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Museen & Institutionen

Emden: Finanzprobleme gelöst?

ESKE NANNEN, Foto: S. Kallnbach

369.000 Euro hatte eine Benefizauktion Ende 2014 zugunsten der Kunsthalle Emden eingebracht – nach Abzug der Steuern dürften netto 300.000 Euro zur finanziellen Sanierung übrig bleiben. Die Finanzprobleme der Kunsthalle Emden sind damit noch nicht völlig gelöst, denn es galt, ein Defizit von rund 500.000 Euro abzudecken. Seit ihrer Eröffnung 1986 hatte die Kunsthalle Emden mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. 2007 steigen die Kosten noch weiter an durch die Inbetriebnahme eines Erweiterungbaus. Eske Nannen, Geschäftsführerin der Kunsthalle Emden, hofft nun, durch Unterstützung der rot-grünen Landesregierung aus den roten Zahlen herauszukommen. Nach dem Machtwechsel im Landtag von Hannover hatte die neue Landesregierung sich zunächst nicht an Zusagen ihrer Vorgängerregierung gebunden gefühlt, inzwischen jedoch eine Erhöhung der Zuwendungen aus Landesmitteln auf 850.000 Euro und eine einmalige Sonderzuwendung von 100.000 zugesagt. Damit dürfte die Kunsthalle bis auf weiteres kostendeckend arbeiten können. www.kunsthalle-emden.de.

Aktionen & Projekte

40 Grad Urban Art

40 GRAD URBAN ART, Pressebild

Das Festival „40 Grad Urban Art“ soll in Düsseldorf künftig regelmäßig alle zwei Jahre durchgeführt werden und dann laut einem Ratsbeschluss fester Bestandteil des kommunalen Veranstaltungskalenders sein. Im Januar 2015 findet ein erstes Organisationstreffen für das nächste Street Art-Festival im Herbst 2015 statt. Ausrichter sind die Vereine „Farbfieber“, „Düsseldorfer Künstler“, „Verbunt“, „Kinderclub Kiefernstraße“ sowie die Galerie „Pretty Portal“. Beim ersten Festival 2013 gestalteten die beteiligten Künstler dreißig Flächen und Fassaden mit großformatigen Bildern, begleitet von Kinder- und Jugendprojekten. www.40grad-urbanart.de.

Galerien & Auktionshäuser

Trennung

Roman Plutschow und Joe Felchlin beenden ihre Zusammenarbeit in der Züricher Galerie Plutschow & Felchlin „in gegenseitigen Einvernehmen“. Roman Plutschow führt fortan die Galerie in der Waldmannstrasse 6 allein weiter.

Galerien & Auktionshäuser

Galerie Ludorff: Jubiläum

TONY CRAGG, Mixed Feelings, 2011, Stahl, gerostet, Copyright: VG Bild-Kunst, Bonn 2014, Courtesy: Galerie Ludorff, Düsseldorf

Ihr 40jähriges Bestehen feiert 2015 die Düsseldorfer Galerie Ludorff. Sie begann 1975 ihr Programm mit dem deutschen Impressionismus, Expressionismus und der Nachkriegsabstraktion. Den Auftakt zu einer Ausstellugsreihe zum Jubiläumsjahr bildet vom 1. März bis zum 30. Mai 2015 die Ausstellung „Formen der Abstraktion“ mit Exponaten von Tony Cragg, Willi Baumeister, Josef Albers, Serge Poliakoff, Ernst Wilhelm Nay, Otto Piene, Gotthard Graubner, Gerhard Richter u.a.

Galerien & Auktionshäuser

Achenbach: Teilgeständnis

HELGE ACHENBACH, Fotos: H.-N. Jocks

Zum Auftakt des Prozesses räumte Achenbach in einem Teilgeständnis ein, bei einigen Verkäufen an Albrecht „unberechtigte Aufschläge“ vorgenommen und auch Rechnungen verändert zu haben. Achenbach begründete dies mit dem Wunsch, er habe einen „wirtschaftlichen Puffer“ für Rücknahmegarantien schaffen wollen und er habe außerdem Geld für seine „Monkey's“-Restaurants gebraucht.

