver Ressler, Ines Schaber & Mathias Heyden, Vermeir & Heiremans. Kuratoren sind Ina Wudtke und Florian Wüst. Terminhinweis: 20. Mai 2015:  „Handel mit der Zukunft“, Screening und KünstlerInnengespräch mit Arne Hector & Minze Tummescheit und Vermeir & Heiremans, moderiert von Florian Wüst (auf Englisch). www.wuk.at

Aktionen & Projekte

NINFA

HARTMUT JAHN, Ninfa (Ausschnitt)

Hartmut Jahn, Film- und Medienkünstler sowie Professor am Institut für Mediengestaltung an der Hochschule Mainz, und sein Fotografen- und Videokunstkollege Christoph Brech dokumentierten den Landschaftsgarten von Ninfa, etwa eine Stunde südlich von Rom. An der Straße nach Neapel gelegen, galt Ninfa als das „Pompeji des Mittelalters“. Seuchen und Zerstörungen führten dazu, dass die Stadt schließlich aufgegeben wurde und verfiel. In den 1920er Jahren ließ ein italienischer Adliger dort schließlich einen Landschaftsgarten anlegen. „Der Erhalt des Gleichgewichts zwischen den Resten historischer Bauten einerseits und einer vielfältigen Fauna und Flora andererseits zählt zu den Hauptzielen der Gartenarchitektur. So gedeiht hier eine ruinenspezifische Flora, deren Wurzeln die noch existen¬ten Baudenkmäler nicht gefährden sollen.“ Die mediale Dokumentation dieser Ruinenstadt aus dem 14. Jh. von Jahn und Brech wurde soeben in einer Ausstellung auf der Campus Magistrale der Hochschule Mainz präsentiert. www.hs-mainz.de

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Michael Buthe und Ingvild Goetz - Eine Freundschaft

Michael Buthe Raaannubisritt / Rata 1983-84 Portfolio mit 14 Radierungen Courtesy Sammlung Goetz, München

Ingvild Goetz lernte den Künstler Michael Buthe in den 1970er Jahren in Köln kennen und begann, seine Werke zu sammeln. „Beide vereinte die Neugier auf Unbekanntes, das Interesse an fremden Kulturen und die Sehnsucht nach Spiritualität im alltäglichen Leben. So errichtete Buthe der Sammlerin auch einen Meditationsturm auf ihrem Privatgrundstück in Spanien, den er feierlich mit einem mystischen Ritual einweihte.“ Die Ausstellung in der Münchener Sammlung Goetz präsentiert ab dem 9. Juli 2016 Michael Buthe in der gesamten Bandbreite seines künstlerischen Schaffens von den frühen minimalistischen Zeichnungen und Objekten von 1968/69 über Materialcollagen mit Federn, Pflanzenteilen und Glanzpapier, großformatige Aquarelle und Gemälde mit Gold- und Silberbronze bis hin zu umfangreichen Mappenwerken von 1993-94. Parallel zu der Ausstellung in der Sammlung Goetz findet eine Retrospektive zum Werk von Michael Buthe vom 8. Juli bis zum 20. November 2016 im Münchener Haus der Kunst statt.

Aktionen & Projekte

Frauen Video Arbeiten

FRAUENPERSPEKTIVEN KARLSRUHE, Programmflyer der Veranstaltungsrehe von 2013, Foto: ©www.sandra-jacques.de

Vom 17. bis 26. April 2015 befassen sich Kunst- und Kulturschaffende aus Karlsruhe mit der Betrachtung von Lebens- und Arbeitswelten aus weiblicher Perspektive. Zu Motto „Über Arbeit – Über Leben“ finden zahlreiche Veranstaltungen Tanz, Theater, Ausstellungen, Poetry Slam oder Performances, gibt es Lesungen, Vorträge, Workshops etc. statt. Das ZKM Karlsruhe nimmt mit seiner virtuellen Veranstaltung „Frauen Video Arbeiten – Künstlerische Videos von Frauen zum Thema Arbeit und Produktion“ an dem Projekt teil. Diese virtuelle Ausstellung wird kuratiert von Claudia Gehrig, Christiane Riedel, Sophie Leschik und Monika Rihm. www.zkm.de

Galerien & Auktionshäuser

Achenbach: Noch ein Prozess

HELGE ACHENBACH, Foto: H.-N. Jocks

Seinen 63. Geburtstag musste der Kunstberater Helge Achenbach in einer Gefängniszelle feiern: er war zu sechs Jahren Haft wegen Betrugs verurteilt worden. Und ihm droht weiteres Ungemach: im Frühjahr 2016 steht ihm nämlich noch ein weiterer Prozess ins Haus. Ein Mitglied der Unternehmerfamilie Viehof aus Mönchengladbach fordert von Helge Achanbach Schadenersatz in Höhe von insgesamt fast drei Millionen Euro (AZ: 8 O 337/14). Achenbach wird vorgeworfen, überhöhte Preise beim Verkauf von 58 Papierarbeiten und sieben Ölgemälden von Georg Baselitz und einer Skulptur von Tony Cragg genommen haben. Außerdem heißt es, bei der Klage gehe auch noch um einen komplizierten Darlehensvertrag.

Ausschreibungen

Gabriele Münter Preis

ULRIKE ROSENBACH, Gabriele Münter-Preisträgerin  2004, Last call für Engel

Der Gabriele Münter Preis 2017 für Bildende Künstlerinnen ab 40 Jahren vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK), dem Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstförderer (GEDOK) und dem Frauenmuseum in Bonn ausgelobt. Mit dem Preis werden Künstlerinnen geehrt – und damit sehr häufig Frauen, die eine ganz einzigartige Leistung vollbringen: Die Vereinbarkeit von Familie und Kunst. Das Preisgeld von 20.000 € wird im Frühjahr 2017 durch die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der Ausstellungseröffnung in Berlin übergeben. „Ich freue mich sehr, den Startschuss für die 7. Vergabe des GABRIELE MÜNTER PREISES geben zu können, und hoffe auf zahlreiche Bewerbungen“ so Manuela Schwesig in ihrem Grußwort auf der welcome page des GMP 2017. Zum Wettbewerb eingeladen sind Bildende Künstlerinnen mit Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland, die vor dem 30. November 1975 geboren sind. Eine Wiederbewerbung ist möglich. Alle künstlerischen Techniken (Malerei, Zeichnung. Skulptur, Installation und neue Medien) sind zugelassen. Die Preisträgerin wird durch eine Fachjury ermittelt. Die Jury setzt sich zusammen aus Künstler_innen und Kunstwissenschaftler_innen, Vertreterinnen des BBK, des Frauenmuseums, der GEDOK und des BMFSFJ. Die Bewerbungsunterlagen sind bis zum 30. November 2015 digital einzureichen. Download der Wettbewerbsbedingungen und Teilnahmeunterlagen unter www.gabrielemuenterpreis.de

Publikationen

network diary

Die Anthologie der facebook- Einträge, die Klaus Honnef während der letzten zwei Jahre gepostet hat, ist soeben im Kölner Sprungturm Verlag erschienen (18,90 Euro). Die zahlreichen Einträge beziehen sich auf Künstler, Fotografen, Filmer, auf Ausstellungen zeitgenössischer, moderner und älterer Kunst, auf allgemeine kulturelle Fragen, ebenso wie auf politische und gesellschaftliche Phänomene. Die knappen und spontan formulierten Texte des Buches sind Variante und Fortsetzung des legendären Tagebuchs, das Honnef in den 70er und 80er Jahren für das KUNSTFORUM verfasst hat. www.sprungturm-verlag.de

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