Hochschulen

Hörspiele

Muthesius Kunsthochschule Kiel

Rührig ist das Künstlerduo „essay [kunst und konzepte]“ (Stefanie Polek und Chili M. Seitz) an der Muthesius-Kunsthochschule Kiel. Im Wiuntersemester 2013/2014 schufen sie ein Hörspiel, das jtzt bis zum 3. Mai 2015 im Tropenhaus des Botanischen Gartens von Berlin-Dahlem präsentiert wird („Unbekannte und benannte Artverwandte“). Ein zweites „utopisches Hörspiel“ mit dem Titel „Hans und Gloria im Wartesaal zum großen Glück“ ist derzeit mit Hilfe eines Smartphones oder Tablets über den QR-Code digital hörbar. Als CD ist es über die Homepage www.galerie-essay.com, in der Stiftung Händel-Haus in Halle/Saale und weiteren kulturellen Anlaufstationen in Halle (Saale) erhältlich sein. Eine Skulptur „Im Wartesaal zum großen Glück“ und den Zugang zum Hörspiel über das Messingschild präsentieren die beiden Künstler im Innenhof des Händel-Hauses bis zum 31. März 2015. www.muthesius-kunsthochschule.de

Hochschulen

Dokumentarfotografie

Hauptgebäude der Folkwang Universität in Essen-Werden: das ehemalige Kloster Werden

Im Rahmen eines Kurses zur kuratorischen Praxis unter der Leitung Barbara Hofmann-Johnson, Kunsthistorikerin und Lehrbeauftragte an der Folkwang Universität der Künste Essen, realisieren die Studierenden eine Ausstellung im Sanaa-Gebäude. Vom 10. Januar bis zum 22. Februar 2015 zeigt diese Ausstellung Arbeiten von Paula Markert, Till Müllenmeister, Marcel Noack und Christine Steiner. Die Exponate sind Beiträge zum Wettbewerb „Dokumentarfotografie“ der Wüstenrot-Stiftung. www.folkwang-uni.de

Hochschulen

„Klasse.Buch“

HBK-Bibliothek, Braunschweig

Dörte Eißfeldt lehrt seit mehr als 20 Jahren an der HBK- Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig Freie Kunst mit dem Schwerpunkt Fotografie. Soeben erschien im Kehrer-Verlag eine Publikation („Klasse.Buch“) mit einer Übersicht über die Absolventen der Klasse. Dokumentiert sind 64 verschiedene künstlerische Positionen. www.hbk-bs.de

Ausschreibungen

Kunstpreis der Stadt Schamberg 2015

Die Stadt Schramberg vergibt einen Kunstpreis in Höhe von 5.000 Euro zum Thema: „Schramberg - gesehen von Künstlerinnen und Künstlern.“ Wie sehen und wie empfinden Künstlerinnen und Künstler unserer Zeit Schramberg, die Stadt im mittleren Schwarzwald? Bewerben können sich Künstler aus Süddeutschland und den Nachbarländern mit max. drei Original-Arbeiten. Bewerbungsschluss: 11. Februar 2015, Kontakt: Stadtmuseum Schramberg, Schloß, Bahnhofstr. 1, 78713 Schramberg, Tel.: +49 7422 29268, Fax: +49 7422 29262, museum@schramberg.de, www.schramberg.de

Ausschreibungen

Straßenkunst

Das STRAMU Würzburg – Festival für Straßenkunst findet vom 11.-13. Sept. 2015 mit etwa 400 Künstlern statt. Bewerben können sich „pflasterfähige Musiker und Straßenkünstler aller Stilrichtungen“. Bewerbungsschluss ist der 28. Februar 2015. Bewerbungen sind einzureichen unter www.stramu-wuerzburg.de

Ausschreibungen

Medienkunst-Förderung

Das Edith-Ruß-Haus für Medienkunst in Oldenburg lobt Stipendien und Nachwuchsförderpreise aus. Drei Stipendien der Stiftung Niedersachsen für Medienkunst sind mit je 10.000 Euro dotiert. Außerdem werden Nachwuchsförderpreise für Medienkunst der Sparda-Bank vergeben. „Mit diesen Preisen sollen junge nationale und internationale Posititionen der Medienkunst unterstützt werden“. Nähere Infos ab Ende November 2014 über die Ausschreibungen für 2015 unter: www.edith-russ-haus.de

Ausschreibungen

B.AGL-Messe

B.AGL (Berlin, Artists Go Live) nennt sich eine cross-mediale Kunstmesse. Jennifer Spruß, Gründerin der B.AGL und Inhaberin der E.AGL Gallery, veranstaltet mit ihrem Team die nächste Ausgabe vom 30. April bis zum 3. Mai 2015 während des Gallery Weekends als eine Messe für Künstler, Kuratoren, Galerien, Vereine, Projekte und Gruppen. Austragungsort ist der Postbahnhof (Nähe Ostbahnhof). Mit der Online-Anmeldung ist eine Bearbeitungsgebühr von 45 Euro zu überweisen. Diese wird zurück erstattet, wenn kein Vertrag zwischen Veranstalter und Aussteller zustande kommt. Bei den Standgebühren liegen die Flächenpreise zwischen 850 Euro (ca. 4 qm Bodenfläche) und 3.100 Euro (ca. 16 qm Bodenfläche). Anmeldungen sind bis zum 15. Feb. 2015 möglich. Infos und Kontakt: www.bagl-artists.de

Ausschreibungen

Porträts von Liedern

B.AGL (Berlin, Artists Go Live) nennt sich eine cross-mediale Kunstmesse. Jennifer Spruß, Gründerin der B.AGL und Inhaberin der E.AGL Gallery, veranstaltet mit ihrem Team die nächste Ausgabe vom 30. April bis zum 3. Mai 2015 während des Gallery Weekends als eine Messe für Künstler, Kuratoren, Galerien, Vereine, Projekte und Gruppen. Austragungsort ist der Postbahnhof (Nähe Ostbahnhof). Mit der Online-Anmeldung ist eine Bearbeitungsgebühr von 45 Euro zu überweisen. Diese wird zurück erstattet, wenn kein Vertrag zwischen Veranstalter und Aussteller zustande kommt. Bei den Standgebühren liegen die Flächenpreise zwischen 850 Euro (ca. 4 qm Bodenfläche) und 3.100 Euro (ca. 16 qm Bodenfläche). Anmeldungen sind bis zum 15. Feb. 2015 möglich. Infos und Kontakt: www.bagl-artists.de

Preise

Alanus Preis

HANNAH SCHNEIDER, „Bäuchlings auf dem Rhein“, Filmstill

Hannah Schneider wurde der Alanus Preis für Bildende Kunst zugesprochen (5.000 Euro). Die Auszeichnung wird vom Förderverein der Alanus Hochschule in Alfter bei Bonn vergeben. Dort hat die Künstlerin ihr Bildhauerei-Studium abgeschlossen und anschließend als Meisterschülerin an der Dresdener Kunstakademie weiter studiert. In den vergangenen fünf Jahren durfte sie ein Förderatelier des Bonner Kunstvereins nutzen. „Sowohl ihre raumbezogenen Arbeiten als auch ihre Videoarbeiten thematisieren den Aspekt von Vergänglichkeit und Zeitlichkeit auf unverwechselbare Art und Weise“ notierte die Jury in ihrer Begründung. www.alanus.edu

Aktionen & Projekte

Lichtgrenze

INSTALLATION „LICHTGRENZE“,  Berlin 2014, Foto: Ralph Larmann

„Lichtgrenze“ ist das „Wort des Jahres 2014“. Das gab die Gesellschaft für deutsche Sprache e.V. bekannt. Der Begriff bezieht sich auf eine Installation mit Leuchtballons, mit denen die Künstler Chjristopher und Marc Bauder im Herbst 2014 den einstigen Verlauf der „Berliner Mauer“ im Stadtbild markiert hatten.

Preise

Krupp-Fotostipendium

Peggy Buth und Arwed Messmer bekamen jeweils 10.000 Euro Stipendiengeld überwiesen. Die Gewinner des Stipendiums „Zeitgenössische Deutsche Fotografie“ der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung setzten sich mit der Einreichung ihrer Projektvorhaben gegen 226 Mitbewerber durch. Die nächste Stipendien-Ausschreibung erfolgt 2016. www.krupp-stiftung.de

Aktionen & Projekte

Performance Art Studies

BBB JOHANNES DEIMLING, Performance in Kaunas 2014, Foto: Monika Sobczak

Der Berliner Künstler BBB Johannes Deimling organisiert unter dem Label „Performance Art Studies“ (PAS) regelmäßig Workshops. Dabei entwickeln die Teilnehmer unter seiner Anleitung oder der von Gastdozenten eine eigene Performane, die zum Abschluss der Veranstaltung öffentlich aufgeführt wird. Experimente, Recherchen und Spiele im Innenraum und im Stadtraum des Veranstaltungsort begleiten diese Arbeiten in vertiefender Weise. Das nächste Treffen der Workshopreihe ist in Athen unter dem Motto „Places of duration“: Sobald etwa geschaffen wurde, verändert es sich im Laufe der Zeit. Es nutzt es sich ab - Erinnerungen verblassen, Gebäude und Straßen werden im Laufe der Zeit marode, Obst verfault, elektrische Geräte gehen irgendwann kaputt, menschliche Gefühle erkalten, unsere Wünsche und Ansprüche werden größer oder geringer. Nichts ist mithin von Dauer, doch unsere Wahrnehmung und Empfindung focussiert sich immer auf die zeitliche Ausdehnung eines Ereignisses, die wir als „lang“ oder „kurz“ beurteilen. Kulturell sind wir in unserem Aufmerksamkeitsverhalten auch auf bestimmte Zeiterfahrungen abonniert: eine Schulstunde oder eine Halbzeit beim Fußball dauert 45 Minuten, ein Kino-Spielfilm in der Regel 90 Minuten… „Places of duration“ wird vom 27. März bis zum 6. April 2015 zusammen mit den Gastdozenten Andreas Pashias und Francesco Kiais durchgeführt. Teilnahmegebührt: 280 Euro. Anmeldungen sind bis zum 1. März 2015 möglich: www.pas.bbbjohannesdeimling.de

Aktionen & Projekte

Performances in Giswil

Die Turbinenhalle von Giswil ist einmal jährlich fester Treffpunkt der schweizerischen Performance-Szene. Seit 1998 hatten - mit einer Unterbrechung von 2000 bis 2005- Monika Günther und Ruedi Schill die künstlerische Leitung ausgeübt. Nunmehr ist Andrea Saemann neue künstlerische Leiterin von „International Performance Art Giswil“. www.performanceart.ch.

Ausschreibungen

Salzburger Keramikpreis

Der Salzburger Keramikpreis ist mit 6.000 Euro dotiert; zusätzlich werden zwei Stipendien von je 2.500 Euro vergeben. Geografische Einschränkung: nur Künstler aus Österreich oder solche, die dort seit mindestens 5 Jahren leben. Einzureichen sind ca. 20 Werkbeispiele als Fotos oder Ausdrucke. Bewerbungen bis zum 12. Januar 2015 an: Land Salzburg, Abtl. 12, Referat Kunstförderung, Kulturbetriebe und Kulturrecht, Franziskanergasse 5a, 5010 Salzburg, www.salzburg.gv.at/ausschr.htm.

Preise

Will Grohmann-Preis

Nadine Fecht

Nadine Fecht erhielt den Will-Grohmann-Preis der Berliner Akademie der Künste (6.500 Euro). In der Jurybegründung heißt es:„Nadine Fecht ist eine Künstlerin der Kunst der Zeichnung. Die Berührung, die behutsame und entschiedene Führung der Linie, ob in der Zeichnung, in der Assemblage oder dem gestalteten Raum, ist ihre Kunst, die sie beginnt, so deutlich wie unverkennbar zu führen.“ www.adk.de.

Ausschreibungen

Wanderausstellung

Für eine jurierte Wanderausstellung „Frieden im Land? - 70 Jahre nach 1945“ können Künstler aus Schleswig-Holstein Beiträge bei der Doris Rüstig-Ladewig Stiftung einreichen. Deadline: 18. Jan. 2015. Download Bewerbungsunterlagen unter www.ruestig-ladewig-stiftung.de.

Personalien

München: Neuer Generaldirektor

BERNHARD MAAZ, Foto: Staatl. Kunstsammlungen Dresden

Bernhard Maaz übernimmt am 1. Februar 2015 von Klaus Schrenk den Posten des Generaldirektors der Bayerischen Gemäldesammlungen. Schrenk geht in den Ruhestand. Zum Aufgabenbereich des Generaldirektors gehören die drei Pinakotheken in München, das Museum Brandhorst und die Sammlung Schack sowie 13 Zweigmuseen im übrigen Bayern. Maaz war zuletzt stellvertretender Generaldirektor in Dresden. www.pinakothek.de

Museen & Institutionen

Verteuerung

Museumsinsel, Deutsches Museum, München. Foto: Max-k muc.

Schon wieder wird ein öffentliches Bauvorhaben teurer als ursprünglich geplant: Die veranschlagten 400 Mill. Euro für die Generalsanierung des Deutschen Museums München reichen nicht aus. Als Gründe werden der Hochwasserschutz angeführt, der sich verteuert habe, und die Bausubstanz, die maroder sei als anfangs begutachtet. Unter Fachleuten wird inzwischen bezweifelt, ob das Technikmuseum bis zu seinem 100. Geburtstag im Jahr 2025 wieder in neuem Glanz erstrahlt.

Aktionen & Projekte

Leeson-Retrospektive

Lynn Hershman Leeson, STRAWBERRY NOIR, Archival Digital Print, Edition of 5

Lynn Hershman Leeson hat als Medienkünstlerin in den vergangenen vier Jahrzehnten in den Bereichen Fotografie, Video, Film, Performance, Installation und interaktiver sowie netzbasierter Medienkunst Wegweisendes geleistet. Ihre Werke befinden sich in den Sammlungen namhafter Museen und privater Sammler. In enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin realisiert das ZKM Karlsruhe die erste umfassende Retrospektive (bis 29. März 2015). Sie bietet einen Überblick über alle Schaffensphasen und umfasst auch neue Arbeiten. Die bekannteste Werkreihe „Roberta Breitmore“ (1973–1978) hat die gleichnamige Kunstfigur als eine Art Klon der Künstlerin als Motiv: „Mit Roberta Breitmore hat Hershman Leeson der Idee einer künstlerisch konstruierten Identität eine Form gegeben und damit die virtuellen Welten von „Second Life“ um viele Jahre vorweggenommen“. www.zkm.de.

Museen & Institutionen

Haftstrafen

Zu Haftstrafen von 8 bis 9 Jahren verurteilte ein Gericht in Taschkent Mitarbeiter eines staatlichen Kunstmuseums Usbekistans, die aus dem Museumsbestand mehr als 25 Werke durch Fälschungen ersetzten und die Originale verkauften. Über die Höhe des Schadens und den verbleib der Originale wurden keine Anhaben gemacht.

Museen & Institutionen

Tunis-Reise

PAUL KLEE, Motiv von Hammamet, Tunesien, 1914, Kunsthalle Basel, Fotoquelle: Wikipedia

Beim Landeanflug auf den Flughafen Monastir lässt sich ahnen, wie das tiefe, intensive Blau des Himmels über Tunesien vor 100 Jahren die Maler August Macke (1887-1914), Paul Klee (1879-1940) und Louis Moilliet (1880-1962) beeindruckt haben muss. „Die Sonne von einer finsteren Kraft. Die farbige Klarheit am Lande verheißungsvoll. Der Macke spürt das auch. Wir wissen beide, dass wir hier gut arbeiten werden“, notierte Paul Klee bei der Ankunft in sein Tagebuch. Die drei Künstlerfreunde hatten im April 1914 eine Tunis-Reise unternommen, und ließen sich bei ihrem zweiwöchigen Aufenthalt dort vom Licht, von der Landschaft und von der traditionellen Architektur inspirieren: Klee schuf in diesen beiden Wochen 35 Aquarelle und 13 Zeichnungen; Macke gar 79 Zeichnungen und 33 Aquarelle. Nur Moilliet war weniger produktiv. Paul Klee bezog sich noch zwanzig Jahre später in seinen Bildern auf die visuellen Erlebnisse dieser Tunis-Reise, die als ein Schlüsselereignis für die Kunst des 20. Jh. und vor allem als Geburtsstunde der modernen Aquarellmalerei gilt. Das Musée national de Bardo in Tunis dokumentiert bis zum 14. Februar 2015 jene legendäre Reise in einer Ausstellung mit 32 Werken der drei Künstler. Zusammen mit dem Museum ist das Goethe-Institut Träger der Ausstellung. www.bardomuseum.tn

Aktionen & Projekte

Medienwerkstatt Berlin

Medienwerkstatt Berlin
Sandra Becker und Lioba von den Driesch leiten die Medienwerkstatt Berlin des Kulturwerks im BBK. Sie ist am Mariannenplatz 2 in der Druckwerkstatt des Künstlerhaus Bethanien untergebracht und bietet dort über einen Expertenpool „Infrastruktur und Sachkenntnis für Bildende Künstler und Künstlerinnen in der Verwirklichung medialer künstlerischer Arbeiten.“ Die Medienwerkstatt organisiert regelmäßige Netzwerktreffen und Workshops. Die nächsten Netzwerktreffen sind für den 14. Januar, 18. Februar und 18. März angekündigt. (jeweils 19 Uhr). www.medienwerkstatt-berlin.de

Personalien

Neubesetzungen

EVA HUTTENLAUCH, STEPHANIE WEBER, Fotos: Lenbachhaus

Dr. Eva Huttenlauch ist neue Leiterin der Sammlungsbestände „Kunst nach 1945“ am Münchener Lenbachhaus. Ebenfalls neu besetzt wurde die Kuratorenstelle für Gegenwartskunst mit Stephanie Weber. Huttenlauch promovierte an der Berliner Humboldt-Universität und begann ihre Laufbahn als Trainee am Museum of Modern Art, New York, bevor sie an der Villa Massimo in Rom, am Witte de With Center for Contemporary Art in Rotterdam, für die Ausstellungen im Deutschen Pavillon der Venedig Biennale 2007-2013 und das MMK Museum für Moderne Kunst in Frankfurt kuratorisch tätig war. Auch Weber war in den letzten viereinhalb Jahren am Museum of Modern Art New York tätig, und zwar in der Abteilung für Performance und Medienkunst. www.lenbachhaus.de

Galerien & Auktionshäuser

Bundesverdienstkreuz

Helga de Alvear, by Luis Asín

Helga de Alvear, Galeristin in Madrid, erhielt das Bundesverdienstkreuz am Bande „in Anerkennung der um Volk und Staat erworbenen Verdienste“. Die aus Rheinland-Pfalz stammende Kunsthändlerin lernte ihren Beruf bei der Madrider Galeristin Juana Mordó. Nach deren Tod übernahm sie 1984 die Galerie. Helga de Alvear ist Mitbegründerin der Kunstmesse ARCO Madrid.

Preise

Otto Ritschl-Kunstpreis

KATHARINA GROSSE in ihrem Atelier. Foto: Veit Mette, Copyright VG Bild-Kunst, Bonn 2014

Katharina Grosse erhält den Otto-Ritschl-Kunstpreis des Wiesbadener Museumsvereins (15.000 Euro). Die heute in Berlin lebende Meisterschülerin von Gotthard Graubner stellt im Juli 2015 im Museum Wiesbaden Arbeiten auf Papier aus den vergangenen 20 Jahren aus. Die Jury hob in ihrer Begründung Grosses dreidimensionale Malweise hervor, die in üppige Farblandschaften mündet.

Preise

Käthe Kollwitz-Preis

Bernard Frize

Bernard Frize wird mit dem Käthe Kollwitz-Preis der Akademie der Künste Berlin bedacht (12.000 Euro). Die Auszeichnung wird ihm am 12. September 2015 für seinen „bedeutenden Beitrag zur Malerei“ verliehen und ist mit einer Ausstellung im Berliner Akademie-Gebäude verbunden (11. Sept.-25. Okt. 2015). Das Preisgeld wird von der Kreissparkasse Köln mitfinanziert. Sie ist Trägerin des dortigen Käthe Kollwitz Museums. www.adk.de.

Museen & Institutionen

Erweiterung

MUSEUM KÜPPERSMÜHLE, Modell Planung Anbau, Copyright: Herzog & de Meuron

2016 beginnen die Bauarbeiten zur Erweiterung des Museums Küppersmühle Duisburg. 2018 soll der Anbau dann fertig sein. Träger des Bauvorhabens ist eine Stiftung, die das Sammlerehepaar Ströher gegründet hat. Deren Sammlung umfasst ca. 1.500 Spitzenwerke von Kunst nach 1950. Die Planung hat das Architekturbüro Herzog & de Meuron übernommen. Der Entwurf sieht die Realisierung des Erweiterungsbaus mit einer Ausstellungsfläche von ca. 2.600 qm auf vier oberirdischen Geschossen an der Ostseite des Museums Küppersmühle mit direkter Anbindung zum Stammhaus vor.

Galerien & Auktionshäuser

Jubiläum

ELLIOT ERWITT, Che Guevara, 1964

Ihr 25jähriges Bestehen feiert in diesen Wochen die Kölner in focus-Galerie von Anja und Burkhard Arnold. In diesem Zeitraum zeigten sie in mehr als 140 Ausstellungen Positionen der Fotografie bzw. der Fotokunst, u. mit Lucien Clergue, Bruce Davidson, Elliott Erwitt, Franco Fontana, Greg Gorman, F.C. Gundlach, Thomas Hoepker, Susan Meiselas, Marc Riboud, Willy Ronis, Jan Saudek oder Jeanloup Sieff. Die Jubiläumsausstellung vom 10. Januar bis zum 26. März 2015 ist dem Fotografen Elliot Erwitt gewidmet. www.infocusgalerie.com.

Galerien & Auktionshäuser

1,2 Mill. für Beckmann

Max Beckmann, „STÜRMISCHE NORDSEE (WANGEROOGE)“. 1937, Öl auf Leinwand. 59 x 77 cm (23 1/4 x 30 3/8 in.)

1937 malte Max Beckmann (1884-1950) auf Wangerooge das Bild „Stürmische Nordsee“. Kurze Zeit später wurde im Reichsrundfunk eine Rede Adolf Hitlers zur Eröffnung der Großen Kunstausstellung übertragen. Beckmann, der als „entarteter Künstler“ diffamiert wurde, entschloss sich zur Emigration. Er ließ sich in Amsterdam nieder und erhielt erst 1947 ein Visum für die USA, wo er 1950 starb. Jenes letzte Bild, das er in Deutschland malte, wurde im Auktionshaus Villa Grisebach kürzlich für 1,2 Mill. Euro versteigert. www.villa-grisebach.de

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